Ausgabe 
23.7.1940
 
Einzelbild herunterladen

Lehrreiche Erfahrungen bei Luftangriffen

Front und Heimat

CAFIEW11EM

Gießen, den 22. Juli 1940.

Mkim

02500

Mäusb»rgi7. gtflftfflOrer

3333 D

MW

1-2 Schachtmeisler

|Verschiedenes|

Stellenangebote

ersonen.)

3338°

Didier-Werke A.-G., Mainzlar

Beinricb Keil, Oaugescbäil

3335 D

Krem hilft bestimmt

Dose RM. 2.10

3339C

Dentist Hans Nuhn

3336 D

Für mein Spezialgeschäft wirklich tüchtige, selbständige

den 31. d. 21L, wieder eröffnet Gießen, den 23. Juli 1940.

Gießen (Sleichstraße 44), z. Z. Kath. Schwesternhaus

Mühlhausen i. Thür. (Thomas-Münzer-Straße 2), 21. Juli 1940

suchtStellung.

Schriftk. Ang. u. 3340D a.d.G.A.

£lse &ittma r

Gießen, Seltersweg 52 3331 D y

Kleine Anzeigen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinan­zeigen in die Hei­matzeitung, den BießenerAnxeiger

Wohnungstausch.

5 Zimmer, Bad, Küche, Balkon, 2 Bodenkamm./ Keller,geg.3-bis 4-Zim.-Wohng. zu lauschen ges. Schr. Ang. unt. 02501 a.d.G.A.

Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen, bitter.

Das Organ der niederländischen MarineOnze Vloot" veröffentlicht die holländischen Schiffsverluste während der fünf Kriegs­tage. Danach sind ein Torpedojäger, ein Minen­leger, zwei Minenräumboote, vier Kanonenboote, ein Torpedoboot, zwei Bewachungsschiffe und ein Ausbildungsschiff verloren.

Wände und Schränke und noch die gegenüberlie­gende Wand bei einer Einschlagsentfernung von 10 Meter vom Hause zerschlugen. Daraufhin sollte man sich die Splittersicherung vor den eigenen Luftschutzraumfen st ern ansehen.

In einem Falle wird als Ursache des Luftangriffs ein Trecker angesehen, der im Scheinwerferlicht ohne Abdunklung pflügte. Bezeichnend ist sodann der Fall eines Mannes, der das Aufsuchen des Luftschutz- raumes als feige bezeichnet hatte; er wurde durch Bombensplitter auf der Stelle getötet. Wer das Schicksal herausfordert, beweist keinen Mut, sondern nur Dummheit und Verantwortungslosigkeit. Durch Einschlag einer Bombe drei Meter von ei­nem Hause entfernt, wurde das Haus innen und außen vollständig zerstört. Nur der Keller blieb erhalten, die Insassen wurden nicht verletzt. Personen in einzelnen Häusern wurden verletzt, weil sie nicht den Luftschutzraum aufgesucht hatten. Im­mer wieder war die gleiche Erfahrung zu machen: wer im Luftschutzraum sitzt, ist geschützt, auch wenn das ganze Haus zerstört wird; wer in der Woh­nung bleibt, spielt mit dem Leben. Ein junger Mann stand während des Bombenangriffs am Fen­ster, um demSchauspiel" eines Luftangriffs zuzu­sehen. Der Mann wurde durch Splitter einer ein­schlagenden Bombe sofort getötet.

Das Ritterkreuz für Generalleutnant Coeler.

Berlin, 22. Juli. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vor­schlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichs­marschall Göring, dem Generalleutnant Coeler für die hervorragende Führung seines Verbandes und in Anerkennung der ausgezeichneten Leistungen feiner Truppe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Seine Fliegerdivision hat durch ihre un­aufhörlichen Angriffe gegen die britische Flotte und ihre Häfen Operationen durchgeführt, die für den Verlauf des Krieges vo« wesentlicher Bedeutung sind.

