Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichs- tagest
3m Rückblick auf die hinter uns liegenden zehn Monate werden wir wohl alle von der Gnade der Vorsehung bezwungen, irte uns das große Werk gelingen ließ. Sie hat unsere Entschlüsse gesegnet und uns auf den schweren Wegen begleitet. 3ch selbst bin ergriffen von dem Bewußtsein der mir von ihr erteilten Bestimmung, meinem Volk die Freiheit und Ehre wieder 3 urütf gegeben zu haben. Die Schande, die vor 22 Jahren im Wald von Lompiegne ihren Aus- gang nahm, ist an dieser gleichen Stelle für immer gelöscht. Ich habe nun heute die Männer vor der Geschichte genannt, die es mir ermöglichten, das große Werk zu vollbringen. Sie alle haben ihr Höch st es geleistet, ihre Fähigkeit und ihren Fleiß dem deutschen Volk geweiht. Ich will nun schließen mit der
Erwähnung jener Namenlosen, die nun nicht weniger ihre Pflicht erfüllten, die millionenfach Leib und Leben einsehten und zu jeder Stunde bereit waren, als brave deutsche Offiziere und Soldaten für ihr Volk das letzte Opfer zu bringen, das ein Mann zu geben hat. Viele von ihnen liegen nun gebettet an der
Erziehung heraus die Verpflichtung auf sich nehmen, der gesamten deutschen Volksgenossenschaft Bei- piel und Vorbild zu sein. Sie muß innerlich mit dem Plan und Wollen des Führers so verbunden werden, daß die Volksgenossenschaft zu jeder Zeit und in allen Fragen vertrauensvoll zu ihr kommen kann. In diesem Sinne werden auch in den
kommenden Wochen und Monaten neuer großer Verpflichtung den Schulungsmännern der Partei neue Aufgaben zufallen, und die wenigen, die sich dieser Aufgabe heute unterziehen, fühlen sich in dieser Arbeit im alten nationalsozialistischen Sinne dienstverpflichtet, dienstverpflichtet Adolf Hitler und einer größeren deutschen Zukunft.
Seife der Gräber, in denen schon ihre Väter aus dem Großen Kriege ruhen. Ls sind Zeugen eines stillen Heldentums. Sie sind das Symbol für jene Hundertlausende von Musketieren, Panzerjägern und Panzerschützen, Pionieren und Artilleristen, SolSaten der Marine und der Luftwaffe, Männer der Waffen- ff und für all die anderen Kämpfer, die im Kampf der deutschen Wehrmacht eingetreten sind für die Freiheit und Zukunft unseres Volkes und für die ewige Gröhe des nationalsozialistischen Grohdeutschen Reiches.
Deutschland Sieg-Heil!
9er Erfolg der weltanschaulichen Volkserziehung.
Don Hauptbesehlsleiter Friedrich Schmidt, Leiter des Hauptschulungsamtes der NSDAP
Ortskommandant im besetzten Gebiet.
NSK. „Der Kampf auf dem Schlachtfeld, ein Sieg der nationalsozialistischen Idee" — wenn der „Völkische Beobachter" kürzlich den Schlußbericht über den gewaltigsten Sieg der deutschen Geschichte mit obenstehender Ueberschrift einleitete, so war damit festgestellt, daß die Zusammenballung aller deutschen Energien als Voraussetzung des Sieges eine Leistung der nationalsozialisti- s ch e n Revolution ist. Wenn innerhalb des Berichtes als Gründe für den deutschen Erfolg folgendes festgestellt wurde: „Die Gründe für die deutschen Erfolge liegen tiefer; sie sind dort zu suchen, wo Deutschlands Feinde unsere Schwäche zu sehen glaubten, in der revolutionären Dynamik des Dritten Reiches und seiner nationalsozialistischen Führung", so ist hier der Moral des deutschen Volkes, der kämpferischen Haltung des deutschen Soldaten der entscheidendste Anteil an den großen Erfolgen zugesprochen.
Der Führer hat in den letzten Jahren auf den Reichspartoitagen oder in seinen Neujahrsbotschaften immer wieder herausgestellt, daß es die Aufgabe der NSDAP, sei, den deutschen Menschen zum Nationalsozialismus zu erziehen; die letzten Monate beweisen, in welchem Ausmaße die NSDAP, diese Erziehung des deutschen Volkes schon vollzogen hat, in welchem Ausmaße auch gerade die deutsche Wehrmacht dieser Erziehungsaufgabe am deutschen Volke zu dienen vermochte.
