Donnerstag, 25. April MV
Gießener Anzeiger
Der Vormarsch nördlich Lillehammer
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Presse unterbunden hatte, erschien schließlich in allen Blättern — meist an versteckter Stelle — eine kleine Notiz, von wenigen Zeilen, in der es hieß, die Behörden hätten die Ladung des Schleppkahns „Telemont" gemäß dem Donaustatut beschlagnahmt, weil sie nicht der in Sulina abgegebenen Deklaration entsprochen habe. Also kein Wort von dem gefährlichen Inhalt dieseL Kahns, kein Wort davon, daß es sich um ein englisches Fahrzeug handelte, das nur eine Einheit der großen Sabotageaktion darstellte. Im ganzen also eine Veröffentlichung, die dem Leser, der nicht ohnehin schon gerüchtweise von der Affäre gehört hatte, nicht das geringste zu sagen hatte. Uns scheint, daß es nicht genügt, immer wieder pathetisch seine Neutralität zu betonen, sondern daß ein neutrales Land auch einmal, wenn nötig, den Mut haben muß, Verletzungen dieser Neutralität öffentlich anzuprangern, auch wenn der Schuldige eine Großmacht wie England ist. Immerhin haben die Ufermächte Rumänien, Jugoslawien, Bulgarien und Ungarn sich durch den Vorfall veranlaßt gesehen ein Abkommen über den gemeinsamen Schutz der Donauschiffahrt zu schließen. Dennoch darf
Die aus dem Raum von Stavanger vor- gehenden deutschen Truppen haben starke Teile einer norwegischen Division zum Kamps gestellt und nach hartnäckigem Widerstand im Zusammenwirken mit der Luftwaffe entwaffnet. Die Gefangenenzahl beläuft sich auf vorläufig 50 Ofiziere und 1300 Wann. Bei dem Versuch, den Flugplatz Stavanger anzugreifen, wurden drei britische Flugzeuge von der deutschen Iagdabmehr 150 Kilometer südwestlich Stavanger erfaßt und nach kurzem Luft- kampf alle drei über der Nordsee a b g e s ch o s s e n.
Nordsee
britischen Zerstörer durch Bomben schweren
fen darauf die englischen Schiffseinheiten an. 1 Kreuzer erhielt einen Volltreffer schwersten Kalibers und sank, ferner wurden insgesamt 4 Volltreffer schweren und schwersten Kalibers auf leichte und schwere Kreuzer erzielt, auch 1 Zerstörer erhielt einen Volltreffer schweren Kalibers. Bei den Kreuzern handelt es sich unter anderen um Schiffe der Suffolk - Klaffe und London - Klaffe. Stoppen eines Schiffes, Schlagseite bei einem anderen, Zerstörungen an Bord und Oelflecke im Wasser wurden beobachtet.
Am früheren Morgen des 10. April stießen erstmalig englische Kreuzer und Zerstörer gegen Narvik vor. Der englische Angriff wurde abgeschlagen, 3 englische Zerstörer waren vernichtet und 1 Zerstörer schwer beschädigt.
19. April: Nördlich Narvik wurden feindliche Seestreitkräfte und Transportdampfer, die eine Landunasaktion vorbereiteten, durch Kampfflieger angegriffen und schwer getroffen. 1 U-Boot wurde durch Bombentreffer sofort versenkt. Im Skagerrak und Kattegat wurden wahrscheinlich 3 feindliche U-Boote vernichtet.
2 0. April: 1 Kreuzer und 2 Truppentransporter erhielten Volltreffer schweren Kalibers. Starke Rauchentwicklung aus den Schiffen und große Oelflecke im Wasser ließen die zerstörende Wirkung der Bombentreffer deuttich erkennen.
21. April: Bei dem Angriff deutscher Kampfflugzeuge auf englische Seestreitkräfte am 19. 4. wurden
1 weiterer Kreuzer sowie
2 weitere Truppentransportschiffe getroffen.
Bei Andalsnes wurde
1 Kreuzer mit einer Bombe schwersten Kalibers versenkt,
1 anderer Kreuzer erhielt von Flugzeugen Bom- bentteffer mittleren Kalibers, zeigte Stichflam- men und setzte sich anschließend auf Sttand.
An einer anderen Stelle wurde
1 Truppentransportschiff von 15000 Tonnen durch mehrere Bomben in Brand gesetzt,
1 weiterer Truppentransporter erhielt durch Bombeneinschlag starke Schlagseite.
