Heftiges Erdbeben in Bukarest
Und nun, höre ich richtig? Da, auch das noch! Es wehren eingreifen, um gefahndete Hausbewohner in —«fJ» UlJIlB'ltUWaqMtMBL
— schon wieder. Glühende weiße Schlangen zischen am Rumpf der Maschine entlang. Wieder eine! — Ununterbrochen. Jetzt eine hinter der anderen. — „Sind das Scheinwerfer?", ruft der Bordmechaniker! „Nee, aber Blitze!", brüllt der Beobachter. Trotz der Verdunkelung ist die Kiste jetzt taghell erleuchtet Erst grellweiß, dann Hellbau und jetzt — blaugrün. Alles ist mit dieser gespensterhaften höllischen Farbe, die noch kein Maler in dieser Wirkung auf die Leinwand bannte, Überzogen: der Runpf der He 111 bis zum Leitwerk, die Tragflächen bis zum Staurohr, das jetzt einem grünen Pb^snhorstab gleicht.
opfer zu beklagen.
An anderen Stellen der Stadt mußten die Feuer-
Trotz Elmsfeuer Bomben auf London
3n hartem Kampf srit Gewitter und Vereisung.
23on Kriegsberichter Erwin Kirchhof.
Sicherheit zu bringen. Große Aufregung entstand in der Fleischmarkthalle dadurch, daß eine große Glasscheibe infolge der Erschütterungen platzte. Schwerer Schaden wird auch aus der Provinz gemeldet, vor allem aus den Städten B u c a u und Bar lad, die dem Erdbebenherd verhältnismäßig naheliegen. In Bucau wurden zahlreiche Schulkinder von niederfallenden Mauerteilen verletzt. Die Fassade der Präfektur in Bucau ist eingestürzt. Die Militärkapelle und eine andere Kirche wurden schwer beschädigt. Eine große Ueberschwem- m u n g entstand in der Hauptstraße der Stadt durch eine geplatzte Wasserleitung. In der Markthalle stürzte eine Mauer ein und verletzte zwei Arbeiter schwer. Wie aus einer Mitteilung der Bukarester Erdbebenwarte heroorgeht, gingen dem Erdbeben zwei weniger starke Erdstöße voran.
ja überhaupt noch einmal hier herauskommen? Fünfzehn lange Minuten vergehen. Keiner spricht ein Wort. Dann wieder — welch eine Ironie — öffnet sich die Waschküche. Da schimmert auch schon der Mond durch die Wolkendecke, Sterne blitzen auf. Ein einziges Aufatmen! Wir sind frei. „Glück muß man haben", ruft der Oberleutnant. „Unsere Instrumente zeigen wieder an. Ran, Jungens!"
Zahlreiche Scheinwerferbündel sind jetzt Steuer- bord voraus zu sehen und dahinter eine einzige Feuerwand. Das ist unser Ziel! Unfehlbar Lon- d o n. Schnell sind wir über der Stadt. Ganz klar können wir in dem gleißenden Mondlicht die einzelnen Straßen und Häuserreihen erkennen. Jetzt! Der Themsebogen. Die Flak entfesselt ein verzweifeltes Feuerwerk. Rach allen Richtungen tanzen die glühenden Granaten. „Mehr nach links halten!" höre ich den Bordmechaniker rufen. Roch während des Feuerhagels und der Beleuchtung durch die Scheinwerfer kann ich in vielen Richtungen das Aufblitzen von Bomben in den Gebäuden der Lon- doner City sehen. Der Oberleutnant muß die Erfolge unserer Kameraden ebenfalls erkannt haben. „So müssen auch unsere Eier sitzen!" Die Bomben fallen genau in den Block mächtiger G e - chäftshäuser. Und nun zeigt sich wieder das [. oft erlebte Bild gewaltiger Detonationen und mehrere hundert Meter hoher Rauch- und Feuersäulen ... Und dann erleben wir wieder für Sekunden das konzentrierte Feuer der Flak und das Suchen der Scheinwerfer. Nachtjäger kommen noch einmal auf dem Heimweg; wir schlagen ihnen ein Schnippchen. Mächtig stolz sind wir, als wir aus der Maschine klettern. Wir haben nicht nur das Elms- feuer besiegt, sondern auch der Londoner City einen neuen schweren Schlag zugefügt
Kleine politische Nachrichten.
