Ausgabe 
24.1.1940
 
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darüber klar, daß man e r st a m A n f a n g der wirt» schaftlichen Leiden im allgemeinen und der Außen» Handelsstörungen im besonderen steht. Das reiche England hat die neutralen Länder nicht nur in bezug auf Lieferungen (Kohle und Eisen), sondern auch in bezug auf Warenbezüge im Stich g e« lassen. Die Londoner Regierung hat für eine Reihe neutraler Erzeugnisse Einfuhrverbote erlassen, so für schweizerische Uhren und Stück­waren. Es ist bestrebt, den Neutralen die Lage so weit wie möglich zu erschweren. Der Zweck ist der, daß die Neutralen allmählich weich werden, sich den britischen Wirtschaftskriegswünschen gefügig zeigen und möglichst offen für die Alliierten Partei ergreifen sollen. Natürlich weiß man in London ganz genau, daß sich Deutschland eine Mitwirkung der Neutralen bei der gegen Deutschland gerichteten Blockade nicht gefallen lassen wird. Aber auch hier handelt England nach dem Satz, daß es keine bil­ligere Kriegführung geben kann als die mit dem Gut und Blut anderer. Ein besonders eindrucksvol- les Bild von den wirtschaftlichen Folgen, die Groß­britanniens rücksichtslose Blockade für die Neutra­len gehabt hat, bieten die Verkehrszahlen in den belgischen und niederländischen Nordseehäfen. Wäh- reno in der Zeit von September bis November 1938 im Antwerpener Hafen über 3000 Schiffe einliefen, stellte sich diese Zahl in der gleichen Zeit des Jahres 1939 auf weniger als 1000. Der Ton­nengehalt der im niederländischen Hafen Rotter­dam einlaufenden Schiffe ermäßigte sich von 3,2 Millionen Bruttoregistertonnen im August 1939 auf knapp 0,8 Millionen Bruttoregistertonnen im Okto­ber 1939. Dazu kommen die schweren Verluste an Schiffsraum, welche die Neutralen durch die briti­sche Minensperre und durch den von den Alliierten heraufbeschworenen Seekrieg erlitten haben und weiter erleiden.

Die Engländer machen es nicht anders als Jene Nürnberger, die auch keinen henkten, sie hätten ihn denn. Es ist selbstverständlich, daß die Neutralen jedes Mittel benutzen, um ihren Außenhandel auf­recht zu erhalten. Mit fast ollen benachbarten Län­dern hat Deutschland Abmachungen über die Fortsetzung des Warenaustausches mindestens auf dem bisherigen Stande getroffen. Die Verhandlun­gen der Neutralen mit Großbritannien dauern be­reits Monate und haben immer noch kein Ergebnis gehabt. Der englische Blockademinister Croß hat im Londoner Unterhaus erklärt, daß England ein über die ganze Welt reichendes Informationsnetz besitze und feststellen könne, wo ein neutraler Kauf­mann Deutschlandbegünstige". Herr Croß sieht auch die Fortsetzung des Handels auf Vorkriegs­basis alsBegünsttgung" an, die er nicht dulden will.

Großbritannien hat entgegen allen internattona­len Uebereinkünften das Kaperrecht gegenüber allen Waren deutschen Ursprungs verfügt, gleichgültig ob das Besitzrecht an ihnen inzwischen auf Neutrale übergegangen ist ober nicht. Als Zweck dieser Maß­nahme wurde es bezeichnet, Deutschland die Aus­landseinkünfte zu verkümmern und ihm damit die Kaufmöglichkeiten zu schmälern. In Wirklichkeit bringt Großbritannien die neutralen Staa­ten in ernste Verlegenheiten. Es nimmt ihnen wie beispielsweise den Niederlanden die Mög­lichkeit, überseeische Gebiete mit Industrieerzeug­nissen zu versorgen.

