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Das Reich Mer denn je zuvor

siche rgestellt.

Heimat und Front im gleichen Geist

Gin letzter Appell an die Vernunft

tung Italiens erwuchs, war ein außerordent­licher. Nicht nur wirtschaftlich kam uns die Lage und Einstellung Italiens zugute, sondern auch militärisch. Italien bannte von Anfang an starke Kräfte unserer Feinde und lähmte vor allem ihre Freiheit der strategischen Disposition. Als der Duce aber den Zeitpunkt für gekommen erachtete, gegen die andauernden unerträglichen Vergewaltigungen, die ihm besonders durch französische und britische Eingriffe zugefügt wur- den, mit der Waffe in der Faust Stellung zu nehmen, und der König die Kriegserklärung vollzog, geschah es in der vollen Freiheit seines Entschlusses. Um so größer muß das Gefühl unseres Dankes fein.

Das Eintreten Italiens hat mitgeholfen, in Frank-

duktion. Heer und Luftwaffe sind in diesem Augen­blick, da ich zu Ihnen spreche, auch in ihrer Aus­rüstung vollkommener und stärker, als sie es vor dem Antritt im Westen waren.

' 3. Munitionierung. Die Munitionie- rung wurde in einem Ausmaß vorbereitet, die an­gelegten Bestände sind so groß, daß auf vielen Ge­bieten nun eine Einschränkung bzw. Verlagerung der Produktion vorgenommen werden muß, da die vorhandenen Depots und Räume auch bei größter Ausweitung zum Teil nicht mehr in der Lage sind, verstärkte Zufuhren aufzustapeln. Der Munitions­verbrauch war ähnlich wie in Polen, ein über alles Erwarten geringer. Er steht überhaupt in keinem Verhältnis zu den Vorräten. Die Gesamt-Bevor­ratung ist daher bei Heer und Luftwaffe zur Zeit für alle Waffen wesentlich höher als vor dem Angriff im Westen.

Das deutsche Volk hat seine innere Haltung vor allem unter Beweis gestellt durch seine Söhne, die auf den Schlachtfeldern kämpfen, und die in wenigen Wochen den nach Deutschland stärksten militärischen Gegner geschlagen und vernichtet haben. Ihr Geist war und ist auch der Geist der deutschen Heimat!

dienste befördere ich Generalleutnant Dietl, Kommandierender General des Gebirgskorps in Nordnorwegen, zum General der Infanterie und verleihe ihm als erstem Offizier der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes.

Unter Vorbehalt einer späteren Gesamtwürdi­gung der Führer und Offiziere der Reichskriegs- marine befördere ich: Admiral Carls, den Kom­mandierenden Admival der Marine-Station Ostsee, zugleich Marine-Truppenbefehlshaber Ost, zum Ge- neraladmiral. v*

In Ansehung der einmaligen Leistungen der deutschen Luftwaffe befördere ich zum General- f e l d m a r s ch a l l den Generalobersten Milch, den General der Flieger Sperrte, den General der Flieger Kesselring. Ich befördere zu General­obersten den General der Flieger Stumpfs, den General der Flieger Grauert, den Gene­ral der Flieger Keller, den General der Flak­artillerie Weise, den General der Flieger Übet.

Ich befördere weiter zu Generalen der Flieger: Generalleutnant Geißler, General­major Ieschonnek, Generalleutnant L o e r z e r, Generalleutnant Ritter von Greim und Ge­neralmajor F r h r. v. R i ch t h o f e n.

In meinem Oderkommando Wehrmacht befördere ich den Generalobersten Keitel zum General­feldmarschall, den Generalmajor Jo dl zum Ge­neral der Artillerie *

Indem ich diese Beförderungen anläßlich der erfolgreichen Feldzüge unserer Geschichte vor diesem Forum und damit vor der ganzen deutschen Nation ausspreche, ehre ich dadurch die gesamte Wehrmacht des nationalsozialisti-

reich die Erkenntnis der vollen Aussickstslosigkeit eines weiteren Widerstandes zu beschleunigen.

Seitdem kämpfte nun unser Verbündeter erst auf den Graten und Gipfels der Alpen und jetzt in den weiten Räumen seines Interessengebietes. Gerade seine heutigen Luftangriffe und die Kämpfe zur See werden in dem Geist geführt, der der faschistischen Revolution zu eigen ist, und von uns in dem Geist verfolgt, den der Nationalsozialismus für das faschistische Italien empfindet. Jeder Schmerz fa­llens, so wie wir ihn in diesen Tagen angesichts des Todes Balbos erlebten, ist auch der Schmerz Deutschlands. Jede Freude auch die unsere.

