Ausgabe 
21.11.1940
 
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Ungarns Beitritt zum Dreimächtepakt

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Landwirtschaft und Industrie lei st e Ungarn besonders im europäischen Sektor einen wesent­lichen und konkreten Beitrag für die Sache der Achse und des Dreimächtepaktes. Die Tragweite des Paktes reiche bis zu dem im Arti­kel 3 vorgesehenen Bündnisfall, der bei Ein- mischuna einer weiteren Macht in den gegenwär­tigen Krieg wirksam werde. Agenzia Stefani schreibt, es sei vorauszusehen, daß es nicht mehr lange dauern werde, bis der ganze europäische Kon­tinent mit den von Rom und Berlin verfolgten Mitteln der Gerechtigkeit und des Friedens voll­kommen zu einem Block zusammengeschlossen sein werde. Des Führers Unterhaltung mit den Staats­männern machten klar, daß es sich nicht um eine einfache Uebereinkunit handele, sondern um eine viel weitergehende und dauerhafte, da sie sich über die aanze künftige Verfassung des europäischen Kon­tinents erstrecke.

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lauft also so, daß im Zuge der Z)erausdräng»ng Enalands aus Europa die Briten einen politischen Posten nach dem andern verlieren. Auf dem Wege zum neuen Europa wird Stein um Stein beiseite geräumt.

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les Paktes hin, der eine K a m p fansa g e ae gen di e Kriegshetzer und gegen jeden Versuch einer Kriegsausweitung ist, und der einen Zusaw' menschluß zur baldigen Wiederherstellung des We t- friedens und die Schaffung einer gerechteren Welt- ordnung zum Ziele hat. Ungarn sei die erste Macht, die sich mit diesen Zielen solidarisch erklärt habe. Weitere Mächte würden dem Beitritt folgen. Es sei der unabänderliche Entschluß der in diesem Pakt vereinten Mächte, einen weltweiten Zusam­menschluß aller wirklich aufbauwil- l i g e n , für einen gerechten Frieden arbeitenden jungen Völker herbeizuführen.

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Wesenheit des Reichsaußenministers eine längere Unterredung.

Oer Führer

an.den ungarischen Jteichsverweser.

Wien, 21. November. (DUB. Funkspruch.) Der Führer hat aus Anlaß des Beitrittes Ungarns zum Dreimächtepakt an den ungarischen Reichsver­weser, Admiral von horthy, folgendes Tele­gramm gerichtet:Euer Durchlaucht bitte ich in die­ser Stunde, in der Ungarn seiner Verbundenheit zu Deutschland, Italien und Japan durch den Beitritt zum Dreimächtepakt erneut Ausdruck gegeben hat, meine herzlichen Wünsche für das Wohl­ergehen Eurer Durchlaucht und für die glückliche Zukunft Ungarns entgegenzunehmen.

Adolf Hiller."

Oie ausländischen Gäste verlast en Wien

Besprechungen beim Führer.

Wien, 20. Nov. (DNB.) Der Führer emp­fing heute mittag im Schloß Belvedere aus Anlaß der Aufnahme Ungarns in den Dreimächtepakt in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop, den königlich Ungarischen Ministerpräsidenten Graf T e l e k i, den königlich Italienischen Minister des Aeuhern S r a f E i a n o, den königlich Ungarischen Minister des Aeußern G r a f E s a k y und den kaiserlich Japanischen Bot­schafter in Berlin kurusu. Bei dem Empfang waren anwesend der Ehef des Oberkommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarfchall Keitel, Reichs­pressechef Dr. D i e t r i ch, Reichsleiter Bormann und Reichsleiter von Schi rach sowie die führenden Mitglieder der Delegationen der beteilig­ten Mächte, ferner Gesandter Sztosay, Botschaf­ter v o n M a ck e n s e n und Gesandter von E r d - mannsdorff.

90. Jahrgang Ur. 216

Sdcbetnt täglich, anbei Sonntags und feiertags

Bvlaarikns Wea.

