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Donnerstag, 25.)anuar MO

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190. Jahrgang

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England zu dem Verlust desExmouih".

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^J!"T habe i>en Ansche n « - den, daß den unhaltbaren Zuständen bei der Mili-

törintenbantur ein Ende gemacht werde,

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London. 24. Jan. (Luropapreß.) 2Hit dem AlottillenführerExmout h". dessen Verlust von der britischen Admiralität in der Rächt zum Mitt­woch bekanntgegeben wurde, hat England seit Kriegsausbruch bereits fünf Zerstörer ver­loren. Beunruhigung ruft es in der englischen Oeffentlichkeit hervor, daß wieder, wie im Falle des vor wenigen Tagen verloren gegangenen Zer­störersGrenville" die Admiralität zugeben mußte, nicht zu wissen, ob das Schiff durch Torpedo oder Mine zerstört wurde. Ferner hat es be­sorgte Kommentare ausgelöst, daß man nach dem Bericht der Admiralität mit dem Verlust der

n nord« lnehmei, Amerika

Berlin, 24. Jan. (DJIB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht versammelte am Mittwoch Offizieranwärter des Hee­res und der Luftwaffe im Sportpalast, die vor ihrer Beförderung zum Offizier stehen und nach Abschluß ihrer Ausbildung wieder zu ihren Front­truppenteilen gehen. Der Führer sprach, ausgehend von Sinn und Lebensnotwendigkeit des Kampfes unseres Volkes, von den Pflichten und Auf­gaben des Offiziers in der national­sozialistischen Wehrmacht. Am Gedenk-

Der Zerstörer ,.L x m o u t h" ist ein führer und von gleicher Bauart wie der gen Tagen versenkte Flottillenführer

Flottillen- vor weni- G r e n -

17 5 Mann starken Besatzung mouth" rechnen muß.

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Rotte»rdarn, 24. Jan. (DNB.) Die .Wohl­fahrtsvereine in Portmouth, voran derKöniglich Seemännische Wohlfahrtsverein", treten mit bitte­ren Klagen an die Oeffentlichkeit, daß die Regie­rung die Hinterbliebenen der gefalle­nen Matrosen völlig vernachlässige. Zu Hunderten kämen diese Opfer des Krieges schon jetzt zu den Wohlfahrtsvereinigungen, um sich dis notdürftigsten Unterhaltsmittel zu erbetteln. Es fei unwürdig, so erklären die Vereine, Frauen und Mütter von gefallenen Seeleuten auf Kriegs- und bewaffneten Handelsschiffen derart unter den Fol­gen einer Katastrophe wie den Verlust des Ernäh­rers ein Leben lang bu ch st üblich darben und hungern zu lassen. Einige Witwen, deren Männer ein Pfund täglich als Seeleute verdienten, werden mit einer Witwenpension abgespeist, die zwischen einem und zwei Schilling für die ganze Woche liegt.

ville". Der Zerstörer, der im Jahre 1934 erbaut wurde, 1415 Tonnen groß war und eine Geschwin­digkeit von 36 Seemeilen erreichte, hatte als Be­waffnung acht Torpedorohre, fünf 12-cm-Geschühe und sieben Maschinengewehre. Die Länge betrug 103 Meter, die Breite 10,4 Meter. Die B e - s a h u n g, die 175 Mann stark war, ist allem An­schein nach in voller Stärke zusammen mit dem Zerstörer untergegangen.

fen." Der demokratische Senator Reynolds machte die Aufhebung der Waffensperre für Eng­lands dreistes Verhalten verantwortlich und ver­langte Vergeltungsmaßnahmen gegen die­ses Land, das die freundschaftliche Haltung der Ver­einigten Staaten ausbeute.

Der norwegische 4000-Tonnen-DampferS y d - f r o l d" aus Hagesund ist an der schottischen Küste gesunken. 19 Mitglieder der Besatzung sind von einem anderen norwegischen Dampfer gerettet wor­den. Fünf Seeleute werden vermißt.

