Ausgabe 
20.12.1940
 
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Freitag. 20. Dezember MO

Gietzener Anzeiger

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General-Anzeiger für Oberhessen

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verhampton, Walsall und ähnliche Städte, die wir gleichfalls schon aus den OKW.-Berichten kennen und die zum Teil eine erste Stelle in der Liste der deutschen Dergeltunzsangriffe einnehmen, sind Mit­telpunkte in diesem englischen Bezirk. Die Bezeich­nungSchwarzes Land" erklärt sich aus der ge- wattigen Zcchl von Kohlengruben und ch o ch- Öfen und aus der Trostlosigkeit der Landschaft und der von ihr angesteckteu Behausungen auf dem Boden, unter dem Kohle, Eisen und. andere In- dustrierohstoffe erzeugt und auf dem sie verarbeitet werden

Für die Menschen desSchwarzen Landes" gab es seit langen Zeiten ein überliefertes Erholungs- gebiet, das ist der ..Lake-Distrikt", das heiht Seen- bezirk, in den Grafschaften Tumberland, West- moreland und Loncashire. So viel Häßlichkeiten es imSchwarzen Land" gibt, so viel Schönheiten zeichnen denSeenbezirk aus. Er ist übersät mit großen und kleinen Seen, darunter der Winder­mere-See, der größte Englands. Die Ruhe und die Schönheit der Gegend sind gerade das, was die Menschen des , Schwarzen Landes" suchen und was sie brauchen. Um diese Jahreszeit haben sich die Hunderte von Hotels und Pensionen, die meist auf den Bedarf der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Schichten eingerichtet sind, sonst schon geleert; die

jemand annehme, daß die tödlichen Gefahren vor­über seien. Der Winter biete dem Gegner gewiss« Vorteile, es wäre ejn großer Mangel an Klugheit,

Churchillwir wissen nicht, welcher Schlag gegen uns geführt werden kann; wir müssen unaufhör­lich untere Vorbereitungen treffen". Churchill be­teuerte dann erneut, daß alle Methoden, den nächt-

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weiterhin von sehr beunruhigendem Ausmaße sind". Er sprach von demWiederaus­bruch einer Gefahr", von der man angenommen habe, daß man sie vor einem Jahr anscheinend be. wältigt hätte!

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Letzte SchiffsverluWe schon wieder überholt.

Die britische Admiralität unterschlägt den schwarzen Tag des 2. Dezember.

13 on unserer Äerlmer Schristlettung.

Die Flucht aus den Midlands

Hochkonjunktur in den Kurorten des Seengebietes.

sammelt haben, mit Leichtigkeit in der Lage fein mühten, nach einer gewissen, von der Bank von Frankreich bewältigten Anlaufszeit, die auszugeben- den Arbeitswechsel zu übernehmen.

Der neue Gowjetbotschoster beim Führer.

Berlin, IS.Dej. (DBB.) Der Führer emp- fing am Donnerstag in der Reuen Reichskanzlei in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den nenernannten Botschafter der Ub SS2L, Wladimir Georgjewitsch Vekano- s o w. zur Entgegennahme seines Beglaubigungs­schreibens sowie des Abberufungsschreibrns seines Amtsvorgangers. Eine Abteilung der ff-£elbffan- darte erwies bei der An- und Abfahrt des Bot- fchafters die militärischen Ehrenbezeigungen.

völkeruna auf äußersten Widerstand. Sie wurden in einzelnen Fällen soaar mit Hunden von den Grundstücken berunterqejagt, deren Inhabern sie die Zahl von Londoner Müttern und Kindern angaben, die jeder aufnebmen muh.

Dabei hält die Flucht aus demSchwarten Land" natb dieser Gegend dauernd an. Die Ge­meindebehörden wandten sich bereits an die Re- oierunq um Zwangsmaßnahmen zur Hemmung des Zuflusses. Die Flüchtlinge aus demSchwarzen Land" werden sehr unangenehm, beschwören tätliche Angriffe herauf, wenn fk trotz ungeheuerlicher Geldangebote nicht zum Ziel kommen können. Diese unbehaglich« Lage wird verschärft durch die wach­sende Lebensmittelknappheit in diesem Landbereich, der diesen Massenandrang aus eigener Erzeugung nicht mehr bewältigen kann.

