Ausgabe 
21.12.1940
 
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Hii Die Mittagsnununer llbr hf>$V<ormtttaaS

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HO. Jahrgang Nr. 302 ftftbemi täglich aufcei tz nntigs und »Veiertnat ijlnflen: Tie.Uluftnem »[ftener i>nniihenblntteT AiMlinmBild DieLchnlle »I-aats-Be^ugsvreis: L , 4 Beilagen RM 1.95 tiiie Illustrierte . 1.80 ftiitellflebübr. 25

Zrb bei Nichterscheinen -Dn einzelnen Nummern tniolge böberet Gewalt Nr-nsvrechanschluK <251 D^btlinschrift:An^eiger" fiittrberf 1l6*»^rnnff. M

r Ä A Samstag, 2b / Sonntag, 22. Deientber 1940

Gietzeim Anzeiger

BrflllM»» Uwiiierfttätsbnuterei B. Cafe General-Anzeiger für Oberhessenrsszzssiz*'

28 v.

und

^sprechend, nach Westen |aeroonner >birae der ehedem eine sortzufahreni

weitaus stärker war al- die gesamten phita», nil .r ' allmählich die fragen Natia^n zu,amm-m Man fug. .n der , M

£ di- autz-rhall- d-- Materiellen

Sprache.

Das schwerwiegendste Problem für England ist jedoch der kanadische Mensch. Seine volk- liche Zusammensetzung spielt dabei nur eine unter- geordnete Rolle. Von den 11 Mill. Einwohnern sind kaum 200 000 Farbige, alle übrigen sind Weiße, davon 40 v. H. britischer Vertun ft, 12 v.H. irischer

daraus, daß das kanadische Kerngebiet bis 1783 französischer Besitz war. Diese verschiedene Herkunft ruft zwar gelegentlich Schwierigkeiten hervor, doch dürften diese nicht zu ernsthaften Konflikten führen. Die Hauvtschwierigkeit des kanadischen Menschen ist seine geringe Zahl auf einer so un­geheuren Fläche : «nur 1 Mensch kommt hier auf einen qkm! Wenn man nun feststellt, daß von den 11 Mill. Einwohnern je 1,2 Mill, in Bergbau und Industrie sowie in Landwirtschaft, Forstwirt­schaft und Fischerei tätig siyd, so bedeutet das schon eine ungewöhnliche Anspannung des einzelnen, be­sonders wenn man die riesigen Entfernungen in Betracht zieht.

Die Sorgen und Nöte Churchills für die nächste politische und kriegerische Zukunft Großbritanniens erfahren eine weitere bemerkenswerte Beleuchtung durch den Leitartikel der ZeitungABC", der da- vona usgeht, daß der inzwischen schon abebbende Vormarsch in der Wüste, Churchill in keiner Weise die Gefahren vergessen läßt, denen das britische Weltreich entgegengeht.Er weiß", so schreibt das

^Varangberg" (2842 DRT.) wurde etwa 456 Meilen westlich der irischen Küste von einem U-Boot angegriffen.

der Nacht zum 20. Dezember griffen Kampfflug, zeuge krlegswichlige Ziele in der Stadtmitte von London erfolgreich mit Bomben an.

Britische Flugzeuge verursachten in der letzten Nacht in Westdeutschland durch Bombenabwurf nur leichten Gebäudeschaden. Zwei Zivilpersonen, die sich außerhalb des Luftschuhraumes befanden, rour- den gelötet.

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz fßi- Kapitänleutnant Schepke.

Berlin, 20. D-z. (DBB.) Der Jührer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat Kapitän­leutnant Schepke, Kommandant eines Untersee­bootes. das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eiser­nen Kreuzes verliehen und folgendes Telegramm an ihn gerichtet:3n dankbarer Würdigung Ihres heldenhaften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen anläßlich der Versenkung von 200000 Tonnen feind- lichen handelsschiffsraumes als sieben- fern Offizier der deutschen Wehrmacht das Eichen­laub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes.

Adolf Hitler."

imnt hat. . _

.Nach den vorstehenden Darlegungen tann man Wa nicht anders als ein gesegnetes Land be- V1 ihnen. Für England allerdings muß m n me kmschränkung machen, daß zwischen ihm

Kapitänleutnant Schepke versenkte insgesamt 208975 BNT

,r wissen nichts und fürchten alles."

