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sterialdirektoren Professor Mentzel und Professor Holfelder, und ein Vertreter des Auswärtigen Amtes.

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Wie derDeutsche Volksbote", das Wochenblatt der Volksdeutschen in Ungarn, meldet, hat das un­garische Ministerpräsidium dem Volksbund der Deutschen in Ungarn die Genehmigung zur Heraus­gabe einer deutschsprachigen Tageszei­tung erteilt. Sie wirdDeutsche Volkszeitung" heißen und soll im Oktober erscheinen.

Eine Abordnung von deutschen Eisenbahn- sachverständigen unter Leitung des Staats­sekretärs Kleinmann ist in Stockholm einge­troffen.

Die aus Anlaß der Eingliederung des Protek­torats Böhmen und Mähren in das deutsche Zoll­gebiet geführten deutsch-schweizerischen Verhandlungen sind abgeschlossen worden. Gleichzeitig ist vereinbart worden, daß der Zah­lungsverkehr zwischen der Schweiz, Belgien, Hol­

land und Norwegen durch Vermittlung der Deut­schen Verrechnungskasse in Berlin abgewickelt wird.

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Norsk Telegramburaa erfährt, daß die Frei­maurerlogen in Norwegen aufgelöst wor­den sind.

In Rio de Janeiro fand im engsten Familien­kreis die Trauung des Sohnes des brasilianischen Präsidenten Dr. Luthero Vargas mit der deut­schen Studentin Jngeborg T e n h a e f f statt. Dr. Vargas lernte seine Frau, die vor einigen Tagen in Rio de Janeiro eingetroffen war, während sei­nes langen Studienaufenthaltes in Deutschland an der Berliner Universität kennen.

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Die Bevölkerungszahl der Vereinig­ten Staaten bezifferte sich am 1. April 1940, dem Stichtag der alle zehn Jahre stattfindenden Volkszählung, auf insgesamt 131 409881. Der Zu­wach s seit 1930 beläuft sich auf 7 v. H. Zwischen der Volkszählung von 1910 bis 1920 betrug der Zuwachs 14,9, von 1920 bis 1930 16,1 v. H.

Oer Führer überreicht Major Mölders das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Berlin, 21. Sept (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat dem Wajor Wölders anläßlich feines 40. Luftsieges das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreu­zes verliehen und hat an Wajor Wälders das fol­gende Telegramm gerichtet:In dankbarer Würdi­gung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen zu Ihrem 40. Luftsieg als zweitem Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

/ Adolf Hitler."

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat Hta)or Wölders das Eichenlaub zum Ritterkreuz in der Reichskanzlei persönlich überreicht.

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Major Werner Mölders wurde 1913 zu Gelsen­kirchen als Sohn eines Studienrates, der als Re­serveoffizier 1915 im Weltkriege gefallen ist, ge­boren. Er besuchte bis zur Erlangung des Reife­zeugnisses das Realgymnasium in Brandenburg und trat im Jahre 1931 in das Infanterieregiment 2 ein. 1934 wurde er zum Leutnant befördert. 1935 trat er zur Luftwaffe über. 1938 war er Angehöri­ger der Legion Condor in Spanien, wo er 14 Geg­ner abschoß. Er war der erfolgreichste Jagdflieger der Legion und kehrte, ausgezeichnet mit dem Spa­nienkreuz in Gold mit Brillanten sowie mit der Medalla de la Campana und der Medalla Militär in die Heimat zurück. Wegen hervorragender Lei­stungen als Jagdflieger erfolgte seine Beförderung zum Hauptmann außer der Reihe. Im März 1939 wurde er Kommandeur einer Jagdgruppe.

Zwei hervorragende FliegeroW'ere mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 21. September. (DRV.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes: Oberstleut­nant Grabmann und Hauptmann Pingel.

Oberstleutnant Grabmann war als, Kommo­dore eines Zerstörergeschwaders am 18. Mai in

einem Luftkampf westlich Douai abgeschossen worden und nach Fallschirmabsprung in französische Ge­fangenschaft geraten, aus der er 6 Tage später durch deutsche Panzerkräfte befreit wurde. Er übernahm sofort wieder die Führung seines Geschwaders, das in zahlreichen, vor allem zum Schutz von Kampf­oerbänden durchgeführten Einsätzen gegen England über 500 Luftsiege und Zerstörungen erringen konnte. Hauptmann Pingel hat als vorbild­licher, tapferer Kommandeur einer Jagdgruppe 1 5 Luftsiege trotz heftiger Gegenwehr im Luft­kampf errungen.