Heute ist die schönste Landschaft Englands weiter nichts als ein riesenhafter Luftschutz- raum desSchwarzen Landes" geworden mit allen Unbequemlichkeiten, allen Sorgen, allen nie­derdrückenden Einzelheiten, die der Engländer jetzt für den Krieg seiner Plutokraten in Kauf nehmen muß. Deshalb kann man verstehen, wenn die ame­rikanischen und andere ausländisch« Berichterstatter allmählich, aber immerhin übereinstimmend Auf- faffungen roieberaeben. wonach die enalilck- Be­völkerung kotz aller ©♦urheit und politischen Blind­heit allmählich nachzudenken beginnt 11t

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Die tödlichen Gefahren keineswegs vorüber."

Churchill vor dem Unterhaus.

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Wien Europas werden kann. Aber es wird ein lan- Ar Weg sein, der vielleicht zu diesem Ziel führen kirn. Die deutsch-französische Zusammenarbeit, so, n- sie von Adolf Hitler und Marschall Pötain in ilem historischen Zusammentreffen Ende Oktober rgeleitet worden ist, steht am Beginn dieser Poli-

Parts, im Dezember 1940.

Ihn 6. Dezember waren genau zwei Jahre Der» »eigen, seitdem im Uhrensaal des Außenministe- ri.ms am Quai d'Orsay der deutsch-französische slithtangriffs- und Beratungspakt abgeschlossen wor- tr ist. Eine Pariser Zeitung hat an dieses Datum tnnert und Betrachtungen darüber angestellt, wel- chs Unheil Frankreich erspart geblieben märe, iDirm die Politiker des Landes sich an den Geist -ji'es Abkommens gehalten hätten, anstatt sich drch englische Treiber in das uferlose Abenteuer Le Krieges gegen Deutschland und den folgenden Zifammenbruch hineinsteuern zu lassen. Damals, 6. Dezember 1938, sah die Atmosphäre in Paris btmungsooU aus. Aber am gleichen Tage erklärte jn-ßonbon der englische Dominionminister, daß sich Ciropa am Vorabend eines Krieges befinde. Die ^lifchen Wünsche sind in Erfüllung gegangen, aber ji3t in dem Sinne, wie die Kriegshetzer diesseits ml jenseits des Kanals es erhofft hatten. Daladier, damals, aus München zurückgekommen, vielleicht b erlich selbst zu der Politik der Zusammenarbeit in Deutschland neigte, hatte sich in seiner Schwäche Uri Leuten wie Paul-Reynaud und Winston Chur- ckl, von L6on Blum und ihrem ganzen freimaure- rih-jüdischen Anhang in das Fahrwasser der Kriegs- hiber hineinmanövrieren lassen.

£ür die Wandlung, die sich inzwischen in vielen fmzösischen Geistern vollzogen hat, ist es be­rechnend, daß ein Pariser Blatt in seiner Betrach­ts.« zum 6. Dezember schreiben konnte:Ein Krieg zischen Franzosen und Deutschen ist ein Bürger- heg." Jetzt ist es vor allem das französische Volk jfjft, bas seinen Beitrag zu der neuen Zeit zu Iden und zu beweisen haben wird, daß Frankreich lieber ein wertvolles Glied im Rahmen eines

ihren Hauptsitz hat. *

In diesem oatje aber, und besonders im Verlauf der letzten Wochen, ist imSeenbexirt" bas ganze Leben aufbenKopfgestellt. Tausende, Zehn- taufende roanbern aus demSchwarzen Land" ab und streben mit ihren gefeinten Ersparnisfen nach demSeenbezirk", um den furchtbaren Heim­suchungen desSchwarzen Landes" durch die von Churchill gewissenlos heraufbefchworen« Luft- schlacht zu entgehen.-

Englische Berichterstatter, die von aflen großen Zeitungen Midlands, Manchesters, Liverpools, Leeds, Birminghams und solch'.n Bläken, die eben­so stark von Luftangriffen bedroht sind, entsandt wurden, geben wahre Katastrophenschilderungen von dem einst so romantischen Dafein in der Hügel- und Seenwelt desSeenbezirks". Die Uebervölke- rung ist dort so groß geworden, daß sämtliche Plätze die doppelte, ja schon mehr als die dreifache Einwohnerzahl aufweisen, wie zum Beispiel die Stadt Kendal.

