Dienstag, 23. Zuli W
Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeigrr für Oberheffen)
Nr. 172 Zweites Blatt
Stadtiheater Gießen mit moderner Beleuchtungsanlage
Soll sie vielleicht einen Dienstmann rufen®
S
scheidet.
Mühle, zu Fuß zurückzulegen.
(Nachdruck verboten.)
7. Fortsetzung.
(Fortsetzung folgt)
ELASTOCORN
NSG. Die großen Ferien sind angebrochen, und damit ist für viele die Urlaubszeit da, wobei es allerdings für die, die ihn überhaupt antreren können, manches gibt, was beachtet werden muß. Zu-
bedeutet einen ganz großen Vorteil der neuen Anlage.
Bei der alten Anlage konnte man die den Lampen zugefuhrte Spannung nur durch Vorschalten von Widerständen ändern. Hierdurch entstand ein sehr großer Stromverbrauch. Da die Widerstände außerdem für ganz bestimmte Leistungen der Lampen bemessen waren, mußten, wenn z. B. nur eine kleine Glühlampe von 25 Watt reguliert werden sollte, in einem Ballastwiderstand 20 bis 30 Glühlampen im Bühnenkeller mitbrennen, damit die Regulierung der Helligkeit der einen kleinen Lampe möglich war. Bei der neuen Anlage
, Nun, ihre Hühneraugen würde* dennoch schmerzen. Also lieber etwas dagegen tun. Elostocor*| mit dem Filzring drauflegenI Dom* berertetdosGehenkeineSchmerze* mehr, und schon in ein paar To^ gen smd die Hühneraugen weg»
Abb. 1: Das Stellwerk der neuen Beleuchtungsanlage. (Aufnahmen 121: Dr. Schneider-Facius, Stadttheater Gießen.)
Aus der Stadt Gießen
Feriengäste ohne... Illusionen.
Im Nachstehenden sei — aus fachmännischer Feder — die Anlage in ihren technischen Einzelheiten geschildert. _____
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Gloria-Palast (Seltersweg): „So endete eine Liebe". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Sündenbock".
NG.-Frauenfchast/Frauenwerk.
Deutsches Jrauenwerk Giehen-Mtte.
Zellenabende! Für die Zellen 7, 8 und 9 am heutigen Dienstag, 23.7., um 20.15 Uhr, im Gasthof ,Lum Löwen" Neuenweg. Für die Zellen 10 11 und 12 am Donnerstag, 25.7., um 20.15 Uhr, im „U. C."
Abb. 2: Die „Bordoni-Regler" gestatten rasche Helligkeitsveränderungen ohne Kraftoerluft.
Die schöne Melusine
Vornan bon
Wagen, den er kaufen will — es handelt sich nam< lief) um einen Autoverkehr — aussehen soll.
„Gefährlich."
„Und ich foll um Berlin neue Touren ausixen.
„Matthias Holzmann ist bei uns beschäftigt,we- $ mqstens jetzt noch. Nun hat er eine kleine Erbschaft \ gemacht und will sich selbständig machen. Natürlich t i"„Kann man verstehen", nickt Lotte, „^ater hat mich ja seinerzeit auch Apotheker lernen lassem damit ich mal später in Utrm mit dem p. p- Schwiegersohn zusammen im Eckchen .stehen und PUlen drehen kann. Kam nur ne KleiNigkeit dazwischem Also, dein Herr Holzmann will sich auf eigene Fuße stellen und hat dich gefragt, ob du m seine Firma mit rüberkommen willst?"
„Woher weiht du denn das , staunt Tilde
„Ist doch sonnenklar." Sie sieht sich Zuerst einmal um und stellt fest, daß ihr Mann noch beschas- tiqt ist, dann zieht sie die Freundin neben sich auf den Stuhl. „Es gibt solche und solche Manner. Entweder sind sie wie mein Fritz und wie dem Holzwurm oder wie er heißt. Bei denen geht alles nach der einen Tour. Umwege, immer wie die Kage um den heißen Brei. Da kannst du langst wissen was sie dir sagen wollen, und du kannst ihnen d e Tür sperrangelweit aufmachen,„ nen kleinen Kreis müssen sie immer noch machen."
