Ausgabe 
26.9.1940
 
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sität an den Reichsminister Rust statt. Vor der Üebergabe der Ehrenurkunde entbot der Rektor Magnificus dem deutschen Gast den Willkomm der Universität Rom. Nach dem Akt dankte der Minister dem Rektor und der Kommission der Universitäten Italiens in herzlichen Worten.

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Auf Einladung der Ungarisch-Deutschen Gesell­schaft hielt der Oberbürgermeister von Stuttgart, Dr. S t r ö l i n , in Budapest einen Vortrag über das ThemaWohnungswesen, Stadtbau und Raumordnung".

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Der ungarische Reichsverweser hat dem Minister­präsidenten Graf Teleki in Anerkennung seiner Verdienste um die Zurückgewinnung des nordsieben- bürgischen Gebietes den höchsten ungarischen Orden, das Großkreuz des St.-Stephans-Ordens, verliehen.

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9n einem Bericht des Kommandos der 3. bulgari­schen Armee wird mitgeteilt, daß zur Besetzung der zweiten Zone der Süddobrudscha Teile der Armee die südliche Demarkationslinie der zweiten Zone überschritten haben. Die bulgarischen Truppen wur­den in der Stadt Dobritsch jubelnd begrüßt und haben die nördliche Demarkationslinie der zweiten Zone erreicht. Die Besetzung der dritten Zone wird am 28. September erfolgen.

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Die Leitung des italienischen Kriegsteilnehmer­verbandes läßt die nach dem Weltkrieg in den ita­lienischen Gemeinden errichteten bronzenen K r i e g s d e n k m ä l e r und Gedenktafeln durch entsprechende Marmorwerke ersetzen. Die Bronze soll der italienischen Rüstungsindustrie zuge­führt werden.

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Vom 1. Oktober ab wird in Italien nur noch Ein­heitsbrot mit einem 15-v. H.-Mais-Zusatz gebacken.

Oie ersten Volksdeutschen aus Bessarabien im Aufnahmelager in Galatz.

G a l a tz , 25. September. (DNB.) Am Dienstag traf ^-Obergruppenführer Lorenz in Galatz ein, wo er das Aufnahmelager für die volksdeutschen Aussiedler aus Bessarabien besichtigte und am Abend an der rumänisch-russischen Grenze im Auf­trage des Führers die ersten Volksdeutschen aus Bes­sarabien begrüßte, die mit Lastkraftwagen aus Tarutino gekommen waren. Dabei sprach er den Wunsch aus, daß sie eine glückliche Fahrt ins Groß­deutsche Reich haben mögen, das ihr Vaterland ist und ihnen nun zur neuen Heimat wird. Der Ober­gruppenführer sprach den Vertretern der rumäni­schen Behörden, insbesondere dem zuständigen Divi­sionsgeneral seinen Dank aus, daß fie alles er­möglicht hätten, um diesen ersten Transport der Volksdeutschen Bessarabiens selbst nachts noch über den Pruth zu führen.

Die Entschädigung volksdeutschen Besitzes in den Baltenländern.

Moskau, 25. Sept. (DNB.) In Kaunas (Kowno) begannen Verhandlungen zwischen einer deutschen und einer sowjetischen Regierungsdelega­tion aus Litauen. Gleichzeitig fanden in Riga Verhandlungen statt über eine Nachumsiedlung von Volksdeutschen aus Lettland und Estland. Bei den Verhandlungen sollen auch alle diejenigen Fragen erörtert werden, die mit der E n t s ch ä d i - gung volksdeutschen Besitzes in den Balten ländern verbunden sind bzw. sich aus den früher mit Lettland und Estland abgeschlossenen Umsiedlungsverträgen ergeben.

Das künstlerische Gesicht Hessen-Nassaus.

NSG. Die diesjährige große Kunstausstel­lung, die Gauleiter und Reichsstallhalter Spren­ge r am Samstag, den 28. September, im Frank­furter Staedel feierlich eröffnen wird, breitet in einem farbenglühenden Mosaik künstlerischen Schaf­fens Deutschland, und im besonderen das rhein- mainische Land unseres Gaues in seinen weiten Spannungen vor dem Beschauer aus. Die Kraft des Ausdrucks und die Vielseitigkeit der schöpferischen Leistung, verbunden mit persönlicher Auffassungs- und Darstellungsgabe überrascht und beglückt immer wieder bei der Wanderung durch die Säle des Städelschen Kunstinstituts. Im Ehren­raum sammelt sich ein großer Teil der Plastik um die Düsten von Führer und Gauleiter und das machtvolle Hoheitsabzeichen des flügelbreitenden Aars. Hier stehen die Statuen, Symbole deutscher Kraft, hier finden sich Porträtköpfe: Rhönvater Ur­sinus und das Relief von August Euler, des Flug­pioniers unseres Gaues. Hier zeigt sich aber auch in den schönen Trachtenfiguren der befruchtende Einfluß der Heimat, die überall das künstlerische Schaffen aufs Stärkste angeregt hat. Daneben der eigenartige Rhythmus bewegter Tiesreliefs in Holz, ausdrucksvolle Köpfe, eine dekorallve Brunnen­figur und fantasiereiche Kleinplasllk.

