einsatzbereiten und alten Kämpfer des Führers zu besitzen. Für ihn als Rektor sei es eine ganz besondere Freude, daß der erste Ehrensenator, der unter seinem Rektorat ernannt werde, Träger des goldenen Ehrenzeichens der Partei sei.
Hierauf überreichte der Rektor Oberbürgermeister Ritter die Urkunde und das Abzeichen der Würde der Ehrensenatoren unserer Universität.
das habe sie in den verflossenen Monaten bereits bewiesen, in denen es gut vorwärtsgegangen fei und die Gewißheit geben, daß es auch weiterhin mit der UniDcrfität aufwärtsgehen werde.
Die Stadt Gießen werde weiterhin tatkräftig Helsen und an ihrem Teil alles tun, um unsere Universität weiter auszubauen, damit sie allezeit ein Markstein in der Geschichte unserer Stadt bleibe. Er (der Oberbürgermeister) werde immer bereit sein, der Universität nach besten Kräften zu helfen und Mittel und Wege zur Ueberwindung von Schwierigkeiten zu suchen. Er werde gerne dazu beitragen, daß die Universität Gießen einer neuen Blüte entgegengehe, zum Wohle unserer Heimat, der Stadt Gießen und der Universität selbst.
Anschließend wurden Oberbürgermeister Ritter die herzlichen Glückwünsche aller Feierteilnehmer dargebracht.
Der Wortlaut der Urkunde.
Der Rektor der Ludwigs-Universität ernennt hierdurch den Oberbürgermeister der Stadt Gießen pg. Heinrich Ritter
auf Grund seiner hervorragenden Verdienste um die Ludwigs-Universität zum
Ehrensenator.
Zum Zeugnis dessen ist diese Urkunde ausgestellt worden.
Gießen, den 22. April 1940.
Der Rektor: Dr. Kranz.
Dornotizen.
Tageskalender für Dienstag.
Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr „Die Prirnanerin". Gloria-Palast, Seltersweg: „Frau nach Maß". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Wir alle gehn zum Polterabend". — Obcrhessischer Kunstverein: Ausstellung Walter Kröll 17 bis 18 Uhr im Turmhaus am Brand.
DDM.-Untergau 116 Gießen.
vetr.: Sanitätskurs.
Am Dienstag, 30. April, beginnt im Moeserheim um 20 Uhr ein neuer Sanitätskurs für das BDM.- Leistungsabzeichen.
Lattenverfchläge und Lustschuh.
$ii der Frage, ob auf Grund des Aufrufes des Luftschutzes die Lattenverfchläge auf den Böden allgemein zu entfernen find, teilt die „Sirene" mit, daß im Sinne der Entrümpelungsverordnung Latten- verschlüge nicht entfernt zu werden brauchen, wenn die dadurch abgeteilten Räume bei Brandgefahr leicht zugänglich sind. Zur völligen Räumung der Dachböden, die unter Umständen die Entfernung der Lattenverfchläge mit sich bringt, bedarf es einer ausdrücklichen Anordnung des örtlichen Luftschutzleiters. Eine solche Anordnung wird aber nur für ganz besonders gefährdete Stadtteile gegeben.
Oberhessischer Gebirgsverein, Zweigverein Gießen.
Man berichtet uns: Bei herrlichstem Frühlingswetter konnte die Aprilwanderung am letzten Sonntag durchgeführt werden. Don Rodheim aus führte der Weg durch Feld und Wald, an den Mühlen vorbei zum Dünsbachtal. Rach kurzer Raft wander» ten wir das frischgrüne Wiesental, das sich eben mit den ersten Schlüsselblumen schmückt, aufwärts. Zwischen Dünsberg und dem Jsselscheib, am Waldbach
entlang und dann auf Feldwegen erreichten wir zur Mittagsraft Krumbach. Rach Mittag überquerten wir den Höhenzug zum Fohnbachtal und wanderten dieses abwärts zur Schlußrast nach Krofdorf. Ueber Gleiberg und Hardt ging die letzte Wegstrecke heimwärts. Sonne und Frühlingsluft, das scheue Reh auf grüner Waldwiese und Mümmelmann allerwärts auf den Feldern haben unser Wander» hcrz erfreut.