Dieses Erziehungswerk am deutschen Volke ist in erster Linie eine Leistung der gesamten Partei und aller ihrer Organe. Es ist natürlich, daß im Rahmen dieses Erziehungsauftrages der NSDAP, den Schulungsmännern der Partei ein besonderer Auftrag zufiel und auch in Zukunft zufallen wird. So wurden feit Jahren durch den gesamten Schulungsapparat der Partei die Grundwissenschaften der nationalsozialistischen Weltanschauung allen Parteigenossen vermittelt. So wurden bestimmte Haltungsprinzipien immer wieder herausgestellt und unterstrichen. So wurden im höchsten Matze die Bereitschaft zum Kampf und zum Einsatz als letzte männliche Tugend gelehrt und gefordert.
Vor den Schulungsmännern der Partei stand auch während des Krieges die zwingende Verpflichtung, Schulungs- und Erziehungsarbeit in der Parteigenossenschaft weiterzuführen. Das konnte nur durch Ueberwindung der größten Schwierigkeiten geschehen, denn wie alle anderen Parteigenossen, griffen alle wehrpflichtigen Männer der Schulungsund Erziehungseinrichtungen der Partei zur Waffe; die Schulungsstätten von den Ordensburgen bis zu
den Kreisschulen wurden für die Zwecke der Wehrmacht, als Lazarette oder Genesungsheime zur Verfügung gestellt.
Trotzdem ist es uns gelungen, mit Hilfe der verbliebenen Politischen Leiter eine systematische politische Schulungs- und Erziehungsarbeit der Partei wieder einzuleiten. So wurden in den letzten Monaten überall Gau-, Kreis- und Ortsgruppen-Schu- lungsappelle durchgeführt. Die an die Stelle der eingerückten Politischen Leiter tretenden Parteigenossen wurden für ihre besonderen Kriegsaufgaben ausgerichtet. Es wurden Richtlinien und Anleitungen gegeben für die Betreuung der aus den jeweiligen Hoheitsgebieten eingerückten Soldaten. Weiter wurden Anweisungen gegeben füt die erzieherische, politische Betreuung der Parteigenossen und Volkgenossen in der Heimat.
In den Betrieben wurden durch Betriebsappelle und Schulungsappelle die schaffenden Deutschen auf- gerüttelt und ihnen das Bewußtsein, übermittelt, daß ihre Arbeit notwendiger Frontdienst ist. Schu- lungsmaterinal wurde bis in die Ortsgruppen zur Verteilung gebracht, in dem über die Gründe, Voraussetzungen und Notwendigkeiten dieses Krieges und über die Absichten unserer Gegner Aufschluß gegeben wurde.
So trat in der gesamten Partei neben die Auf- klärungs- und Führungsaufgabe eine intensive politische Erziehung und Führung der Politischen Leiter und Parteigenossenschaft der NSDAP.
Der Schulungsbrief mit seiner Sechsmillionenauflage konnte auch während des Krieges in der gleichen Auflage erscheinen. Die einzelnen Schu- lungsbsiefe standen unter folgenden Themen: „Deutschland im Abwehrkampf", „Wir kennen den Feind", „Nur für Deutschland", „Tausend Jlchre Kampf um die Westgrenze", „Die Besten der Welt", „Das Reich siegt" und „Europa gegen England".
Wenn sich nun in diesen Sommermonaten die gesamte Parteigenossenschaft in ihrer Freizeit für alle Wirtschaftsaufgaben, z. B, die Erntehilfe, einsetzt, so wird, soweit die Voraussetzung überhaupt noch gegeben ist, durch die Schulungsmänner der Partei eine fortlaufende eingehende Unterrichtung und Ausrichtung durchgeführt, denn neben dem Einsatz im Alltag muß über die Partei dem deutschen Volke immer wieder die Größe und Schicksal- haftigkeü dieses Krieges vor Augen geführt, werden. Es muß der Parteigenossenschaft immer wieder die Kraft gegeben werden, es als Soldaten des Führers durch Leistungsbereitschaft und Einsatz der kämpfenden Truppe gleichzutun.
