Ausgabe 
21.6.1940
 
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darunter etwa fünfzig Angehörige der Genietrup-

und Frankreich vollständig unterbrochen.

Der ungefähre Frorstverlauf in Frankreich. (Gezeichnet nach dem Stand vom 20. Juni 1940. Scherl-M.)

EnglandsersolgreicherRiickW"aus Dünkirchen

Ruß-

daß Verwicklungen zwischen Deuftchlcmd und

Genf, 20. Juni. (Europapreß.) Die Londoner resse, die nach der Churchill-Rede versucht hatte,

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gen. in ... ____

Militär wurde entwaffnet und interniert. Es korn>

men fortgesetzt weitere Flüchtlinge an an. Die große Brücke von Carnot auf der Strecke

Aeuter-Enten sollen die Stimmung heben.

Berlin, 21. Juni. (DRB.) Nachdem in

England in Nöten

aussieht. Polen und Frankreich sollten hier deutliche Warnung sein.

Wachsender Flüchtlingsstrom an der spanischen Grenze.

zu erwarten seien.

Mit dem Rücken gegen die Wand."

französische Zlvlllsten meist Greife, Frauen und Kinder, und über 1400 Militärpersonen,

Reuter am 19. Juni aus Kowno, daß deutsche Truppenbewegungen in Ostpreußen stattfän­den. Don amtlicher deutscher Seite wird kategorisch erklärt, daß deutsche Truppenbewegun- gen an der deutsch-litauischen Grenze nicht statt­gesunden haben. Es ist immer wieder das gleiche Bild. Da anscheinend der Hinweis auf die ameri­kanische Hilfe nicht mehr zieht, versucht Reuter nun­mehr dem englischen Volk in diesen ernsten Tagen, da die Stunde der Abrechnung naht, vorzugaukeln,

3n Nordafrlka werden die Operationen an der Cyrenaika-Grenze unter aktiver Teilnahme der Luftwaffe, die mehrere feindliche Panzerwagen zer­stört hat, fortgesetzt. Lin englisches Flugzeug ist im Luftkampf abgeschossen worden. Zwei unserer Jagd­flugzeuge sind nicht zu ihren Stützpunkten zurück- gekehrt.

In Jtalienisch-Ostafrika sind die feind- lichen Stützpunkte Aden, Zeila, Port Sudan und andere Stützpunkte im Sudan und in Kenia mit Bomben belegt worden, die Brände verursachten und Flugzeuge am Boden zerstört haben. Lines unserer Flugzeuge ist nicht zu'rückgekehrt.

Der Feind hat die Linflüge über Ligurien und Sardinien wiederholt. Keine Opfer und keine nennenswerten Schäden.

Aufstand auf Korsika.

Rom, 20. Juni. (Europapreß.) lieber einen auf Korsika ausgebrochenen Aufstand gegen die franzö­sische Herrschaft liegen der römischen Abendpresse vom Donnerstag noch keine Einzelheiten vor. So­viel ist aber bekannt geworden, daß sich die Haupt­herde der Aufstandsbewegung in den größeren Ort­schaften der Insel befinden. Die Erbitterung der Bevölkerung von Korsika sei noch dadurch verstärkt worden, daß Frankreich als Besatzungstrup» pen Senegalneger geschickt habe.

letzten Tagen in der englischen Presse immer der Meldungen austauchten von der Konzentratton außerordentlich starker russischer Streit­kräfte an der deutschen O st grenze im Verfolg der russischen Aktton in Litauen meldet

GenfBellegarde ist von den Franzosen ge­sprengt worden. Auch im Passe de la Faucille im Jura, durch den die internationale Autoverbin-

Dieses Bild wurde an Bord eines der wenigen englischen Truppentransporter ausgenommen, denen es gelang, trotz der vernichtenden deutschen Luftangriffe von Dünkirchen aus doch die englische Insel zu erreichen. Das interessante Bild zeigt, wie die Soldaten des geschlagenen britischen Expeditionskorps durch das seichte Wasser laufen, um die draußen auf der Reede vor Dünkirchen liegenden Transport- schiffe zu erreichen. (Associated-Preß-M.) z

