Ausgabe 
20.12.1940
 
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nach anderen Erdteilen, insbesondere nach Europa angewiesen. Bei Weizen übersteigt die Gesamter- zeugung des amerikanischen Erdteils ebenfalls den Gesamiverdraua) um etwa 20 o. H.

Beim Kaffee, einem weiteren Standardpro» butt Südamerikas, liegen die Dinge etwas anders. Hier find die Bereinigten Staaten zweifellos Be­darfsland, während Jbero-Amerika als Ganzes über einen großen Ueverschutz an Kaffee verfügt. Der Wert der Kaffee-Ein,uhr in den Bereinigten Staaten ist aber von 1932 bis 1938 eine ziemlich konstante Grüße geblieben, so daß eine nennens­werte Steigerung der Einfuhr eine recht tiefgrei­fende Aenderung in den LebenLgewohnyeiten der Nordamerikaner zur Voraussetzung hätte. Solche Aenderungen sind aber durch Staatsmatznahmen außerordentlich schwer, in einem liberalistischen Lande wohl überhaupt nicht zu erreichen. Bei Zucker besteht ein internationales Abkommen, was eine Veränderung der bestehenden Produktions­und Absatzvechältnifse sehr kompliziert machen würde, so daß also auch hier wenig Aussicht ist, das erstrebte Ziel der Handelsausweitung zwischen USA. und Jbero-Amerika zu erreichen.

Diese Sachlage hat nun den Plan in den Ber­einigten Staaten zur Folge gehabt, die Struk­tur der Agrarproduktion Südamerikas zu ändern, d. h. Südamerika soll seine Landwirtschaft um­stellen. Es soll statt der bisherigen Standard- Produkte mehr solche Produkte anbauen, die in den Bereinigten Staaten dringend gebraucht wer­den. Das wichtigste dieser Produkte ist der Kaut­schuk. Der Kautschukbaum stammt ja aus Bra- sillen, heute aber werden über 90 v. H. der Welt­produktion von Niederländisch- und Bntisch-Jndien geliefert. Die Aufgabe scheint also aus-den ersten Blick sehr einfach und leicht lösbar zu sein. In Wirklichkeit ist sie keineswegs einfach. Zunächst ein­mal sind mindestens sechs Jahre erforderlich, bis südamerikanische Kautschukpflanzungen ertragsreif würden; vor allem aber fehlt es in Südamerika an der genügenden Zahl billiger Arbeitskräfte, wie jie die Engländer und Holländer in ihren ost- indischen Pflanzungen zur Verfügung haben.

Ein weiteres Produkt wäre der Manilahanf. Hier find zweifellos die Voraussetzungen zum er­folgreichen Anbau in Südamerika gegeben, und es wäre denkbar, daß die südamerikanischen Staaten die Philippinen, wo die Erzeugung hauptsächlich in den Händen japanischer Pflanzer liegt, ersetzen könn­ten. Ebenso denkt man an den Anbau der Ein- chona pflanze, die zur Herstellung von Chinin dient. Die Chininherstellung ist bis jetzt so gut wie ganz von den Holländern in Niederländisch-Jndicn monopolisiert. Tropische Oele, Drogen, Kräu- ter und Tees sowie eine Anzahl tropischer Fruchte und vor allen Dingen tropische Hart­hölzer bieten nach Ansicht der USA. weiterhin Die Grundlage, auf der nach entsprechender Um­stellung der südamerikanischen Landwirtschaft eine Ausweitung des Handels wohl möglich wäre.

