Ausgabe 
21.6.1940
 
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190. Jahrgang Ur. 145

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Eichener Anzeiger

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mit etwa 23 000 Tonnen Rauminhalt wurden von Bomben getroffen und zum Teil schwer befchädigt.

er- Be­

in n g en mit Italien über einen Waf­fe n st i l l st a n d nachgesucht. Die italienische Regierung hat über den gleichen Weg und in der gleichen Form wie die Reichsregierung geantwortet, d. h. daß sie die Bekanntgabe der Hamen der

französischen Bevollmächtigten wartet, für die dann Ort und Datum der

gegnung festgesetzt werden.-

Botschafter Noel befindet sich unter den Unterhänd­lern, die die französische Regierung nunmehr für die Waffenstillstandsverhandlungen mit der Reichs­regierung namhaft gemacht hat. Er hat als Diplomat Frankreich bereits in verschiedenen Hauptstädten Europas vertreten. (Scherl-Bildarchiv-M.)

so intensiv ausgeführt worden, daß manche Orte Alarmzeiten bis über fünf Stunden zu ver­zeichnen gehabt hätten.

Badenweiler genommen.

Berlin, 20.Juni. (DRB.) Wie das DRB. er- fährt, haben unsere Truppen Donnerstag mittag den ifo Lothringen gelegenen und durch den Kampf baye­rischer Truppen im August 1914 bekannten Ort Ba­denweiler genommen, nach dem der Badenweiler Marsch benannt ist.

Berlin, 20. Juni. (DRB.) Die französische Re­gierung hat nunmehr ihre Unterhändler für die Waffenstillstandsverhandlungen der deutschen Regie­rung namhaft gemacht. Es sind dies: General des Heeres h u n h i g e r, Botschafter Roel, Vize­admiral L e l u c und General der Luftwaffe Bet« geret.

Infolge der schwierigen Nachrichtenverbindungen über Spanien ist diese Mitteilung der französischen Regierung er st heute morgen 1 Uhr bei der Reichsregierung eingetroffen. Sie konnte dar­aufhin dem Führer um 4 Uhr früh übermittelt werden.

Das deutsche Oberkommando der Wehr­macht Hal daraufhin unverzüglich die notwen­digen Anordnungen gegeben und Vorkehrun­gen getroffen, um die französische Waffensiittstands- kommission zu empfangen.

Französisches Waffenstillstands­gesuch auch an Italien.

Rom, 20.Juni. (DRB.) Die französische Regie­rung hat, wie Donnerstagabend amtlich bekannt­gegeben wird, an die italienische Regie­rung durch Vermittlung der spanischen Regierung ein Woffenstillstandsgesuch gerichtet. Die amtliche italienische Mitteilung lautet:

Die französische Regierung hat sich heute vor­mittag über die spanische Regierung an die italie­nische Regierung gewandt und um Verhand-

3n seiner Spätnachmittagssendung nahm der englische Rundfunk am Donnerstaa noch einmal Stellung zu den deutschen Luftangriffen auf England. Während es in den Mittagsstunden noch

Die deutsche Lustwaffe leitet Vergeltungsmaßnahmen gegen England ein.

Zahlreiche militärische Ziele erfolgreich mit Bomben belegt. Der französische Kriegshafen Brest in deutscher Hand.

Der Wehrmachtsbericht vom Donnerstag.

Führerhauptquartier, 20. Juni. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3n der Bretagne ist der französische Kriegs­hafen Brest genommen.

In der H o r m a n d i e ist auch der U n (erlauf der Loire von Rankes bis Tonr erreicht und an einzelnen Stellen ü b e r f d) r i U-e n.»

Im Bogen öermittlerenCoire geht die Ver­folgung über den Lher-Abfchnill und über Bourges weiter.

Südlich der Loire griffen Kampffliegerver­bände denzurückflutendenGegner auf den Rückzugsstraßen laufend an. Wo sich noch Wider­standsnester bildeten, unterstützte die Luftwaffe das Vorgehen des Heeres.

Das französische Volk erkennt seine Feinde

Kundgebungen gegen Juden und Engländer.

Im nördlichen Lo Ihringen werden Trümmer der geschlagenen französischen Ost­armee, soweit sie nicht gefangen genommen wurden, im Gebiet der Mosel zwischen (Spinal und Toul sowie in den mittleren und in einem Teil der oberen Vogesen immer enger zusammenge­drängt. (Spinal, Toul und CuneoiUe sind in unserer Hand. Um die Maginotlinie beider­seits Diedenhofen wird weiter gekämpft. West­lich Weißenburg wurde die Maginotlinie erneut durchbrochen. Stuka- und Kampfverbände zerstörten einen großen Teil von Befestigungswerken durch Volltreffer. Das deutsche Straßburg wurde von Süden und Osten genommen. Auf dem Straß­burger Münster weht die Reichskriegsflagge.

