Ausgabe 
23.7.1940
 
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jeder fremde Flugzeuge über Gibraltar

General­

nähern sich die deutschen Jäger, geben Vollgas und

Britten. Die deutschen Jäger kümmern sich ^ett Ein sch^rzer Frei ax am diesen Segen der Gruppenkommandeur chlll und die britische Luftwaffe.

48 Ku,

Dokument Ak. 36

Notiz!

Geheim!

Decknamen.

27. Mai 1940.

Nr. 1219/3 F. T.

zusetzen.

CHLOR

gehen dran. t , ... ..

Angriff! Dem deutschen Jagdschwarm spritzen die Granaten der englischen Maschinenkanonen entge­gen Zwölf Maschinen mit je vier Kanonen gleich ® ~ ' am . s. ...m..... fi'immorn ftm

und holte sich noch beiDovereine Spitfire und zwei Hurricanes und beschloß so diesen Freitag mit insgesamt 15 Abschüssen. Ein einziger deutscher Flugzeugführer wurde verwundet und zwei Maschinen hatten Treffer. Der verletzte Flugzeugführer befindet sich schon längst in einem Lazarett. Ein schwarzer Freitag war es für Chur-

Ein sauberer Mensch kann ebensowenig auf Zahnpaste wie auf Seife verzichten?

schießt.^Der' erste kurze Feuerstoß liegt zu hoch,

stabschef der Landesverteidigung, an den komman­dierenden der französischen Streitkräfte im Ostmit- telmeergebiet General W e y g a n d.

10. Mai 1940.

Dank an die Feldeisenbahner

Der Reichsverkehrsminister spricht auf dem Pariser Ostbahnhof. Lon Kriegsberichter Günther Weber.

letzt worden.

(gez.) für den Generalmajor: Koeltz.

Dokument Ar. 35.

Der französische Generalstab an Deygand am 27. 2Hai 1940.

UNS uen .

korps vorstelle, wobei der gegenwärtigen Lage unD I/uuvte ------

der Mittel, über die Sie verfügen, Rechnung ge- IihlLn ^er Maschinenwaffen. In einer großen Kurve tragen ist. Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie mir' H"h

Ihre Ansichten hierüber bekanntgeben wolltem

Ich habe bei der Regierung beantragt, daß Ihnen auf dem Balkan das Oberkommando über die gesamten alliierten Streitkräfte übertragen wird. Ich Hobe gleichfalls beantragt, daß das Ostmittel- meer zum Behelfsbereich des Oberkommandierenden der französischen Seestreitkräfte geschlagen wird. Ich weiß, daß Ihre Aufgabe überaus schwierig und

heikel ist. Ich bin gewiß, daß Sie diese Aufgabe wie schwer sie auch immer sei, zu einem guten Ende

nachmittag' nach London begeben.

Dokument Ar. 33.

Der Oberkommandlerende Gamelln,

Arcole an Albatros.

Antwort auf Ihr Telegramm Nr. 53/31W vom 26. Mai.

Entsendung einer 7,5-cm-Flakgruppe und Gegen-! wert drei Batterien 2,5-Flak, wie durch General Buillemin mit Telegramm 579/3 E. M. G. vom 14. Mai vorgesehen, ist eine Landung Honduras Vorhut gebunden entsprechend meinem Telegramm 860/3 F. T. vom 6. Mai und meinem Bries Nr. 911/3 F. T. vom 10. Mai. Stop. Da Ope­ration als Folge gegenwärtiger Umstände wieder m Frage gestellt, kann ich im Augenblick Bitte Flak­verstärkung, die an mich gerichtet, nicht entsprechen. Ende. (Stempel)

für den Oberkommandierenden der Landstreitkraste der Generalmajor (gez.) Doumong.

