Ausgabe 
26.1.1940
 
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9. Jt.Sport

Wieder Gpielruhe in Hessen!

Im Gau Hessen herrscht auch am kommenden Sonntag, 28. Januar, völlige Spiel ruhe. Sämtliche Meistevschaftskämpfe im Fußball und Handball wur­den von der Gausportführung abgesagt.

Hessens Schi-Oauerlauf in Wiihelmshöhe.

Die hessischen Schi-Meisterschaften werden am kommenden Sonntag mit dem 30-Km-Dauerlauf fortgesetzt. Ursprünglich sollte dieser Wettbewerb auch in Willingen durchgeführt werden, aber aus verkehrstechnischen Gründen hat man ihn nach Kassel-Wilhelmshöhe verlegt, wo im Habichtswald die Strecke abgesteckt ist. Die Schneeoerhältnisse sind hier so günstig, daß eine einwandfreie Durchfüh­rung des Meisterschaftslaufes gewährleistet ist. Ge­meldet Haden die Spitzenkönner aus dem Upland, der Rhön und Kassel. Erfreulich ist wiederum die starke Beteiligung der Wehrmacht.

Mit der Meisterschafts-Veranstaltung ist ein Wer- tungs'springen an der Kasseler Ziegenkopf-Schanze verbunden, an dem in der Hauptsache Kasseler und Millinger Springer teilnehmen werden.

BMW. beim Großen Preis von Brescia.

Am Sportwagen-Rennen um denGroßen Preis von Brescia", das am 28. April auf dem Dreieck­kurs Brescia-Cremona-Mantua als Rundstrecken­rennen ausgetragen wird, werden auch deutsche Fahrer und Wagen beteiligt sein. Die bewährten

B M W.-S p o r t w a g e n , die schon im vergan­genen Jahr beim Wüstenrennen in Libyen so groß­artig abschnitten und sich hinter den weit stärke­ren Alfa-Romeo-Wagen plazierten, sollen bei diesem Rennen eingesetzt werden. Wahrscheinlich wird die bewährte NSKK. - Mannschaft am Steuer der BMW. sein.

Bor großen Ereignissen im Wintersport.

Beginn der IV. Internationalen Tvintersportwoche in Garmisch-Partenkirchen.

Am heutigen Freitag nimmt in Garmisch-Parten­kirchen die IV. Internationale Wintersportwoche ihren Anfang, die das hervorragendste Ereignis der diesjährigen Wintersportveranstaltungen sein wird. In den acht Tagen vom 26. Januar bis 4. Februar wird auf den olympischen Winterkampfstätten ein reichhaltiges Programm mit derartig starker inter­nationaler Beteiligung abgewickelt, wie es in diesem Winter kein anderes Land durchführen wird.

Auf den Kampfstätten, die im vergangenen Jahr für die nun ausgefallenen V. Olympischen Winter­spiele beträchtlich ausgebaut worden waren, werden sich die Vertreter von acht Ländern im friedlichen Wettkampf messen. Im Mittelpunkt steht das von sechs Ländermannschaften bestrittene Eishockey­turnier, an dem Böhmen-Mähren, Italien, Jugo­slawien, die Slowakei, Ungarn und Deutschland teilnehmen. In anderen Wettkämpfen treten noch Vertreter Bulgariens und Rumäniens an. Reben Eishockey umfaßt das vielseitige Programm Eis­kunstlauf und Schisport mit Langlauf, Sprunglauf, Staffellauf, Abfahrtslauf und Torlauf.

Kleine Heringe sind gut zum Einlegen.

Die großen frischen Schleppnetzheringe fehlen uns heute, statt dessen müssen wir uns zum größten Teil mit den kleinen Küstenheringen begnügen. Diese Heringe sind meistens nur 10 bis 20 Zenti­meter groß, und manche Hausfrauen wissen nicht, was sie mit diesem kleinen Zeug, wie sie oft ge­nannt werden, anfangen sollen. An den kleinen Heringen kann dochnicht viel dran" sein, meinen sie. Diese kleinen Heringe eignen sich aber ganz vorzüglich zum Einlegen und schmecken ausgezeich­net. Die kleinen Heringe werden zunächst im kalten Leitungswasser abgewaschen, dann schneidet man den Kopf so kurz wie möglich ab und nimmt die Eingeweide heraus. Diese Arbeit läßt sich leicht er­ledigen, da die Eingeweide sich gleich mit dem Kopf entfernen lassen. Roch etwa anhaftendes Blut wird ebenfalls entfernt. Run wäscht man die frischen kleinen Heringe wieder mit kaltem Leitungswasser sehr sauber ab. Ist das geschehen, dann werden sie gut gesalzen und durch gerührt, damit das Salz überall hinkommt. Auf ein Kilogramm Heringe rechnet man zwei gute Eßlöffel Salz. Die Heringe bleibrn dann 24 Stunden im Salz stehen, darauf wäscht man sie mehrmals ab und kann sie dann in Essig legen. Man kann auch schon beim Salzen einen Schuß Essig zutun, jedenfalls aber wird jede Hausfrau überrascht sein, wie schön die auf diese Weise eingelegten kleinen Heringe schmecken. Sie lassen sich in dieser Form vorzüglich zu Pellkartos- feln ober zu Bratkartoffeln verwenden. Die zarten Gräten werden durch den Salzungs- und Säue­rungsprozeß völlig weich, so daß man sie, ohne irgendwie dadurch belästigt zu werden, ruhig mit- essen kann. Gewürz nicht vergessen, da es den Ge­schmack erhöht. Die eingelegten Heringe halten sich jetzt in der kalten Jahreszeit lange.

