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Aus aller Welt.
Ehrung Wilhelm holzamers. 70. Geburtstag Wilhelm Holzamers
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Katharina Schratt t-
Die ehemalige Burgschauspielerin Katharina Schratt, die dem Kaiser Franz Joseph nahestand, ist in Wien im 87. Lebensjahr gestorben. Sie begann im Stadttheater in Baden bei Wien ihre Laufbahn und wurde dann später an das Berliner Hoftheater berufen. Dort machte sie sich als Naive einen Namen, unternahm dann mehrere Gastspielreisen und wurde schließlich an das Wiener Burg- theater verpflichtet. Im Jahre 1900 zog sie sich in den Ruhestand zurück.
Die Kasseler Königin-Helena-Klinik.
Die Königin von Italien empfing den Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes, Professor Dr. Reiter, sowie den Chefarzt der Königin-Helena. Klinik zu Kassel, Commendatore Dr. W. Völler, um sich über die Heilerfolge in der Klinik, deren Schirmherrin die Königin ist, Bericht erstat- ten zu lassen. Die Königin zeigte sich über die über
aus guten Heilerfolge von Kopfgrippe sehr befriedigt und würdigte besonders, daß die deutsche Wis- lebnisse durch
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Aus dem Reich.
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Eisenbahnunglück in USA.
Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich im Staate Neuyork. Die Lokomotive eines Expreß- zuges sprang in einer Kurve aus den Geleisen und stürzte den Bahndamm hinab, wo sie auf einer Autostraße zu liegen kam. Mehrere Personenwagen wurden ebenfalls auf die Autostraße geschleudert, wo der Verkehr gesperrt wurde. 33 Personen wur- getötet, 120 trugen Verletzungen davon.
Schweres kraftwtigenunglück in USA.
Ein schweres Kraftwagenunglück, das dreizehn Todesopfer forderte, ereignete sich bei Clayton im Staate Minnesota. Zwei Kraftwagen, von denen der eine mit sechs, der andere mit sieben jungen Leuten besetzt war, prallten in voller Fahrt aufeinander. Elf der jungen Leute sowie die beiden Kraftwagenführer wurden auf der Stelle getötet. Die beiden übrigen Fahrgäste trugen schwere Verletzungen davon.
Der Tod in den Bergen.
Eine Gruppe von Schifahrern geriet bei der Ueberquerung eines gefährlichen Hanges im Kanton Graubünden in ein Schneebrett, das abrutschte und eine Frau begrub; sie konnte nux noch als Leiche geborgen werden. Auf der Abfahrt vom Mürtschenstock im Kanton Glarus wurde eine Gruppe von Schifahrern von großen Schneemassen, die von den steilen Hängen des Beraes abrutschten, mitgerissen. Eine Frau fand dabei den Tod, wäh- rend zwei andere Personen gerettet werden konnten.
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die Asche des Dichters im Rathaus zu Nieder- Olm, dem rheinhessisch^n Geburtsort Holzamers, aufgestellt. Sobald es die Zeitumstände erlauben, wiro die vorgesehene Grabstätte zur Beisetzung errichtet. Wie der Leiter des Wilhelm-Holzamer- Bundes, Hetterich, in der Feierstunde mittelte, hat der Holzamer-Bund die Herausgabe von zwei Druckwerken vorgesehen. Es soll eine Art Ehrenbuch für Wilhelm Holzamer, eine Sammlung von bedeutsamen Aussprüchen des Dichters zu den verschiedensten Lebensfragen erscheinen und ferner der unvollendet hinterlassene Roman „Der W inte r n h e i m e r", an dem der Dichter bis zu seiner tödlichen Erkrankung arbeitete, aus dem Nachlaß veröffentlicht und damit diese eckte Gestaltung volk. haft bäuerlichen Lebens, erwachsen auf dem Untergrund von Volkstum und Landschaft von Holzamers rheinhessischer Heimat, weiteren Leserkreisen zugänglich gemacht werden.
Bayreuther Festspiele für Soldaten und Arbeiter.
Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Som- mer in vollem Umfange durchgeführt und beginnen am 17. Juli 1940. Zur Aufführung gelangen zwei- mal der geschlossene „Ring der Nibelungen" und viermal der „Fliegende Holländer". Sämtliche Vor- Stellungen sind als geschlossene Veranstal- tu n g von der NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" übernommen worden. Die Bayreuther Festspiele spielen in diesem Jahre für Verwundete, Frontsoldaten, Frontarbeiter, Rüstungs- arbeitet und Rüstungsarbeiterinnen. Die Aufführungen sind ein Teil des Dankes des Führers und Volkes an seine Soldaten und Arbeiter.
senschaft die italienischen Forschundsergi die praktischen Erfolge voll bestätigt h« sondere Genugtuung brachte die Königin darüber zum Ausdruck, daß die Klinik trotz des Kriegszustandes in ihrem bisherigen Umfang weitergeführt
Die Volksschule.
Durch die neuen Richtlinien für Erziehung und Unterricht in der Volksschule soll die Volksschule von dem Vorbild der höheren Schule abhängig gemacht und ihr eine wesenseigene Form gegeben werden. In einer Erläuterung erklärt Öberregierungs» und Schulrat Winter, daß unsere Volksschule noch viel zu sehr in Theorie erstarrt sei. Sie habe Wichtigeres zu tun, als sich um unfruchtbares Wissen zu bemühen. In Anleh- nung an die natürliche Entwicklung der Kinder habe sie das lebendige Tun in den Vordergrund zu rücken. So werde im Deutschunterricht das Hören und Sprechen, Lesen und Schreiben herausgestellt, in der Heimatkunde das Anschauen und Beobachten, Erwandern und Erleben, überall das praktische Anwenden und dauernde lieben. Werkunterricht und Unterricht im Hauswerk seien verbindlich geworden. Die Schule der grundlegenden deutschen Bildung müsse in erster Linie a r - beitende Schule sein. Für jede sei es eine Ehrenpflicht, die Bedeutung der Arbeit im Leben unseres Volkes und besonders auch den hohen Wert der Handarbeit herauszustellen. Die Volksschule als Schule der vorwiegend körperlich arbeitenden deutschen Menschen müsse den Grund zu jener Haltung legen, mit der der deutsche Arbeiter, Bauer und Handwerker seinen Platz im Volksleben einnimmt. Besondere Aufgaben habe hier die Landschule zu erfüllen. Die unterrichtliche Trennung der Geschlechter sei nur in sieben- öder achtklassigen Schulen praktisch durchführbar. Für die große Masse der Volksschulen müsse es bei der gemeinsamen Erziehung der Jungen und Mädchen bleiben. Ein gesonderter Unterricht der Mädchen außer in Leibeserziehung und Hauswirtschaft werde in den beiden letzten Schuljahren an« gestrebt.
Wirtschaftliche Verwaltung.
Der beim Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit geschaffene Reichsausschuß für wirtschaftliche Verwaltung, dessen Aufgabe die Rationalisierung auf dem Gebiete der Verwaltung in gewerblichen und behördlichen Betrieben ist, hat seine erste Beirats-
Außer den bereits gemeldeten ausländischen Staatsoberhäuptern und Regierungschefs haben dem Führer noch folgende ihre Glückwünsche zum Geburtstag übermittelt: der König der Bulgaren, die Ministerpräsidenten von Ungarn, Jugoslawien und Thailand (Siam) zugleich im Namen ihrer Regie- rungen, sowie der slowakische Ministerpräsident Dr. Tuka, ferner der jugoslawische Außenminister Cmcar-Markowitsch, die italienischen Staatsminister Farinacci und Perrone und der frühere japanische Botschafter in Berlin General Oshima.
Die erste Sammlung für das Deutsche CRofe Kreuz.
