Ausgabe 
20.7.1940
 
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Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichs- tagest

3m Rückblick auf die hinter uns liegenden zehn Monate werden wir wohl alle von der Gnade der Vorsehung bezwungen, irte uns das große Werk gelingen ließ. Sie hat unsere Entschlüsse gesegnet und uns auf den schweren Wegen begleitet. 3ch selbst bin ergriffen von dem Bewußtsein der mir von ihr erteilten Bestimmung, meinem Volk die Frei­heit und Ehre wieder 3 urütf ge­geben zu haben. Die Schande, die vor 22 Jahren im Wald von Lompiegne ihren Aus- gang nahm, ist an dieser gleichen Stelle für immer gelöscht. Ich habe nun heute die Män­ner vor der Geschichte genannt, die es mir er­möglichten, das große Werk zu vollbringen. Sie alle haben ihr Höch st es geleistet, ihre Fähigkeit und ihren Fleiß dem deutschen Volk geweiht. Ich will nun schließen mit der

Erwähnung jener Namenlosen, die nun nicht weniger ihre Pflicht erfüllten, die mil­lionenfach Leib und Leben einsehten und zu jeder Stunde bereit waren, als brave deutsche Offiziere und Soldaten für ihr Volk das letzte Opfer zu bringen, das ein Mann zu geben hat. Viele von ihnen liegen nun gebettet an der

Erziehung heraus die Verpflichtung auf sich nehmen, der gesamten deutschen Volksgenossenschaft Bei- piel und Vorbild zu sein. Sie muß innerlich mit dem Plan und Wollen des Führers so verbun­den werden, daß die Volksgenossenschaft zu jeder Zeit und in allen Fragen vertrauensvoll zu ihr kommen kann. In diesem Sinne werden auch in den

kommenden Wochen und Monaten neuer großer Verpflichtung den Schulungsmännern der Partei neue Aufgaben zufallen, und die wenigen, die sich dieser Aufgabe heute unterziehen, fühlen sich in dieser Arbeit im alten nationalsozialistischen Sinne dienstverpflichtet, dienstverpflichtet Adolf Hitler und einer größeren deutschen Zukunft.

Seife der Gräber, in denen schon ihre Väter aus dem Großen Kriege ruhen. Ls sind Zeu­gen eines stillen Heldentums. Sie sind das Symbol für jene Hundertlausende von Mus­ketieren, Panzerjägern und Panzerschützen, Pionieren und Artilleristen, SolSaten der Ma­rine und der Luftwaffe, Männer der Waffen- ff und für all die anderen Kämpfer, die im Kampf der deutschen Wehrmacht eingetreten sind für die Freiheit und Zukunft unseres Volkes und für die ewige Gröhe des national­sozialistischen Grohdeutschen Reiches.

Deutschland Sieg-Heil!

9er Erfolg der weltanschaulichen Volkserziehung.

Don Hauptbesehlsleiter Friedrich Schmidt, Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP

Ortskommandant im besetzten Gebiet.

NSK.Der Kampf auf dem Schlachtfeld, ein Sieg der nationalsozialistischen Idee" wenn der Völkische Beobachter" kürzlich den Schlußbericht über den gewaltigsten Sieg der deutschen Geschichte mit obenstehender Ueberschrift einleitete, so war da­mit festgestellt, daß die Zusammenballung aller deutschen Energien als Voraussetzung des Sieges eine Leistung der nationalsozialisti- s ch e n Revolution ist. Wenn innerhalb des Be­richtes als Gründe für den deutschen Erfolg folgen­des festgestellt wurde:Die Gründe für die deut­schen Erfolge liegen tiefer; sie sind dort zu suchen, wo Deutschlands Feinde unsere Schwäche zu sehen glaubten, in der revolutionären Dynamik des Dritten Reiches und seiner nationalsozialistischen Führung", so ist hier der Moral des deutschen Vol­kes, der kämpferischen Haltung des deutschen Solda­ten der entscheidendste Anteil an den großen Er­folgen zugesprochen.

Der Führer hat in den letzten Jahren auf den Reichspartoitagen oder in seinen Neujahrsbotschaf­ten immer wieder herausgestellt, daß es die Aufgabe der NSDAP, sei, den deutschen Menschen zum Na­tionalsozialismus zu erziehen; die letzten Monate beweisen, in welchem Ausmaße die NSDAP, diese Erziehung des deutschen Volkes schon vollzogen hat, in welchem Ausmaße auch gerade die deutsche Wehrmacht dieser Erziehungsaufgabe am deutschen Volke zu dienen vermochte.