Sofia, 21. Nov. (Europapreß.) In der So- branie kam der Regierungsabgeordnete Schüchkoff luf die Beaegming in Berchtesgaden ^ sprechen. Rach der Zusammenkunft zwischen Adolf Hitler und

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König Boris sowie nach den letzten Wiener De- ivrechungen sei der Weg des bulgarischen Volkes klar v o r g e z e i ch n e t. Es sei not­wendig, diesen Weg weiter zu gehen. Die natio­nalen' Ansprüche des bulgarischen Volkes könnten nur in einer europäischen Neuordnung erfolgreich verwirklicht werden. Das RegierungsblattDnes stellt fest, Bulgarien habe seit dem Jahre 1919 eine gradlinige Politik verfolgt.Unser Volk", so schließt das Bläll,steht am Vorabend des Ab­schlusses einer neuen Ordnung, die Bul­garien in der europäischen Gemeinschaft einen neuen Platz als Element des Friedens sichern und ebenso eine neue Lage in Südosteuropa schaffen wird."

Das Echo in Rom.

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^D?/beiden Großmächte haben sich Dadurch nicht nur das ganze Ungarn zu unvergänglichem Danke verpflichtet, sondern haben auch durch Taten bewie. fenP daß sie die Revision überall dort mit frieb- lichen Mitteln anstrebten, wo sich frie^u sbl<v rinqste Möglichkeit bietet. Sie schufen hierdurch n der Geschichte der Völker Europas e i n e neue Epoche da sie an Stelle der durch Blutvergießen geborenen Politik des Hasses das Zeitalter der Poli­tik des Verständnisses und der Einsicht eröffneten

Italien und Deutschland vertraten m den letzten Jahrzehnten die P o l i t i k d e r V e r st a n d i g u n g, die zum Bündnis mit Japan führte und deren End­ziel der auf Gerechtigkeit beruhende dauerhafte Brieden ift Dieses Bündnis richtet sich daher gegen niemand Gleichgerichtete Zielsetzung unb9 die gemeinsame Vergangenheit bestimmen die Stellungnahme Ungarns. Ungarn wünscht. m i t allen seinen Nachbarn, die de Rechte sei- ner geschichtlichen Entwicklung respektieren, gute Beziehungen. aufrechtzuerhalten Unter diesem Gesichtspunkt begrüßt die ungarische Regierung mit

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Wien, 21. Nov. (DNB. Funkspruch.) Der unga­rische Ministerpräsident Graf T e l e k i, der Minister des Aeußeren G r a f C s a k y und der ita­lienische Außenminister G r a f C i a n o verließen am Mittwochabend wieder Wien. Reichsaußenminlster von Ribbentrop verabschiedete sich von seinen Gästen auf dem Bahnhof, wo eine an getretene Ehrenkompanie den Staatsmännern die Ehrenbezei­gungen erwies. Zur Verabschiedung hatten sich Gau­leiter Jury und Vertreter von Partei, Staat und

besonderer Genugtuung den Artikel 5 des Berliner Dreimächtepaktes. Getreu seiner ungebrochenen, un­veränderten außenpolitischen Vergangenheit und Friedenszielsetzung, gestärkt durch deren bisherigen Erfolge und im festen Glauben an die Zukunft schließt sich Ungarn dem Berliner Dreimächtepakt mit der Absicht an, so­wohl jetzt als auch bei der Liquidierung des K r i eg es seinen Kräften angemessen zu der besse­ren und glücklicheren politischen und wirtschaft­lichen Neuordnung Südosteuropas beizutragen.

Nach Abgabe dieser Erklärung begrüßte der Reichsaußenmrmster Ungarn als neues Mitglied des rrs - j.l , ..S:a,,F Ma öXaiifurtn htP-

In welch engen Beziehungen Ungarn bereits vor seinem Beitritt zum Dreimächtepakt stand, das ging ja bereits mit aller Klarheit aus der Rede hervor. Die Außenminister Graf Cfaky am 14. November vor dem ungarischen Abgeordnetenhaus hielt. Er erklärte darin, Ungarn sei außenpolitisch nach wie vor konsequent auf die Achsenmächte ausgerichtet: der Aufstieg dieser beiden Mächte bedeute auch den Aufstieg Ungarns. Der Außenminister verwies da- bei auf die von England und Frankreich gesteuerte Politik der Kleinen Entente und des Balkanbundes und zog für Ungarn aus den Erfahrungen der letz­ten zwanzig Jahre die Schlußfolgerung,daß selbst ein dauernder Zusammenschluß kleiner und mitt­lerer Mächte zum Schutze ihrer Interessen sich un­wirksam erweist, wenn er sich nicht auf eine raum- gebundene Großmächtegruppe stützt. Wenn kleinere Staaten auf Grund statistischer Summen Über ihre Bevölkerungszahl versuchten, große Staatsgebilde nachzuahmen, oder wenn sie sich gar den Groß­mächten entgegenstellten, dann aab es regelmäßig einen Fehlschlag". Der ungarische Außenminister begrüßte zum Schluß seiner Rede ausdrücklich das Berliner Dreimächteabkommen und sprach dabei die Hoffnung aus, daß dieser neue politische Kraftkern auch das Verhältnis Ungarns zu seinen Nachbarn günstig beeinflussen werde.