In der Burgundischen Pforte ist die Bereini­gung der von Belfort und vom Oberrhein her vorgehenden Truppen vollzogen. Die Zahl der allein am 19. Juni eingebrachten (Befangenen übersteigt 200000, darunter der Oberbe­fehlshaber der französischen 10. Armee, General A 11meyer, mit seinem Stab.

Seit 10. Mai haben feindliche, und zwar vorwie­gend britische Flugzeuge fortgesetzt in der M.ad)t offene deutsche Städte angegriffen. Auch in der vergangenen Rächt fielen diesen Angriffen acht Zivilpersonen zum Opfer.

Die deutsche Luftwaffe hat nunmehr mit der Vergeltung gegen England begonnen. In der Rächt vom 19./.20. Juni griffen Kampfflieger­verbände das als b r i t i f ch e s Rüstungszen- t r u m besonders wichtige Stick ft off-Groh- werk Billingham mit zahlreichen Bomben schweren Kalibers an. Starke Brände wiesen bereits auf 50 Kilometer Entfernung den nach­folgenden Verbänden den Weg. Weiter wurden Tanklager in Hutt in Brand ge­worfen.

Zwei deutsche Schnellboote vernichteten westlich von Düngen.eh dicht vor der englischen Kanalküste einen Dampfer von 4000 BRT. Ein U-Boot versenkte einen feindlichen Tanker von 8000 BRT. Einem weiteren U-Boot gelang es, aus einem feindlichen Geleitzug drei Schiffe h e r a u s z u f ch i e h e n.

Die (Befamtoerlufte des Gegners in der Luft betrugen gestern 21 Flugzeuge. 6 deutsche Flug­zeuge werden vermißt.

Die rasche Eroberung der starken Festung Ver­dun mit ihren neuzeitlichen Forts am 15. Juni ist dem kühnen und entschlossenen Einsatz vieler Führer zu danken. Besonders ausgezeichnet haben sich dabei die Oberleutnants Stein und von Wihendorsf und der Oberfeldwebel Samet, fämtlid) von In­fanterie-Regimentern, sowie der Leutnant Roen- n e ck e und der Unteroffizier (Staus einer ganzer- jäger-Ubteitung. Beim Durchbruch durch die Magi- notlinie, sowie bei der schnellen Einschließung des Feindes in Elsaß-Lothringen und Burgund zeich­neten sich vor allem die von Generalleutnant Rit­ter von Greim und Generalmajor von Richt- Hofen geführten Fliegerverbände sowie eine von Hauptmann Steiner geführte Schlachtflieger, gruppe aus.

Auch Bristol und Southampton. Wersten und Hafenanlagen sowie franzö­sische Atlantik-Häfen mit Bomben belegt.

..... 20. Juni. (DRB.) Wie nachträglich bekannt wird, haben deutsche Kampfverbände im Laufe der letzten Rächt in der Gegend von Bristol und Southampton Werften und hafenan- lagen und Anlagen der Luftrüstungsindustrie mit Bomben angegriffen. Dabei brachen an vielen Orten Brände aus, und viele Explosionen erleuchteten Lie Rächt. Auch die Hafenanlagen von L o r i e n t, IXa Rochelle, Bordeaux und St. Razai- t e s wurden mit Bomben belegt. Weithin sichtbare Brände kennzeichneten den Weg unserer Kampf­llugzeuge. Lin Kreuzer und mehrere Handelsschiffe

de Gaulle den Befehl erteilt, nach Frankreich zu­rück z u k e h r e n. De Gaulle habe diesem Befehl seines militärischen Vorgesetzten bisher jedoch nicht Folge geleistet.

Chaos in Bordeaux.

Frankreichs Politische Hasardeure auf der Flucht.

M a d r i d , 20. Juni. (DNB.) Von dem chaottschen Wirrwarr in Bordeaux geben die Korrespondenten der ZeitungenABE" und ,Ha" ein bezeichnendes Bild. Wie eine vom Hirten verlassene Herde, so heißt es in den Berichten, fluten die Menschen dicht gedrängt ziel- und planlos durch die Straßen, ge­peinigt von fast untragbarer Sonnenhitze. Man sicht Pariser Eleganz neben lumpigen Bettlern, gestürzte Politiker neben armseligen Bauern. Bekannte Film­größen tauchen in der Menge unter. Dichte Mengen belagern die Banken sowie die Konsulate Spaniens und Englands. Auf allen Gesichtern spiegelt sich Er­müdung zum Umfallen wider. Wo sich nur eine Gelegenheit bietet, versuchen völlig Erschlaffte zu schlafen. In irgendeiner Ecke, in Hauseingängen, auf Bürgersteigen, Parkbänken, in Autos oder Wartesälen. Minister schlafen auf Stühlen oder Sofas in dürftigen Dachstuben und Hinterzimmern von Restaurants.

