Ausgabe 
26.2.1940
 
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Aus der Stadt Gießen

20 Uhr.

gemessen durch das blendende Weiß, wie es ihrem Älter zukommt. Nur manchmal steckt sie ihre Nase

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in den Schnee, oder leckt daran. Für die armen 1

Jetzt rührt sich etwas Verdächtiges, und mit schla

gehörige Weite auf- gruppenleiter Grahlmann eine Ansprache in nnfn»hnhf der er die Wiederkchr des Gründungstages der Be-

(Nachdruck verboten!)

21. Fortsetzung

der um

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»rers aus

Frauen-schaft für die stille und erfolgreiche Arbeit im letzten Jahr. Die Ortsgruppe Gießen-Süd könne in feder Hinsicht stolz sein auf ihre Arbeit, die sich in einer guten Organisation, in guten Sarnmelergeb- nissen für d-ie NSV., mit denen die Ortsgruppe mit an erster Stelle im Kreis Wetterau steht, und in der Arbeit der NS.-Frauenschaft ausdrücke.

genden Flügeln, die eine ganz gehörige 9 weisen, wird das nächste Feld ausgesucht.

Freund von Jwanka Gospik, sondern ihr Vater war!" Er machte eine Pause, die Wirkung seiner Worte abzuwarten, aber die erhoffte Wirkung blieb leider aus.

Woher wissen Sie das, Henke?" fragte Kybander ruhig und klappte die blaue Akte zu. O

Ich habe das Geständnis Jwankas an den Direk­tor Boury mit angehört. In einem Kaffeehaus am Kurfürstendamm. Ich setzte mich mit Herrn Zacharias an den Nebentisch, und wir taten, als spielten wir Schach. Der Direktor machte ihr einen Heiratsantrag. Dabei kam das zur Sprache. Es ist bestimmt die Wahrheit, Herr Kommissar!"

Ja, es ist die Wahrheit", nickte Kybander.Ich habe die Beweise vorhin, als Sie wahrscheinlich ge­rade die Geschichte mündlich erfuhren, in Ludwig Carlottis Schreibtisch gefunden." Er bemerkte Henkes enttäuschtes Gesicht und legte ihm die Hand auf die Schulter.Trösten Sie sich, Henke, mit der entschei­denden Wendung im Fall Carlotti hat es, trotz unserer beiden Erfolge, noch wenig Aussicht. Wir müssen weiterarbeiten."

Er hatteunsere Erfolge" undwir müssen weiter- arbeiten" gesagt. Er war ein Menschenkenner und hatte Henke wieder ganz für sich eingenommen.

Was kann ich tun, Herr Kommissar?"

Kybander sagte:Rufen Sie Ihren Freund Zacha­rias an und sagen Sie ihm, er müsse sofort Frau Henriette Carlotti mitteilen, was er eben mit Ihnen zusammen erfahren hat." Und er schloß langsamer: Ich möchte gern sehen, wie Frau Henriette auf die Nachricht eingeht. Ich glaube, das wird uns gewisse Rückschlüsse erlauben." *

Gerhart Carlotti kam nach Hause. Er schlich sich an Julias Tür vorbei, obgleich er nichts sehnlicher wünschte, als mit ihr zu reden und sie zu sehen. Aber sein Gefühl sagte ihm, daß es besser sei, in diesen Tagen an nichts mehr zu rühren, das ihre Liebe betraf.

Lene öffnete ihm mit einem Gesicht, als sei ein neues Unheil geschehen.Ist etwas passiert?" fragte er hastig.

Sie schüttelte den Kopf, beugte sich dann aber vor und sagte vertraulich, denn sie diente im dritten Jahr bei Carlottis:Der Kriminalkommissar war nochmal hier. Er hat mit der gnädigen Frau gesprochen. Es muß etwas Schlimmes gewesen sein. Seitdem ist sie wie verwandelt." (Fortsetzung folgt.)

Pferde aber sind die vereisten und verschneiten Wege kein Vergnügen. Sie müssen oft alle Kraft zusammennehmen, um den schweren Wagen vor­wärtszubringen. Besonders wenn es bergauf geht, ist es schlimm. Immer wieder rutschen sie aus, straucheln ... oh! nun fällt eins in die Knie, nein; es ist schon wieder in der Höhe. Alle Muskeln sind gespannt, man sieht es trotz des dichteren Winter­elles, und nun, endlich, ruckt der Wagen an. Möge dir später ein warmer Stall und guter Hafer be­vorstehen, lieber Gaul!