Um Indiskretionen "über die für den Fall von Operationen im Aegäischen Meer vorgesehenen Maßnahmen vorzubeugen, ist vereinbart worden daß von jetzt ab im Brief- und Telegrammwechsel in dieser Angelegenheit folgende Derfnoen verwendet werden sollen: für Saloniki Honduras, für Kreta Guatemala, für Milo Argenttne, für Salamina Chile, für Navarin Colornbie, für 2U-

Dolive, für Griechen Equateur, für Türken

General Weygand, französische Delegation beim Interalliierten Ausschuß für militärische Studien, i - u die Admiralität und das Oberkommando der Lust- . waffe sind von dieser Maßnahme in Kenntnis ger

Graf Ciano an^eichöaußenministervon Ribbentrop

Rom 22.Juli. (DNB.) Der italienische Minister des Aeußeren, Graf Cian o, sandte nach seinem Berliner Besuch anläßlich der Sitzung des Deutschen Reichstages folgendes Telegramm an den Reichs- minister des Auswärtigen: -.Lieber Ribbentrop. Beim Verlassen des deutschen Reichsgebietes ent- biete ich Ihnen einen herzlichen Gruß und erneuere meinen aufrichtigen Dank für die mir erwiesene herzliche Gastfreundschaft. Wollen Sie bitte dem Führer zusammen mit meinen ergebenen Ge- siihlen auch meine tiefe Befriedigung darüber aus- drücken, daß ich der Reichstagssitzung vorn 19 Juli beiwohnen konnte, welche durch die Rede Ihres großen Chefs und Heerführers die neuesten Siege der glorreichen deutschen Wehrmacht historisch ab­geschlossen hat und die unlösbaren engsten Bande bestätigt, die das nationalsozialistische Deutschland mit dem faschistischen Italien verbinden; sie war

Ein schwarzer Freitag für die britische Lustwaffe. Wie eine deutscheIagdgruppe ohne eigeneVerluste zwölf-Oefiants'cherunterholte

liens in den Krieg hat der Verkehr völlig auf­gehört. Für die Geschäftsleute in Gibraltar be«. deuteten diese englischen Kontrollmaßnahmen, die für viele Schiffe oft einen Zeitverlust von Tagen und Wochen ausmachten, einen guten Verdienst, im dem sie nicht nur alle Lebensrnittel, sondern auch alle sonstigen Waren, ja sogar Frischwasser zu stark erhöhten Preisen verkauften. Bei dem ersten Rau- mungsbefehl der englischen Behörden wurden alle Restbestände zu Schleuderpreisen losge­schlagen. Durch die Rückkehr der Flüchtlinge aus Französisch-Marokko entstand ein großer Mangel an lebenswichtigen Produkten. Nach der zweiten Evakuierungsanordnung, die bis zum 1. August durchgeführt sein muß, versuchen nunmehr die Geschäftsleute durch Zeitungsanzeigen krampf­haft ihre Außenstände hereinzubekommen. Dies ist um so schwieriger, da sich der Bevölkerung eine Panikstimmung bemächtigt hat und die Schuld­ner mangels Vertrauens in den englischen Endsieg es vorziehen, alle ihre verfügbaren Barmittel selbst mitzunehmen, ohne auf Angebote mit verlockenden Rabattsätzen der Gläubiger einzugehen. Alle Kolo­nialwarengeschäfte Gibraltars sind seit Dienstag wegen Warenmangel geschlossen.

führen werden.

Der Oberkommandierende der Landstreitkraste: (gez.) Gamelin.

Dokument Ar. 34.

Der Oberbefehlshaber des Landheeres. 'Großes Hauptquartier. SeneralftatL drittes ®üro. Nr. 1028/3 F. T. 15 Ma, 1940.

müssen.