Unter den Flüchtlingen erblickt man zahlreiche jüdische Elemente. Leon Blum sitzt schwei­gend im Restaurant, umgeben von einem riesigen Berg von Koffern, vor einem Glas Kaffee mit Milch. Paul-Boncour speist mit gutem Appe­tit in einem feudalen Restaurant. Der bisherige Innenminister, der Jude Mandel, wurde in einem Luxusrestaurant, in dem die Diplomaten zu verkehren pflegen, verhaftet, nach einigen Stunden aber wieder freigelassen. Herriot ist bereits in die Schweiz geflüchtet. Dor seiner Flucht hatte er sich nach Lyon begeben, um Geld und Wertpapiere von der Bank abzuheben. In Lyon kam es bei seiner Ankunft zu feindseligen Kundgebungen der Bevölkerung.

Dieser politische Wanderzirkus, der, so schreiben die spanischen Zeitungen, Frankreich in den Ab­grund stürzte, bietet in seinem beschämenden Ver­hallen ein ähnliches Bild wie die einsttgen Minister des republikanischen Spaniens, die unter Mitnahme aller Werte nach Afrika oder Amerika zu fliehen versuchten. Das französisch-englische Waffenbündnis, so schließt der Bericht, ist zerschlagen. Eine Schick- salsgemeinschast der Flüchtlinge, die die Kriegs-

Rom, 20. Juni. (Europapreß.) Nach einem Be­richt desMessaggero" über die innere Lage in Frankreich machen sich an verschiedenen Stellen An­zeichen bemerkbar, daß der Zorn des französischen Volkes sich gegen die Urheber seines Zusammen­bruches, vor allem gegen Juden und Eng­länder, Luft zu machen droht. In B r-e st sei es infolge der herausfordernden Haltung der auf ihre Einschiffung wartenden englischen Soldaten zu einem schweren Zusammenstoß gekommen. Französische Marineinfanterie habe ein ganzes englisches Regiment angegriffen und vernichtet. In ganz Frankreich hätten sich juden­feindliche Kundgebungen abgespielt. In Toulouse habe die Menge die Synagoge zerstört. Da­bei sei etwa ein Dutzend Juden verletzt worden. In Lyon seien jüdische Geschäfte und Wa­renlager ausgeplündert worden. In M o n t e l i m a r habe die Bevölkerung u. a. das Gebäude einer Freimaurerloge gestürmt, in dem jüdische Flüchtlinge untergebracht gewesen seien.

Die Wut gegen England sei durch die Unter­hausrede Churchills erneut angefacht wor­den, die Rede sei vom französischen Volke als eine Unverschämtheit und eine Beleidigung Frankreichs empfunden worden. Der Haß gegen England sei noch gesteigert worden durch Meldungen aus Lon­don, nach denen im Anschluß an die Rede Churchills der Mob des Westends einige Cafss und Gasthäu­ser, die Franzosen gehörten oder von Fran­zosen besucht wurden, überfallen und aus- geplündert habe.

Hebel vermerkt worden sei schließlich im ftanzö- fischen Volk die Flucht des Generals de Gaulle, den Reynand zum Nachfolger Weygands bestimmt hatte. De Gaulle, der in die Dienste Englands ge- treten sei, habe am Mittwochabend in einer vom englischen Rundfunk verbreiteten Ansprache die Hal­tung und die Entschlüsse des Marschalls Petain scharf kritisiert und die britische Auffassung vertei­digt, wobei er fast wörtlich die Erklärungen Churchills wiederholt habe. Zum Schluß habe de Gaulle die französischen Offiziere und Sol­daten aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen, das heißt nach England zu desertieren, da­mit dort eine französische Legion im Dienste Groß­britanniens gebildet werden könne. Die Regierung von Bordeaux habe daraufhin bekanntgegeben, Ge­neral de Gaulle habe nichtdie geringste Be- r e ch t i g u n g , im Namen Frankreichs zu sprechen. Die Rundfunkansprache des Generals stelle nur seine persönliche Ansicht dar. Marschall Petain habe

NA )aH ein mörderisches F l a Lf# uer auf die, angreifenden Maschinen abgegeben wurden sei^ftelite man am Donnerstagabend nest/daß viele deutsche Maschine^ zum Angriff, a u fi l i t ä r i s ch e O b j^'t t^ üb^-g^gangen^seien^Die Angriffe seien

/MattkreichsÜnterhändler

Oie Auslösung.

Den schwergeschlagenen französischen Armeen wird an keiner Stelle in dem ungeheuren Raum zwischen dem Atlantik und der Schweizer Grenze Zeit gelassen, sich auch nur vorübergehend festzu- setzen. Die deutschen Panzerverbände und Schnellen Truppen, von der großen Masse der deutschen In­fanterie auf dem Fuße gefolgt, rollen ununter­brochen vorwärts, haben im Nordwesten auch be­reits den Unterlauf der Loire zwischen Nantes und Tours erreicht und im Bogen der mittleren Loire die Verfolgung über den Cher- Abschnitt und über Bourges hinaus weiter vorgetrieben. Die Loire ist mit einer Länge von über 1000 Kilo­meter Frankreichs größter Fluß, der sich unterhalb von Nantes buchtartig erweitert und bei S t. Na- z a i r e in den Atlantischen Ozean mündet. Kleiners Seeschiffe gelangen bis Nantes herauf. Landschaft-, lich von besonderer Schönheit ist die Strecke Or­leans Tours, wo zahlreiche Schlösser der fran­zösischen Könige, so Blois, Chambord und Amooise, das Ziel vieler Reisenden sind. Die Stadt Nan­tes, die unsere Truppen nun schon auf ihren Gewaltmärschen erreicht haben, liegt nur 50 Kilo­meter vom Atlantik entfernt, so daß Handel und Schiffahrt in der industriereichen, 185 000 Einwoh­ner zählenden Stadt eine große Rolle spielen.

Dem Geschichtskundigen ist Nantes bekannt durch das hier von Heinrich IV. 1589 erlassens! Edikt, das den französischen Protestanten Religions­freiheit gewährte. Es wurde freilich von Lud­wig XIV. im Jahre 1680 wieder aufgehoben. Dis Stadt Tours, in der Luftlinie rund 170 Kilo­meter flußaufwärts von Nantes, zeichnet sich durch viele schöne Bauten aus der Gotik aus. Auch hier ist eine vielseitige Industrie zu Hause, daneben aber auch ein bedeutender Getreide-, Obst- und Wein­handel, der Absatzmarkt für die landwirtschaftlich wichtige Touraine, die fruchtbare Ebene an der mittleren Loire. Tours, das heute 77 000 Einwohner zählt, stammt in seinen Ursprüngen noch aus der Gallierzeit. Hier besiegte der Franke Karl Mar­tell 733 die Araber. Im Jahre 1870 war Tours, worauf wir schon einmal hingewiesen haben, Sitz der Regierung der Nattonalverteidigung unter Gambetta. Am Cher, einem linken Nebenfluß der Loire, liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Orleans die Stadt Bourges, deren gotische Kathedrale eine der schönsten Kirchen Frankreichs ist. Bourges ist mit Kanonengießereien und Artil­lerieschulen eines der wichtigsten Arsenale des frant zösischen Heeres gewesen.

Mit der Wegnahme des Kriegshafens Brest, auf

treiber in London und Paris ins Unglück brachten, ist übriggeblieben.

peinliche Wahrheiten.

Stockholm, 21. Juni. (Europapreß.) In einet neuen Ansprache des Marschalls Petain hat es nicht an offenen Angriffen auf England gefehlt, die den englischen Regierungskreisen be­stimmt nicht angenehm in den Ohren geklungen haben und daher in dem an sich schon dürftigen Auszug, den der englische Rundfunk von der An­sprache brachte, völlig ausfielen. So wurde dem englischen Volke die Anklage Petains verschwiegen,, daß am 1. Mai dieses Jahres ganze zehn eng­lische Divisionen vorübergehend in Frankreich stan­den, während nach dreijährigem mörderischem Kampf im letzten Weltkrieg 1918 nicht weniger als 85 englische Divisionen an der Seite Frank­reichs kämpften. Diese drastische Gegenüberstellung hätte beim englischen Hörer die Auffassung aufkom­men lassen können, daß die englischen Macht­haber, die Frankreich sich für Großbritannien oer< bluten ließen, die französische Niederlage verschul­det und das jetzt Großbritannien drohende Schick­sal heraufbeschworen hätten. Die Ausführungen P6- tains standen im übrigen im Gegensatz zu der kürz­lichen Erklärung Winston Churchills, der be­hauptete, daß England so viele Streitkräfte nach Frankreich geworfen habe, wie in Frankreich er­wartet worden seien.

Ein erbeuteter französischer 39-t-Tcmk. Schwere Ka­nonen und stärkste Panzerung haben ihn nicht vor der Vernichtung durch unsere Truppen schützen können. (PK.-v. d. Piepen-Scherl-M.)