Mit den Vögeln ist es ganz anders: sie haben keine Pflichten und keine Arbeit, außer der Sorge um das tägliche Futter. Eben läuft eine Hauben­lerche zierlich wie auf Rollschuhen über die Straße, eifrig suchend und pickend. Zwei Paare großer dicker, schwarzer Krähen kommen jetzt immer auf den gegenüberliegenden Hof und gehen dort be­dächtig auf Nahrungssuche. Fast wie kleine Pin­guine sehen sie aus, wenn man sie von vorne sieht, wie sie sich auf dem weißen Schnee ungeschickt, mit heftigem Kopfnicken, vorwärtsbewegen. Jetzt haben sie etwas entdeckt: energisch wird es hervorgezerrt, dann mit den Krallen festgehalten und verzehrt.

ich nicht einwilligen, Ihre Frau zu werden.

Er machte ein Gesicht, das jeden anderen zum Lachen gereizt haben würde.Das verstehe ich nicht. Haben Sie mich ein bißchen gern, Jwanka?

Sehr gern sogar." Sie nickte und errötete. ^,Aber was kann dann noch zwischen uns stehen?

Sagen Sie es mir doch bitte."

Sie hob den Blick und sah ihn an.Ich bin das Kind einer Kellnerin", sagte sie,und mein Vater hat meine Mutter nicht geheiratet."

Er nahm ihre Hand auf und führte sie beglückt an seine Lippen.Jwanka, daß Sie mir das ge­standen haben, beweist mir mehr als viele Worte. Aber haben Sie im Ernst gedacht, deshalb sollten Sie mir nein sagen?" Er lachte ein bißchen, halb verlegen, halb beglückt.Sie können mich getrost heiraten, Jwanka. Ich war zwölf Jahre alt, als mein Vater sich entschloß und meine Mutter hei­ratete." , , .

Etwas anderes wäre eher zu bereden, wenn Sie es erlauben. Vorgestern noch waren Sie die Geliebte Ludwig Carlottis. Glauben Sie, daß mit dem Tod Carlottis wie soll ich es ausdrücken, ohne plump zu werden, glauben Sie, daß Sie in­nerlich mit jenem Abschnitt ihres Lebens fertig ^Jwanka sah den Mann fest an; sie ahnte die Pein des anderen und gab sich einen Ruck.

Ich will Ihnen die Wahrheit gestehen, Charles", sagte sie. Er horchte auf und vernahm zum ersten- mal seinen Vornamen aus ihrem Munde.Ich war niemals die Geliebte Ludwig Carlottis. Nein, wahr­haftig nicht. Ludwig Carlotti war mein Vater."

Ist das wahr, Jwanka?"

Ich schwöre es Ihnen. Niemand h,er wußte es. Er"hatte mein festes Versprechen, es gegen jeden zu "^Wesh^b nur? Ein Mann in seinem Alter kann eine erwachsene Tochter haben das ist doch feine Schande, noch dazu, wenn sie so ausgefallen ist!

Sie zuckte die Achseln.Er war sein Leben lang ein Schwächling. Wie er meine Mutter, die er ge­liebt hat, im Stich ließ aus Feigheit, so unterschlug er auch mich. Er lebte in Angst vor der Family Der Name Carlotti sollte untadelig leuchten. Ich glaube, es handelte sich zur Hauptsache um seine alte Mutter."

ßen, 11,41.

Frauenklasse.

Kugelstoßen: 1. Ludwig, VfB.-R. Gießen, 8,67 Meter; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 8.

3 0-Meter-Lauf: 1. Ludwig, DfB.°R. Gie­

ßen, 4,3 Sek.; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 4,8.

VDTN.Klasse.

Kugelstoßen: 1. Keßler, Mtv. Gießen, 10,16 Meter; 2. Clarius, Mtv. Gießen, 8,20; 3. Schmidt,

seiner Berufung beglückwünschte.

Nach dem LiedVolk ans Gewehr" hielt Orts-

silli M

.Regierungerat Lutter komm. Polizeidirektor in Gießen.

