Ausgabe 
22.10.1940
 
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Dienstag, 22. TktoberMO

jy«. Jahrgang Ur. 250

wurde: Corneliu Codreanu.

mämens

Bukarest, 21. DFL (Europapreß.) Am 19. Ok­

tober fand unter dem Vorsitz des Generals A n t o - Carol und seinen beiden nächsten Vertrauten jetzt nescu eine Besprechung mit dem Innenminister ernste Differenzen bestehen, wett alle drei sich gegen- und Beamten des rumänischen Sicherheitsdienstes fettig der Schuld am Scheltern ihrer Politik bezich- tatt, in der die Ergebnisse der administrativen Un-1 tigen.

r

Auch am Montag wieder Lustangriffe aus London

die

Lin 2l-Boot Hal einen britischen hilfs- r e u z e r von über 10 000 BRT. versenkt.

Durch die Beteiligung ihrer U-Boote an der Ver­nichtung der beiden britischen Geleilzüge hat Kapi- tänleutnaut Bleichrodt die Erfolge seiner jetzi­gen Fahrt gegen den Feind auf 53 300 BRT.» Kapilänlentuant L chepke auf 40565 BRT. ge-

telgert.

In den Abendstuuden des 20. Oktober versenkten Torpedoflugzeuge an der englischen Ostküste drei stark gesicherte hapdelsfchiffe mit ins­gesamt 20 000 BRT.

Leichte Kampffliegerverbände führten auch gestern Bergeltungsangriffe auf die britische Hauptstadt und andere Städte in Süd- und Mittet. England durch. Dock- und hafenantageu sowie lebenswichtige Versorgungsziele wurden erfolgreich mit Bomben belegt. Im Grohlanklager von T h a - meshaven brachen nach den Angriffen weil- hinsichtbare neue Brände aus. Im Laufe des Tages und in der Rächt kam es zu mehreren für uns siegreichen Luftkämpfen.

In der Nacht verstärkten schwere Kampfverbände die Angriffe auf London und warfen große

Nachdem die Bewegung mehrfach verboten worden war, wurde Codreanu mit einer Anzahl seiner eng­sten Mitarbeiter am 30. November 1938 ermor­det. Aber die Bewegung der Legion ließ sich nicht mehr aufhalten und am 6. September 1940 gelang es dem Nachfolger Codreanus, Horia Sima, eine revolutionäre Umwälzung in Rumänien zu er­zwingen, die den früheren König Carol durch sei­nen Sohn ersetzte und den durch seine soldatische Tüchtigkeit und moralische Untodelhaftigkeit bekann­ten General Antonescu alsConducator" an die Spitze des Staates brachte. Der neuen Regie­rund des Generals Antonescu gehört auch der Kom­mandant der Legion, Horia Sima, an.

Der Kommandant, der heute im 37. Lebensjahre

Mengen von Bomben aller Kaliber, die zu beiden Seiten der Themse zahlreiche weitere Brände und schwere Zerstörungen her- vorriefen. Merke der Rüstungsindustrie in Mittel- England und Hafenanlagen au der britischen West­küste waren ebenfalls das Ziel wirkungsvoller Bombenangriffe.

Wie bereits bekanntgegeben, beschoß schwere Ar­tillerie des Heeres und der Kriegsmarine zwei große feindliche handelsdampfer im Hafen von Dover. Die Schiffe und die Hafenanlagen wurden mit einer Reihe deckender Salven belegt, die schwere Ver­heerungen anrichlelen. Im Anschluß hieran beschoß eine feindliche Fernkampfbatterie die französische Kanalküste mit wenigen Schüssen, ohne irgendwel­chen Schaden anzurichten.

Das Verminen britischer Häfen nahm seinen Fortgang.