♦
** Ernennung. Der beim Landratsamt Gießen tätige Regierungsassessor Dr. Penzel aus Asch (Gau Sudetenland) wurde vom Führer mit Wirkung vorn 20. April 1940 zum Regierungsrat beim Land- ratsamt in Gießen ernannt.
** Silberne Hochzeit. Am morgigen Mittwoch, 24. April, begehen der Straßenbahn-Hilfskontrolleur Karl L e f ch und Frau, geb. Weitzel, Licher Straße 101 wohnhaft, das Fest der silbernen Hochzeit. Der Jubilar steht feit 1911 im Dienste der Gießener Straßenbahn. Wegen feiner vorbildlichen Pflichterfüllung und feinem verbindlichen und hilfsbereiten Wesen erfreut er sich bei feinen Vorgesetzten, Berufskameraden und darüber hinaus in weiten Be; völkerungskreisen großer Wertschätzung. Dem Jubelpaar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zur silbernen Hochzeit.
** Zwei Achtzigjährige. Am heutigen Dienstag, 23. April, kann Frau Anna Biedenkopf, Witwe, Tannenweg 3, in geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag feiern. Das gleiche Jubiläum kann am morgigen Mittwoch Frau Marie Keller, Rvdheimer Straße 49, begehen. Wir beglückwünschen beide Jubilarinnen herzlich.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
* Lollar, 22. April. Am Sonntag wurde der Bauunternehmer Jost Lemmer in seiner Heimat- gemeinde Bellnhausen unter sehr großer Beteili- Sber Einwohnerschaft Aur letzten Ruhe getragen.
ner, der sein Baugeschäft erst nach Rückkehr aus dem Weltkrieg in kleinem Umfang gegründet hatte, war es möglich geworden, sein Unternehmen zu einer bedeutenden Höhe zu entwickeln. Die Gefolgschaft der Firma sowie seine Berufskameraden,
die Bauunternehmer, widmeten dem Verstorbenen warme Worte des Nachrufes. Die Kriegerkamerad- fchaft Lollar, deren treues Mitglied Lemmer feit langen Jahren war, gab ihrem verstorbenen Kameraden unter sehr großer Beteiligung das letzte Geleit. Der Kameradschaftführer legte bei gesenkter Fahne und einem Abschiedsgruß ebenfalls einen Kranz nieder.
+ Grünberg, 22.April. Der Gesangverein „Sä n gerkranz" hielt im Gasthaus „Rappen" feine Hauptversammlung ab. Nach dem Chor „Sonnenaufgana" von Cornelius erstattete der Dereinsführer Friedel Schröder einen kurzen Tätigkeitsbericht über das abgelaufene 29. Vereinsjahr. Dabei wurde u. a. erwähnt: die Mitwirkung des Vereins bei verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, wie WHW.»Konzert, Tag des deutschen Liedes, der Besuch des Wertungssingens in Weiters- hain. Seit Kriegsausbruch ruhte die Sangestätigkeit, nur für besondere Veranstaltungen wurden vereinzelt noch Singstunden abgehalten. Der Verein zählt 51 ordentliche Mitglieder. Die Rechnungsablage ergab einen kleinen Kasse Vorrat. Im Berichtsjahr wurden 42 Singstunden abgehalten. Den meisten Singstundenbesuch hatten folgende Sangesbrüder aufzuweisen: Karl Frank 42; Ludwig Räder 41; Karl Ried und Peter Rock 40; Fritz Kauß 39; Karl Buß jun., Willi Heußner und Heinrich Weber 38; Karl Appel, Heinrich Gehringer V. und Friedel Schröder 36. Von jetzt ab sollen die regelmäßigen Singstunden wieder abgehalten werden. Hingewiesen wurde auf den am 28. April hier stattsindenden Kreissängertag. Ortsgruppenleiter Schütz dankte dem Verein für seine Metallspende, die aus Fah- nenplaketten und mehreren wertvollen Pokalen von Gesangswettstreiten bestand. Der Dereinsführer schloß dann die Versammlung mit dem Gruß an den Führer.Jm weiteren Verlaufe des Abends wurden noch einige Chöre gesungen.
Schweinemarkt in Vuhbach.