Berlin, 22. April. (DNB.) Zum Kriegshilss- werk für das Deutsche Rote Kreuz sind auf den Dienststellen des Kriegswinterhilfswerkes schon in großer Anzahl Geldspenden eingetroffen. Daneben sind von ausschlaggebender Bedeutung die sieben Sammlungen in diesem Sommerhalbjahr. Borge- jehen sind zwei Reich st raßensammlun- ^1LkDOn ^kien die erste im Juni von DRK., ,_unk HI, die Zweite im August vom DRK. und DAF. durchgeführt werden. Außerdem wird jeder der fünf Monate April bis August an einem Wochenende im Zeichen einer Haus- lammlung für das DRK.-Hilfswerk stehen, die von den Zellen- und Blockleitern der Partei, von den Zellen, und Blockwaltern der NSV., und von Helfern und Helferinnen des WHW. in der Form der Opfersonntage mit Haussammellisten durchgeführt wird. Die erste findet am kommen- Jen Samstag und Sonntag statt. Alle d i r e f t en Spenden für das DRK.-Werk sind nur an die Dienststellen des WHW. in den Gau-, Kreis- oder Ortswaltungen der NSV. zu richten. Das Postscheckkonto des Reichsbeauftragten trägt die Nummer 77 100 beim Postscheckamt Berlin; Banküberweisungen sind zu richten an die Bank der Deutschen Arbeit, Konto Nummer 6700 Reichsbank- Girokonto. .
Herabsetzung der Kohlenpreise in Dänemark.
Kopenhagen, 22. April. (Europapreß.) Nachdem die englischen Kohlenverschiffungen nach Dänemark aufgehört haben und Deutschland der Alleinlieferant an Kohlen und Koks auf dem dänischen Markt geworden ist, haben die dänischen Kohlenhändler i h r e P r e i s e stark h e r a b s e tz e n können. Der Fortfall der hohen Frachtsätze für die Englandschiffahrt und der Kriegsversicherungsprämien, die oft um ein Vielfaches den eigentlichen Wert überfliegen und vom Verbraucher getragen werden mußten, bewirkten, daß die Preise für Koh- len von 140 auf 115 Kronen pro Tonne herabgesetzt werden konnten. Die dänischen Kohlenimporteure geben der Hoffnung Ausdruck, daß eine stärkere Belieferung des dänischen Marktes mit deutscher Kohle als bisher möglich sein werde.
Kleine politische Nachrichten.
Der F Ü h r e r hat den bekannten deutschen Rechtsgelehrten Geheimrat Professor Dr. Ernst H e y - mann anläßlich der Vollendung seines 70. Lebensjahres durch folgendes Glückwunschtelegramm geehrt: „Zu Ihrem heutigen 70. Geburtstage spreche ich Ihnen in Würdigung Ihrer Verdienste um die Geschichte und die Entwicklung des Deutschen Rechts meine herzlichsten Glückwünsche aus.
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Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach auf der Ordensburg Sonthofen in einer Feierstunde, die der Verpflichtung des jüngsten Zuges der Adolf-Hitler- Schule galt.
Auf Einladung des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaloberst von Brauchitfch, sprach der Beauftragte des Führers für die Ueberroadjung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Rosen- berg, in diesen Tagen vor Offizieren des Westens in Düsseldorf, Koblenz und Bad Kreuznach über die geschichtliche Lage des Reiches im großen Abwehr- kämpf gegen die Westmächte.
la men Orientarmee der Alliierten, sondern mit Zwei getrennten Armeen zu tun. Auch oie Wünsche Weygands um Verstärkung seiner Leoaniearmee scheinen in Paris abgelehnt moröen zu sein. Der französische Generalstabschef Gamelin hat sich nicht entschließen können, Truppen aus Frankreich nach der Levante abzugeben.
Der Dank des Führers.
B e r I i n, 22. April. (DNB.) Der Führer gibt bekannt: Zu meinem 51. Geburtstag sind mir aus oüen Kreisen des deutschen Volkes und des deutschen Volkstums im Auslände Glückwünsche und andere Zeichen des Gedenken« zugegangen. Da es mir unmöglich ist, jedem einzelnen dafür zu danken, bitte ich alle Volksgenossen, die meiner an diesem Tage gedacht haben, auf diesem Dege meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen.
Der Präsident des italienischen Handwerks, Nationalrat G a z z o t t i, und eine Reihe italienischer Handwerkerführer statteten zum Abschluß ihrer Deutschlandreise Frankfurt a. M., der Stadt des deutschen Handwerks, einen Besuch ab.
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Der norwegische Dampfer „B r a v o g e" (1458 BRT.) ist nach einer Explosion gesunken. Das Schiff, das anscheinend auf eine Mine gelaufen ist, sank südöstlich der englischen Küste. Man befürchtet, daß 20 Mann der 24köpsigen Besatzung umgekommen sind.
