Ausgabe 
26.7.1940
 
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Italienischer Wehrmachtsbericht nach sich ziehen, ter Geltungsbereich ter Reichs-

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Europäische Wirtschastspolitik nach -em Kriege.

Reichswirffchastsminister Funk über -ie Planung -es europäischen Wirtschafisaufbaus

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Seit ter englischen Kriegserklärung hat Finn­land in fremden Gewässern insgesamt sechs­undzwanzig Schiffe mit 48 000 BRT. verloren, etwa 9 v. H. der gesamten sinnischen Tonnage. 54 Matrosen haben babei das Leben ver°

Berlin, 25. Juli. (DNB.) Reichswirtschaftsmi- nifter und Präsident der Deutschen Reichsbank, Walter Funk, der vom Reichsmarschall Göring den Auftrag erhalten hat, die zusammenfassende Planung für den Aufbau der deutschen und euro­päischen Wirtschaft nach Beendigung des Krieges vorzubereiten, sprach vor der ausländischen und deutschen Presse über Fragen der europäischen Wirt­schaftspolitik. Der Minister wies darauf hin, das; die nationalsozialistische Wirtschaftspolitik sich bei ihren Methoden nie von einer sturen Dogmatik habe leiten lassen. Es wurde stets diejenige Methode an­gewandt, die jeweils als die zweckmäßig ft e ! erschien. Man wolle auch in Zukunft keine künst­lichen Gebilde schaffen. Die neue europäische Wirt-

Der Wirtschaflsminister ging dann auf das Problem ein, das sich aus ter h o r t u n g d e s Goldes in Nordamerika ergibt. Man wisse nicht, was damit geschehe, aber das sei auch nicht Deutschlands Sorge. Mit absoluter Sicher­heit könne man aber sagen, daß als Grund­lage für die europäischen Währungen das Gold in Zukunft keine Rolle spielen wird. Denn die Währung ist nicht abhängig von der Deckung, sondern von dem Wert, den

schon einer Empfehlung und ihrer Verwirklichung. ein weiter Raum liegt.

Unverkennbar ist, daß sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ein stärkeres amerikanisches Gefühl ent­wickelt hat. Unverkennbar ist aber auch, daß die einzelnen Staaten ihr Staatsbewußtsein in einer I sehr bemerkenswerten Weise gesteigert haben. Dazu kommen die sprachlichen und rassenmäßigen Unterschiede, die einschneidend genug sind. Mit dem Dollar-Imperialismus haben beide Teile schlechte Erfahrungen gemacht: die Lateinamerikaner be­fürchten von dem finanziellen Einfluß eine Be- schlzeidung auch ihrer politischen Selbständigkeit und in den Bereinigten Staaten hat es naturgemäß keine große Begeisterung erweckt, daß am 31. Dezember 1938 von den an Südamerika gegebenen Anleihen 70 v. $). und von den zentralamerikanischen An­leihen 92 v. H. notleidend gewesen sind.

Soweit der reine Warenaustausch in Frage kommt, sind Nord- und Südamerika vielfach Wettbewerber und ergänzen sich nur auf beschränkten leib

Die Währungsfrage werte sich lm Rahmen einer gesunden europäischen Wirtschaft und einer vernünftigen wirtschaftlichen Ar­beitsteilung zwischen den europäischen Volks­wirtschaften von selbst lösen, weil sie dann nur noch ein Problem der richtigen Geldtechnik ist. Selbstverständlich wird dieReichsmark- Dährung die dominierende Wäh­rung in Europa fein. Die gewaltige Stei­gerung der Macht des Grohdeutschen Reiches

Wie verlautet, hat die Regierung ter Sowjet­union das Agrement zur Ernennung des früheren Außenministers Gafencu zum neuen rumam- schen Gesandten in Moskau erteilt

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Blockademaßnahmen von Außer-Europa noch ge- stärkt werden.