Zu unserer Meldung vom vorigen Freitag über die Vereinigung der Polizeiverwaltungen von Gießen und Bad-Nauheim-Friedberg wird uns ergänzend von der Polizeidirektion Gießen mitgeteilt, daß der Reichsstatthalter in Hessen Landesregierung den seitherigen Leiter des Polizeiamts Bad-Nauheim, Regierungsrat L u t t e r, mit sofortiger Wirkung mit der kommissarischen Wahrnehmung der Dienst­geschäfte des Leiters der Polizeidirektion Gießen beauftragt hat. Regierungsrat Cutter, der bis jetzt als Hauptmann im Felde stand und als Führer der SA.-Standarte 116 in Gießen bekannt ist, hat feine Dienstgeschäfte am Samstag übernommen.

Schulungsabend

der Ortsgruppe Gießen-Süd.

Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, hielt am Samstag in derStadt Wetzlar" einen zahl­reich besuchtem Schulungsappell ab. Damit verbun­den war die Verpflichtung von Parteianwärtem. Ortsgruppenleiter Grahlmann begrüßte beson­ders herzlich den neuen Kreisgefchäftsführer des Kreises Wetterau, Pg. Hans Weber, den er zu

Mtv. Gießen, 8,06 Meter.

Weitsprung: 1. Clarius, Mtv. Gießen, 4,80 Meter; 2. Buß, Mtv. Gießen, 4,66; 3. Weber, 4,46.

30-Meter-Lauf: 1. Buß, Mtv. Gießen, 4 Sek.; 2. Repp, DfB.-R. Gießen, 4,4; 3. Clarius, Mtv. Gießen, 4,4; 4. Schmidt, Mtv. Gießen, 4,6.

hJ.klasse.

Weitsprung: 1. Becht, Mtv. Gießen, 5,38 Meter; 2. Müller-Leuthert, Mtv. Gießen, 5,35; 3. Demper, 1900 Gießen, 5,27; 4. Klee, DfB.-R. Gie­ßen, 5,17; 5. Ludwig, Tv. Heuchelheim, 5,15.

Kugelstoßen (6,25 kg): 1. Sack, Tv.- Heuchel­heim, 10,60 Meter; 2. Gante, 1900 Gießen, 9,60; 3. Ketterer, Mtv. Gießen, 9,35; 4. Ludwig, Tv. Heuchelheim, 9,05. *

Dreisprung: 1. Müller-Leuthert, Mtv. Gie­ßen, 10,69 Meter; 2. 'Becht, Mtv. Gießen, 10,59; 3. Krieger, Tv. Heuchelheim, 10,15; 4. Pfann, Mtv. Gießen, 10.

30-Meter-Lauf: 1. Becht, Mtv. Gießen, 3,9 Sek.; 2. Jsheim, Mtv. Gießen, 4; 3. Heck, Gef. 4, 4,1; 4. Demper, 1900 Gießen, 4,4. -!n-

l renünnen, auch Geldverwalterin der BDM.-Werk-

1 Gruppe la in tadelloser Kluft mit Ausweisen pünkt­lich zu erscheinen haben.

Betr.: DienstderGruppe. Der nächste Dienst Gruppe ist am Dienstag, 5. 3., im Moeserheim

r - L a u f: 1. Ludwig, DfB.-R. Gie- ; 2. Muhl, DfB.-R. Gießen, 4,8.

Nun aber zu unseren täglichen gefieberten kleinen Balkongästen! Auf der Dorhangstange sitzen schon die Spatzen aufgereiht und warten: dicke, aufge­plusterte, kleine Kugeln. Das Futterhäuschen wird dann ein Kampfplatz: mit Flügelschlägen und Schnabelhieben werden unangenehme Mitgenießer fortgejagt.Na wartet, nun streue ich such auf den Balkonboden und auf das Dach des Futterhäus­chens. Und wenn ihr keinen Frieden haltet, jage ich euch alle fort! Wenn die Stare kommen, ist es sowieso aus mit eurer Ruhe. Dann müßt ihr Platz machen, ob ihr wollt ober nicht!"

Die Meisen mischen sich nicht in dies laute Ge­triebe. Zierlich hängen sie am leise schaukelnden Ring und picken sich die schönen Nüsse und den nahrhaften Sonnenblumensamen. Ein kleiner Buch­fink kommt jetzt auch und holt sich schnell ein Körn­chen vom Boden.

Neulich, als wir auf den Schiffenberg gingen, sahen wir unter einem tiefen Gebüsch ein Fasanen- Pärchen. Rauschend flog es dann davon, lieber bie nächste Schneise aber gingen- mit gesenkten Köpf­chen und zierlich erhobenen Beinchen zwei Rehe durch den dicken Schnee. E. L. St.