Die Parteigenossenschaft muß aus dieser politischen
NSK. (PK.) Angouleme, eine uralte, vielum- kämpfte Stadt, zur Zeit Sitz der Präfektur und des Regierungspräsidenten des Departements de la Charente, liegt etwa 450 Kilometer südlich von Paris auf der Straße nach Bordeaux, das noch etwa 130 Kilometer weiter südlich liegt. Bis Angouleme sind motorisierte deutsche Truppenverbände kämpfend gelangt, hier ' können wir die Fragen besonders klar erkennen, die jetzt irgendeiner Stadt im besetzten Raum entlang der französischen Atlantikküste gestellt sind. Vor allem die eine große Frage der Massenbewegungen, die hier kraß in Erscheinung tritt.
Bedenken wir nur: Das Departement de la Charente ist normalerweise von 300 000 Menschen besiedelt. Gegenwärtig wohnen hier jedoch 700 000 Menschen, ein Mißverhältnis, das vor allem in Angouleme selbst zu Folgen geführt hat, deren Bekämpfung höchste Energie der deutschen Militärverwaltung erfordert. Die Zahl der ansässigen Stadtbevölkerung von etwa 40 000 ist durch die Flüchtlinge auf 110 000 Köpfe gestiegen. Angouleme zahlt Unterstützungen, die draußen im Lande vielfach nicht Mehr gezahlt werden. Das ist das Geheimnis dieser ungesunden Ballung der Evakuierten.
hinzu kommt noch: In der Nähe von Angouleme stehen Lager mit Rotspaniern, aw mitischen Arbeitern der Rüstungsindustrie, eine rassische Invasion aus Französisch-Jndochina. Ferner findet man Jnterniertenlager und verschleppte Strafgefangene aller Art, die die Gefängnisse füllen.
Die Auflackerung dieser Menschenballung kann infolge der verschiedenartigen Herkunft nicht in Bausch und Bogen erfolgen. Jede Frage will für sich gesondert geprüft und gelöst sein. Die Evakuierten aus Paris dürfen nach Hause, die Elsässer mußten zunächst noch auf ihren Abfrus warten. 90 000 Elsässer gibt es hier, hingegen wurden die deutschen Reichsbürger sofort auf deutschen Truppenfahrzeugen in die Heimat gebracht. Jeder Abfluß aus dem gestauten Flüchtlingsbassin ist wiederum bestimmt durch die geregelte Versorgung der Motorfahrzeuge mit Kraftstoff aus den Vorräten, die in Bordeaux liegen. Mißbrauch des Brennstoffes zu privat-egoistischen Zwecken muß indes verhindert werden. Auch daran muß der Ortskommandant denken, dem alle die hundert kleinen und großen Sorgen zur Lösung aufgegeben sind.
Von Bordeaux her drängen die Fluten der r ü ck- wandernden Flüchtlinge. Angouleme ist Durchgangsstation nach Paris. Zu der an sich geringen Derkehrsdisziplin der französischen Fußgänger kommt die quetschende Enge der alten Gassen, hier setzt die deutsche Feld Polizei mit ihrer straffen Verkehrszucht ein, unterstützt von der französischen Polizei. Die Bereitwilligkeit zur loyalen Zusammenarbeit von feiten der französischen Amtsstellen ist gegeben. Doch von der deutschen Militärbehörde allein leiten sich die starken Impulse her, die mit dem Wirrwarr fertig werden.
Wir wohnten heute der Unterredung des Ortskommandanten mit dem Bürgermeister bei: hier die Verkörperung wortreicher Umständlichkeit, aus der die westlich-demokratische Gewohnheit spricht, alles zu Tode zu beraten und zu zerreden, und dort der umweglose Wille zur Tat, der gleich aufs Ganze und Wesentliche geht, dargestellt durch den deutschen Ortskommandanten.
„Arbeiten, arbeiten und nochmals arbeitet — das ist Ihr Programm und das Ihrer Angestellten, Herr Bürgermeister. Die Amtsstunden müssen natürlich verlängert werden. Es geht nicht an, daß tausende Flüchtlinge vor dem Magistrat in der glühenden Hitze stehen. Arbeiten, wenn es sein muh, bis Mitternacht. Ich arbeite auch so lange."
