Ausgabe 
23.10.1940
 
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Iinie zwischen SchanghaiHaipongSaigon, wohin seit der ,iach dem Waffenstillstand erfolgten Einstel­lung der englischen Linie keine direkte Verbindung mehr bestand. In Schanghain wird die Eröffnung des Verkehrs nach Jndochina, das für Schanghai Hauptlieferant für Kohle und Reis ist, begrüßt.

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19 Kriegsflugzeuge der USA. find a u f Mar­tinique, einer französischen Insel der Kleinen Antillen, im Karibischen Meer eingetroffen.

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Das Schatzamt der USA. hat die teilweise Frei­gabe gesperrter französischer Guthaben in monatlichen Teilbeträgen angekündigt, zur Be­zahlung von Diplomatengehältern in Ibero-Amerika.

Aus aller Welt.

Die Goethemedaille

für den Maler Heinrich von Zügel.

Der Führer hat dem Maler Geheimen Hofrat Professor Dr. med. vet. h. c. Heinrich von Z ü - gel in München aus Anlaß der Vollendung sei­nes 90. Lebensjahres in Würdigung seiner hervor­ragenden Verdienste um die Tier- und Landschafts­

malerei die Goethemedaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

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Heinrich Zügel wurde am 22. Oktober 1850 in Murrhardt (Württemberg) als Sohn eines Schä­fereibesitzers geboren. Ein Staatsstipendium ermög­lichte dem früh erkannten Talent eine geordnete Ausbildung. Rach dem Besuche der Stuttgarter Kunstschule ging Zügel 1869 nach München, wo er den größten Teil seines gesegneten Lebens ver­brachte. Rach einem ersten schönen Erfolg auf der Wiener Weltausstellung 1873 hatte er schwer um seine Existenz und seine künstlerische Anerkennung zu ringen. Erst mit der Internationalen Ausstellung in München 1889 hatte Zügel sich durchgesetzt; er fand die Möglichkeit, in Holland und Belgien Stu­dienreisen zu machen, und wurde 1894 als Lehrer an' die Karlsruher Akademie berufen. Schon im fol­genden Jahre kehrte er aber nach München zurück, wo er als Lehrer und Leiter der Tier-Abtellung der Akademie seinen Ruf als einer der hervorra­gendsten deutschen Tiermaler und Landschafter festigte. Bilder von Zügel, der später den persön­lichen Adel erhielt, hängen heute in fast allen gro­ßen Galerien; einige der bekanntesten sindWei­dende Schafe",Ochsen vor dem Pfluge",Flüch­

tende Herde",Die Hlrtin",Der durchgehende Stier" und die ,Zühe im Moor".

Schneefälle in Schweden.

In Stockholm fiel in der Nacht zum Dienstag der erste Schnee. Auch in Nordschweden waren Schneefälle zu verzeichnen.

Sieben Todesopfer eines Flugzeugunglücks in Jugoslawien.

Ein Flugzeug der Fluglinie BelgradAgram stürzte kurz nach dem Abflug von B o r o v o bren­nend ab. Fünf Reisende, darunter ein kleines Kind, und zwei Mann der Besatzung sind auf der Stelle getötet worden, während sechs Fluggäste schwer verwundet wurden. Ihr Zustand ist bedenklich. '

Ein Königsadler erlegt.

Ein Königsadler, der eine Flügelspannweite von 2,30 m hatte, ist in Rjukan (Norwegen) abge­schossen worden. Es handelt sich um einen der größ­ten Königsadler, der je in Norwegen geschossen wurde.

Die Schätze einer spanischen Silberflotke.

Die Bergungsgesellschaft, die an der Einfahrt i n hie Bucht von Vigo, in der nordwestspanischen Provinz Galicien, die Schiffe einer vor 200 Jahren

untergegangenen spanischen Silberflotte zu heben versucht, hat das Heck einer der Schiffe freigelegt; außerdem konnte die Lage von sieben weiteren Schiffen festgestellt werden. Schiffsteile der freige­legten Galeeren konnten an die Meeresoberfläche befördert werden. Man hofft, die Schätze in den unteren Räumen der Schiffe zu finden.

Würste statt Fahnen.

Ein eigenartiges Bild ergaben kürzlich die Stra­ßen der nordamerikanischen Stadt Portsmouth. Dort hatten nämlich gerade einige große Wurst­fabriken ihr 25jähriges Jubiläum gefeiert, und die­sen Ehrentag glaubten sie nicht sinniger begehen zu können als durch Anbringung von riesigen? Wurstgirlanden an sämtlichen Wurstfabriken, aber auch an öffentlichen Gebäuden, wie Rathaus, Schu­len, Theater, Steueramt und Museen. Der schmack- hafte Segen kam den Kindern und Arbeitslosen zu­gute, an die kostenlos die Tausende von Würsten verteilt wurden.