Bornotizen.

Tageskalender für IHonfag.

Populärwissenschaftliche Vorträge der Universität: 20.15 Uhr im Großen Hörsaal des Chemischen In- stituts Professor Dietz überArbeitsrecht unter Berücksichtigung des Kriegsarbeitsrechts": 20.15 Uhr im Kunstwissenschaftlichen Institut Professor Uli- r i ch überKulturgeschichte der Mathematik". Gloria-Palast, Seltersweg:Weltrekord im Seiten­sprung". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Mann will nach Deutschland".

NSDAP., Ortsgruppe Gießen-Mitte.

Am Mittwoch, 28. Februar, findet um 20.30 Uhr imBurghof" ein Schulungsabend der Ortsgruppe statt. An diesem Schulungsabend haben alle Partei­genossen, Parteianwärter, Obmänner, Walter, Warte und Leiterinnen der angeschlossenen Verbände, ferner die in der Ortsgruppe wohnenden Angehörigen der SA., NSKK., DAF., NSV. ünb Frauenschaft teil- zunehmen. Es spricht Kreispropaganbaleiter Pg. Rahner.

BOM.-tlntergau 116 Gießen.

BDM.-Werkgruppe la/116.

Betr.: Führerinnenappell. Montag, 4. 3., finbet um 19% Uhr in ber Schillerschule ein Führe- rinnenappell durch die Untergauführerin statt, bei dem sämtliche Schar-, Schaftsführerinnen und Refe-

Tiere im Wm.er

Kitty, die Katze, läuft noch unhörbarer als sonst über die Schneefläche. Nun ist ihr der Schnee nichts Neues mehr, während sie zuerst mit tollen Sprün­gen und komischen kleinen Sätzen ihr Vergnügen daran kundtat. Britta, die Hündin, geht steif und

mürb3 bcn>eifcn roas bei uns schon bewiesen I

Sm übrigen glaube ich eines: es gibt einen # er r g ott! Jhefer Herrgott schafft die Völker Er gibt grundsätzlich a l l e n V ö l k e r n d a 5 i & e N ech t. Wir Deutsche haben uns vor 20 vor 2? 23 Jahren sehr schlecht in der Geschichte benommen' Es kam eine Revolution, und wir sind deshalb unterlegen. Dann begann der Wiederaufstieg unse­res Voltes in unermeßlicher Arbeit. Und in dieser ganzen Zett hat die Vorsehung unsere Ar­beit wieder gesegnet. Je tapferer wir waren, um so mehr kam auch der Segen der Dor- sehuna. Auch in den letzten sechs Jahren hat die Vorsehung uns immer begleitet, denn, glauben Sie mir, der eine nennt es Glück, der andere anders, aber ohne diese letzte Zustimmung kann man ja die großen Werke nicht vollbringen. Gerade vor wenigen Monaten habe ich ja auch wieder persönlich in tief- das Walten einer Vorsehung gefühlt, begleitet und ihnen die Aufgaben stellt. Diesen Ausgaben dienen mir. Was mir wollen ist mcht die Unterdrückung anderer Völker es ist un fere Freiheit, unsere Sicherheit, die'Sicher­heit unseres Lebensraumes. Es ist die Sicherheit des Lebens unseres Volkes selbst. Dafür kämpfen wir!

Die Dorsehuna hat bisher diesen Kampf gesegnet, taufend faltig gesegnet. Kann sie das getan haben, würde sie das getan haben, wenn es chre Absicht wäre, mm plötzlich diesen Kampf zu unseren Un- gunsten ausgehen zu lassen? Ich glaube hier an eine höhere und an eine ewige Gerechtig- kett. Die wird dem zuteil, der sich ihrer wür- d i g erweist.

Das war mein Glaube, mit dem ich zum ersten Male vor 20 Jahren hier auf getreten bin. Damals glaubte ich: Es kann nicht fein, daß mein Volk zum Untergang besttmmt ift. Es wird nur untergehen, wenn sich keine Männer finden, die dieses Volk retten. Wenn aber jemand wieder mit gläubigem Herzen sich zu diesem Volke bekennt und dafür ar­beitet und alles einsetzt für Dieses Volk, bann kann es Nicht sein, daß die Vorsehung dieses Volk zu­grunde gehen läßt. Mehr als Wunderbares hat seit­dem die Vorsehung an uns getan.