Das also sind die Ergänzungspläne, denen i*n unschwer ansieht, daß sie ihr Vorbild in den Um­stellungen der Landwirtschaft in Südost-Cu- ropa auf den deutschen Absatzmarkt haben. Die Ähnlichkeit der Verhältnisse ist unverkennbar, aber «in gewaltiger Unterschied besteht doch Deutsch­land hat mit diesen Plänen nicht begann.n, als es seinen Handel mit den Südoststaaten ausweitete, sondern es hat diese Pläne erst in Vorschlag ge­bracht, als auf Grund längerer guter Erfahrungen mit dem deutschen Markt die Bereitschaft dazu bei den Sudostländern vorhanden war. Es hat systematisch die Südostländer für seine Pläne reif gemacht, und zwar un er ganz erhebl'cben Opfern. Deutschland zahlte Jahre hindurch den Süd­oststaaten für ihre alten Standardprodukte, wie Weizen und Mais, Preise, die ganz bedeutend über dem Weltmarktnioeau lagen. Es gab ihnen weiter Verträge, die dcn Absatz ihrer Erzeugnisse zu güm stigen Preisen für lange Zeit sicherten. Diese beiden Faktoren, der günstige Preis und der feste Markt, waren es, die das Vertrauen in den Südostländern schufen, das ihnen eine Umstellung ihrer Landwirtschaft auch im eigenen Interesse nütz­lich erscheinen ließ.

Demgegenüber wollen die USA. nicht einmal Zollvergünstigungen für die jetzigen Standardpro­dukte Der südamerikanischen Länder gewähren. Höhere Preise als Welimarktpreise und gar einen festen Markt kann aber die nordamerikanische Wirt­schaft den füdamerikanischen Staaten überhaupt nicht verbürgen, weil sie ja eine kapitalistische Wirt­schaft ist, deren Kauf- und Verkaufspolitik vom billig st en Preis beftimmt wird. Sollte in späteren Zeiten der südamerikanische Kautschukpflan­zer preismäßig nicht mit den alten Kautschukländern konkurrieren können, was sehr wahrscheinlich ist, io würde ihn die amerikanische Käuferschaft be> enkenlas im Stich lassen, und die Südamerikaner hätten dann statt Baurnwoll- und Kakseeabsatznöten Kautschukabsatznöte, womit sie um nichts gebest sert wären. Wmn zwei dasselbe tun, ist es eben noch lange nicht dasselbe, das zeigt auch dieses Bei­spiel wieder. V. A.

Präsidentenwechsel in Finnland.

Kallio einem Herzschlag erlegen.

Helsinki, 20. Dez. (Europapreß.) Zum neuen finnischen Staatspräsidenten wurde der amtierende Ministerpräsident Nisto R y t i gewählt. Nyti erhielt im ersten Wahlgang 288 Stimmen von insgesamt 300 Wahlmännern. Helo erhielt 4 Summen, Sr> inhufvud eine Stimme, Kivimacki eine Stimme. Sechs Stimmen waren ungültig.

Der bisherige finnische Staatspräsident Kallio ist Donnerstagabend plötzlich einem Herzschlag erlegen. Präsident Kallio wollte abends die Hauptstadt verlassen, um sich auf feinen Landsitz zu begeben. Die Bevölkerung der Hauptstadt brachte ihm zum Abschied einen großen Fackelzug dar. Am Bahnhof hatten sich die Svitzen der Behörden und der Armee eingesunden. Als Kallio die Front der Ehrenkompanie abschritt, wurde er plötzlich ohn­mächtig. Man brachte ihn rasch in ein Krankenhaus, wo er aber bald darauf verschied. Gegen Mitter­nacht wurde die Leiche Kallios ins Schloß von Hel­sinki gebracht, wo sie aufgebahrt werden wird. Die Negierung trat in den späten Abendstunden zu einer Trauersitzung zusammen. Sie hat ein Staatsbegräb­nis und Landestrauer angeordnet.

Der neugewählte Staatspräsident R y t i teilte am Donnerstagabend dem finnischen Volk durch den Rundfunk den Tod Kallios nvt. Präsident Ryti würdigte die Verdienste des verstorbenen Präsiden­ten um S'aat und Nation. Niemand sei, so sagte tr, während der letzten Jahre, fester mit dem finni­schen Volk verbunden gewesen als Kallio. Mit freu- bigem Herzen habe er die Freiheit Finnlands be­grüßt und mit blutenden Herzen habe er die Prü­fung der Nation im letzten Jahre erlebt. Ein aus«

(schmetternde posaunen

Erneute Warnung Japans an die USA

Herzigkeit und Matzigung". Der Botschafter b-z-ich- Wir wissen, welche b°°»

net es als unterteil, zu behaupten, bic Zusammen- h^mswerten Milliardenbeträge das deutsche Voll!