Man darf auch nicht außer Acht lassen, daß die Süd- und Mittelamerikaner Völker romanischer Kultur und Sprache sind. Bolivar, der den Kampf gegen die spanischen Vize-Könige siegreich durch- führte, war ein Sohn der französischen Revolution, deren geistiges Erbe er adoptierte. Nordamerika­nische Sitten und Ueberlieferungen sind den Süd­amerikanern wesensfremd, sie erscheinen ihnen nicht nachahmungswert. Es bleibt demnach als gemein­sames Band nur der kontinentale Raum, und es bleibt der überwiegende Einfluß des Dollar, denn das so oft angeführte gemeinsame demokratische Ideal ist mehr als fragwürdig. Demokratie in den Vereinigten Staaten und Demokratie in Jbero- Amerika sind richt verschiedene Dinge, zudem sind bereits einige der südamerikanischen Staaten zum autoritären Regime übergegangen. Der Verlauf der panamerikanischen Ministerkonferenz in Havanna wird zeigen, inwieweit sich diese auseinandergehen- den Interessen unter einen Hut bringen^lallen.

Oie Außenministerkonferenz in Havanna eröffnet.

Havanna, 22.Juli. (DNB.) Die Sitzung der Außenminister aller amerikanischen Länder eröffnete am Sonntag der kubanische Präsident Laredo B r u mit einer Ansprache, in der er sich als der gelehrige Schüler seines Herrn präsentierte. Er stellte den Wert gesetzlichen Erwerbs denbrüchi- aen Eroberungen durch Macht und Gewalt" gegen-

Die Konferenz von Havanna.

Die Zahl der panamerikanischen Kongresse und Konferenzen ist ständig im Wachsen begriffen. Sie verfolgen alle mehr oder weniger dasselbe Ziel, einen gemeinsamen Nenner für die politischen, wirt» chaftlichen und kulturellen Interessen des Konti­nents zu finden, wobei aber die Vorherrschaft der Vereinigten Staaten gewahrt bleiben soll. Mit an­dern Worten: es gilt die Anerkennung der Mon­roe-Doktrin in diese Konferenzen Hineinzu- chmuggeln. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die großen und kleinen ibero-amerikanischen Staaten die Monroe-Doktrin als solche ablehnen und in ihrer Aufrechterhaltung einen Angriff auf ihre staatliche Würde sehen. Gewiß haben sich die Zeiten seit 1823, als Präsident Monroe seine Doktrin ver- kündete, umchie amerikanischen Staaten vor einem Zugriff der großen europäischen Kolonialmächte zu schützen, grundlegend geändert. Die' meisten dieser Staaten sind flügge geworden und wollen nichts mehr von der nordamerikanischen Bevormundung

schenken.

Die Konferenz in Havanna hat als Hintergrund den europäischen Krieg. Die Einberufung der Konferenz erfolgte noch vor dem britischen Ver­brechen in Oran, ehe noch jemand an einen mög­lichen Bruch zwischen London und Paris denken konnte. Es folgten die allen Vorstellungen von poli­tischem Anstand in den internationalen Beziehungen spottenden Piratenstücke Churchills vor Martinique und Guadeloupe, durch die der Krieg direkt in die amerikanischen Gewässer getragen wurde, die nach einer oft betonten und wiederholten Erklärung Roosevelts einer besonderen amerikanischen Welt­ordnung unterstehen, und die als Sicherheitszone für die Schiffahrt erklärt worden sind. Es heißt, daß Frankreich eine Milliarde Golddollar aus sei- nenv Staatsschatz nach Martinique verbracht hätte. Das ist eine Summe, die die Briten zu einem See» räuberstreich verlocken könnte, so wie ihre Vorfah­ren einst auf die spanischen Gold- und Silberflotten von einigen hundert Jahren in den gleichen Ge­wässern Jagd machten. Sollten nun die Amerikaner, die sich in Havanna in naher Nachbarschaft von Martinique versammeln, diesem Piratenkrieg und der Blockade in ihren Gewässern tatenlos zusehen, so würde das Prinzip der Monroe-Doktrin dadurch umgestoßen werden. Jedenfalls werden gewisse Kreise Nordamerikas vor einen argen Konflikt ge­stellt, sie werden zwischen den panamerikanischen Idealen und ihrer Englanvfreundlichkeit wählen