Ich kann Sie alle nur bitten: Fassen Sie diesen Glauben als alle Nationalsozialisten nur recht stark. Ls kann nicht anders sein: wir müs­sen siegen, und wir werden daher auch siegen! Und wenn der Feind um uns herum noch so droht und noch so drängt: Ls ist nicht schlimmer, als es schon einmal war. Das haben auch unsere Vorfahren so oft er­dulden müssen. Da wollen wir uns erst recht zu dem großen Bekenntnis eines gewaltigen Deutschen durchringen: f,Und wenn die Welt voll Teufel wär, es muß un» doch gelingen!" Mit ungeheurem Beifall danken die alten Partei­genossen dem Führer und bekennen sich zu ihm und seinem unbeugsamen Sregeswillen.

,Zch wollte Sie etwas Wichtiges fragen", sagte er.

Geschäftlich?" Sie legte den Silberlosfel weg und wurde aufmerksam.

Im Gegenteil." t

Was ist bas Gegenteil vom Geschäftlichen r Das Private, Fräulein Jwanka Vtttt sehen Sie einmal eine Viertelstunde nicht den Direktor in ^^Scmdern?" 'Ihr Blick kam ahnungsvoll zu ihm

ben Mann, der Sie liebt und Pßr^r^

Sie schwieg. Boury machte das Mut Er war sonst wirklich nicht schüchtern, dazu halt« er mit Frauen schon zuviel erlebt.Ich liebe Sie, ^wastta , sagte er.Glauben Sie mir, baß ich mir das über legt habe", fuhr er noch einmal fort.Vielleicht sollte ich Ihnen das anders, werbender und uber- xeuaenber sagen. Aber sehen Sie, das ist eine ge­wiße Tragik. Ich kenne so entsetzlich meleTheattr^ stücke, die mit der Liebesszene stehen und allen und hnp.p n[[ö diese Dialoge im Kopf. Ich frage tote beb er ganz Mcht. w!e mir der Schnabel geroadlfen

'-gte U gegen dos weiße Tischtuch, während ,hi^«ner N-A-l da. Muster nachzeichnete:Ich kann sie nicht heiralen.

Weshalb nicht? Sie heben einen anderen?

''®e"Ä Mn Freund nicht nergefienr ähre Stirn krauste sich. ..Das ist es alles nicht, sagte sie. .Ihretwegen, weil ich Sie gern habe, kan

Gedächtnis rief. Er zitierte Worte des dem BucheMein Kampf" und stellte in einem Rückblick auf die Erfolge der Bewegung fest, daß die nattonalsozialisttsche Weltanschauung in diesen zwanzig Jahren sich nicht mir die Herzen aller Deutschen eroberte, sondern darüber hinaus auch die Grundfesten der alten Wett ins Wanken brachte. Zu den Parteianwärtern gewandt sprach der Ortsgruppenleiter von den Tugenden, die die Nationalsozialisten ausgeichneten und zeigte ihnen die Pflicyten auf, die sie mit dem Eintritt in die Bewegung auf sich zu nehmen haben. Er forderte von ihnen, daß sie sich als Diener der Bewegung und des Volkes betrachten und dementsprechend handeln und stellte ihnen Horst Wessel, dessen Todestag sich jährte, als Vorbild hin. In feierlicher Form fand dann die Verpflichtung von etwa 40 Parteianwärtern statt, die das Gelöbnis der Treue und des Gehorsams gegenüber dem Führer ableg­ten und denen bann die Mitgliedskarte überreicht wurde. Abschließend betonte Ortsgruppenleiter Grahlmann, daß unser WilleSieg" und un­ser GlaubeDeutschland" heiße. Mit einem Lied zum Gedenken Horst Wessels fand die feierliche Ver­pflichtung ihren Abschluß.

Der stellvertretende Schulungsleiter Pg. ©ein* zirl hielt dann einen Schulungsvortrag über die wahren Absichten Englands, wobei er betonte, daß es das soziale Deutschland ist, das die Engländer hassen, weil sie fürchten, daß dieses Deutschland in der Wett Schule machen wirb und sich dadurch die Unzufriedenheit der von England beherrschten Völ­ker steigert. Das Ende davon wäre eine Gefährdung der enKischen Machtpolittk. Der Vortrag hinterließ einen starken Eindruck. Nach dem Gesang des Kampfliedes gegen England wandte sich Kreisge- schäfisführer Weber mit einigen grundsätzlichen Erläuterungen an die Versammelten.