Wachsende Unruhe in der englischen Oeffentlichkeit.

IlEiL0 0 I e 0 e 11 fei ber Mann, auf den man in London j-tzt alle Hoffnungen fetze. Man liamrnere nch in politischen Kreisen an den Satz Roosevelts von dem Wasserschlauch, den man feinem Nachoarn für das brennende Haus zur Dermgung stellen mülle und den man nach dem Brand wieder erhol- ten werde. In diesem Sinne glaube man in London, daß im Dezember die zweite Phase dieses Krieges ^Abschließend kabelt der Korrespondent von

ABC " daß das Unterhaus am Donnerstag unter diesen Eindrücken sehr geheimnisvoll zusammenge- treten sei und daß Churchill bei seiner Rede osten- bar den Kopf ganz anderswo als im Par- lam-nt gehabt habe, nämlich bei feinen Sorgen, bei feiner Verantwortung und bei Problemen, vor deren Lösung er mehr oder weniger ratlos stehe.Er

Hochdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Neuyork, irn Dezember 1940. .Unaufhörlich rollen dje deutschen Flugzeugge- slhvoder über die britische Mutterinsei und zer» Ujgen, mit London beginnend, ein Wirtschafts- ge:iet nach dem anderen. Die Mitglieder der Chur- chi.-Reaierung versuchen zwar, durch Reden und Dstckerschwärze diese harten und immer be» drihlicher werdenden Tatsachen als im ganzen ge- rirgfügtg hinzustellen. Zugleich verweisen sie, ge- hjjermaßen als immerwährendes Trost- und Stär- ku-gsmittel, auf dieunerschöpflichen Reichtümer vr Kraftquellen" des Weltreiches. Als Bei- fp I dafür wird besonders gern, die letzte Zuflucht L-: britischen Plutokraten, das Dominion Kanada Igrannt. Wie steht es mit der Richtigkeit dieser Uiauptung? In einem kann ihr nicht widerspra­ch^ werden: hinsichtlich der geographischen Tat- Den! Es ist durchaus zutreffend, daß Kanada |bt nur mit 9,6 Mill, qkm das größte z u - fommenhängende britische Gebiet ist,

den Segnungen ausgerechnet der durch U-Boote verseuchte" Ozean liegt. Es kommen noch etliche Bedenken hinzu: da ist zunächst das Klima in Kanada. Die hier behandelten wirtschaftlich so wert­vollen Landschaften liegen allerdings sämtlich süd­licher als beispielsweise Berlin. Ja, die Niagara­fälle können sich rühmen, mit Rom auf dem­selben Breitengrad zu liegen. Und doch welcher Unterschied im Klima! Fast all­jährlich erfährt man aus der Presse, daß die Was­serfälle des Niagara zum mindesten mit einer star­ken Eiskruste bedeckt sind, wenn sie nicht gar völ­lig einfrieren. Es muß hier die Feststellung ge­macht werden, daß die für England als Kraftquelle wichtigen kanadischen Landschaften in einem sol­chen Maße schutzlos den polaren Einflüssen ausge­setzt sind, daß diese ständig, im Winter wie auch im Sommer, ein erhebliches Unsicherheitsmoment in das kanadische Wirtschaftsleben bringen. Die Züchtungsversuche mit widerstandsfähigem Weizen reden in dieser Beziehung eine sehr vernehmliche

Aus der Wesen Ebene.

Es ist nicht jedermanns Sache, in Kriegszeiken große Feste zu feiern. Aber wenn wir in wenigen £ag,n das Weihnachtsfest begehen, dann ist das ja kein bloßes Privatvergnügen, sondern eine deutsche Volksfeier, die im besonderen Maße geeignet ist, die Verbundenheit zwischen allen Volksgenossen, insbesondere aber zwischen Front und Heimat zu unterstreichen und zu festigen. Der brennende Lichterbaum verkörpert für uns dm Sieg des Lichtes in d"m unablässigen Ringen zwi­schen den chaotischen Gewalten der Finsternis und der lebenspendenden, ordnenden Schöpferkraft. Wir sehen daher in ihm auch ein Sinnbild unseres eigenen politischen und militärischen Kampfes, der eine alte, verrottete Welt beseitigen muß, um die Bahn frei zu machen für das Lebensrecht und die Lebensentfaltung der jungen, aufstrebenden Völker. Das deutsche Weihnachtsschiff, das dieser Tage in Oslo einlief, die unzähligen Weihnachts­grüße und Feldpostpäckchen, die in den vergange­nen Wochen an alle Frontstellen zwischen Kirkenes und der spanischen Grenze geschickt wurden, sie sind die Zeichen der Liebe und des Vertrauens zu un­seren Soldaten, aber auch der kampfesfrohen Sie- gesgewißheit, die Wehrmacht und Heimat gleicher­maßen beseelt.