Dieses Erziehungswerk am deutschen Volke ist in erster Linie eine Leistung der gesamten Partei und aller ihrer Organe. Es ist natürlich, daß im Rahmen dieses Erziehungsauftrages der NSDAP, den Schulungsmännern der Par­tei ein besonderer Auftrag zufiel und auch in Zu­kunft zufallen wird. So wurden feit Jahren durch den gesamten Schulungsapparat der Partei die Grundwissenschaften der nationalsozialistischen Welt­anschauung allen Parteigenossen vermittelt. So wur­den bestimmte Haltungsprinzipien immer wieder herausgestellt und unterstrichen. So wurden im höchsten Matze die Bereitschaft zum Kampf und zum Einsatz als letzte männliche Tugend gelehrt und gefordert.

Vor den Schulungsmännern der Partei stand auch während des Krieges die zwingende Verpflichtung, Schulungs- und Erziehungsarbeit in der Parteigenossenschaft weiterzuführen. Das konnte nur durch Ueberwindung der größten Schwierigkei­ten geschehen, denn wie alle anderen Parteigenossen, griffen alle wehrpflichtigen Männer der Schulungs­und Erziehungseinrichtungen der Partei zur Waffe; die Schulungsstätten von den Ordensburgen bis zu

den Kreisschulen wurden für die Zwecke der Wehr­macht, als Lazarette oder Genesungsheime zur Ver­fügung gestellt.

Trotzdem ist es uns gelungen, mit Hilfe der ver­bliebenen Politischen Leiter eine systematische po­litische Schulungs- und Erziehungsarbeit der Partei wieder einzuleiten. So wurden in den letzten Mo­naten überall Gau-, Kreis- und Ortsgruppen-Schu- lungsappelle durchgeführt. Die an die Stelle der eingerückten Politischen Leiter tretenden Partei­genossen wurden für ihre besonderen Kriegsaufgaben ausgerichtet. Es wurden Richtlinien und Anleitun­gen gegeben für die Betreuung der aus den jewei­ligen Hoheitsgebieten eingerückten Soldaten. Weiter wurden Anweisungen gegeben füt die erzieherische, politische Betreuung der Parteigenossen und Volk­genossen in der Heimat.

In den Betrieben wurden durch Betriebsappelle und Schulungsappelle die schaffenden Deutschen auf- gerüttelt und ihnen das Bewußtsein, übermittelt, daß ihre Arbeit notwendiger Frontdienst ist. Schu- lungsmaterinal wurde bis in die Ortsgruppen zur Verteilung gebracht, in dem über die Gründe, Vor­aussetzungen und Notwendigkeiten dieses Krieges und über die Absichten unserer Gegner Aufschluß gegeben wurde.

So trat in der gesamten Partei neben die Auf- klärungs- und Führungsaufgabe eine intensive po­litische Erziehung und Führung der Politischen Lei­ter und Parteigenossenschaft der NSDAP.

Der Schulungsbrief mit seiner Sechsmillionen­auflage konnte auch während des Krieges in der gleichen Auflage erscheinen. Die einzelnen Schu- lungsbsiefe standen unter folgenden Themen: Deutschland im Abwehrkampf",Wir kennen den Feind",Nur für Deutschland",Tausend Jlchre Kampf um die Westgrenze",Die Besten der Welt", Das Reich siegt" undEuropa gegen England".

Wenn sich nun in diesen Sommermonaten die gesamte Parteigenossenschaft in ihrer Freizeit für alle Wirtschaftsaufgaben, z. B, die Erntehilfe, ein­setzt, so wird, soweit die Voraussetzung überhaupt noch gegeben ist, durch die Schulungsmänner der Partei eine fortlaufende eingehende Unterrichtung und Ausrichtung durchgeführt, denn neben dem Einsatz im Alltag muß über die Partei dem deut­schen Volke immer wieder die Größe und Schicksal- haftigkeü dieses Krieges vor Augen geführt, werden. Es muß der Parteigenossenschaft immer wieder die Kraft gegeben werden, es als Soldaten des Führers durch Leistungsbereitschaft und Einsatz der kämpfen­den Truppe gleichzutun.