Ortsgruppenletter Grahlmann sprach dann mit Stolz und Freude von den Leistungen unserer Wehrmacht und übermittelte den an der Front stehenden Männern der Ortsgruppe die Grüße der Heimat. Der Gefallenen wurde in ehrender Weise gedacht. Auf die gewaltigen Erfolge der letzten Jahre eingehend, betonte der' Ortsgruppenleiter, daß sie die Krönung einer unermüdlichen und harten Arbeit darstellen. Er dankte allen seinen Kameraden und Mitarbeitern der NSV., der DAF. und der NS-

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Guter Erfolg

des WHW.-Hallensportfestes.

Ihre Meldung hatten etwa 55 Teilnehmer erfüllt, eine Zahl, die als gut zu bezeichnen ist, wenn man berücksichtigt, unter welch schwierigen Verhältnissen gerade im Sport gearbeitet werben muß. Vertreten waren die Vereine: Mtv. Gießen, VfB.-R. Gießen, Spielvereinigung 1900 Gießen, der Tv. Heuchelheim, der VfL. Lollar, die Universität Gießen und die Tum- und Sportgemeinde Slittsa Schlitz.

Im 30-Meter-Lauf der Männer waren drei Dor- und zwei Zwischenläufe erforderlich, um die vier Endlaufteilnehmer: Decher (Slittsa Schlitz), Walter (Univ. Schlitz), Zerndt (DfB.-R. Gießen) und Moos (DfL. Lollar) zu ermitteln. Für den schnellen Zerndt, der dem Lebensalter nach bereits zur Altersklasse gehört, war dieser Lauf eine schmackhafte Ange­legenheit; in überzeugender Weise gewann er vor Moos, Decher und Walter.

Im Kugelstoßen, das der Gaumeister Otto Luh mit der recht guten Leistung von 14 Meter gewann, sah man neue Leute, die erstmals von der Jugend kommend in der Männerklasse starteten: Juyhard vom Mtv. und Schmuck vom DfB.-R. Ihre Leistun­gen mit 11,57 Meter und 11,26 Meter werden ihnen ein guter Ansporn sein. Besonders erfreulich waren dann der Weitsprung und Dreisprung, die beide von dem ebenfalls aus der Jugendklasse kom­menden W. Schmidt vom Tv. Heuchelheim mit den guten Leistungen von 6,28 Meter und 12,22 Meter gewonnen wurden. Hier scheint sich die gute Schule des Mehrkämpfers Stahlhut günstig auszuwirken. Auch er ist wie die meisten anderen zum Heeres­dienst einberufen und konnte deshalb nicht teil« nehmen. Die übrigen Ergebnisse im Weit- und Drei­sprung sind deshalb ebenfalls zufriedenstellend, weil nur eine sehr kurze Anlaufstrecke zur Verfügung stand. Der Dreisprung wurde mit 10 Meter Anlauf durchgeführt.

Die Ergebnisse in der HI.-Frauen- und BdM.- Klässe können nicht befriedigen. Gerade in diesen Klassen mußte festgestellt werden, daß eifrigste Trai­ningsarbeit notwendig ist, um für die Zukunft bessere Ergebnisse zu erhalten.

Gegen 22.15 Uhr waren die leichtathletischen Kämpfe, die reibungslos ab gewickelt wurden, be­endet. Das den Abend abschließende Basketballspiel unter Leitung von R. Krausch fand Anerkennung.

Die Ergebnisse.

Männer-Klasse.

30-Meter-Laus: 1. Zerndt, VfB.-R. Gie- ßen, 3,7 Sek.; 2. Moos, VfL. Lollar, 3,9; 3. Decher, Slittsa Schlitz, 4,0; 4. Walter, Univ. Gießen 4,0.

Kugelstohen: 1. Luh, DfB.-R. Gießen, 14 Meter; 2. Jughard, Mtv. Gießen, 11,57; 3. Schmuck, DfB.-R. Gießen, 11,26; 4. Dietz, PfL. Lollar, 10.23.