Die Reise aus demSchwarzen Land" dorthin wird alsWahnfinnsfahrt" bezeichnet; infolge der zahllosen Luftalarme oermmdern die englischen Eisenbahnen ihre Geschwindigkeit auf weniger als 15 Kilometer aus der Auffassung, daß ein schneller Flieger einen langsamer fahrenden Zug schwerer bombardieren oder beschießen könne als einen lchmlttahrenden Die niemals abreißenden Zer- Störungen an Stationen und Bahnkörpern zwingen

Schwarze Land", bezeichnet man in England den Bezirk der englischer. Midlands, der Südteile der Grafschaft Staffordshire und größere Teile von Worchestershire und Warwickshire umfaßt. Es ist jener Teil der Midlands, der feit geraumer Zeit in dcn deutschen Wehrmachtberichten immer wieder ge­nannt wird. Coventry und Birming.)am. ferner Wol-

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Wenn zwei dasselbe tun...

Daß man auf den Nationalsozialismus und feine Methoden schimpft, sie nach Strich und Faden schlecht macht, Dann aber heimlich still und leise her- geht und sie nachahmt, weil sie nämlich Er­folg gehabt haben, ist schon längst nichts Neues mehr in dieser merkwürdigen Wett. Wir können das weder verhindern, noch wollen wir es verhin­dern, weil wir nämlich wissen, daß die bloße äußer­liche Nachahmung sehr oft am Wesentlichsten vor- Übergeht und deswegen keineswegs ber gleiche Er­folg erzielt wird. Trotzdem kann man es uns nicht ubelnehmen, wenn wir solche Versuche der Nach­ahmung immer wieder einmal festnageln, wie bei­spielsweise jetzt in der Handelspolitik der Vereinigten Staaten gegenüber den süd- amerikanischen Ländern. In den USA. will man bereits seit langem eine Ausweitung des Handels mit Südamerika erreichen, und zwar aus Gründen, die keineswegs immer nur rein wirtschaftlicher Art sind. In den südamerikanischen Ländern herrscht infolge der durch die englische Blockade hervorgeru- jenen Nöte verständlicherweise der gleiche Wunsch.

Wenn trotzdem diese Bestrebungen bis jetzt im großen und ganzen nicht den erhofften Erfolg hat­ten, so lag das in der Hauptsache daran, daß dis Einfuhr der USA. aus Jbero-Amerika zu 90 v. H. aus landwirtschaftlichen Erzeugnis- s e n besteht und daß wiederum 50 v. H. dieser land­wirtschaftlichen Erzeugnisse auch in den Ber­einigten Staaten selb st produziert wenden, und zwar in solchen Mengen, daß die USA. sie selbst ausführen müssen. Das gilt insbesondere für Baumwolle und Weizen. Die jährliche Gesamterzeugung der Baumwolländer des ameri­kanischen Kontinents betrug im Durchschnitt der letzten Jahre etwa 15 Mill. Ballen. Der Eigenbe- darf der USA. einschließlich dessen der südamerika- nischen Länder liegt aber nur bei etwa 89 Mill. Ballen. Für den Rest ist man also auf den Absatz

Stockholm, 20. Dez. Winston Churchill nahm! in der Wachsamkeit nachzulassen, denn so sagte am Donnerstag im Unterhaus wieder einmal bas' (fhurrhin mir mitten nickt melcker Scklaa aeaen Wort zu einer Erklärung über die Kriegslage, wobei selbst er nicht umhin konnte, sich sehr pessimistisch über die Handelskriegslage zu äußern. Churchill sagte, daß er hoffe, das Unterhaus werde ihm gegenüber nachsichtig fein, wenn er nur feiten die Gelegen­heit ergreife, eine Erklärung über dir Kriegslage abzugeben, dader Feind aus voll-tLndigen und offenen Erklärungen einen Vorteil ziehen könnte", lieber die Kämpfe in Nordafrika mußte er zuge- ben, daß die dortige Offensive in keiner Weise be­endet sei und daß er es für bester hatte, die Zukunst abzuwarten, als bereits ihren Ausgang vorherzu- sagen. Dann betonte Churchill erneut die Wichtig- feit, alle Anstrengungen in den Rustungs - Fabriken zu machen, um die Lieferungen zu ver- stärken. Das gleiche gelte auch für die Erzeugung von Lebensrnitteln. Es wäre ein Unglück, wenn