Der Generaldirektor für das spanische Sicherheitswesen, Graf M a y a l d e , der vor wenigen Wochen als Gast der Reichsregierung in Deutschland weilte, veranstaltete am Dienstag zu Ehren des Reichs- führers ff ein Diner. — Später besichtigte der Reichsführer ff in dem Madrider Stadtviertel Chamberi soziale Einrichtungen. Am Nachmittag hatte er dem deutschen Heim einen Besuch abge- srattet. * *
Als Auftakt zum „Tag der Freiheit" des Reichs- gaus Warcheland fand in Posen ein Aufmarsch der „SA.-Standarte Hans von Manteuffel" statt, bei dem Stabschef Lutze sprach.
*
Der Führer der deutschen Volksgruppe in Ruma- nien, Andreas Schmidt, stattete dem Befehls-
fiert" der Beobachter, „die ganze Kanzel ist vereist, Motoren und Profile ebenfalls mit Eis überzogen. Wir müssen hier raus!"
„Nur langsam, mein Junge", schaltet sich Oberleutnant S., der Kommandgnt, ein, „wir kommen schon raus, die Instrumente sind in Ordnung". — „Ob wir überhaupt London sehen werden?", fragt der Bordmechaniker. — „Werden wir, werden wir", meldet sich erneut der Oberleutnant. „Ich habe mit dem Wetterdoktor eine Wette abgeschlossen, und ihr wißt, der wettet nicht so leicht!"
lieber die Mitte des Kanals öffnet sich ru(fertig der undurchdringliche weite Wolkensack. An einem sternenübersäten schwarzen Himmel steht die weiß- alühende Mondscheibe. Das Wasser glitzert zu uns yerauf. Neben uns und vor uns weit auseinander gezogen und in verschiedenen Höhen tmnHe Punkte. Das sind Kameraden! Noch wenige KUometer mag die englische Küste entfernt fein, da verschluckt uns schon wieder eine kilometerdicke Waschküche.
Sie hat sich gerade hinter uns geschlossen, als unser Vogel mit einem Schlag zur Seite gerissen wird. Der Hieb hat mich in die Wanne geschleudert. Was war das? — Uns allen stockt der Atem. Da
Bukarest, 22. Okt (Europapreß.) Die rumänische Hauptstadt wurde am Dienstagvormittag gegen 8.40 Uhr von einem kurzen kräftigen Erdstoß heimgesucht, wodurch verschiedentlich Gebäudeschaden entstand. Es handelt sich um eine vertikale seismische Bewegung, die nach der Tabelle Rauß-Forel eine Stärke von sechs bis acht Grad hatte. Das Bebenzentrum liegt in den Vrancea-Bergen, auf halbem Wege zwischen Kronstadt und der Moldaustadt Focsani, also unmittelbar südöstlich der neuen ungarischen Grenze. Die Registrierungen haben noch über ejne Stunde lang angehalten. In einer amtlichen Mitteilung, die im Rundfunk bekanntgegeben wurde, wird darauf hingewiesen, daß es keine Apparate gebe, die ein Erdbeben im voraus anzeigen, und daß infolgedessen die Gerüchte, die überall in der Stadt über bevorstehende neue Erdstöße umlaufen, unsinnig seien. In der Tat hatte sich der Bevölkerung, besonders in der Gegend der Hoch- und Geschäftshäuser der Innenstadt nach dem Beben eine wahre Panik bemächtigt Alles hatte die Häuser verlassen und war auf die Straße gegangen. Betriebe waren geräumt, die Schulkinder nach Hause geschickt und die Beamten der Ministerien und Aemter zum Verlassen ihrer Arbeitsstellen aufgefordert worden.
