Ausgabe 
26.10.1940
 
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Kleine politische Nachrichten.

Der Führer sandte dem König von Ru­mänien zum Geburtstag drahtlich seine Glück­wünsche.

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Der Leiter des Neuyorker Roten Kreuzes, Gene­ralmajor Davis, dementierte in Neuyorkviele unfaire und unbegründete Gerüchte", daß die Geld­mittel oder der Besitz des amerikanischen Roten Kreuzes von Deutschland beschlagnahmt worden seien. Nicht ein Cent sei anderen Leuten zugute ge- kommen als den Kriegsopfern.

kn wesentlichen getragen vom deutschen Volk, ge- gründet aus eine Ordnung, die auf die Gesamt- Seit der europäischen Völker überströmte, sie ein­ander näher führte und miteinander verband. Das Wesentlichste dieser Einheit Europas waren die großen Leistungen seiner Völker, des deutschen, des italienischen und auch des französischen.

Diesem Einheitsbewußtsein des abendländischen Europas stets verschlossen war England. Bis $um Beginn des 16. Jahrhunderts verblieb es in seiner insularen Abgeschlossenheit am Rande der euro­päischen Welt. An den großen Bewegungen des Mittelalters war England unbeteiligt gewesen, einen selbständigen Beitrag zur Gestaltung des Abendlandes hatte es nicht zu leisten vermocht. Bis zur Entdeckung Amerikas lag es am Rand« der damals bekannten Welt, bis die Aufschließung des neuen Erdteiles die Insel vom Rande Europas in die Mitte zweier Kontinente, und an das A u s f a l l t o r der europäischen Kolonisation stellte, die zu Beginn von Spanien und Portugal aus erfolgte. Emen Zustand von Geistesabwesenheit nannte ein englischer Historiker prosaisch jene bru« ' tale und rücksichtslose Ausdehnung Englands über die Welt auf Kosten der ersten Kolonialmächte. Durch das Meer vor dem eigentlichen Zugriff europäischer Mächte geschützt, öffneten sich ihm im Westen der Ozeast und die herrschaftsuchenden Gebiete Amerikas. Diese doppelte Richtung be­zeichnete nun für alle Zeit das Wesen der englischen Politik.

Die bisherige Zurückhaltung Englands von den eigentlichen europäischen Fragen wich jetzt einer sorgfältigen Anteilnahme an allen Fragen des Kon­tinents. Nicht einem neu erwachten Verantwor- tungsbewußtsein für dieses Europa entsprang sein Interesse, sondern allein der möglichen Rückwir­kung europäischer Konstellationen für seine kolo­nialen Unternehmungen. Während England mit der einen Hand die halbe Welt erobernd an sich riß, schob es mit der anderen die einzelnen Staaten Europas wie Steine in einem Spiel gegeneinan­der, um sich dabei umft> ungestörter seiner kolo­nialen Expansion widmen zu können. So waren Englands'älteste und jüngste Eingriffe in Europa nie von der Absicht ausgegangen, politisch lebens» fähige Ordnungen zu schaffen, sondern stets nur solche zu zerstören.

Aber auch in dieser Zeit hat England geistig seine Isolierung nicht aufgegeben. Die Europa um. stürzende Reformation überahm es in der Form des Calvinismus und entwickelte jene typisch englischen Züge in dem Puritanismus, die noch heute sein Sße.en ausmachen. Don ihm getragen entwickelte iich der Glauben an die Auserwähltheit des engli- chen Volkes in der Welt, die Vorstellung, Nach- olger der erkorenen Stämme aus dem alten Testa- ment zu fein.

War England bislang der gesamten europäischen Aufgabe ferngeblieben, so war es auch in Zukunft auf Grund seiner Selbstgerechtigkeit und seines puri­tanischen Denkens jeder Verpflichtung enthoben. In seiner weltgeschichtlichen Einheit von Politik und Geist hat es in der Folge die Schaffung des Welt- reiches nicht mit, sondern gegen Europa durch- gesetzt. Es kämpfte gegen Spanien, als dessen Kolonialreich die halbe Welt umfaßte, und vernich- tete es; es kämpfte gegen Holland, das Spa. niens Nachfolge in der Ausdehnung auf den Meeren angetreten hatte, und schwächte es bis zur Bedeutungslosigkeit; es kämpfte mehrfach gegen Frankreich und zwang es in der Gestalt Napo- leons mit einer europäischen Koalition auf die Knie, sodaß es bis heute politisch nurmehr als ein Anhängsel Englands zu denken ist. Es kämpfte ein halbes Jahrhundert gegen Rußland und ent­fesselt gegen das Reich den Weltkrieg, als die­ses dabei war, feine wenigen Kolonien auszubauen und sich in den gesunden Wettbewerb auf den Welt­märkten einzuschalten.