I)eit des finnischen Volkes werde jedoch fortgesetzt

werden.

Schlacht Im Ge- bettächlliche Su­

bic wo

laut:

In Nordafrika dauert biet von V a r d i a an, von

Italienischer Wehrmachtbericht

Rom, 19. Dez. (DNB.) Der italienische Vehr- Machtbericht vom Donnerstag hat folgenden Wort-

Tokio, 19. Dez. (Europapreß.) Japans Außen- Minister M a t s u o k a warnte die Nordamerikaner vor Illusionen über Japans Außenpolitik.Ich möchte bei den Nordamerikanern keinen Zweifel aufkommen lassen, daß Japan loyal zu sei­nen Verbündeten steht, und daß die Grundlage der japanischen Außenpolitik heute und künftig der Dreimächtepakt ist", erklärte der Minister bei einem Frühstück, das die japanisch- nordamerikanische Gesellschaft zu Ehren des neuer­nannten japanischen Botschafters in Washington, Nomura, gab.

Die Ernennung Nomuras bezeichnete Matsuoka als kennzeichnend für Japans Stellung gegenüber den USA. Es dürste nicht vergessen merD-en, daß die Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Japan außer st angespannt feien. Als Grund dafür nannte er das amerikanische Nichtver- stehen der japanischen Ziele unb Bestrebungen. Japan führe keinen imperialistischen Krieg in China, sondern erstrebe den Ausbau eines Zeitabschnitts des dauerhaften Friedens in Oftasien.

Jede Nation, die an dieser Aufgabe mitzu- arbeiten wünscht, ist willkommen", meinte der Mi­nister.Diesem Bestreben ist auch der Abschluß des Dreierpaktes entsprungen. Auch Japans Absicht war es bei dem Abschluß des Paktes, den Krieg in China und Europa räumlich zu beschränken und möglichst schnell zu Ende zu führen. D.e Vereinig- ten Staaten sollten nachdenken, bevor sie Schritte unternehmen, die ein Unglück für die Menschheit bedeuten könnten. Die erhoffte baldige Beilegung des China-Konfliktes wird auch die Gründe der japanifch-nordamerikanifchen Spannungen weit­gehend beseitigen." Matsuoka schloß mit einem Ap-

Schlacht an.

WiePopolo di Roma" aus Beirut mölbet, hat der ägyptische Innenminister im Zusammenhang mit den strengen Polizeimaßnahmen auch eine Zählung der in der Wüste lebenden Beduinen befohlen. Danach werden die Stam­meshäuptlinge für die Mitteilung von Standort­veränderungen verantwortlich gemacht. Während man auf der einen Seite behauptet, man könne besser die Ordnung aufrechterhalten, wenn man über die Bewegungen der verschiedenen Beduinen­stämme unterrichtet sei, erklärt man in anderen Kreisen, die ägyptische Regierung wolle in Zukunft auch die Wüstenbeduinen zum Heeresdienst heranziehen.

arbeit mit Japan schließe dritte Mächte aus China aus. Im Gegenteil, China sei jetzt in der Lage, auf der Grundlage der Gleichberech­tigung und Gegenseitigkeit und befreit von den ungleichen Verträgen, mit allen mter-

Hilgenfel'dt, hat es einmal ausgesprochen, warm mir es taten:Nicht mitzuleiden, rnitzukämp. f en sind, wir da!" Nicht als Schmerzensgeld, niltz also Almosen, sondern: Opfer! Opfer für die beul

pell, die Ruhe zu bewahren und gegenseitig Ver­ständnis aufzubringen.