Presse, die nach der Churchill-Rede versucht hatte, Frankreich durch billige Lobeshymnen zu besänf­tigen, schlägt jetzt einen anderen Ton an. Einmal beschäftigt ste sich mit den Bedürfnissen der Ver­teidigung Großbritanniens und des Empires, an­dererseits spekuliert sie darauf, aus einer etwaigen Uneinigkeit in der französischen Regierung Nutzen zu ziehen. Für die von England zu ergreifenden

In der auf die Südhälfte Frankreichs zusammen­gepreßten französischen Volksmasse, die nicht wie ihre jüdischen und nichtjüdischen Verführer aus­wandern kann, steigt der Haß gegen das perfide Albion von Tag zu Tag. R e y n a u d s Landes­verrat zu Gunsten Englands, der freche englische Unionsplan und die Rolle des nach England fahnenflüchtig gewordenen Generals de Gaulle, Der unter englischer Einwirkung seiner eigenen Obersten Heeresleitung in den Rücken fällt, haben die Erbitterung auf die Spitze getrieben.

In dieser Stimmung hört das französische Volk den englischen Lügenminister Duff Cooper den Verlust der französischen Armeen beklagen, weil diese einer der mächtigsten Aktivposten Englands" ge­wesen seien. Die Franzosen hören ihn aber ver­sichern, noch besitze England ja die Zunei­gung des französischen Volkes ebenso wie die Zu­neigung der Polen, der Finnen, der Norweger, der Belgier und Holländer!Das Problem", meinte dieser Musterplutokrat weiter,ist für uns ernst. Es ist jedoch auch einfacher. Die Front hat sich bedeutend verkürzt, sie besteht hauptsächlich aus den Küsten Großbritannien s". Jetzt fehlt zu dieserVereinfachung" nur noch die bei allen Pleiten in London übliche gegenseitige Gra­tulation. Es sieht gerade so aus, als hätten es die Briten gar nicht abwarten können, bis die englische Küste zur Front wurde. Was Duff Cooper dann weiter dazu sagte, klang freilich nicht gerade sieges­bewußt:Wir werden mit dem Rücken gegen die Wand kämpfen".Diese Wand ist stark." Diese Wand", belehrte der Musterstratege seine er­staunten Hörer, ,cheißt: Atlantischer Ozean". Also eine Wand aus Wasser. Da empfiehlt es sich doch, sich nicht so stark anzulehnen, sonst kann man bös reinfallen.

Zlalienischer Wehrmachtsbericht.

zahlreiche erfolgreiche Angriffe der italienischen Luftwaffe.

R o m, 20. Juni. (DNB.) Der italienische Wehr- machlsberlcht vom Donnerslag Hal folgenden Worl- laut:

Das Oberkommando der Wehrmacht glbl bekannt: 3m Mlt 1 etmeer find zahlreiche Luftflot­ten- und Flotten st ühpunkte. Bizerta, Ghlsonaccia. Borgo, Ajaccio. Campo del Oro. Lalvl, Bonifacio, Porto-Vecchio von unserer Luftwaffe durch anhaltende Aktionen mit Bomben und Maschlnengewehrfeuer belegt worden. Der ungerich­tete Schaden ist beträchtlich. Alle unsere Flugzeuge sind zurückgekehrt.

Von einem unserer U-Boote ist ein weiterer französischer Zerstörer von 2500 Tonnen torpediert und versenkt worden.

Zum erstenmal konnten unsere Soldaten die Stadt der Festung Verdun betreten, um die im Weltkrieg so heiß und blutig gerungen wurde und die nun im ungeheuren Ansturm unserer Waffen fiel. Unser Bild zeigt Männer, die an dem Sturm von Verdun teu* genommen hatten^ in den Straßen her FesturigsjtaH

Geschichtliche Gerechtigkeit.