2 2. April: Dor Namsos und Andalsnes wurde 1 britischer Zerstörer durch Fliegerbomben getroffen und
2 feindliche Handelsschiffe versenkt.
Bei der U-Bootsjagd im Skagerrak und Kattegat wurden 2 feindliche U-Boote vernichtet.
Berlin, 24. April. (DNB.) Deutsche Truppen haben bei ihrem schnellen Vordringen nördlich Lillehammer auch gestern wieder im scharfen Zugriff feindlichen Widerstand gebrochen. Unter den zahlreichen Waffen- und Waterialmengen, die dabei in deutsche Hand fielen, befanden sich auch 20 Wa- schinengewehre, sechs Tankabwehrbüchsen und eine Willion Schuß Jnfanteriemunition englischer Herkunft. Ferner haben die deutschen Truppen militärische Karten vom norwegischen Gebiet im Waßstab 1 : 100 000 erbeutet, die im britischen Kriegsmini st erium nach norwegischem Waterial nachgedruckt worden sind. Diese Karten sind ein weiteres Beweisstück für die von langer Hand vorbereitete britische Landungsaktion in Norwegen.
m ... , Bukarest, im April.
Wenn Rumänien auch unmittelbar vom Kriege verschont geblieben ist, so weiß es doch ein sehr realistisches Lied zu singen von den m i t t e l b a r e n Auswirkungen des Krieges auf einen neutralen Staat. Es hat nicht an Beeinflussungsversuchen und Einwirkungen gefehlt, um in diesem Raum Unruhe zu schaffen und die normalen Beziehungen dieses Landes zu seinen wichtigsten Wirtschaftspartnern zu stören. Am 22. März lancierte der Bukarester Reuter-Vertreter Lovell mehrere Nachrichten hinaus in die Welt, in denen zuerst behauptet wurde, der deutsche Gesandte, dann der Wirtschaftsvertrag- Sachverständige Clodius hätten an die rumänische Regierung ein Ultimatum wirtschaftlicher Natur gerichtet. Zweck dieses Ultimatums sei, den Rücktritt der Regierung Tatarescu zu erzwingen und damit Platz zu schaffen für eine Regierung unter dem Vorsitz Vaida-Voevods. Es erübrigt sich fast zu betonen, daß an dieser Ultimatumsmeldung kein wahres Wort war und daß die deutsch- rumänischen Beziehungen sich in einer Atmosphäre gegenseitiger Achtung und des Einverständnisses ab- wickeln, die jeden ultimativen Schritt schon rein begrifflich ausschließt. Die rumänische Regierung hat die einzig richtige Maßnahme ergriffen und den Urheber dieses Brunnenvergiftungsversuches fristlos ausgewiesen.
Eine Woche später, in den letzten Märztagen, I rief dann die Rede Molotows vor dem Obersten I Rat wegen der Rumänien betreffenden Stellen Be-
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Ein Reichskommisiar für die besetzten norwegischen Gebiete
Berlin, 24. April. (DNB.) Der Führer ernannte Oberpräsident Terboven zum Reichskommissar für die besetzten norwegischen Gebiete. Reichskommissar Terboven ist in dieser seiner Eigenschaft dem Führer unmittelbar unter- st e l l t.
Oie Einnnahme von Steinkjer.
Berlin, 24. April. (DNB.) Das planmäßige, erfolgreiche Fortschreiten der deutschen Truppenbewegungen in Norwegen wird durch einen bedeutenden Erfolg bestätigt. In Zusammenwirken von Seestreitkräften und Heeresteilen gelang es, den Ort Steinkjer nach Kampf zu besetzen.
Steinkjer hat durch seine Lage am Nordende des tief eingeschnittenen Trondheim-Fjord besondere Bedeutung. Die hier eingenommene deutsche Stellung sperrt die von Namsos über Grong nach Trondheim führende Eisenbahn und Straße. Die deutschen Truppen in Trondheim haben damit den von ihnen besetzten Raum außerordentlich erweitert und sich eine erhebliche Operationsfreiheit gesichert. Jeder Versuch, von Namsos aus entlang der Bahnlinie nach Süden vorzustoßen, trifft nunmehr bereits 100 Kilometer nördlich Trondheim auf deutschen Wider- stand, der durch die Geländeverhältnisse besonders begünstigt wird.
die Donau als Gefahrenpunkt nicht außer Acht gelassen werden. Die Donaustaaten sind sich darüber im klaren, daß auf einen feindlichen Akt der Westmächte hier das Deutsche Reich sofort eingreifen würde.