In den westlichen Ländern hatte Weihnachten niemals einen so tiefen Sinngehalt wie in Deutsch­land. Es war dort mehr ein Anlaß z-u äußerlichen Vergnügungen. So bleibt für die Engländer in diesem Jahre vom Weihnachtsfest kaum mehr übrig als der Name und das Datum. Denn weder können die Briten mit der Sonnenwende ein in-

Oie gemischten Kommissiouen zur Ourchführunq des Dreimächtepaktes.

Berlin, 20.Dez. (DRV.) 3n dem Dreimächte­pakt zwischen Deutschland, Italien und Japan ist die Bildung gemischter technischer Kom­missionen vorgesehen,, die die Aufgabe haben, den Pakt zur Durchführung zu bringen. Die drei Regierungen haben sich darüber geeinigt. In den drei Hauptstädten je eine poli­tische-Genera lkommission sowie je eine militärische und eine wirtschaftliche Kommission zu bilden. Nachdem die gemeinsamen Vorarbeiten abgeschlossen sind, werden diese Kom­missionen nunmehr ihre Tätigkeit ausnehmen.

Frankreichs Lustfahrtminister in Syrien.

Vichy, 20. Dez. (Europapreh.) Der franzöosische Lustfahrtminister General B e r g e r e t ist auf dem Flugplatz Beirut gelandet, wo er von zahlreichen militärischen und zivilen Persönlichkeiten empfangen wurde. Die militärischen Ehren wurden ihm von Abteilungen aller Truppengattungen erwiesen. Man erklärt in amtlichen Kreisen, daß General Bergeret die Luftstreitkräfte und die gesamten Flugstützpunkte des Nahen Ostens besichtigen wird. Seine Reife wird im Zusammenhang mit der bevorstehenden Ankunft desneuenOberkommissars, Gene­ral D e n tz , besonders beachtet. Man erblickt hierin den Wunsch der Regierung, ähnlich wie mit der Entsendung des Generals Weygand nach Nord­afrika, möglichst viel für die Sicherheit des fran­zösischen Kolonialreiches zu tun.

Amer.ka« Vertretung in Vichy.

Washington, 20. Dez. (Europapreß) Der neue Botschafter der Vereinigten Staaten in Frank- reich, Admiral L e a h y , reift auf Anordnung Roos»- velts an Borddes amerikanischen Kreu­zersTuscaloosa" über den Atlantik, damit der Botschafter auf dem schnellsten Wege nach Dichy gelangen kann. Der Kreuzer fährt von Norfolk in Virginia ab und wird Lissabon anlau- sen. In Washington wird bestätigt, daß der in Vichy befindliche Botschaftsrat nach Nord- a f r i t a reifen wird, um die Konsulate der Ver­einigten Staaten in den französischen Kolonien zu inspizieren.

niD Papierfabriken, ms , r \ i

hgenbem Maße die Wasserkraft benutzt, besonders^ b'fcnige, welche die gewaltigen Fluten des St. Oo- uerzstromes sowie die von ihm gespeisten Niagar IpEe liefern. v ri f.