So ist nunmehr ein weiterer bedeutsamer Schritt zur Ausrichtung Europas auf seine gemeinsamen eigenständigen Zukunftsziele erfolgt. Mit leDem sol­chen Schritte verliert gleichzeitig England eiste politische Schlacht. Gerade die südlichen Nachbar« gebiete Ungarns, d e r Balkan, haben ja bis weit in dieses Jahr hinein in den englischen Spekulatio­nen für die Aufrechterhaltung von Unruheherden in Europa und für die Kriegsausweitung gegen Deutschland eine große Rolle gespielt. Diese Speku- lationen betrafen in erster Linie Rumänien, Grie­chenland und die Türkei. In Rumänien endeten die englischen Druckversuche und Sabotageakte mit dem Sturz des englandhörigen Earol-Systems. Die Türkei hat in der bisherigen Kriegsentwicklung schwerwiegende Gründe für die Aufrechterhaltung ihrer Neutralität gefunden. Und Griechenland muß die Auslieferung feiner Lebensinteressen an die Kriegsinteressen der englischen Plutokratie mit einer Katastrophe büßen, die vermutlich die von 1916/17 nocb weit hinter sich lassen dürste.

Schritt für Schritt bringt bas neue europäische Ordnungsprinzip auch im Balkanraum vor, und es ist der Zeitpunkt abzusehen, in dem auch für den Balkan der Dauerfriede gesichert fein wird. Der Beitritt Ungarns, eines Balkananliegers, zum Drei­mächtepakt ist geeignet, diesen Dauerfrieben für ben Balkanraum wirksam vorzubereiten. Von ben Bal­konstaaten selbst unterhalten ja bereits das neue Rumänien und Bulgarien besonders enge Beziehungen zu den Achsenmächten. Der rumänische Ministerpräsident General Antonescu weilte erst kürzlich zu wichtigen Besprechungen in Rom, und Bulgariens König Boris hatte jetzt eine Unterredung mit dem Führer. Die Entwicklung ver-

Unler Bild zeigt beim Abfchreiten der Front der Ehrenkompanie von links nach rechts Reichsmmtlter des Auswärtigen von Ribbentrop. den ungarischen Auß-nmlNlstcr G r as Csa kl und den ungarischen Ministerpräsidenten Gras Telekt. sScherl-Bilderdienst-M.)^

yeilagen: DieNUustriene Siebener ftamiltenblätter Heimat imBilb DieScdolle SronaW-BezugSvreiS:

Mit 4Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr. « -.25

ötucb bfri Nichterscheinen son einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernivrechanschluß 2251 Drahtanschrift;Anzeiger" tfoftfcberf 11 Örr Rrnmff. M

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Europa ordnet sich.

Ungarn ist der erste Staat im Südosten unseres Erdtells, der seinen Beitritt zu . dem Berliner Drei­mächtepakt vom 27. Septemoer 1940 vollzogen hat. Es bekundet damit seinen Willen, seine politische Freundschaft mit Öen Achsenmächten nun auch in den größeren Rahmen der kontinentalen Neuord« nung Europas zu stellen. Damit hat sich der Pakt erneut als ein allgemeines großes Ordnungsprin­zip für Europa erwiesen, wobei das Hauptziel darin liegt, England, d. h. die verderblichen Einflüsse der englischen Plutokratie für immer aus unserem Erdteil auszuschließen und die dauernde Gewähr dafür zu schaffen, daß er sich hinfort nicht mehr nach englischem Diktat, sondern nach seinen eigenen vitalen geographischen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Gesetzen zum Segen aller m ihm wohnenden Völker entwickeln kann.