„Und die andern?" . .
„Du, die sind so geradezu, daß es unseremem meist zu geradezu ist. Aber von denen ist 'M Augenblick nicht die Rede. Bleiben wir bei unserer Sorte. Gefällt dir denn dein Holzapfel?"
„Könntest du dich nicht entschließen, 'hn bei seinem richtigen Namen Holzmann zu nennen. Ltso, der ist schrecklich nett. Aber von dem ist gar mcht die Rede. Und von Hellwig ist eigentlich auch nicht die Rede. Noch nicht, meine id)."
„Verstehe", sagt Lotte hausfraulich weise. „Dann würde ich ihn ablaufen lassen." ,
Aber der Posten gefallt mir doch so gut. -da) könnte da viel selbständiger arbeiten.
„Nicht leicht. Wie weit seid chr beide?
Er hat mich um Rat gefragt, wie der erste neue
Fräulein Rohloff." ,
Die kleine Firma hat den großen Chan fast aus seiner asiatischen Ruhe gebracht, noch am Bahnhof redete er davon. „Hat jeder mal klein angefanaen, der auch. Wollen doch mal sehen, wo wir in fünf
man zur Mittagsrast nach Diever. -uen viuiy.muuy verbrachte die Wandergemeinschaft im Garten des । Jagdhauses eines - Wanderkameraden m froher Runde. Weit schweifte von hier aus der Mick über die Nachbarburgen Vetzberg und Gleiberg, die Hohen des Lahntales bis zum Vogelsberg Durch die Walder des Kahlenberges ging's zur Haltestelle der „Bie- werlies" nach Rodheim. Einige Unentwegte ließen es sich nicht nehmen, bei dem herrlichen Wanderwe ter auch den Heimweg nach Gießen durch die weite Flur, vorbei an der Kinzenbacher sowie der Heuchelheimer
Mde^flt es zum Heulen. „Ja, und das eine will ich, und andere will ich nicht."
Fritz Mewes ist mit-seinem Wagen endlich fertig geworden und kommt an. "Hat dir Tilde die Geschichte mit. dem gepumpten Groschen schon er-
kann man jede beliebige Lampe von 5 bis 3000 Watt in ihrer Helligkeit ohne jeden Verlust regulieren. Die Bedienung der Anlage ist damit sehr vereinfacht. Neben den Bordoni-Reglern hat man noch Fernschalter auf einem Schutzgestelle angeordnet.
Mit Druckknöpfen kann der Beleuchtungsmelster von der Beleuchterloge verschiedene Gruppen von Lampen ein- und ausschalten, er kann die ganze Bühnenbeleuchtungsanlage mit einem Schlage hell oder dunkel machen und die Beleuchtung des Zu-
Aber man hat Nerven. Das Rattern des Handwagens stört. Außerdem macht Erich Anstalten, m den Moorpfad einzubiegen. ____
„Können wir nicht über den Markt gehen? fragt
Tilde. ... „
„Moorpfad ist naher.
Also erhält Erich den Auftrag, bei Gottlieb Kurzing zu warten, und Tilde schlendert allein weiter. Es ist sechs Uhr abends. Hier und da sitzen Leute vor den Häusern, aber im allgemeinen sind die Sttaßen leer. Nur ein paar Backfische und Pennäler stehen am Markt unter den Linden herum, genau so wie zu Tildens Schulzeit auch Backfische und Pennäler da herumgestanden sind. Damals hat man dazu gehört, hat bei Kiekebufch in der Konditorei gehockt und Pralinen mit Schlagsahne ge* uttert. Tilde schaudert bei dem Gedanken, Pralinent mit Schlagsahne kann nur ein sechzehnjähriger Magen verdauen. Von über zwanzig an pflegt er da« gegen Protest zu erheben.
Ob sie mal bei Kiekebusch hereinguckt? Nein, lieber nicht. Ist keine Zeit mehr dafür. Außerdem hat man Pflichten. , .,
Der große Chan hat sie noch felber bis an Dert Zug gebracht. Der große Chan ist bereits aus dem Reisebüro ausgeschieden und sein eigener Herr. Die Firma heißt Hellwig und Holzmann, nicht Hellwig & Co., da hat Tilde ihm den Rücken gestärkt. _
„Also nächsten Sonnabend fahren wir zum ersten- mal mit dem ,Sommernachtstraum'", sagt er. „Wenn es ein Schiff wäre, würde man das die Jungfernfahrt nennen. Paßt aber wohl nicht beim Autobus.