Feindliche Flugzeuge flogen in der letzten Nacht in Deutschland ein und warfen auf die Reichs- Hauptstadt und an anderen Stellen Bomben. Als einziges militärisches Ziel ist eine Gleisanlage in Westdeutschland getroffen worden, ohne daß eine Verkehrsunterbrechung eintrat. Im übrigen wur­den bei Angriffen auf Wohnviertel einige Häuser zerstört und mehrere Zivilpersonen gelötet.

Der Gegner verlor gestern 19 Flugzeuge, davon im Luftkampf 16, durch Flakartillerie 3, von denen eines über Berlin abgeschossen wurde. Vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Oie rumänische Legionärsbewegung

Ein Gespräch mit Horia Lima, dem Kommandanten der Legion.

Auf einer Rumänieureise wurde der Leiter des Amtes Auslandspresse der Reichspresse- sielle der RSDAP., hauplschriftleiter Franz Otto D r e de von dem Kommandanten der Legion und Stellvertretenden Ministerpräsi- denken horia Sima zu einer längeren Unterredung empfangen, in der er sich über den Kampf und aktuelle Fragen der Legio- uärbewegung äußerte.

Fast ein ganzes Jahrzehnt hindurch hat in Ru­mänien eine Bewegung um die Erneuerung ihres Volkes gerungen und in diesem Kampf geradezu ungeheuerliche Dlutopfer bringen müssen, di e Be­wegungAlles f ü x das Vaterland". Sie ist die Volksbewegung, die gegründet wurde, um die rumänischen Massen für das Ideal der .Le­gion" zu gewinnen, auchEiserne Garde" ge­nannt, die 1927 von einem der großen Geister Ru-

vrnck und vertag: 8rtl) W UntDöflltoerxdttti B. tat*

Mischer Hilfskreuzer und drei stark gesicherte Handelsschiffe versenkt. Weitere erfolgreiche Angriffe unserer Lustwaffe auf die britische Hauptstadt und Süd- und Mittel-England. - Oer Gegner verlor gestern 19 Flugzeuge.

Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer biS8'/,Ubr des Bormittags

Arueigeu-Preife r

Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Keilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Keilenbreite

Nachlässe:

Wiederholung Malstaffell Abschlüsse Mengenitaffel B Platzvorschrift t vorherige Vereinbarung) 25'/o mehr

Stockholm, 21. DEL (Europapreß.) lieber großen Schwierigkeiten, denen die ausländi­schen Berichterstatter in England unter­worfen sind, liegt ein aufschlußreicher Bericht des New York Times Magazine" vor. Darm heißt es: Die Verhältnisse, unter denen wir amerikanischen Journalisten hier in London zu arbeiten haben, haben unsere Haare bereits ergrauen lassen. Seit­dem die Luftangriffe gegen London begannen, hat unser hiesiger Redaktionsstab den größten Teil sei­ner Arbeit in einem Keller verrichten müssen, der angefüllt ist von gestikulierenden Franzosen, schrei­enden Laufjungen und einer langen Reihe von hungrigen Angestellten, die auf dem Nachhauseweg von Luftangriffen überrascht und hier festgehalten werden. Der Raum, in dem mir arbeiten, ist sehr beschränkt, die vielen tausend Worte, die wir jede Nacht nach Amerika kabeln, müssen über ein ein­ziges Telephon zum Telegraphenamt durchgegeben werden, wo die Telegramme von der Zensur gelefen und, wie^wir hoffen, auch weitergeschickt werden. Wenn sie nicht weitergeleitet werden, so dauert es Stunden, bis wir dies erfahren, zumal nur wenige Laufboten ihren Kopf in dem Hagel explodierender

seits an der Verteidigung der arischen Zivilisation und Kultur teilzunchmen. Wir freuen uns deshalb über das Eintreffen der Militärmifsion, die für die Ausbillmng der rumänischen Soldaten sorgen soll.