Solche Unterschlagungen sind zwar an den Lon­doner Berichten nichts Neues mehr. Aber in diesem Falle handelt es sich darum, daß Die Versenkungs- zahl jenes einen 2. Dezember eine Jo große Lade- menge ausmacht, daß sie einen Güterzug von 115 Kilometer Länge füllen würde! Der Fall spricht geradezu Bände, sowohl für die katastrophale Lage in der Versorgung Englands mit lebensnotwendigen Gütern als auch für die Schiffsraumnot, die ja, wie Reuter am Tag vorher feststeltte, geradezu ge- fährlich geworden ist. Daher denn auch der neue Hilfeschrei des englischen Arbeitsministers Bevin an die englischen Frauen und Mädchen, sie sollten sich als Werftarbeiterinnen ausbilden lassen.

Der Vollständigkeit halber fügen wir hinzu, daß die spanische Zeitung ^SolidariDad Nacional" den Gesamtaussall für Englands Schiffahrt feit Kriegs­beginn auf nicht weniger als 10,2 Millionen Ton­nen errechnet und dabei feststellt, daß die englische oder für England fahrende Flotte bereits um 40 v. H. ihrer Friedenskapazität durch Kriegshand­lungen herabgesetzt wurde. So gewaltige Verluste sind selbst durch die größten Anstrengungen der englischen Schiffswerfen auch dann nickt zu ersetzen, wenn die britischen Werften nicht in Der Mehrzahl mit den Reparaturen mehr oder weniger stark be- schädigten Kriegsschiffe überlastet wären. Be. R.

. , ermangeln sichtlich des großen Zuges sflLer propagandistischen Förderung und treten im j tätlichen Leben kaum in Erscheinung. Die Ah, Itli von der politischen Vergangenheit, die sich im -knzösischen Volke zweifellos vollzieht, hat eher '* Charakter eines bedächtigen Dorwärtstastens, <! eines stürmischen, revolutionären Vorganges.

tiie autoritäre Führung wirkt sich nicht nur tm v itischen, sondern auch im wirtschaftlichen teben Ai- und stellt auch hier für Frankreich etwas oouig Kues dar. Die in der Hauptsache unter der Fuy- M bekannter Unternehmer aus Industrie unö Jtnbel stehenden Organisationskomitees für die ver. hsdenen Industrien hoben die undankbare Aus- p>e, die knappen Rohstoffvorräte zu bewlrttchasten fnp Prc^ukttonsprogramme aufzustellen, die wen g- !e s ben dringendsten Bedürfnissen des einh^mi- I $hn Marktes gerecht werden sollen. Die großen Deutlichen Arbeiten, die die Regierung PLam f einem Aufwand von etwa fünfzig Milliarden I bunten (2,5 Milliarden Reichsmark) im Laufe oer I Men drei bis vier Jahre unternehmen null, |tnü I BHäufig immer noch nicht über dos Stadium der Ivette hinausgekommen. Die große Schwiengreu

(W. Jahrgang Nr. 30» ftifbeim taflhd). anbei tz-uninas und rteiennad Klagen: Die aihifmertr ffifücner Anmüienblhttei Hdnni imBild DieDckoll,

Qne Illustrierte . 1.80 ftiitellflebübi. * .25

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Die junge Generation, die bisher so völlig oer» iichlästigt worden ist, könnte hier dazu berufen vrden, eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Wird es ob r dazu kommen? Wird das Tempo, das bei der llr.Jtellung des französischen Er^iehungswesens ein- gt alten wird, rasch und stürmisch genug sein, um Irn französischen Volk und seiner Jugend den An- Itmß an die neue Zeit, an das neue Europa, zu «möglichen? Leise Zweifel könnte man in dieser LZiehung äußern, wenn man die in manchen Knttern von Paris immer wiederholten Vorwürfe f; en Erziehungsminister Ripert liest. Ripert so drei Jahre Zeit für die Umstellung des Er- |i«vungswesen verlangt. Seine Gegner werfen ihm Ir, daß auf sehr vielen wichtigen Posten des Schul- |v« ens immer noch die gleichen L e.u t e |||i:n, die für den moralischen Niedergang Franr- '?t)s in erheblichem Mage verantwortlich 3~ben müssen, die Leute aus dem alten pazifistl- f n Lehrersyndikat, die Leute, die die Derweige- rung der Rüstungsausgaben durch das Parlament |lotterten und sich über jede Form von Patriotls- ius und Vaterlandsliebe luftig machten.