Gegen die Handelsstörungen, die Großbritannien den nicht am Kriege beteiligten Ländern bereitet, sind besonders die großen Länder: Italien, Sow­jetrußland und Japan mit scharfen Protesten her- öorgetreten. Auch die amerikanische Union hat gegen die ihr zugefügten Außcnhandelsstörungen Ver­wahrung eingelegt. Um die Mitte des vorigen Jahr­hunderts hat ein angesehener französischer Seekriegs­rechtler die Hoffnung geäußert, daß sich die Neu­tralen zu gemeinsamer Wahrung ihrer Außenhan­delsinteressen gegenüber der brutalen britischen Wirtschaftskriegfnhrung zusammenschließen möch­ten. Noch versuchen die Neutralen, getrennt ihre doch recht gleichlaufenden Interessen zu vertei­digen. Das hat ihnen nichts anderes eingetragen als weitere ungeheuerliche Steigerungen in den bri­tischen Zumutungen. Wenn Deutschland sich nicht den geringsten Verstoß der Neutralen gegen echte wirtschaftliche Unparteilickkeit gefallen läßt, leistet es nicht nur den Neutralen, sondern auch dem ge­samten internationalen Wirtschaftsverkehr einen Dienst. Cr.

Ne HeuHen provoziert.

Llandinavische Blätter weisen Churchills Anrempelung scharf zurück.

Stockholm, 23. Ian. (Europapreß.) Scharf greift die Stockholmer AbendzeitungAftonbladet" Winston Churchill an. Das Blatt schreibt, daß Chur­chill in der Frage desD o r b e i h a u e n s" im großen Stile oorgel)e. Die Rede Churchills hätte die Aufforderung an die neutralen Staaten ent­halten, ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Sie habe in unverblümter Weise d i e englische Groß­machtpolitik entschleiert. Durch Churchills Hervortreten sei die Politik Englands durchschaut worden, nicht nur von Schweden, sondern von der ganzen Presse des neutralen Europas, die scharf reagiert und sich für die Anweisungen Churchills bedankt habe. Was Churchill in feiner Rede be­gehrt habe, sei nichts anderes gewesen, als daß die Neutralen England zu Hilfe kommen sollten.

Das OsloerNorges Handelsoog Sjöfartstidende" schreibt:Die neutralen Staaten scheinen die Rede Churchills alle als eine Anrempelung emp­funden zu haben, die ebenso unnötig w i e ungeschickt ist. Derartige Aeußerungen verant­wortlicher Staatsmänner kriegführender Mächte haben eine provozierende Wirkung. Sie können sogar vorbeugende Maßnahmen der Gegner nach sich ziehen. Der britische Marineminister erin­nert sich vielleicht noch daran, daß die britische Flotte einstmals die dänisch-norwegische Flotte auf der Reede von Kopenhagen überfallen hat. Churchills Aussprüche lassen die Gedanken auch auf die Ereignisse vor der heuttgen Entwicklung zurückschweifen."

Inlandsposten" sagt:Wenn diese Rede Chur­chills nicht als ein Zeichen englischer Schwäche zu dettachten ist, so kann man sie nur als ein Versuch werten, der die Einmischung der neutralen Staaten in den Krieg zum Ziele hat. Aber dieser Ver­such ist zu plump. Winston Churchill mag sein, was er will, ein Psychologe ift er jeden­falls nicht. Ein neutraler Staat, der Selbst­achtung besitzt, muß sich gegen provokatorische Aeußerungen dieser Art zur Wehr setzen."

Amerikanischer Protest gegen die britische Kontrollproxis.

Washington, 23. Januar. (Europapreß.) Eine amerikanische Note über die Behandlung der USA- Schiffahrt durch die englische Kriegsmarine wurde,

dem englischen Botschafter in Washington, Lord Lothian, überreicht. In dieser Note wird Pro« t e st erhoben gegen die Behandlung und Durch­suchung von amerikanischen Schiffen, insbesondere durch das Eindringen der Schiffe in den Hafen von Gibraltar. Ausdrücklich wird erklärt, daß die gegen­wärtige Situation eine Diskriminierung der ameri­kanischen Souveränität darstelle und daß Abhilfe geschaffen werden müsse. Staatssekretär Hüll wird

ferner in einer scharf gehaltenen Note der englischen Negierung erklären, daß die Antwort Englands auf den Protest der Vereinigten Staaten von Nord­amerika gegen die Beschlagnahme der P o st von nordamerikanischen Flugzeugen die Re­gierung der Vereinigten Staaten nicht befrie­digt hat. Hüll fordert die volle Achtung des inter­nationalen Uebereinkommens.

-ÄV

ochsende Erregung in Japan.