Oie japanisch-chinesische Zusammenarbeit.

sammenziehungeu feindlicher rnolorsiierter Ver­bände gemeldet werden. Gegen einige dieser For­mationen, die sich der Stadt zu nähern versucht hatten, wurden erfolgreiche Gegenangriffe unter­nommen. Unsere Fliegerformationen haben feind- tiche Kraftfahrzeugoerbände wirksam mit Bomben belegt.

An der griechischen Front Artillerietät.g- keit im Abschnitt der 9. Armee.

Unsere Marlneeinheiten haben gestern feindliche Stellungen im Gebiet von Lotowa wirksam be­schossen.

Unsere Fliegerformationen haben feindliche Trup­penzusammenziehungen im G biet von Argirocasiro, 2Ho:gone und Colonia mit Bomben belegt.

In Osiafrika haben unsere Fliegerformatio­nen Bombenangriffe auf folgende Ziele durchge- führt: Bahnhof, Flugplatz und befestigte Lager von Ghedaref, wo starke Brände verursacht wurden: Flugplatz von Roseires, wo ein Scheinwerfer zer- stört und heftige Brände hervorgerufen wurden; Port Sudan in aufeinanderfolgenden Wellen. Ueber Port Sudan haben englische Flugzeuge vom Gtosier- und Blenheim-Typ unsere Formationen angegriffen. Ein Gloster wurde abgeschossen. Alle unsere Flug­zeuge sind zuräckgekehrt. Feindliche Flugzeuge haben IHcfemmi und Argheisa erfolglos bombardiert.

In Norditalien haben feindliche Flugzeuge in der Umgeaend von Vercelli Bomben abgeworfen und leichte Beschädigungen an vier Häusern ver-

Italienischer Gegenangriff auf motorisierte Verbände bei Bardia

sich um einen Doppelfchrauben-Turbinendampfer, der bisher in der Südafrikafohrt eingesetzt war.

Geleitzug an -er Südostküste Englands angegriffen.

Stockholm, 20. Dez. (Europapreß.) Deutsche Bomber haben am Bonnerstagm'ftag Angriffe gegen einen englischen Geleitzug an der Südostküste Englands vorgenommen, über deren Ergebnis nichts gesagt wird. Im Westen der Midlands wurden zwei Städte angegriffen.

Das neue finnische Staatsoberhaupt gilt als Wirtfchasts. und Finanzsachverständiger. Risto Ryti wurde im Jahre 1889 geboren. Er gehörte als Mit- glied des Parlaments den Liberalen an, von 1921 bis 1924 war er als Finanzminister Mitglied der Regierung. Von 1923 bis Ende November 1939 war er Gouverneur der Bank von Finnland. Als die Regierung Cajander Ende November 1939 im Zusammenhang mit dem russisch-finnischen Konflikt zurücktrat, bildete Ryti die neue Regierung, deren Leitung er bis jetzt innegehabt hat.

NerdeuscheWMmüchtbmcht.

Berlin, 19. Dez. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Infolge ungünstiger Wetterlage führte die deut­sche Luftwaffe gestern bei Tage und in der Nacht lediglich bewaffnete Aufklärungsflüge durch. Im Nordkanal gelang es ein Handelsschiff durch Bombeuvolltresser im waschinenraurn schwer zu beschädigen. Bei einem, weiteren Handelsschiff durchschlug eine Bombe schweren Kalibers das Vor­schiff. Die Mannschaft ging darauf in die Boote. Britische Flugzeuge warfen in der Nacht zum 19. Dezember in Südwesideutschland einige Bomben, verursachten aber nur geringfügigen Ge- bäudeschLden. Line Zivilperson wurde getötet

W eder ein britischer 1OOOO BRT - Frachter im Atlantik torpediert.

Stpckholm, 19. Dez. (DND.) Wie Reuter aus Neuyork meldet, hat die amerikanische Funkstation Mackey-Radio am Mittwoch Hilferufe des englischen FrachtdampfersNapier Star" ausgesangen, der etwa 600 Seemeilen westlich der Hebriden tor- pebiert worden sei. Das Schiff war 10116 BRT. groß.

