darüber klar, daß man e r st a m A n f a n g der wirt» schaftlichen Leiden im allgemeinen und der Außen» Handelsstörungen im besonderen steht. Das reiche England hat die neutralen Länder nicht nur in bezug auf Lieferungen (Kohle und Eisen), sondern auch in bezug auf Warenbezüge im Stich g e« lassen. Die Londoner Regierung hat für eine Reihe neutraler Erzeugnisse Einfuhrverbote erlassen, so für schweizerische Uhren und Stückwaren. Es ist bestrebt, den Neutralen die Lage so weit wie möglich zu erschweren. Der Zweck ist der, daß die Neutralen allmählich weich werden, sich den britischen Wirtschaftskriegswünschen gefügig zeigen und möglichst offen für die Alliierten Partei ergreifen sollen. Natürlich weiß man in London ganz genau, daß sich Deutschland eine Mitwirkung der Neutralen bei der gegen Deutschland gerichteten Blockade nicht gefallen lassen wird. Aber auch hier handelt England nach dem Satz, daß es keine billigere Kriegführung geben kann als die mit dem Gut und Blut anderer. Ein besonders eindrucksvol- les Bild von den wirtschaftlichen Folgen, die Großbritanniens rücksichtslose Blockade für die Neutralen gehabt hat, bieten die Verkehrszahlen in den belgischen und niederländischen Nordseehäfen. Wäh- reno in der Zeit von September bis November 1938 im Antwerpener Hafen über 3000 Schiffe einliefen, stellte sich diese Zahl in der gleichen Zeit des Jahres 1939 auf weniger als 1000. Der Tonnengehalt der im niederländischen Hafen Rotterdam einlaufenden Schiffe ermäßigte sich von 3,2 Millionen Bruttoregistertonnen im August 1939 auf knapp 0,8 Millionen Bruttoregistertonnen im Oktober 1939. Dazu kommen die schweren Verluste an Schiffsraum, welche die Neutralen durch die britische Minensperre und durch den von den Alliierten heraufbeschworenen Seekrieg erlitten haben und weiter erleiden.
Die Engländer machen es nicht anders als Jene Nürnberger, die auch keinen henkten, — sie hätten ihn denn. Es ist selbstverständlich, daß die Neutralen jedes Mittel benutzen, um ihren Außenhandel aufrecht zu erhalten. Mit fast ollen benachbarten Ländern hat Deutschland Abmachungen über die Fortsetzung des Warenaustausches mindestens auf dem bisherigen Stande getroffen. Die Verhandlungen der Neutralen mit Großbritannien dauern bereits Monate und haben immer noch kein Ergebnis gehabt. Der englische Blockademinister Croß hat im Londoner Unterhaus erklärt, daß England ein über die ganze Welt reichendes Informationsnetz besitze und feststellen könne, wo ein neutraler Kaufmann Deutschland „begünstige". Herr Croß sieht auch die Fortsetzung des Handels auf Vorkriegsbasis als „Begünsttgung" an, die er nicht dulden will.
Großbritannien hat entgegen allen internattonalen Uebereinkünften das Kaperrecht gegenüber allen Waren deutschen Ursprungs verfügt, gleichgültig ob das Besitzrecht an ihnen inzwischen auf Neutrale übergegangen ist ober nicht. Als Zweck dieser Maßnahme wurde es bezeichnet, Deutschland die Auslandseinkünfte zu verkümmern und ihm damit die Kaufmöglichkeiten zu schmälern. In Wirklichkeit bringt Großbritannien die neutralen Staaten in ernste Verlegenheiten. Es nimmt ihnen — wie beispielsweise den Niederlanden — die Möglichkeit, überseeische Gebiete mit Industrieerzeugnissen zu versorgen.