Tokio fordert Freilassung der 21 Deutschen derAsama-Maru" und droht mit Gegenmaßnahmen.

Tokio, 24. Januar. (DRV. Funkspruch.) Die dreiste und herausfordernde englische Aktion gegen das japanische MotorschiffA s a m a - M a r u", die von der Dresse alsPiraterie vor den Toren To­kios" treffend gekennzeichnet wird, wirkt sich immer stärker auf die Stimmung des japanischen Volkes aus. Immer neue Entschließungen von Parteien und Verbänden, die Ankündigung von Massenver­sammlungen sowie häufige Besprechungen inner­halb des japanischen Kabinetts lassen erkennen, daß Japan offenbar entschlossen ist, seinem Protest gegenüber England auf jeden Fall Anerkennung zu verschaffen.

Der japanische Vizeaußenminister Tani hat dem britischen Botschafter in Tokio nahegelegt, England I möge die auf dem japanischen DampferAsama- Maru" völkerrechtswidrig gefangen genommenen 21 Deutschen freiwillig ausliefern, da Japan sonst gezwungen würde, offiziell die Auslieferung Der Deutschen zu fordern. In Tokio erwartet man, daß England dieser Anregung Folge leisten werde. Der Direktor der europäischen Ab­teilung des japanischen Außenamtes, N i s h i, ver­wies in einer Aussprache mit dem britischen Bot­schaftsrat auf die gewaltige Erregung, die der Fall in der japanischen Nation verursacht habe. Nishi ersuchte den Botschaftsrat, dafür zu sorgen, daß wei­tere Aktionen gegen japanische Schiffe unterbleiben. Außenminister Ar i t a hat dem britischen Botschaf­ter C r a i g i c erklärt, daß Japan Maßnahmen zur Selbstverteidigung treffen werde, um weitere Zwischenfälle zu verhindern, falls die von Amerika zu erwartenden japanischen Dampfer noch­

mals illegalen Aktionen ausgesetzt würden. Arita betonte weiter, daß e r nft e Auswirkungen auf die japanisch-englischen Beziehungen nicht aus­bleiben könnten.

Die soziale Massen-Partei verlangt in einer Ent­schließung, daß die japanischen Gewässer unverzüg­lich von den britischen Piraten gesäu­bert werden müssen. Japan solle die sofortige Herausgabe der verhafteten Deut­schen, eine klare Entschuldigung Englands sowie Garantien zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle ver­langen. Weiter erwartet die Partei, daß die Schiff­fahrtsgesellschaft Nippon Puson Kaischa, die Be­sitzerin des von den Briten überfallenen Motor­schiffesAsama-Maru" 3ur Verhinderung weiterer britischer Spionage alle englischen Ange­stellten entläßt und sich überhaupt von Eng- land weitgehend unabhängig macht.

Asahi Schimbun" meldet, daß eine Reihe höherer Seeoffiziere, die zu Besprechungen in Tokio weil­ten, sich sofort auf ihre Posten 3 u r ü cf be­geben hätten. Weiter berichtet das Blatt, es feien bereits bestimmte Gegenmaßnahmen getroffen worden, um weitere Zwischenfälle HU verhindern. Arn Freitag wird in Tokio eine anti- englische Protestkundgebung veranstaltet werden, bei der Admiral Suetsugu und Kapitän Kingoro Hashimoto das Wort ergreifen wer­den. Kapitän Hashimoto befehligte das japanische Kriegsschiff, das im vergangenen Jahr das eng­lische Kanonenboot ,Lady Bird" in chinesischen Ge­wässern angegriffen hat.

Zerschlagung Deutschlands.

pertinax enthüllt das Kriegsziel der französischen Diplomatie.

Amsterdam, 23. Jan. (DNB.) Im Londoner Daily Telegraph" unternimmt es der französische Leitartikler Pertinax, die Kriegsziele Frank­reichs mit schonungsloser Deutlichkeit klar zu legen. Die Zerschlagung Deutschlands in kleine Staaten sei das Ziel der französischen Berufsdiplomaten, deren Ansichten bei einem so­genannten Friedensschluß entscheidend feien. Es genüge nicht, daß man nach dem Siege eine militä­rische Vorherrschaft aufrechterhalte.Bis zum Auf­bruch einer neuen Ordnung" müßten die Westmächte durch eine Rheinlandbesetzung in weiter­gehender Form als vor 20 Jahren eine strate­gische Herrschaft über Deutschland Her­stellen. Sie würden natürlich keine imperialistischen Ziele habens!), dennoch würde es wünschenswert sein denn damit wurde man jeden Verdacht töten wenn Deutschlands Nachb arn, die jetzt in ihrer Neutralität gelähmt seien, mit den

beiden großen West möchten vertrag­lich verbunden würden.