In gewissen Teilen der Welt zerbricht man sich völlig überflüssigerweise den Kopf über den Inhalt der Münchener Besprechungen. Wie nicht anders au erwarten, fühlen sich jetzt gewisse Kreise, beispiels- weise Schweizer und amerikanische Zeltungen, auf ihre demokratischen Tränendrüsen gedrückt, jetzt, wo es den Kolonialräubern, den Erpressern und ständi- gen Friedensbrechern endlich einmal an den Kragen geht! Jetzt härmt man sich um die Leiden des ach so edlen Frankreich als wenn es kein Versailles gegeben hätte, keine Milliardenerpressungen durch die Tributpläne, keine völkerrechtswidrige Besetzung von Rhein und Ruhr, keine 14jährige Niederhaltung Deutschlands, keine ständige Sabotage der Friedens­arbeit. des Führers, keine französischen Zerstücke- lungspläne gegenüber Deutschland! Wenn sich an­dere Staaten in der geistigen Abhängigkeit von der Grande Nation" wohl fühlen, dann ist das ihre Sache. Die Krokodilstränen können sie sich ersparen in einer Angelegenheit, die sie nichts angeht.

Die bevorstehende Abrechnung mit Frankreich ist gleichbedeutend mit einer endgültigen Aus- einandersetzung. Die Außenpolitik des neuen Deutschland stellte grundsätzlich freie Abkommen zwi- chen gleichberechtigten Staaten der französischen Zolitik der Kriegsbündnisse gegenüber. Mit anderen Worten: Deutschland will Europa mündig machen Frankreich wollte Europa unter dauernder Vor­mundschaft halten. Statt Vormundschaft sagte man in Paris lieber das unverfängliche Wort Völker­bund. Wir sagen statt Völkerbund lieber Gleich­berechtigung. Es gibt keine Gleichberechtigung in Europa, solange Frankreich oder England oder beide zusammen die Hegemonie der Gewaltpolitik für sich beanspruchen dürfen. Hierüber wird endgültig Klar­heit geschaffen werden.

Frankreich hat keinerlei Veranlassung, sich auf die tragische Linie hinauszuspielen. Es hat sich sein heutiges Schicksal ausschließlich s e l b st zuzu- chreiben. Selbst die wenigen Äußerungen einiger vernünfttgerer Franzosen schlugen ihm nicht ins Gewissen, etwa wenn seiner Zeit Doriot einevoll­ständige grundlegende Aussprache mit den Leitern Deutschlands" forderte und betonte: .Zehnmal hat Frankreich seit der Machtübernahme durch Hitler die Gelegenheit zu einer Aussprache versäumt." Doriot wurde im Verwaltungswege mundtot ge­macht. Niemand hörte auch auf Louis Bertrand, das Mitglied der Akademie, als er im Juli 1936 erklärte:Zwischen Deutschland und uns wäre für den Anfang schon der Abschluß eines Nichtangriffs. Paktes ein erstrebenswertes Ziel" diesen Pakt hätte Frankreich sogar für 25 Jahre haben können! Es gab auch Einsichtige, die gelegentlich daran er­innerten, daß man sogar zu Barthous Zeiten in der Landabrüstung 300 0000 Mann, ja zu Zeiten Paul Bvncours gar nur 200000 Mann hätte haben können.

Diese wenigen Stimmen gingen im Lärm der Advokaten, Rüstungsgewinnler und jüdischen Hetz­presse unter. Nichts bezeichnender als zwei Worte Dalad iers. 1931 rief er aus:Wie leicht wür­den sich Frankreich und Deutschland verstehen, wenn in Deutschland ein Bismarck und in Frankreich ein Richelieu regieren würde!" Dem Frankreich des 20. Jahrhunderts blieb ein Richelieu versagt aber als Deutschland sein Schicksal in die Hände eines Adolf Hitler -legte, da fand dieser an der Seine keinen Partner. Im Gegenteil, derselbe Daladier sprach im vergangenen Jahre das böse Wort vom Hitler-Krieg" Frankreich hat sich sein Schick­sal selbst bereitet. Es mag nun die Bedingungen annehmen oder ablehnen. Seine Entschlußfreiheit ist dabei nicht größer und nicht kleiner als die Ent­schlußkraft Deutschlands im Walde von Compiögne.

dessen strategisch wichtige Lage wir bereits geilern hingewiesen haben, hat die französische Flotte ihren stärksten Stützpunkt am Atlantik verloren. Die durch zahlreiche Forts geschützte Reede hat einen Umfang von 60 Kilometer uno kann die größten Kriegsschiffe aufnehmen. Hier liegen auch große Magazine, Schiffswerften und Marinekasernen. Brest ist neben­bei auch Ausgangspunkt eines Unterseekabels nach Nordamerika. Im Weltkrieg wurde es von den Amerikanern als Truppenlandungsplatz benutzt. Die Stadt mit ihren 73 000 Einwohnern ist natürlich »auf Seehandel und Schiffahrt eingestellt. Auch ang und Fischindustrie spielen eine große Rolle.