Ich möchte sagen, daß es eigentlich nicht nur eine Frage des Leben» für uns ist, sondern eine Frage d er Ehre, daß Rumänien an der Seite Deutschlands und Italiens marschierL Wir haben nur einen Wunsch, uns zur Verfügung, zu stellen und hoffen, daß man uns Anteil nehmen läßt an dem großen Ringen- um das Europa von morgen. Die Außenpolitik des neuen Rumäniens ist deshalb eine natürliche Fortsetzung der Innenpolitik. Es ist unser Stolz, daß gerade wir es hier im Süd- osten sind, die den Gegensatz zwischen Innen- und Außenpolitik so vollständig überwunden haben.

Rumänische

Ordnungsmaßnahmen.

Der Wehrmachlbenchl vom Mittag.

Berlin. 21. Ott. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Südamerika findet sich zusammen

Kürzlich wurde durch die Errichtung eines Kultur- Instituts in Rio de Janeiro die praktische Grund­lage geschaffen zum weiteren Ausbau der ideellen Beziehungen zwischen Brasilien und Chile. Ein ähnliches Kulturabkommen wurde m i t Kuba getroffen. Das find zwei bedeutungsvolle Anfänge, die auf diesem Gebiet sicher noch weitere Folgerungen in Südamerika nach sich ziehen werden. Man merkt auch in kultureller Beziehung auf Schritt und Tritt, wie hier derNeue Staat" Bra­silien unter der Leitung seines Präsidenten Getulio Vargas umsichtige Zukunftsmaßnahmen ergreift; hierher gehören auch die sich gerade in letzter Zeit häufig mehrenden Besuche südamerikanischer Wissen­schaftler in Rio de Janeiro und in Sao Paulo, den beiden Kulturzentren Brasiliens. Kurz nach dem Ab­schluß einer Studienreise uruguayischer Professoren durch Brasilien besuchte eine Abordnung von Stu­denten aus Paraguay die Kommilitonen in Rio de Janeiro. Wenn diese Besuche vorläufig auch wohl nur noch mehr oder weniger den Charakter einer ostentativen Geste tragen und von einer wirklich positiven geisteswissenschaftlichen und kulturellen Zusammenarbeit nicht gesprochen werden kann, so ist dies alles doch immerhin ein bedeutungsvoller Anfang, dem um so mehr Erfolg zugesprochen wer­den kann, als er planmäßig von den zuständigen Ministerien der jeweiligen Länder eingeleitet wor­den ist.

Gerade in dieser Zeit einer Konsolidierung Euro­pas, die sich ja nicht nur allein politisch auf die Staaten aller Kontinente auswirken wird, darf eine

Bomben und fliegender Schrapnells riskieren wollen".

Eden in Jerusalem und Amman.

Stockholm, 21. DEL (Europapreß.) Kriegs- Minister Eden hat den ersten Teil feiner Inspek­tionsreise im Mittleren Osten beendet Eden hielt sich am Donnerstag letzter Woche in Begleitung des Generals Wavell in Jerusalem auf. wo er mit dem Oberkommissar von Palästina Mac Michael Unterredungen hatte. Am Frei­tag stattete Eden in Amman dem Emir Ab­dullah von Transjordanien einen Besuch ab. Nach einer Besichtigungsfahrt an die palästinen­sisch-transjordanische Grenze, wo Truppen inspiziert wurden, traf Eden schließlich wieder in Kairo ein.