| Weltwirtschaftlich sind die nordwestlich des Iftcngebietes gelegenen Länder von größerer W ch- hltat. Hier erstreckt sich die unübersehbare ^amen- irische Weite, die der Mensch allem nicht mehr linoältigen kann, wo er sich des starken Armes der Ivlnfchine bedienen muß, um die gewaltige Natur Ist dienstbar zu machen. Zunächst kommt eine ne» Ißs Waldzone, die sich westwärts über ein Ge- Ittit von etwa 3 Mill, qkm hinzieht. Sie wird von Ist nördlichen Pazifikbahn von Quebec über Wm- l'b'eg nach Vancouver erschlossen; ein, Geoiet von |ir vierfachen Größe des Großdeutschen Reiche , Iü5)ts anders als Mischwald, der sich nur nicht recht I m die Höhe recken kann, weil die eisigen P - lönbe ihn immer wieder von Zeit zu Zeit ducke » . I Südlich der Waldzone dehnt sich vom Oberen, 16«, oenau seiner Breite entsprecht ®eftcn |!i Gürtel bis ins Felsengebirge, der ehedem e I-Mbersehbare Prärie war, jetzt aber em einziges »feenhaftes Getreidefeld d'rste-.. .:-'6T It'-mb aus bäuerlicher Wirtschaft allmählich kdioßlandwirtschaft, die fast ausschließlich mit ^0= Ihnen betrieben wird. Im allgemeinen gebraucht

> r Weizen über vier Monate von der Aus- st t bis zur Ernte. Hier aber gelang es, Weizen $ züchten, der in weniger als *00 Tagen

So konnte man den Anbau auch überall da 'o- nenb gestalten, wo auf wenigstens 1W rro]i Jnc Tage im Jahre zu rechnen war, d H. man Wt die Anbaufläche nach Norden erheblichi er öiitern, wodurch die Wege zu den Derbrauch.rn 'n Osten nicht allzu weit wurden. In Kanada sind tiv. jetzt 235 000 qkm unter den Pflug aenmnm n v-rden. Es liefert allein an Weizen etwa 35 O-Jl " hr, als der Bedarf Englands betragt, daneben 'ch 10 v.H. der Welterzeugung an H a t er unv "v.-H. an Gerste. Es verdient also daß m

dieKornkammer des Weltreiches g

Kanada, das gelobte Land der britischen plutokratie

^on unserem O.-Äerichterstaiter.

neres Erlebnis, eine Hoffnung auf die Wende ihres politischen Schicksals verknüpfen nock können sie diesmal über jene materiellen Voraussetzungen ver­fügen, die bisher für eine englische Weihnachtsfeier üblich und nötig waren. Die speziellen Getränke und Lebensmittel sind auf der Insel so knapp ge­worden, daß nur noch sehr begüterte Familien sich den üblichen Weihnachtsschmaus erlauben können. Die Masse der Bevölkerung aber muß sich die Mah­nung des britischen Ernährungsministers zu Her­zen nehmen, den Leibriemen noch enger zu schnal- len. Seit dieser ministeriellen Aufforderung sind nur einige Wochen vergangen, aber ihre Berechtigung hat sich inzwischen volj erwiesen. Diele Lebensmit- - telrationen mußten in England herabgesetzt, andere ganz aufgehoben werden, weil sich angesichts der geringen Vorräte eine Verteilung nicht mehr lohnte. Die Briten sehen darin mit Recht eine Folge der deutschen Gegenblockade, die von Woche zu Woche schärfer und nachhaltiger wird. Wie die letzten Schiffsverlustlisten der britischen Admiralität be­weisen^ lassen sich die wachsenden Erfolge der beut« scheu U-Boote vor der Inselbevölkerung nicht mehr verbergen. Trotzdem übt Churchill auch weiterhin noch seine Verschweigetaktik, indem er mindestens die Hälfte der erlittenen Schiffsverluste unterschlägt. Auch auf einen anderen wichtigen Punkt wagt man nicht hinzuweisen. Das ist die Tatsache, d-^ die enclifche Schiffsbauindustrie auch nicht entfernt mehr imstande ist, die verlorengegangenen Brutto« regiftertonnen durch Neubauten zu ersetzen. Aus einer versteckten Meldung desDaily Expreß" wis­sen wir beispielsweise, daß die Werften in Einer«

Loern auch das dem Mutterland Zü­rich st liegende. Die zwischen beiden liegende i (Erlernung von 3000 km werden jedoch vom A t» I ici tisch en Ozean eingenommen, der den deut- jtfn U-Booten auf einer noch längeren Front zu- glich ist. Der Verbindungsweg zwischen Mutter- 'iD und Dominion ist also zum mindesten aller- VZufälligkeiten" ausgesetzt, über welche ja die tschen Heeresberichte laufend zu melden pflegen! Acht weniger zutreffend sind die wirtschaft-

