Ausgabe 
21.9.1940
 
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M. Jahrgang Kn 224

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vrühlfche Unit>erfi1ät$önideret H. Lauge General-Anzeiger für Oberhessen * eitficn^Sdminrabe 7-9

\ JV d A. W 9 Samstag, 2(. |Sonntaa.22. September 1040

Giehener Anzeiger

London unter den pausenlosen deutschen Angriffen

eige-

britlsche Flugzeuge abzuschießen. Lin

nes

t e n p u n M erfolgreich mit Bomben belegt wurde. 3m Verlauf der Aktion kam es zu einem Cuftfampf. wobei es den deutschen Begleitjägern gelang, zwölf

Flugzeug ist bisher nicht zurückgekehrt.

London unterdrückt alle Nachrichten.

Bewaffnete Ausklärungsflüge bei schlechter Wetterlage.

Rom, 20. Sept (DRB.) Der Duce empfing Freitag nachmittag in Gegenwart des italienischen Außenministers Grafen Liano erneut den Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop zu einer herzlichen Unterredung. Bel der Bespre­chung. die von 17 bis 18 Uhr dauerte, waren der deutsche Botschafter in Rom, v. Mackensen, und der Italienische Botschafter in Berlin. Dino Al- fieri, anwesend. Relchsaußenminister v. Rib­bentrop hatte den Freitag vormittag in der Villa Madama verbracht. Um 13.30 Uhr hatte sich der Relchsaußenminister in das Hotel L x- c e l f i o r begeben, wo Außenminister Gras Liano seinem Gast zu Ehren ein Frühstück gab, an dem Parteisekretär Mutt, einige Minister und die Bot­schafter v. Mackensen und Alsieri (eilgenommen haben. Die Bevölkerung Roms bereitete dem Reichsauhenminister bei der An- und Abfahrt in den fahnengefchmückten Straften Roms überall wie­derum spontane herzliche Kundgebungen.

Unser Bildtelegramm zeigt den Duce mit dem Reichsminister von Ribbentrop, Außenminister Graf Liano und dem deutschen Botschafter in Rom von Mackensen (ganz rechts). (Scherl-M.)

Ribbentrops Besuch in Rom.

Erneute Besprechung mit dem Duce ergibt vollkommene Llebereinftimmung in den Auffaffungen der Achsenmächte

Der Wehrmachtöbericht vom fireitdfl.

Berlin, 20. Sept. (DÜB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Bei anhaltend schwieriger Wetterlage führte die Luftwaffe gestern bewaffnete Aufklä­rungsflüge durch, in deren Verlauf London sowie Flugplätze und Hafenanlagen in S ü d e n g - land mit Bomben belegt wurden.

3n der Rächt setzten Kampfflugzeuge die Ver­geltungsangriffe auf London und auf kriegswichtige Ziele in west- und Mittelengland fort. Zahlreiche neue Brände breiteten sich be­sonders auch in Liverpool aus.

Einige britische Flugzeuge warfen bei Rächt Bom­ben auf Wohnviertel in west- und südwestdeutschen Städten.

Ein britisches Flugzeug wurde abgeschossen. Drei deutsche Flugzeuge werden vermißt.

Wichtiger Eisenbahn­knotenpunkt bombardiert

Zwölf britische Flugzeuge abgeschossen.

Berlin, 20. September. (DRB.) Die deutsche Luftwaffe fehle auch am 20. September ihre Ber­ge 11 u n g s a n g r 1 f f e a u f London fort. Ziel des heutigen Tageseinfahes war das Gebiet dicht westlich des großen Themfebo- gens, wo u.a. ein wichtiger Elf enbahnkno-.