Es muß eine Stärkung des wirtschaft­lichen Gemeinschaftsgefühles unter den europäischen Völkern herbeigeführt werden durch Zufammenarbeit auf allen Gebieten der Wirtschaftspolitik. Die Wirtschaftssolidarität der europäischen Staaten soll eine bessere Vertre­tung der europäischen Wirtschaftsinteressen gegenüber anderen wirtschaftlichen Gruppen in der Weltwirtschaft ermöglichen. Dieses geeinte Europa wird sich von keinem außereuropäischen Gebilde Bedingungen politischer oder wirtschaft­licher Art vorschreiben lassen. Es wird auf der Basis der Gleichberechtigung jederzeit mit anderen Partn^n handel treiben, dabei aber das volle wirtschaftliche Gewicht des Kontinents in die Waagschale werfen können.

Der Minister schloß seine Ausführungen mit der Erklärung, daß die von ihm in einer- zu­sammenfassenden Planung vorbereitete Frie­denswirtschaft dem Großdeutschen Reich ein Maximum an wirtschaftlicher Si­cherheit und dem deutschen Volk ein Max i- mum an Güterverbrauch zur Er­höhung der Volkswohlfahrt garan­tieren müsse. Auf dieses Ziel müsse die euro- päische Wirtschaft ausgerichtet, und dieses Ziel müsse bei allen Planungen stets im Auge be­halten werden.

80 v. H. des Weltbestandes an Gold in USA.

Washington, 25.Juli. (DRV.) Dem ameri­kanischen Finanzministerium wurden 1,6 Millionen Dollar bewilligt, damit es Gold im Werte von fünf Milliarden von der Reuyorker Bundesreservebank nach Amerikas Schatzkammer Fort Knox brin­gen lassen kann. Der riesige Goldtransport wurde nötig, weil die Gewölbe der Reuyorker Bundes­reservebank infolge des gewaltigen Goldzustromes aus Europa üb er füllt find. Die Beförderung des Goldes geschieht in Panzerzügen, deren jeder etwa 100 Millionen Dollar mitfuhrt. Rach der Ueberführung wird Fort Knox rund die Hälfte des amerikanischen Goldbesitzes von 20,4 Milliarden Dollar Gold beherbergen oder 40 v. H. des Welt- beftanbes.

gefan gene in der Wirtschaft eingesetzt. Diese werden in wesentlich größerem Umfange für die ge­werbliche Wirtschaft in Betracht kommen. Boraus- etzung ist, daß die Arbeiten für Kriegsgefangene erlaubt sind. Deutsche Arbeitskräfte können dann ür wichtigere Aufgaben frei gemacht werden.

Innere Mission unter Staatsaufsicht.

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weiterer Mütter-Ehrentreuze.

Um sicherzustellen, daß die bisher noch nicht be­rücksichtigten Mütter, die d i e A n w a r t f ch a f t auf die Verleihung tes Ehrenkreuzes bis zum Mut­tertag 1 9 4 0 erworben hatten, einschließlich der in den Ostgebieten wohnenden Mütter, auf die die Maßnahme jetzt ebenfalls ausgedehnt ist, r e ft - . los in den Besitz des Ehrenkreuzes ge­langen, hat der Reichsinnenminister einen Zwi­schenverleihungszeitpunkt zum 24. De­zember 1940 angesetzt. Die Aushändigung der Ehren­kreuze zum Weihnachtsfeft erfolgt bereits am Sonn­tag vorher, am 22. Dezember.

Butter-Sonderzuteilung auch im August.

Berlin, 25. Juli. (DRB.) Wie bereits bei Be- ginn der letzten Kartenperiode angekündigt wurde, ist es dank der weiterhin günstigen Entwicklung unserer Milcherzeugung und der Vorratsbildung möglich, auch im August eine Sonderzutei­lung von Butter in höhe von 125 Gramm je Kopf ter Bevölkerung vorzunehmen und den Speifequark Zarte nfrei abzugeben.

rikanischen Staaten handel zu treiben, brauchen mir d ie nord amerikanische Vermitt­lung nicht. Entweder sindet der deutsch-südame- rikamsche Wirtschaftsverkehr auf der Basis freier Vereinbarungen mit souveränen südameri- kavischen Staaten statt, oder er wird überhaupt nicht stattfinden. Einer Normalisierung der gegen­seitigen Handelsbeziehungen zwischen den Vereinig­ten Staaten und Deutschland stehen technische Schwierigkeiten überhaupt nicht entgegen. Man sollte auch daran denken, daß bei dem internationalen Wirtschaftsverkehr auch d i e Qualität der Ware eine Bedeutung hat. Darum werden wir uns in Zukunft keine Besorgnisse zu machen brau­chen."