Wie rumänische Blätter aus Ankara berichten, hat die Türkei in diesen Tagen ein neues Handelsabkommen mit England über einen Betrag von mehreren Millionen Pfund Sterling abgeschlossen. Großbritannien soll für diese Summe Materialien für den Bau von neuen ftrategi»
sitzung abgehalten, an der hervorgehoben wurde, daß die Steigerung der Leistung und die Hebung der Wirtschaftlichkeit in der Verwaltungsarbeit genau so erforderlich ist wie in den Werkstätten und technischen Betrieben. Auch in der Verwaltung müssen Werkstoffe und Arbeitskräfte eingespart weroen. Beispielsweise handelt es sich darum, Richtlinien und Hilfsmittel für eine durchgreifende Papiereinsparung im Geschäfts- und Behördenverkehr zu geben. Die bereits in dieser Richtung laufenden Arbeiten haben die Vereinfachung und Vereinheitlichung auf den ver- schiedensten Gebieten, die wirtschaftliche Arbeitsgestaltung und die Ordnung des Rechnungswesens zum Ziele.
Der Ausbau der deutschen Wasserstraßen.
Der wirtschaftliche Auftrieb Deutschlands, der nach einer siegreichen Beendigung des Krieges zu erwarten ist, macht einen Ausbau der deutschen Wasserstraßen erforderlich. Welche Aufgaben hier zu lösen sind, schildert Reichsverkehrsminister a. D. Dr. Kröhne in der „Deutschen Verwaltung". Im Nordteil ist es der Hansa-Kanal, durch den der Rhein eine Art deutsche Mündung und das Industriegebiet Anschluß an deutsche Nordseehäfen erhalten. Im Westen.ist der seit Jahren geforderte R.hein-Aachen°Kanal wichtig. Von Saarbrücken über Kaiserslautern nach Worms ist der Rhein-Pfalz-Kanal gedacyt. Eine große Bedeutung hat neben der Fortsetzung der Weser- Kanalisierung ihre Verbindung mit dem Main über Eschwege, Meiningen nach Bamberg. Dieser Kanal wird parallel zum Rhein eine neue Nord-Süd-Linie bilden und bei künftigem Anschluß des Mains an die Donau Bremen an das Ein- flußgebiet dieses Stromes heranbringen. Der Saale-Kanal bringt Leipzig an die Elbe heran. Zu erwägen ist eine Verbindung des Weser- Main-Kanals von Eisenach über Erfurt nach der Elbe etwa bei Riesa. Im Entwurf ausgearbeitet ist die Verbindung der^Elbe bei Riesa mit der Oder bei Breslau.
Don diesem im wesentlichen norddeutschen Was-
„The fleet in being.“
Gelegentlich taucht jetzt als Entlehnung aus dem engsischen Sprachschatz der Ausdruck auf: „Tbe fleet m bemg . Es handelt sich dabei um einen Fach! ausdruck, der die englische Seestrategie der letzten • ^re ehr treffend umschreibt. Im übertragenen Sinne soll damit gesagt werden: „Die Flotte die durch ihr bloßes Vorhandensein wirkt urck ihre Ausgabe erfüllt". Gemeint ist: Die eng-
-2.?Ud)L 'ch nicht zum Kampf in der Deutschen Bucht zu stellen oder die Durchfahrt in die Sr^ln^n' 65 genüge durchaus, wenn die englische Flotte das große Fenster der Nordsee ^^?^kandinaolen und Nord-Schottland sperre. Die Blockade, die dadurch ausgeübt werde, sei wirkungsvoll genug, um Deutschland an die Kandare ZU nehmen Damit war die Absicht verbunden, die deutsche Flotte von ihren Stützpunkten wegzu« locken und zu zwingen, sich in möglichster Entfernung von den heimatlichen Küsten zum Kampf zu stellen. Diese Taktik ist im Welt- kvieg durchexerziert und seither beibehalten worden. Nur wurde die ursprüngliche englische Flottenbasis im Firth of Forth (in Süd- Schottland bei Edinburgh) noch während des Weltkrieges aufgegeben und die rund 350 Kilometer nördlicher gelegene Bucht vonScapaFlow auf den Orkney-Inseln als neue Flottenbasis gewählt: einmal um näher an dem großen Fenster der Nordsee zu sein und dann