Aegypten und der Suezkanal

Während Welle auf Welle der deutschen Born« bengeschwoder über die britischen Inseln und die Hauptstadt des Empire dahinbrausen, hat Italien den Angriff auf das stärkste und mid)tigftc Boll­werk britischer Macht in 'Jlorbafrlfa, ja im ganzen Mittelmeergebiet eröffnet, auf Aegypten. Die briti­schen Stellungen in Aegypten und in dem sich nach Süden ansd;ließenden Sudan trennen nid)t nur durch einen breiten Gürtel Italiens Besitzungen in Nord- und Ostasrika voneinander, Libyen und die Cyrenaika im Rorhen von Aethlvpien und Somali­land im Osten, sie trennen aber and) durch die Be­herrschung des Suczkanals das italienische Mutter» land von seinem ostafrikanischen Imperium. Dies britische Bollwerk auf ägyptischem Boden zu' zer- brechen, mliß also eines der wesentlichsten $iele der italienischen Kriegführung fein. Dem entspricht and) die Umsicht, mit der Marschall G r a zi a n i, Ita­liens erfahrenster Kolonialsoldat unb Oberkomman­dierender der italienischen Streitkräfte in Afrika, die Operationen gegen die britischen Stellungen an der ägyptischen Westgrenze vorbereitet und eilige» leitet hat, und die Energie, mit der dann schließ- lid) der Vorstoß über Libyens Grenze nach Osten geführt wurde. Die Erfolge, die schon in den ersten Tagen der Offensive den italienischen Waffen be- schieden waren, haben dem Einsatz entsprochen. Die britischen Militärbefehlshaber in Aegypten hatten schon seit Jahren damit rechnen müssen, daß sie eines Tages einmal die zur Beherrsd-ung des Suez­kanals und der Verbindungswege zwischen Mittel- nieer und der wirtschaftlich und strategisch gleich wichtigen Länder am oberen Nil errichtete britische Zwingburg in Aegyvten gegen einen italienischen Angriff von Libyen her zu verteidigen haben wür­den, und sie hatten deshalb and) den etwa 250 Kilometer breiten Küstenstreifen zwischen Meer und Wüste, der fid) längs der ganzen ägyptischen West­küste von Sollum bis nach Alexandrien entlang- zieht, mit allen Misteln moderner Befestigungs- fünft in Verteidigungszustand gesetzt. Sie hatten zudem, seit es fcftjtanb, baß sie auf eine Unter­stützung der ägyptischen Armee nicht rechnen konn­ten, erhebliche Truppenmassen aus Indien, Austra­lien, Neuseeland und Rhodesien (Südafrika) heran- geschafft, so daß hier eine britische Armee von etwa 150 000 Mann versammelt sein mochte. Die Basis der britischen Verteidigungszone liegt bei dem schon oft genannten M a r f a Matrnk, etwa 200 Kilo­meter östlich der Grenze und 350 Kilometer west­lich von Alexandrien. 'JJlarfa Matruk ist mit in den Fels clngefprengte» Batteriestellungen, mit Beton­werken und Minenfeldern zu einer modernen

hatten den Abend und die Nacht in sicheren Räu­men verbracht. Aehnlid) ging es den Gasten des Dorchester-Hotels in der Parklane, in dessen Luft­schutzräumen die Gäste frühstückten, dinierten, sou­pierten und zu einer in England höchstbezahlten Tanzkapelle tanzten, und wenn man müde tft, fid) weiter in die unterirdischen Schlafquartiere oegibt. Die große Masse der Londoner aber ist auf die kleinen Wellblechhütten angewiesen, von denDaily Mall" sagt:Sie find zu eng und zu ungesund für langen Aufenthalt."

Die Regierung hat burd) den Rundfunk erklären kaffen, daß es unter den augenblicklichen Umständen nicht möglich fei, die Bevölkerung mit den er­forderlichen . tiefen ßuftschutzunterstänben zu ver» sehen. Die Bevölkerung wird daher darauf auf­merksam gemacht, daß es im nationalen Interesse liege, die zur Zeit vorhandenen sogenannten A n - berfon = Unter ft änbe zu benutzen. Es han­delt sich hierbei um kleine Unterstände, die in den Hinterhöfen der Häuser untcrgebrad)t sind und etwa fünf bis sechs Personen Schutz bieten sollen. Die öffentlichen Luftschutzräume sollen möglidyft wenig in Anspruch genommen werden, weil die Regierung anscheinend beabsid)tlgt, die Bevölkerung besonders betroffener Stadtteile dort unterzubringen. Man will Kellerwohnungen, die tagsüber Ge- fchäftszwecken dienen, für Luftfchutzzwecke requirie­ren. Die Frage der Luftfchutzunterstände war in den letzten Tagen in der englischen Presse wiederholt Gegenstand überaus heftiger Kritik, well die Un­terstände nicht nur allen sanitären, sondern auch den Bedürfnissen der öffentlichen Sicherheit wider­sprachen. .