Die Rückführung ter Kriegswirtschaft in die Friedenswirtschaft werbe bestimmt micht eine große wirtschaftliche Krise Hervorrufen. Wan werde nach dem Kriege absolut eine Rangord­nung der großen Wirtfchaftsvorhaben durch­halten müssen und werde auch nach dem Kriege den Geld- und Kreditstrom so lenken, wie man es für notwendig halte. Die Aufgaben würden in erster Linie durchgeführt werden, die für Deutschland die wichtigsten sind.

Durch den Abschluß von langfristigen Wirtschaftsabkommen mit ten europäischen Staaten soll erreicht werden, daß die europäischen Volkswirtschaften sich in ihren Produktionsplanun­gen langfristig auf den deutschen Markt, d. h. auf einen jahrelang sicheren Absatzmarkt einstellen. Dadurch wird es möglich sein, die euro­päische Produktton weiterhin zu steigern und ganz neue Produkttonen aufzunehmen.

5. Durch Schaffung stabiler Kursver­hältnisse soll ein reibungslos funktionierendes Zahlungsfvstem für die Abwicklung des Warenver­kehrs zwischen den einzelnen Staaten sichergestellt werden. Dabei kann an die Verrechnungsabkommen ängehtüpft werden, die so auszubauen sind, daß sie auf der Basis stabiler Kurse ein vergrößertes Warenoolumen bewältigen können.

Durch ^Erfahrungsaustausch auf dem Gebiete der Landwirtschaft und Industrie soll ein Höchstmaß an Produktion von Nahrungsmitteln und Roh­stoffen erzielt, und eine vernünftige wirtschaftliche Arbeitsteilung in Europa herbeigeführt wer­den. Durch zweckmäßigen Einsatz der in Europa vorhandenen Wirtschaftskräfte soll der Lebens- standard der europäischen Völker gehoben, und ihr Sicherheitsgefühl gegenüber etwa möglichen

gebieten wie bei Zinn, Kaffee und Kakao. In

Südamerika sindet zwar die Ernte ein halbes Jahr, , .... ...

später als in Nordamerika statt. Allein die 118^. sch^stsordnung werte aus den natürlichen Gegeben­haben an allen ©etreibef orten sowie an Baumwolle heiten herauswachsen, zumal für eine enge wirt- ungeheure Vorräte aufgestapelt, die teilweise so schaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und groß sind, daß mit ihnen der Weltbedarf allein auf den europäischen Ländern natürliche Grundlagen zwei Jahre gedeckt werden könnte. Das führende vorhanden seien. Diejenigen Methoden werden zur nordamerikanische Börsenorgan meldet auch bereits, Anwendung gebracht werden, die Deutschland die daß der Plan eines Kartells für die Verwertung großen wirtschaftlichen Erfolge vor dem Kriege und ter gesamtamerikanischen Waren-Ueberschüsse end- während des Krieges gewährleistet haben. Natürlich gültig aufgegeben fei. Der Grund ist nicht fchwer I denke man nicht daran, das freie Spiel der Kräfte zu finden: die Amerikaner hätten sich in diesem wieder wirksam werden zu lassen.

Falle bereit erklären müssen, nach dem allgemeinen Kartellvorbild Entschädigungen für die dauernde Stillegung von Betrieben, also in diesem Falle von Anbauflächen zu zahlen. Man will es jetzt billiger haben und nur in zeitlich befristeter Weife Aufkäufe vornehmen und für die nächste Ernte eine An bau- kürzung zur Bedingung machen. Es ist also schon in den Vorverhandlungen eine Dauerregelung auf- gegeben und eine nur kurzfristige Regelung zum eigentlichen Gesprächsthema gemacht worden.