So war ein europäischer Krieg nach dem an­deren das englische Geschenk an den Kontinent. Alle Großmächte Europas haben ihm gegenüber gestanden, bis sie nach ihrer Niederlage aus der Reihe der Gegner Englands ausschieden. Immer wieder wurde eine Koalition gegen die jeweils stärkste Festlandsmacht gebildet und für die Inter­essen Englands eingesetzt. Die Gleichmäßigkeit der englischen Politik ist als Gesetz des europäischen Gleichgewichts der Machte historisch geworden. Eng­land erhob sich selbst zum Schiedsrichter der Welt. Konservative Außenpolitik hieß für England eine Politik der Wahrung seiner Machtstellung; euro» päischer Frieden hieß für England ein engli« scher Frieden, europäische Ordnung bedeutete für den Inselstaat eine englisch diktierte Ordnung. Bismarck hat als erster Deutscher offen und ohne Schonung die englische Heuchelei und sein Welt- volizistentum gebranbmartt und ihm jedes Recht der Einmischung in Europa abgesprochen.

Seit jener Politik unter Bismarck haben Jahr- zehnte bis heran zur jüngsten Gegenwart das starre Festhalten Englands und seines Weltreiches an fei­nen vermeintlich für die Ewigkeit aufgestellten Ge­setzen, erneut bestätigt. Der Versuch eines Aus- gleiches der europäischen Mitte und des englischen Empires, mit der Aussicht auf eine zwangsläufig sichere weltpolitische Konsolidierung, wurde zerschla­gen. In dem neuen Kriege Englands sollte wieder- um die große europäische Koalition gegen das Reich angeführt werden. Daß dieser Ver­such mißlungen ist, darin liegt die europäische Sendung des Reiches und feines Führers, denn nie deutlicher als heute hat England bewiesen, daß es für die Zukunft keinerlei Recht besitzt, in euro­päische Fragen hineinzureden. Seme erst 300 Jahre alte Geschichte ist ein einziger Beweis dafür, daß es weder europäische Verpflichtungen gekannt, noch das Gefühl für eine Zusammen­gehörigkeit mit Europa besessen hat. Deutschland dagegen setzt eine tausendjährige Ver­gangenheit, seine tausendjährigen Blutzeugen und seine Geistesdenkmäler für seinen europäischen An­spruch ein. Gegen den Geist des Westens, gegen ein überaltetes, kalt rechnendes Krämertum, gegen die Politik des englischen Weltpolizistentums und Welt- gouvernantentums tritt das deutsche Volk für ein neues Europa und für eine bessere Ordnung der Zukunft des großen Kontinentes ein.

Der Gauletter vor der Presse des Gaues.

Krönt und Heimat einig in der Siegeszuversicht.

NSG. Auf der Gauprefsekonferenz im Adolf-Hit- ler-Haus in Frankfurt a. M. sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Freitagnachmit- tag vor den versammelten Hauptfchriftleitern über Einsatz und Ziel der weiteren Pressearbeit. Im be­sonderen befaßte er sich dabei mit der Stimmung des deutschen Volkes vor dem Eintritt in den zwei­ten Kriegswinter. Die Stärke unserer Situation, be­gründet in den unvergleichlichen militärischen Erfol­gen, die opferbereite und moralisch starke Heimat und das Wissen von der Gerechtigkeit und Notwen- digkeit unseres Kampfes um Raum und Brot er­klären die unsere Volksgemeinschaft erfüllende Sie­geszuversicht. Front und Heimat, so führte der Gau­leiter aus, würden für die Erhaltung dieser Stim­mung auch zukünftig Garanten sein. Ausgabe der Presse ist es, dieses Zeitgeschehen mit dem begei­sterten Herzen des Nationalsozialisten zu begleiten und den Lesern die gewaltigen geschichtsbildenden Kräfte der Gegenwart entsprechend zu deuten. Mit dem Blick auf die Opfer der Front und auf die

Notwendigkeit der Erhaltung einer siegeszuversicht- lichen Heimat habe die Presse auch zukünftig in der Unterstützung der volkssührenden Ausgaben der Par- tei ihre Pflicht zu erfüllen.

Gaupresseamtsleiter Uckermann, der die Kon­ferenz leitete, gab alsdann an Hand eines Rück­blickes auf die vergangene Pressearbeit praktische Richtlinien und Anregungen für den kommenden Einsatz.