Unsere Zusammenarbeit auf politischem und mili­tärischem Gebiet ist eine vollkommene. Sie wird das Unrecht löschen, das in Jahrhunderten dem deutschen und dem italienischen Volk zugefügt worden ist. Denn: am Ende von allem steht der gemein« ! same Sieg!

Wenn ich nun, meine Abgeordneten, Männer des Deutschen Reichstags, über die Zukunft spreche, dann geschieht es nicht, um zu prahlen oder zu bramarbasieren. Ich kann dies ruhig andern überlassen, die es auch wohl nötiger haben, wie z. B. Herrn Churchill. Ich möchte Ihnen also ohne jede Ueberschwenglichkeit ein Bild der Lage geben, so wie sie ist und so wie ich sie sehe.

1. Der Verlauf der hinter uns liegenden zehn Monate dieses Krieges hat meiner Auffassung Recht und den Meinungen unserer Gegner Unrecht ge­geben. Wenn sogenannte englische Staatsmänner versichern, daß ihr Land aus jeder Nieder­lage und jedem Mißerfolg stärker her­vorgeht, dann ist es zumindest keine Überheblichkeit, wenn ich Ihnen hiermit mitteile, daß wir aus den Erfolgen ebenfalls stärker hervorgegan-

wird.

Ich habe bi'sher darauf kaum antwor« ten lassen. Aber das soll nun nicht bedeuten, daß dies die einzige Antwort ist oder bleiben wird.

Ich bin mir darüber im klaren, daß aus dieser unserer einmal kommenden Antwort namen­loses Leid und Unglück über die 2Hen- schen hereinbrechen wird. Natürlich nicht über Herrn Churchill, denn er wird ja dann sicherlich in Kanada sitzen, dort, wohin man ja das Vermögen und die Kinder der vor­nehmsten Kriegsinteressenten schon gebracht hat. Aber es wird für Millionen andere Menschen ein großes Leid entstehen. Und Herr Churchill sollte mir dieses Mal vielleicht ausnahmsweise glauben, wenn ich als Prophet jetzt folgendes ausspreche: Es wird dadurch ein großes Wellreichzerskört werden. Ein Weltreich, das zu vernichten oder auch nur zu schädigen niemals meine Absicht war. Allein ich bin mir darüber im klaren, daß die Fortführung dieses Kampfes nur mit der vollständigen Zertrümme­rung des einen der beiden Kämpfenden enden wird. Mister Churchill mag glauben, daß dies Deutschland ist. Ich weiß. eswirdLng- land sein.

In dieser Stunde fühle ich mich verpflichtet, vor meinem Gewissen noch einmal einen Appell an die Vernunft auch in England zu richten. Ich glaube, dies tun zu können, weil ich ja nicht als Besiegter um etwas bitte, sondern als Sie­ger nur für die Vernunft spreche. Ich sehe keinen Grund, der zur Fortführung dieses Kampfes zwingen könnte.

Ich bedauere die Opfer, die er fordern wird. Auch meinem eigenen Volk möchte ich sie ersparen. Ich weiß, daß Millionen deutsche Männer und Jung« finge bei dem Gedanken glühen, sich endlich mit dem Feind auseinandersetzen zu können, der ohne jeden Grund uns zum zweiten Mal den Krieg erklärte.

Allein ich weiß auch, daß zu Hause viele Frauen und Mütter sind, die trotz höchster Bereitwilligkeit, auch das Letzte zu opfern, doch mit ihrem Herzen an diesem Letzten hängen. Herr Churchill mag nbn diese meine Erklärung wieder abtun mit dem Ge- : schrei, daß dies nur die Ausgeburt meiner Angst ei und meines Zweifels am Endsieg. Ich habe dann eben jedenfalls mein Gewissen erleichtert gegenüber den kommenden Dingen.