Aus der engeren Heimat.

Landkreis Gießen.

* Daubringen, 25. Januar. Der Gesang­vereinS ä n g e r l u st" veranstaltete im Saal­bau Schäfer m Gesangskonzert. Die Ver­anstaltung war sehr gut besucht. Die zu Gehör ge­brachten Lieder wurden mit dankbarem Beifall auf­genommen. Der gesamte Erlös des Konzertes wurde dem Winterhilfswerk überwiesen.

Kreis Friedberg.

Butzbach, 25. Januar. Fast täglich kommen jetzt Rehe, selbst am Tage, aus den nahen Wäl­dern bisin die Gärten, um hier ihren Hunger an dem verbliebenen Gemüse zu stillen. Die Tier­chen sind mitunter recht zutraulich und suchen erst beim Herankommen der Menschen das Weite. Dabei kam es dieser Tage vor, daß sich ein Reh in dem Drahtzaun eines Gartens verstrickte und mehrfach durchzubrechen versuchte, bis ihm dies endlich ge­

lang. Jedoch verletzte es sich am Kopfe sehr stark und ließ eine beträchtliche Blutspur zurück. Gestern fand ein hiesiger Einwohner in seinem Garten ein völlig erschöpftes Reh vor. Nachdem er es an einen sicheren Ort gebracht und gefüttert hatte, wurde es von dem zuständigen Jagdpächter abgeholt. In einem Stall fand es Schutz und Nahrung.

Rhein-Mainische Börse.

Tendenz: Fest.

Frankfurt a M 25. Jan. Unter Bevor­zugung von Dpezialwerten war die Börse am Aktienmarkt im Anschluß an gestern weiter fest. Das Kundschaftsinteresse hat etwas zugenom­men, auch war die Geschäftstätigkeit stellenweise lebhafter. Nennenswertes Angebot stand aber wie­

derum nicht zur Verfügung- so daß schon kleine Käufe genügten, um Erhöhungen von durchschnitt­lich 0,50 bis 1,50 v. H. herbeizuführen. Ausgespro­chen fest lagen erneut IG.-Färben mit 173 (171,75), ferner von Kaliwerten Salzdetfurth mit etwa 200 (196,50) und im Freiverkehr Bürbach mit 109 bis 110 (107,50). Montanwerte tagen ruhig und wenig verändert, Verein. Stahl uno. 106,25, Mannesmann 115 (114,75). Auto-, Maschinen- und Elektrowerte zogen 0,50 bis 1 v. H. an, ebenso die Nebenwerte des CH ernte Marktes; Scheideanstalt jedoch etwa 238 (234,50). Etwas niedriger lagen Aschaffenburger Zellstoff mit 105 (106), Feinmech. Setter mit 102,50 (104) und Westdeutsche Kaufhof mit 82,50 (83).

Am Renten markt herrschte fast nur Nach­frage, während Angebot nur spärlich vortag. Das

Geschäft war infolgedessen weiter begrenzt. Kurs- mäßig lagen nur vereinzelt geringe Abweichungen vor. In Reaktion auf die kürzliche Steigerung lagen Alt besitz anleihen allerdings schwächer, Reichsaltbe­sitz 140,40 (140,65), Dekosama II 164,50 (165), Mannheimer Altbesitz 142 (143). In Liqui-Pfand- briefen bestand eher etwas Angebot, die Kurse giy- gen z. T. zurück, am meisten Meininger auf 101 (101,75). Reichsanleihen lagen teilweise 0,25 v. H. höher, 4,50proz. von 1938 Serie II 98,75 (98,50).

Rundfunkprogramm

Samstag, 27. Januar.