Zu politisch besonders wichtigen Themen sprachen der Leiter der Geheimen Staatspolizeistelle Frank­furt a. M., Regierungsrat Weiß-Bollandt, wie der Beauftragte des Reichskohlenkommissars für den Gau Hessen-Nassau, Dr. Wagner. Die im Wehrkreis XII erscheinenden Zeitungen erfuhren für ihre wehrpropagandistische Arbeit eine besondere Auszeichnung durch Verleihung von Buchpreisen an einige Hauptschriftleiter, die im Auftrage des Stell­vertretenden Kommandierenden Generals Steppuhn durch Major Bruch überreicht wurden.

DieJchnederASDAP.imTeneralgouvernement

Feierliche Uebergabe auf der Burg zu Krakau.

Krakau, 26. Oft. (DNB. Funkspruch.) Die vorn Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, dem ©eneralgouDerneur Reichsminister Dr. Frank für den Arbeitsbereich General­gouvernement der NSDAP, übergebene Hoheitsfahne hielt am Freitagabend, am Vor­abend des ersten Jahrestages der Errichtung des Generalgouvernements durch den Führer, ihren Einzug auf der Burg zu Krakau, dem Dienstsitz des Generalgouoerneurs, um hier im großen Emp­fangssaal der Burg ihren Ehrenplatz zu finden.

Nachdem die Fahne vom Bahnhof unter dem Ge­leit einer Ehrenhundertschaft der Partei sowie Ehrenkompanien der Wehrmacht, (f und der Poli­zei zur Burg gebracht worden war, fand hier die feierliche Uebergabe in Gegenwart führender Per­sönlichkeiten der Partei, der Regierung und der Wehrmacht im Generalgouvernement durch Ober­reichsleiter Schalk an den ©eneralgouDerneur statt. Der ©eneralgouDerneur, Reichsleiter Dr. Frank, unterstrich dabei m einer kurzen Ansprache die Bedeutung des feierlichen Aktes. Er erklärte u. a.:Der Führer hat uns durch die Hand feines Stellvertreters mit dieser Fahne die Verpflichtung anvertraut, in diesem östlichen Machtbereich des Großdeutschen Reiches seine Kampfidee ficherzu st eilen und dafür zu sorgen, daß, auf- bauend auf dem von unvergeßlichen Siegeslorbeeren bekränzten Erfolg unserer Wehrmacht,' hier von Nationalsozialisten ein Bollwerk des Reiches

in unzerstörbarer Klarheit, Zielsicherheit und Füh- rungsoerbundenheit errichtet wird. Der Arbeitsbe­reich ©eneralgouDernement der NSDAP, hat die östlichste Mission innerhalb der Bewegung."

Ein Mr Reich Mv Wankeland

P o s e n , 26. Oft. (DNB. Funkspruch.) Am 26. 0f- tober jährt sich zum ersten Male der Tag, an dem das Wartheland endgültig in den Verband des Großdeutschen Reiches eingegliedert wurde. Die Feierlichkeiten, in denen das Deutschtum des neuen Reichsgaues der Befreiung feiner Heimat von polnischem Terror gedenkt, nahmen am Freitag im festlich geschmückten Posen mit einer großen Führertagung der NSDAP, ihren Anfang. Den Höhepunkt der Befreiungsfeiern, deren Auftakt am Donnerstag ein Kameradschaftsabend der Führerschaft und der geschlossene Besuch der Festaufführung des großen FilmsIud Süß" war, bilden am heutigen Samstag ein Massenaufmarsch auf dem Wilhelmsplatz in Posen und eine Groß­kundgebung der Partei, auf der Gauleiter ©rei« s e r den Rechenschaftsbericht über die einjährige Aufbauarbeit im Reichsgau Wartheland bekannt- geben wird. Die Festtage klingen am Samstag in großen Freiheitsfundgebungen aus, die in allen größeren Ortschaften des Reichsgaues durchgeführt werden und an denen die gesamte deutsche Bevölke- rung teilnehmen wird.

Die Hammerschläge der deutschen Lustwaffe gegen England. Unerschöpfliche Reserven in Deutschland. - England kommt zu spät.

WM .....

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Del- und Fettwerke gehen in Flammen auf.

Der Angriff der deutschen Bombengeschwader galt dem Industriegebiet an der Themse. Das Bild zeigt die durch deutsche Bomben zerstörten Betriebsstofftanks (1) des Betriebsstoffwerfes Purfleet (A) und die Lagerschuppen (2 und 3) der Oel- und Fettwerke Jürgens (B). (Atlantik-M.)