* Butzbach, 23. April. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 381 Ferkel und Springer zum Verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel bis 32 RM., 6 bis 8 Wochen alte 32 bis 35 RM., 8 bis 10 Wochen alte 35 bis 40 RM. und Springer 45 RM. pro Stück. Das Geschäft war rege, es wurde ausverkauft.
öJ.Jporl
Mitgliederversammlung im Turnverein Gießen-Klein-Linden.
Der Turnverein Klein-Linden 1889 hielt in der Wirtschaft Weller eine Mitgliederversammlung ab. Der frühere langjährige Vereinsführer Karl Weiß leitete die Versammlung. Er gedachte nach der Begrüßung zunächst eines im letzten Jahre verstorbenen Gründers und gab sodann den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß der Verein im verflossenen Jahr sein 50jähriges Stiftungsfest hätte feiern können. Zwei der noch lebenden Gründer, nämlich das Mitglied des Aelteftenrats Wilhelm Weigel und der Ehrenvorsitzende Albert Brandenburger, hatten sich besondere Verdienste um den Verein erworben. Ihnen widmete der Versammlungsleiter herzliche Dankesworte und ließ ihnen eine besondere Auszeichnung zuteil werden. In den letzten Wochen wurde der Turnbetrieb dank des Eifers einiger junger Turnkameraden wieder eröffnet. Das Fußballspiel wurde ebenfalls wieder aufgenommen.
Den Rechnungsbericht erstattete der Kassenwart Wilhelm Ufer. Die Rechnung zeigte einen kleinen Ueberschuß. Im Haushaltsplan für 1940 sind Fer- tigftellungs- und Reparaturarbeiten an der Gerätehalle im Turngarten geplant.
Den in der Versammlung vorgelesenen Einheitssatzungen des NSRL. wurde zugestimmt. Auf Vor
schlag des Vorstandes und auf Wunsch der jungen Vereinskameraden erklärte sich der frühere Vereinsführer Karl Weih bereit, wegen der Einziehung des stellvertretenden Vereinsführers den Vereinsführer mit Rat und Tat zu unterstützen. Die Uebungs- stunden für die kommenden Sommermonate wurden für Turner und Handballer neu festgesetzt, die Fuß- ballabteilung übt ebenfalls.
Handball der Lezirksmeister.
Tv. Anspach — Tv. Hochelheim 6:4 (2:4).
Das Hauptereignis des Tages, die Begegnung der beiden Bezirkssieger in Anspach nahm nicht den erwarteten Ausgang. Diesmal hatte Hochelheim das Nachsehen, nachdem Anspach im Vorspiel den kürzeren zog. Dadurch aber ist, weil es ja im Handball keinen Entscheid nach dem Torergebnis gibt, ein Entscheidungsspiel notwendig geworden, das am kommenden Sonntag in Butzbach ausaetragen wird.
Die Hochelheimer hatten einen schlechten Tag. Mit Ausnahme der Hintermannschaft, die diesmal auf Scheibe war, wollte es nicht klappen. Abgesehen von der ersten Halbzeit, die einigermaßen gefallen konnte, war während des ganzen Spieles nichts von dem überragenden Können zu sehen, das beide Gegner beispielsweise am letzten Sonntag zeigten.
Kämpfe um den Lahnpokal.
Die Spiele um den Lahnpokal konnten alle aus- getragen werden. Ein schönes Zeichen dafür, wie
ernst unsere Mannschaften die ihnen gestellte gäbe auffassen. Die Ergebnisse:
Tv. Lützellinden — Spvgg. 1900 Gießen 19:8
Tv. (Brimingen — Tv. Dornholhausen 8:11 (3:ft Tv. Garbenheim — Tv. Münchholzhausen 6:11 (Z»j Katzenfurt — W.-Niedergirmes 15:2 (8:Z Sp.-G. Gr.-Buseck — To. Launsbach 7:3 (5:j Tv. Heuchelheim — Mtv. Gießen 12:5 (6:2) Lützellinden hat sich endlich wieder einmal A einer Leistung aufgerafft, die erkennen läßt, daß bt Mannschaft nicht ohne Aussichten in die kommend«, Bannspiele geht. — Grüningen hatte gegen Dornholzhausen keine Chance. Immerhin Überrascht bcs knappe Ergebnis. — Die Garbenheimer waren ihre« Gegner körperlich weit unterlegen und konnten unter diesen Umständen nie richtig aufkommen. — Katzen- furt konnte wieder einmal seine derzeitige Stärk unter Beweis stellen.