„Nennen wir es Junggesellenreise, schlagt vor, findet aber keinen Beifall.
Bei ihr ift die Umstellung noch nicht vollzogen, der Gewaltige hat protesttert. „So geht das nicht , hat er gefegt. ,Zch kann doch in der Hauptreisezeit । meine alten Mitarbeiter nicht alle ziehen lassen^ Wenn ich Ersatz finde, meinetwegen, aber den müssen Sie einarbeiten. Außerdem würde ich mir so > etwas mit einer kleinen Firma dreimal beschlafen.
„Dann würde ich zugreifen. .... .
Damit ist das Wort, das Tilde fa einzig und allein hören will, klar ausgesprochen. Sie weiß langst, daß sie fahren wird, längst, daß sie zu Hellwig und Holzmann überwechseln wird. Sie wird sich in der Ruhe von Utrin überlegen, ob und welche Folgen das für sie haben wird, für sie und den großen Chan, und für sie und Hellwig. Man hat dort ja
Die Beleuchtungsanlage ist nach den Planen des 1 tädtischen Elektrizitätswerkes, des technischen x.ev- i ters der Bühne, Löffler, und des Beleuchtungs- . meisters, Konen, von den Siemens-Schuckett- Werken ausgeführt. Die Re getan läge ist das Herz der Bühnenbeleuchtung, mit der der Beleuchtungsmeister alle Lichteffekte erzielen kann, die Bühnenbilder von höchster Vollendung hervorzaubern. Das Stellwerk der Bühnenregelanlage ist das eigentliche Handwerkszeug des Beleuchtungsmeisters. Es ist in der Beleuchter-Loge ausgestellt, von der man einen Ueberblick über die Bühne hat. Drei Reihen Hebel, mit Handrädern bedienbar, find griffbereit so auf einem Gestell zusammengesatzt, daß jede Reihe für eine der drei Farben weiß, grün und rot vorgesehen ist. Mit den kleinen Hebeln laßt ich für jeden Bühnenbeleuchtungskörper die gewünschte Helligkeit einstellen, während mit den Handrädern der Uebergang beliebig vieler umgestellter Bühnenbeleuchtungskörper von bell auf dunkel oder umgekehrt bewirkt werden kann. (Siehe Abbildung 1.)
Durch gleichzeitiges Drehen der Handräder können die Farben Weiß, Grün, Rot außerdem in jeder beliebigen Weife gemischt werden. Alle Stim- «mungen, wie sie beispielsweise der Uebergang vom Tag zur Nacht, der strahlende Sonnenschein, das Gewitter, die Mondlandschaft, die auf- und unter- gehende Sonne, trübes Wetter und vieles mehr, auf- weisen, kann der Beleuchtungsmeister mit dem Stellwerk erzielen.
Wenn man bedenkt, daß das alte Bühnenstellwerk nur 34 Hebel hatte, während das neue 81 Hebel besitzt, so bekommt man schon eine Vorstellung von der größeren Leistungsfähigkeit der neuen Anlage. Ein weiterer fehr großer Vorteil der neuen Anlage besteht darin, daß man gleichzeitig eine Anzahl Bühnenbeleuchtungskörper von hell aut dunkel und andere der gleichen Farbe von dunkel auf hell mit dem gleichen Handrad regulieren kann, diese Möglichkeit bestand bei der alten Anlage nicht.
An jedem der kleinen Einstellhebel des Stellwerks ist ein Drahtseil befestigt, das über Leit- rollen zu den im Buhnenkeller aufgestellten, sog. Bordoni-Reglern geführt wird. Die Regelschlitten dieser Bordoni-Regler sind an diesen Drahtseilen aufgehängt. Die Bordoni-Regler find Umspanner, die an beiden Seiten Kontaktbahnen haben. (Siehe Abbildung 2.)