Die Parteigenossenschaft muß aus dieser politischen

NSK. (PK.) Angouleme, eine uralte, vielum- kämpfte Stadt, zur Zeit Sitz der Präfektur und des Regierungspräsidenten des Departements de la Charente, liegt etwa 450 Kilometer südlich von Paris auf der Straße nach Bordeaux, das noch etwa 130 Kilometer weiter südlich liegt. Bis An­gouleme sind motorisierte deutsche Truppenverbände kämpfend gelangt, hier ' können wir die Fragen besonders klar erkennen, die jetzt irgendeiner Stadt im besetzten Raum entlang der französischen Atlan­tikküste gestellt sind. Vor allem die eine große Frage der Massenbewegungen, die hier kraß in Erscheinung tritt.

Bedenken wir nur: Das Departement de la Cha­rente ist normalerweise von 300 000 Menschen be­siedelt. Gegenwärtig wohnen hier jedoch 700 000 Menschen, ein Mißverhältnis, das vor allem in Angouleme selbst zu Folgen geführt hat, deren Be­kämpfung höchste Energie der deutschen Militärver­waltung erfordert. Die Zahl der ansässigen Stadt­bevölkerung von etwa 40 000 ist durch die Flücht­linge auf 110 000 Köpfe gestiegen. Angouleme zahlt Unterstützungen, die draußen im Lande vielfach nicht Mehr gezahlt werden. Das ist das Geheimnis dieser ungesunden Ballung der Evakuierten.

hinzu kommt noch: In der Nähe von Angou­leme stehen Lager mit Rotspaniern, aw mitischen Arbeitern der Rüstungsindustrie, eine ras­sische Invasion aus Französisch-Jndochina. Ferner findet man Jnterniertenlager und ver­schleppte Strafgefangene aller Art, die die Gefäng­nisse füllen.

Die Auflackerung dieser Menschenballung kann infolge der verschiedenartigen Herkunft nicht in Bausch und Bogen erfolgen. Jede Frage will für sich gesondert geprüft und gelöst sein. Die Evaku­ierten aus Paris dürfen nach Hause, die Elsässer mußten zunächst noch auf ihren Abfrus warten. 90 000 Elsässer gibt es hier, hingegen wurden die deutschen Reichsbürger sofort auf deutschen Trup­penfahrzeugen in die Heimat gebracht. Jeder Ab­fluß aus dem gestauten Flüchtlingsbassin ist wie­derum bestimmt durch die geregelte Versorgung der Motorfahrzeuge mit Kraftstoff aus den Vorräten, die in Bordeaux liegen. Mißbrauch des Brennstoffes zu privat-egoistischen Zwecken muß indes verhindert werden. Auch daran muß der Ortskomman­dant denken, dem alle die hundert kleinen und großen Sorgen zur Lösung aufgegeben sind.

Von Bordeaux her drängen die Fluten der r ü ck- wandernden Flüchtlinge. Angouleme ist Durchgangsstation nach Paris. Zu der an sich ge­ringen Derkehrsdisziplin der französischen Fußgän­ger kommt die quetschende Enge der alten Gassen, hier setzt die deutsche Feld Polizei mit ihrer straffen Verkehrszucht ein, unterstützt von der fran­zösischen Polizei. Die Bereitwilligkeit zur loyalen Zusammenarbeit von feiten der französischen Amts­stellen ist gegeben. Doch von der deutschen Mili­tärbehörde allein leiten sich die starken Impulse her, die mit dem Wirrwarr fertig werden.

Wir wohnten heute der Unterredung des Orts­kommandanten mit dem Bürgermeister bei: hier die Verkörperung wortreicher Umständlichkeit, aus der die westlich-demokratische Gewohnheit spricht, alles zu Tode zu beraten und zu zerreden, und dort der umweglose Wille zur Tat, der gleich aufs Ganze und Wesentliche geht, dargestellt durch den deut­schen Ortskommandanten.

Arbeiten, arbeiten und nochmals arbeitet das ist Ihr Programm und das Ihrer Ange­stellten, Herr Bürgermeister. Die Amtsstunden müssen natürlich verlängert werden. Es geht nicht an, daß tausende Flüchtlinge vor dem Magistrat in der glühenden Hitze stehen. Arbeiten, wenn es sein muh, bis Mitternacht. Ich arbeite auch so lange."