Dr. Ho.

Der Leiter ter Deutschen Evangelischen Kirche n- kanzlei hat im Einvernehmen mit den beteiligten Stellen eine Regelung für die, Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche erlassen. Bisher war die Innere Mission ein freier kirchlicher Verband. Der neue Erlaß gliedert sie ein als Bestandteil der Deutschen Evangelischen Kirche und bringt die In­nere Mission mittelbar unter Staatsauf­sicht. Dabei wird verfügt, daß die Innere Mission ihre Angelegenheiten selbst verwaltet. Ihr oberstes Organ der Selbstverwaltung ist der Z tral-Ausschuß für die Innere Mission. Er die in der Inneren Mission zusammengeschlossenen Verbände, Anstalten und Einrichtungen ter evange­lischen Liebestätigkeit und Volksmission in ihrer Verwaltung und Wirtschaftsführung zu betreuen. Die Deutsche Evangelische Kirchenkanzlei wird tm Vorstand des Zenttal-Ausschusses durch ein Mitglied vertreten. Die Wahl des Präsidenten, des Vizeprä­sidenten, des Kämmerers und des Direktors des Zenttal-Ausschusses bedarf ter Bestätigung durch den Leiter der Deutschen Evangelischen Kirchen- kanzlei im Einvernehmen mit dem Geistlichen Der» trauensrat der Deutschen Evangelischen Kirche.

Die Innere Mission als die große Spitzenorgani- satton der evangelischen kirchlichen Selbstverwaltung hat gegenwärtig etwa 80 000 Gefolgschaftsmitglie­der. Ein großer Teil der in den Anstalten des Zenttal-Ausschusses ausgebildeten Diakonissen steht im K r i e g s d i e n st als Krankenschwestern. Alle Krankenhäuser und entsprechenden Anstalten des Zenttal-Ausschusses wurden zu ch i l f s l a z a r e t - t e n umgewandelt. Auch für die Rückwanderung der Valtendeutschen und im Zuge der Rückführung aus den bei Kriegsbeginn frei gemachten Gebieten wur­den die Anstalten nutzbar gemacht. Ferner sind die rund 3000 Kindergärten des Zenttal-Aus­schusses jetzt, während der Abwesenheit vieler Vater und des Arbeitseinsatzes der Mütter im Kriegsdienst besonders stark besetzt. Die Arbeit des Zenttal- Ausschusses, dessen Angestellte eine eigene Fach­gruppe der DAF. bilden, vollzieht sich selvstverstünd- lich im Benehmen mit den zuständigen Staats- und Parteistellen.

Verleihung

beitsverhättnis stehen.

Personen, die nach den sriedensmaßigen Muste­rungsentscheidungen w e h rst e u e r p f l i cht i g sind, wurden oft nach Ausbruch des Krieges einberufen. Für sie gilt, daß die Wehrsteuer von Einberufenen für die Dauer der Wehrdienstleistung nicht erhoben wird. Veranlagte haben bis zum Empfang des Wehrsteuerbescheids für 1939 weitere Vorauszah­lungen nicht zu leisten. Nach der Entlassung aus dem Wehrdienst lebt die Wehrsteuerpflicht wieder auf. Durch Anweisungen des Reichsfinanzministers wird noch sichergestellt werden, daß jede unbillige Härte in der Heranziehung zur Wehrsteuerpflicht vermieden wird.

Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz.