Einen Augenblick lang sahen wir in ein verdutztes Gesicht, doch der Bürgermeister hat die Sprache der Stunde begriffen. „Verdammt", denkt er sich im stillen vielleicht, indem er die neuen Weisungen über die deutsche Sommerzeit, über die Verdunkelung, über die Passierscheine mitnimmt, „verdammt, die Deutschen legen aber ein Tempo vor."
Doch nur so ist es zu schaffen, ist die Entwirrung der Verhältnisse möglich und das Leben auf allen Gebieten innerhalb einiger Tage wieder auf den Normalstand zu bringen. Entscheidungen von Bedeutung aus dem Handgelenk zu schütteln in Dingen, die nahezu völlig ziviler Natur sind — das ist
Schickt Illustrierte an die Front!
Der Frontsoldat wird dafür dankbar fein.
überall die Aufgabe der deutschen Militäroenvak tung im besetzten Gebiet. Selbst der Nichtdeutschs wird hierin die deutsche Organisationskraft bestau- nen müssen — und das geschieht denn auch — jenes Talent, das sich gerade auf französischem Boden in der richtigen Behandlung der Menschen fremder Nationen offenbart. Entgegenkommen und Entschiedenheit müssen sich zusammenfinden, um bei völlig fremdartigen Verhältnissen eine rasche Wendung zum Besseren herbeizuführen.
Welche Aufgabe für wenige Beauftragte der Besatzungstruppe, den ausgedehnten Telegrammverkehr der Flüchtlinge, auch nach dem nichtbesetzten Frankreich hin, zu überwachen, ohne ihn zu beschränken. Welche Aufgabe weiterhin, 150 000 Menschen zu ernähren, die Unterstützungsgelder für die Flüchtlinge sicherzustellen, um neue Not zu verhindern. Schließlich die Versorgung der eigenen Besatzungstruppe, die zufriedenstellende Lösung der Quartierfrage in einem überfüllten Stadtbezirk.
Äch mit all den Dingen zu befassen, ist sonst Sache einer wohlvorbereiteten, für Zivilprobleme eingerichteten Feldkommandantur, die einen ausgebauten Kanzleiapparat mitbringt. Um so höher muß die organisatorische Leistung veranschlagt werden, wenn ein Ortskommandant ohne besondere Hilfskräfte mit einem engen Stabe die Dinge zum Guten regelt.
Kurzum: Der kämpferischen Leistung des deutschen Siegeszuges in Frankreich hält die Waage die bewundernswert rasche- organisatorische Bewäl- tigung jener Schwierigkeiten, die nun in einem de- setzten Lande auftreten. Die Kriegsgeschichtsschreibung wird diese stillen soldatischen Taten des Ausbaues in Feindesland nicht übersehen.
Leixner.
Stadtmannschast Gießen gegen Stadtmannschast Marburg.
Seit langer Zeit wieder einmal ein Städtespiel in Gießen! Man erinnert sich noch gern an die schönen Spiele gegen Wetzlar und die Marineelf, die beide werbend für den Fußballsport waren. Diesmal ist die Stadt Marburg der Gegner. Am letzten Sonntag konnten die Gießener gegen eine allerdings schwache Vertretung einen Sieg herausholen. Die Gäste, die wissen, daß in Gießen schwer zu gewinnen ist, haben ihre Mannschaft wesentlich verstärkt und denken keineswegs daran, sich ohne weiteres geschlagen zu bekennen.
Drei starke Vereine: VfL. 1860, Germania und Ockershausen hat Marburg. Aus diesen Mannschaften rekrutiert sich die Stadtelf. Die Elf der Gießener spielt in der gleichen Aufstellung wie am Sonntag. Die jungen Spieler verstehen sich ausgezeichnet, da sie schon oft zusammengespielt haben. Vor allem kämpfen sie mit großem Eifer, auch technisch legen sie ein schönes Spiel hin. Sie werden die Gewähr dafür bieten, daß es ein spannendes Spiel zu sehen gibt. Die Besucher des schön gelegenen Waldspartplatzes werden auf ihre Kosten kommen.
Eporttag in Lollar.