In Rom wird auf die außerordentliche Bedeu­tung hingewiefen, die den Besprechungen im Rah- men der direkten Fühlungnahme zukommt, die die Staatsmänner der Achsenmächte in Verfolg der Zusammenarbeit als Verbündete aufnehmen. Wenn in den amtlichen Mitteilungen keine Einzelheiten erwähnt worden sind, so ist dies um so verständ­licher, als es sich um Fragen handelt, die für b i e Fortführung des Kampfes gegen Eng­land von besonderer Sebeutung sind. Bei den Besprechungen wurde das volle Einvernehmen und die absolute llebereinftimmung der Gesichtspunkte über die verschiedenen besprochenen Probleme fest- gestellt, unb zwar auch in bezug auf bie künftige Kriegführung, bie an einem H ö h e p un k t zur ulieberringung des Gegners an- aefommen ist und als restlos befriedigend betrachtet wird. Was die von der Internationalen Preffe fo sehr diskutierten Probleme, des Bal- kans, Afrikas unb die Beziehungen der Achsen­mächte mit Spanien betrifft, so kann man sagen, baß selbstverständlich alle akuten Probleme unb so auch diese Fragen besprochen wurden.

Jedesmal, wenn Ciano nach Berlin ober Ribben­trop nach Rom fährt, spottetGiornale d'Jta- 11 a", stellt sich ein großes Raunen und Flüstern von Eingebungen, Vermutungen unb Dummheiten ber Trastchweioer Europas unb, Nordamerikas ein. Unb boch fei die Erklärung dieser Reisen so einfach, daß diese Tratschweiber nämlich bie Agenturen, die Presse, die Börsen und die politischen Kreise der beiden Hemisphären soviel Plage ihren ein­gebildeten Hirnen ersparen könnten. Die Erklärung laute, daß d i e siegreiche Solidarität der Achsewir-ksam sei. Das sei alles. Die durch die deutsch-italienischen Aktionen bestimmten raschen gebietsmäßigen Aenberungen lösten zukünftige Fragen aus, die von den bei­den Führern ber Achse vorausgesehen unb ohne Zeitverlust im gemeinsamen Einvernehmen g e - regelt unb gelöst werben. Die zeitlich am nächsten zurückliegeybe Lösung bes Donaupro­blems sei ein Beispiel ber vorsorglichen Methobe von Berlin unb Rom. Der diplomatische Vormarsch, schließtGiornale b'Jtalig" seine Aus­führungen, erfolge im Gleichschritt mit bem militärischen Vormarsch. Die kriegerische Ini­tiative liege immer kräftiger in ber Hand ber Achse.

Lustkämpfe in Afrika.

Der italienische Wehrmachtsbericht.

Rom, 20. Sept (DRB.) Der Itattenlsche Wehr­machtsbericht vom Freitag hat folgenden Wortlaut:

Lines unserer Seeaufklärungsflugzeuge hat ein feindliches tt-Boot mit Bomben angegriffen und versenkt.

3n Rordafrika haben feindliche Luftangriffe auf den Hafen von Der na sowie in der Zone von Bornba, Tobruk und Sollum einen Toten und einige Berwundete sowie leichten Mate­rialschaden zur Folge gehabt. 3n S i d l e l B a - rani ist ein englisches Flugzeug von der Flak ab­geschossen worden. Die Zahl der im gestrigen Hee­resbericht erwähnten abgeschossenen feindlichen Flug­zeuge beträgt neuerlichen Feststellungen zufolge 7, die der wahrscheinlich abgeschossenen 2.