In den Kämpfen dieses Krieges sickd auf allen Fronten außerordentlich hohe Zahlen von Kriegs­gefangenen eingebracht worden. Sie wurden im Rahmen der internationalen Vereinbarungen in einer Millionenzahl in den deutschen Arbeitseinsatz gebracht. Kriegsgefangenen-Mannschaftsstammlager, Stalags", die im allgemeinen ein Fassungsver­mögen von mehreren 10 000 Kriegsgefangenen haben, befinden sich jetzt in nahezu allen Wehrkrei­sen. Schon während der Hackfruchtemte 1939 konn­ten im Monat durchschnittlich etwa 300 000 pol­nische Kriegsgefangene eingesetzt werden. Im Winter kamen sie auch in ter gewerblichen Wirtschaft zum Einsatz. Im April 1940 waren die polnischen Kriegsgefangenen zu 90,8 v.H. in der Landwirtschaft eingesetzt. Ein großer Teil ter pol­nischen Kriegsgefangenen wird auf Grund eines Gnadenaktes des Führers aus dem Kriegsgefange­nenverhältnis entlassen und verbleibt der Landwirt­schaft in Gestatt von zivilen Arbettskräften. Zwei Monate nach Beginn der Kampfhandlungen waren bereits über 250 000 westliche Kriegs-

ihr ter Staat gibt

Der Minister gab ter Ueberzeugung Ausdruck, daß der Handel mit Südamerika und Oft- afien, zu denen Deutschland die besten Bezie­hungen hatte, sich auch wieder günstig entwickeln wird, sobald die englische Seeräuberei auchort Die großen Schwierigkeiten in der Weltwirtschaft seren durch die verrückten Methoden von Versailles entstanden und dadurch, daß der große rus­sische Markt aussiel. Wenn m China die Ord­nung wieder hergestellt sei, wird man auch m Os - a(ien wieder einen sehr aufnahmefähigen Markt I er4Qlt^'d) glaube nicht", so erklärte Funk u. a., daß die Bestrebungen Erfolg haben werten, die amerikanischen Märkte in sich au t a r f tu machen. Es fehlen alle wirtschaftlichen Voraus- fehungen dafür, um die amerikanischen Markte von der übrigen Welt abzusperren. Die Vereinigten Staaten müssen den Gedanken aufaeben, daß sie Deutschland bzw. Europa ihre wirtschaftlichen Be- Idmgungen auszwingen können. Um mit den sudame-

Kriegszuschlag und Wehrsteuer.

Der Sachbearbeiter des Reichssinanzministeriums behandelt in der Deutschen Steuer-ZeitungZwei­felsfragen bei der Erhebung des Kriegszuschlags und der Wehrsteuer. Es kommt vor, daß bei der Veranlagung von Arbeitnehmern die einbehattene Lohnsteuer höher ist als die festgesetzte Einkommen­steuer. Andererseits ist der Kriegszuschlag, der ein­behalten wurde, gleichzeitig oft niedriger als ter Kriegszuschlag bei der Veranlagung. Es ergibt sich dann eine Kriegszufchlagsschuld. Da die Lohnsteuer grundsätzlich nicht erstattet werden kann, ist eine Anrechnung der zuviel bezahlten Lohnsteuer auf die Kriegszuschlagsschuld rechtlich nicht zulässig. Die volle Erhebung tes Kriegszuschlags würde aber eine unbillige Härte fein. Deshalb ist es aus Billlg- feits grünten zulässig, die überzahlte Lohnsteuer auf den veranlagten Kriegszuschlag anzurechnen. Hierzu ist ein Antrag des Steuerpflichtigen notwendig. Eine unbillige Härte liegt nicht vor, wenn der an- zurechnente Betrag weniger als 20 RM. beträgt.

Vom Kriegszuschlag sind Arbeitnehmer befreit, deren Arbeitslohn 234 RM. monatlich mcht übersteigt. Nun gibt es Fülle, in denen ein Arbeit­nehmer in mehreren Dien st Verhältnis­sen bei mehreren Arbeitgebern steht. Es ist denk­bar, daß bei keinem der Dienstverhältnisse der Ar­beitslohn 234 RM. üb erste iat. Eine Zusammen­rechnung der verschiedenen Arbeitslöhne würde aber oft die Freigrenze für den Kriegszuschlaa über­schreiten. Eine Zusammenrechnung des Arbeits­lohns aus mehreren Dienstverhältnissen und die Berechnung der Lohnsteuer aus dem Gesamttohn ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das gilt auch für den Kriegszuschlag. Daraus ergeben sich gelegentlich für den Arbeitnehmer ungerechtfertigte Steuervor­teile, die nur ausgeglichen werden können, wenn die Voraussetzungen für eine Veranlagung erfüllt sind. Aehnliche Verhältnisse können gegeben fein, wenn der Ehemann und feine Frau in einem Ar-