| Sie Revolutionierung der französischen Geister, >i« Abkehr von der Vergangenheit, scheint noch ! *bit sehr weit vorwärtsgetrieben zu sein, wenn n3ti lediglich aust diesen Anzeichen schließt. Es gibt eben zwar Anderes, Verdienstlicheres, so Den tiabau des sportlichen Unterrichtswesens in der Beule usw. Aber viele Dinge, bie mit großem si np angekündigt worden sind, wie z. B. die Schas- | von Jugendlagern, das Werk der ,^)euneste hntaife". ' " ......

besteht nach wie vor darin, bei diesen Arbeiten mit einem Minimum von Materialaufwand auszukom- men und gleichzeitig ein Maximum von Arbeits­einsatz zu erreichen, lieber die Finanzierung dieser Arbeiten ist man sich noch nicht völlig im Klaren. In der Oefsentlichkeit wird immer wieder auf das deutsche Beispiel der Arbeitsbeschaffungswechsel hin. gewiesen. Man glaubt, daß das, was in Deutsch­land möglich war, wo die Währung durch die Ar- beitsbeschaffunqswechsel nicht erschüttert worden ist, sich auch in Frankreich durchführen lassen müsse, und daß die Banken, bei denen sich Dutzende von Milliarden beschäfkigungslosen Privatkapitals ange-

lichen Lustangriffen wirksam zu begegnen,mit Eifer und Leidenschaft von einer sehr großen An- zahl außerordentlich befähigter Gelehrter und Offi­ziere studiert werden". Aber, bis jetzt habe man nicht viel Erfolg damit gehabt.Wir haben bis jetzt keinerlei befriedigende Heilmit- t e l gefunden. Wir müssen eine Fortsetzung der Luftangriffe erwarten, wir müssen sie ertragen".

Churchill kam schließlich auf die brennende Frage des Handelskrieges zu sprechen, auch hier konnte er nicht anders, als einzugestehen, daßdie Verluste der Handelsmarine im Atlantik auch

Der neue Bericht der britischen Admiralität über Die Schiffsversenkungen einer Woche war noch gar nicht mit feinen aus die Hälfte herabgeschwindetten Zahlen in die Setzereien der englischen Zeitungen gelangt, als er schon wieder überholt war. Drei Schiffe von 7555 Tonnen, 9860 Tonnen und 10 746 Tonnen, zusammen also 28161 Tonnen, waren in diesem Zeitpunkt der englischen Derösfent- lichuna als Ergebnis von 24 Stunden hinzugekom­men. Aber selcht diese beträchtliche Steigerung ift noch nicht einmal das Wesentliche an dem neuen britischen Bericht. Er errechnet nämlich für die Zeit vom 3. bis 9. Dezember insgesamt 23 versenkte Schiffe mit 101 190 Tonnen. Wer die deutschen Wehrmachtsberichte aufmerksam verfolgt hat, wird sofort stutzig. Denn, wenn man sie noch einmal nachliest, ergibt sich, daß allein am 2. Dezem­ber, als die große Jagd auf Geleitzüge gemeldet wurde, 17 Schiffe mit 131 247 Tonnen v e r f e n 11 wurden.

Ein« weitere Nachprüfung der englischen Berichte liefert das verblüffende Ergebnis, daß der voran­gegangene Bericht der britischen Admiralität m i t dem 1. Dezember endet. Mit anderen Wor­ten, die englische Admiralität hat also auf höhere Weisung gerade den für sie peinlichsten Tag, näm­lich Den 2. Dezember, mit feiner außergewöhnlich hohen Dersenkungszahl einfach unterschlagen!

.Black Country", das heißt bas | im Sommer stark besuchten Flüste und Wasserfälle Ihnen bett-bt.