Englischer Paffagierdampfer bei NeusüdwaleS in Brand geraten. Stockholm, 20. Dez. (Europapreß.) Der eng­lische Passagierdampfer , A r u n d e lc a st l e", ein 19118 DRT. großes Schiff der Union Castle Co.,

ursacht. Außerdem wurde Mailand angegriffen, wo einige Gebäude beschädigt wurden und ein Toter sowie einige Verwundete zu beklagen sind, während in Genua Schäden, aber keine Opfer verursacht wurden.

Der Verlauf der Wüstenfchlacht.

Italienische Stimmen.

edierten Staaten zu verhandelt.

Neue chinesische Terrorakte in Schanghai.

Mailand, 19. Dez. (Europapreß.) Eine Schar chinesischer Terroristen hat in Schanghai den juri­stischen Berater der japanischen Konzession über­fallen und getötet. Man vermutet einen poli­tischen Racheakt, weil der Rechtsanwalt die Ver­legung des Bezirksgerichts unter die Nanking-Re­gierung oorgeschlagen hatte. Trotz den scharfen Maßnahmen der Japaner ist abermals ein japa­nischer Offizier einem terroristischen Atten­tat zum Opfer gefallen. Das Attentat ereignete sich außerhalb der Konzessionen.

Umstehenden. Immerhin aber doch ein Lächeln, u dem sich matte Hoffnung widerspiegelt. Dann bri^ die Melodie ab und im Chore klingt es auf:Schc- wieder eine Seele gerettet ...!" Die Männer uni Frauen der H e i l s a r m e e haben einen ihrer Biä der bekehrt. Flugschriften und Blätter werden ow teilt. Einer der Männer aeht herum und sammeL die zögernd hergegebenen Kupferstücke. Zur gleich, : Zeit unterschreibt in einem der vornehmsten Klub, ; Londons ein elegant gekleideter Börsenmakler ein:i | Scheck über eine staunenswert hohe Summe. DqFi1 ' schiebt er den Scheck dem ehrfürchtig wartens ! Klubdiener zu, der ihn draußen dem in her (Barte : robe wartendenSoldat Gottes" aushändigt. Hit- im Dorraum des englischen Klubs macht die Heils armes bessere Geschäfte.

Trübe und grau hängt der Himmel über Bonbon Durch die schmutzten Straßen eines der viel!, Elendsviertel rieselt em dünner Menschenstro^ Man tönte die Unlust und den Jammer des Dasein mit Händen greifen. Plötzlich aber kommt Bewege, in das stumpfe Dahinschlürsen der schlecht und nej dürftige gekleideten Männer und Frauen. Auch ft blassen Kmdergesichter blicken auf und horchen einer Ecke der Straße bildet sieb ein Mensche knäuel, aus dem schmetternde Posauncnklänge f){|l oorquellen, begleitet von den dumpfen Schlägen de, Pauke. Jetzt hört man auch die Melodie eiw, frechen Gassenhauers. Beim Hinzutreten oermmin man aber Worte von der Gnadensonne Christl, te die Menschen, die an ihn glauben, aufrichtet unj ihnen das Paradies im Himmel verspricht. Qi,

Schanghai, 20. Dez. (Europapreß.) Rach An- sicht des ehemaligen Außenministers btr Nanktng- Regterung und jetzigen Botschafters in Tokio, Ta ngHang, zeigt der jetzige japanisch-chincsische Vertrag, verglichen mit dem Ver.ailler Diktat und dem Boxer-Protokoll, eineunglaubliche, Groß-