Die Bilder gliedern sich in Landschaften, Figuren,

Kompositionen, Bildnisse, Bilder der Arbeit, Blu­men und Stilleben und eine ausdrucksvolle Grafik. Aus den Darstellungen der Landschaft und der Arbeit klingt der starke Rhythmus der Heimat; der Blick schweift über reifende Felder hinweg zur Bläue des Taunus, er trifft auf heimelige Natur­ausschnitte, auf den Zauber der Jahreszeiten und Tagesstunden, auf Idylle und großartige Szenerien oder die Wucht eines aufziehenden Gewitters spannt sich über dem Altrhein zu einem dämonischen Furioso. Alle diese Bilder wirken als Erlebnisse, so stark ist die Vermittlung durch die Kunst. Aehnlich ergeht es mit den gefühlsstarken Figuren und Bild­nissen, denen die Maler beseelten Ausdruck und den farbigen Abglanz des Lebens gegeben haben. Zärtlich gemalte Blumenstücke gemahnen an Som­merglück, die Bilder der Arbeit und des häuslichen Lebens, die figürlichen Darstellungen beweisen, wie tief der Künstler von heute in der Volksgemeinschaft wurzelt.

So zeigt die Kriegs-Gauausstellung der bildenden Kunst in bisher unerreichtem Hochstand des Kön­nens in einem farbigen Reichtum von Form und Darstellung eine künstlerische Steigerung, in der sich ein klares Verständnis der Ziele der deutschen Kunst offenbaren. Der Krieg hat auch alle Quellen kämpferischen Lebens zum Fließen gebracht.

Berussfürsorge sür entlassene Soldaten

Besondere Berücksichtigung bei Vermittlung von Arbeitsplätzen.

Die Berufsfürsorge ist für zur Enllassung kom­mende Soldaten wesentlich erweitert worden. Sol­daten, die in Ehren entlassen werden, darf aus ihrer durch den Wehrdienst bedingten Abwesenheit kein Nachteil erwachsen, vor allem nicht gegenüber nicht einberufenen Arbeitskameraden in den Betrieben. Soweit Ansprüche aus dem Beschäftigungsverhält­nis von der Dauer der Betriebszuge­hör i g f ß i t abhängen, ist die Zeit des geleisteten Wehrdienstes der Zeit der Betriebszugehörigkeit zuzurechnen. Ferner wird auch die Zeit der Betriebszugehörigkeit angerechnet, die für das Ge- iolgfchaftsmitglied im letzten Betrieb zu berücksich­tigen war, ohne Unterschied, ob der entlassene Sol­dat im früheren oder in einem anderen Betrieb zu arbeiten beginnt. Hängen dagegen Ansprüche aus dem neuen Beschäftigungsverhältnis von der Dauer der Berufszugeyörigkeit ab, so wird die Zeit der früheren Berufszugehörigkeit sowie die Zeit des Wehrdienstes angerechnet. In Ehren enllassene Sol­daten sind also so zu stellen, als ob sie während der Kriegszeit im Betrieb oder Zivilberuf verblieben wären.

Wer in den früheren Betrieb nicht zurückkeh^ren kann (z. B. wegen inzwischen erfolgter rasch wirk­samer Kündigung oder weil der Betrieb stillgelegt oder aufgelöst wurde) ist bei Vermittlung von Arbeitsplätzen besonders zu berücksich­tigen. Die Vermittlung liegt dem Arbeitsamt ob, das für den Wohnort zuständig ist. Der entlassene Soldat muß also alsbald das Arbeitsamt aufsuchen, um sich seinen neuen Arbeitsplatz zu sichern. Das­selbe gilt für entlassene Soldaten, die aus triftigen persönlichen Gründen gezwungen sind, den Betrieb oder Beruf zu wechseln.

Wer nicht an den früheren Arbeitsplatz zurück­kehrt, obwohl die Rückkehr dahin durchaus m ö g ° l i ch ist, läuft, besonders wenn die Rückkehr bereits vereinbart ist oder festgesetzt war, Gefahr, die er­wähnten Vorteile zu verlieren. Das muß besonders von denen beachtet werden, die aus Berufen stam­men, in denen starker Bedarf an Arbeitskräften herrscht, z. B. Land- und Forstwirtschaft, Bergbau, Bauwirtschaft usw. Ehemaligen Lehrlingen, die ihre Berufsausbildung vorzeitig abgebrochen haben,. wird dahingehend geraten, sie ordnungs­mäßig zu beenden. Ist das in der früheren Ausbildungsstelle nicht möglich, so wird die bis­herige Lehrzeit im neuen Lehrverhältnis berück­sichtigt, wenn der Lehrling im gleichen Beruf aus­gebildet wird. Wer erst nach der Entlassung aus dem Wehrdienst ein Lehrverhältnis beginnen will, hat sich an das Arbeitsamt zu wenden.