Schwere Mängel in der französischen Truppenversorgung

ockey. isch-Pkii. en, im Rahmen klinisch, hmen zu

Der Führer spricht zu 7000 Osfizieranwärtern. Fr eörich der Große das Vorbild bester Soldatentugenden.

släuser Lang.

In Paris und an der Themse reagierte man zwar sehr sauer darauf, man empfand die Ver­wirklichung Großdcutschlarchs als den bisherigen politischen Methoden entgegengesetzt, konnte aber nichts machen; so kam es zu München, und zum deutsch-englischen Verständigungsabkommen. Es schien, als ob die deutsche Interessensphäre unter dem Druck der Ereignisse von England und, wie auch der Abschluß des deutsch-französischen Abkom­mens von Paris am 6. Dezember 1938 zeigte, auch von Frankreich anerkannt würden. Denn diese Ver­ständigungsabkommen mit Deutschland konnten nur den Sinn haben, daß England seine Interessen lediglich im Empire und Frankreich seine Lebens- interessen ausschließlich im französischen Kolonial­reich suchte, so daß im europäischen Osten die Ver­sailler Politik endgültig ausgeschaltet sein sollte. Darüber konnte kein Zweifel bestehen! Der fran­zösische Ministerpräsident D a l a d i e r hat dieses Desinteressement" auf dem radikalsozialistischen Parteitag von Marseille im Oktober 1938 ganz klar ausgesprochen, und der französische Außenminister Bonnet hat bis in das Frühjahr 1939 durchaus anerkannt, daß Frankreich auf die Befolgung, seiner

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Urlaub am Rhein

Von unserem E.M.°Korrespondenien.

Panze-sch ffDeutschland" wieder in der Heimat.

Ter Wehrmachtsbericht vom Donnerstag.

Berlin, 25. Januar. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Jm Westen keine besonderen Ereignisse.

Luftwaffenverbände führten Jagdeinfähe an der Westfront und Aufklärungsflüge gegen Großbritannien durch.

Das PanzerschiffDeutschland", das feit Kriegsausbruch Handelskrieg in den Atlantischen Gewässern geführt hat, ist vor einiger Zeit in bie Heimat zurückgekehrt.

Dem Packeis entronnen.

Neue Abenteuer

der russischen Eisbrecher in der Arktis.

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England läßt Matrosenmütter und -Witwen verhungern Die Wohlfahrtsvereine in portmouth decken einen Riesenskandal auf.

tage des großen Königs stellte der Führer Fried­rich den Großen und seine Soldaten als Vor­bild bester Soldatentugenden hin. An dem Appell nahmen auch die Junker der ff- Verfügungstruppe feil.

Die von den 7000 jungen Soldaten mit Begei­sterung aufgenommenen Worte des Führers lieh Generalfeldmarschall Göring in einem nicht endenwollenden Sieg-Heil auf den Ersten Soldaten des Reiches ausklingen.

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Als besonders rücksichtslos wird es empfunden, daß verschiedenen Müttern und Vätern von Matro­sen, die mit derRoyal Oak" unter- gingen, die Gewährung einer Pension glatt abgeschlagen wurde. In zahlreichen Fällen versuchte bie britische Admiralität sogar, von den Witwen der Besatzungsangehörigen derRoyal Oak" einen Teil der gezahlten Familienunterstützung wieder einzuziehen, da die Mannschaften im voraus gelöhnt würben und beim Unter­gang berRoyal Oak" der Löhnungstermin noch nicht abgelaufen gewesen sei.

So behanbelt also bie englische Oberschicht, bie sich selbst ben ganzen Ueberfluß bes Weltreiches zuzuleiten versteht, bie eigenen Staatsangehörigen nicht besser als bie Neger, Inder unb bie anderen, bie sie für sich kämpfen läßt, immer natürlich im Zeichen berFreiheit" unb derwahren Humani- 1 tat".

©er britische Postraub.

Scharfe Worte im amerikanischen Senat.