Warum gibt der reiche Börsenmakler der von b<ni Methodistenprediger William Booth gegrünbdti Hellsarmee eine so große Geldsumme? Er, der eie gante Angehörige der englischen Plutokratie, geböd doch nicht dieser Sekte an, deren lautes und Iqd m end es Treiben, deren schmetternde Posaunen ihn doch im Grunde sehr zuwider sind? Sehr treffen) ; erklärt es uns Wilhelm Brach mann in sein-: BroschüreDas auserwählte Volk": Längß wird die Heilsarmee von den führenden Schichtri (Englands) unterstützt, und Zwar durchaus mi reichen Gaden, die, nüchtern betrachtet, oft nicht! ij anderes darstellen als ein Schmerzensgeld für ba j j Unheil, das man aus Geschäftsinteresse an den ait der Schattenseite des Lebens lebenden Mitmensch^ angerichtet hat. Englische Moral! Man heute das Volk in der brutalsten Weise aus und M ihnen bann ein Schmerzensgeld? Schmerzensgeld! Hat es nicht in den früheren Jahrhunderten etwLü ähnliches gegeben? Auch in Deutschland? Ja! Niu nannte man es Almosen. Man hatte mit den ain| der Schattenseite des Lebens stehenden Mensch«, Mitleid.

Das nationalsozialistische Deutschland hat sich vo, * den Schmerzensgeldern und den Almosen afyje- 5 wandt. Der Leiter der NS.-Dolkswohlfahrt, EuL «

Mailand, 19. Dez. (Europapreß.) Ueber den > ihnen das Paradtes im Himmel verspricht. Qj. Derlau der großen Wüstenschlacht an der chbischen müdes Lächeln gleitet über die welken Mienen te Grenze wird in der italienischen Presse außer bem 1 nh»r hnrh ein ul

Heeresbericht wenig oeröffemllcht.Popolo d'Jtalia" schreibt, während der Feind immer noch feine Kriegsziele verschweige, habe er den schweren Feh­ler begangen, den Zweck der großen Schlacht in Nordafrika zu verraten. Er bestehe, darin, Italien zu vernichten oder selbst vernichtet zu werden. Dieses Eingeständnis sei in der Tatsache enthalten, daß England alle verfügbaren Kräfte in dieser Schlacht eingesetzt habe, wie der Militär- kritiker General Sir Hubert G o u g h schreibe. Der Feind wolle somit alles auf einmal ausspielen. Er erkenne damit die entscheidende Bedeutung der

Oie Unterbringung der amerikanischen Mkruten.

Washington, 20. Dez. (Europavreß.) Der Sekretär im Kriegsministerium ber USA., Stim - son, äußerte sich über die Schwierigkeiten für die Unterbringung der zum Heeresdienst einberufenen Rekruten. Infolge von Arbeitsstreitigkeiten, Bau­schwierigkeiten und Materialknappheit habe sich die Errichtung von Militärlagern, für die ur­sprünglich eine Bauzeit von vier Monaten vorge­sehen gewesen fei, bis zu zwölf Monaten ver­zögert. Von 90 000 Mann, die planmäßig bis zum Jahresende hätten eingezogen werden sollen, könnten nur 20 000 Mann untergebracht werden. Im Monat Januar könnten von plan­mäßig 150 000 Einberufenen nur etwa 25 000 Mann Unterkunft finden. Insgesamt sei die Errichtung von 40 großen Militärlagern in den Vereinig­ten Staaten vorgesehen.

neservistenentlassungen in Bulgarien

Sofia, 16. Dez. (Europapreß.) Der Abbau der militärischen Verteidigungsmaß­nahmen in Bulgarien, die bei dem Ausbruch des griechisch-italienischen Konfliktes getroffen wurden, wird fortgesetzt. Nachdem erst kürzlich alle unge­dienten Wehrpflichtigen, die zu einer 65tägigen Hebung einberufen worden waren, entlassen wur­den, hat das Kriegsministerium jetzt auch die Ent­lassung aller Reserv'stensahrgange verfügt, die in den letzten Wochen zu Hebungen eingezogen worden waren.