In Lothringen und im Elsaß hat die Ver­folgung die französischen Truppen auf einen im­mer enaer werdenden Raum in den mittleren und oberen Vogesen zusammengedrängt. Entscheidend ist hier, daß die deutschen Truppen, die vom Oberrhein aus vorgestoben sind, sich mit den

Sicherungsmahnahmen, so schreibt derEvening Standard", müsse man eine Lehre aus der Kata­strophe in Frankreich ziehen, nämlich, daß an die Zivilbevölkerung klare Anweisungen gegeben wer­den müßten und daß keinerlei Evakuierung ohne Anordnung der Militärbehörden vorgenommen wer- den dürfe. Eine Verstopfung der Straßen durch die flüchtende Zivilbevölkerung müsse verhindert wer­den, um die Bewegungsfreiheit der Truppen zu gewährleisten.Evenings News" schreibt, aus dem Chaos der lebten Monate werde es immer klarer, daß d i e Luftwaffe entscheidend sei. Ohne eine Überlegenheit in der Luft könne England nicht hoffen, Den Krieg auf den Kontinent zu tra» gen. Um den Sieg erringen zu können, seien die allergrößten Anstrengungen zur Steigerung der Flugzeugproduktion erforderlich.

In den Abendstunden des Mittwochs haben etwa 50 Unterhausabgeordnete aller Parteien in London eine Entschließung angenommen, die dem Minister- vräsidenten Churchill zugeleitet worden ist. Die Ent­schließung verlangt, daß alle Engländer, die nur eben dazu fähig sind, zum Verteidi­gungsdienst herangezogen werden. W?l- ter fordern die Unterhausabgeordneten, entschiedene Maßnahmen gegen die legendäreFünfte K o - l o n n e". Nach Dem Ausfall Frankreichs suck>t Eng­land weitere Dumme, die für die Interessen der City kämpfen wollen. In einem Ausschuß des Par­laments ist beschlossen worden, eine Fremden­legion zu schaffen und internationale Brigaden aufzustellen. Wie weit die Angst­psychose im Parlament und in der Regierung um sich gegriffen hat, zeigt weiter der Antrag, ein Mi­nisterium zu schaffen, das sich ausschließlich mit dem Kampf gegen Spionage befassen soll.

Wie der OKW.-Bericht vom 20. Juni mitteilt, hat die deutsche Luftwaffe in der Nacht zum Dienstag als Vergeltungsmaßnahme für die nächtlichen Angriffe englischer Flieger auf offene deutsche Städte das Stickstoff-Großwerk Billingham sowie Tanklager in

Hüll bombardiert. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Truppen, die aus der Belforter Senke her­anmarschierten, vereinigt haben, damit ist den Fran­zosen der Ausweg über die Schweizer Grenze ab- geriegelt. Wenn sich französische Verbände hier und da noch heftig wehren, wie z. B. in der Maginot- Linie im Raume von Diedenhofen, so ist das ein Akt der Verzweiflung, ein Aufflackern der letz- ten Widerstandskraft. Es ändert nichts daran, daß die nördliche Hälfte Frankreichs in deutscher Hand ist. Die sich noch zur Wehr setzenden ftanzösischen Verbände, die von den deutschen Truppen vor sich hergetrieben werden, sind nicht einmal darüber un- terrichtet, wie weit die deutsche Verfolgung schon vorgesehen ist, sie spüren nur Tag für Tag immer stärker, daß jeder Nachschub ausbleibt, und sie müs­sen zudem ununterbrochen die furchtbaren Schläge der deutschen Stuka - Geschwader hinnehmen. Es spricht für den Grad der militärischen Zerrüttung der restlichen französischen Armeen, wenn diese an einem einzigen Tage 200 000 Gefangene verloren und wenn innerhalb weniger Wochen drei Armee- Oberbefehlshaber in deutsche Gefangenschaft gerieten.