Washington, 24. Januar. (DNB.) Im Sun» bessenat würbe die anmaßende Haltung Großbri­tanniens in der Frage ber Postzensur als eine grobe Mißachtung der amerikanischen Interessen aebrandmavkt. So sprach ber Demokrat Mead von einererniedrigenden Demütigung Amerika s". England habe sich nicht gescheut, bas amerikanische Außenamtals Fußmatte zu benutzen". Der Senator forderte bann unter Be­zugnahme auf bie Tatsache, daß gerade Ber­muda der Schauplatz des neuesten britischen Ueber- griffes war, England solle bie Bermuba-Jnseln unb seine übrigen Besitzungen biesseits bes Atlanttks als Abzahlunaauf die alten Kriegsschul­de n an die Vereinigten Staaten a b t r e t e n. Es sei tatsächlich zwecklos, weiterhinparfümierte Pro­testnoten" abzuschicken. Was England verstehen würde, wäre ein wenig von jener vielleicht etrpas altmodischen Diplomatie, deren sich der amerika­nische Präsident Jackson in ähnlichen Fallen be­diente. Als die Franzosen seinerzeit ihre Schulen nicht zahlen wollten, habe Jackson kurzerhand bv Besetzung französischer Besitzungen angedroht Aehn- lich sollte Amerika jetzt auch verfahren. Senator Lundeen warf darauf ein:hieraus wurde fein Krieg entstehen. England wird nicht einmal mit dem augenblicklichen Krieg fertig imb schreit, Amerika solle herüberkommen und den Krieg gewinnen Yel-

ablehnte.

In Deutschland gelangte mit dem nationalen Durchbruch im Frühjahr 1933 eine Führung an die Regierung, die bie tiefste Sehnsucht des deutschen Volkes verkörperte und nunmehr folgerichtig daran­ging, die gewaltsamen Interessensphären dieser Westmächte über Deutschland und in Europa abzu­bauen. Die Befreiung ber Saar war ber Auftakt, dann kam die Wiedergewinnung der unbeschränkten deutschen Souveränität über die deutschen Rh ein - lande, die Einbeziehung der Ostmark und schließlich Sudetendeutschlands sowie die Schaffung des Pro­tektorats Böhmen und Mähren. Damit war in Wirklichkeit die destruktive Ideologie von Versailles glatt zusammengebrochen. Die französische Inter­essensphäre über deutsche Gebiete waren verloren­gegangen, die Tschecho-Slowakei, als ein Sporn in die deutsche Ostflanke, war fortgebrochen.

Die V i e h p r e i s e seien durch das v^rstu^n^ lose Vorgehen beim Einkauf durch die Militärbe­hörde sprunghaft in die höhe g e_t r i e worden ^So sei der Preis für ein Paar Dttfen oon 5000 auf 13 000 Franken gestiegen, was schwere Rückwirkungen auf die Fleischpreise m den Stad en haben müßte, zumal bei dem letzigen Vorgehen eine weitere Steigerung auf 20 000 Franken HU b AI ten sei. Ein Oberst habe 300 Paar Schuhe stir seine Leute verlangt, die einen Monat ^ vorder­ster Linie gestanden hatten. Die Schuhe seien auch eingetroffen, hundert Paar hiervon seien ie $ i klein gewesen, daß sie allenfalls für f u n f Z $ ' jährige Kinder hätten Verwendung m^n können. Bei einem Truppentell m Vogesen sei es unmöglich gewesen, trotz strenger Kalte wo Hosen an Stelle ber sommerlichen Leinenhosen zu erhalten. Einer anderen Abteilung, die Winterk

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JnfereffenWren."

England betrachtet bekanntlich die ganze Welt als seineInteressensphäre". Wenn irgend­wo ein wirtschaftliches oder politisches Ereignis ein­tritt, das der englischen Plutokralle nicht genehm ist, kommt unweigerlich derBig stick, der dicke Knüppel, der den Widerstrebenden dieses englische Dogma einbläut. Frankreich hatte seine angemaßte Vorherrschaft wenigstens über das europäische Festland durch das Aufkommen der jungen Völ­ker verloren. Es hatte unmittelbar nach dem Ver­sailler Vertrag, der ganz Europa zu einer englisch- französischen Interessensphäre machte, infolge der Unmoral dieses Vertrages Stück für Stück von seinem sogenannten Prestige abblättern sehen. Ruß­land wandte sich von Europa ab, in Italien kam der Faschismus ans Ruder, der jede englische oder französische Eimischung in feine Interessen schroff

