Ausgabe 
27.1.1940
 
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Samstag, 2Z./$onntag,28.3amiar 1940

llr. 25 Erstes Blaff

190. Jahrgang

London

im fünften Kriegsmonat

Nayfair Ladies in Uniform. Londons noch immer meistbeschäftigter Mann

derChef-Evakuierer".

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Amsterdam, im Januar.

W gemeinschaft zu erwecken, die in Wirklichkeit nickt vorhanden ist. Die Auswüchse der Kriegsmode ney- > men immer neue Formen an und die Bemühungen

'y insbesondere der Damen der Gesellschaft, möglichst

M ohne nennenswerte Opfer und Entbehrungen einen M-l kriegerischen und volksverbundenen Eindruck zu

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Kampf um das Erdöl

Hintergründe der britischen Machenschasten zur Ausweitung des Krieges.

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ihre Hand zu bekommen. Es scheine, daß die Errichtung des rumänischen Petroleumamtes, das die erwähnten Aufgaben erfüllen solle, gerade den ausländischen Kapitalisten, von denen 52,4 v. 5). der Mestmächtegruppe angehörten, nicht passe, und daß die in Betracht kommenden Regierungen die Verwirklichung zu verhindern suchten.

DerTravail" schreibt, heute gehöre Drei, viertel der rumänischen Petroleumproduktion Ausländern, unter denen die ausländische Gruppe der Royal D u t ch vorherrscht. Da es noch einige Naive gebe, die do glaubten, daß England an Deutschland den Krieg erklärt hätte, um die Demo­kratie zu verteidigen, um der Angriffspolitik ein Ende zu machen, um Polen in alter Größe wieder

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An einem Tage über 20000 Tonnen versenkt.

Zwei Dampfer aus englischem Geleiizug herausgeschossen.

Berlin, 27. Jan. (BJIB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im W e st e n Spähtrupp- und Artillerietätigkeit, sowie Jagdüberwachung an der deutsch-französischen Grenze.

Die dauernd erfolgreiche deutsche Seekriegführung erbrachte allein am 2 5. Januar eine Ber- senkungsziffer von über 20000 Tonnen. Außer­dem versenkte im Atlantik ein deutsches U-Boot auf der Höhe von Porto zwei Dampfer aus einem englischen Geleitzug heraus.

Die von der englischen Presse ausgestreute Be­hauptung, daß sich deutsche Truppen in Russisch-Ostgalizien befänden, ist faljcfu

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mir große Sorgen wegen der Frage, was ich nach dem Krieg mit meiner Gasmaske zu machen habe. Darf ich pe als Erinnerung behalten, oder muß ich ie der Behörde zurückgeben? Und wenn, welcher Behörde ... ?"

Es darf nicht vergessen werden, als Kuriosum auch einen Artikel zu erwähnen, der auf der Sport- eite eines großen Blattes erschien. Drin stand, daß der Krieg unbedingt bis zum 15. März d. I. zu Ende sein müsse. Die Begründung war auch gegeben: an diesem Tag sollte ursprünglich in Neu- york die Weltmei st erschaff für alle Box- k a t e g o r i e n zwischen dem Neger Joe Louis und dem englischen Herausforderer Tommy Farr aus- gekämpft werden.

Sabotage- und Spionenangst in England.

Amsterdam, 26. Januar. (Europapreß.) Ein Aufruf des englischen Kriegsmini st e'-

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Englands Versorgungsnöte.

Lloyd George weist auf das deutsche Vorbild zielbewußter Vorratswirtschast.

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Englands Tonnagemangel.

Warum die britische Regierung den privaten Schiffsraum beschlagnahmen muh.