Gegen die Handelsstörungen, die Großbritannien den nicht am Kriege beteiligten Ländern bereitet, sind besonders die großen Länder: Italien, Sowjetrußland und Japan mit scharfen Protesten her- öorgetreten. Auch die amerikanische Union hat gegen die ihr zugefügten Außcnhandelsstörungen Verwahrung eingelegt. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts hat ein angesehener französischer Seekriegsrechtler die Hoffnung geäußert, daß sich die Neutralen zu gemeinsamer Wahrung ihrer Außenhandelsinteressen gegenüber der brutalen britischen Wirtschaftskriegfnhrung zusammenschließen möchten. Noch versuchen die Neutralen, getrennt ihre doch recht gleichlaufenden Interessen zu verteidigen. Das hat ihnen nichts anderes eingetragen als weitere ungeheuerliche Steigerungen in den britischen Zumutungen. Wenn Deutschland sich nicht den geringsten Verstoß der Neutralen gegen echte wirtschaftliche Unparteilickkeit gefallen läßt, leistet es nicht nur den Neutralen, sondern auch dem gesamten internationalen Wirtschaftsverkehr einen Dienst. Cr.
Ne HeuHen provoziert.
Llandinavische Blätter weisen Churchills Anrempelung scharf zurück.
Stockholm, 23. Ian. (Europapreß.) Scharf greift die Stockholmer Abendzeitung „Aftonbladet" Winston Churchill an. Das Blatt schreibt, daß Churchill in der Frage des „D o r b e i h a u e n s" im großen Stile oorgel)e. Die Rede Churchills hätte die Aufforderung an die neutralen Staaten enthalten, ihre Unabhängigkeit aufzugeben. Sie habe in unverblümter Weise d i e englische Großmachtpolitik entschleiert. Durch Churchills Hervortreten sei die Politik Englands durchschaut worden, nicht nur von Schweden, sondern von der ganzen Presse des neutralen Europas, die scharf reagiert und sich für die Anweisungen Churchills bedankt habe. Was Churchill in feiner Rede begehrt habe, sei nichts anderes gewesen, als daß die Neutralen England zu Hilfe kommen sollten.
Das Osloer „Norges Handelsoog Sjöfartstidende" schreibt: „Die neutralen Staaten scheinen die Rede Churchills alle als eine Anrempelung empfunden zu haben, die ebenso unnötig w i e ungeschickt ist. Derartige Aeußerungen verantwortlicher Staatsmänner kriegführender Mächte haben eine provozierende Wirkung. Sie können sogar vorbeugende Maßnahmen der Gegner nach sich ziehen. Der britische Marineminister erinnert sich vielleicht noch daran, daß die britische Flotte einstmals die dänisch-norwegische Flotte auf der Reede von Kopenhagen überfallen hat. Churchills Aussprüche lassen die Gedanken auch auf die Ereignisse vor der heuttgen Entwicklung zurückschweifen."
„Inlandsposten" sagt: „Wenn diese Rede Churchills nicht als ein Zeichen englischer Schwäche zu dettachten ist, so kann man sie nur als ein Versuch werten, der die Einmischung der neutralen Staaten in den Krieg zum Ziele hat. Aber dieser Versuch ist zu plump. Winston Churchill mag sein, was er will, ein Psychologe ift er jedenfalls nicht. Ein neutraler Staat, der Selbstachtung besitzt, muß sich gegen provokatorische Aeußerungen dieser Art zur Wehr setzen."
Amerikanischer Protest gegen die britische Kontrollproxis.
Washington, 23. Januar. (Europapreß.) Eine amerikanische Note über die Behandlung der USA- Schiffahrt durch die englische Kriegsmarine wurde,
dem englischen Botschafter in Washington, Lord Lothian, überreicht. In dieser Note wird Pro« t e st erhoben gegen die Behandlung und Durchsuchung von amerikanischen Schiffen, insbesondere durch das Eindringen der Schiffe in den Hafen von Gibraltar. Ausdrücklich wird erklärt, daß die gegenwärtige Situation eine Diskriminierung der amerikanischen Souveränität darstelle und daß Abhilfe geschaffen werden müsse. Staatssekretär Hüll wird
ferner in einer scharf gehaltenen Note der englischen Negierung erklären, daß die Antwort Englands auf den Protest der Vereinigten Staaten von Nordamerika gegen die Beschlagnahme der P o st von nordamerikanischen Flugzeugen die Regierung der Vereinigten Staaten nicht befriedigt hat. Hüll fordert die volle Achtung des internationalen Uebereinkommens.
-ÄV
ochsende Erregung in Japan.
Tokio fordert Freilassung der 21 Deutschen der „Asama-Maru" und droht mit Gegenmaßnahmen.