An den Dächern sind große Schäden entstanden, Schornsteine stürzten ein. und in den Häusern und Mauern traten große Risse auf. Auf der Colea Victoriei wurde das Haus der Stiftung Mihail, das dem Landwirtschaftsministerium gehört, so schwer beschädigt, daß es geräumt werden mußte. Unmittelbar nach der Räumung stürzte eine Mauer des Gebäudes zusammen. Glücklicherweise sind angesichts der raschen Räumungsmaßnahmen keine Menschen-
ist der rechte Motor, der zu spucken an fängt. Im Lordtelephon bekomme ich jetzt mit, was sich beim Flugzeugführer in der Kanzel abspielt „Der Kompaß kreist wie verrückt!", sagt ruhig der Oberleutnant — „Die Instrumente pendeln zwischen Nulllage und Höchstausschlag. Gottseidank! Der Wendezeiger ist in Ordnung. Ich werde die Maschine schon nach ihm auf Kurs halten. Wir müssen über die Wolken!" — ,Herr Oberleutnant, d i e Maschine brennt!", meldet der Funker, der heute seinen zweiten Feindflug macht. „Quatsch nicht", brummt seelenruhig der Flugzeugführer, „das ist nur das Elmsfeuer."
Ich halte es im Heckstand nicht mehr aus. Ich muß einmal sehen, wie es vorn in der Kanzel aus- sieht. Mühsam arbeite ich mich bis zum Bordmechaniker, sehe über dessen Schultern hinweg in den „Glasbalkon" und krieche wieder auf meinen alten Platz. Der Blick hat mir genügt. Die ganze Glas- kanzel ist mit dieser bläulich-grünen Gespensterfarbe überzogen. Und immer wieder rasen bläulich- grüne Luftkugeln auf die Kanzelspitze zu, werden in Bruchteilen von Sekunden wie Aepfel so groß und zerplatzen dann. Ganz deutlich heben sich von der Propellernabe die „Lattenspitzen" ab. Weiße Kreise zeichnen sie in diese spukhafte Farben- beleuchtung.
Es stinkt jetzt schon gräßlich nach Schwefel. Werden wir noch London erreichen, unser Ziel finden,
PK. ------, 23. Okt. (DNB.) Drei Stunden
nach Mitternacht tarnen wir von unserem Angriff auf die Londoner City zurück, müde und abgespannt, aber auch um ein unerhört dramatisches, schaurig-schönes Erlebnis reicher. Wir hatten das Elmsfeuer besiegt, jenes Feuer, dessen elektrische Entladungen wir bisher nur bei Gewitter- weiter in Form von Lichtbüscheln an Blitzablettern, Masten und Baumspitzen wahrgenommen hatten. Wir haben inmitten der Wolken hart, erbittert mit ihm gerungen.
Schon der Start um diese mitternächtliche Stunde war ungewöhnlich. Der Sturm raste über den Platz, drohte die schlanken Tannen zwischen den Hallen wie Streichhölzer zu knicken und peitschte uns einen eiskalten Sprühregen ins Gesicht. Der Flug begann trotz Sturm und Regen. Der bewährte Flugzeug- führer hatte die Maschine fest-in der Hand. Sehen konnten wir nichts. Schon weniae Meter über dem Erdboden begannen die dicken Milchwolken. Kaum sind zehn Minuten vergangen, da haben sich kleine Pfützen im Laufgang der braven He. gebildet. Der starke Fahrtwind preßt die immer dichter prasselnden Tropfen durch die Ausschußlöcher der MGs., die nun einmal frei bleiben müssen.
Die Motoren laufen auf höchsten Touren. Oberleutnant S. zieht den bombenschweren Vogel immer höher, versucht über die Wolken zu kommen. Das ist verdammt schwer. Die Scheiben im Heckstand der Maschine haben sich mit einer b ü n • nen Eisschicht überzogen. Die Regentropfen bohren sich wie feine Nadeln ins Gesicht. Trotz der Heizung, dem warmen Unterzeug und den Pelzsttefeln habe 'ich Eisbeine. Den anderen wird es genau so ergehen. „Verdammter Dreck", „flü-
öer Rattenfänger von London
-bon unterer berliner Gttmftlettunq
Es geht dem englischen Ministerpräsidenten Churchill mit seinen Reden genau so wie seinem Dor- gänaer. Sie verlieren um so mehr an Kurswert, je häufiger sie gehalten werden. Jetzt hat Churchill wieder einmal versucht, die sorgenbelastete Aufmerksamkeit seines Landes von einer aussichtslos gewordenen militärischen Lage, von Geleitzugkatastrophen und schreckhaften Ueberraschungen im Orient, von der Belagerung Londons und von der drohenden Dersorgunaskatastrophe auf eine vermeintliche Aktivität der Regierung abzulenken. Er bemühte sich — man soll es kaum für möglich hallen, d i e Franzosen und den Orient für die Sache Englands zu interessieren. Damit war es ihm so ernst, oatz er glaubte, Frankreich sogar an die verflossene Waffenbrüderschaft erinnern zu dürfen — als wenn es kein Faschoda, kein Dünkirchen, kein Dran, kein Dakar und keine Bombardierungen französischer Ka- nalftäbte gäbe. Ja, er kam innen sogar mit dem lockenden Wort Korsika, der Heimat Napoleons — als wenn es nicht die Engländer gewesen wären, die den Korsen nach St. Helena gebracht haben. Das ganze verlogene Gerede lief auf den frommen Wunsch hinaus, Frankreich solle doch, wenn es England schon keine Hilfe leisten könne, dann doch die Hilfsmittel etwa seines Kolonialbesitzes an Rohstoffen und Menschen den Engländern wenigstens nicht vorenchalten. Es ist schon ein widerwärtiger Anblick, wenn ein Kriegshetzer von der Sorte Churchills sich derartig plump auf den Naiven hinausspielt.