Weitsprung: 1. Schmidt, Tv. Heuchelheim, 6,28 Meter; 2. Kronauer, DfB.-R. Gießen, 5,94; 3. Jughard, Mtv. Gießen, 5,88; 4. Decher, Slittsa Schlitz, 5,78. t

Dreisprung: 1. Schmidt, Tv. Heuchelheim, 12,22 Meter; 2. Decher, Slittsa Schlitz, 11,82; 3. Jughard, Mtv. Gießen, 11,46; 4. Walter, Univ. Gie-

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Das Gespräch in der Nische erfuhr eine Unter­brechung.

Zahlen!", rief energisch der jüngere der beiden Schachspieler. ,Lahlen!", echote der Aeltere und wischte die Figuren einfach mit ber Hand zusam­men. Sie legten bas Geld hin und liefen hinaus.

Haben Sie so etwas auch nur geahnt, Herr Zacharias?"

Ich bin genau so überrascht rote Ste, Herr Henke."

Na, das muß ich meinem Kommissar sofort mel­den. Sie entschuldigen mich, Herr Zacharias!" Henke erroischte gerabe noch einen schon anfahrenben Autobus, , r _

Herr Zacharias ging nachbenklich nach Haufe. Er gab bie Ueberroachung Jroanka Gospiks auf. Der Gedanke beschäftigte ihn, ob er fein soeben erfahre­nes Wissen Frau Henriette Carlotti mitteilen bürste oder ob es im Sinne der Kriminalpolizei war, ba- mit noch zu warten. Er entschloß sich für das letz- tere. Auf jeden Fall wollte er den Kommissar Ky- banber vorher fragen. Er schritt den Kurfürsten­damm entlang und sah sich nicht ein einziges Mal um. So entging ihm, daß wenig später Charles Boury und Jwanka das Caf6 verließen. Sie gingen Arm in Arm. _ . rz .. _

Ein Junge sprach sie an und bot Vetlchenstrauhe zum Verkauf. Er kam dem Direktor wie gerufen. Wieviel hast du denn noch? Sechs Sträuße? Gtb sie her!"

Charles", sagte sie,fängst du so an?"

So werde ich hoffentlich mein Leben lang fort­fahren", sagte er strahlend und drückte ihr den.duften- ben Blütenstrauß in den Arm.

Als ber Kriminalassistent Henke atemlos in ber Dircksenstraße ankam, fanb er seinen Kommissar zum Glück noch im Zimmer. Kybanber hatte gerabe bem Kriminalrat Bericht erstattet.Nanu, Henke, m Schweiß gebabet? Was gibt es benn so Eiliges?"

Halten Sie sich fest, Herr Kommissar", rief Henke. Er bürste sich biesen Ton mit seinem väterlichen Freunb und Vorgesetzten schon einmal erlauben.Der Fall Carlotti hat seine enflcheibenbe Wenbung er­fahren."

Durch Sie, Henke?"

Spotten Sie nicht, Herr Kommissar. Ich habe soeben erfahren, daß Ludwig Carlotti nicht der

Aus aller Welt.

Kindesmörderin hingerichtei.

Am 24. Februar d. I. wurde die am 17. Novem­ber 1913 in Ludwigshafen a. Rh. geborene Therese Wipert hingerichtet, die durch das Landge­richt Frankenthal (Pfalz) wegen Mordes zum Tode sowie zum Verlust der bürgerttchen Ehren­rechte auf Lebenszeit verurteilt worden war. Thevefe Wipert hatte in Ludwigshafen a. Rh. chr zwei Mo­nate altes eheliches Kind auf graüfame Weife er­mordet.

Lawinenstürze fordern erneut Todesopfer.

Im Oetztal ereigneten sich drei schwere La­winenstürze, denen drei Personen zum Opfer fielen. Im Außerfern wurden zwei Schiläufer in der Nähe von Ehrwald von einer Lawine verschüttet. Während der eine sich selbst befreien konnte, wurde der andere nur noch als Leiche geborgen. Der aus Hamburg stammende Richard Fricke stieg als Alleingeher im A r l b e r g g e b i e t über den Zürser See zum Madloch an. Mittags passierte er bei ber" Abfahrt nach Zürs einen Hang, blieb am nördlichen Teil desselben stehen und sah zu, wie südlich von ihm eine Lawine niederging, ohne daß er bemerkte, daß sich oberhalb seines Stanbortes ebenfalls eine Lawine gelöst hatte. Diese riß ihn mit und verschüttete ihn. Eine Suchexpedition fand bald ben Verunglückten, da eine Schispitze aus dem Schnee ragte. Er konnte jeboch nur noch als Leiche geborgen werben.___

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Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin