sas ^inöcine, njin ycaamnegenoe, unö Letzte es durch, daß trotz vielstündigen Aufenthalts schließlich leine Rückwärtigen Dienste anfuhren konnten, die Brücke überschritten und den freien Marschweg nach vorn wiedergewinnen konnten: Denn es kam alles
PK. In den ersten Nächte des Feldzuges im Vesten, der am 10. Mai an der belgisch-holländischen Grenze begonnen hatte, stand an einer der unzähligen zerstörten und nur notdürftig und auf ein- qleifige Fahrbahn wieder hergerichteten Brücke im Ostgebiet Belgiens ein junger General- stabshauptmann. Stundenlang wartete und ordnete er dort, fluchte und wurde „massiv", bewahrte Haltung und befahl, sah das Ganze und das Einzelne, ihm Nächstliegende, und setzte durch, daß trotz vielstündigen Aufenthalts schlief
darauf an, daß die Truppen seiner Division, die, anderen weit vorauseilend, bereits am nächsten Flußabschnitt kämp/ten, noch in der Nacht und am srühen Morgen das bekamen, was sie zum Leben und Kämpfen brauchten: M u n i t i o rt aller Art, Betrieb ft off und Verpflegung.
Bei einem späteren Maas-Uebergang brachte es her gleiche Offizier fertig, daß die Rückwärtigen Dienste seiner Division bei Malplaquet, der seit 230 Jahren berühmten Kampfstätte der ältesten preußischen Regimenter, weiter vorwärts waren, als die fechtenden Truppen der benachbarten Divisionen. Allerdings hatte er nächtelang auf der Straße gestanden und den Verkehr geregelt, nächtelang nicht geschlafen und seine dienstliche Verpflich- lung, von deren Erfüllung schließlich die Kampfkraft der Division abhing, so ernft und bedeutsam genommen, wie sie auch nur genommen werden tarf. An zahlreichen anderen Uebergangsstellen sah rs wohl ebenso aus, und fast ganze Jahrgänge lunger Generalstabsoffiziere taten hier einen Dienst, reffen Wichtigkeit wohl dem Soldaten bekannt ist und einleuchtete, dem Nichtsoldaten aber vielfach als nebensächlich erscheinen mag.
Es ist der I b der Division, der in dieser Dienststellung die Verantwortung für den Nachschub, militärisch ausgedrückt, für die Versorgung seiner Einheiten trägt und mit aller Kraft trfuUen muß, wenn anders nicht die Division Mangel leiden und gefechtsunfähig werden soll. In den Dienstbezeichnungen der Stäbe und höheren militärischen Befehlsstellen ist stets der I der General« itab, d. h. die Führung mit allen ihren vielfältigen auf gaben, und während der la die operativen $ n 5 taktischen Angelegenheiten bearbeitet und lem Kommandeur die entsprechenden Befehle zur Entscheidung vorleat und der Ic die Nachrichten über den Gegner sammelt und auswertet, ist eben der Ib der Mann, der die selbstverständlich auch zu der Führungs-Aufgabe des Generalstabes zählende Versorgung der kämpfenden Truppen Gearbeitet, — denn wo bliebe der la mit einer Truppe, die ohne Munition, ohne Betriebsstoff und chne Verpflegung dasteht? Die damit hungrig und xefechtsunsähig wäre.
So wiro am leichtesten das Aufgabengebiet des lb klar, der beim Korps schon Quartiermeister, bei der Armee aber Dberquartiermeifter heißt, und die «lle zusammen wieder dem beim Oberbefehlshaber des Heeres verantwortlich den Nachschub und die Besorgung bearbeitenden ©en eralquartier- neifter unterstehen. Von diesem gehen die grölen Weisungen, die Bereitstellung und Verteilung des Bedarfs im Großen aus, den die Armee weiter- ftbt und verteilt, und die Division bleibt dann der l.»tzte Träger der Verantwortung dafür, daß die kämpfende Truppe an nichts Mangel leidet. Die rwischengefchalteten Befehlsstellen des Armeekorps zwischen Division und Armee) und der Heeresgruppe Zwischen Armee und Oberbefehlshaber des Heeres) find in ihrer besonderen Eigenart mehr rein operative Führungsstäbe, deren Eingriff in den Dersor- kungsdienst die Zuständigkeit nur vergrößern und «-schweren müßte.