Mit Genugtuung hat das deutsche Volk auch davon erfahren, daß die deutsche Luftwaffe sich nunmehr England vorknöpft. Englische Flugzeuge schleichen sich bei Nacht und Nebel in großen Höhen in die Randgebiete Deutschlands hinein, um planlos ihre Bomben abzuwerfen, was ihnen möglich macht, in sehr großer Höhe wieder zurückzufliegen. Nach den furchtbaren Schlägen, die sie im vorigen Winter bei Tageseinflügen über der Nordsee von deutschen Fliegern erhalten haben, wählen sie die Dunkelheit für ihre feigen Angriffe. Deutsche Flieger haben nun damit begonnen, die wichtigsten Rüstungszentren sowie andere kriegswichtige Objekte in England mit schweren und schwersten Bomben anzugreifen. In England ist es ja wohl fein Geheimnis, daß, wenn die deutsche Luftwaffe zuschlägt, das Ergebnis anders

[ter etwa fünfzig Angehörige der (Sentetrup» im Jura, ourcy oen oie miernanunme «uiuuuuur in die Schweiz hereingelaffen wurden. Das dungsftrecke GenfParis fuhrt, wurden an mehre- " :t. Es kom- ren Stellen Sprengungen vorgenommen. La­

der Grenze mit ist der Eisenbahnverkehr zwischen der Schweiz

Madrid, 21. Juni. (Europapreß.) Stündlich treffen dramatische Berichte von der spanisch-franzö- fischen Grenze ein. Immer mehr nimmt der An­drang der Flüchtenden auf die Pyrenäengrenze zu. Nach den Mitteilungen der Flüchtlinge selbst sind die Verhältnisse auf der französischen Seite fürchterlich. Der Menschenandrang ist dermaßen, daß weder Lebensmittel noch Schlafgelegenheit für sie gefunden werden können. Die großen Massen der Flüchtlinge schlafen in Hendaye und St. Jean de Luz auf offener Straße. Anderseits aber zeigt sich dort die sogenannteelegante Welt" völlig teil­nahmslos. In den Luxuscafös und Restaurants haben sichelegante Damen" in Badepyjamas, um geben von ihremGefolge" breitgemacht. Der Ein­druck war dermaßen skandalös, daß sich der Präfekt veranlaßt sah, diese Gaststätten schließen zu lassen.

Etwa 40 000 Mann über die Schweizer Srenze gegangen.

Bern, 20. Juni. (Europapreß.) Der schweize­rische Armeeftab teilt mit: In der Nacht zum 20. Juni sind in der Gegend von St. UrfanneFrei­berge alliierte Truppen in der Stärke von etwa 28 000 Mann, wovon 16 000 Polen und 12 000 Franzosen, mit 7800 Pferden in die Schweiz übergetreten. Die Truppen, die entwaff­net wurden, werden im Innern des Landes i n t e r- n t e r t. Nach einer später eingelaufenen Mel­dung haben nach vorläufigen Schätzungen rund 4 000 0 Mann verschiedenster Truppenkörper von Frankreich her die Schweizer Grenze überschritten. Die unter den auf Schweizer Gebiet übergetretenen Truppen sich befindende polnische Division bildete zusammen mit einer französischen Division das 45. französische Armeekorps. Die französischen Sol­daten wurden zu einem großen Teil ins Berner Oberland gebracht, wo in verschiedenen bekannten Orten Internierungslager bereitftehen. In La Chaux- de Fonds ist Kriegsmaterial zu sehen, das von der Maginot-Linie stammen buffte. Zum Kommissar für Jnternierungsfragen hat der Bundesrat Oberftdivi- fionär v. Murau 11 ernannt. Die waadtländische Staatskanzlei gibt bekannt, daß an einer Anzahl Grenzposten bis Mittwochabend mehr als 1600

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