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1913 befaß England nach den hier vorliegenden Statistiken 2813 Schiffe, während es bei der letzten offiziellen Zählung im Jahre 1933 nur noch 17 4 0 waren. Zu Beginn des Krieges dürfte Groß­britannien bei großzügiger Schätzung 2000 Schiffe besessen haben. Zu dieser Verminderung des Ton­nageraums im Vergleich zu 1913 kommt aber noch, daß in den gleichen 27 Jahren d i e englische Einfuhr beträchtlich gestiegen ist und damit die Anforderung an Schiffsraum noch gewachsen ift. Hierzu kommt, daß die Nutzkapazität eines Schiffes im Konvoi sich noch erheblich vermindert. 1930 betrug der englische Wa­renimport 56 Millionen Tonnen, heute beläuft er sich auf 75 Millionen Tonnen, was umgerechnet au die zur Verfügung stehende Tonnage eine Erhöhung von rund 230 v. H. ausmacht.

Die englischen Versuche, im neutralen Aus­land alte Schiffe anzukaufen, sind bis auf wenige Ausnahmen fruchtlos geblieben. Hatten zu Be­ginn des Krieges die Bestrebungen, die Tonnage der Neutralen durch langfristige Verträge zu char­tern, oftmals Erfolg, was schon allein deshalb mög­lich war, weil, wie im Falle Norwegen, die Staa­ten die Wahl hatten zwischen wirtschaftlichem Rum oder Eingehen auf die englischen Angebote, die im übrigen preismäßig nicht immer schlecht waren, macht sich feit kurzer Zeit eine stärkereZuruck- Haltung in den neutralen Staaten bemerkbar. Diese Zurückhaltung ist nach hiesiger Ansicht einer der Hauptgründe für die englische Schiffsrequirie­rung.

Kopenhagen, 27. Januar. (Europapreß.) Die am 1. Februar in Kraft tretende englische Regie­rungsvollmacht, alle Schiffe im Besitz englischer oder kolonialer Reeder zu requirieren, wenn das Staatsinteresse es erfordert, wird von den fkandi- navischen Reedern als die weitestgehende Maßnahme bezeichnet, die bisher in einem kriegführenden Staat ergriffen worden ist. Dieses neutrale Inter­esse an den Vorgängen auf dem englischen Frach­tenmarkt ergibt sich aus der Tatsache, daß Däne­mark, Schweden und Norwegen in den ersten fünf Monaten des englischen Krieges soviel an Tonnage- raum verloren haben, daß man nicht unbeachtet in England Dinge geschehen lassen will, die da^zu ge­eignet sind, Auswirkungen auf die neutrale Schlfs- fahrt zu haben. Bis zum 26. Januar 1940 hatten verloren: __Ä

Dänemark: 13 Schiffe über 800 Tonnen Schweden: 27 Schiffe über 800 Tonnen Norwegen: 32 Schiffe über 800 Tonnen.

Gleichzeitig haben die drei Staaten insgesamt und bis zum gleichen Termin 3 85 Seemanns­lebenzubeklagen, nicht eingerechnet die Ver­luste an Menschenleben, die der Untergang nicht kandinavischer Schiffe gebracht hat.

Die Requirierung englischer Schiffe durch die Lon­doner Regierung geschieht nach Ansicht skan^navl- scher Sachkenner, weil die englische Han­delsflotte zu klein ist, als daß man sich Großzügigkeiten in der Tonnageplanung erlauben könnte. Den Beweis für die Richtigkeit dieser An­sicht erblickt man in folgenden Zahlender,pielen:

herzustellen, sei es lehrreich, die Haltung der großen Londoner P e t r o l e u m m a g n a t e n etwas näher zu betrachten. Ihre Presse führe seit Beginn der Feindseligkeiten eine Kampagne, die mit der Ver­teidigung der Demokratie nichts gemein hat. Kürzlich habe sie z. B. den Aufmarsch der Sowjet­truppen an der Grenze von Afghanistan gemeldet, um einen Vorwand zu finden, der die Bildung eines enalisch-franzöfischen Expeditionskorps rechtfertigte. Scyaue man auf die Karte, so stellt man fest, daß in unmittelbarer Nähe der afghanisch- und iranstch- russischen Grenze Erdölquellen lägen, die den Sowjets gehörten. Neulich habe derTemps", ein Organ des Comite des Forges, geschrieben, eine Ablenkung zur Rettung Finnlands fei dadurch her­beizuführen, daß ein Gegendruck auf das südliche Sowjetgebiet ausgeübt werde, mit anderen Worten, durch eine Offensive gegen Sowjetarmenien, das reich an Erdöl­lagern fei und durch das verschiedene Rohrleitun­gen vom Kaspischen zum Schwarzen Meer führten. Aber für einen Angriff dieser Art erscheine die Hilfe der Türkei zweckmäßig. Der General­sekretär des türkischen Außenministeriums habe darum auch kürzlich der Presse erklärt, daß das Ab­kommen mit Paris und London einen Kredit von 25 Millionen Pfund zur Lieferung von Kriegs­material an die Türkei vorfehe. Und warum statte der englische Imperialismus die Türkei mit Waisen aus? Es gehe um die Wiedereroberung der sow­jetrussischen Erdölquellen, um den Angriff auf Baku.

Bern, 26. Jan. (DNB.) Der englische Druck auf Rumänien hat auch in der Schweiz, wo die Chur­chill-Rede noch lebhaft erörtert wird, große Aufmerksamkeit hervorgerufen. Hatten doch wohl­wollende Kommentatoren dieser Rede alsbald aus London berichtet, daß der temperamentvolle Ma­rineminister zwar alle neutralen Staaten genannt, in Wirklichkeit und jedenfalls lür ^en Augenblick nur Rumänien gemeint habe. DerBunö lagt wenn die rumänische Regierung auch nm einigermaßen zwischen Den kriegführenden Lagern bestehen wolle, Dann müsse sie unbedingt darauf halten Die Kontrolle Der rumänischen Petroleum- unD ErzproDuk11 o n, chre ^Verarbeitung und namentlich ihre Ausfuhr fest m

r i u m s, Der Durch Presse und Rundfunk verbreitet wird, hat in Der englischen Bevölkerung stänke Auf­regung hervorgerufen. Offenbar unter Dem Eindruck Der zahlreichen Sabotageakte und Sprengstoftan- schläge Der letzten Tage sieht sich Die englische Regie­rung, wie es in Dem Aufruf heißt, veranlaßt, zahlreiche verwunDbare Punkte^ D u rch Militär­posten be w a ch e n zu lassen. Wie weit Die Sabo­tage- unD Spionaaeangst bereits die verantwort­lichen Stellen ergriffen hat, geht aus Dem weiteren Inhalt Des Aufrufes hervor, in Dem es heißt, Die Militärposten seien angewiesen, auf alle Per­sonen zu schießen, Die auf Anruf nicht Halt machen, bzw. keine befriedigende Auskunft über Den Zweck ihrer Anwesenheit geben. Die Vorsichtsmaß­nahmen gelten vor allem Dem Schutz der Verkehrs- mittel, den Rüstungsfabriken und den Werkstätten der Heeresverwaltung.

Wie aus Ottawa gemeldet wird, hat General­gouverneur Lord Tweedsmuir bei der Eröff­nung des kanaDischen Parlaments Neuwahlen angekündigt. Der Wunsch des englischen Hoheits­trägers nach Auflösung Des alten Parlaments Dürfte mit Der scharfen Kritik Zusammenhängen, Die Die Provinzialregierung Ontarios an Den bisherigen Kriegsmaßnahmen Der Zentralregierung Mackenzie Kings übte.

Friedensziele."