So sind Division, Armee und Oberste Heeres- Iritung die drei Stellen, die verantwortlich sind tnd bleiben für die wirkungsvolle Und rechtzeitige Besorgung der Truppe. Armeekorps aber und Heeresgruppe verfügen über Reserven, die sie je rach Bedarf dahin und dorthin werfen können, Denn einmal bei den unterstellten Kampfverbänden an Mangel an irgendeinem kriegswichtigen Bedarf Antritt. Gliederung und Befugnisse, Aufgabe und Berantwortung sind^damit klargelegt.
Die Bedeutung der Rückwärtigen Dienste cber wird erst vollkommen deutlich, wenn man sich rergegenwärtigt, daß das ja nicht etwa einige wenige Kolonnen finb, um die vielleicht gar fein croßes Aufheben gemacht zu werden brauchte, sondern es handelt sich bei jeder Division um die beachtliche Mafse von fast 2 0 00 Mann, die cls „Rückwärtige Truppen" jenen Dienst versehen, der hier geschildert worden ist. Zu ihnen gehören die reinen Nachschubdienste für die vielartige Munition (Infanterie-, MG.- und Pistolenmunitton, Handgranaten, Artillerie- und Flakartilleriegeschosse j^den Kalibers, Pakmunition u. v. a.) und für die deute in dem großenteils motorisierten Heere so wichtigen Betriebs st offe — die Sanitätsdienste mit ihrer ernsten Aufgabe der Verwun- detenfürsorge und Abbeförderung — die notwenvi- o-n Veterinärdienste bei einem Stand von fift 700 Pferden je Infanterieregiment — die Verwaltungsdienste, die mit einer Backereikompanie und einem Schlächtereizuge die Truppen ter Division mit den notwendigsten frischen Lebens- mitteln versorgen, und dazu das Verpflegungsamt ter Division, das alle übrigen Ernahrungsmittel wit sich führt, die die Truppe zu einer auskomm- lichen und kräftigen Verpfleguna braucht.
Hinzu kommen dann die F e l d p o st und der aus ter Feldgendarmerie zusammengesetzte vro- vungsdienst und ein von 'zahlreichen Divisionen aus eigenem Antrieb neu geschaffenes Derk eh rs- rege l ungs komm and o, das arfs Abgaben von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften ter fechtenden Truppen gebildet wurde und sich bei byr außerordentlichen Schnelligkeit der taktischen Bewegungen der kämpfenden Truppen bald als libensnotwendig erwies. „ , ___w.
So wird erst die umfassende Zuteilung von Off- zeren und Beamten zu dem Stab einer Divffion verständlich, die als Sanitäts- und Detennar-Offi zere, als Intendant, als Bearbeiter für Waffen und Gerät und für Betriebsstoff oder als unbe fmnte, den gesamten Derpfleaungsdien st regelnde Zahlmeister wohl bei dem Dirnstonsftab selbst ihren Ylatz, aber in der Befehlserteilung an ihre Ruck Bärtigen Dienste ihr Aufgabengebiet haben.
Unmittelbar bei der fechtenden Division aber be finbet sich eine vorgeschobene Staff Rückwärtigen Dienste, d. h. aller Dersor^uugsge e e, be sich jm wesentlichen aus Betriebsstoffwagen, ene^Zug de? Nachschubkompanie (Arbeitsmanner i-fir Straßen und andere Bauten), einem Pferde srmmelplatz, einer Krankensammelstelle und emer Srifanterietolonne (für Munition) zusammensetzen.
Es ist hier zunächst allein von der I n. a n t c
„Rückwärtige Truppen."
Don Oberstleutnant Matthaei
Nach -en Gtraßenkärnpfen in Nonen.
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In der Stadt Rouen haben sich außerordentlich heftige Kämpfe abgefpiett. Das Seine-Viertel wurde von Marokkanern verteidigt und mußte durch Stukas „bearbeitet^ werden, um jeden Widerstand zu brechen. An der gesprengten Seinebrücke waren umfangreiche Barrikaden errichtet, die allerdings dem deuffchen Angriff nicht gewachsen waren. — (PK.-Boecker-Scherl-M '
Stukas bahnen den Weg durch die Bunker der Maginot-Linie.
(PK.) Die Unbezwingbarkeit ihrer Maginot-Linie war der unerschütterliche Glaubensatz aller Franzosen. Hinter dieser Mauer aus Beton und Stahl ühlten sie sich sicher und glaubten daraufhin, es ich leisten zu können, Deutschland den Krieg zu erklären. Daß die Maginot-Linie einmal zu einer Mausefalle für Hunderttausende französischer Soldaten werden würde, das hat sich Frankreich niemals träumen lassen.