DNB 20. Juli. (PK.) In der großen Halle des Pariser Ostbahnhofes sind an tausend Feldeisenbahner angetreten, Männer der Trans­portkommandantur und der Wehrmachts-Verkehrs- direktion, die genau wie ihre Kameraden im feld­grauen Rock ihren Teil zu dem herrlichen Siege bei­tragen durften. Die große Bahnhofshalle tragt einen schlichten Schmuck. Zu beiden Setten der Maschine einer Jubilarin aus dem vergangenen Jahr­hundert, die jahrzehntelang zwischen Paris und Straßburg verkehrte befinden sich zwei große Hakenkreuzfahnen, lieber der Maschine leuchtet von der Wand der Bahnhofshalle ein Monumentalge­mälde, das den Abschied französischer Soldaten bei Kriegsausbruch 1914 auf einem Pariser Bahnhof zeigt. Kurze Kommandos. Reichsverkehrsminister Dr Dorpmüller schreitet die Front ab. Dann .steht er auf der Maschine und spricht. Anknüpfend an die traurigen Verhältnisse nach dem Schand­diktat von Versailles, die auch auf die Reichsbahn ihre Schatten geworfen hatten, rief der Reichsver­kehrsminister aus:Die Zeit von damals ist vorbei. Sie darf und wird niemals wiederkommen. 25 000 Tote hat die Deutsche Reichsbahn im Weltkrieg opfern müssen. Einsatz und Opfer waren auch in diesem uns aufgezwungenen Krieg nicht gering. Dafür steht unsere Wehrmacht heute aber auch als Sieger in Frankreichs Hauptstadt. Die deutschen Feldeisenbahner und die Angehörigen der Wasser- straßenoerwaltung haben ihren Teil zu diesem herr- lichenSiege beigetragen. Ich bin der festen lieber« zeuaung, daß wir auch die großen Aufgaben die uns die Zukunft stellt, in treuer Pflichterfüllung bewältigen werden." Die große Halle der Gare de lEst hallte wider von dem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. Herzlich verabschiedete sich der Reichsverkehrsminister von den Eisenbahnern, um seine Besichtigungsfahrt im besetzten Gebiet fort«

können. , ., .

Für Sie erhebt sich nunmehr die Frage des Dodekanes. Ein Interesse zur Entsendung einer Division als Verstärkung in den Orient besteht nur, wenn die Türkei die Stationierung dieser Divi­sion in Thrazien schon jetzt zuläßt. ' I

Wenn ich Ihnen in der gegenwärtigen Lage die verlangten Verstärkungen nicht schicken kann, so er­greife ich doch schon jetzt Maßnahmen, die erforder­nd) sind für: , v

a) Beschleunigung der Entsendung der zur Er­gänzung Ihres Expeditionskorps bestimmten Kräfte, deren Transport bereits in die Wege geleitet ist;

b) zur Ermöglichung möglichst rascher Entsendung einer mit statten Luftabwehrmitteln ausgerüsteten Vorhut aus Frankreich nach Saloniki.

Die Admiralität hat alle Maßnahmen ergriffen, um drei Transportschiffe an die Levante zu entsen­den. Diese werden Ihnen gestatten, eine erste Ab­teilung Ihrer Streitkräfte nach Mazedonien zu ent- nuu, vul senden. Ich bin mir darüber im klaren, daß diese Engländer die deutschen Maschinen kaum erkennen Maßnahmen Ihnen nicht die Mittel an biß fönnen. Zunächst einmal muß festgestellt werden, geben, auf die Sie mit Fug rechnen dürfen. Ich um roa5 für Flugzeuge es sich handelt. Spitfire halte es daher für zweckmäßig, Ihnen in der an- Reicht ausgeschlossen. Hurricanes? Auch gefügten Aufzeichnung aufs neue darzulegen, wie Aha, nun sieht man es, es handett sich tat-