*

Wenn jemand am Ertrinken ist, klammert er sich selbst an einen Strohhalm. So könnte man mit einem altbewährten Wort die krampfhaften Versuche der englischen Presse und des englischen Rundfunks ab tun, aus der Reife des englischen Kriegsministers Eden nach Aegypten, Palästina und dem Orient ein diplomatisches Ereignis ersten Ranges zu machen. Diese Reise descommis voyageur mit Beistandspakten" hat allerdings kaum politische Be- deutung, denn nach Edens bisherigen mißlungenen Versuchen, neue Kriegsschauplätze zu entdecken, neue Vasallen für Albion zu werben, dürften weder die Aegypter, noch die Griechen und Türken das Ver­langen haben, für England die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Als "ein schlechter Witz aber muß es anmuten, wenn Eden nun versucht, auch die Araber für Englandsheilige Mission der Be­freiung der Menschheit" zu werben, jene Araber, denen England einst versprach, einen großen arabi- schen Nationalstaat zu errichten. Die Araber durf­ten es noch nicht vergessen haben, daß die Engländer ihrheiliges Versprechen" nicht erfüllten, daß sie Palästina stattdessen den Juden zuschanzten. Dabei spielt es keine Rolle, daß Eden in Amman von Emir Abdullah empfangen wurde, dem Sohn des Mannes, an dem die Briten einst den schmäh­lichsten Verrat der Weltgeschichte begingen. Und wenn Herrn Eden dabei eine Abteilung der arabi« : scheu Legion Ehrenbezeigungen erwies, dann ban- bet! es sich bei diesen Männern nicht um jene Ara- , her, die für die Freiheit ihres Volkes zu sterben : bereit sind, sondern um die wchutzgarde des bestoche- neu Emirs von Transjordanien.

derartige Geste in Südamerika nicht unterschätzt werden, auch hier haben kulturelle Maßnahmen politische Bedeutung: den Bestrebungen einer ideellen, wissenschaftlichen und künstlerischen An­näherung und Verständigung unter den südamerika- nischen Ländern liegt zweifellos der Wunsch nach einer inneren Einigung zugrunde, einer Einigung, die schlechthin bestimmt ist von dem lebenswichtigen Bestreben, sich als Völker und Ras­sen eines Kontinents des südlichen Amerika ein­ander näher zu kommen und zu verstehen. Die Ver­suche zu einer derartigen südamerikanischen Konsoli­dierung können heute wohl nirgends besser verstan­den werden als in Europa; und zu diesem Unter­nehmen können wir den jungen Staaten in Süd­amerika nur Glück wünschen, zumal für , sie gerade jetzt die Gefahr nicht von der Hand zu weisen ist, auf dem Wege über Nordamerikaanglisiert" zu werden.

Aber das sind alles Dinge, die offen zutage treten und darum von den nationalen Südamerikanern weniger zu fürchten sind, weitausgefährlicher" in diesem Sinne sind Strömungen, wie sie jetzt unterirdisch von Europa aus das kulturelle Leben in SÄamerika zu beeinflussen drohen. Auch hier­für sprechen Tatsachen und Begebenheiten, wie sie sich in jüngster Zeit in Rio de Janeiro zugetragen haben, aber leider in ihrem vollem Umfange zur Zeit nur von wenigen einsichtigen Brasilianern er­kannt werden. Es sind dies einzelne Vertreter euro­päischer Rassen und Nationen, Männer und Frauen, die kurz vor dem Kriege, während des Krieges ein­gewandert sind und auch jetzt noch immer herüber kommen als zweifelhafteKulturträger" Europas, Emigranten, nicht nur allein reinrassige Juden wie etwa Stefan Zweig, der in seltsamer lieber- schätzung seiner Werte in Brasilien beinah gefeiert wurde, sondern auch andere Schriftsteller und Künstler; neben einigen französischen Schauspielern

Stockholm, 21. DEL (Europapreß.) In den Morgenstunden des Montags wurden die deutschen Luftangriffe auf England fortgefetzt. Der enghtoe Nachrichtendienst teilt mit, daß Bomben- und Jagd­maschinen auch London angriffen; weiter wurden drei Städte in den Midlands, zwei Städte im Nord­westen Englands sowie die bedeutende Hafenstadt Liverpool bombardiert Einzelheiten werden nicht mitgeteilt. Es heißt nur, daß eine große An­zahl Bomben über ausgedehnte Gebiete des Lan­des abgeworfen wurden.