Deutsch-rumänische Wirtschafisvereinbarungen.
Berlin, 24. April. (DNB.) Der deutsche und der rumänische Regierungsausschuh für die Regelung der deutsch-rumänischen Wirtschaftsbeziehungen haben in Bukarest eine gemeinsame Tagung abgehalten, die heute mit der Unterzeichnung einer Reihe von Vereinbarungen, in denen das Ergebnis der Arbeiten der Regierungsausschüsse niedergelegt ist, ihren Abschluß gefunden hat. Beide Regierungsausschüsse haben eine Heberprüfung der Entwicklung des Waren- und Zahlungsverkehrs zwischen den beiden Ländern vorgenommen und eine Reihe von Waßnahmen vereinbart, durch welche die Durchführung der früheren Vereinbarungen erleichtert wird. Insbesondere ist dafür Sorge getragen worden, daß sich der Zahlungsverkehr reibungslos abwickelt.
Kalibers getroffen.
... April: Ein Kampffliegerverband griff in den Abendstunden feindliche Kriegsschiffe 200 Kilo- nordwestlich von Trondheim an.
Flugzeugträger wurde durch Volltreffer einer schweren Bombe schwer beschädigt.
schwerer Kreuzer durch zwei Bomben getroffen und bewegungsunfähig gemacht.
11. April: In Narvik haben englische Seestreitkräfte versucht, in den Hafen einzudringen. Bei der erfolgreichen Abwehr wurden
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Von unserem Dr. H.-Korrespondenien.
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Englands Kriegsschiffsverluste feit Beginn der Norwegenaktion
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Die korrigierte Verlustliste.
Die amtliche deutsche Uebersicht über die englischen Kriegsschiffverluste im norwegischen Raum muß selbst denjenigen Leser in Bewunderung versetzen, der die Wehrmachtsberichte täglich und aufmerksam gelesen hat. Nur wenige dürften sich in privaten Aufzeichnungen eine Zusammenstellung der gemeldeten englischen Verluste gemacht haben. Dementsprechend kann man sich vorstellen, welche durchschlagende Wirkung die amtliche deutsche Uebersicht auf das gesamte Ausland, vor allem aber auf diejenigen ausländischen Kreise haben müßte, die in gewohnter Hörigkeit auch wieder auf die letzte amtliche Londoner Lüge hereingefallen waren, wonach England seit Kriegsbeginn nur 17 — siebzehn — Schiffe verloren haben will. Diese lächerliche Behauptung, deren Verlogenheit jedermann im Auslande an Hand der Tatsachen ohne weiteres nachprüfen konnte, war noch keine 24 Stunden alt, als die deutsche Veröffentlichung über die englischen Kriegsschiffverluste wie eine Bombe in die englischen Lügen hineinfuhr. Die Wirkung dieser Veröffentlichung wird noch besonders dadurch verstärkt, daß die deutsche Uebersicht nicht wie jene englische Behauptung die Zeit vom 3. September vergangenen Jahres an, sondern nur d i e Zeit seit dem 10. April berücksichtigt! Die Engländer geben 17 Kriegsschiffe als ausgefallen zu. Der deutsche Nachweis ergibt insgesamt 57 Kriegsschiffe aller Art. Das ist fast das Dreieinhalbfache dessen, was Churchill und Chamberlain ihrem Volk zu gestehen wagen!
Diese 57 englischen Kriegsschiffe, vom Schlachtschiff bis zum Transporter, sind entweder versenkt oder in Brand geworfen oder schwer beschädigt, auf jeden Fall also entweder ganz oder für längere Zeit aus dem Verband der britischen Flotte ausgeschieden. Ein besonderes Beispiel für englische Verlogenheit ist dabei die Zahl der Kreuzer. Nach dem amtlichen englischen Nachrichtenbüro hat England überhaupt keinen Kreuzer verloren — nach dem deutschen Nachweis sind es 5 und 8, zusammen also 13.