ich mir, zum mindesten zeitlich gesehen, Jh^^ Aktton um die neuen ,~ ro

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La Linea, 23. Juli. (DNB. Funkspr.) Gibral­tar wurde Montag um 11.10 Uhr und 14.30 Uhr von fremde n Flugzeugen überflogen, gegen die die englische Flak ein heftiges Feuer er­öffnete. Bomben wurden nicht abgeworfen. Mon­tag früh wurde aus Richtung Mittelmeer in der Höhe von Gibraltar leichter Kairo nendon- ner vernommen. Die britische Besatzung von Gibraltar wurde auf 10 0 0 0 Mann ver­stärkt. Allein am 18. Juli wurden 2000 Mann ausgeschifft. Auch starke Munitions- und Lebensmitteltransporte kamen in den letzten Tagen in Gibraltar an. Die Seefestung rich- [tet sich auf weitere Luftangriffe und Belagerung ein. Der größte Teil der Bevölkerung hat die See­festung verlassen und fährt auf britischen Schiffen einem unbekannten Schicksal entgegen. Die Zurück­gebliebenen verbringen die Nächte auf freiem Feld. Alle Geschäfte und Läden sind geschlossen. Militär- und Polizeistreifen durchziehen unaufhörlich die Stadt, vor allem in den nördlichen Vierteln.

Der Schiffsverkehr von Gibraltar erhielt bei Kriegsausbruch einen ungeheuren Aufschwung. Es gab tage, an denen bis zu 180 Schifte, die sich einer britischen Kontrolle unterziehen mußten, auf der Reede gezählt wurden. Nach dem Eintritt Jta-

Mitteilung Reynauds an Churchill vom 24. Mai 1940.

Geheim, , 24. Mm 1940.

An Sir Ronald H. Campbell

(von Hand zu Hand gegeben durch Hauptmann de Margerie am 24. Mai 1940 um Al Uhr). Wortlaut einer heute von Herrn Paul Reynauo an Herrn Winston Churchill gerichteten Mtteilung.

Sie haben mir heute vormittag telegraphiert, daß Sie den General Gort angewiesen haben, l weiterhin den Plan W ey g and auszufuhren Mit einem Telegramm des Generals Blancharo teilt mir nun General Weygand mit, daß die en bische Armee, entgegen dem heute uh durch General Weygand betätigten formellen Befehl, e - hen Rückzug über 40 Kilometer in Richtung auf bie fiäfen betoloffen uni) durch-Mhrt hat, wah­rend unser- von der Südstont kommenden Truppen nach Norden zu in Richtung auf die alliierten I Nordarmeen Gelände gewannen.

Dieser Rückzug hat natürlich den General Wey­gand gezwungen, seinen g a n z e n A u f m a r s ch ?u ändern Er sieht sich nunmehr gezwungen. ' auf eine Schließung der Lücke und die Bildung ei- ' ner förtlauftnden Front zu verzichten. Es braucht nicht betont zu werden, wie schwerwiegend die Fol­gen sind, die sich hieraus ergeben können.

einen Engländer abgeschossen.

Zweiter Anflug: Die übrige Gruppe war heran und belegte die acht anderenDefiants" mit einem Hagel wohlgezielter Geschosse. Der Hauptmann ver­spürte einen Schlag in seiner Maschine. Die Fläche links zeigte ein paar Löcher und plötzlich ließ auch die Tourenzahl des Motors nach, die Oeltemperatur stieg ungeheuer schnell an, also war es für diesmal Zeit, und nichts wie nach Hause.Ganz langsam , mit 300 bis 400 Stundenkilometer Geschwindigkeit quälte man sich über denBach" zurück zur fran­zösischen Küste. Auch die Maschine des Adjutanten hatte einige Treffer abbekommen.

Während man sich dicht an der französischen Küste einen Platz aussuchte, hörte der Kommandeur im Kopfhörer durch Funkspruch, wie sich seine Kamera­den über dem Kanal noch mit ben letzten Defiants" herumschossen und jedesmal, wenn sich die Männer einige Kilometer weiter zuriefen: Mensch, da ist noch einer! Hurra, es hat gebumst Abschuß"Gratuliere herzlich"Pulver, auf gehts" und was dgl. schöne Reden im Funk­sprechverkehr deutscher Jäger noch mehr sind, dann freute sich der Kommandeur.