Bedauern den Siegeszug des Dritten Reiches er­leben. Unverbesserliche Reaktionäre oder blinde Nihilisten mögen innerlich wohl traurig sein, daß alles anders kam, als sie es sich erhofften. Allem ihre Zahl ist eine lächerliche und ihre Bedeutung ist noch geringer. Leider aber wird anscheinend für die Beurteilung des deutschen Volkes nach außen dieser Abschaum der Nation als Maßstab gewählt. Daraus ergeben sich dann in der krankhaften Phan- taste gescheiterter Staatsmänner die letzten An- klammerungspunkte für ein neues Hoffen. Je nach­dem ist es dann derGeneral Hunger", den die britischen Feldherren zum Verbündeten erwählen, ober diedrohende Revolution". Es gibt keinen so tollen Unsinn, daß diese Leute ihn nicht ihren eigenen Volkern vorsetzen würden, um sich so wieder auf einige Wochen fortzuhelfen.

zumindest totgeschwiegen.

Ich habe Ihnen damals gleich versichert, daß ich befürchte, wegen dieses meines Friedensvorschlages sogar als Angschase verschrien zu werden, der nicht mehr kämpfen will, weil er nicht mehr kämpfen kann. Es ist auch genau so eingetroffen. Ich glaube nun allerdings, daß schon heute Frankreich natürlich weniger die schuldigen Staatsmänner als das Volk 'über diesen 6. Oktober anders denken wird. Welch namenloses Elend ist seitdem über dieses große Land und Volk ge­kommen! Ich will noch nicht einmal davon reden, was dieser Krieg den Soldaten an Schmerz zufügte, denn über dem steht noch fast das Leid, das durch die Gewissenlosigkeit derer entstand, die Mil 11 o nen Mewschen von ihrem Heim ohne jeden Grund forttrieben, nur in dem Gedanken, dadurch der deutschen Kriegsführung vielleicht Schwierigkeiten bereiten zu können. Al­lerdings eine unverständliche Maßnahme. _ Diele Evakuierung wirkte sich am schädlichsten für die alliierte Kriegsführung aus, am furchtbarsten aber für die betroffenen unglücklichen Opfer. Was die Herren Churchill und Reynaud mit diesen ihren Rat­schlägen und Anordnungen Millionen Menschen an Leid zugefügt haben, können sie weder diesseits noch jenseits verantworten. Das alles hätte uüe ge­sagt nicht zu kommen brauchen. Denn ich habe noch im Oktober weder von Frankreich noch von England etwas anderes verlangt, als nur den Frieden. Aber die Herren Rüstungsinteressenten wollten die Fortsetzung dieses Krieges um jeden Preis, und sie haben diesen Krieg nun bekommen

Ich bin selber zu sehr Soldat, als daß ich nicht für das Unglück einer solchen Entwicklung Ver- ständnis hätte. Ich höre nun aus London nur ein Geschrei es ist nicht das Geschrei der Massen, sondern der Politiker, daß der Kampf e r st r e ch t ortgefefot werden müsse.

Ich weiß nicht, ob diese Politiker schon die r i ch- t i g e Vorstellung von der kommenden Fort­setzung dieses Kampfes besitzen. Sie erklären aller­dings, daß sie diesen Krieg weiterführen werden und, wenn England daran zugrund eginge eben von Kanada aus. Ich glaube kaum daß dies so zu verstehen ist, daß das englische Volk nach Kanada geht, sondern es werden sich doch wohl nur die Herren Kriegsinteressenten nach Kanada zurück­ziehen. Das Volk wird, glaube ich, schon in England bleiben müssen. Und es wird den Krieg in London dann sicherlich mit anderen Augen ansehen als feine sogenannten Führer in Kanada.

Glauben Sie mir, meine Abgeordneten, ich

empfinde einen inneren Ekel vor dieser Sorte gewissenloser parlamentarischer Volks- und Staatenvernichter. Es tut mir fast weh, wenn mich das Schicksal dazu ausersehen hat, das zu stoßen, was durch diese Menschen zum Fallen gebracht wird; denn meine Absicht war es nicht, Kriege zu führen, sondern einen neuen Sozial- staat von hiMer Kultur aufzubauen. Icdes Iahr dieses Krieges raubt mich dieser Arbeit. Und die Ursachen dieses Raubes sind lächerliche Nullen, die man höchstens als politische Fabrik­ware der Natur bezeichnen kann, sofern sie nicht ihre käufliche Schlechtigkeit zu etwas Besonde­rem stempelt.