475 Jahre Reichsbank.

Die Reichsbank feierte am 20. Juli ihren 175. Geburtstag; sie rechnet in dieses Alter auch ihre Rechtsvorgängerinnen" ein. Denn die Reichsbank ist unter diesem Namen erst eine Schöpfung des Bismarckreiches aus dem Jahre 1875. Aber die Notenbank, die in diesem Jahr als Reichsbank zu wirken begann, übernahm die Preußische Bank, und die Preußische Bank geht wiederum zurück auf die Kgl. Giro- und Lehnbank, die von Friedrich dem Großen am 20. Juli 1765 gegründet worden war. Und so ergibt sich der eigen­artige Tatbestand, daß die Reichsbank ihren Ge­burtstag nach dem Siebenjährigen Kriege hat. Und das ist kein Zufall: denn der Siebenjährige Krieg hatte zu einer merklichen Verarmung des an sich nicht reichen Preußens geführt Das Datum des 20. Juli ist eine Erinnerung, daß die Reichsbank eine lange und große Ueberlieferung hat und die gewaltigen Wandlungen vom Aufstiege Preußens über das Bismarckreich bis zum Großdeutschen Reich in sehr unmittelbarer Weise mitgemacht hat. Die große Aufgabe der Reichsbank als Notenbank ist: Zahlungen, die (wie z. B. Wechsel) erst in einer ge­wissen Zeit fällig werden, dadurch sofort flüssig zu machen, daß sie die Zahlungsanweisungen (Wechsel) aufkäuft und dafür Noten als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel ausgibt. Wenn man ihre Aufgabe also in ganz großen Umrissen skizzieren will, so be­steht sie darin, daß sie geschäftliche Zahlungsanwei­sungen in sofort greifbaresKleingeld" umwandelt. Und baraws ergibt sich unschwer die Bedeutung, die die Reichsbank als heute einziges Noteninstitut für die Volks- und Privatwirtschaft des Großdeutschen Reiches hat.

Freundl. möbl.

SWWlM eventl. mit gut möbl. Wohnzim. in ruhig. Hause zu vermiet. amD M. Gröninger Wwe Steinstrabe 59.

2 neue Büfetts (Eiche) 1,60 und 1,80 m breit, mit nubbaum Ein­lage, Aufsatz mit Schiebegläsern und Kredenz zu verkaufen. 3337D Heinr. Schmidt, Möbelschreinerei

Langsdorf, Oberhessen.

Meine Praxis ist bis 2. September geschlossen

Keine Ursprungs» Zeugnisse,

'andern nur Zeugnis­abschriften dem 93t werbungsjchrrtben bei­legen! Lichtbilder un dB ew erbungsun ter> lagen müffen zur Ber- meidung von Verlusten auf der Rückfeite Na­men und Anschrift bei Bewerbers kragen!

| Mietgesuche | 2'Zimmerwohnung mit Küche, wenn mögl. mit Bad und Garage, für sofort od. später z.miet.ges.Stadt- rand bevorzugt. Schr. Ang. unt. 02498 a.d.G.A.

Heute Dienstag:

Musikalisches Rätselraten

mit anschließender Preis Verteilung

3341 A

Bekanntmachung.

Die städtische Leihbücherei wird nach ihrer Ver­legung nach dem Hause Lonystraße 4 ab Mittwoch,