In den Nächten zum Sonntag und Montag ging nach den offiziellen britischen Agenturen Reuter und Exchange Telegraph ein wahrer Eisen- und Feuerregen über Großlondon, Wales, Süd-, Südost-, Mittel-, Nordwest- und Nordengland nieder. Unter den durch die jüngsten Bombardements besonders mitgenommenen Städten nennen die beiden britischen Agenturen London, die Städte der Grafschaften Kent und Essex, Liver­pool, die Industriestädte und strategischen Punkte in den Midlands und die Industriezentren von Südwales. Allein für den Sonntagvormittag und -nachmittag gibt Exchange Telegraph fünf Alarme in London zu. Nach derselben Agentur ging ein Bombenregen über die Vorstädte Lon­dons nieder, welche das Stadtzentrum wie m einem Feuerregen einschlossen. Erst in den Abendstunden stiegen britische Jagdgeschwader auf, um den m immer neuen Wellen nahenden deutschen Geschwa­dern den Weg zu verlegen. Nach den Londoner ^eitunqsmeldungen warten die Londoner mit Un­geduld darauf, daß der Mond wieder abnimmt, der Vollmond biete, so schreiben die Blätter, trotz Nebel den deutschen Maschinen eine gute Sicht der wichtigsten strategischen Punkte

Die schwedische ZeitungNya Dagligt Alle- handa" veröffentlicht einen United-Bericht, in dem die Zielsicherheit der deutschen Flieger hervorge- boben wird.Die deutschen Bombenmaschinen hiel­ten sich in großer Höhe und hätten ausreichend Zeit sich ihre Ziele auszusuchen, ehe sie in ihrer : schwindelnden Höhe von englischen Jagdmaschmen

Legion? '

Die Legion hat ix Wahrheit sehr viele Führer gehabt, so daß sie trotz der Verluste zahlreicher wertvoller Elemente durch die vom Carol-System verübten Morde heute durchaus genügend Füh­rerpersönlichkeiten besitzt. Es ist dem System eigentlich nur möglich gewesen, einige Füh­rer in Bukarest und vielleicht ein paar anderen Städten Rumäniens zu fassen. Da die Legionärs- Bewegung aber ihr Schwergewicht jederzeit auf dem Lande gehabt hat, wo die Verfolgungen der Führer der Legion meist erfolglos blieben, so ver­fugt die Bewegung heute erfreulicherweise über eine große" Zahl befähigter und feit Jahren bewahrter Führsrpersönlichkeiten. ....

Frage: Die Legion, die ja jahrelang ver­boten und auf schärfste unterdrückt war, wird sicherlich ihr Hauptaugenmerk jetzt darauf richten, das rumänische D o l k für ihre Ziele zu gewinnen und es dann ihn ihrem Geiste zu erziehen. Welche Wege wird die Legion beschreiten, um dies zu erreichen.

Das rumänische Volk ist in seiner überwiegen­den Mehrheit seit langem von der Richtigkeit der Proqrammpunkte und der Ideale der Legwnarsbe- wequng überzeugt. Einer Gewinnung bedarf es deshalb nicht mehr. Vielmehr hat das System nut der Unterdrückung der Legionärsbewegung eigentlich die ausdrückliche Ueberzeugung des rumänischen Volkes unterdruckL Es hat ferner das rumänische Volk über die Wahrheit m eher Beziehung getauscht und es angelogen, eben­sosehr über die wahren Kräfteverhältnisse in wie über die wahren Absichten und den Charakter Codreanus und seiner Mitarbeiter. gr,f, .. .

Das rumänische Volk kehrt jetzt nach der Abschut- telung der Strohmänner Carols zu seiner natür­licher^ Auf sassung zurück und steht heute mit ferner ^wiegenden Mehrheit hinter der Legiom Die rumänische Jugend ist ohne.Ausnahme von dem Geist der Legion erfaßt. Reaktionäre Ueberbleibsel spielen

Sympathie auf die Legion, von der man eine tatkräftige Mitarbeit bei den Aufgaben er­wartet, "die Deutschland jetzt in ^u^pa ge­stellt sind. Versteht die Legion und ve^teht auch bas rumänische Volk die s e n Weg Deutschlands und begreift man daher ?uch die Entsendung der durch dl° rumumsche Staatsfiihrung herbeigerusenen d euts ch e Ml «fiförtniffion als eine Matznayme, w der sich Deutschland aus diesem Verant- worttingsbewußtsein gegenüber Europa bereit-

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§ i ben es jetzt verwickel! ist, ist zugleich

Krreff-, in den es I ? ßegionärbemegimg.