Die Kürze des Wiener Protokolls zeigt deutlich, daß der Beitritt zum Dreimächtepakt für Ungarn einfach eine Angelegenheit zwingender Logik und lebenswichtiger Interessen war. Dar­über hinaus gibt die ungarische Regierungserklärung eine bedeutsame Begründung für die Tatsache des Anschlusses ab, indem sie heroorhebt, daß die Achsen­mächte sich um das heutige Ungarn die höchsten Verdienste erworben haben im Gegensatz zu Eng­land, dem Ungarn die Zerstückelung des Magyaren- staates und den Verlust von vollen zwei Dritteln seines ehemaligen Gebietes zu verdanken hat. Wir erinnern nur an die vom Grundsatz der Gerechtig- kett getragenen Bemühungen der Achsenmächte in dem ungarisch-tschecho-slowakischen Grenzkonflikt und in dem ungarisch-rumänischen Streit, die in den Wiener Schiedssprüchen vom 2. November 1938 und vom 30. August 1940 gipfelten.

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Wien. 20. Rov. (DJtB.) Am 20. November ift in Wien vom Reichsminister des Auswärtigen ou Ribbentrop, dem italienischen Außen­minister Graf L i a n o und dem japanischen Vot- Ichafter in Berlin, kurusu. einerseits sowie vom ungarischen Außenminister Gras L s a k i anderer- !eits ein Protokoll über den Beitritt 11 n - ^arns zu dem, am 27. September 1940 zwischen Deutschland. Italien und Japan abgeschlossenen Dreimächtepakt unterzeichnet worden. Das Protokoll hat folgenden Wortlaut:

Die Regierungen von Deutschland. Italien und Japan einerseits und die Regierung von Ungarn «adererseits stellen durch ihre uuterzeichneten Ve- «ollmachtigten solgendes fest:

Artikel 1.

Ungarn tritt dem am 37. September 1940 in Ber­lin unterzeichneten Dreimächtepakt zwischen Deutsch­land, Italien und Japan bei.

Artikel 2.

Sofern die in Artikel 4 des Dreimächtepaktes vor- gesehenen gemeinsamen technischen Kommissionen fragen behandeln, die die Interessen Ungarns be­rühren, werden zu den Beratungen der Kommissio­nen auch die Vertreter Ungarns hinzugezogen wer­den.

Artikel 3.

Der Wortlaut des Dreimächtepaktes ist« diesem Protokoll als Anlage beigefügt.

Das vorliegende Protokoll ist in deutscher, ita­lienischer. japanischer und ungarischer Sprache ab- gefaßt, wobri jeder Text als Urschrift gilt. Ls tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft.

Der MI der LMrzeichiiung im Selvedere.

B u b a p e ft, 21. Nov. (Europapreß.) Die freund­schaftliche Aufnahme der ungarischen Staatsmänner in Wien sowie der Beitritt Ungarns zum Drei­mächtepakt nehmen in der ungarischen Presse brei­ten Raum ein.Pester Lloyd^ sagt, die ungarchhe Oeffentlichkeit begrüße die Nachricht vom Beitritt Ungarns zum Dreimächtepakt mit um so größerer Freude und Genugtuung, als ja der Dreimachte- vertrag von der ungarischen Nation schon dei sei­nem Abschluß als ein ho'chbedeutendes weltpolitisches Instrument betrachtet' wurde, das in zwischen-kon­tinentalem Maßstab die Grundlinie einer gerech­ten und friedlichen Neuordnun g der Welt verwirkliche und die aufbauwilligen Kraste ;m Interesse der Zielsetzungen pHammenbradjte, rur die die Achse in Europa und Afrika zu Lande, zu Wasser und in dtt Luft kämpfe. Wenn England gegen dieses neue Europa Krieg fuhren wolle, sagt Magyarorszag", so trage es die Verantwortung da­für Deutschland und Italien hätten nach dem siege über Frankreich die Möglichkeit zu einem oernunp tiaen Friedensschluß geboten. Der Kontinent habe in mancher Beziehung seine b eso n? en Ge­setz e, die man tn England gar "icht verstehen könne. Daran könne fein englisches MsssionA' wußtiein etwas ändern. Im Reg'.erungsb attEsti Ujsag" heißt es, daß Ungarn auch diesmal sich un­ter den ersten befinde, die sich ui das große Werk der europäischen Wiedergeburt einfügen.