HauplichcisUeilvr: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Slellvertreier des Hauptichrittlerrers- Ernst Blumschein. Verantwortlich rür Pvliti. und Bilder' Dr. ftr. 23. Lange' für daS Feui.lelon: Dr. Hans Thyriot; lüi Stadi Gießen, Provtm, Wlrnchaii u. Sport: Erna Biumiche.n.

Druü und Verlag Brühliche UnioenttäUDrurferet R. Lange K. G. Setiaaeleiter Dr.» Ing. Erich Hamann An^eigenlester' Hans Beck. Veranlwo'^t-ch 'str den_^nt>a'lder".'ln-eiaen'TheodorKsimm«»! P! N*.6

Gießen (Friedrichstraße 51), den 23. Oktober 1940.

03575

Nach Wochen der Ungewißheit und des Hoffens erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß unser geliebter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel

Im Alter von 24 Jahren bei Luftkämpfen7 über England sein Leben für Führer und Vaterland gelassen hat

Im Namen der Familie:

Helene Kipper, geb. Rinke.

Jost Wennemar Kipper

Oberleutnant der Luftwaffe

Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Klasse

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Am Sonntagmorgen verschied sanft nach kurzer Krankheit mein lieber, herzensguter Mann, unser überaus besorgter Vater, Schwieger­vater und Großvater

Philipp Kröck

Werkmeister i.R.

im Alter von 72 Jahren.

In tiefer Trauer:

Margarete Kröck, geb. Wehrum Familie Ferdinand Jung

w Familie Heinrich Steinmüller.

Gießen (Günthersgraben 19 u. 5), den 22. Oktober 1940.

Die Beerdigung fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt - Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

____________________________________________________________________03569

Bekanntmachung.

Wandergewerbescheine, Hausiererlaubnisscheine und Legitimationskartsn gelten jeweils nur für das laufende Kalenderjahr. Zu Beginn des neuen Jahres häufen sich die Anträge meistens derart, daß sich die Ausfertigung der neuen Ausweise verzögert Es ist daher zu empfehlen, schon jetzt die Anträge auf Neuerteilung der Scheine zu stellen. Nur bei recht­zeitiger AntlAgstellung kann Gewähr dafür über­nommen werden, daß die Scheine bei Gebrauch zur Verfügung stehen. Hierbei wird besonders darauf hingewiesen, daß Anträge auf Erteilung von Wan­dergewerbescheinen oder Stadthausiererlaubnis- sck,einen von den zuständigen Polizeirevieren der Slardt Gießen nur entgegengenommen werden, wenn der Antragsteller durch Vorlage einer Bescheinigung nachweisen kann, daß das für ihn zuständige Ar­beitsamt gegen die Erteilung eines solchen Scheines Bedenken nicht zu erheben hat 4761D

Gießen, den 16. Oktober 1940.

Der Polizeidirektor.

_________I-V.: Hellwege Emden.

Bete.: Die Dürgersteuer der Lohn- und Gehalts­empfänger ufro.

Bekanntmachung.

Es besteht Veranlassung darauf hinzuweisen, daß der Arbeitgeber für die Einbehaltung und Abfüh­rung der Bürgersteuer für seine Arbeitnehmer haf­tet. Kommt er seiner Verpflichtung nicht nach, so wird die Steuer von ihm durch Haftungsbescheid angefordert und nötigenfalls im Verwaltungs­zwangsoerfahren beigetrieben. 47550

Gießen, den 18. Oktober 1940.

Der Oberbürgermeister: R i 11 e r.

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Bekanntmachung.

Die Ausgabe der für die Monate Oktober bis Dezember 1940 gültigen Zufahseifenkarteu für Kin­der bis zu 2 Jahren und bis zu 8 Jahren erfolgt durch die Vezirksgeschaflsftellen am:

Donnerstag, dem 24. Oktober 1940, von 8 bis 12 und 3 bis 6 Ahr,

Freitag, dem 25. Oktober 1940, von 8 bis 12 und 3 bis 6 Ahr,

Samstag, dem 26. Oktober 1940, von 8 bis 12 Uhr

gegen Vorlage der Lebensmittelpersonalausweise.

Die Zusatzseifenkartbn für Aerzte und firanfen- pflegeperfonal auf Zimmer 1. 4756C

Gießen, den 22. Oktober 1940.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Wirtschaftsamt.

I. D.: Nicolaus.

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2. Theater-Veranstaltung im 8er-Ring

Zur Aufführung gelangt an den beiden Tagen das Schauspiel von Kleist:

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Spielleitung: Helmut Käntner

Dieser Film ist wie ein schöner Traum; wir lächeln noch, wenn wir erwachen I

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Heute Erstaufführung:

LICHTSPIELHAUS

Täglich: Hauptfilm 3.90, 5.45 Uhr Wochenschau 5.15 Uhr 7.45 Uhr letzte Vorstellung. - Sonntag: 3.00, 5.15, 7.45 Uhr

Jugend hat Zutritt!