Wie war dieses Durchbruchswunder möglich? Mit unseren vorgehenden Truppen fahren wir in die geschlagene Bresche. Die Wege sind in guter Ordnung. Man sieht aber überall die Spuren erbitterter Kämpfe: Tanksperren sind gesprengt, zer- törte Brücken durch Pioniere aufgebaut, überall am Rande liegen umgefchlagene Bäume, die als Hindernlsie verwandt wurden und rechts und links ieht man zerschossene Bunker. Aber alles bisher Gesehene war nur das Vorfeld der eigentlichen Maginot-Linie und erst jetzt kommen wir an die eigentliche ^Befestigung.
Das Verteidigungssystem ist raffiniert angelegt und es erscheint tatsächlich als ein Wunder, daß diese Befestigungslinie in Stunden zerschlagen und überrannt wurde. Das ganze Gelände ist verum p f t und mit moorigen Seen durchsetzt, oben auf den Höhen sieht man allein von diesem Punkt auf über 20 gewaltige Betonbunker, die mit MG.s uno Kanonen bestückt sind. Jetzt sind diese Bunker allerdings nur noch Trümmerhaufen.
An einer Waldecke treffen wir einen Hauptmann, der aus einem Fesselballon den Durchbruch genau verfolgen konnte und uns den Kampf schilderte: Der Angriff begann in den frühen Morgenstunden und wurde durch Art i11 er i c f e u c r und zahlreiche Stuka-Angriffe eingeleitet. Unaufhörlich detonierten die genau gezielten Granaten und gewaltigen Bomben, undeinBunkernachdem anderen stürzte zusammen. Nach dem Stuka-Angriff gingen die Pioniere und die Infanterie vor, um mit der blanken Waffe den letzten Widerstand zu brechen. Die Maginot-Linie ist hier in großer Breite und in ihrer ganzen Tiefe durchstoßen, und jetzt ergießt sich der Strom unserer Truppen unaufhaltsam hinter das französische Verteidigungssystem.
Die anschauliche Schilderung hat uns mit dem Gelände vertraut gemacht, wir bringen über Notbrücken und Stege in die durchschlagene' Maginot- linie hinein. In der Ferne dröhnt das Artilleriefeuer, man sieht überall, daß hier noch vor wenigen Stunden heftig gekämpft wurde. Rund herum liegen Gefallene, mancher trägt eine verschlissene deutsche Uniform, denn der Durchbruch der Maginot- lini-e war kein Spaziergang. In einem Graben sehen wir vier gefallene Pioniere, ihr zerschossenes Auto liegt neben ihnen, und ihre Hände umkrallen Handgranaten, mit denen sie ohne Zaudern gegen eine oer stärksten Befestigungsanlagen der Wett vorgegangen sind. Ihr Einsatz hat diesen Durchbruch erzwungen. Neben einem zertrümmerten Bunker liegt ein halbverbrannter deutscher Stuka. Wir erfahren, daß er das Flugzeug des Grup- penkommandeurs ist, das beim Angriff ab« ftürzte. Der Funker, ein Feldwebel, wird von deutschen Infanteristen in einem Soldatengrab beigesetzt, während vier Flieger, die mit einem Auto angekommen sind, auf dem weiten Feld unter den Herumliegenden Toten ihren Kommandeur suchen, der nicht neben dem Flugzeug lag.
Dann klettern wir in oie furchtbar zugerichteten Bunter. Tote Franzosen liegen neben den Schießscharten, und überall herrscht eine furchtbare Verwüstung. Verschiedene Bunker sind von oben durch Stukabomben durchschlagen und vernichtet worden. Neben einem Bunker liegen zwei tote Soldaten in p olnischer Uniform, die sich wahrscheinlich aus der Weichselfchlacht gerettet haben, um nun hier ein furchtbares Ende zu finden. In einer anderen Stellung finden wir lange Turbantücher. Hier müssen eingeborene Truppen gelegen haben, die aus Afrika geholt wurden, um den Untergang Frankreichs zu verhindern. Jetzt find sie gefangen, wenn sie nicht im letzten Moment ausgerrffen find. Stunde um Stunde wandern wir durch dieses Ruinenfeld, das ehemals als eine unüberwindliche Verteidigungsanlage galt Deutsche Flieger haben sie in wenigen Stunden zertrümmert, und deutsche Soldaten sind durch die geschlagene Bresche unaufhaltsam hinter die Maginotttnie durchgedrungen. Eduard Amphlett.
riedivifion die Rede, da sich bei motorisierten und Panzerdivisionen die Dinge, wegen der erhöhten Beweglichkeit und des Betriebsstoffes als lebenswichtige takttsche Fragen dieser Einheiten, noch schwieriger gestalten. Zahlreiche deutsche Infanteriedivisionen hatten schon am polnischen Feldzug teilgenommen und dort wichtige Erfahrungen sammeln können. Doch wurden die Anforderungen im Westen insofern aufs höchste gesteigert, als einer« eits beispielsweise den durch Belgien vorstoßenden Divisionen sich vier starke Flußsperren, nämlich der Julianakanal, die Maas, der Herzogenbosch- und der Albertkanal, vorlegten, die überwunden werden mußten, und andererseits die Schnelligkeit der vorwärtsdrängenden fechtenden Truppen elbft gegenüber Polen noch gewachsen war. So blieb es Aufgabe des in der Stille arbeitenden Ib, feine Rückwärtigen Dienste der fechtenden Truppe nahe zu halten und sie durch andere Kolonnen bei den Flußübergängen nicht abklemmen zu lassen. Die Befehle, die er gab, hängen ab von taktischen Befehlen des la und des Divisionskommandeurs und konnten so meist erst in später Nachtstunde getrieben und weitergeleitet werden, wenn nach Beendigung der täglichen Kampfhandlung die takttsche Aufgabe der fechtenden Truppen für den nächsten Tag klar war. Fast alle Brücken waren.gesperrt und, um die Verfolgung und den Kampf nicht stocken zu lassen, ging oftmals die Truppe ohne Fahrzeuge hinüber, die dann nachgezogen wurden: dazwischen drängten sich mit Vorrang die Korpstruppen, die motorisierten Pioniere, Flakartillerie aller Großen und Kaliber, schwere Batterien, Bruckenkolonnen, und bis zu zehn Stunden mußten einzelne Kolonnen, dicht bei dicht stehend, warten, bis sie heran- kamen. Dem Ib aber sträubten sich einzeln die Haare, wenn er daran dachte, daß er mit seinen Rückwärtigen Diensten zu spät kommen könne und so seine Division gefechtsunfähig wurde. Alles kam darauf an, die schnell und sehr weit sich ausdehnenden rückwärtigen Verbindungslinien mit eisernem Nachdruck und kluger Befehlsgebung zu überbrücken. Das ist zweifellos gelungen.
Im wesentlichen sind die Rückwarttgen Dienste motorisiert. Sie holen aus den vorgeschobenen Lagern der Armee den gesamten Bedarf an Munition Betriebsstoff und Verpflegung, und was die Division geholt hat und besitzt, das gibt sie sofort aus an die Truppe. So fahren sie vorwärts und rückwärts, ununterbrochen wechselnd, und da die Eisenbahn in Belgien und Frankreich zunächst nicht benutzt werden konnte, die Truppe aber vorwärts stürmte, so wurden die Strecken immer
länger; fm Notfall mußte mit Behelfslösungen gearbeitet werden, wie ja überhaupt na cd dem Moltkeschen Wort die Takttk, zu der an wichtigster Stelle auch die Rückwärtigen Dienste gehören, ein Problem der Aushilfen ist. Es töar nicht immer leicht, die in der Heimat feit langem fertigen unzähligen und auf eine lange Kriegsdauer berechneten Munittonsvorräte der Truppe zuzuleiten, zumal diese viel Munitton verschoß, wenn sie ihre Aufgabe erfüllen wollte. Da wurde auf Befehl des Ib einfach der zur Division gehörige Gepäcktroß entleert, um Laderaum zu schaffen, und die Munitton kam rechtzeitig nach vorne. Die Truppe begrüßte es froh und mit Genugtuung, wenn z. B. schon nach 36 Stunden für eine zerschossene oder sonstwie ausgefallene Haubitze ein neues Geschütz aus der Heimat bei der Batterie wieder angekommen war und diese wieder voll gefechtsfähig machte.