Am morgigen Sonntag wird der vom RfL. vorgesehene Sporttag durchgeführt. Die Veranstaltung liegt in den Händen des Vereins für Leibesübungen Lollar und beginnt vormittags 8 Uhr auf dem Waldsportplatz. Zum Austrag kommen ein Dreikampf für BDM., Jungmädel, Jungvolk, HI- und aktive Sportler, ferner gibt es Vorentscheide für Aktive und Jugeno im Einzelkampf. Der Nachmittag bringt Vorführungen des BDM., der Jungmädel, des' Jungvolks und der Jugendgruppe der Betriebssportgemeinschaft „Buderus". Von der HI. wird nachmittags ein Fußballwettspiel ausgetragen, in der Zwischenzeit finden die Entscheidungen im Einzelkampf statt. Am Abend wird auf der Saalbahn bet Otto Nuhn die Vereinsmeisterschaft im Kegeln aus- getragen.
„Teutonen^ vor schweren Aufstiegspielen.
Arn morgigen Sonntag stehen sich in Langenselbold bei Hanau die beiden Bewerber um den Aufstieg zur Bereichsklasse im entscheidenden Spiel gegenüber. Nur vorgenannte beide Mannschaften kämpfen dieses Jahr um den Aufstieg zur Südgruppe der Bereichsklasse XII (Hessen). So fällt am morgigen Sonntag in Langenselbold die Vorentscheidung, während schon am darauffolgenden Sonntag im Rückspiel in Watzenborn-Steinberg die endgültige Entscheidung fällt. Langenselbold, bei Bezirksklassenmeister des Kreises Hanau, ist für die Watzenborn-Steinberger ein unbekannter Gegner. Ueber seine Spielstärke ist hier wenig bekannt, jedoch schätzt man sie nicht so stark ein, wie den vorjährigen Gegner der „Teutonen" in den Aufstiegsspielen, den Sportverein 1860 Hanau, dem damals auch der Ausstieg gelang. Zum zweiten Male versucht es der zweimalige Meister des Kreises Gießen, den Aufstieg zu erkämpfen. Sollte es diesmal gelingen, obwohl die Mannschaft überwiegend aus Nachwuchsspielern zusammengestellt ist? Die Watzenborn-Steinberger werden voraussichtlich mit folgender Elf antreten: R. Burger; K. Schmandt, Fett; L. Buß, Hirz, Wehrum; Martini, Schmitt, Heil, K. Häuser und Harnisch.
Beginn der Spiele um die Kriegserinnerungsplakette.
I. Klas 1 e.
Grohen-Buseck — Rodheim.
In der I. Klasse findet nur ein Spiel statt, da die anderen beteiligten Vereine noch anderweitig beschäftigt sind. Großen-Buseck erwartet die Turner aus Rodheim. Die Gastgeber sind in vorzüglicher Spiellaune und sind auf eigenem Platze schwer zu bezwingen. Die Gäste sind lange' nicht in Erscheinung getreten, die Mannschaft hat aber mehrere gute Spieler verloren, so daß es kaum mpglich ist, sich in. Großen-Buseck durchzusetzen.
II. K l a s s e.
Sfeinbad) — Heuchelheim.
Gleichzeitig startet die II. Klasse zum Kampf um
die Kriegserinerungsplakette. Durch die Herausnahme der zwei stärksten Mannschaften dürfte nunmehr die Gruppe fast gleichwertige Mannschaften aufweisen. Die Platzherren sind zwar stark zurückgefallen, jedoch ist der Vorteil des eigenen Platzes nicht zu unterschätzen. Die Gäste haben am letzten Sonntag ein großartiges Spiel gezeigt. Wenn die Mannschaften mit dem gleichen Elan in den Kampf geht, sollte ein knapper Sieg durchaus möglich fein.
Klein-Linden — Gröningen.
Grüningen reift nach Klein-Linden und muß dort
beweisen, daß die in den letzten Spielen gezeigten Leistungen kein Zufall waren. Die Platzherren haben zwar kürzlich eine hohe Niederlage in Grüningen einstecken müssen, doch ist die Mannschaft stark genug, dem Gegner Paroli zu bieten.
Garbenleich — VsB.-Reichsbahn II.
Dieses Spiel ist ein rückständiges Freundschaftsspiel, da Garbenteich in der I. Klasse spielt. Die Grün- Weißen werden daher auf einen Gegner stoßen, der ihnen keine Gelegenheit gibt, einen Sieg herauszu- holen.