gesucht. ' 02504

Aus dem Beobachtungsmaterial des Reichsluft­schutzbundes über die bisherigen englischen Luftan­griffe aus das zivile Leben in Deutschland ergibt sich, daß im Umkreis von etwa 500 Meter um die Einschlagstelle die Scheiben der Fenster, die ent­gegen der Vorschrift geschlossen waren, zertrümmert wurden. Kein Mittel zum Schutz der Fensterscheiben verspricht mehr Erfolg, als wenn man sie bei Luft­angriffen geöffnet und Roll- oder Klappläden ge­schlossen hält. Der Streukegel der Splitter­bomben war außerordentlich flach, so daß bei den Einschlägen auf das Straßenpflaster noch in etwa 20 Meter Entfernung von der Einschlagstelle Split­terbeschädigungen an-den Häusern 5 Zentimeter über dem Boden zu beobachten waren. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, auch die nur wenig über die Erdgleiche ragenden Fenster von Luftschutz­räumen ausreichend zu sichern, weil sonst Split­ter in den Luftschutzraum eindringen können. Fer­ner wurde im Augenblick des Fliegeralarms mit­unter das elektrische Licht eingeschaltet, obwohl die Fenster nicht verdunkelt oder geöffnet waren. Es liegt auf der Hand, daß in keinem Augenblick die Verdunkelung wichtiger ist, als wenn die feindlichen Flugzeuge im Anflug sind. Durch einige verantwor­tungslose Volksgenossen kann der ganze Erfolg der Verdunkelung in Frage gestellt werden. Es wurde sodann beobachtet, daß die Sprengstücke Eisenträger,

Gebrauchter Kühlschrank preiswert abzu­geben. 3332V Adolf Plack

Neuen Baue 17

Fleißiges

WA» ver bald oder später gesucht

Diltmat

5eltersroeg52

für Tief- und Straßenbau sofort gesucht

Hauptfchrtftleiter: Dr. Friedrich Wttbelm Lange. Stellvertreter des Hanptfchristteiterö: Heinrich Ludwig Neuner. Verantwortlich für PolttÜ, Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen. Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschetn (beurlaubt); i. D.: Heinrich Ludwig Neuner: für Sport: Hetnricki Ludwig Neuner.

Druck und Verlag: Brühlsche Univerfttätsdruckerei R. Lange K. V. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Ameigenleiter: Hanö Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel Pl.Nr.s.

heißen Stunden, die dieser Feldzug mit sich brachte, erinnern wir uns, wieviel es bedeutet, daß uns jede Nachricht von zu Hause mit Siegesbewußtfein und Mut erfüllte, daß keine Zeile der Sorge, sondern nur die Stimme tapferer Lebensmeisterung zu uns und zu unseren Kameraden sprach.

Unsere Fahrt geht noch durch Dörfer, deren Be­wohner nun fast vor Jahresfrist Haus und Hof verlassen mußten, um im Innern des Reiches ge­sichert leben zu können. Wir haben die unbeschreib­liche Not der französischen Flüchtlinge erlebt, und wir denken mit stolzer Befriedigung daran, wie so ganz anders dieses Problem bei uns durch die Par­tei gelöst worden ist. Wir werden dabei aber immer an die großen Opfer erinnert, die die Heimat schweigend und freudig gebracht, an die Opfer, die wir auch draußen nicht vergessen haben, obwohl uns die Heimat nie daran erinnert hat.

Ja, wir fühlen jetzt in diesem Augenblick der Heimkehr mit heißer Ueberzeugung, was vielleicht eines der stärksten Kennzeichen dieses Krieges war: wie im Jahre 1918 der Zwiespalt von Heimat und Front zum Anfang des Zusammenbruches wurde, so ist heute die Gemeinschaft von Front und Hei­mat, die Uebereinstimmung in Haltung und Opfer eines der Geheimnisse unser.es Sieges!

Wir wissen, daß das nicht von ungefähr so gekom­men ist Es ist d i e Lehre Adolf Hitlers, die in diesen Wochen ihren Triumph gefeiert hat, es ist die Schule des Nationalsozialis­mus, die ihre Früchte trug.

Die nationalsozialistischen Soldaten an der Front und das nationalsozialistische Volk zu Hause habeü im Glauben an die große Zukunft unseres Reiches sich gegenseitig Kraft gegeben und da­mit den Feind geschlagen und Europa befreit. Die Stärke des Glaubens hat sich über die Entbehrun­gen zu Haufe und über die Anstrengungen und Ge­fahren draußen erhaben gezeigt!

Diese Kraft hat uns tief nach Frankreich hinein begleitet, wie sie der Heimat half, die innere Front stark und stolz zu machen.