Ihen Möglichkeiten, die in dem gesamten bri- tijen Nordamerika stecken. Betrachten wir sie, vcm £cn nach Westen gehend, wobei vorweg ange-- urft wird, daß jede 1000 km weitere Ent - ficnung sie natürlich in ihrem Werte für das Wterlanb herabsetzt. Da erscheint zuerst die lu OOO qkm große Insel Neufundland. Sie H: seit 1933 als Halbdominion wieder enger an Lidon gebunden als an Kanada. Der Gouverneur i[: ein britischer Admiral. Die Insel stellt den End- mit der englischen Luftverbindung zwischen Siropa und dem angelsächsischen Amerika dar. Aus ih:sn reichen Holzbeständen liefert sie Zellstoffer- gniHe, die wertmäßig schon den Einnahmen aus F cherei und Bergbau, den überlieferten Erwerbs- pellen, gleichkommen. Doch braucht der Zustand ; Röt zu bleiben, denn die großen Mineralvorkom- || mren, vor allem Eisen- und Kupfererze foroie ssihle, sind bis jetzt noch wenig erschlossen.

i Liehr ist das der Fall auf dem Festland sud- ; Glich davon am St. Lorenzstrom. Hier befindet 1 st das Kerngebiet des Dominions im Süden der ! sKvvinzen Quebec und Ontario. In ihnen i Eifern bäuerliche Landwirtschaft, Bergbau und I Wuftrie miteinander. An Bodenschätze n rom» i nm vor Gold, Nickel, Kupfer, Blei, Zink, Silber,

I Hin, Eisenerz und Asbest, und zwar in solchen Ifengen, daß der Anteil an der Weltgewinnung Sie Nickel 80 v.H., Asbest 55 v.H., Bl e i : li o. H. und Gold 5 v. H. beträgt. Auch Kohle 11 in erheblichen Mengen vorhanden, wenn auch |l ihe Verteilung sich so gestaltet, daß sie gerade an h Hauptbedarfsstellen fehlt. Trotzdem hat sich eine breits lebhafte Industrie für Maschinen- und ^Sineugbau entwickelt. Selbst Flugzeuge werden

V hi'gestellt, so daß die kanadische Industrie tm Nay- nm des Weltreiches schon eine angemessene wehr-

| ivrtschastliche Aufgabe erfüllen kann. Daneben um- 4 tot die Industrie in Quebec und Ontario zur K ihberung und Ergänzung der Landwirtschaft | Tihlen, Lederfabriken, Brauereien, Konserven- | wb Papierfabriken. Als Energiequelle wird in

7!eve Handelsschiffsverluste.

Berlin, 20. Dez. (DNB. Funkfpruch.) Der bei» gische PassagierdampferM acedonier" 15227 BRT.) ist als o e r l o r e n zu betrachten. Das Schiff rühr unter Kontrolle der britischen Regierung. Es war früher insbesondere in der Fahrt nach BelgÜch Kongo beschäftigt, lieber das Schicksal der Besatzung liegen keine Nachrichten vor. Der britische 3660 BRT. große Frachtdampfer A m i c u s" wurde im Nordatlantik westlich von Irland torpediert und ist gesunken.

Die amerikanische Radiostation Mackay Radio fing einen Funkspruch des englischen Dampfers Carlton" (5162 BRT.) auf, nach dem das Schiff 450 Meilen westlich Irlands durch ein Udoot torpediert worden sei. Auch der Norwegenfrachter

Der Wehrmachtbericht vom Freitag.

Berlin. 20. Dez. sDRB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Lin U-Boot meldet die Versenkung seines 4 0. feindlichen Handelsschiffes. Damit hat dec Kommandant dieses Bootes, Kapitän­leutnant Schepke, eine Gesamtverstnkungs- Ziffer von 208 975 BRT. erreicht und somit als dritter Unterseebootskommandant die 200 000- Tonncn-Grenze überschritten.

Bei einem Torpedoangriff feindlicher Flugzeuge auf ein deutsches Vorpostenboot erzielte das Boot durch die sofort einsehende Abwehr mehrere Treffer auf ein feindliches Flugzeug, während die feind- lichen Torpedos ihr Ziel verfehlten.

Die Luftwaffe führte gestern Aufklärungs- flüge über Großbritannien durch.