Berlin, 25. Oft. (DNB.) Seit rund zehn Wochen führt die deutsche Luftwaffe in ununter­brochener Folge wuchtige Hammerschläge gegen die militärischen Ziele auf den britischen Inseln. Der Rhythmus dieser Angriffe erfährt lediglich durch Witterungseinflüsse gewisse Schwankungen. Diese haben das englische Lügenministerium immer wie­der dazu verführt, dem eigenen Volf und der übri­gen Welt einreden zu wollen, daß sich die Kraft der deutschen Luftwaffe nunmehr erschöpft habe. So oft auch diese wissentliche Lüge in die Welt gesetzt wurde, ebenso oft wurde sie durch die Ereignisse widerlegt. Fast schon ermüdend wirfen die Mel­dungen, die trotz aller englischen Zensurmaßnahmen von den neutralen Zeitungskorrespondenten in die Welt gefunkt werden, wonach die letzte Nacht ober der letzte Tag einen neuen Höhepunkt des Bornben- regens gebracht hat, der das Feuer der Flak­artillerie mit feinen Explosionen übertönte.

Die deutsche Führung hat in den siegreichen Feld­zügen von Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Frankreich den Beweis erbracht, daß sie b re Luftwaffe als entscheidendes Kriegs- mittel einzusetzen weiß. Nachdem die deutsche Luftwaffe in ben englischen und england- freundlichen Auslandsblättern bereits dreimal in Polen, Skandinavien und im Westen vernich­tet wurde, klammern sich die verzmei elten Illusio­nisten an der Themse an die Hoffnung, daß nun beim vierten Einsatz ihre Kraft erlahmen werbe.

Die ungeheuren Reserven der deutschen Luft­waffe an 2Rnnn unh Material bürg n bi ,ir, daß die Rechnung an der Themse fatsch ist. Unerschöpflichkeit dieser Reserven ist in lang­jähriger Planung und Vorarbeit sowie in der Auswertung der Erfahrungen des siegreichen

Krieges begründet.

All dies sind Gründe, die auf der Gegenseite wahrhaftig nicht vorliegen und auch nicht nachkon­struiert werden können.

Heber die Menschenreseroen des eng» , lischen Empire macht man sich vielfach falsche | Vorstellungen. Das Mutterland zählt 45, Kanada 10, Australien-Neuseeland sieben und Südafrika zwei Millionen Weiße, insgesamt etwa 68 Millionen. Wenn auch manche Flieger aus Hebersee in Eng­land dienen, sind umgekehrt hochqualifizierte Kräfte des Mutterlandes für Kriegs- und Wirtschafts- Zwecke in Hebersee gefesselt, zumal unser italieni­scher Bundesgenosse im Mittelmeer und in Afrika starke englische Kräfte bindet. Man kann daher ruhig annehmen, daß sich die Hilfskräfte der Do­minien und Kolonien ausgleichen mit den Kräften, die England dafür unterhalten muß, damit fein Weltreich nicht zusammenbricht. Es stehen England also auf der Insel nur die Kräfte von etwa 45 Mil­lionen zur Verfügung gegen etwa 85 Millionen in Deutschland. Das ergibt eine reine zahlenmäßige Heberlegenheit Deutschlands von 2 zu 1. Darüber hinaus hat Deutschland durch die Organisation der Hitler-Jugend mit ihren Fliegergruppen, durch die , Lehrlingswerkstätten der Luftfahrtindustrie und des Neichsluftfahrtministeriums sowie durch das NSFK. die gesamte fliegerische Bevölkerung erfaßt und seit Jahren vorgebildet.

Der deutsche Nachwuchs Ist somit systematisch vorbereitet und bringt Kenntnisse mit, die den Rekruten in England oder Amerika völlig feh­len, da keines dieser Länder über ähnliche Ein­richtungen verfügt und diese sich auch nicht im­provisieren lassen.

Eine der größten ausländischen Luftfahrtindu­strien verkündete kürzlich stolz in der Presse, daß sie nunmehr sage und schreibe 450 Lehrlinge

Gneisenau.

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Vor 180 Jahren, am 27. Oktober 1760, wurde August Graf Neithard von Gneisenau, der große Heerführer der Befreiungskriege, geboren. Sein Name ist mit der Schöpfung des ersten deut­schen Dolksheeres aufs engste verbunden. Als Blüchers Erster Generalquartiermeister, zu dem er nach Scharnhorsts Verwundung ernannt wurde, hatte er an vielen entscheidenden Schlachten der ; Freiheitskriege, inbesondere dem Siege von Wa­terloo, bestimmenden Anteil. Eine Würdigung seines Werkes finden unsere Leser in den heutigen Familien blättern. Hnser Bild zeigt Ge- neralfeldmarschall von Gneisenau nach einem Ge­mälde, das Hermann von Kügelgen be­gonnen hatte, und nach dessen Tode von Franz

Krüger beendet wurde. (Scherl-M.)