gen wegen ber ungenügenden Versorgung der Drup- pen mit Kleidung und Lebensmitteln jetzt gegen­standslos geworden feien. In Wirklichkeit fei bies jedoch nicht der Fall. Es werde darüber geklagt, baß die Truppen im Felde vielfach Brotvon schlechter Beschaffenheit empfangen, ob­wohl in Frankreich gutes Getreide in genügenden Mengen vorhanden sei. Bei den Requisitionen durch bie Militärbehörden hätten sich schwere Miß­stände gezeigt. So habe man z. B. bie Vaueni strömendem Regen zur Ablieferung des requirierten Heus antreten taffen, was zur Folge gehabt habe baß bas Heu in feuchtem Zustande verpackt wurde und faul und verschimmell bei der Truppe eintraf, wo es zur Fütterung der Pferde verwendet werden

Köln, im Januar 1940.

Viele Ostdeutsche stehen jetzt im Westen, manche von chnen sind zum erstenmal am Rhein, und hin und wieder trifft man Angehörige von Soldaten, die ben Urlaub bes Mannes, Sohnes ober Bru­ders gemeinsam mit dem Urlauber im Westen ver­leben, anstatt daß die Soldaten selber bie Fahrt in bie Heimat antreten. So gewinnt man fast fünf Tage Zeit, benn von Aachen nach Königsberg braucht man mit ber Bahn etwa 36 Stunden.

Wir fahren also nach Westen, und unsere Reise­genossen werden allmählich neugierig. Sie erwarten gewiß Sensationen, sobald wir uns demOpera­tionsgebiet" nähern. Noch einmal hält ber Zug in einer westdeutschen Stabt bes Hinterlandes. Sol­daten steigen ein und erzählen einem Kameraden von dem großartigen Reservelazarett, das sich hier in der Etappe befindet. 72 Aerzte stehen hier zur Verfügung, meist sind esSanitätssol­daten", hinter deren schlichten Namen und dem ebenso einfachen Soldatenrock sich bekannte und be­deutende Fachärzte, Universitätsprofessoren, For- scher verbergen, die alle für die Heilung von ver­wundeten unb erkrankten Soldaten eingesetzt find.

Ganz begeistert ist ber entlassene Patient:Auf meiner Station gab es nur Einzelzimmer, hübsch eingerichtet, alles natürlich blitzend von Sauberkeit. Hervorragende Schwestern stehen den Aerzten zur Seite, auch einige aus dem Deutschen Hospital in London, die rechtzeitig nach Deutschland gekommen sind. Auf meiner Station war ein jüngerer Sani­tätssoldat Chefarzt, der in seinem Zivilberuf in einem großen deutschen Werk ein Laboratorium mit vielen Assistenten leitet." Immer wieder kam er im Laufe der Fahrt aufsein" Lazarett zurück, das er nicht genug preisen konnte. Man sah den mitreisen­den Frauen an, wie sie interessiert zuhörten und sich wohl hn Stillen dachten:Wie gut, daß man das weiß, daß unsere Soldaten es auch in dieser Beziehung gut haben."

Der Zug rollt gen Westen ... Die ersten Hoch­öfen haben wir passiert, ein ungewohnter Anblick für bie Reisenden, die aus ländlichen Bezirken kom­men, vor allem für die Ostpreußen, bie nun im bergischen Lanb bie hübschen bergischen Häuser mit den leuchtend grünen Schlaglöde« an schwarz-wei­ßen Fachwerkhäusern bewundern. Unb dann kommt das schöne Weizenland, bie Felder alle gut bestellt.

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhefsen

Druck und Verlag: vrühlsche Univerfiiälrdruckerei N.Lange in Stehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7________

obwohl bie Männer fort sind. Mit fachmännischen Augen wirb das Land betrachtet. Die Ostpreußen taunen:Es sieht gar nicht nach Winter aus."