3m St Georgs-Kanal südlich Larnsore Point gelang es, ein Schiff von 1200 BRT. durch Volltreffer mittschiffs zu verfeuken. In

Gegenüber solchen unwiderleglichen Feststellungen wirkt es grotesk, wenn das Reuterbüro jüngst die Engländer damit trösten wollte, daß Kanada 2 250 000 Soldaten stellen könnte, das wäre mehr als 20 v. H. der Gesamtbevöl» kerung; eine Forderung, die schon in einem klei­nen, dicht besiedelten Sande schwer zu erfüllen wäre. In der kanadischen Großräumigkeit ist sie einfach unmöglich. Tatsächlich hat Kanrda im Weltkriege auch nur 420000 Mann über den Ozean geschickt. Das war schon allerhand. Wollte es jetzt diese Ziffer bloß verdoppeln, so hieße das die industrielle Leistung Kanadas erheblich herab- setzen. Bei einem Materialkrieg wie dem jetzigen wäre das besonders verhängnisvoll. Als Endergeb­nis bleibt also, daß die Kraftauelle Kanäda doch nur ein sehr bedingter Ersatz für die zerstörten Hei­matgebiete ist, wobei die wachsenden D"rluste durch H britischer Herkunft, 12 v. y. trqmer U-Boote noch gar nicht einmal in Anschlag ge- H. französischer. Letzteres erklärt sich! bracht worden sind.

sprach weniger sicher, weniger selbstherrlich, weniger prägnant, als man es bisher von ihm gewöhnt war, und wichtiger", so schließt der Korrespondent sein Kabel,,ist nicht das, was er sagte, sondern das, was er nicht sagte/

Madrid, 21. Dez. (Europapreß.) Der Londoner Korrespondent des führenden spanischen Blattes ADT^, Louis Calvo, berichtet ausführlich von den wachsenden Sorgen der britischen Oefsenllich» feit über die möglichen Vorgänge des bevorstehen­den Winters. Einleitend bemerkt der Korrespondent, daß der Luftkrieg über England im November 4o68 Tote und 6202 Verwundete gefordert hat.Regel­mäßig tauchen jetzt", so berichiet er weiter,die Be- rrachiungen und Sorgen über eine bevor» stehende Invasion und schwerste Gefahren für die Insel auf. Die Ruhe, die in der Presie und in den politischen Kreisen zur Schau getragen wird, j^ureia) erugegenycyi. , ,u

ist lediglich gemacht. Wir wissen nichts und ^cn Ernst der Tonnageverluste mir fürchten alles, das ist der ©e;amteinorucf, der 6er briti^en Handelsflotte zu würdigen und die wuchtend über der Zivilbevölkerung Londons lastet. Unruhe, die Deutschland der Insel durch die Be-

Die Times" spricht es offen aus, daß die brt» setzung er gesamten Atlantikküste Frankreichs be­fischen Behörden jeder Art jetzt Vorbereitungen reitet. Dieser Winter, so glaubt man in London, treffen unb treffen müssen. DerEoening S.an», kann die peinlichsten Ueberraschungen dard" geht noch weiter, indem er den Satz Roose- hinsichtlich einer Invasion bringen. Im Mittelmeer velts unterstreicht, der gesagt hatte, daß kein mird der Krieg weder gewonnen noch verloren bedeutender Krieg heutzutage mit Geld werden. Was England zur Kapitulation bringen 1 ernennen oder verloren wird, um dann selbst kann, ist der Verlust der Freiheit seiner H a n - Die Welt erwachte im letzten Som- b e (s ro e g e im Atlantik". Weiter heißt es in me/ um festzustellen, daß eine arme Nation bcm Artikel, Großbritannien würde den Kamps » .... -f- v:- ichf sortsetzen können, wenn es eines Tages ohne

rraiiiajKii o-,-.......... . « I Verbindungen mit den Vereinigten Staaten und

Oeffenllichheit hinzu, daß die Schlachten in Flau- Kanada wäre. Das sei die gefährlichste und hoff« dem und Frankreich weniger mit gefüllten Geld» nungslofefte Katastrophe, die schlimmer sei als eine iäden gewonnen wurden als durch eine Kraft und Z-rstörung Londons oder irgend einer anderen eine Gewalt, die außerhalb des Materiellen Stadt.