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Oberstleutnant Grabmann ist am 20. September 1905 in Bad Reichenhall als Sohn eines Verwal­tungsoberinspektors geboren. Er besuchte die Gym­nasien in Memmingen, Traunstein und München und trat 1924 bei der Landespolizei Nürnberg- Fürst) als Polizei-Offiziersanwärter ein. 1931 wurde er zur Flugüberwachung Bayern-Nord versetzt. 1935 wurde er als Hauptmann in der Luftwaffe ange­stellt. Er fand Verwendung als Navigations- und Funkoffizier beim Stabe einer Gruppe und wurde 1936 Geschwaderadjutant des Horst-Wessel-Geschwa- ders. 1937 wurde er als Freiwilliger der Legion Conüor Kommandeur einer Jagdgruppe, kehrte aus­gezeichnet mit dem Spanienkreuz in Gold, der Me­dalla Militär und der Medalla de la Campana zu­rück und wurde wegen hervorragender Leistungen zum Major befördert. Er wurde dann Kommandeur einer Zerstörergruppe, April 1940 Kommodore eines Zevstörergeschwaders und außer der Reihe zum Oberstleutnant befördert.

Hauptmann Pingel wurde 1913 in Kiel als Sohn eines Hotelbesitzers geboren. 1933 trat er bei der Ordnungspolizei Hamburg ein, und 1935 zum Infanterieregiment 10 in Hamburg versetzt, dann in die Fliegertruppe übernommen zur Ausbildung als Flugzeugführer. Als Freiwilliger der Legion Conoor ging er nach Spanien, kehrte ausgezeichnet mit dem Spanienkreuz in Gold, der Medalla de la Campana und der Medalla Militär in die Heimat zurück, wurde wegen hervorragender Leistungen als Jagdflieger zum Oberleutnant befördert, 1938 Staf­felkapitän einer Jagdstaffel und am 1. April 1940 zum Hauptmann befördert.

Marksteine eines Flregerlebens.

Von Kriegsberichter Eugen preß.

(PK.)......,21. Sept. (DNB.) Ihr seid rich­

tige Quälgeister! Was soll ich denn noch alles er­zählen? Ich weiß nichts mehr!" Das ist Major Mölders, der erfolgreichste deutsche Jagdflieger, den wir soeben in seinem Gefechtsstand aus einem Feld­flughafen an der Küste besuchen.Also, was wollt Ihr wissen? Ich habe nicht lange Zeit, und sonst wißt Ihr ja alles!" Wir gehen aufs Ganze:Wir bitten Herrn Major um Schilderung des 1., 25. und '40. Abschusses!"

Also der erste! Das war in Spanien! Da war ein Pulk von etwa 45 Curtiß! Ich kam mit meiner Staffel Me angewackelt, hatte soviel Vögel noch nie gesehen! Nur ran, dachte ich, und hinein in den Feind ging es. Ich griff an und suchte mir einen von den Burschen heraus. Es war mein er ft er Luftkampf, ich war sehr aufgeregt und schoß zu früh. Schon im Abstand von einem Kilometer gin­gen meine MGs. los. Dann hatte der Kerl aber schon etwas gemerkt, kippte ab und, oh Schreck! auf einmal kommt er von unten und beschießt mich. Schnell ziehe ich hoch und plötzlich sind wir mitten unter den 45 feindlichen Maschinen. Schon mache ich mir Gewissensbisse, denn ein riesiger Luft- kampf geht los, sind wir doch nur zu sechs. Aber da sehe ich schon einen Fallschirm, eine Curtiß geht nach unten. Hurra!!! Unser erster Abschuß! Eine große Kurbelei ist im Gange. Ruhig setze ich micht jetzt darüber. Da geht gerade die zweite Cur­tiß von einer Me. abgeschossen herunter. Das war Hauptmann O., jetzt Gruppenkommandeur in mei- einem Geschwader, der gerade in diesen Tagen nach seinem 20. Abschuß im Westen das Ritterkreuz er­halten hat. Zwei Curtiß wollen sich heimlich aus derVersammlung" entfernen! Ich sause hinterher! Die eine hat etwas gemerkt und kippt ab, aber die andere fliegt unbekümmert weiter. Da bin ich schon hinter dem Feinde. Zwei Feuerstöße, und brennend stürzt er ab. Das war mein erster Abschuß. Zum ersten Male in meinem Leben kam ich heftig wackelnd nach Hause!"