Unternehmer oder Geschäftsführer, die nach der Entlassung in die Wirtschaft zurückkehren, werden durch ihre Berufsorganisation beraten, betreut und so unterstützt, daß der etwa stillgelegte Betrieb bald wieder eröffnet werden kann. Aerzte, Zahnärzte, Dentisten, Rechtsanwälte, Künstler usw. werden in ähnlicher Weise durch ihre Fachschaften beraten und unterstützt. Wer studieren will, wendet sich an den akademischen Berufsberater beim Arbeitsamt. Die Bezirksstellen an den Hochschulen geben über die Fortsetzung des Studiums Rat und Auskunft.

Versehrten die neue Bezeichnung für Kriegsbeschädigte wird erhöhte Berufs- fürforge zugewendet. Wenn notwendig, werden

sie vor dem Arbeitseinsatz geschult. Die recht­zeitige Schulung versehrter Soldaten vermitteln die Wehrmachtsfürsorgeofsiziere. Nach der Schulung werden sie nach Möglichkeit in solche Arbeitsplätze eingewiesen, in denen sie mindestens ihr früheres Arbeitseinkommen erreichen. Gelingt dies nicht, so wird durch Fürsorge geholfen. Die Anschrift des Wehrmachtsfürsorgeoffiziers ist im Wehrmeldeamt oder in der Bürgermeisterei zu erfahren.

Allen in Ehren entlassenen Soldaten wird der Uebergang in den bürgerlichen Beruf auch geldlich erleichtert. Dom Tage nach der Entlassung an ge­rechnet, werden für 14 Tage gewährt: Weyr- sold, Verpflegungsgeld, Familienunterhalt oder Kriegsbesoldung. Diese Vergünstigungen können in besonderen Fällen bis zur Höchstdauer von zwei Monaten zugebilligt werden, wenn Arbeitsverdienst oder Einkommen zunächst noch nicht gesichert ist. Der arbeitsuchende entlassene Soldat muß sich vom Arbeitsamt bescheinigen lassen, daß er als Arbeit­suchender gemeldet und noch unverschuldet arbeits­los ist. Die Kriegsfürsorge gilt auch für in Ehren entlassene Wehrmachtsbeamte einschließlich Ergän­zungsbeamte und die männlichen Angehörigen des Reichsarbeitsdienstes.

Aus aller Welt.

Lin Reichsverband für Hundewesen.

Das deutsche Hundewesen, das unter der Dienst­aufsicht des Oberkommandos des Heeres steht, wird durchgreifend umgestaltet. Die bisher in zahlreiche selbständige Rassefachschaften und allgemeine Ver­eine zersplitterten Kräfte des Hundewesens werden mit Ausnahme des Jagdhundewesens in den Reichsverband für Hundewesen" Sitz B e r l i n, zusammengefaßt. Damit ist eine einheit­liche Ausrichtung des Hundewesens sowie die stän­dige fachmännische Betreuung sämt­licher Hunderassen sichergestellt und nicht zu­letzt die Durchführung der Zucht auf Leistung ge­währleistet.

30 000 Meter sollen erreicht werden.

Der argentinische Ingenieur Eduard Oliviero will im nächsten Jahr den Plan eines Strato- sphärenfluges verwirklichen, dessen Ziel es ist, die Höhe von 30 000 Meter zu erreichen. Die Fertigstellung des benötigten Ballons wurde durch den Krieg unterbrochen. 22 000 Meter gummierte Seide liegen bereit. Professor Piccard, der erste Stratosphärenflieger, hat Ingenieur Olivieri die seinerzeit benutzten Instrumente zur Verfügung ge­stellt und wird selbst den Vorbereitungen beiwoh­nen. Olivieri will zunächst einen Probeflug bis zu 10 000 Meter durchführen, eine Höhe, die heute schon unsere Kampfflieger täglich erreichen. Alsdann hoftt Olivieri den offiziellen Weltrekord für Freiballone zu übertreffen, den z. Z. die Amerikaner Stevens und Andersen mit 22 066 Meter halten.

Huuptschriflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptichriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich stü Politll, Feuilleton und Bllder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche UniversftätSdruckerei R. Lange K. S. BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzetgenleiter: Hans Beck. Berarftwortltch für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S.

Drei gute Gründe:

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