Tokio, 24. Januar. (DRV. Funkspruch.) Die dreiste und herausfordernde englische Aktion gegen das japanische Motorschiff „A s a m a - M a r u", die von der Dresse als „Piraterie vor den Toren Tokios" treffend gekennzeichnet wird, wirkt sich immer stärker auf die Stimmung des japanischen Volkes aus. Immer neue Entschließungen von Parteien und Verbänden, die Ankündigung von Massenversammlungen sowie häufige Besprechungen innerhalb des japanischen Kabinetts lassen erkennen, daß Japan offenbar entschlossen ist, seinem Protest gegenüber England auf jeden Fall Anerkennung zu verschaffen.
Der japanische Vizeaußenminister Tani hat dem britischen Botschafter in Tokio nahegelegt, England I möge die auf dem japanischen Dampfer „Asama- Maru" völkerrechtswidrig gefangen genommenen 21 Deutschen freiwillig ausliefern, da Japan sonst gezwungen würde, offiziell die Auslieferung Der Deutschen zu fordern. In Tokio erwartet man, daß England dieser Anregung Folge leisten werde. Der Direktor der europäischen Abteilung des japanischen Außenamtes, N i s h i, verwies in einer Aussprache mit dem britischen Botschaftsrat auf die gewaltige Erregung, die der Fall in der japanischen Nation verursacht habe. Nishi ersuchte den Botschaftsrat, dafür zu sorgen, daß weitere Aktionen gegen japanische Schiffe unterbleiben. Außenminister Ar i t a hat dem britischen Botschafter C r a i g i c erklärt, daß Japan Maßnahmen zur Selbstverteidigung treffen werde, um weitere Zwischenfälle zu verhindern, falls die von Amerika zu erwartenden japanischen Dampfer noch
mals illegalen Aktionen ausgesetzt würden. Arita betonte weiter, daß e r nft e Auswirkungen auf die japanisch-englischen Beziehungen nicht ausbleiben könnten.
Die soziale Massen-Partei verlangt in einer Entschließung, daß die japanischen Gewässer unverzüglich von den britischen Piraten gesäubert werden müssen. Japan solle die sofortige Herausgabe der verhafteten Deutschen, eine klare Entschuldigung Englands sowie Garantien zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle verlangen. Weiter erwartet die Partei, daß die Schifffahrtsgesellschaft Nippon Puson Kaischa, die Besitzerin des von den Briten überfallenen Motorschiffes „Asama-Maru" 3ur Verhinderung weiterer britischer Spionage alle englischen Angestellten entläßt und sich überhaupt von Eng- land weitgehend unabhängig macht.
„Asahi Schimbun" meldet, daß eine Reihe höherer Seeoffiziere, die zu Besprechungen in Tokio weilten, sich sofort auf ihre Posten 3 u r ü cf begeben hätten. Weiter berichtet das Blatt, es feien bereits bestimmte Gegenmaßnahmen getroffen worden, um weitere Zwischenfälle HU verhindern. Arn Freitag wird in Tokio eine anti- englische Protestkundgebung veranstaltet werden, bei der Admiral Suetsugu und Kapitän Kingoro Hashimoto das Wort ergreifen werden. Kapitän Hashimoto befehligte das japanische Kriegsschiff, das im vergangenen Jahr das englische Kanonenboot ,Lady Bird" in chinesischen Gewässern angegriffen hat.
Zerschlagung Deutschlands.
pertinax enthüllt das Kriegsziel der französischen Diplomatie.
Amsterdam, 23. Jan. (DNB.) Im Londoner „Daily Telegraph" unternimmt es der französische Leitartikler Pertinax, die Kriegsziele Frankreichs mit schonungsloser Deutlichkeit klar zu legen. Die Zerschlagung Deutschlands in kleine Staaten sei das Ziel der französischen Berufsdiplomaten, deren Ansichten bei einem sogenannten Friedensschluß entscheidend feien. Es genüge nicht, daß man nach dem Siege eine militärische Vorherrschaft aufrechterhalte. „Bis zum Aufbruch einer neuen Ordnung" müßten die Westmächte durch eine Rheinlandbesetzung in weitergehender Form als vor 20 Jahren eine strategische Herrschaft über Deutschland Herstellen. Sie würden natürlich keine imperialistischen Ziele habens!), dennoch würde es wünschenswert sein — denn damit wurde man jeden Verdacht töten — wenn Deutschlands Nachb arn, die jetzt in ihrer Neutralität gelähmt seien, mit den
beiden großen West möchten vertraglich verbunden würden.