Rom, 25. Juli. (DRV.) Der italienische Wehr- mark wird laufend zunehmen.

machlsbericht hat folgenden Wortlaut: Natürlich muß man die Reichsmark von den

Untere Flugverbände haben den Warinestüh- Fesseln befreien, in denen sie heute gefangen ist, punkt A l e x a n d r i e n und das Petroleumzentrum und weiter wird man die v erschi e den en von Haifa wirkungsvoll bombardi^i ^ voll- M ° r n ° r^ten^ n ^u^eien Geld-

Ireffer erzielt und Lager sowie Raffinerien in Devisenverkehr einzurichten, noch in ganz Brand gerieten. Alle unsere Flugzeuge sind zurück- Europa etwa eine WährungsuniW au schaffen, was gekehrt. ja gleichzettig such eine Zollunion bedingen müßte.

Heber Malta ist ein englisches viermotoriges Das bisherige Derrechnungssystern, das Clearing* Flugzeug von unseren Jagdflugzeugen angegriffen, system, bietet die gegebene Grundlage für eine Bes- getroffen und schwer beschädigt worden. ferung ter ^Währungsverhaltnisse. Es wird auf

9 3nn itnrbaf rif a lind bei einem Angriffs- ®runb tes bilateralen Wirtschaftsverkehrs und der

X sJknlL? Anrrfi aus ihm entwickelten Zahlungsabkommen eine wei-

versuch der feindlichen Luftwaffe auf Bardia durch L ^Wicklung zum multilateralen Wirt-

das Eingreifen unserer Jagdflugzeuge & r c e n 9 - j a f f 3 D e r f e f, r und zu einem Ausgleich der tische Flugzeuge, abgeschossen worden. Zahluirgssalden der einzelnen Länder kommen, so Eines unserer Flugzeuge ist nicht zurückgekehrt. r> «lso auch die verschiedenen Länder über eine 3n Ostafrika ist ein feindliches Flugzeug bei Clearingsstelle zueinander in geregelte Wirtschasts- einem Angriffsversuch auf Massaua abgeschos- beziehungen treten können. Dann kann naturgemäß s e n worden Unser- A,ug,euge hoben Züge nnd auch der D-nnsenv-rkchr von den >etz,g«n F-ss-ln Lager auf dem Lohnhof von Gh-doref (Sudan) I fünfH=

bombardiert. gen europäischen Wirtschaftsraum und

Lines unserer U-Boote ist nicht zu seinem ^igte die Hilfsquellen auf, die ihm zur Verfügung Stützpunkt zurückgekehrt. stehen werden. Gewisse Produkte wird es natürlich

auch dann nicht in Europa geben. Ueberflüffige Kleine Ttadbridnttt* Waren aber überhaupt nicht. Man denkt gar nicht

yilCIU* VvllUfW/v vtMwpiwn daran, Großteutschland und Europa autark im Der Kommandant des am 19. Juli nach einem Sinne einer völligen Selbstgenügsamkeit zu geftal- heißen Gefecht mit dem zahlenmätzia weit ü'ber= ten Man wird Wert darauf legen, daß die deut- iegenen Gegner in der Nähe der Insel Kreta ge= ^en Jndustrieerzeugnisse nach wie vor in der funtenen leichten italienischen Kreuzers$arto«arße[tobgefeM werten und wird natürlich dar- lomeo Colleoni", Kapitän zur See Umberto ßUf bedacht fein, daß möglichst alle diejenigen Pro- Novaro, ist an Bord eines englischen Hospital- dukte ausreichend in dem von Deutschland bcherrsch- schisfes im Hafen von Alexandrien seinen Wundfen Wirtschaftsraum vorhanden sind, die diesen den erlegen. Auch Zwei italienische Mattosen Wirtschaftsraum unabhängig von anderen Räumen tes gleichen-Kreuzers sind ihren Wunden erlegen. machen. Die Wirtschaftsfreiheit dieses * Raumes muß also garantiert werden. Das ist weit-