Der französische Leitartikler, der unterstreicht, daß seine Aeußerungen die Ansicht maßgebender fron« fisch er Berufsdiplomaten seien, entwirft sodann ein Bild von einer neuen Genfer Liga, die einer vollständigen und brutalen Herrschaft der englischen und französischen Pluto­kraten dienen soll. Er erklärt, daß in anderer Hinsicht die französischen Unterhändler bei einem Friedensschluß zweifellos versucht sein würden,in gewisser Beziehung^ d i e B e ft i m m u n g e n von Versailles wiederherzu st eklen. In der neuen Genfer Liga müßte eine französisch- englische Exekutive aufrechterhalten werden, die nicht in dem Kontakt mit den übrigen Mitglie­dern der Liga untergehen dürfe. Dieses Programm sei noch keineswegs etwa fix und fertig entworfen, aber diese Gedankengänge deckten sich mit denen der französischen Diplomatie.

Der srideriziamsche Soldat und die Gegenwart.

Der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch veröffentlicht anläßlich des 228. Geburtstages Friedrichs des Gr 0. ß e n imVölkischen Beobachter" einen Aufsatz. Nach einleitenden Worten über die geschichtsbildende Kraft der Gedanken des großen Preußenkönigs, die kein geringerer als der Führer am 21. März 1933 und in seiner Reichstagsrede vorn 1. September 1939 anerkannt habe, schreibt Generaloberst von Brauchitsch:

Der srideriziamsche Soldat ist in unseren Augen das Beste, was militärische Erziehung und Aus­bildung zu schaffen vermögen. So sehr er als ein Bestandteil der Linearordnung, des taktischen Sy­stems, des friderizianischen Heeres anzusehen ist, so stark steht er doch gleichzeitig als Kämpferper­sönlichkeit da. Er ist hart, tapfer und uner­schrocken. Er vermag selbst ohne Aeußerung eines Schmerzes zu sterben, wofür viele Zeugnisse vor­liegen. Seine Disziplin besteht jede Probe. Er mar­schiert zur Schlacht mit dem Liede: ,Herr, lass' mich tun mit Fleiß, was mir zu tun gebühret.'

Mit Recht sprechen wir in unseren Tagen immer wieder von dem friderizianischen Geist. Er war es, der jeden Offizier, Unteroffizier und Mann erfüllte, der das Heer sieben Jahre lang dem König folgen ließ und der es immer wieder zu größten Anstrengungen befähigte. Er ließ die klei­nere Zahl über die größere siegen.

Untersuchen wir diesen Geist näher, so stellt er b i e Summe der soldatischen Tugenden dar, wie sie seit fast 300 Jahren von Generation zu Generation sich vererbt und wie sie in den großen Führergestalten unserer Geschichte immer wieder ihren zusammengefaßten Ausdruck bis auf den heu­tigen Tag gesunden hat. Es ist besser, darüber nicht viele Worte zu verlieren. Sie sind zu leben, im kleinen wie im großen, im Täglichen wie im Un­gewöhnlichen, im Frieden wie im Kriege. An dem friderizianischen Soldatentum hat sich der Geist der Freiheitskriege entzündet, von ihm hat die alte deutsche Armee immer wieder aufs neue Kraft emp- pfangen. Der Blick auf ihn hat uns in den Tagen des Niederganges gehalten. Er tft beute in uns aufs neue lebendig. Wer Nationalsozialist ist, bekennt sich gleichzeitig zum friderizianischen Sol- datentum.

Wieder stehen wir, wie es auch dem großen König beschieden gewesen ist, im ernsten Ringen. Wir sind uns unserer Kraft ebenso wie unseres großen sol­datischen Vorbildes bewußt. Wir wissen uns auch heute in seinem Geist geführt. Kämpfen wir also alle jeder an seinem Platz, gleich, ob Soldat oder Arbeiter, friderizianisch und zeigen wir uns des stolzen Erbes jener Zeit immer aufs neue wür­dig!'