Der französische Leitartikler, der unterstreicht, daß seine Aeußerungen die Ansicht maßgebender fron« zö fisch er Berufsdiplomaten seien, entwirft sodann ein Bild von einer neuen Genfer Liga, die einer vollständigen und brutalen Herrschaft der englischen und französischen Plutokraten dienen soll. Er erklärt, daß in anderer Hinsicht die französischen Unterhändler bei einem Friedensschluß zweifellos versucht sein würden, „in gewisser Beziehung^ d i e B e ft i m m u n g e n von Versailles wiederherzu st eklen. In der neuen Genfer Liga müßte eine französisch- englische Exekutive aufrechterhalten werden, die nicht in dem Kontakt mit den übrigen Mitgliedern der Liga untergehen dürfe. Dieses Programm sei noch keineswegs etwa fix und fertig entworfen, aber diese Gedankengänge deckten sich mit denen der französischen Diplomatie.
Der srideriziamsche Soldat und die Gegenwart.
Der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst von Brauchitsch veröffentlicht anläßlich des 228. Geburtstages Friedrichs des Gr 0. ß e n im „Völkischen Beobachter" einen Aufsatz. Nach einleitenden Worten über die geschichtsbildende Kraft der Gedanken des großen Preußenkönigs, die kein geringerer als der Führer am 21. März 1933 und in seiner Reichstagsrede vorn 1. September 1939 anerkannt habe, schreibt Generaloberst von Brauchitsch:
„Der srideriziamsche Soldat ist in unseren Augen das Beste, was militärische Erziehung und Ausbildung zu schaffen vermögen. So sehr er als ein Bestandteil der Linearordnung, des taktischen Systems, des friderizianischen Heeres anzusehen ist, so stark steht er doch gleichzeitig als Kämpferpersönlichkeit da. Er ist hart, tapfer und unerschrocken. Er vermag selbst ohne Aeußerung eines Schmerzes zu sterben, wofür viele Zeugnisse vorliegen. Seine Disziplin besteht jede Probe. Er marschiert zur Schlacht mit dem Liede: ,Herr, lass' mich tun mit Fleiß, was mir zu tun gebühret.'
Mit Recht sprechen wir in unseren Tagen immer wieder von dem friderizianischen Geist. Er war es, der jeden Offizier, Unteroffizier und Mann erfüllte, der das Heer sieben Jahre lang dem König folgen ließ und der es immer wieder zu größten Anstrengungen befähigte. Er ließ die kleinere Zahl über die größere siegen.
Untersuchen wir diesen Geist näher, so stellt er b i e Summe der soldatischen Tugenden dar, wie sie seit fast 300 Jahren von Generation zu Generation sich vererbt und wie sie in den großen Führergestalten unserer Geschichte immer wieder ihren zusammengefaßten Ausdruck bis auf den heutigen Tag gesunden hat. Es ist besser, darüber nicht viele Worte zu verlieren. Sie sind zu leben, im kleinen wie im großen, im Täglichen wie im Ungewöhnlichen, im Frieden wie im Kriege. An dem friderizianischen Soldatentum hat sich der Geist der Freiheitskriege entzündet, von ihm hat die alte deutsche Armee immer wieder aufs neue Kraft emp- pfangen. Der Blick auf ihn hat uns in den Tagen des Niederganges gehalten. Er tft beute in uns aufs neue lebendig. Wer Nationalsozialist ist, bekennt sich gleichzeitig zum friderizianischen Sol- datentum.
Wieder stehen wir, wie es auch dem großen König beschieden gewesen ist, im ernsten Ringen. Wir sind uns unserer Kraft ebenso wie unseres großen soldatischen Vorbildes bewußt. Wir wissen uns auch heute in seinem Geist geführt. Kämpfen wir also alle — jeder an seinem Platz, gleich, ob Soldat oder Arbeiter, friderizianisch und zeigen wir uns des stolzen Erbes jener Zeit immer aufs neue würdig!'