Sie waren kurz darauf wieder zu Hause und der Kommandeur konnte den stolzen Erfolg an das Ge-

»r weitermelden: eigene Verluste: !. Und weil der Tag so schön und es ja Frei-

Sehr geheim!

Durch die Telegramme Nr. 14291432 vom 29. April haben Sie die Notwendigkeit betont, den Abwehrwillen der Balkanmächte burd) einen möglichst kräftigen und sofortigen Beittag unsererseits zu stärken. Sie haben bei biefer Ge­legenheit die Ditte ausgesprochen, ben Zeitpunkt auszunutzen, in bem bas Mittelmeer noch frei ist, und Ihnen sofort nachfolgende Verstärkungen zu senden: 2 Gruppen Jagdflugzeuge (mindestens), 4 Gruppen Bombenflugzeuge, 2. Division Kolo» nialinfanterie, 2 Bataillone Kampfwagen D. Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, daß das Kriegs­kabinett, bem diese Frage vorgelegt worden ist, in seiner Sitzung vom 6. Mai beschlossen hat, die an­gegebenen Einheiten gegenwärtig nicht an die Levante zu senden. Der Beschluß war begründet wie folgt:

1. Es besteht Veranlassung zu der Annahme, baß Italien, wenn es die Feindseligkeiten gegen die Alliierten beginnt, im voraus die Zusicherung desl deutschen Beistandes erhalten hat. Die Schlacht wird I sich infolgedessen vermutlich sehr rasch auf der Nordostfront ausbreiten und gegebenenfalls auch auf die Südostfront. Unter diesen Umständen müssen wir die Schlacht in Frankreich gewinnen, für die unser Material überwiegend eingesetzt wer­ben muß.

2. Die vorherige Verstärkung der Levante er­scheint nicht als absolut notwendig, denn in bem er-1 wähnten Fall von Feindseligkeiten gegen Italien ist es fast ebenso schwierig, Transporte von der Levante nach Saloniki zu jchoftett wie Transporte aus 'Frankreich oder aus Nordafrika dahin, und zwar einmal wegen der geringen Umschlagsmögttch- feiten des Hafens von Beirut, andererseits weil wir Gefahr laufen, von Anfang an nicht mehr die freie Verbindung im Mittelmeer und den Schutz der Geleitzüge gegen Luftangriffe garantieren zu

verwendet werden. 4. Die Regierung wird der nor- wemschen Regierung Mitteilen, daß sie auf die Un­terstützung Frankreichs zählen kann. 5. Der Mini- fterpräfibent, der Lanbesverteibigungs- und Kriegs­minister und Admiral Darlan werden sich heute

wissen. Die letzten panamerikanischen Kongresse in Montevideo, Buenos Aires und in Lima haben das klar bewiesen. Washington mußte auf die Politik desbig stick" verzichten, kaum daß es noch den Anspruch einesprimus inter pares", einesErsten unter Gleichen" erheben darf. Das bedeutet nun nicht, daß Präsident Roosevelt die Monroe-Doktrin als solche hat fallen lassen. Ihre Anwendung wird nur anders und ein wenig rücksichtsvoller gehand­habt, es gibt keine offenen Drohungen, Flotten­demonstrationen und Landungen von Marinesol­daten mehr, aber es gibt auch andere Druckmög­lichkeiten, um die Jbero-Amerikaner bei der Stange zu halten.