auch um einer auslaufenden deutschen Flotte einen längeren Anmarsch aufzu- Zwingen. Voraussetzung dieser Taktik war, daß der Kampf allein auf der See ausgefochten wurde. Das Flugzeug hat die Voraussetzung der englischen Seestrategie von Grund auf verändert und die Geaenwirkung der U - Bootwaffe ergänzt ober vielleicht sogar gesteigert. Dabei wird immer davon auszugehen sein, daß jede zweckvolle Kriegführung alle Waffen ein setzt und die Mängel der ein?n Waffe durch die Vorteile der anderen Waffe ausgleicht. Der Vorteil der Luftwaffe ist ihre ungeheure Schnelligkeit; der Vorteil des U-Bootes 4ft der relativ lange Dauereinsatz. Schon die bisherigen Flüge von den deutschen Stützpunkten aus erschütterten die englische Strategie der „Fleet in being”. Nun, da die deutsche Luftwaffe in Norwegen sehr nahe Stützpunkte für den Flug nach Scapa Flow gefunden hat, wird die Strategie der „Fleet in being” umaestürzt. Es ist nicht mehr die englische Flotte, die den Gegner zwingt, sich zum Kampfe zu stellen, sondern umgekehrt werden die Engländer gezwungen, sich zu wehren und aus dem schützenden Bereich ihrer Stützpunkte herauszukommen. Das ist der tiefste Sinn der großen strategischen Verlagerung im europäischen Norden.
Wer schürt den Widerstand in Norwegen?
Rom, 23. April. (Europapreß.) Aus Oslo berichtet der dortige Vertreter des „M e s s a g g e r o", die Hoffnungen gewisser Kreise auf eine baldige friedliche Klärung der inneren Lage Norwegens | seien durch die Rundfunkansprachen des Königs Haakon und des Außenministers Koht zunickte ! gemacht worden. Infolgedessen herrsche in diesen Kreisen, an deren Spitze der Bischof von Oslo stehe, | größter Pessimismus. Die Ansprachen des Königs \ und des Außenministers zeigten, daß nicht t>as , höhere Interesse des Vaterlandes den Sieg über die I Sonderinteressen politisch-finanzieller Gruppen davongetragen habe, sondern daß die flüchtige Regierung entschlossen sei, alle Brücken zu einem späteren Kompromiß mit Deutschland abzubre - ; ch e n und sich auf die von den Westmächten versprochene Hilfe zu verlassen. Als die Hauptvertreter der englandfreundlichen Strömung nennt der Korrespondent den Ministerpräsidenten Nygaards- o old, den Außenminister Koht, den Finanz- ■ Minister Torp, den Landesverteidigungsminister Ljungberg und den am englischen Hofe erzogenen Kronprinzen Olav. In norwegischen Kreisen könne man immer wieder die bittere Be- merkung hören, daß diese Kreise nicht Nor- wegen, sondern England verträten. Der Herausgeber einer großen Osloer Zeitung habe erklärt: „Diese Leute sind nicht damit zufrieden, ; Norwegen a u f d i e Liste der Opfer Englands gesetzt zu haben. Sie wollen auch noch norwegisches Blut für die Sache der englischen Macht vergießen. Das ist unser größter Schmerz unter den gegenwärtigen Umständen."
(Getrennte Kommandos im Orient
Alexandrette, 22. April. (DNB.) Nach der Rückkehr des Generals W e y g a n d aus Paris nach dem Orient wird bekannt, daß der General seine Wünsche in Frankreich nicht hat durchsetzen können. Der britische General W a o e 11 ist zum Höchstkommandierenden aller britischen Truppen im Orient ernannt worden. Das bedeutet, daß Weygand ihm nicht übergeordnet, sondern neben» geordnet ist. Die Kommandogewalt beschränkt > sich nunmehr allein auf die französischen Levante- H truppen. Wenn auch zwischen der französischen und der englischen Orientarmee enge Abreden über Die gegenseitige Hilfe getroffen sein dürften, so hat man es im Orient doch nicht mit einer gemein-


