Gute Arbeit erfordert gutes Licht! w
Fehlarbekt und Aus schutz müssen vermieden werden^x»rum gehört außer guterAllgnnein- EX I beleuchkung an jeden Wertplatz eine Leuchte mit einer bO-Watt-Osram-^ Lampe. 8 D
Das englische Dakar-Atemehmen gescheitert
Madrid, 24. September. (Europapreß.) Die Festung Gibraltar ist am Dienstagmittag von zahlreichen Flugzeugen bombardiert worden. Die erste Welle der Kampfmaschinen erschien um 12.40
Franzäsisch-Westafrika ist ein Gebiet von mehr als 3,5 Millionen qkm, also etwa das Fünffache von Großdeutschland, mit einer Gesamtbevölkerung von 15,5 Millionen Menschen, darunter nuc etwa 15 000 Weißen. (Frankreichs gesamter Kolonialbesitz in Afrika beträgt 10 406 000 qkm mit 36 Mill. Einwohnern.) Französisch - Westafrika besteht aus den Teilgebieten Senegal, Guinea, Sudan, Nigeria, Mauretanien, Dahomey und der Elfenbein-Küste. Im Frieden standen in diesem Gebiet unter dem Befehl eines Divisionsgenerals drei Brigaden- Kolo- nial-Jnfanterie und --Artillerie, dazu zahlreiche Regimenter Senegalschützen. Ergänzt wurden diese Truppen durch mehrere Geschwader der Luftwaffe, ein Marine-Oberkommando mit mehreren Kriegsschiffen und das Arsenal in Dakar. Was Frankreich augenblicklich dort an Land- und Luftstreitkräften zur Verfügung hat, ist unbekannt, da durch die Demobilmachung im Augenblick eine genaue Ueber- sicht nicht möglich ist. An Französisch - Westafrika schließt sich dann Französisch-Aequatorialafrika mit 6 Millionen Einwohnern. Dort standen im Frieden mehrere Regimenter Senegalschützen und einige europäische Brigaden, besonders Gebirgsartillerie und ein Fliegergeschwader.
zu werden beginnt, so geht das vor allem auf den ständigen schneidigen Einsatz unserer U-Boote zurück, die in dem großen Entscheidungskampf eine eminent wichtige Rolle zu spielen haben.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer hat seiner Majestät dem König von Dänemark zur Vollendung des 70. Lebensjahres drahtlich seine Glückwünsche übermittelt.
Die französischen Luftangriffe aus Gibraltar am Mtiwoch verstärkt fortgesetzt.
Oie Japaner in Zndochina.
Die Führung des japanischen Expeditionskorps in Südchina meldete, daß die Landung der japanischen Truppen in chaiphong (Französisch-Jndochina) am Donnerstagmorgen ohne Zwischenfall beendet ist.
Das Ritterkreuz für tapfere Truppenführer ves Heeres
Landtruppen gegenüber den englischen. Bei Todig- nak und am Rudolf-See seien von italienischen Vortruppen feindliche Abteilungen in die Flucht geschlagen worden. Dem Feinde wurde nirgendwo die Initiative überlassen.
Englisches Mittelmeerkabel unterbrochen.
Mailand, 25. September. (Europapreß.) Das englische Kabel zur unmittelbaren Verbindung M a l t a — G i b r a l t a r ist in einer finsteren
Neuyort, 26. Sept (DRV. Funkspruch.) Nach einer amtlichen Londoner Meldung sah sich die englische Regierung gezwungen, die Angriffe auf Dakar einzustellen und ihre Truppen zurückzuziehen. Sie sehe ein, daß sich der Fall Dakar nicht ohne große Kampfhandlung erreichen lasse.
de Gaulle hat sich getäuscht.
S t o ck h o l m, 25. Sept. (Europapreß.) Während der britische Rundfunk einmal die Feststellung aus dem Hauptquartier de Gaulles wiedergibt, wonach sich die Streitkräfte, die vor Dakar erschienen, zurückgezogen haben, heißt es in Meldungen aus London, die von Mnited-Preß wiedergegeben werden daß die englischen und französischen Streitkräfte ihren Angriff auf Dakar fortsetzen und General de Gaulle nach wie vor bemüht ist, in Senegal zu landen. Ein Teil der englischen Presse spricht bereits die Vermutung aus, daß General de Gaulle über die Anzahl seiner Anhänger in Französisch-Afrika f als ch unterrichtet worden sei und weniger Widerstand erhofft habe als er sich nun zeige. „News Ehronicle" weist auf die Massenverhaftungen von Anhängern de Gaulles in Senegal hin, die begonnen hätten, als die Vichy-Regierung von der Abreise de Gaulles Kenntnis erhalten habe. Andere Zeitungsartikel sprechen davon, daß die ganze Dakar-Affäre em Trick sei, um die französische Flotte aus dem Mittelmeer zu l o ck e n, und dann um so leichter unschädlich machen zu können.
Heue britische Verluste vor Dakar
Genf, 26. Sept. (DNB. Funkspruch.) Nach den letzten in Vichy eingetroffenen Nachrichten sollen die Franzosen bei den Gefechten vor Dakar am Dienstag mehrere Treffer auf die Schlachtschiffe „Barhaip" und „Reso- I u t i o n" sowie auf einen Kreuzer vom Typ Kent erzielt haben, die die Engländer in ihrer Kampfkraft wesentlich beeinträchtigt hatten, so daß diese schließlich den Angriff hatten abbrechen müssen. Am Mittwochvormittag eröffneten die englischen Kriegsschiffe erneut das Feuer, das von den Franzosen heftig erwidert wurde. Eines der englischen Panzerschiffe, das bereits am Vortage beschädigt wurde, wurde von entern französischen Torpedo getroffen und war gezwungen, sich mit starker Schlagseite und in langsamer Fahrt vom Kampfplatz zu entfernen.
Marschall P e t a i n richtete an den Oberkommandierenden in Dakar ein Telegramm, in dem es beißt daß Frankreich mit Vertrauen den Wider-
überraschend an und brach in die feindliche Stellung ein.. Als der Gegner auszuweichen begann, stieß Major Meder sofort mit schwachen Kräften nach, wobei ein französisches Festungs-Infanterieregiment mit 16 Offizieren und 1490 Mann gefangen genommen wurde.
Major Hoffmann führte am 15. Mai eine verstärkte Kompanie persönlich in den Rücken des den Bois de Leez besetzt haltenden starken Feindes, warf den sich heftig wehrenden Feind und zwang ihn zur Uebergabe, wobei 16 feindliche Panzer erbeutet wurden. Als am 15. Mai während der Schlacht bei Gembloux (Dyle-Stellung) der Angriff einer Schützenbrigade vor überlegenem Feind zunächst stoppte, gelang es Major Hoffmann, dennoch an einem Punkt in die feindliche Hauptstellung einzubrechen und ttotz schwerstem feindlichen Feuer und mehrerer heftiger Gegenstöße die erreichte Stellung dadurch zu halten, daß er sich alle Teile der Brigade unterstellte und aus ihnen eine Kampfgruppe 'bildete. Beim Angriff über den La Basste- Kanal gelqng es Major Hoffmann, durch kühnen Angriff an der Spitze seines Bataillons gegen einen sich hartnäckig wehrenden Gegner weit vor der Front des Armeekorps die Straße La Basiöe—- Estaires zu erreichen und die Trennung der englisch-französischen Feldarmee zwischen Lille und Ar- mentier'es herbeizuführen. Beim Angriff südlich Peronne führte er feine vorderste Kompanie zwi- sche feistdbesetzten Ortschaften hindurch mehrere Kilometer weit in den Feind hinein, besetzte in kühnem Handstreich die dort befindliche Höhe, und hielt diese gegen feindliche MG.- und Bombenangriffe aus der Luft so lange, bis die übrigen Teile seines Bataillons ebenfalls die Höhe erreicht hatten.
Das Ritterkreuz
für Kapitänleutnant Schepke.
Berlin, 25. Sept (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Kapi- länleutnant Schepke. Er hat als Kommandant eines kleinen Unterseebootes in der Nordsee elf bewaffnete feindliche Dampfer mit 18 063 BRT. versenkt. Als Kommandant eines anderen Unterseebootes versenkte er im Handelskrieg im Atlantik in zwei Unternehmungen weitere 15 bewaffnete feindliche Schiffe mit 104 380 BRT., davon 13 Schiffe aus gesicherten Geleitzügen. Eine Leistung, die dem frischen Unternehmungsgeist und der besonderen Tüchtigkeit des Kommandanten zu verdanken ist.
*
Kapitänleutnant Schepke wurde 1912 in Flensburg geboren. 1930 trat er in die Kriegsmarine ein. Als Seekadett nahm er auf dem Kreuzer „Emden" an einer Auslandsausbildungsreise um die Welt teil. 1935 begann seine Laufbahn als Unterseebootsführer. Anfang 1940 erhielt Kapitänleutnant Schepke das Kommando über ein Unterseeboot.
Kopenhagen, 24. Sept. (Europapreß.) Aus Lissabon wird gemeldet, daß die Engländer im Begriffe seien, Gibraltar durch die Anlage eines zehn Meter breiten Grabens von Algeciras zu trennen und zur Insel zu machen. Umfangreiche Ausschachtungsarbeiten und Sprengungen wurden mit großer Eile betrieben, so daß im Laufe weniger Tage mit der Abtrennung des englischen Gebietes vorn Festland gerechnet wird. Man zweifle nicht daran, daß beabsichtigt wird, die entstehende Rinne unter Wasser zu setzen, um hierdurch einen wirksamen Schutz gegen
stand des Admirals gegen den Verrat und den britt- schen Angriff verfolge. Admiral Darland bat an die französische Flotte einen Tagesbefehl erlassen, in dem er feststem, daß Dakar von niemand Drittem bedroht sei und die Engländer ihr persönlichstes Interesse verfolgten, wenn sie versuchten, sich der Kolonie zu bemächtigen. Dadurch, daß sie die Ermordung von Franzosen in Mers-el-Kebir und die unwürdige Behandlung der nach England geflüchteten französischen Matrosen fortsetzten, wolle der neue englische Angriff nichts anderes besagen als ck)ie Absicht, die französischen Familien auszuhungern und Frankreich zu ruinieren. Ein Ministerrat unter dem Vorsitz des Marschalls Petain beschloß die Errichtung eines Kriegsgerichtshofes, der vor allem die Komplicen des Generals de Gaulle zu verurteilen haben wird. Dieses Gericht soll gegen alle Verräter die entsprechenden Strafen verhängen. Der Gerichtshof werde sich ferner mit denen befassen, die mit Lebensrnitteln spekulierten.
Nacht von den Italienern neuerdings unterbrochen worden, nachdem es schon vor längerer Zeit sowohl zwischen Gibraltar—Malta als auch zwischen Malta — Alexandria durchschnitten worden war. Indessen war es den Engländern gelungen, das Kabel zwischen Malta und Gibraltar wieder in Stand zu setzen. Diesmal hat das mit der Unterbrechung beauftragte italienische Spezialschiff das Kabel durch geeignete Sprengmittel zerrissen, auf einer Länge von zwei Kilometer auf gerollt und mitgenommen, sodaß die Reparatur während des Krieges kaum mehr möglich sein wird.
KünfIahre neuett-Boolwaffe.
Am 27. September sind es fünf Jahre, daß die Unterseebootsflottille Weddigen in Dienst gestellt wurde. Diese erste Serie unserer neuen U-Boote waren nur kleine Fahrzeuge von 250 Tonnen. Sie haben gleichwohl im Kriege Höchstleistungen vollbracht. Jene Flottille wurde zum Stamm der neuen deutschen U-Boot- w a ffe. In dem deutsch-englischen Flottenabkommen vom Juni 1935 war an sich U-Bootparität mit England vereinbart worden. Um jedoch einen weiteren Beweis seiner friedlichen Politik gegenüber England zu geben, beschränkte sich Deutschland damals gleichwohl auf 45 v. H. der englischen U-Boot-Ton- nage. Die volle Parität wurde erft nach der tschechischen Krise angesichts der forcierten Aufrüstung Englanos in Anspruch genommen. Völlig frei wurde dann der U-Bootbau mit dem Ende des deutsch-englischen Flottenabkommens im Frühjahr 1939
In diesen Krieg ging Deutschland mit nur etwa 50 Unterseebooten, Deren größte 740 Tonnen groß waren. Es versteht sich von selbst, daß der U-Bootbau sofort so verstärkt wurde, daß tie vorhin genannte Zahl inzwischen beträchtlich überboten wurde und ständig weiter in die Höhe geht. Die Leistungen unserer neuen U-Bootwaffe sind oft im Wehrmachtsbericht erwähnt wordssn. Wir erinnern nur daran, daß sie in einem Jahr Handelskrieg allein 2,8 Millionen Tonnen versenkte. (Die Gesamtzahl der von der deutschen Kriegsmarine versenkten Bruttoregistertonnen betrug im gleichen Zeitraum 4,3 Millionen.) Kapitänleutnant Prien, der in Scapa Flow das Schlachtschiff „Royal Oak" versenkte, steht auch im Handelskrieg an der Spitze unserer U-Bootkommandanten. Don diesen haben sechs, nämlich Kretschmer, Schultze,, Hartmann, Endraß, Rollmann und Schepke je über 100 OOO Tonnen versenkt und eine Anzahl weiterer U-Boot- kommandanten steht unmittelbar vor dieser Zahl. Einen hohen Anteil hatte die junge U-Bootwaffe an der Sicherung und Durchführung der Expedition nach Norwegen.
Seit Beendigung des Feldzuges auf dem Kontinent trat naturgemäß eine erhebliche Intensivierung des U-Bootkrieges ein, da ja nun der Besitz der westlichen Küsten den U-Booten erheblich kürzere Anmarschwege zu ihren Operationsgebieten ermöglicht. Die U-Bootwaffe hat gerade bei der Blockierung Englands und' im Handelskrieg Aufgaben zu lösen, deren Wirkung gar nicht überschätzt werden können. Wenn heute beispielsweise die Versorgung Englands bereits zu einem offenkundigen Notstand
Am Mittwoch besuchte der Stellvertreter des Führers die Stadt Linz, die Gauhauptstadt des Gaues Oberdonau, wo er unter Führung des Reichsstatthalters und Gauleiters Eigruber die Stätten, die mit der Jugend des Führers verbun- den sind, besuchte und die gewaltigen feit der Machtübernahme durchgeführten baulichen Umgestaltungen besichtigte. *
Reichskommissar Dr. Seyß-Jnquart hat den ^Bürgerin elfter der Hansestadt Lübeck, Senator Dr. Boehmcker, zu seinem Beauftragten für die Stadt Amsterdam bestellt. Dr. Boehmcker wurde als Bürgermeister und Stadtkämmerer beurlaubt, er ist Frontkämpfer des Weltkrieges, jetzt in Polen und im Westen gewesen und im Westen verwundet worden.
*
Generaloberstabsarzt Professor Franz begeht am Freitag seinen 70. Geburtstag. Der ehemalige Heeressanitätsinspekteur Generaloberstabsarzt Prof. Franz schuf von 1927 bis 1932 die Voraussetzungen, die den Ausbau des Heeres-Sanitätswesens in der Wehrmacht Großdeutschlands in kürzester Zeit er- möglichten. Vorausschauend und weitblickend führte er als erster schon 1931 die Röntgenreihenuntersuchungen im Heer ein, die seitdem ständig an Umfang und Bedeutung zunehmen. Die erstmalige Er. mittlung des „Gesundheitsindex" im Jahre 1932 war eine richtunggebende Neuerung für die Gesund- heitsführung schlechthin. *
Reichspostminister Dr. h. c. Ohnesorge besuchte in Halle den ersten Nachrichtenlehrgang der Hitler-Jugend auf der Heeresnachrichtenschule. Aus allen Gauen sind Führer von Nachrichteneinheiten der Hitler-Jugend, die zur Ausbildung als Gebiets- infpekteure vorgesehen sind, ab kommandiert.
*
In Rom fand in der Aula Magna der Universität die Verleihung des Ehrendoktors der Univer-
„Picoolo" läßt sich aus Madrid berichten, die Franzosen seien am Dienstag mit fünf Flugzeugen am gekommen und hätten auf gut ausgemachte Ziele ihre Bomben abgeworfen; darauf feien sie wieder z u ihren marokkanischen Stützpunkten zurückgekehrt, wo sie neue Bomben geholt hätten. Augenzeugen berichten aus La Linea und Algeciras, daß das Bombardement a m Mittwoch noch heftiger war als am Vortage. Zahlreiche Flugzeuge seien in Wel - len von je 10 Maschinen im Xi ef f lug über di e Stadt geflogen und hätten ihre Bomben abgeworfen. Zwei Pulvermagazine seien in die Luft geflogen und hätten die Stadt und den Hafen schwer beschädigt. Neben dem Arsenal, das in dichte Rauchwolken gehüllt ist, entstanden mehrere neue Brände. Eiste vernichtende Vombenladung fei direkt auf ein Frachtschiff gefallen. Gibraltar habe über zwei Stunden unter Dem schwersten Bombardement gelegen. Die In- genieurtaferne fei in einen Trümmerhaufen verwandelt worden, wobei es zahlreiche Opfer unter der militärischen Belegschaft gab- Arg zugerichtet wurden die Horchgeräte der britischen Luftabwehr. Auch die Flakbatterie der Mole wurde von Bomben getroffen. Von La Linea aus konnte man große Rauchsäulen auf Punta de Europa aufsteigen sehen.
Wollen die Engländer Gibraltar zur Insel machen?
Berlin. 25. Sept (DBB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verttehen an: Oberstleutnant hagemana, Major h a n f f e l s, Major Zimmermann, Major Dr. Lanz, Major Meder und Major Hoffmann.
*
Oberstleutnant Hagemann und Major H a u f - fels haben sich als Kommandeure von Gebirgsjägerbataillonen während der Kämpfe um Narvik durch hervorragende persönliche Tapferkeit und durch Führungskunst hervorgetan. — Major Zimmermann ging als Kommandeur eines Schützenbataillons in der Nacht vom 13. zum 14. Juni mit den vordersten Teilen einer Kampfgruppe bis an die Brücke von Nogent vor und setzte nach Gefangennahme der Brückenkopfbefatzun- gen fein Bataillon zur Bildung eines Brückenkopfes an. In der Nacht vom 14. zum 15. Juni drang er an der Spitze feines Bataillons in St. Florentin ein, überraschte eine größere französische Truppenansammlung, stieß durch die mit Flüchtlingen und französischen Kolonnen verstopften Stratzen unter Niederbrechung jeden Widerstandes bis an die Brücken vor, entfernte die Sprengladungen und bekam die Brücken unversehrt in die Hand. Seiner klugen Dorcmssicht war es zu verdanken, daß das Bataillon die schon vollzogene Umklammerung durch den zahlenmäßig überlegenen Feind nach mehrstündigem harten Kampf zerbrach und eine große Anzahl von Gefangenen machte. Bei dem nächtlichen Handgemenge in der Stadt wurde Major Zimmermann schwer verwundet.
Bei den Kämpfen an der Lys hatte ein Infanterieregiment den Auftrag, mit zwei Bataillonen Gotthem und Denterghem zu nehmen. Die Bataillone hatten durch Artilleriefeuer bereits schwer gelitten. Ihre Kommandeure waren gefallen. Major Dr. Lanz, Kommandeur des 1. Bataillons, das bereits am 24. Mai einen Brückenkopf westlich der Lys gebildet hatte, ihn aber wieder aufgeben mußte, trug aus eigenem Entschluß den Angriff erneut vor. So wurde Gotthem trotz starken feindlichen Feuers genommen. Major Dr. Lanz erkannte, daß durch die ständig steigende Gestenwehr und das unübersichtliche Gelände der Angriffsschwung seines Bataillons nachließ. Er faßte daher den Entschluß, mit einer kleineren Kampfgruppe den Angriff durchzu- führen und den Westrand Denterghems zu erreichen. Tatsächlich gelang es mit diesen Männern, trotz stärkster Gegenwehr, den Angriff vorzutragen und den Schlüsselpunkt der Lysstellung im Divisions- abschnitt zu durchstoßen.
Major Meder ist als Kommandeur eines Jn- fanteriebataillons am 15. Mai, abends, in unge» tümem Angriff als erster in die Dylestellung eingebrochen. Trotz stärkster, von Panzern unterstützter Gegenangriffe und und schwersten feindlichen Feuers wurde der Brückenkopf gehalten. Am 28. Mai griff Major Meher aus der Bewegung heraus den in stark ausgebauter Stellung bei Deulemont zur Verteidigung eingerichteten, stark überlegenen Feind
Uhr spanischer Zeit und griff bie 5) a f e n a n - lagen von Punta b e Europa an. Um 1 Uhr erschien die zweite Welle und griff das gleiche Ziel an. Nach weiteren 10 Minuten tauchte eine dritte Welle auf. Der Angriff auf die Hafenanlagen von Gibraltar hat damit einen systematischen Charakter angenommen. Während die Angriffe auf den britischen Stützpunkt bisher hauptsächlich nachts durchgeführt wurden, erschienen die angreifenden Kampfmaschinen diesmal bei Hellem Sonnenschein. Es entwickelte sich dabei ein schwerer Kampf zwischen den angreifenben Bombern und der Flugverteidigung der Festung, die von der Flugabwehr der im Hafen liegenden britischen Kriegsschiffe unterstützt wurde. Die in Gibraltar befindlichen Jagdmaschinen sind zur Verteidigung nicht eingesetzt worden. Die Angriffe wurden am Dienstagnachmittag fortgesetzt. Immer wieder erscheinen neue Wellen angreifender Fleugzeuge über dem Kriegshafen. Nach spanischen Blättermeldungen haben die britischen Kriegsschiffeinheiten sämtlich Gibraltar verlassen. Es handelt sich um einen Kreuzer, vier Zerstörer und zwei U-Boote. Sie wurden von zwei Wasserflugzeiugen eskortiert. Die Abfahrt erfolgte am Dienstag um 14 Uhr, nach Beendigung des Luftangriffs. Man vermutet, daß sich die Kriegsschiffe mit den britischen Einheiten vor Dakar vereinigen werden.
Am Mittwochnachmittag 14.45 Uhr WEZ. wurde Gibraltar erneut von mehreren Flugzeugstaffeln angegriffen, die zahlreiche Bomben große nKalibers über der Festung und den Hafenanlagen abwarfen. Der in ständigen Wellen erfolgende Angriff dauerte um 16 Uhr noch an. In Plchy wird amtlich festgestellt, daß größere französische Bombengeschwader, begleitet durch Jagdgeschwader, 100 Tonnen Bomben abgeworfen haben. Das Arsenal, die Molen und die auf der Reede befindlichen Schiffe feien bomb ar-, --------~ -
diert worden. Der Schlachtkreuzer „Renown", der Angriffe auf Gibraltar von der ßcmbfeite her zu getroffen wurde, habe den Hafen verlassen müssen. | schaffen.