Einen Augenblick lang sahen wir in ein ver­dutztes Gesicht, doch der Bürgermeister hat die Sprache der Stunde begriffen.Verdammt", denkt er sich im stillen vielleicht, indem er die neuen Wei­sungen über die deutsche Sommerzeit, über die Verdunkelung, über die Passierscheine mitnimmt, verdammt, die Deutschen legen aber ein Tempo vor."

Doch nur so ist es zu schaffen, ist die Entwirrung der Verhältnisse möglich und das Leben auf allen Gebieten innerhalb einiger Tage wieder auf den Normalstand zu bringen. Entscheidungen von Be­deutung aus dem Handgelenk zu schütteln in Din­gen, die nahezu völlig ziviler Natur sind das ist

Schickt Illustrierte an die Front!

Der Frontsoldat wird dafür dankbar fein.

überall die Aufgabe der deutschen Militäroenvak tung im besetzten Gebiet. Selbst der Nichtdeutschs wird hierin die deutsche Organisationskraft bestau- nen müssen und das geschieht denn auch jenes Talent, das sich gerade auf französischem Boden in der richtigen Behandlung der Menschen fremder Nationen offenbart. Entgegenkommen und Ent­schiedenheit müssen sich zusammenfinden, um bei völlig fremdartigen Verhältnissen eine rasche Wen­dung zum Besseren herbeizuführen.

Welche Aufgabe für wenige Beauftragte der Be­satzungstruppe, den ausgedehnten Telegrammver­kehr der Flüchtlinge, auch nach dem nichtbesetzten Frankreich hin, zu überwachen, ohne ihn zu be­schränken. Welche Aufgabe weiterhin, 150 000 Men­schen zu ernähren, die Unterstützungsgelder für die Flüchtlinge sicherzustellen, um neue Not zu ver­hindern. Schließlich die Versorgung der eigenen Besatzungstruppe, die zufriedenstellende Lösung der Quartierfrage in einem überfüllten Stadtbezirk.

Äch mit all den Dingen zu befassen, ist sonst Sache einer wohlvorbereiteten, für Zivilprobleme eingerichteten Feldkommandantur, die einen ausge­bauten Kanzleiapparat mitbringt. Um so höher muß die organisatorische Leistung veranschlagt wer­den, wenn ein Ortskommandant ohne besondere Hilfskräfte mit einem engen Stabe die Dinge zum Guten regelt.

Kurzum: Der kämpferischen Leistung des deut­schen Siegeszuges in Frankreich hält die Waage die bewundernswert rasche- organisatorische Bewäl- tigung jener Schwierigkeiten, die nun in einem de- setzten Lande auftreten. Die Kriegsgeschichtsschrei­bung wird diese stillen soldatischen Taten des Aus­baues in Feindesland nicht übersehen.

Leixner.

Stadtmannschast Gießen gegen Stadtmannschast Marburg.

Seit langer Zeit wieder einmal ein Städtespiel in Gießen! Man erinnert sich noch gern an die schönen Spiele gegen Wetzlar und die Marineelf, die beide werbend für den Fußballsport waren. Diesmal ist die Stadt Marburg der Gegner. Am letzten Sonntag konnten die Gießener gegen eine allerdings schwache Vertretung einen Sieg herausholen. Die Gäste, die wissen, daß in Gießen schwer zu gewinnen ist, haben ihre Mannschaft wesentlich verstärkt und denken kei­neswegs daran, sich ohne weiteres geschlagen zu be­kennen.

Drei starke Vereine: VfL. 1860, Germania und Ockershausen hat Marburg. Aus diesen Mannschaften rekrutiert sich die Stadtelf. Die Elf der Gießener spielt in der gleichen Aufstellung wie am Sonntag. Die jungen Spieler verstehen sich ausgezeichnet, da sie schon oft zusammengespielt haben. Vor allem kämpfen sie mit großem Eifer, auch technisch legen sie ein schönes Spiel hin. Sie werden die Gewähr dafür bieten, daß es ein spannendes Spiel zu sehen gibt. Die Besucher des schön gelegenen Waldspartplatzes werden auf ihre Kosten kommen.

Eporttag in Lollar.