Wird nun vom Beleuchtungsmeister das Handrad des Stellwerks gedreht, dann gehen die Regelschlitten an der Kontaktbahn der Bordoni-Regler au und ab. An jedem Regelschlitten ist ein Bühnenbeleuchtungskörper angeschlossen und die Glühlampe dieses Beleuchtungskörpers bekommt nun mehr oder weniger Spannung, die von der Kontaktbahn des Bordoni-Reglers' abgenommen wird, wenn der Schlitten bewegt wird. Bei kleiner Spannung brennt die Lampe dunkel, während sie bei großer Spannung heller wird. Die Regulierung der Lampen auf die verschiedenen Helligkeitsgrade erfolgt also verlustlos. Das -
Ruhe dazu. .
Als sie gegangen und das Ehepaar Mewes allem ist, nimmt Lotte sich ihren Fritz noch einmal vor. „Hast du den Groschenkavalier gesehen?
,Nö, warum denn? Tilde kennt ihn doch auch nicht." , „
„Aber sie hat ihn gesehen.
„Man sieht viele Leute auf der Straße.
Sehen und sehen ist ein Unterschied , stellt Lotte fest. „Aber vielleicht hat sie ihn wirklich nur ge- ehen."
8.
Das Züglein der Kleinbahn verläßt lanasam und wichtig den Bahnhof von Utrin. Tilde Rohloff steht neben Erich, dem Jungen, den Tante Malwine vorsorglich aus Steinbergen herübergeschickt hat, und besieht sich den kleinen Kerl.
„Du kannst doch meinen Koffer nicht tragen, 3U>, sagt der, „aber fahren. Ich hab' den Handwagen mitgebracht."
Während sie neben den über die Katzenkopfe ratternden Wagen hergeht, versucht sie em Gespräch „Dich kenne ich noch gar nicht, Steppke, wie heitzt du denn?"
Zählt?" . s
„Was ist denn das nun wieder? .
„Nebensächlichkeit. Du mußt mir nachher fünfzig Pfennige pumpen, damit ich nach Hause fahren kann. Ich habe meine Tasche im Büro liegen lasten. Na, und da hat mir einer auf der Elektrischen aU5®?e sah er denn aus?" will Lotte wissen.
"Ekelhaft. Hochnäsig, „eingebildet und grob.
„Das sind die andern , stellt Lotte fest.
"Wieso, die andern?" ..
"Die Geradezuen. Aber so lange man nur nut ihnen fünf Minuten auf der Elektrischen steht, macht ^Di7 Anw-Ienh-it non Fritz stört nicht aber sie verändert doch den Gesprächsstoff. Man tut so, als hätte man einzig und allein »uberXtlbes Urlaub zu entscheiden, und man spricht sich jur ihn aus* ö Ich habe bei Gottlieb Kurzmg noch mein Boot lie'aerf' läßt Lotte so nebenbei fallen. „Gummikreuzer. Das is kein Boot, Mädchen, das is lebensgefährlich, seggt Gottlieb Kurzmg. Ist noch ganz gut beieinander, guck dir s doch mal an.
"Kannst °äuch "mitsahttn. Das mar gut für Latte KMer ist aber nichts für 'ne solide Jungenmutter. Wenn wir mal wieder aufs Wasser gehen, brauchen wir n' Familienkahn. Also fahr' damit, w°hm du willst. Wasser ist ja genug da Dabei kannst du dich ausfaulenzen und Robinson spielen
Fritz muß nun doch ins Bild gesetzt werden,^benn wenn man seine Meinung Horen will, geht das nicht anders. Aber Lotte tut das nur leihweise. Die menschlichen Hintergründe verschweigt sie.
Die sind Fritz auch gleichgültig. „Verbesserst du ^Wahrscheinlich. Aus jeden Fall ists. interessan- ! ter."