6.10 Uhr: Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt der Gaumusikzug Schlesien. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Landvolk, merk' auf! 8.10: Gym­nastik. 9.15: Deutschland Kinderland:Was ein Säugling schon lernen kann". 9.30: Schulfunk (Ober­stufe):Ein Mann kämpft um Deutschland. Hör­szenen um E. M. Arndt. 10: Frohe Weisen. 11: Musik am Vormittag. 11.50: Stadt und Land Hand in Hand. Unser besinnliches Wochenende. 12: Aus einem Rüstungsbetrieb: Werkskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. 14: Nach­richten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 16: Klin­gende Liebesgaben des Reichssenders Frankfurt. Eine fröhliche Sendung bei und für unsere Kame­raden am Westwall. In Verbindung mit der NS.- Gemeinschaft .Kraft durch Freude". 17 bis 17.10: Nachrichten. 18: Bühne und Film im Rundfunk. 18.25: Zum frohen Wochenende. Dazwischen 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 19.45: Po­litische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Über­tragung vom Deutschlandsender. Dazwischen 22 bis 22.15 und 24 bis 0.15: Nachrichten.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

F. B. in G. Auf Grund des § 2 der 9. Durchfüh­rungsverordnung zum Luftschutzgesetz vom 17.8.1939 sind alle Personen, zu deren Schutz behelfsmäßige Luftschutzmaßnahmen durchgeführt werden, ver­pflichtet, Beiträge zu leisten. Das gilt natürlich auch für die Mieter eines Hauses, in dem derartige Maßnahmen getroffen worden sind. Die Beiträge können bestehen in Arbeitsleistungen, Zurverfügung- stellen von Material, Geld usw. Grundsätzlich hätte in Ihrem Falle der Eigentümer das Recht, zu den fraglichen Kosten die Mieter mit Geldbeträgen her- anzuziehen, soweit diese nicht durch anderweitige Leistungen (s. o.) kompensiert sind. Falls eine güt­liche Einigung nicht zustandekommt, können Sie bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück liegt, Antrag auf Entscheidung stellen. Geldbeträge sollen je nach den Verhältnissen des Mieters einen Betrag von 1, bis 2,50 RM. für die zu schützende Person nicht übersteigen.

Wilhelm Bechthold

Hans Beck

Gießen (Ludwigstraße 4, Lessingstraße 8), den 25. Januar 1940.

410D

Adam Schmitt, Postassistent i. R.

im vollendeten 71. Lebensjahre.

Die trauernden Kinder.

Gießen, Berlin, den 26. Januar 1940.

0255

folgen, und zwar:

415C

Karl Will und Kind nebst Angehörigen.

Ruttershausen, den 25. Januar 1940.

416D

er«

Altersvereinigung 1862 1912

Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr. 7

Am 18. Januar 1940 entschlief plötzlich unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel

Am 24. Januar wurde meine liebe Frau, meine gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Luise Bechthold, geb. Becker

von ihrem mit großer Geduld ertragenem langen Leiden im 70. Lebensjahre erlöst

1,60 RM.

0,80

Außerdem sind zu zahlen für die Altersversor­gung der Bühnenschaffenden für die 5. bis 8. Rate im:

Montag. den 29. Januar 1940, für die Dienslag- INieter,

Dienstag, den 30. Januar 1940, für die INillwoch- Mieter,

Mittwoch, den 31. Januar 1940, für die Freitag- Mieter

während der Kassenstunden.

Bei Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am

Zeilungsträgerin für nachmittags l'/s Std. gesucht. Watttorstr. 21.

I. Ring.......

II., III. und IV. Ring. . . Gießen, den 24. Januar 1940.

Der Oberbürgermeister,

[Stellenangebote)

Keine Ursprungs­zeugnisse, lonbem nur Zeugnis­abschriften dem Be- werbungchchreiben bei­legen! Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Ver­meidung von Verlusten auf der Rückseite Na- men und Anschrift des Bewerbers tragen!

Emmi Beck, geb. Bechthold Hilde Bechthold Ww. und 6 Enkelkinder.

Die Beerdigung findet am Montag, dem 29. Januar, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt.

Die Einäscherung hat auf Wunsch des Verstorbenen in der Stille stattgefunden.

Danksagung.

Für die liebevolle Anteilnahme, die vielen Kranz- und Blumenspenden, sowie die tröstenden Worte des Herrn Pfarrer Metzler am Grabe und Schwester Marie für die treue Pflege und Liebe beim Heimgang unserer teuren Entschlafenen danken wir herzlichst.

Staditheater-Mieie.

Die Einlösung der fünften Rate der Starnrniete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu er-

Wir bedauern den Heimgang unseres lieben Alterskameraden

Karl Hofmann

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 27. Januar, um 11 Uhr vormittags, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten.

_____412D

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Bekanntmachung.

Die Schulen der Stadt Gießen bleiben bis auf weiteres geschloffen. Der Wiederbeginn der Schule wird durch die Zeitung bekanntgegeben. 414D

Gießen, den 25. Januar 1940.

Stadtschularnt Gießen. 3. 23.: Walter.