Die Konferenz aller amerikanischen Außen­minister, die soeben in Havanna zusammengetteten ist, gehört zu dieser letzteren Methode. Die Kon­ferenz soll sich vornehmlich mit wirtschaft­lichen Fragen befassen, denn nachdem die Ver­suche Roosevelts, die ibero-amerikanischen Staaten eindeutig auf die von Washington verfolgte außen­politische Linie festzulegen, nicht den gewünschten Erfolg hatte, will man jetzt auf bem Umwege über die Wirtschaft dasselbe Ziel erreichen. Roosevett hat den Plan gefaßt, eine panamerikanische Monopolgesellschaft zu gründen, bei der die Ausfuhr aller amerikanischen R o h st o f f e und Lebensmittel zenttalisiert werden soll. Sollten sich nun die in Havanna versammelten Außenminister mit der Gründung dieser Monopol­gesellschaft einverstanden erklären, so müßten sie dabei auf eine selbständige Handelspolitik ihrer Lander verzichten und Washington eine ungeheure Vormachtstellung einräumen, die mehr bedeuten würde, als die strenMe politische Auslegung der Monroe-Doktrin. Die Südamerikaner sind sich dieser Tatsache bewußt. So soll z. B. die brasilianische Delegation sehr genaue Instruktionen erhalten haben, sich nicht mit vagen Versprechungen ver- trösten zu lassen, sie soll die Interessen des eigenen Landes nicht etwa rein nordamerikanischen Inter­essen opfern, sie soll vor allem nicht den anglo- philen Neigungen Roosevelts ohne weiteres Gehör

zeuge doch nicht vorgestellt. So haben es sich wohl weder die Konstrukteure noch die Ingenieure und am allerwenigsten die englischen Flugzeugbesatzun­gen ausgemalt, die auf ihreDefiants" so mäch­tig stolz waren, denn wenn deutsche Jäger einer ein­zigen Jagdgruppe von 12 Maschinen dieses neuen Flugzeugtypes in ein paar Minuten alle zwölf hintereinander abschießen, dann ist das kein überzeugender Beweis für die Tüchtig­keit der britischen Luftwafte, auf jeden Fall aber ein Beweis für den Angriffsgeist unserer deuftchen Jäger und die Güte unseres Materials.

Es war an einem Freitag. Ein Unglückstag. Auch, wenn man sich eine neue Jagdmaschine ge­baut hat, die eine zweite Kanzel hat, aus der man nach hinten wie aus einer Gießkanne mit vier zusammengekoppelten Maschinenwaffen gleichzeitig schießen kann. Fliegt dann eine neueDefianl"-Ge­sellschaft schon eng geschlossen zusammen, dann hat man nach hinten eine ganz schöne Abwehr und allerlei Feuerkraft, theoretisch wenigstens, m ber Praxis kann das allerdings auch anders aussehen.

Freitagmtttag war es also. Eine deutsche Jagdgruppe unter Führung von Hauptmann T brummte los. Strahlend blauer Himmel wölbt sich über dem Kanal. Man sieht deutlich die weiß leuchtende englische Steilküste, und siehe da, tief unten schrauben sich einige schwarze Pünktchen lang­sam hoch. Man zählt drei sechs..neun zwölf Maschinen. Die deutschen Jager klet- Itern noch ein bißchen, sind schon so hoch, daß die

für die Welt eine feierliche Voranzeige des sicheren Triumphes unserer gemeinsamen Waffe. In herzlicher Kameradschaft. Ciano."

Defiants" Ganz dicht schwader weitermelden: eigene Verluste:

P.K. (DNB.) So, Mr. Churchill, haben Sie etwas tiefer, die Maschine geneigt, zweiter Feuer- sich'den ersten Einsatz Ihrer mit viel Wichtigtuerei stoß haargenau sitzen die deutsche" umgebenen.neuen -nglischen S<-Mlug.° ®»

und schon fliegen Teile der getroffenen Maschine durch die Luft, rasen am nachfolgenden deutschen Jäger vorbei. Eine Rauchwolke, ein Feuerschein der erste brennt und stürzt ab. Der Hauptmann chiebt seine Me 109 herum und sieht gerade, wie ein Adjutant neben ihm sich d i e zweite ,,2) e - iant" vorgenommen hat, auch Nr. 2 löst sich in ihre Bestandteile auf und siehe da, auch die beiden anderen Me 109 vom ersten Schwarm haben je