Am morgigen Sonntag wird der vom RfL. vor­gesehene Sporttag durchgeführt. Die Veranstaltung liegt in den Händen des Vereins für Leibesübungen Lollar und beginnt vormittags 8 Uhr auf dem Wald­sportplatz. Zum Austrag kommen ein Dreikampf für BDM., Jungmädel, Jungvolk, HI- und aktive Sportler, ferner gibt es Vorentscheide für Aktive und Jugeno im Einzelkampf. Der Nachmittag bringt Vorführungen des BDM., der Jungmädel, des' Jungvolks und der Jugendgruppe der Betriebssport­gemeinschaftBuderus". Von der HI. wird nachmit­tags ein Fußballwettspiel ausgetragen, in der Zwi­schenzeit finden die Entscheidungen im Einzelkampf statt. Am Abend wird auf der Saalbahn bet Otto Nuhn die Vereinsmeisterschaft im Kegeln aus- getragen.

Teutonen^ vor schweren Aufstiegspielen.

Arn morgigen Sonntag stehen sich in Langen­selbold bei Hanau die beiden Bewerber um den Aufstieg zur Bereichsklasse im entscheidenden Spiel gegenüber. Nur vorgenannte beide Mannschaften kämpfen dieses Jahr um den Aufstieg zur Südgruppe der Bereichsklasse XII (Hessen). So fällt am morgigen Sonntag in Langenselbold die Vorentscheidung, wäh­rend schon am darauffolgenden Sonntag im Rückspiel in Watzenborn-Steinberg die endgültige Entscheidung fällt. Langenselbold, bei Bezirksklassenmeister des Kreises Hanau, ist für die Watzenborn-Steinberger ein unbekannter Gegner. Ueber seine Spielstärke ist hier wenig bekannt, jedoch schätzt man sie nicht so stark ein, wie den vorjährigen Gegner derTeutonen" in den Aufstiegsspielen, den Sportverein 1860 Hanau, dem damals auch der Ausstieg gelang. Zum zweiten Male versucht es der zweimalige Meister des Kreises Gießen, den Aufstieg zu erkämpfen. Sollte es diesmal gelingen, obwohl die Mannschaft überwiegend aus Nachwuchsspielern zusammengestellt ist? Die Watzen­born-Steinberger werden voraussichtlich mit folgen­der Elf antreten: R. Burger; K. Schmandt, Fett; L. Buß, Hirz, Wehrum; Martini, Schmitt, Heil, K. Häuser und Harnisch.

Beginn der Spiele um die Kriegserinnerungsplakette.

I. Klas 1 e.

Grohen-Buseck Rodheim.

In der I. Klasse findet nur ein Spiel statt, da die anderen beteiligten Vereine noch anderweitig beschäf­tigt sind. Großen-Buseck erwartet die Turner aus Rodheim. Die Gastgeber sind in vorzüglicher Spiel­laune und sind auf eigenem Platze schwer zu be­zwingen. Die Gäste sind lange' nicht in Erscheinung getreten, die Mannschaft hat aber mehrere gute Spieler verloren, so daß es kaum mpglich ist, sich in. Großen-Buseck durchzusetzen.

II. K l a s s e.

Sfeinbad) Heuchelheim.

Gleichzeitig startet die II. Klasse zum Kampf um

die Kriegserinerungsplakette. Durch die Heraus­nahme der zwei stärksten Mannschaften dürfte nun­mehr die Gruppe fast gleichwertige Mannschaften aufweisen. Die Platzherren sind zwar stark zurück­gefallen, jedoch ist der Vorteil des eigenen Platzes nicht zu unterschätzen. Die Gäste haben am letzten Sonntag ein großartiges Spiel gezeigt. Wenn die Mannschaften mit dem gleichen Elan in den Kampf geht, sollte ein knapper Sieg durchaus möglich fein.

Klein-Linden Gröningen.

Grüningen reift nach Klein-Linden und muß dort

beweisen, daß die in den letzten Spielen gezeigten Leistungen kein Zufall waren. Die Platzherren haben zwar kürzlich eine hohe Niederlage in Grüningen einstecken müssen, doch ist die Mannschaft stark genug, dem Gegner Paroli zu bieten.

Garbenleich VsB.-Reichsbahn II.

Dieses Spiel ist ein rückständiges Freundschafts­spiel, da Garbenteich in der I. Klasse spielt. Die Grün- Weißen werden daher auf einen Gegner stoßen, der ihnen keine Gelegenheit gibt, einen Sieg herauszu- holen.