Bekanntmachung

betreffend die Ausführung der Verordnung über den Ladenschluß vom 21.Dezember1939 (RGBl. IS. 2471).

Vorn 15. Januar 1940.

Um die als Folge der Kriegsverhältnisse vielfach eingetretene Regellosigkeit und Willkür auf dem Ge­biete des Ladenschlusses zu beseitigen, hat der Reichs­arbeitsminister die Verordnung über den Ladenschluß vom 21. Dezember 1939 (RGBl. I S. 2471) erlassen.

Das Ziel der notwendigen Neuregelung muß sein, die Geschäftszeit den durch den Krieg veränderten Verhältnissen anzupassen.

Die Befugnisse aus den §§ 1, 2 und 4 hat der Reichsarbeitsminister mit Erlaß vom 21. Dezember 1939 Nr. Illa 2384 den höheren Verwaltungs­behörden übertragen. Zur Einführung geordneter Ver­kaufszeiten ergeht daher die nachstehende

Anordnung über die Ladenzeit.

§ 1 (Verkaufszeiten).

1. Lebensmittelgeschäfte haben ihre Verkaufs­stellen spätestens um 8 Uhr zu öffnen; der Ladenschluß !vird auf 19 Uhr festgesetzt.

2. Sonstige Geschäfte einschließlich der Lebens­mittelabteilungen in Warenhäusern haben wie vor dem 1. September 1939 üblich mit der Verkaufszeit zu be- ginuCn, spätestens jedoch um 9 Uhr. Der Ladenschluß dieser Verkaufsstellen wird festgesetzt:

a) in den Monaten April bis September auf 19 Uhr b) in den Monaten Oktober bis März auf 18 Uhr.

3. Für den Nacht- und Sonntagsdienst der Apo­theken verbleibt es bei der bisherigen Regelung.

4. Die Inhaber offener Verkaufsstellen sind ver­pflichtet, während der Verkaufszeiten ihre Geschäfte offenzuhalten.

§ 2 (Mittagsladenschluß).

1. Der Mittagsladenschluß ist nur noch den Le­bensmittelgeschäften gestattet; an Samstagen und Tagen vor Feiertagen ist der Mittagsladenschluß auch in diesen Geschäften unzulässig. Für alle übrigen Ver­kaufstellen einschließlich der Lebensmittelabteilungen in Warenhäusern ist der Mittagsschluß verboten.

2. Der Mittagsladenschluß der Lebensmittelge­schäfte wird auf 13 bis 15 Uhr festgesetzt. Die Inhaber offener Verkaufsstellen, die von diesem Recht Gebrauch machen, haben an der Außenseite ihres Ladens darauf hinzuweisen, daß von Montag bis Freitag von 13 bis 15 Uhr geschlossen ist.

3. Die Inhaber offener Verkaufsstellen haben dafür Sorge zu tragen, daß die für ihr Geschäft be­stimmten Güter auch während der Mittagspause ab­geliefert werden können.

§ 3 (Verlängerung des Ladenschlusses).

Der nach meiner Anordnung vom 19. Mai 1939, betr. Ladenschluß in ländlichen Gebieten verlängerte Ladenschluß bleibt in Kraft. In Stadtkreisen bedarf die Verlängerung des Ladenschlusses einer Ausnahme- bewilligung der Landesregierung.

§ 4 (Ausnahmen).

Abweichungen von dieser Anordnung bedürfen einer Ausnahmebewilligung der Landesregierung.

§ 5 (Inkrafttreten).

Diese Anordnung tritt am 20. Januar 1940 in Kraft.

§ 6 (Strafvorschrift).

Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung wer­den gemäß § 6 der Verordnung über Ladenschluß vom 21. Dezember 1939 (RGBl. I S. 2471) bestraft.

Darmstadt, den 15. Januar 1940. 420C

Der Rcichsstatthatter in Hessen Landesregierung. In Vertretung: Reiner.

Wird veröffentlicht.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen.

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die Handschuhe an sich nahm, ist' erkannt, u. wird gebeten, diese

wieder bei Schil­ling abzugeben.

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Samstag, den 27. Januar

SlmieraMasls- üöenö bei Kobel.

Die Turnstunden fallen bis zum Wiederbeginn der Schule aus.

DeutfcherAlpenvereiü Zweig Glefjen, Oberb.

Die Wanderung am Sonntag, 28. d.M. auf d. Dünsberg wird auf d.Febr.verschob.

Stadttheater

Freitag

20 bis 23 Uhr

17. Freitag -Miete Uraufführung

Csongor und Tünde

Schauspiel in 5 Aufzügen von Mihäly Vörösmarty. Aus dem Ungarisch, übertragen von Dr. F. Klein-Krautheim.

Spielleitung :Dr. Hannes Razum

Musik: Richard Boeck. [357D Preise: RM. 0.60 bis RM. 3.10.