Thüringen gedenkt des 23.3onuor 1930
Eine wichtige Etappe auf dem
Weimar, 23. Jan. (DNB.) Nach dem gewaltigen Siege der Bewegung Adolf Hitlers bei der chüringischen Landtagswahl am 8. Dezember 1929 30gen vor zehn Jahren zum ersten Male Nationalsozialisten in eine deutsche Regierung ein: Reichsinnenminister Dr. Frick wurde damals thüringischer Minister des Innern und für VolksbiHung, und den heutigen Ministerpräsidenten M a r s ch l e r entsandte der Führer als Staatsrat in das Kabinett. Anläßlich der Wiederkehr jenes 23. Januar 1930 fand im Festsaal des Schlosses der Gauhauptstadt ein Staatsakt statt. Gauleiter und Reichsstatthalter S a u ck e l gedachte des Tages, Beethoven-Klänge leiteten über zur Rede des Reichsministers 'Dr. Frick, in der dieser sagte: Es ist Ausdruck und Bewußtsein deutscher Stärke, wenn wir uns heute zu diesem festlichen Staatsakt hier vereinigt haben. Sv groß ist die Kraft der Nation, daß mir mitten im Kriege, der jeden deutschen Menschen, unser ganzes Volk anspannt und beansprucht, in dem um die letzte Entscheidung, um Sein oder Nichtsein gerungen wird, in feierlicher Form dieses Tages gedenken können. Das Wahlergebnis vom 8. Dezember 1929 war die Frucht jahrelanger Aufopferung und selbstlosen Einsatzes. Wir können heute mit Beftiedigung feststellen, daß die knappen 15 Monate nationalsozialistischer Regierungs«
Wege zur wehrbereiten Nation.
tätigteit in Thüringen in die Geschichte des Kampfes um Deutschland als eine Zeit der B e - Währung unserer Weltanschauung eingegangen sind. In dieser Zeit wurde Thüringen im Gefüge der deutschen Länder zum deutschen Gewissen, unsere Bewegung im wachsenden Maße zmn Gewissen der Nation. Von dem thüringischen Kraftquell aus ergossen sich Strome des Antriebes und der Belebung in • oas ganze Reich.
Die in sieben arbeitsreichen Jahren durchgeführte Neugestaltung des Reiches sichert die Konzentration der Kräfte, mit der wir uns siegreich gegen den Angriff erbitterter Feinde behaupten werden. Eine Clique gewissenloser Gesellen in England, denen es um nichts anderes als um ihre eigennützigen Geldsackinteressen geht, hat die Fackel des Krieges entzündet. Diesen englischen Kriegshetzern und Steig- bügelhaltern des Judentums tritt die wehrbe - reite deutsche Nation in geschlossenem Abwehrwillen und mit dem klaren Ziel entgegen, das Lebensrecht der deutschen Nation zu verteidigen, eine neue gerechte und dauerhafte Ordnung in Europa zu schaffen und eine gesunde Verteilung der Güter dieser Welt herbeizuführen. Das deutsche Volk marschiert — an der Front und in der Heimat — im Gleichschritt. Zum Wall aus Eisen und Beton,
Kronibesuch Josephine Dakers.
Die Negersängerin und -tänzerin Josephine Baker gab jetzt eine Reihe von Gastspielen für die Poilus an der Front. „Finden Sie nicht, Colonel, daß Sie die Sorgen des Krieges vergessen, wenn Sie mich anschauen?" — „Im Gegenteil, Madame, ich sehe — schwarz!" — (Zeichnung von Bonath — Scherl-M.)
zmn Wall unserer feldgrauen Kämpfer gesellt sich der Wall der deutschen Seelen, erfüllt und getragen von der Gewißheit des Sieges, erfüllt und getragen vom gläubigen Vertrauen zu Deutsch- lanbs erstem Soldaten.
Oer Wehrmachtsbericht vom Dienstag.
Berlin, 23.Jan. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Grenzgebiet südostwärts Pirmasens machte ein Spähtrupp ohne eigene Verluste einige Gefangene. Der Feind hatte außerdem mehrere Tote.