Unsere Feinde spüren diese Gesundung und Stärti des deutschen Volkes, die sie darin hindert, Seutfdjo- land von neuem auf die Knie zu zwsngen und au» Anbeuten. Zugleich ist aber diese deutsche sozialistisch«! Volksgemeinschaft ein lehrreiches Beispiel bafücr, d^ß ein Volk oder ein Staat, wenn betoe nur woll> len, Not und Elend adwcnden können. Das erfoD dert allerdings sozialistische Erziehung und Äampo! gegen die kapitalistischen Methoden der oergangr- nen Liberalismus. Ein solcher Kampf aber ist dm Plutokraten Englands, jenen rücksichtslosen NM Nleßern heimtückisch errafften Geldes, ein Greuclt Das Wort Sozialismus ruft in ihren Ohren Mißlön« hervor. Da hören sie schon lieber die lärmenden Posaunen der Heilsarmee und zahlen Schmerzen» gelder. Insgeheim aber hören die Plutokraten Enzg- lands dennoch schon das Schmettern der Pofaun'n von Jericho, die ihre kapitalistischen Mauern zu« ; Einsturz bringen werden. Was ist also zu tun? Du Antwort lautet: das deutsche Beispiel m u|j vernichtet werden, indem Deutschland zea> stückelt wird. So enthüllt sich uns deutlich, warum dieser Krieg von England begonnen wurde und aus* geweitet werden mußte. Wir Deutschen aber fii® aewiß, daß das Ziel Englands niemals erreicht wev> den wird. Eines Tages werden die schmetternde!« Posaunen des Weltgerichtes zu einem jähen En- wachen des perfiden Albions führen, das auch krm noch so hohes Schmerzensgeld wird abwenden ton' nen. Dr. Friedrich Bubendey.

Meine politische Nachrichten.

In Karlsruhe sammelte sich eine Gruppe dih Wirtschaftswisienschaftlern des N S D. - D o z e «>' tenbundes, die von dem Oberbefehlshaber tKü Heeres zu einer Fahrt über die westlichen Kriegs­schauplätze und zur Besichtigung von Mirtscha'ls einrichtungen und Industriebetrieben in den beleg­ten Gebieten eingeladen wurden.

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Der auf Einladung der slowakischen RegieriMs in der Slowakei weilende ReichsverkehrsminM Dr. Dorpmüller besuchte als Gast der bev schen Volksgruppe die Zipfer Gemeinden Belsc, Kaesmark, Deutschenberg und Lomnitz.

Der Vorsitzende des Vorstandes des veutsch'l Nachrichtenbüros, Direktor Dr. Gustav Albrea)!, vollendet am 20. Dezember d. I. sein 50. Lebens­jahr.

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Der britische HilfskreuzerQueen o f 2 ec- rn uda" (22 575 BRT ) ist in Montevideo einF troffen. Das Schiss wurde kürzlich von engM«r Seite als dasjenige genannt, auf das die 22 Deut­schen weiter verschleppt wurden, die der Hilstk"^ zerC a r n a r v o n C a st l e" in den brasil'anism- Hoheitsgcwäfsern von dem brasilianischen DamM Jtape" heruntergeholt hatte.

In Ausführung einer Entscheidung des franzöfst schen Ministerrats hat General Fornel beia ß°w r e n c i e, Generaldelegierter der französischen^ | gterung in den besetzten Gebieten, die Gejcha|l«

eit der Machtergreifung freiwillig aufgebracht hall Das soeben beendete Krirgswinterhilfswerk 1939/M hat es aufs neue bewiesen, daß alle Deutschen D kämpfen bereit sind. Dtes;s Kämpfen für jene Voll» genossen, die Wintersnot, Arbeitslosigkeit obesr Krankheit erleiden mußten, weil es eine fapite- Wische Zeit es so wollte, hat das deutsche Volk gs sund und stark gemacht und sorgt nun in vordem gender Weise dafür, onß Armut und Elend nidp wieder in Deutschland einziehen.

schließlich der Arbeit gewidmetes Leben habe nun! ist eine halbe Meile von Darvun Riff vor der sein Ende yfunben. Die Arbeit Kallios für die Ein- Küste von Neusüdwales (Australien) in Brand ' . u r. , gcratcn. Der Brand nahm allmählich einen

solchen Umfang an, daß Fahrgäste und Besatzung das Schiff verlassen mußten. Es handelt