Auf der Insel Trinidad, der britischen Kron- gehend eine Frage des Lebensstandards. Kolonie an der Nordküste Venezuelas, sind am Man wird immer darauf achten müssen, daß in Donnerstag große Oel-Dorräte in Brand einer Notzeit oder in der Kriegszeit der großdeutsche geraten. Nähere Einzelheiten wurden nicht be- Wirtschaftsraum nicht von Kräften und Mächten ab- ranntgegetren. hängig wird, auf die Deutschland keinen Einfluß

* . hat. Das ist keine Autarkie im Sinne der Selbst-

Jn Digo (Nordspanien) traf ter spanische Fisch- genügsamkeit, sondern eine politische und lebensnot- damvfer ,Fettr Montenegro" mit Schiffbrüchigen wendige Wirtschaftsdoktrin, die für den Export des englischen SchiffesElla Roy" (1000 BRT.) ein großes freies Betätigungsfeld ein welches auf der Fahrt nach Cardiff mit einer läßt, und dieses Exportpotential wird in Groß- Holzladung an Bord von einem U-Boot torpe-^ < - -

diert worden war.

In Kanada ist die allgemeine Wehr­pflicht eingeführt worden. Das Gesetz ttitt be­reits in der nächsten Woche in Kraft. Es umfaßt zunächst die Jahrgänge 1918 und 1919. Vorerst sollen nur die Unverheirateten zum Mlitardienst verpflichtet werden.

Das türkische Parlament bewilligte einen außer­ordentlichen Kredit in Höhe von 64 Millionen tür­kischen Pfund für die Landesverteidigung.

Der französische Innenminister Marquet gab be­kannt, daß alle Franzosen, die sich zwischen dem 10. Mai und dem 30. Juni ins Ausland be­geb en haben, ihrer ftanzösischen Staatsangehörig­keit und ihrer Güter verlustig erklärt werden können. *

Die USA.«®efanbten in ten baltischen Staaten sind abberufen worden. Es handelt sich um den Ge­sandten bei der litauischen Regierung, Owen I. C. Norem, in Kowno und den gleichzeitig bei der estnischen und lettischen Regierung akkreditierten Gesandten John W i l e y in Riga. Der Stab ter ^^.-Gesandtschaften und Konsulate verbleibt bis auf weiteres auf feinem Posten.

Der lettische Ministerpräsident Kirchenstein hat als vorläufiger Staatspräsident das Mitglied der Nationalversammlung, Andreas Jablonski, zum Außenminister ernannt. Das Außenministe­rium wurde bisher vom Ministerpräsidenten mit« verwaltet, der es jetzt nach Uebernahnw ter Ge* schäfte des Staatspräsidenten wegen Aroettsuder-

deutschland nach dem Krieg erheblich größer werten.

In diesem Zusammenhang beschäftigte sich der Minister damit, welche Warenlieferungen das neue Europa von Rußland, Amerika, Südamerika und Ostasien erwartet. Rußland wird sich als Liefe­rant von Rohstofen und als Abnehmer von deut­schen Fertigwaren in der Zukunft noch viel starker entwickeln als bisher. Wie weit Deutschland mit Iben bereinigten Staaten Handel treibt, liegt in der Hand der Amerikaner selbst. Die Ver­einigten Staaten müssen, wenn sie dazu beitragen wollen, die Weltwirtschaft wieder kontinuierlich zu gestatten, von ihrer falschen Methode ab­gehen, daß sie das größte G l ä u b i g e r l a nb und gleichzeitig das größte Export- Ian d der Welt sein wollen.

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