Gallenleiden

7 K Der Erfolg der Trinkkur war fabelhaft, denn

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in einer eigenen Werkstatt ausbilde! Aus HI. und Lehrlingswerkstätten erhält die deutsche Luftwaffe technisch erstklassigen, auf seinen Berus vorgebilde­ten und für seinen Beruf von Jugend an begeister­ten Nachwuchs in überreichlichem Maße.

Die Erfolge der Luftwaffe brachten es mit sich, daß die Meldungen von Freiwilligen im Kriege zu direkt schwierigen Verhältnissen bei den Annahme­stellen führten, da viele Tausende zurückgewiesen oder auf später vertröstet werden mußten. Deutsch­land konnte es sich jetzt im Kriege leisten, d i e Ausbildungszeit seines fliegenden Personals zu verlängern und zu ver­tiefen, da die Verluste minimal geblieben sind. Jeder, der einmal die Kampfstätten des Westens oder die Bilder der Luftangriffe in England mit den ihm bekannten Wirkungen der nächtlichen bri­tischen Störungseinflüge nach Deutschland verglei­chen konnte, kann das Ergebnis dieser besseren Aus- bildung mit eigenen Augen überprüfen.

Das gleiche gilt für den Nachschub an Ma- ter i al. Zunächst die Rohstoffrage: Für den Flug­zeug- und Motorenbau braucht man Eisen, Alu­minium, Chrom, Kupfer, Nickel und Wolfram, alles Rohstoffe, die Deutschland heute in genügendem Maße erhält.

Die Rohstoffrage ist für Deutschland heute völlig gelöst.

Dagegen muß England nicht nur die genannten Metalle aus Hebersee mühsam heranbringen, son­dern es leidet auch schon bedenklichen Mangel an Eisen.

Die Flugzeugindustrie ist in Deutschland durch jahrelange Vorarbeit derart organisiert, daß jedes Flugzeug und jeder Ersatzbestandteil in jedem be­liebigen Werk erzeugt werden kann. Dem gegen­über ist es in England dank der privatkapitalisti­schen Auffassung im Frieden nicht möglich gewesen und auch garnicht versucht worden etwa den Serienbau von Spitfires auch bei Konkurrenz­fabriken Herstellen zu lassen. Wenn England jetzt im Kriege daran geht, so sieht man, wie voraus- schauend unsere Rüstungsindustrie gearbeitet hat und welchen Vorsprung sie besitzt, besonders wenn man die Schwierigkeit des englischen Nachschubs aus fremden Ländern, etwa aus USA., in Rech­nung stellt.

Wenn Amerika jetzt versucht, die Typisierung seiner Luftwaffe mit der englischen auszugleichen, so sind das Maßnahmen, die viele Jahre brauchen, ehe sie sich auswirken, und die für diesen Krieg bestimmt zu spät kommen. Diese Jahre hat Deutschland bereits hinter sich, und diesen Vorsvrung kann ihm niemand nehmen! Wenn in Deutschland die Produktion in einer Flugzeugfabnk einmal durch englische Bomben gestört werden sollte, so springt eines der vielen Werke in die Bresche. In England ist dies nach all dem Gesagten kaum mög­lich, und in der Kette fehlt ein Glied, das nicht zu ersetzen ist.

Nur am Rande sei erwähnt, daß England im Gegensatz zu Deutschland in seiner nach privat­kapitalistischer Profitmethode geführten Industrie viel zu viele Flugzeugmuster hergestellt hat. Wir kommen also zu dem Ergebnis, daß

1. auf jedem englischen Flugplatz Ersatzteile und Rachschub für die verschiedensten Fluazeug- muffer und darüber hinaus eventuell für oleiche Flugzeugmusler, die aber aus verschiedenen Fabriken flammen, aufgcslapelt werden müssen, und

2. die englischen Flugzeugbesahungen und das Wartungspersonal sich mik diesen zahl­reichen verschiedenen Mustern und Geräten ab- finden müssen, was natürlich nur zu Lasten der Leistung gehl.

In Deutschland aber fliegt der jüngste Schuler mit der gleichen Maschine, die er später im Kampf benützt. Es stehen ihm darüber hinaus die in der Welt unerreichten optischen Zielgeräte und techni­schen NaoigaTionsgeräte zur Verfügung, die vom Gegner als einzigartig beurteilt werden. Auch diese