Das Gießener Stadttheater, das seit über 25 Jahren besteht, hat bis in die Gegenwart Aufführungen mit einer Veleuchtungsapparatur bestreiten müssen, die vor 25 Jahren modern war. Die Vühnen- Beleuchtungstechnik hat aber in diesen zweieinhalb < <• (o ■, . . , iJahrzehnten erhebliche Fortschritte ge-
nachst einmal wird man, ba die Reichsbahn ja auch . t Wandlungen erfahren, die Anforderun- andere Aufgaben hat, ferne Erholung möglichst m rinb gewachsen, so daß mit Fug und Recht der Nähe feines Arbeitsplatzes fachen und finden. » , ' merHben tonnte- daß die Beleuchtungseinrich- Hat man sein stilles Plätzchen gesunden, dann barf tunqen unrerc5 Stadttheaters nicht mehr den An- man nicht glauben, daß das ausgewahlte Bauern- forberunaen entsprachen, die gestellt werden wußten, borf das Land ist, in dem Milch und Honig fließen. ' ä Milch, Honig und andere gute Dinge gibt es wohl auf dem Dorf, aber all bas gehört der Allgemeinheit. Sonderzuteilung für Sommergäste sind nicht vorgesehen, denn sie würden eine Benachteiligung jener bedeuten, die keinen Urlaub antreten können, | ja sie wären eine Benachteiligung der Volksgemeinschaft überhaupt, denn die Erzeugnisse des Landes fließen in ganz genau geregelte Bahnen. Man darf keine Zumutungen an Bauern stellen, die sie nicht erfüllen können und dürfen. Auch sie bekommen ihre Butter und ihr Fett und Fleisch zugewogen, und Vollmilch haben auch sie keine übrig. Die Frage: „Was gibts hier ohne?" darf erst gar nicht gesteltt werden. Wie wir bisher in der Stadt keineswegs verhungert sind und es auch später nicht werben, so wirb man auch auf dem Lande satt, wenn man sich mit feiner gerecht zugemessenen Ratton de-
chauerraumes und die Außenbeleuchtung zu- unbi ab schalten. Auch die Blitzlampen werben mit der Druckknopftafel bebient. «,..«■
Eine ganz wesentliche Erhöhung der Betriebssicherheit ber ganzen Anlage, die besonders bem Zuschauerraum zugute kommt, wurde dadurch erzielt, daß die Beleuchtungsanlage für den Zu- schauerraum vom Bühnenhaus v o l l st ä n b i g ab getrennt wurde. *
Bei der Besichtigung der neuen technischen Anlageni vermittelte Dr. Schneider-Facius eine interessante Ueberschau über die Möglichkeiten des Einsatzes der neuen technischen Einrichtungen für die Projektion, während Beleuchtungsmeister Konen die Apparaturen gewissermaßen in allen Gangarten vorführte und die fast grenzenlosen Möglichkeiten des Lichteinsatzes für die Bühne erläuterte. Die Besucher gewannen den Eindruck, daß sich auf der neuen Beleuchtungsanlage unter den Händen des Fachmannes ein virtuoses Spiel des Lichts entfalten läßt, daß der Eindrucks- und Stimmungskraft der Aufführungen unseres Stadttheaters dienstbar fein wird.
Gießener Wochenmarklpreife.
♦ Gießen, 23. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM.< Matte 30 Rps., Käse, das Stück 6 bis 10, Wirsing, kg 10, Weißkraut 10, Rotkraut 18 bis 28, gelbe Rüben 10, rote Rüben 15, Spinat 20, Römischkohl 10, Bohnen, grün, 16 bis 18, gelb, 22, Erbsen 28 bis 30, Mischgemüse 10, Tomaten 35 bis 40, Rhabarber 10, Pilze 45 bis 50, Kartoffeln, neue, % kg 7,9 Rpf., Frühäpfel 40, Falläpfel 10, Pfirsiche 42. Himbeeren 50, Birnen 30 bis 50, Kirschen 48, Stachelbeeren 20 bis 30, Johannisbeeren 20, Pflau-
„Erich."
„Und wie heißt dein Vater?
„Ich wohne bei Muttern."