Wir begreifen vollkommen, warum die englische Regierung eine so grenzenlose Scheu hat, die wahren britischen Verluste fortlaufend bekanntzugeben. Denn erstens folgen ja diese Verluste viel zu schnell aufeinander, als daß man sie dem planmäßig belogenen englischen Volk zumuten könnte, und zweitens muß ja vor den Engländern selbst und vor der übrigen Welt die längst überholte Fiktion aufrecht erhalten werden, daß England „die Meere beherrscht" usw- Gerade jetzt ist in einem Teil der amerikanischen Presse, in den Blättern des Hearst- Konzerns ein Artikel erschienen, der die bemerkenswerte Feststellung trifft, daß England feine angebliche Beherrschung der See bis zur Stunde gegenüber Deutschland noch immer nicht bemie» s en hat! Churchill hat es zwar immer für ein Grundgesetz seiner Strategie erklärt, er werde die englische Flotte zurückhalten, um sie in ihrer gewaltigen Unüberwindlichkeit beim Finale einsetzen zu können. Dies Grundgesetz ist aber seit dem 9. A^ril erheblich durchlöchert worden. Churchill muß der englischen Flotte das Risiko aufbürden, sich in die
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und durch Volltreffer versenkt.
14. April: Bei dem Großangriff englischer Seestreitkräfte auf Narvik wurde 1 Zerstörer (Cos- sack) in Brand geschossen und strandete. Der Zerstörer „Eskimo" sowie weitere Zerstörer wurden desgleichen schwer - beschädigt und vernichtet. Bei einem Zusammenstoß deutscher und britischer Seestreitkräfte am 9. 4. wurde der britische Schlachtkreuzer „Renown" beschädigt. Ein deutsches U- Boot hat nördlich der Shetlands einen Kreuzer der Glasgow -Klaffe torpediert. U - Jagdverbände vernichteten im Skagerrak drei feindliche Unterseeboote.
15. April: Im Skagerrak vernichteten unsere dort operierenden Streitkräfte 2 weitere feindliche U-Boote. v ,
16. April: Am 15. April wurde 1 britischer Kreuzer vor der norwegischen Küste von deutschen Kampfflugzeugen angegriffen und von schweren Bomben getroffen. Der Kreuzer blieb zunächst mit starker Schlagseite liegen und sank darauf.
17. April: Ein deutsches U-Boot ^versenkte nordöstlich der Shetlands
1 Zerstörer der Tribal-Klasse,
1 großes Transportschiff wurde durch Volltreffer schwer getroffen,
1 U-Boot wurde versenkt.
18 April: Stavanger wurde in den Morgenstunden des 17. 4. durch britische Kreuzer aus weiter Ferne beschossen. Deutsche Kampfflugzeuge gnf-
Berlin, 24. April. (DNB.) Die englischen und französischen Lügenzentralen haben den Versuch unternommen, die erfolgreichen Operationen der deutschen Wehrmacht und der Marine im norwegischen Raum in englisch-französische Erfolge umzu- f ä l s ch e n. — In den Rahmen dieser durchsichtigen Manöver gehört auch der Versuch, die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht über britische Kriegsschiffsverluste abzuleugnen bzw. zu verschleiern. — Das Reuter bur o uerftieg sich in einer, wie es hieß, „aus amtlicher Quelle stammenden Zusammenstellung", sogar so weit, daß es die geradezu frivole Behauptung aufstellte, kein englischer Kreuzer sei bisher verloren gegangen. — Entgegen diesen Behauptungen ergibt sich aus den Berichten des Oberkommandos der Wehrmacht allein seit dem 9. April f o l - gende Uebersicht über die Verluste bzw. Beschädigungen britischer Schiffe durch Angriffe der deutschen Luft- und Seestreitkräfte:
Zusammenfassung.
Versenkt bzw. in Brand gesteckt:
tows, daß die Sowjet-Union nie auf Bessarabien verzichtet habe, deutete man schließlich als eine Unverjährbarkeitserinnerung. Um so freudiger begrüßte man die Stellen der Molotow-Rede, die von der Friedenspolitik der Sowjetunion sprachen. „Wir wollen aus der Rede Molotows nur das zurückbehalten, was uns einander nähert, das heißt unser beiderseitiges Bestreben, den Frieden unter den Völkern und die Sicherung unserer Länder in strengster Neutralität zu wahren", schlotz die halbamtliche „Romania" versönlich die Aussprache al).