Und der 25., Herr Major?"

Das war eine Hurricane bei Charleville, mein elfter Abschuß im Westen! Ueberhaupt, das war eine kornische Kiste! Die trug nämlich b el=: gische Farben. Ganz allein krebste die Maschine herum und versuchte gerade einen deutschen Kampf­verband anzugreifen. Der Gegner hat mich nicht gesehen vor Jagdeifer, so saß ich dann plötzlich hin­ter ihm. Nach einem Feuerstoß fliegen das Leitwerk und sonstige Brocken in der Gegend umher. Der Kahn fängt an zu brennen! Im letzten Augenblick steigt der Flugzeugführer aus. Senkrecht stürzt die Hurricane ab. Ich sehe sie in einem Walde, einige Kilometer von Charlevilje, aufschlagen, und einige Zeit später geht der Pilot mit seinem Fallschirm daneben herunter! Dieser Abschuß war einer der leichtesten, denn es hat sich offensichtlich um em Häschen gehandelt!"

,Das kann man von Ihrem 26. im Westen, also Von Ihrem 4 0. Gesamtab schuß, nicht behaup­

ten, Herr Major!"Nein, wirklich nicht! Mit meinem Adjutanten fliege ich mutterseelenallein nördlich Dover und will mir mal England an­gucken. Da sehen wir Me., beobachten Lustkämpfe und sehen uns das zunächst mit Ruhe an. Nachdem alle Jagdgruppen heimgeflogen sind, pintschern wir nochmals um Dover herum. Plötzlich sehe ich drei englische Jäger und dahinter noch einen Haufen Spitfire. Ich denke mir, die kannst du auch nicht ungerupft nach Hause fliegen lassen. Ich nehme also die drei an. Als ich herankomme, gehen die beiden äußeren Maschinen in die Kurve, der mittlere fliegt stur weiter. Ich setze' mich ihm hinter den Schwanz und schieße aus 60 Meter Ent­fernung! Die rechte Fläche brennt sofort, dicker Qualm und Flammen schlagen aus der Maschine, die nach unten weggeht!

Im Augenblick, als ich hochziehen will, sehe ich einen Haufen von sechs bis zehn Spitfire von rückwärts auf mich stoßen. Ich bekomme einen Riesenschreck, weiß aber gleich: Hier kann nur eines helfen, mitten durch den Haufen Engländer durchzustoßen! Gedacht, getan. Ich fege durch. Die vorderen können mich nicht mehr erreichen. Doch hinten hat einer sehr gut aufgepaßt. Der schießt aus allen Feuerspritzen. Es klackert ganz ordentlich in meiner Mühle, und ich merke sofort Treffer in der Kühlleitung, in der Fläche und in den Kühl- tanks.

Nun aber los, nur schnell noch über den Bach nach Frankreich! Ich haue mit T-Sachen ab, daß sich die Balken biegen. Der ganze Haufen Spit­fire ist hinter mir und meiner nachziehenden Rauch­fahne her, aber sie können mich nicht erreichen. Gott sei Dank ist der Motor noch in Ordnung! Im Drücken können sie mich nicht einholen. Da kommt mir mein Staffelkapitän, Oberleutnant L., zu Hilfe. Er schnappt sich den Burschen, der mich beschossen hatte. Nach wenigen Sekunden stürzt der, in eine Qualmwolke gehüllt, nach unten ab. Bald darau erreiche ich die Küste. Das Fahrwerk geht nicht mehr heraus. Ich baue eine Bauchlandung! Als ich aus meiner sonst kaum beschädigten Mühle steige, merke ich, daß ich durch Splitter verletzt bin. Leider mußte ich dadurch 14 Tage auf der faulen Haut liegen!"

USA.-2lrmeeflu(peug im Sumpfgebiet abgesiürzt.

Ein amerikanisches Armeeflugzeug mit Brigade- general Honeycutt und zwei weiteren Offizie­ren an Bord ist verschollen. Es wird befürchtet, daß das Flugzeug in den Sümpfen zwischen Savannah (Georgia) und seinem Flugendziel Jacksonville (Florida) notlandete oder abstürzte. Wenn es ab- stürzte, ist es wahrscheinlich, daß Maschine und Be­satzung spurlos verschwunden bleiben.

Hauptschristletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter btl Hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politck, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsletter: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzeigenlerter: Hans Beck, «erantwortlich für den Jnhaft der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.S,

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