SsfSslS einer edlen und einer jüdisch-kapitalistischen.

steht, empfing uns dieser Tage in seinem Arbeits­zimmer in Bukarest. Er ist von mittlerem Wuchs, mit großen klugen Augen, schmal und lebhaft. Er hat eine überraschende Aehnlichkeit mit Codreanu. Auf einige Fragen gab er die folgenden an Deutsch­land gerichteten Erklärungen ab:

Frage: Der Weg der Legion bis zum 6. September 1940 war überaus schwer und weist Blutopfer auf, die in die Tausende gehen. Das jetzt gestürzte Regime hat ver­sucht, der Weltöffentlichkeit weiszumachen, daß die Legion nur wenige Führerpersönlich- feiten besaß, die aber alle nicht mehr am Leben seien. Die Legion sollte deshalb be­deutungslos geworden fein. Wie steht es in Wirklichkeit mit der Führerfrage der

terfuchungen in Iaffy und Safeawa zur Kenntnis genommen wurden. Bezüglich der angeblichen Will­kürakte gegen die persönliche Freiheit wurde festge­stellt, daß sich die Beschwerden als unbegrün­det erwiesen haben und jne Haussuchungen zur Aufdeckung von Spionage im gesetzlichen Rahmen durchgeführt werden mußten. Die­jenigen, die sich unbegründet beschwert haben, sollen den Gerichten übergeben werden. Die Konferenz nahm ferner zur Kenntnis, daß General N e g r i wegen Verbreitung illegaler Flugblätter verhaftet worden ist. Und Staatsbeamte, die den Schmuggel erleichtert und Bestechungsgelder entgegengenom­men haben, gegebenenfalls mit lebenslänglicher Zwangsarbeit bestraft werden.

An die spanischen Behörden wurde ein Antrag auf Auslieferung des mit Carol geflüchteten ehe­maligen Hofmarschalls Urda re an u wegen Ur­kundenfälschung und Unterschlagung gerichtet. Urda- reanu vertrat die Interessen des Exkönigs in meh­reren Unternehmungen, an denen Carol beteiligt war; er war auch Mitglied des Verwaltungsrates der großen Rüstungswerke von Reschitza. Urda- reanu wird auch als einer der Hauptschuldigen an der Ermordung Codreanus angesehen. Das gleiche gilt von Frau Lupescu, für die ebenfalls ein Auslleferungsanttag vorbereitet wird. Nachrich­ten aus Sevilla besagen, daß zwischen dem Exkönig

Erscheint täglich, außer Sonntags und fteiertagS Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat nnBild DieSckolle Monats-Bezug svreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvreckanfchluk 2251 Drahtanschrist:Anzeiger" Postscheck 116s6F-rankf^M.

erreicht werden könnten, die von den deutschen Jägern abgewehrt würden. Deutsche Bomben fielen auf Eisenbahnstationen und Verkehrsknotenpunkte." ImSunday Expreß" heißt es:Wenn wir den Krieg gewinnen wollen, brauchen wir soforüge und anhaltende Steigerung der gesamten Produktion. Statt dessen ist als Ergebnis der deutschen Lustbombardierungen ein starker Produk­tionsrückgang zu verzeichnen."Sunday Expreß beklagt sich meiter über die Langsamkeit d e.r Reparaturen von BombenEratern, Gasleitun­gen und Wasserrohren. London weise schon seit Wf Wochen gähnende BombenErater auf. Der Zugverkehr sei zu einem Schneckentempo gezwungen.

Auslandsjournalisten bekommengraue Haare".

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen ^etebeiuSdfKlItTait 7-9