Lin englischer Dampfer, der von unserer Luft­waffe im Aegäischen Meer angegriffen wurde (ge­mäß Wehrmachtsbericht vom 14. September) ist mit einem Brand an Bord und schweren Schäden in den Piräus eingelaufen und befindet sich im Dock. Dock.

3n 0 ff a f r i f a hat eine Fliegerstaffel ein feind­liches Zeltlager bei Radi 3usuf (nordwestlich von Gallabal) mit Bomben belegt, während des im letzten Wehrmachtsbericht erwähnten Luftangrif­fes auf L a f f a l a haben unsere 3agbflieger ein englisches Flugzeug vom Typ Blenheim in Flam­men abgeschossen. Lin feindliches Flugzeug, das im Wehrmachtsbericht vom 18. September als wahr- fchelnlich bei Maffaua abgeschossen gemeldet wurde, ist 30 Kilometer von der Stadt entfernt auf­gefunden worden. Die Besatzung war tot.

Feindliche Angriffe auf Diredaua, Gia- vettv und Mogadtcfo haben nur ganz leichten Schaden und keine Opfer gefordert

Stockholm, 20. Sept. (Europapreh.) Ueber die verheerenden Wirkungen ber deutschen Bomben auf London berichtetStockholms Tibningen", es fei ein Faktum, daß Nacht auf Nacht die Born- den auf viele Teile Londons niederhageln. Maschine auf Maschine schießt durch die Barriere der eng­lischen Dodenabwehrgranaten, um ihre Aufgabe zu verrichten.Schon vor Mitternacht kann man den Lärm des Explodierens der Bomben aller Kaliber vernehmen, zahlreiche Brände folgen kurz darauf. Die Vororte im Norden, Süden, Westen unb ber Dftfn werden mit sicher Intensität unter Feuer genommen, wie bestimmte Gebiete im Zentrum der Stadt. Die Luft über uns ist bewegt wie bei einem Orkan. Wir fühlen die Wirkung der Bomben nicht nur, wenn sie explodieren ober mir uns in unmit­telbarer Nähe des Einschlags befinden, nein, das unheimliche Geräusch dröhnt uns noch lange in den Ohren."

Das Herz ber englischen Hauptstadt, ber P 1 cca - dilly-Zirkus, ist von einer Bombe getroffen worben. Der Platz ist rünb herum ab gesperrt, ba schwere Bomben in biefer Gegenb einschlugen unb ben Platz aufrissen. Das größte Londoner Waren­haus, die S el fr idge Niederlassung in ber Oxforb-Street ist burch deutsche Sprengbomben schwer beschädigt worden. Auch das Cumber­land-Hotel am Anfang ber Oxfordstreet gegen­über bem Marble Arch hat anscheinenb einen Voll­treffer erhalten. In einer ber letzten Nächte ging auch eine schwere Bombe in unmittelbarer Nähe des Ritz-Hotels bieder und zerstörte die Unter­führung zum benachbarten Untergrundbahnhof. Die Gäste dieses Luxushotels merkten größtenteils von dem Einschlag erst am nächsten Morgen etwas. Sie

brachen.Allerdings", fügt er hinzu,c r l a u b t b l e Zensur nicht, viel über bie Schäden an militä­rischen Objekten zu sagen." Daß militärische Objekte getroffen werden, nennt der Korrespon­dentselbstverständlich". Insbesondere konzentrierten fid) die deutschen Angriffe auf Elektrizitätswerke, Nüstunasfabriken und Docks.

Der Leser müsse die strenge Zensur gerade gegen- über der Erwähnung von getroffenen militärischen Zielen berücksichtigen, wenn er sich nickst ein ver­zerrtes Bild über die wahre Lage machen wolle. Obgleich man jeden Tag in London in neue Bom­benkrater ftolpcrt und immer mehr Schäden be­obachtet", so schließt der Korrespondent Jemen auf­schlußreichen Bericht, spiegelten die Engländer nicht nur den ausländischen Pressevertretern, sondern auch sich selbst vor, daß Englands Widerstandskraft durch Die Angriffe der deutschen Luftwaffe nicht geschwächt sei. Die Bevölkerung aber sehe sorgenvoll in den Winter, und den gegenwärtig in den Un­tergrundbahnen schlafenden Menschen bleibe nur noch die Wahl zwischen deutschen Bomben ober den Krankheitsgefahren in den feuchten und überfüllten Schutzräumen.