Eine Der beliebtesten Beschäftigungen Der Kriegs- macher in EnglanD unD Frankreich bildet die For­mulierung sogenannter Friedensziele. Dabei sind die Franzosen ihren britischen Bundesgenossen im Aushecken ebenso größenwahnsinniger wie gänz­lich utopischer aus die Vernichtung Deutschlands hinauslaufender Pläne noch um Armeslänge vor­aus. Mit einem gradezu sadistischen Haß brütet man im Schoß der Pariser Kriegsclique Projekte aus, die nur das eine Ziel haben, einem ohnmächtigen und entrechteten Deutschland politisch wie wirtschaftlich und moralisch Fesseln anzulegen, Die diesmal jeden Versuch einer Erhebung illusorisch machen sollen. Was nach Ansicht dieser Chauvinisten vor zwanzig Jahren in Versailles versäumt wurde, soll jetzt dop­pelt und dreifach nachgeholt und damit in Mittel­europa ein Zustand geschaffen werden, der Deut'ch- land aus der Reihe der großen Nationen für alle Zeiten ausstreicht. Es macht dabei diesen wahn­witzigen Projektemachern nichts aus, daß sie schon das Fell des Bären aufteilen, der vorerst noch quick­lebendig ist, und wie jeder Tag erneut zeigt, erfolg­reich bemüht ist, den voreiligen Optimismus der Pariser Kriegshetzer gründlich zu Schanden zu machen. Denn so wenig der bisherige Verlauf des Krieges den Kriegsmachern in Paris und London das Recht gibt, auf einen für sie günstigen Ausgang des von ihnen ebenso leichtfertig wie verbrecherisch eingefädelten und begonnenen Unternehmens zu hoffen, so wenig gibt ihnen die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage Deutschlands das Recht, jemals mit der Wiederkehr ähnlich günstiger Um- tände rechnen zu können, die ihnen vor zwanzig Jahren das Diktat von Versailles ermöglicht hatte. Heute steht ihnen ein durch die nationalsozialistische Weltanschauung geeintes, seiner Kraft bewußtes und zum Aeußersten entschlossenes Volk unter der genia­len Führung eines Adolf Hitler gegenüber, mili­tärisch und wirtschaftlich auf das beste gerüstet, nach Der schnellen NieDerwerfung Polens unD Dem Freundschaftsvertrag mit Rußland mit freiem Rücken und hinter sich die ungeahnten Möglichkeiten Des großen südosteuropäischen Wirtschaftsraums, be­reit jederzeit, wenn Die Stunde es fordert, sich mit geballter Kraft gegen seine beiden westlichen Geg­ner zu wenden.

Das weiß man natürlich auch in Paris und London. Aber während Deshalb in Der Diskussion DerFrieDensziele" Die britischen Drahtzieher er­heblich zurückhaltender sind und wie es britischer Taktik entspricht, mit Rücksicht auf Die Öffentlichkeit Des eigenen Landes und das Echo bei Den Neutra­len, namentlich in Amerika sich vorerst Damit be­gnügen, mit verschwommenen und heuchlerischen Phrasen ganz allgemein zu sagen, Daß man für Die

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angelegt worden seien. Viele Viehzüchter hätten sich vor dem Bankrott nur durch Lieferungen an das Schlachthaus retten können. Lloyd George erklärte Dann, daß Deutschland riesige Reserven angelegt habe und Gigantisches geleistet habe, um sichwirtschaftlichunab hängig zu machen. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche Englands sei, verglichen mit 1914, um 2,25 Millionen Morgen zurückgegangen. Dazu habe man 250 000 landwirtschaftliche Arbeiter weniger. Das schlimmste sei, daß Millionen von Morgen ihre Fruchtbarkeit eingebüht hätten. Der Vorschlag des Land wirtschastsmickrsters gehe dahin, jährlich 200 000 Morgen wieder nutzbar zu machen. Mithin würde man 12 Jahre brauchen, um zu Der Position von 1914 zurückzugelangen. Das ernsteste Element, so fuhr dann Lloyd George fort, sei aber die A b - nähme an Schiffsraum. Die Frachtkapazität englischer Schiffe für gewöhnliche Waren, Lebens­mittel und Rohstoffe sei um sechs Millionen Brt. zurückgegangen. Das fei ein Grund, um noch größere Anstrengungen als im Weltkriege zu machen, um zur Selbstoerforgung zu gelangen. Die Regierung dürfe sich nicht durch Besitzinter­essen einschüchtern lassen. Es Dürfte nicht einen Spaten wertvollen Landes geben, Das nicht in die­sem Kampf mobilisiert würde.