In die letzten Märztage fiel auch ein in zahlreichen amerikanischen Blättern erschienener Bericht der Associated Preß aus Bukarest, dessen Verfasser wissen wollte, daß die Türkei den Westmächten gestattet habe, mit ihren Kriegsschiffen d i e Dardanellen zu passieren. Die außergewöhnlich scharfe Stellungnahme der zuständigen türkischen Stellen und der türkischen Presse gegen die Nachricht machte sehr bald deutlich, daß auch an ihr nichts Wahres war. In der Tat ging die Sensationsmeldung auf einen Versuchsballon zurück, den das in französischer Sprache und im Geist der Westmächte abgefaßte nicht allzu bedeutende Bukarester Blatt „Le Moment" einige Tage vorher hatte steigen lassen.
Einen gewissen Anlaß zur Beunruhigung gaben die seit Ostern sich wieder häufenden Petroleumbrände im Ploestier Erdölgebiet. Zwar haben die rumänischen Behörden einen ausgezeichneten Ueberwachungsdienst zum Schutze dieses wichtigsten Faktors des rumänischen Volkoermögens eingerichtet, aber es ist praktisch unmöglich, neben jede Sonde, in jeden Winkel einer Raffinerie und zu jedem Kesselwagen einen Gendarmen zu stellen. Mochten Optimisten diese Kette von kleinen Explosionen noch als eine zufällige Häufung von Unglücksfällen ansehen, so bewies doch ein anderes Ereignis in den ersten Apriltagen unzweideutig, daß von interessierter Seite bewußt Sabotageakte großen Stils unternommen wurden.
Die Rolle der Donau als der großen Wirtschaftsstraße zwischen dem hochindustriellen Deutschen Reich und den agrarischen Südostländern bedarf keiner Hervorhebung. Es ist daher kein Wunder, daß die Westmächte manches wagen würden, wenn sie diesen Austauschweg sperren könnten. Sabotageversuche sind daher wiederholt unternommen worden. In 80 Kilometer Laufes zwischen Jugoslawien und Rumänien durchfließt der Strom vier Klippen- fnfteme, in denen Engpässe und Stromschnellen enge Fahrrinnen freilassen. Im Kasan, einem dieser Klippensysteme, ist der mächtige Strom stellenweift nur hundert Meter breit, und im Giemen 'lor wird eine Fahrrinne künstlich offengehalten. Wenn hier eine Sprengung gelänge oder em Schiff verftnri würde, so könnte die Schiffahrt für längere Zeit unterbrochen werden. f( „
Am 6. April wurden nun fünf englische Schlepper mit neun Kähnen, die d o n au a us - wärts fuhren, bei Giurgiu von rumänischen Behörden angehalten. Bei der Einfahrt m die Donau in Sulina war der Inhalt der Kahne als Konserven und Maschinenersatzteile für Budapest deklariert worden Durch die Indiskretion von Besatzungsmu- gliedern aber wurde bekannt, baß sich um , ganz andere Dinge handelte. Bel der Unter- suchung stellte sich nämlich heraus daß die harmlosen Konserven und Maschinenteile in Wirklichkeit Sprengstoffe, Revolver, Mascymengewehre, Schiffskanonen und dergleichen nette Dmge die Besatzungmitglieder aber mit Sonderpassen versehene englische Spezialsoldaten, Dfh3iere “ $
irisches Personal waren. Die Expedition hatte, sich dann bei der Untersuchung h.^ausstellte die Aufgabe, die Donau an einer Reihe von Stelle für den Wirtschaftsverkehr u n b r a u ch b a r zu machen. Der Inhalt der Kähne wurde beschlagnahmt: Sechzehn Lastwagen wurden damit beladem Die Schlepper und Kähne selbst wurden wieder ionauabroärts dirigiert und die über hundert Man Besatzung aus Rumänien ausgewiesen.
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___ April: Bei der Ueberwachung der Nordsee überraschten deutsche Kampfflugzeuge zwei auf-- ge tauchte fahrende britische U-Boote. Beide U- Boote wurden mit mehreren Bomben angegriffen
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10 April: Britische Seestreitkräfte und Transportschiffe wurden gestern in den spaten Nachmit- tagsstunden von der deutschen Luftwaffe angegr s- fen und vernichtend geschlagen. Fast alle feindlichen Kriegsschiffe erhielten Volltreffer schweren Kalibers, einzelnen wurden getroffen:
Schlachtschiffe mit je 2 oder 3 Bomben, Schlachtkreuzer nut je einer Bombe, schwere Kreuzer mit zwei bzw. einer Bombe, schwerer Kreuzer wurde mit Bombentreffern in Brand gesetzt, . . , 0
Transportschiffe wurden mit je einer Bombe