Fußball um die Kriegsmeisterschast
Raunheim I. — Wahenborn-Sleinberg I. 6:4 (3:3),
Bereits im Vorspiel in Watzenborn-Steinberg erwiesen sich die Naunheimer als recht spielstark und überdies auch als einheitlichere Mannschssj, Dazu kam noch, daß die „Teutonen" infolge Kran!- heit auf drei ihrer bisherigen Spieler verzichte mußten. Die erste Hälfte des Spieles verlief sch spannend. Die 1:0-Führung der Platzmannschait glich Maid aus, doch stand das Resultat bald 31 für Naunheim. Schaumburg hatte während bie|cr Zeit viel Pech, da seine Schüsse stets knapp über die Torlatte strichen. Durch Fett, der eineif (Ulmeter sicher verwandelte, hieß es 3:2 und kurz vor Halbzeit erzielte Schaumburg den Ausgleich.
Nach Halbzeit beherrschten die Naunheimer da, Spielgeschehen. Durch den Halblinken ging Naunheim erneut in Führung und baute diese buch zwei Tore von Wagner sogar auf 6:3 aus. Redlus mühte sich der Sturm der Watzenborn-Steinberger ab, dem Spiel noch eine Wendung zu geben, boif mußte zuviel in der Abwehr geholfen werden uit) so war jeder der einzelnen Stürmer mehr ober weniger auf Einzelaktionen angewiesen. Ein solcher Durchbruch des Gästesturmes führte durch Schaum, bürg zum vierten und letzten Treffer. Naunheim gewann dieses Spiel verdient.
Klein-Linden I. — VfB. Gießen II 4:3 (1:3).
Nach langer Pause trat Klein-Linden wieder mit einem Spiel an die Oeffentlichkeit. Die neu ausgestellte Mannschaft machte einen guten Eindruck, wenn sie auch in der ersten Halbzeit sich noch nicht so recht finden konnte. Die Gäste nutzten die Gelegenheit aus und konnten in der ersten Halh zeit drei Tore für sich buchen, dem Klein-Linden nur ein Tor entgegensetzen konnte. In der zweiten Halbzeit fielen die Gäste stark ab. Die Gastgeber konnten gut aufholen. Ein Eckball, von links getreten, ging direkt ins Gäftetor und führte der Ausgleich herbei. Kurz vor Schluß konnte noch der Halbrechte von Kl.-Linden den Siegestreffer schießeir. Anpabdeln des Wiesecker Kanu-Clubs.
Wie alljährlich so fand am letzten Sonntag an den Badenburg das Anpadbeln des Wiesecker Kanu- Klubs statt. Trotzdem eine Anzahl Kameraden zum Wehrdienst eingezogen ist, sanden sich doch 20 Paddler ein, so daß ein schönes Anpaddeln zustande kam. Nach der Flaggenhissung verlas der Gemeinschaftrührer Hugo K r e i I i n g einige Briefe von Kameraden an der Front. Nachdem die Boote klar ge- macyt waren, unternahmen die 15 Boote eine @e-; meinschaftsfahrt lahnaufwärts bis Lollar. Unter*! roegs wurden einige photographische Aufnahme« gemacht, die den Kameraden an der Front über- andt werden. Auf der Rückfahrt wurde mit dem Hebungen für den demnächst in Marburg stattfindenden Kajak-Slalom begonnen und hierbei schoin erfreuliche Leistungen gezeigt. Auch das an her Badenburg sich befindende Wehr wurde von ver» d)iebenen Paddlern befahren. Das sportliche Schau- piel .zog eine große Menge Zuschauer an, so bafc die Wiesecker Gemeinschaft neue Freunde und Mitglieder gewinnen konnte. •
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Arien, Duette, Terzette aus italienischen Opern
Die Presse schreibt: Mit Begeisterung lauschte man der blühenden Pracht dieser Stimmen, drei glanzvolle Vertreter des italienischen Gesanges waren zu Gast und gaben ein Bild von dem hohen Stand ihrer Kunst. - Der Zusammenklang der Stimmen in Duetten u.Terzetten war vollendeterGenuß... Selten hat unser Kursaal (Bad Kreuznach) solche Begeisterung gesehen
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