Eine Unmenge Lastwagen mit fast 150 Tonnen Laderaum wurden täglich der Truppe zugeführt, und das alles in einem Land und in einem Kriege, der gewaltige Anforderungen gerade an diejenigen rückwärtigen Truppen stellte, die diesen Dienst hinter der Front mit einer beispiellosen Sicherheit, Sauberkeit und Pünktlichkeit versah. Es mußte gehen und es ging,, und die Erfolge der fechtenden Truppen habe gezeigt, daß sie dank der Arbeit der Rückwärttgen Dienste stets das bei sich hatten, was sie brauchten, um Die operativen und takttschen Befehle durchzuführen, die schließlich den Sieg brachten.
Allgemeine Wehrpflicht in !lSA.
Washington, 21. Juni. (DNB. Funkspruch.) Der demokrattsche Senator Burke brachte ~ im Senat eine Gesetzesvorlage ein, die die Einführung der Allgemeinen Wehrpflicht verlangt. Danach würden alle männlichen Personen zwischen .18 und 65 Jahren meldepflichtig, alle zwischen 21 und 45 aktiv dienstpflichtig, alle zwischen 18 und 21 und zwischen 45 und 65 Jahren heim- wehrpflichttg fein.
Der Senat nahm am Donnerstag eine 1777 Millionen Dollar anfordernde Sonderwehrvorlage an, die u. a. den Baubeginn von 68 Kampfschiffen, den Ankauf von 3000 weiteren Armeeflugzeugen, Erhöhung des Mannschafts- bestandes der B u n b e s a r m e e um 95 00 au 375 000 Mann vorsieht. Die Vorlage bewilligt 43,5 Millionen Dollar für 3000 Rolls-Royce-Flugzeug-
Sonnenwende-Wettweiioe.
Das deutsche Volk — und mit ihm die Welt — erlebt heute unter dem dröhnenden Marschtrftt beut- eher Divisionen, unter den Stahlgewittern des deutschen Sck)wertes den enbgültigen Durchbruch einer neuen Zeit, die Nieberringung ber zerstören- den Kräfte einer demokratisch • jüdischen Weltan- chauung, die sich anmaßte, Europa nach ihrem Bilde niederhalten zu können. Es ist eine Fügung des Schicksals, daß die Tage des endgültigen Zu- ammenbruchs Frankreichs, mit dem uralten Symbol nordischen-germanischen Lichtglaubens zusam- menfallen, der Sonnenwende. So heißt es in ber Ebba:
Brand brennt vom Branbe, Bis er verbrannt ist.
Auch ber Mensch gibt Funken weiter bem Menschen.
Volkes Lohe erlösche nie.
Unsere Vorfahren haben uns mit ihrer sinnträchtigen Runensprache, mit bem Zeichen bes Hakenkreuzes, über Generationen hinweg den Glauben weitergegeben, der in den Sonnenwend • Feiern Leben und Gestalt erhielt: den Glauben an Werden und Sein, an die Kraft der Scholle, an die Unabwendbarkeit des Schicksals, an die ewige Wiederkehr des Lichts. Dieser Glaube stammt aus dem Blute unserer Ahnen, ist hervorgegangen aus ihrer arteigenen Kultur, die überall das Walten göttlicher Kräfte sah, die mit der Finsternis rangen, untergingen, aber stets um so strahlender wieder- kehrten.
Die deuffche Jugend hat von jeher diese Bräuche als Datereroe empfunden und sie zu den ihrigen gemacht. In den Jahren nach Versailles gehörte die Sonnenwende zu den heimlichen Nationalfeiern, in denen alles, was sich nach Verwirklichung und Er- üllung des deutschen Schicksals sehnte und mithel- en wollte, in den emporzüngelnden Flammen der Holzstöße das Feuer nationaler Läuterung fab. Dieses Sehnen hat sich erfüllt. Es galt aber auch, bem Raumgefühl bes beutfchen Menschen zum Durchbruch zu verhelfen, jene uralte Not bes Herzvolkes Europas zu beseitigen, eine Aufgabe, bis von Karl bem Großen über Konrab II., Heinrich bem Löwen, Hermann von Salza, Friebrich bem Großen, Bismarck bis zu Abolf Hitler immer wieher den deutschen Führerpersönlichkeiten gestellt wurde. Es blieb bem Führer vorbehalten nicht nur bas Gefühl für diese Aufaabe im deutschen Menschen zu wecken und sie selbst durch die Tat des Schwertes ber Lösung zuzusühren, sondern auch jene andere ber Befreiung von ben Intrigen und Winkelzügen einer „klassischen Diplomatie" zu stellen, bie schon vor bem Weltkriege, wie Bainville es bargetan hat, nichts anberes war als der Wille zur Niederhaltung des deutschen Volkes mit allen Mitteln, aus ber Erkenntnis yeraus, bah bie brän- genbe Jugend dieses Volkes niemals zur Reife kommen dürfe und damit zum Bewußtsein ihrer Stärke und Geschlossenheit.