Der Nationalsozialismus war das wahr­haft neue Element des Krieges, das Ele­ment, das Heimat und Front zusammenhielt, wie es einst die Klüfte im Volke verschwinden ließ. Die Idee, mit der einst der Führer das Reich eroberte, war auch der Wegbereiter der Armee, die jetzt nach dem Westen zog und dem Reich die Zukunft erftritt, die die nationalsozialistische Revolution einst der Nation verheißen hat und die heute offen vor ihr liegt.

Der Wagen hält. Wir sind am Ziel unserer Fahrt. Unsere Gedanken werden unterbrochen, aber unsere Augen sehen im Dämmerschein des anbrechenden Tages die F ah n e n b e $ Sieges auf den Stra­ßen des schlafenden Städtchens. Es ist die gleiche Fahne, auf die wir einst geschworen haben, als der

Don der an der südchinesischen Küste operierenden japanischen Flotte soll eine starke Flottenabteilung San Tu a 0 überraschend angegriffen und auf der achtzig Kilometer von Futschau entfernten Insel San tu eine Abteilung Marineinfanterie ausgesetzt haben.

Kunst und Wissenschaft.

168 Preise für Deutschland auf der Triennale in Mailand.

Das Preisgericht der Internationalen Ausstellung für Architektur und dekorative moderne Künste in Mailand (7. Triennale 1940) hat in diesen Tagen die Preisverteilung für die Ausstellung vorgenom- men. Die deutsche Abteilung erhielt 168 Preise, und zwar 16 Große Preise, 25 Ehrendiplome, 65 Gol­dene Medaillen, 49 Silberne Medaillen und 13 Bronzene Medaillen. Bei der Beurteilung der preis­gekrönten deutschen Arbeiten wurde immer wieder die Qualität und Schönheit der einzelnen Stücke hervorgehoben. Ebenfalls wurde auf das übersicht­liche und klare Gesamtbild der deutschen Ausstellung hingewiesen.

Gedanken in der Stunde des Wiedersehens.

Von Helmut Sündermann.

Danksagung.

Da es mir unmöglich ist, jedem einzelnen zu danken, möchte ich es auf diesem Wege tun. Allen denen, die mir bei dem schweren Verlust meines lieben, unvergeß­lichen Mannes Trost spendeten, spreche ich meinen innigsten Dank aus.

Sophie Gurenköff und Kinder.

über. Er meinte, Amerika, das er denletzten Schirmherrn einer verratenen Zivilisation" nannte könne seinen Frieden leider nicht länger in Ruhe genießen. Amerika müsse sich fertig machen für den Schutz seiner Rechte sowie für seinen An­spruch aufungestörten Genuß seiner eigenen Zu­friedenheit".

Deutsches Lokal in Buenos Aires demoliert.

Buenos Aires, 22. Juli. (DNB.) In Buenos Aires wurde ein deutsches Lokal durch eine Bande von 20 jungen Burschen nahezu vollständig zerstört. Die Zeugenvernehmung durch die Polizei ergab, daß der Tumult als Ausdruck einer deutschfeind­lichen Haltung vorsätzlich organisiert war. Nachdem die Gruppe ihr Essen eingenommen und sich Mut angetrunken hatte, begann sie auf ein verabredetes Zeichen einen völlig unmotivierten ohrenbetäubenden Tumult und demolierte die Ein­richtung unter Verwendung allen erreichbaren Ge­schirrs, Flaschen und Stühlen als Wurfgeschosse, so daß die übrigen Gäste panikartig auf die Straße und in den Keller flüchteten. Der Vorfall wurde vom größten Teil der Presse gänzlich verschwiegen, in wenigen Zeitungen nur versteckt verzeichnet.

Der Ausbau

der brasilianischen Kriegsmarine.