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Eine Anzahl Nahrungsmittel sind in England tun rationiert: Butter, Bacon (Speck) und Zucker, bald auch Fleisch. Heber Den rationierten Bacon hilft man sich mit Dem schon berühmt geworbenen ,Macon" (Hammelfleisch, mutton) hinweg. Ang^ fichts Der oerminDcrten Butterzufuhr, hauptsächlich cus Dänemark, macht man nun auch Reklame für .nationale Butter". UnD schon hat irgenD jemanb c ne analoge Bezeichnung zuMacon" vorgeschla-

fien:Nutter". r_. ,,

Noch immer wird London Nacht für Nacht ver­tun k e 11. NachDem zu Weihnachten die Vestim- mungen etwas gelockert waren, schärfte nun em Flugblatt Des Polizeipräsidiums ein Daß beson- bers in Den Häusern längs der Straßenbahnlinien bis Vorschriften strittest einzuhalten su*, Da Lichter lings Der Tram-Linien par excellence zur Orien­tierung dienen. t

Mr. Frank Pick, Direktor der Londoner Der- k-hrsgesellschast, ein Millionär, Der nie im Auto fährt unD seit 30 Jahren den gleichen Hut tragt, ift | ii seiner Eigenschaft alsChef-Eva uierer Der Metropole noch immer Londons geplagtester und rnpopulärsterMann. Eben dieser Tage wer- bn systematisch Die zivilen Staatsbeamten grup­penweise evakuiert. Sie Dürfen, bevor sie an ihrem ü Bestimmungsortirgendwo in England ttiftouiert fnb, nichts mithaben als Pyjama und Personal- totumente. Die Ministerien werden aus Anlaß dw- I r Evakuierungen mit Prvtestbrwsen van Beamten- bauen überschwemmt. Mitunter laufen aber auch isrznügliche Schreiben ein. Kürzlich tag auf ö Schreibtisch des Innenministers,.. Sir eamuel Ware, ein Bries von einem Darsburgerme^ter a Rittelengland. Urin stand,Dcar Str, ich mache

. Aber es gibt viele Möglichkeiten Der Betätigung vir i sjir Mayfalr-Damen. Die Damen Der großen Fa­milie LonDonderry, Lady Londonderry selbst,

Amsterdam, 26. Jan. (DNB.) Im englischen Unterhaus fand eine Aussprache über Landwirt­schafts frag" n statt, die, wenn cs auch Die meisten Redner geflissentlich vermieden, Deutschland zu er­wähnen, doch zeigte, daß man in England mit NeiD auf die von Der nationaI sozialistischen Regierung in Deutschland Durchgeführten Maßnahmen zur Hebung und Erhöhung Der landwirtschaftlichen Produktion blickt. Der Oppositionsliberale Roberts verwies auf Den Man ge l an Futtermitteln, Der die Produktion von Schweinespeck, Eiern, Milch und sonstigen Produkten ernstlich bedrohe. Viele LebensmittelproDuzenten stünden vor Dem absoluten Ruin. Die Lebenshaltungskosten würden weiter steigen. Im Dezember hätten viele Dauern nur etwa ein 2) r i 11 e I Der notwendigen Futtermittel erhalten. Der Bestand an Geflügel sei bereits 25 v. H. zurückgegangen. Niemand lasse mehr Kücken für das nächste Jahr ausbrüten. Die gleiche Lage sei in der Schweineproduktion. Zucht- s ch w e i n e würden in vielen Fällen geschlach­tet, da die Verteilung von Futtermitteln nicht so klappe wie sie solle.

Lloyd George erklärte, daß im Herbst ver­gangenen Jahres in Enaland bereits eine Kriegs- atmosphäre geherrscht habe und daß dennoch bis September keine Futtermittelvorräte

ihre Tochter und nicht weniger als Drei Nichten haben sich möglichst weit vom Schuß auf Farmen in NorDirland begeben unDar­beiten" Dort im LandDienst, inDeni sie Schafe hüten und Kühe melken. Eine Anzahl junger Mäd­chen, Die erst wenigeseasons" hinter sich haben, l-nken im Dienst Des Vaterlandes Autos. So ist die Tochter des Generals JronsiDe Privatchauffeurin des Generals der Territorialreserve!