„Zur tiefften Tragik aller Zeiten gehört es, daß Menschen und Völker verschiedenen biologischen Entwicklungszustandes das intuitive Verständnis für Menschen und Völker anderen Entwicklungs- zustandes fehlt. Der nationalistische Imperialismus nimmt die politischen Machtverhältnisse einer zeitweiligen Weltkonstellation, als wären sie leben- dige Grundlagen, auf denen sich eine dauernde Weltordnung aufbauen ließe. Er übersieht, daß alle beständigen Entwicklungsrichtungen von den biologischen Kräften des Volkskörpers ausgehen und zeitweilige Konstellationen überwachsen. Der gesteigerte Militarismus ber meisten Siegerstaaten nach Entwaffnung bes Gegners, ihre Bereitschaft also, technisch gewaltsam bas burchzusetzen ober zu behaupten, was ben biologischen Kräften bes Volkes unter normalen Verhältnissen nicht getraut werben kann, ist ein Zeichen für bie naturmibrige Einstellung bes nationalistischen Imperialismus zum eigenen Volke und zu ben anberen Völkern."
In btefen Worten einer Abhanblung Kolben- Heyers aus bem Jahre 1923 ist bas ganze Mißverhältnis abgezeichnet, bas mit den Worten „Gleichgewicht oer Kräfte" die junge, zukunftsträch- ttgste Macht Europas, Deuffchland, in unentroirr- bare Fesseln von Verträgen, feindlichen Bündnissen und ohnmächtiger Schwäche durch die Schaffung künsllicher Staatsgebilde innerhalb seines Lebensraumes hatten sollte.
Aber der Glaube an die Idee unseres Volkes und der Wille, bem Lebensgesetz ber germanischen Rasse zum Durchbruch zu verhelfen, war stärker als alle Konstruktionen. Wille und Glaübe lebten weiter in ben nationalen Feiern, zu denen auch die Sonnenwende gehörte. Sie wurden Tat, als es Adolf Hitler gelang, diese Kräfte wie in einem Brennpunkt zu sammeln und bem einen großen Ziel zuzuführen, für bas seit Jhrhunberten bie Johannisfeuer auf beutfchen Bergen laberten. Was an Höchstwerten des Glaubens und der Kultur sich über ein Jahrtausend gegenüber allem Artfremden behauptete, das ist heute, wo die Feuer ber großen Schlacht vom Atlantik bis zur Schweizer Grenze ben sieghaften Durchbruch ber Jbee eines gerechter verwalteten Europas verkünben, Wirklichkeit geworden. Deutschland, das Land der Mitte Europas, gibt der Idee einer Wett, In der nicht eine Clique volksfremder Politiker und die Mächte finsterster Reaktion herrschen, neue Gestalt. Dem Sonnen- wendglauben wird Erfüllung. Bk.
riiotoren, bie bei Fort Motor Co. bestellt wurden, sowie 32 Millionen Dollar für die Ausbildung von Zivilpiloten.
Noosevett nimmt zwei Nepnblikoner ins Kabinett auf.
Washington, 21. Juni. (DNB.) Präsident Roosevelt unternahm am Donnerstag Schritte zur Bildung eines Koalitionskabinetts, indem er bem Senat bie Ernennung des Republikaners Knox zum Marineminister unb die Ernennung von S t i m s o n zum Kriegsminister zur Bestätigung zusanbte. Knox war republikanischer Dizepräsibentschaftskandibat im Jahre 1936 und Stimson Außenminister unter Präsident Hoover. Der bisherige Kriegsminister Woodring und der Marineminister D i s o n sind zurückgetreten. Roosevelts Versuch zur Bildung einer Einheitsfront mit dem Ziel der Fortführung seines polittschen Kurses bildet das Tagesgespräch in USA.
HaupychrtsUeiter: Dr. Friedrich WUhetM Lcmge. Stellvertreter bei yauptichrifUetters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politü, .lfeulllewn und BUder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gieken, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumjchein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner.
Druck und Verlag: Brühlsche UniversitStSdruckerei R. Lange S. S. BerlagSleitcr: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han« Beck. BerantworUtch für denJnhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. SßlSM.