Rio de Janeiro, 21. Juli. (DNB.) Auf der Werft der brasilianischen Kriegsmarine in Rio de Janeiro lief der erste in Brasilien erbaute Zerstörer vom Stapel. Er wurde von der Gatttn des Präsidenten Vargas auf den Namen des brasilianischen See­helden Marcidio Dias getauft. Gleichzeitig erfolgte die Kiellegung zweier weiterer Zer- ft ö r e r. Im ganzen wird die brasilianische Marine sechs Zerstörer als erstes Programm fertigstellen, deren Bau eingeleitet wurde, nachdem England bei Kriegsausbruch die Lieferung der bestellten Zer­störerserie verweigert hatte. Die Tatsache, daß Bra­silien aus eigener Kraft eine Kriegsmarine aufbaut, wird von der brasilianischen Oeffentlichkeit als be­sonderer Erfolg des Aufbauprogramms unter Prä­sident Vargas gefeiert.

Wir find alle etwas eingenickt und reiben uns den Schlaf aus den Augen, als aus der Finsternis einige Heilrufe unserem rasch anziehenden Lkw. nachgesandt werden. Wir sitzen zu fünf Mann hin­ten unter der Zeltbahn des Lastwagens und schieben nun überrascht die Plane etwas zur Seite, um zu sehen, was es gibt, und im Schatten der Nacht erkennen wir die Stelle, an der unsere Kompanie vor zwei Monaten den Boden des Reiches verlassen hat ein Lied auf den Lippen und eine stolze Bereitschaft für kommende Taten im Herzen.

Keiner von uns spricht ein Wort, und doch fühlt jeder in dieser Sekunde den Schauer der Freude, die uns in diesem Augenblick der Rück­kehr auf den Heimatboden ergreift. Frei­lich es ist nicht der Friede, sondern ein dienst­licher Befehl, der uns hierher gerufen hat, während die Kameraden von der Kompanie noch irgendwo in Frankreich liegen und nach beendigtem Feldzug jetzt wieder kräftig Dienst schieben. Andere freilich von denen, die damals mit uns marschierten, liegen vor Montmedy, liegen an der Aisne, liegen in jenem Dorf, in dem wir den Kampf mit den Nig­gern hatten ... sie sind als tapfere Soldaten ge­fallen und haben uns den Sieg erkämpfen helfen.

Gerade jetzt, während wir in rascher Fahrt immer weiter in die Heimat fahren, stehen sie uns leben­dig vor Augen. Es ist uns, als wären sie bei uns: Deralte Fritz" unser Kompaniechef, der uns mit Härte zu Soldaten machte, der dann mit beispiellosem Mut seiner Kompanie vorausstürmte und schließlich in der letzten Stunde des heißen Kampfes fiel, oder die Unteroffiziere, die ihren Gruppen auch im Tode Vorbild waren, oder der Sanitätsgefreite, der uneiftwegt die Verwundeten verband und schleppte, bis chn ein Kopfschuß aus der tapfersten Pflichterfüllung herausriß, und alle die andern, die im Gedanken an die Heimat, die sie nun nicht Wiedersehen, als Helden gestorben sind. Jetzt halten sie an den Stätten, die unserer Kom­panie im Kampfe heilig geworden sind, eine stille Wache für ihr Volk.

Die Bilder der Erlebnisse dieser ernsten und doch so glücklichen Wochen rollen vor uns ab, während wir durch die Dörfer der Eifel fahren und es immer mich nicht ganz gefaßt haben, daß wir jetzt nicht mehr im Feindesland, sondern in der Heimat sind. In der Heimat ... wie viele Gedanken haben ihr nicht gegolten; Gedanken an den Stolz, mit dem sie wohl jetzt ihre Soldaten lobt, an die Freude des Sieges, der ihre Städte und Dörfer beseelt, an das Glück, daß ihr die Ahnung des jetzt erkämpften kom­menden Reiches bereitet.

Dankbar denken wir alle in dieser Stunde an die Stimme der Zuversicht, die immer wieder aus allen Briefen und Grüßen der Heimat zu uns draußen drang. Jetzt, wo wir zurückblicken auf die vielen

Hattenrod 3301D

Hans-Zoachjm, unser Sonniagsjunge, ist angekommen 3n dankbarer Freude

Erna Schober, geb. Funk Schriftleiter Otto Schober z. 3- im Felde

Verkäuferin

ver bald oder später gesucht

perfekte Köchin

gesucht

für unsere Werksküche. tZu bedienen sind ettva 100

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, sowie für die trostreichen Worte beim plötzlichen Verlust meines lieben Mannes

Ferdinand Sack

spreche ich auf diesem Wege meinen tiefsten Dank aus.