HandbaMmpse des Sonntags.
Im Hinblick darauf, daß bet Sportkreis Wetzlar feinen Turn- und Sporttag abhält, sind alle angesetzten Spiele, soweit die einschlägigen Vereine davon betroffen sind, abgesetzt worden. Dadurch ist das Programm des Sonntags etwas beschnitten.
In der Zwischenzeit sind die Kriegmeisterfchafts- spiele 1940/41 durch das Reichsfachamt ausgeschrieben worden.. Danach aber werden die neuen Rundenspiele bereits Mitte August beginnen, und zwar in drei Klassen: der Bereichsklasse, der 1. Klasse und der 2. K l a s s -e.
Für unsere Mannschaften, die seither bereits eingehend beschäftigt worden sind, wird diese Neuerung eine nicht unbedeutende Belebung des Spielverkehrs bringen. Wie sich die einzelnen Klassen zusammensetzen werden, steht einstweilen noch nicht fest.
Für Sonntag sind angesetzt:
Tv. Holzheim — Tv. Lang-Göns I
Tv. Großen-Linden — Tv. Lang-Göns II
Tv. Grüningen — Tv. Oberkleen
Tv. Heuchelheim — Sp. Großen-Buseck.
Bei Holzheim stimmt wieder einmal etwas nicht. Die Mannschaft scheint sich in einer Krise zu befinden, die ihr naturgemäß die Schlagkraft nimmt, die für das Bestehen großer Kämpfe unbedingt notwendig ist. Sollte inzwischen nicht eine Wandlung eingetreten sein, wird es dem Neuling Lana-Göns sicherlich gelingen, den Sieg mit nach Hause zu nehmen.
Großen-Linden hat in seinem ersten Spiel eine recht gute Figur abgegeben. Es steht deshalb zu erwarten, daß die Mannschaft auch diesmal wieder gewinnen wird, wenn — was allerdings nicht statthaft ist — Lang-Göns nicht verstärkt antritt.
Zu einem ausgeglichenen Kampf zweier gleich
wertiger Gegner sollte es in Grüningen fommeni# Die Platz besitz er werden von Spiel zu Spiel beffer. Aber auch Oberkleen hat sich in letzter Zeit gut her- ausgemacht.
Die Großen-Busecker Mannschaft hat sich in letzter Zeit wieder recht gut herausgemacht. Die erzielten Ergebnisse lassen erwarten, daß auch der Kampf gegen Heuchelheim als offen bezeichnet werden muf£
Tv. Lützellinden — Tv. Mainz-Rlombach.
Auf dem Sportplatz des JG.-Sportvereins in Frankfurt a. M.-Höchst findet am kommenden Sonntag das Entscheidungsspiel um die gebietst b e st e Vereinsmannschaft zwischen den bet« den obigen Mannschaften statt. Es wird ein Groß« kampf werden, in dem sich zwei gleichwertige Einheiten gegenüberstehen. Wer Chancen hat, den stolzen Titel zu erkämpfen, kann mjt Sicherheit nicht vorausgesagt werden. Fest steht, daß beide Parteien über ein hervorragendes Können verfügen, weil sie nur deshalb bis zum Endspiel kommen konnten. Wer sich nun mit ganzer Kraft einsetzen kann, wird die Oberhand behalten. Hier werden nicht technische Fertigkeiten, nicht ein für das Auge schönes Spiel ausschlaggebend sein. Zweckmäßigkeit und höchste kämpferische Leistungen müssen die Entscheidung bringen. Daß es uns in dieser Beziehung um unseren Vertreter nicht bange zu sein braucht, haben wir am letzten Sonntag gesehen. Die Mannschaft konnte gerade in dieser Beziehung gefallen und war deshalb allein schon chrem Gegner klar überlegen. Wie dem auch sei, es wäre ein Erfolg, wenn Lützellinden den stolzen Titel erwerben sollte, wenngleich die bis jetzt gezeigten Leistungen noch von keiner Mannschaft Der engeren Umgebung erreicht worden sind.
(Ein zeitgemäßer Daschküchenkniff: gründlich mit ßtnka einmeichen! Das nimmt dm gröbsten Schmutz vorweg. And die kmiptsache- man spart Waschyulller.