~ * rauschen in völliger Einsamkeit, und nur in här-1 Nun gehört aber derSeenbezirk zu den wich-

teren Wintern gibt es auf den Seen Wintersport, tipften Auinabmeoebieten für die Geräumten der 'der sich hauptsächlich auf Schlittschuhe stützt, wie enottlcken Großstädte, namentlich auch Londons, denn auch die Schlittschuhindustrie Englands hier Die Einquartierungsbeamten des Innen- und des

die wenigen noch fahrenden Personenzüge zu aben­teuerlichen Umwegen. Die normale Fahrt, die fünf bis sechs Stunden in Anspruch nimmt, erstreckt sich oft heute schon über drei Tage. Und diese Zeit muß in überfüllten Zügen zugebracht werden, in denen verstörte Mütter nach verloren gegangenen Kindern suchm und verirrte Mädel und Jungen das Geheul nach den unauffindbaren Müttern anftimmen. Der- sorgungsmöglich^iten unterwegs sind kaum gegeben. Jeder lebt aus dem Rucksack oder aus Koffern, die an die Zufluchtsstätten mitgenommen werden.

Wenn der Zug in den Endpunkten Windermere, Conistone, das aber nur durch Küstendampfer er­reicht werden kann, oder Keswick, der Hauptstation der Querbahn, endlich angekommen ist, bann sehen sich die Flüchllinge vor neuen Schwierigkeiten. Alles stürzt zu den Hotels und Pensionen, die aber schon seit Wochen außerstande sind, auch nur einem ein­zigen Neuankömmling ein eigenes Bett verfügbar zu machen. Die Reisenden wenden sich an die All­gemeinbevölkerung und bieten nach den Darlegun­gen der englischen Zeitungen für eine einzige lieber« nachtung zwanzig, dreißig, vierzig Mark.

Sie haben aber nicht einmal Aussicht, mit der­artigen Angeboten durchzudringen denn die Hotel­besitzer, die Pensionsinhaber und Quartiergeber sind von der Furcht beherrscht: wir werden sie nicht w i e d e r l o s ! Tatsächlich versuchen die Leute auch, zu bleiben, und bann natürlich billigere Preise zu erzielen. Das ist aber bie verwundbarste Stelle des Engländers, der bis in die letzten Landorte hinein von der selbstsüchtigen Vorstellung beherrscht ist: hier bietet sich eine Konjunktur, bie ich bis zum äußersten ausnutzen muß! Durchreisende brin­gen mehr als Dauergäste, also nehme ich letztere gar nicht auf.

In ben abgelegenen Landorten desSeenbezirks" hat die Konjunktur auch den letzten Rest von Ro­mantik ausgelöscht. Ein Berichterstatter beobachtete beispielsweise, wie eine offenbar sehr reiche Eng­länderin einem Pensionsinhaber erklärte:Das Haus gefällt mir, ich möchte es kaufen, was kostet es?" Diese Frau wollte Besitzerin der Pension wer- nen, nur um sich eine Unterkunft sichern zu können. Als sie einen ablehnenden Bescheid erfuhr, über­reichte sie dem Pensionsinhaber einen Blankoscheck mit der Aufforderung:Nun, dann nehmen Sie m'ch auf und letzen Sie dafür die Summe ein, bie

irrt eingliedern.

Der Beitrag, den Frankreich zu liefern hat, be- (tot neben der Neuordnung seines politischen watsbaues unter Ausschluß der letzten Reste des litiisch-freimaurerischen, bemokratisch-parlamentari- (H Regimes in der wirtschaftlichen Neu« oibnung. Nach mancherlei Auseinandersetzungen, ti der großen Öffentlichkeit in der Hauptsache Dittorgen geblieben sind, geht man jetzt auch bar­gt die Beziehungen zwischen Kapital und Arbeit er korporativer Grundlage durch die neueCharte di travail" zu ordnen. Die Grundgebonken der (harte du travail" sind korporativer Natur und jitiern dem Staat weitgehende Aufsichtsrechte. Alles vrd von dem Geist abhängen, mit dem man die maen Einrichtungen erfüllen wird. Wenn es in- dl'en nicht gelingen sollte, auch in ben letzten fron- jekscken Bauern unb Arbeiter die Idee von tet- nr Mission, von her wirklich Dülksgemeinschast, die ir Band um alle Stände schließen soll, hineinzu- fcg2n, dann wird alle diese Gesetzgebung nur Stück-