In folchen Fällen empfiehlt es sich mcht, allzu genau zu forschen. Außerdem ist es Tilde auch gleichgültig. Viel wichttger sind anbeie Dinge, zum Beispiel, ob bie Konditorei am Markt noch da ist und ob ber nachgemachte Baumkuchen immer noch im Fenster steht. Ob im Grünkram bie Papierbananen immer noch bie Dattelschachteln mit den wunderschönen Bildern, auf denen Beduinen durch die Wüste jagen, einfassen, und ob bei Vater Kust- ner immer noch die Goldschrift: Königlich p^vile- _ -
gierte Apotheke^ zu lesen ist. Man ist ech beruhigt, Jahres stehen, wenn man darüber Gewißheft hals
Oer neue Lelstungskampf. Hinzu kam, daß die gesamten bisherigen Deleuch- । tungsanlagen durch den natürlichen Verschleiß m । NSG. Für die Teilnahme am Leistungskamps der 25 Jahren nicht mehr so intakt waren, um < deutschen Betriebe 1940/41 gehen bei der Deutschen aUen Vorschriften im Hinblick auf Betriebs- und Arbeitsfront im Gau Hessen-Nassau zur Zett Die Feuersicherheit zu entsprechen. Oberbürgermeister Anmeldungen der Betriebsgemeinschaften ein. Ritter hat sich deshalb nach sorgfältiger Abwa- Schon heute ist d'abei festzustellen, daß die Anmel- ber Lage dazu entschlossen, für das Stadt- dnngszahlen des Vorjahres in allen Kreisen des ^eater eine heue Beleuchtungseinrichtung schaffen Rheln-Main-Gebiets überschritten werden. Aus die- 3U In|fen Die neue Anlage, an deren Installation von fer Tatsache ergibt sich, daß die Betriebe im Rhein- 15 Facharbeitern rund 2V2 Monate intensiv gearbei-- Main-Gebiet den Sinn und die große Bedeutung tet rourbC/ fit nunmehr auch in den Restarbeiten des von der Deutschen Arbeitsfront im Auftrage abgeschlossen worden. Die ganze Anlage stellt das des Führers durchgeführten Leistungskampfes er- Veste dar, was es auf diesem Gebiete gibt; hinzu kanut haben. kommt, daß sie außerordentlich wirtschaftlich (un
m.z . fyuW auf den Stromverbrauch) und bettiebsslcher
Mll dem Oberhesslschen ©CbirgeDCrCin arbcltet $n der neuen Beleuchtungsanlage hat au- im Biebertal. ßerdern ein grundsätzlich neues Prinzip der Beleuch-
tungstechnik Anwendung gefunden, das dem Be- Frühmorgens fanden sich am vergangenen Sonn- luchter umfassende und vielfältige Möglichkeiten tag etwa 30 Teilnehmer zu der geplanten Wander- eröffnet. Im äußersten Fall wäre es möglich, unsere fahrt „ins Blaue" ein. Dem jenseitigen User der Bühne mit einer Lichtintensität von 210 000 Watt
Lahn entlang führte der Weg nach Launsbach und gu überschütten. Das bedeutet etwa das Vierfache
zur Höhe des Wettenberges, wo man während der bisherigen Leistung.
Frühstücksrast den schönen Blick zur Stadt und das neue Beleuchtungsanlage ermöglicht es au-
Lahntal genoß. Dem Gleibachtalfolaten die Wan- größerem Rahmen als bisher d 1e
derer bis zum Krofdprfer Forst, überschritten die zum £ f,0 ; e f t f 0 „ in den Dienst der Gestal- Waldhaus führende Landstraße und das Fohnbach- tunq bß5 Bühnenbilds zu stellen. Dies tal und erreichten bei Fellingshausen den Fuß des £ieberum zur Folge, daß die hohen Aufwen- Dünsberges. Durch das sommerliche Land, Zwischen b n für gemalte Kulissen vermieden werden reifenden Getreide- und Hackfruchtfeldern wanderte ^nnen, anderseits aber ein rascher Szenenwechsel man zur Mittagsrast nach Bieber Den Nachmittag bamit eine Verkürzung der Pausen zwischen .0,, .. --------ronrh,n ""'den einzelnen Bildern möglich ist.
Die gesamte Beleuchtungsanlage, die wir gestern Eindruck eines Wunderwerks moderner T e ch n i k. In der Art der technischen (Einfügung in den Raum des Bühnenhauses ist sie ein Zeugnis bester deutscher Werkmannsarbett.