Die Pöbeleien des englischen Ministerpräsidenten gegen Deutschland, die mit Ausdrücken aus der Gosse nicht sparten, kann man übergehen. Nur einen Rat möchten wir Churchlll geben: Wenn er davon schwatzt, daß England die Meere beherrscht und demnächst auch die Luft beherrschen werde, dann muß er dafür sorgen, daß nicht zwei seiner Kabinettskollegen einen Halden Tag vorher das genaue Gegenteil fugen. Churchill schloß mit dem Wunsch an feine Rundfunkzuhörer: „Schlaft alle wohl! , worauf er sich zufrieden an sein Abendessen in einem komfortablen Luftschutzkeller begab, während seine Hörer einen Platz in den 11-Bahnhöfen zu erhalten suchten.
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Haber der deutschen Militärmission in Rumänien» General der Kavallerie Hansen, und dem Befehlshaber der deutschen Luftwaffenmission, General Speidel, Besuche ab.
Die Internationale Zentrale für das For st wesen begann in Budapest ihren diesjährigen Kongreß. Außer Ungarn, Deutschland,Italien sind auch Finnland, Jugoslawien, Holland, die Schweiz, Rumänien, die Slowakei, Spanien und Mexiko durch Fachleute des Forstwesens vertreten.
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Der am 11.Oktober in Moskau zwischen ber Sowjetunion und Finnland abgeschlossene Vertrag über die Entmilitarisierung der A a l a n d s - I n s e l n ist am 21. Oktober vom Präsidium des Obersten Rates der Sowjetunion ratifiziert worden. Am gleichen Tage hat der Austausch der Ratifikationsurkunden in Helsinki stattgefunden.
Nachdem alle Textil- und Ledervorräte in Finnland beschlagnahmt worden sind, ist nun in Anlehnung an das deutsche Vorbild eine Kleider» karte eingeführt, die 150 Punkte für den Verbrauch eines Jahres enthüll. Die Einführung wird mit der angespannten Rohstofflage des Landes begründet.
Mtt zwei eigenen und fünf gecharterten Dampfern eröffnete die Mefsageries Maritimes die Verkehrs-
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d)on oft entstand eine treue Freundschaft zwischen dem Soldaten und seiner Jigarette, allein aus seiner Erinnerung, wie fte ihm manchmal geholfen, hat,die Entbehrungen des Feldzuges leichter zu ertra* gen.Oiese Freundschaft zu pfleg en, ja sie noch zu ver^ tiefen,ist unser Ziel,indem wir uns stets dafür einsetzen werden,daß unseren Zigaretten auch weiterhin die hohe (Qualität erhalten bleib tl
und neue ffireun.de gewinnt sie im- vnernoef) hinzu.Sie ade zufrieden -zu SteCCen und ihr Vertrauen immer wieder zu rechtfertigen, haben wir uns’ zur vornehmsten Aufgabe gemacht.
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Unsere 4 PF.-Zigarette GÜLDEN RING ist im Letzten Jahr die Hauptmarke von HAUS NEUERBURG geworden. Jfjre Vorzüge haben bei unzähligen Tauchern Anerkennung gefunden,