Wien, 20. Nov. (DNB.) Heute mittag um 12.30 Uhr wurde im Schloß Belvedere in Wien die Aus­nahme Ungarns in den Dreimächte­pakt vollzogen. Vor dem Schloß des Prinzen »Eugen, bas m den letzten Jahren schon mehrfach " der Ort für bedeutsame Aktionen für Südosteuropa mar, hatte eine Ehrenkompanie Aufstellung genom­men. Um 12.15 Uhr traf der Reichsmilusler des Auswärtigen von Ribbentrop und kur^ oar- □uf der italienische.Außenminister Gras Ciano und der japanische Botschafter Kurusu ein Sie begrüßten aus der großen Freitreppe des Schlosses 1 die Vertreter Ungarns, Ministerpräsident Gras < Teleki und Außenminister Gras E z oy . Die , in Begleitung des deutschen Gesandten in Budapest von Erdmannsdorfs um 12.30 Uhr eintrafen. Der i Reichsauhenminister geleitete die Vertreter der ver- H kündeten Mächte in den Gelben Saal und teilte I mit, daß die Königlich Ungarische Regierung den Wunsch ausgesprochen habe, in den Dreimächtepakt ouigenommen zu werden und die Regierungen der im Dreimächtepakt vereinten Staaten diesem Wunsch der ungarischen Regierung entsprochen hatten. Nach der Verlesung des Protokolls über ben Bestritt Ungarns zum Dreimächtepakt mürbe Die Unterzeichn u na vorgenommen. Sodann ver- las der Königlich Ungarische Außenmimster Gras Tele ki und Außenminister Gras 0-f a f 9 , Die Csakv in ungarischer und deutscher Sprache folgende ustgarifche Regierungserklärung.^

Deutschland, Italien und Japan haben ein BunD- itiß geschlossen, um der 'weiteren Auswei­sung Des Krieges, Der die Menschheit schwer belastet, Schranken zu ziehen und um Der West so schnell wie möglich wieder einen Dauern­den und gerechten Frieden zu schenken. Die Groß­mächte kämpfen um Die Herstellung einer -Neuordnung, die geeignet ift, bie Entwicklung Ler Völker in den ihnen zustehenden Raumen zu fördern und ihren Wohlstand zu heben.

Ungar n roar durch die Pariser ungerechten und demoralisierenden Friedensdiktate zu Bode n g - lüorfen und wandte sich wahrend Zweier >Zayr- .zehnte an jene Mächte um Beistand, bie 00m glei- chen Schicksal und ebensolcher Ungerechtigkeit be­stoffen. um ihre Lebensrechte kämpfend, die Revi­sion der Diktate an-ftrebten D t e f e allelN waren ernsthaft geneigt und befähigt, ihrem an Kraft ge schwächten und schwer kämpfenden Sch'cksals^nos- fcn zu besseren Lebensmogllchkeiten zu vechrifen. Äm Laufe der letzten zwei Jahre gelang es Ungarn -tatsächlich, mit Unterstützung des D e u scheu Reiches und Italiens, ohne Blut zu nergießen und auf friedlichem Wege, terr i t 0- Ti a^l e Bestimmungen des Dnanoner Fne- Lensdiktates einer Revision zu unter«

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhefsen rsragsr-

Wsttwoch nachmittag hatte der Führer in Gegenwart des Relchsminifters des Auswärtlaen von Ribbentrop mit dem ungarifchen M- nisterpräfidenten Graf Teleki eine Besprechung, bei der auch der ungarische Mnifter des Aeußern Graf L s a k y zugeaen war. Anschließend empfing der Führer den königlich Italiensschen Außen- ...... .

Minister Graf Ciano und hatte mit ihm in-An- Wehrmacht auf bem Bahnhof etngefunben.

Rom, 20. Nov. (DNB.) Ungarns Bestritt zum Dreimächtepakt bildet bas chauptthema der römischen Abendpresse, die betont, baß es sich um eine wei­tere wichtige Etappe auf dem Wege der Neuord­nung Europas und der Isolierung Enalands sowie zur Vermeidung der Auswestung des Krieges han­delt . Giornaje d'Jtalia" erklärt die Lage auf dem Balkan, die bereits durch die starke Poli­tik der Achse eine weitgehende Klärung erfahren habe, jedoch immer noch durch die englischen Manö­ver beunruhigt werde, habe damit eine weitere Festigung erfahren. Immer mehr werde der englische Einfluß auch auf den Sudosten Europas ausgeschaltet, und immer isolierter erscheinen die wenigen noch übrigbleibenden Inseln, auf denen sich dieser Einfluß noch geltend mache. Auf Grund seiner geogravhischen Lage im Norden des Balkans, seiner Bevölkerung von fast 12 Millionen, seines kriegstüchtigen Heeres sowie seiner produktiven