Thüringen gedenkt des 23.3onuor 1930

Eine wichtige Etappe auf dem

Weimar, 23. Jan. (DNB.) Nach dem gewal­tigen Siege der Bewegung Adolf Hitlers bei der chüringischen Landtagswahl am 8. Dezember 1929 30gen vor zehn Jahren zum ersten Male National­sozialisten in eine deutsche Regierung ein: Reichs­innenminister Dr. Frick wurde damals thürin­gischer Minister des Innern und für VolksbiHung, und den heutigen Ministerpräsiden­ten M a r s ch l e r entsandte der Führer als Staats­rat in das Kabinett. Anläßlich der Wiederkehr jenes 23. Januar 1930 fand im Festsaal des Schlosses der Gauhauptstadt ein Staatsakt statt. Gauleiter und Reichsstatthalter S a u ck e l gedachte des Tages, Beethoven-Klänge leiteten über zur Rede des Reichsministers 'Dr. Frick, in der dieser sagte: Es ist Ausdruck und Bewußtsein deutscher Stärke, wenn wir uns heute zu diesem festlichen Staatsakt hier vereinigt haben. Sv groß ist die Kraft der Nation, daß mir mitten im Kriege, der jeden deutschen Menschen, unser ganzes Volk anspannt und bean­sprucht, in dem um die letzte Entscheidung, um Sein oder Nichtsein gerungen wird, in feierlicher Form dieses Tages gedenken können. Das Wahlergebnis vom 8. Dezember 1929 war die Frucht jahrelanger Aufopferung und selbstlosen Einsatzes. Wir können heute mit Beftiedigung feststellen, daß die knap­pen 15 Monate nationalsozialistischer Regierungs«

Wege zur wehrbereiten Nation.

tätigteit in Thüringen in die Geschichte des Kamp­fes um Deutschland als eine Zeit der B e - Währung unserer Weltanschauung eingegangen sind. In dieser Zeit wurde Thüringen im Gefüge der deutschen Länder zum deutschen Gewissen, un­sere Bewegung im wachsenden Maße zmn Gewissen der Nation. Von dem thüringischen Kraftquell aus ergossen sich Strome des Antriebes und der Be­lebung in oas ganze Reich.

Die in sieben arbeitsreichen Jahren durchgeführte Neugestaltung des Reiches sichert die Konzentration der Kräfte, mit der wir uns siegreich gegen den Angriff erbitterter Feinde behaupten werden. Eine Clique gewissenloser Gesellen in England, denen es um nichts anderes als um ihre eigennützigen Geldsackinteressen geht, hat die Fackel des Krieges entzündet. Diesen englischen Kriegshetzern und Steig- bügelhaltern des Judentums tritt die wehrbe - reite deutsche Nation in geschlossenem Abwehrwillen und mit dem klaren Ziel ent­gegen, das Lebensrecht der deutschen Nation zu verteidigen, eine neue gerechte und dauerhafte Ordnung in Europa zu schaffen und eine gesunde Verteilung der Güter dieser Welt herbeizuführen. Das deutsche Volk marschiert an der Front und in der Heimat im Gleichschritt. Zum Wall aus Eisen und Beton,

Kronibesuch Josephine Dakers.

Die Negersängerin und -tänzerin Josephine Baker gab jetzt eine Reihe von Gastspielen für die Poilus an der Front.Finden Sie nicht, Colonel, daß Sie die Sorgen des Krieges ver­gessen, wenn Sie mich anschauen?"Im Gegenteil, Madame, ich sehe schwarz!" (Zeichnung von Bonath Scherl-M.)

zmn Wall unserer feldgrauen Kämpfer gesellt sich der Wall der deutschen Seelen, erfüllt und getragen von der Gewißheit des Sieges, erfüllt und getragen vom gläubigen Vertrauen zu Deutsch- lanbs erstem Soldaten.

Oer Wehrmachtsbericht vom Dienstag.

Berlin, 23.Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Grenzgebiet südostwärts Pirma­sens machte ein Spähtrupp ohne eigene Verluste einige Gefangene. Der Feind hatte außerdem meh­rere Tote.