Besonders schick ist es natürlich, bei der Luft­waffe zu dienen. In Westminster gibt es ein Pi- btenheim samt Kantine, das, obzwar Eigentum des ptadtrats, vom Freiwilligen Frauendienst verwai­st wird. Eine ganze Reihe Mayfair-Ladies arbei­teten Dort als Kellnerinnen, Köchinnen und Stuben­mädchen. Vor einiger Zeit studierte aber der Stadt- lat von Westminster Die Arbeitslosenlisten Lr Gemeinde. Dorst standen zahlreiche Kellnerinnen, löchinnen, Stubenmädchen, und deshalb beschloß Der (tadtrat, Den ehrenamtlichen Damen von Der Pi- 1 i)tentantine Den herzlichen Dank für ihre auf» opfernde Tätigkeit auszusprechen und sie im übrigen durch besoldete Berufskellnerinnen usw. zu Hetzen. Dieser Beschluß war unvorsichtig. LaDy Lcaverbrock, Die Gattin des Zeitungskönigs, Md Mitarbeiterin in der Kantine, kündigte eine Pressekampagne an; Lady Anglesey, eine Kusine 4uff Coopers, beschloß sofort, das Hnterhaus zu Dtobilifiercn; und Die Marquise von Reading bat )ten Gatten um eine Appellation im Oberhaus. 3um Glück ließ sich ein Krieg Westminster May- inr noch vermeiden. Aus den Rat ihrer Ehemänner erünbeten Die eifrigen Damen eine eigene Pi-

machen, Haden geraDezu einen neuen Zweig Der eng­lischen KriegsinDuftrie geschaffen.

Dieser Tage brachten Die LonDoner ,Lailies" und Meeklies" Das Bild eines sehr jungen MäDchens, das mit Uniformjacke unD Mütze ein ernstes Ge- cht ungezogen hat. Darunter ftanD: The Princeß loyal in A. T. S.-Uniform Prinzessin

lizabeth in Der Uniform Des Auxiliary Terri- iriol Service. Im Buckingham-Palast mürbe das ignal gegeben unD Mayfair Der Inbegriff er englischen Eleganz, Die Straße, in Der sich Die Calais Der Dukes unD LorDs unD Marquis Des önigreiches aneinanDerreihen, Mayfair ift natür- ich Dem Beispiel gefolgt. Die Gentlemen-Diener oben Die bunte Livree mit Khaki vertauscht, unD ic Ladies selbst haben Uniformen ange = o g e n , an Denen es dank Der verschiedenen Kate- orien Warnens Armies eine große Auswahl gibt. aDi) Rose Paget, die meistphotographierte Frau iondons, hat ihre blonDen Locken unter Dem LeDer- elm Der Hilfsfeuerwehr versteckt, aber Das macht ichts, Die illustrierten Blätter bringen Rose Paget ud) mit Dem Lederhelm. Direkte Vorgesetzte Der Honen LaDy ist alsSection Officer" Lady Maud JunarD (von Der Cunard White Star Line), und ie W. A. F. S., Die weibliche Hilfsfeuerwehr gilt jls besonderssmart". -

I. Der englische Kriea ist ein Krieg der ,10 0 . Familie n". Aus dieser Tatsache ergeben sich die °. Dielen zum Teil lächerlichen Erscheinungen Des eng» tischen Lebens in diesen Monaten. Durch alle mög- , lichen Mätzchen versucht Die Society Den Krieg p o - M pulär zu machen und Den EinDruck einer Dolks- We ..... .....- .........

Giehener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vriihlsche Unioersttätsdruckerei R. Lange in Stehen. Schrittleitung und Geschästrftelle: Schulftrahe 7 ______

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