Die Kriegsmarine führte auch in den letzten Wochen in Nordsee, Atlantik und Ostsee erfolgreichen Handelskrieg. Die Tätigkeit der Minensuch- und Vorpostenverbände wurde ebenfalls planmäßig durchgeführt.
Britischer Zerstörer vernichtet.
B e r H n, 24. Jan. (DNB. Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
In der Nordsee wurde der britische Zerstörer „Exmouth" vernichtet. Sonst keine besonderen Ereignisse.
Freistellen für die Wehrmacht an Nationalpolitischen Erziehungsanstalten.
Im Heeres-Verordnungsblatt wird auf dis Wehrmacht-Freistellen und Stellen mit ermäßigtem Er- ziehungsbeitrag an den Nationalpolitischen Erziehungsanstalten, die mit besonderem Erfolg für die Heranbildung des künftigen Ofsiziernachwuchses wirken, sowie an mehreren anderen Internaten hingewiesen. Zahlreiche Offiziere und Beamte haben auch von diesen Vergünstigungen Gebrauch gemacht. Da aber offenbar diese Möglichkeiten einer verbilligten Erziehung nicht überall bekannt geworden sind, wird es als erwünscht bezeichnet, daß die Kommandeure ihre Offiziere und Beamten über die Vergebung von Freistellen usw. aufklären und es ihnen insbesondere zur Pflicht machen, die Witwen gefallener oder verstorbener Kameraden auf diese Hilfsmaßnahme aufmerksam zu machen und sie gegebenenfalls zu beraten.
Richtlinien für den Einzelhandelsschuh
Der Reichswirtschaftsmimster hat die seit Kriegsbeginn ergangenen Erlasse zum Einzelhandelsschutz in Richtlinien zusammen gefaßt. Hinsichtlich der Hinzunahme des Vertriebs bisher nicht geführter Waren soll sowohl eine Branchenbereinigung als auch eine Branchenvermischung wie bisher unterbleiben. Die Sperre für die Errichtung von Einzelhandelsgeschäften hat sich auch im Kriege bewährt und wird aufrechterhalten. Sie soll der Vorbereitung einer wirtschaftlichen Gesamtplanung für den Einzelhandel dienen und möglichst streng gehandhabt werden. Die Uebernahme von Einzelhandels- betrieben, auf die die Tatbestands der Verordnung zur Beseitigung der Uebersetzung im Einzelhandel zutreffen, soll nicht zugelassen werden. Einzelhandelsbetriebe, die wegen (Einberufung zum Heeresdienst oder infolge der BewirifchaftungsmaßnalMen geschloffen werden, dürfen ohne Genehmigung wieder eröffnet werden, wenn die Tatsache der Schlie- ßung unverzüglich der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel ober der zuständigen Untergliederung mitgeteilt worden ist. Ministerialdirigent Dr. Michel kündigt gleichzeitig eine Sperre für die Errichtung und Uebernahme von Großhandelsunternehmungen an, um solchen Kräften das (Einbringen in Sen Großhandel zu unterbinden, die die Warenknappheit zu unsauberen Geschäften benutzen könnten.
Kleine politische Nachrichten.
Der norwegische Dampfer „Mauritia" (1570 Vri.) muß als verloren gelten. Zwei Matrosen wurden von einem englischen Kriegsschiff in einem Rett tungsboot tot aufgefunden. Der norwegische Dampfer „Pluto" (1598 Bri.), der in Hau gesund beheimatet ist, und der in London beheimatete britische Dampfer „Baltanglia" (1523 Bri.) sind an der Nordwestküste auf Minen gelaufen und gesunken. Verluste an Menschenleben sind nicht zu beklagen.
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Der schweizerische Bundesrat ist zu einer Trauersitzung zusammengetreten, in der Bundes Präsident Pilez-Golaz des verstorbenen Bundesrats Motta gedachte. Die Fahnen auf dem Bundeshaus wurden auf Halbmast gesetzt. — Aus der ganzen Wett sm- zahlreiche Beileidskundgebungen in Bem eingetroffen.
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Das Leichenbegängnis für Senator Dorah hat am Montag in den Mittagsstunden in feier« licher Weise stattgefunden. Zu dem Trauerakt