Wann kommen wir ins O p e r a t i o n s g e- b i e t?" So wirb gefragt, unb der Rheinländer im Abteil schmunzelt unb meint:Da sind wir schon eine ganze Weile drin."Man merkt ja aber nichts bavon." Unb nun wollen sie es wissen, wie es denn in den Stäbten aussieht. Sie staunen, als ihnen erzählt wirb, daß bis auf das Fehlen ber Straßenbeleuchtung alles ist wie sonst. Jetzt aber geht der Schaffner durch den Zug:Ab X bleiben bie gen ft er geschlossen." Das ist das erste Zeichen des Ungewöhnlichen, aber es fragt doch keinerWarum?"

Langsam fährt der Zug über eine Rhein- brücke, und bie Ostpreußen brängen sich an ben Fenstern: Der Rhein! Gewaltig breit ist das Bett noch vom wochenlangen Regen. Mit feuchten Augen blicken bie Frauen auf ben Strom: Deutschlands Symbol, an dessen Ufern ihre Männer bie Wacht halten. Unb nun läuft der Zug in bie Halle des Kölner Hauptbahnhofs ein. Das Rote Kreuz steht zur Verfügung, bie NSV. steht zur Hilfe bereit, ein undurchdringliches Gewimmel von Zivil- und Militär füllt die zahlreichen Bahnsteige. Schließlich ist ber Ausgang erreicht, unb bie Ost­preußen stehen vor b e m Dom, der aus ben winzigen Bauhütten an feinem Fuße schier in den Himmel hinaufragt. Die wertvollen Glasfenster sind verkleidet. Die Portals mit den herrlichen Figuren wurden mit Holz verschalt, Dunkel herrscht im mäch­tigen Kirchenschiff. .

Die Dämmerung sinkt auf die Stadt, schnell wird es dunkel in den schmalen Gäßchen der Altstadt, die zum Teil vollkommen in Abbruch steht, überall wird gebuddelt, abgebrochen, neue Straßenzüae ent­stehen im Zuge der Umgestaltung des gesamten Stadtbildes von Köln. Konditoreien unb Gaststätten sind gestopft voll Menschen, bie Hotels sind gut be­setzt. ,j)eute kommen die Auswärtigen nicht mehr mit den Autos, um ihre Einkäufe zu machen und dann wieder heimzufahren", erklärt uns ein Wirt, ..jetzt scheuen sie die Heimkehr im Dunkeln und übernachten bann lieber hier. Und manche verleben auch ihren Urlaub mit ihren Angehörigen in Köln." Womit sich der Ring unseres Berichtes schließt.

Moskau, 25. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Blätter bringen Berichte oon der Arktis-Expedition der EisbrecherJoseph Stalin" undS e - d o w". Die Eisbrecher waren an den Rand der Packeiszone im Nordosten von Spitzbergen durch- gebrochen und hatten dort von dem Dampfer S t a 1 i n g r a d", ber ihnen entgegengefahren war, Kohle auf offener See zu übernehmen versucht. Jn- olge hohen Seeganges war dies jedoch nicht mög­lich, und so hatte ber Expeditionsleiter Papanin angeordnet, für Uebernahme der Kohle noch einmal einige Seemeilen weit in die geschützte Packeiszone zuruckzufahren, da die Eisverhältnisse günstig zu ein schienen.

Doch nach ganz kurzer Zeit veränderte sich, wie dies in der Arktis häufig ber Fall ist, die Lage völlig. Der ,Joseph Stalin" wurde zusammen mit dem DampferStalingrad" erneut von den Eismassen ein geschlossen und konnte nur nach 20 stündigem Kampf mit dem Eis der Pack­eiszone wieder entrinnen. DerSedow" war die­sem Abenteuer entgangen, da er in ben freien Ge­wässern geblieben war. Inzwischen haben beide Eisbrecher ihre Fahrt fortgesetzt und über­nehmen nunmehr Kohle im Hafen von Barents ......-...... v----------

bürg (Spitzbergen). Van dort aus wollen die Eis-1 Versailles-Methoden in Osteuropa Verzicht geleistet brecher den russischen Nordatlantikhafen Mur- habe. An und für sich wäre dieser Verzicht auch mansk anlaufen. Iselbstverständlich gewesen, denn weder Frankreich