HandbaMmpse des Sonntags.

Im Hinblick darauf, daß bet Sportkreis Wetzlar feinen Turn- und Sporttag abhält, sind alle ange­setzten Spiele, soweit die einschlägigen Vereine da­von betroffen sind, abgesetzt worden. Dadurch ist das Programm des Sonntags etwas beschnitten.

In der Zwischenzeit sind die Kriegmeisterfchafts- spiele 1940/41 durch das Reichsfachamt ausgeschrie­ben worden.. Danach aber werden die neuen Run­denspiele bereits Mitte August beginnen, und zwar in drei Klassen: der Bereichsklasse, der 1. Klasse und der 2. K l a s s -e.

Für unsere Mannschaften, die seither bereits ein­gehend beschäftigt worden sind, wird diese Neuerung eine nicht unbedeutende Belebung des Spielverkehrs bringen. Wie sich die einzelnen Klassen zusammen­setzen werden, steht einstweilen noch nicht fest.

Für Sonntag sind angesetzt:

Tv. Holzheim Tv. Lang-Göns I

Tv. Großen-Linden Tv. Lang-Göns II

Tv. Grüningen Tv. Oberkleen

Tv. Heuchelheim Sp. Großen-Buseck.

Bei Holzheim stimmt wieder einmal etwas nicht. Die Mannschaft scheint sich in einer Krise zu befinden, die ihr naturgemäß die Schlagkraft nimmt, die für das Bestehen großer Kämpfe unbedingt notwendig ist. Sollte inzwischen nicht eine Wandlung einge­treten sein, wird es dem Neuling Lana-Göns sicher­lich gelingen, den Sieg mit nach Hause zu nehmen.

Großen-Linden hat in seinem ersten Spiel eine recht gute Figur abgegeben. Es steht deshalb zu erwarten, daß die Mannschaft auch diesmal wieder gewinnen wird, wenn was allerdings nicht statt­haft ist Lang-Göns nicht verstärkt antritt.

Zu einem ausgeglichenen Kampf zweier gleich­

wertiger Gegner sollte es in Grüningen fommeni# Die Platz besitz er werden von Spiel zu Spiel beffer. Aber auch Oberkleen hat sich in letzter Zeit gut her- ausgemacht.

Die Großen-Busecker Mannschaft hat sich in letzter Zeit wieder recht gut herausgemacht. Die erzielten Ergebnisse lassen erwarten, daß auch der Kampf gegen Heuchelheim als offen bezeichnet werden muf£

Tv. Lützellinden Tv. Mainz-Rlombach.

Auf dem Sportplatz des JG.-Sportvereins in Frankfurt a. M.-Höchst findet am kommenden Sonntag das Entscheidungsspiel um die gebietst b e st e Vereinsmannschaft zwischen den bet« den obigen Mannschaften statt. Es wird ein Groß« kampf werden, in dem sich zwei gleichwertige Ein­heiten gegenüberstehen. Wer Chancen hat, den stol­zen Titel zu erkämpfen, kann mjt Sicherheit nicht vorausgesagt werden. Fest steht, daß beide Par­teien über ein hervorragendes Können verfügen, weil sie nur deshalb bis zum Endspiel kommen konnten. Wer sich nun mit ganzer Kraft einsetzen kann, wird die Oberhand behalten. Hier werden nicht technische Fertigkeiten, nicht ein für das Auge schönes Spiel ausschlaggebend sein. Zweckmäßigkeit und höchste kämpferische Leistungen müssen die Entscheidung bringen. Daß es uns in dieser Be­ziehung um unseren Vertreter nicht bange zu sein braucht, haben wir am letzten Sonntag gesehen. Die Mannschaft konnte gerade in dieser Beziehung ge­fallen und war deshalb allein schon chrem Gegner klar überlegen. Wie dem auch sei, es wäre ein Erfolg, wenn Lützellinden den stolzen Titel er­werben sollte, wenngleich die bis jetzt gezeigten Leistungen noch von keiner Mannschaft Der engeren Umgebung erreicht worden sind.

(Ein zeitgemäßer Daschküchenkniff: gründlich mit ßtnka einmeichen! Das nimmt dm gröbsten Schmutz vorweg. And die kmiptsache- man spart Waschyulller.