Der Reichsmarschall bei feinen Kampffliegern.

Von Kriegsberichter Max Hiemisch

(PK.)...... 21 Sept. (DNB. Funkstnuch.)

Gemächlich bummeln die Besatzungen der Kampf- masck)inen, die erst gestern wieder über London ihre Bombenlast abgeworfen haben, durch die Straßen des kleinen belgischen Städtchens, stehen vor ihren Unterkünften ober finb gerade damit be­schäftigt, sich für die Fahrt in die nahe Stadt vor­zubereiten. Da klingelt plötzlich das Telephon. Der R e 1 ch s marfchall ist auf der Fahrt zum Flug­platz. Gerade wie die letzten Maschinenbesatzungen antreten, fährt schon das Auto des Reichsmarschalls auf den Platz. Eine kurze Meldung und der Reichs- marfdjall wendet sich zunächst an das Boden­personal. In ihren schwarzen Drillichanzügen, o, wie sie ihren schweren Dien ft versehen, stehen je vor iyrem Oberbefehlshaber. Stolz sind sie, daß Der Reichsmarschall davon svrickst, in welch hohem Maße von ber Arbeit bes Bobenpersonals ber Er­folg ber Einsätze gegen Englanb jetzt abhängt.

Staffelweise haben bie Besatzungen des erfolg­reichen Kampfgeschwabers vor Hermann Göring Aufstellung genommen. Die Anerkennung ihres Ein­satzes löst berechtigten Stolz aus, unb bie kurze Er­läuterung ber bevorstehenben Ausgaben stählt ben Willen.(Euer Geschwader hat herrliche Erfolge er­zielt, .befonbers bei ben letzten Einsätzen gegen Eng­lanb. Jyp werbet Eure Pflicht auch weiterhin er­füllen."

An jedes einzelne Besatzungsmikglied wendet sich der Reichsmarschall, fragt nach der Zahl der Feind­flüge, erkundigt fid), wieviel Englandeinsätze dabei sind. 20, 30, 50 Feindflüge sind heute schon keine Seltenheit mehr. Persönlich überreicht ber Oberbe­fehlshaber ber Luftwaffe den verbleuten Stampf­fliegern bas Eiserne Kreuz I. ober II. Klasse, nimmt Beförberungen vor ober spricht Anerkennungen aus. Heil Kameraben!" grüßt ber Reichsmarschall seine Kampfflieger,E)eil, Herr Reichsmarschall!" hallt es begeistert über bas weite Rollfeld.

Ricsenbrände im Sttdosten der Hauptstadt.

Neuyork, 20. Sept. (Europapreß.) Seit Don­nerstag ist es allen Pressevertretern in England von der Zensur verboten worden, Mel­dungen über ßuftalarme zu geben. Auch die englischen Nachrichtenagenturen schweigen sich auf Befehl des Jnformationsministers jeßt restlos aus. Offiziell wurde in London dieses Verbot ccks Sicherheitsmaßnahme militärischer Art" bezeick)-- net. In Neuyorker Journalistenkreisen glaubt man aber, daß das Verbot im Zuge einer Reihe gleich­artiger Verschärfungen der Zensur liegt, durch die es verhindert werden soll, daß das Ausland s i ch ein zutreffendes Bild über die ständigen deutschen Luftangriffe und ihre Auswirkungen machen kann.

Während in ben nordwestlichen Jnbustriebezlrken ßonbons bereits zahlreiche militärische Ziele burch Volltreffer vollkommen zerstört finb, haben die deut- scheu Vergeltungsangriffe auf ßonbon nunmehr auchaufbensüböstlichenTeilßonbons ü b e r g e g r i f f e n. Auch hier fall ber angerichtete Schaben bereits bebeutenb fein. Der Berichterstatter vonNew Vork Times" teilt mit, baß in Der Nacht zum Freitag neue auf viele Meilen sicht­bare Riesenbrände innerhalb der Stadt aus-