Die Kriegsmarine führte auch in den letz­ten Wochen in Nordsee, Atlantik und Ostsee er­folgreichen Handelskrieg. Die Tätigkeit der Minensuch- und Vorpostenver­bände wurde ebenfalls planmäßig durchgeführt.

Britischer Zerstörer vernichtet.

B e r H n, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Ober­kommando der Wehrmacht gibt bekannt:

In der Nordsee wurde der britische Zerstörer Exmouth" vernichtet. Sonst keine besonderen Er­eignisse.

Freistellen für die Wehrmacht an Nationalpolitischen Erziehungs­anstalten.

Im Heeres-Verordnungsblatt wird auf dis Wehr­macht-Freistellen und Stellen mit ermäßigtem Er- ziehungsbeitrag an den Nationalpolitischen Er­ziehungsanstalten, die mit besonderem Erfolg für die Heranbildung des künftigen Ofsiziernachwuchses wirken, sowie an mehreren anderen Internaten hin­gewiesen. Zahlreiche Offiziere und Beamte haben auch von diesen Vergünstigungen Gebrauch gemacht. Da aber offenbar diese Möglichkeiten einer verbil­ligten Erziehung nicht überall bekannt geworden sind, wird es als erwünscht bezeichnet, daß die Kommandeure ihre Offiziere und Beamten über die Vergebung von Freistellen usw. aufklären und es ihnen insbesondere zur Pflicht machen, die Witwen gefallener oder verstorbener Kameraden auf diese Hilfsmaßnahme aufmerksam zu machen und sie ge­gebenenfalls zu beraten.

Richtlinien für den Einzelhandelsschuh

Der Reichswirtschaftsmimster hat die seit Kriegs­beginn ergangenen Erlasse zum Einzelhandelsschutz in Richtlinien zusammen gefaßt. Hinsichtlich der Hin­zunahme des Vertriebs bisher nicht geführter Waren soll sowohl eine Branchenbereinigung als auch eine Branchenvermischung wie bisher unter­bleiben. Die Sperre für die Errichtung von Einzel­handelsgeschäften hat sich auch im Kriege bewährt und wird aufrechterhalten. Sie soll der Vorberei­tung einer wirtschaftlichen Gesamtplanung für den Einzelhandel dienen und möglichst streng gehand­habt werden. Die Uebernahme von Einzelhandels- betrieben, auf die die Tatbestands der Verordnung zur Beseitigung der Uebersetzung im Einzelhandel zutreffen, soll nicht zugelassen werden. Einzelhan­delsbetriebe, die wegen (Einberufung zum Heeres­dienst oder infolge der BewirifchaftungsmaßnalMen geschloffen werden, dürfen ohne Genehmigung wie­der eröffnet werden, wenn die Tatsache der Schlie- ßung unverzüglich der Wirtschaftsgruppe Einzel­handel ober der zuständigen Untergliederung mit­geteilt worden ist. Ministerialdirigent Dr. Michel kündigt gleichzeitig eine Sperre für die Errichtung und Uebernahme von Großhandelsunternehmungen an, um solchen Kräften das (Einbringen in Sen Großhandel zu unterbinden, die die Warenknapp­heit zu unsauberen Geschäften benutzen könnten.

Kleine politische Nachrichten.

Der norwegische DampferMauritia" (1570 Vri.) muß als verloren gelten. Zwei Matrosen wur­den von einem englischen Kriegsschiff in einem Rett tungsboot tot aufgefunden. Der norwegische Damp­ferPluto" (1598 Bri.), der in Hau gesund be­heimatet ist, und der in London beheimatete bri­tische DampferBaltanglia" (1523 Bri.) sind an der Nordwestküste auf Minen gelaufen und gesunken. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen.

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Der schweizerische Bundesrat ist zu einer Trauer­sitzung zusammengetreten, in der Bundes Präsident Pilez-Golaz des verstorbenen Bundesrats Motta gedachte. Die Fahnen auf dem Bundeshaus wurden auf Halbmast gesetzt. Aus der ganzen Wett sm- zahlreiche Beileidskundgebungen in Bem eingetrof­fen.

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Das Leichenbegängnis für Senator Dorah hat am Montag in den Mittagsstunden in feier« licher Weise stattgefunden. Zu dem Trauerakt