Elisabeth Sack, geb. Reuschling.

Heuchelheim, den 23. Juli 1940.

oder Frau für Klein-Wäsche wöchentl. gesucht Blockstraße 9 v. Putzirau 0. Mädchen für täglich 2 Std. ges. Vorzustellen norm. od. abends Frau Mlbinger, Frankfurter Str. Nr.61. rechts?^»

Nur erhältlich:

Parfümerie Doll

Marktstraße 2 8 3262a

Führer noch ein Rufender war, und die heute nicht nur im Reiche weht, sondern wirklich von der Maas bis an die Memel und weit darüber hinaus! Auch an der Küste Europas gegenüber England!

Mit dieser Erinnerung aber gehört die Stunde der Heimkehr wieder der Vorbereitung auf eine Stunde des Aufbruchs!

Der Großdeutsche Reichstag im Kriege.

In der Reichstagssitzung vom Freitag, dem 19. Juli, in der der Führer seinen Siegesbericht er­stattete, waren sieben Abgeordnetensitze mit Lorbeer umkränzt. In den bisherigen Kriegshandlungen sind sieben Reichstagsabgeordnete gefallen. Im Polenfeldzug der Abgeordnete SA.- Obergruppenführer Joachim Meyer-Quade; im Westen: Stellvertretender Gauleiter Otto Nip­pold, Gauamtsleiter Herbert Haselwander, SA.-Brigadeführer Erich B 0 e t e l, SA.-Obersüh- rer Alfred Eckart und Kreisleiter Walter Hams­ter. Bei einem englischen Luftangriff auf Düssel­dorf kam in Ausübung seiner Dienstfunktion als Polizeipräsident ums Üeben der Abgeordnete Obergruppenführer Fritz Weitzel.

In der Reichstagssitzung vom 19. Juli waren zum ersten Male auch die heimgekehrten Ost- gebiete vertreten. Auf Grund des Gesetzes über die Vertretung der in den heimgekehrten Ostgebieten ansässigen Volksgenossen im Reichstag hatte der Führer zu Abgeordneten bestimmt: für den Reichs­gau Wartheland Gauleiter und Reichsstatthalter Arthur Greiser, Gauamtsleiter Ulrich U h le, Kreisleiter und ^-Obersturmbannführer Ludwig Wolff aus Litzmannstadt sowie den Posener Rechtsanwalt Dr. Erhard Schroeder. Der Gau Danzig-We st preußen wird vertreten durch den Gauleiter und Reichsstatthalter Albert For­ster, den Stellvertretenden Gauleiter Otto A n dres und den Gauamtsleiter und LandesbauerN- führer Lothar R e t e l s k y. Auch für die Provinz O st preußen sind zwei weitere Abgeordnete be­stellt worden, nämlich der Landrat Ernst Speidel (Lötzen) und der Kreisleiter und Dauer Fritz Stolz. Aus Ostoberschlesien wurden der ehemalige Senator der deutschen Volksgruppe in Polen, Rudolf Wiesner, und der Kreisbeauf­tragte der NSDAP, im Kreis Kattowitz, Georg I 0 s ch k e, berufen. Mit den elf für die Ostgebiete neu eingetretenen Abgeordneten zählt der Reichstag nun 873 Mitglieder.

Kleine politische Nachrichten.

Die Führung des Deutschen Alpenver­eins hat den Helden von Narvik, General der Infanterie Dietl, zum Ehrenmitglied er­nannt.

Perrato-

Sommersprossen

allelästtg.Haare Leberflecken

Pickel, Sommer- wross. usw. erttf. u. Gar. kür immer Frau B. Gulden seit 1935 Fr. W. Henkel Svrechftund.ietzl lüittwochs.Gießen Am Biegelpfad 32. 9-17 Uhr darchg,

Verkante