Mister Churchill hat es soeben wieder erklärt, daß er den Krieg will. Er hat nun vor etwa sechs Wochen mit dem Krieg in dem Raum begonnen, in dem er anscheinend glaubt, wohl besonders stark zu sein, nämlich den Luftkrieg gegen die Zivilbevölkerung, allerdings unter dem vorgeschobenen Motto gegen sogenannte kriegswich­tige Einrichtungen. Diese Einrichtungen sind seit Freiburg offene Städte, Marktflecken und Bauerndörfer, Wohnhäuser, Lazarette, Schulen, Kindergärten und was sonst noch alles getroffen

6 DieUmwelt. Die letzten Hoffnungen scheinen in den Augen der englischen Politiker, außer auf den verbündeten und alliierten Nationen, bestehend aus einer Reihe von ausgehaltenen Staatsoberhäuptern ohne Thron, Staatsmännern ohne Volker und Ge­neralen ohne Armeen, auf neue n K o m p l t f a - t i o n e n zu beruhen, die sie glauben dank ihrer hierin bewährten Geschicklichkeit Hervorrufen zu kön­nen Ein wirklicher Ahasver unter diesen Hoffnungen ist her Glaube an eine mögliche neue Entfremdung zwischen Deutschland und Rußland. D asbeu 11 ch - ru sische Verhältnis lst endgul11g fest - ae legt Der Grund für diese Festlegung lag dann daß unterstützt von gewissen Kleinstaaten, England und' Frankreich ununterbrochen Deutschland Erobe- runasabsichten in Gebieten unterschoben, bie außer« halb9 aller deutschen Interessen lagen. Bald hieß es, Deutschland wolle die Ukraine besetzen dann wieder, in Finnland einmarschieren, ein anderes Mal be hauptete man, Rumänien sei bedroht, ja, endlich fürchtete man sogar für die Türkei.

Ich hielt es unter diesen Umstanden für richtig, vor allem mit Rußland eine nüchterne Änteresstn- festsetzung vorzunehmen, um einmal für immer klWegen, was Deutschland glaubt, für seine Zu-

4. Kriegswichtige Roh st o fse. Dank dem Vierjahresplan war Deutschland in hervorragender Weise auch für die schwerste Belastung g e r ü st e t. In keiner Wehrmacht der Welt ist auch mir annähernd wie in Deutschland eine Umstellung von kriegswichtigen Stoffen, die importiert werden müssen, auf solche, die im Lande sind, erfolgt. Dank dem Wirken des Reichsmarschalls ist die Umstellung der deutschen Wirtschaft zu einer autarken Kriegs­wirtschaft schon im Frieden vollzogen worden. Wir besitzen vor allem die beiden wichttgsten Rohstoffe: Kohle und Eisen in einem ich darf heute sagen unbegrenzten Ausmaß. Die Ver­sorgung mit Brennstoff ist in den Vorräten eine reichliche und die Kapazität unserer Produk­tion eine steigende und m kurzer Zett selbst beim Versiegen jeder Einfuhr eine für unseren Be­darf vollkommen genügende. Durch unsere Metall- sgmmlung hat sich von vornherein der Grundstock unsererMetallreserven so erhöht, daß wir jeder Kriegsdauer gewachsen und keinem Ereignis unterlegen sind. Es kommen hinzu noch die gewal­tigen Möglichkeiten, die in der Erfassung einer un­übersehbaren Beute sowohl als in der Erschließung der von uns besetzten ^Gebiete liegen. Deutschland und Italien besitzen in dem von ihnen regulierten und kontrollierten Wirtschaftsraum rund 200 Mil­lionen Menschen, von denen nur 130 Millionen Soldaten stellen, während über 70 Millionen aus­schließlich wirtschaftlich tätig sein können. Ich habe Ihnen, meine Abgeordneten, am 1. September mit­geteilt, daß ich für -die Führung dieses Krieges zu­nächst einen neuen Fünf-Jahresplan aufstellen ließ. Ich kann Ihnen heute versichern, daß in diesem Sinne alle Maßnahmen getrosten wurden, daß ich aber ganz gleich, was auch kommen mag nunmehr überhaupt in der Zeit keinen uns irgend­wie mehr bedrohenden Faktor sehe. Auch die Er- nährung ist dank der diesmal beizeiten getrof­fenen Maßnahmen für jede Dauer des Krieges hm

hat die Entwicklung mir bisher wohl recht ge­geben. Trotzdem ich von dieser Entwicklung über­zeugt war, hatte ich damals Frankreich und Eng­land die Hand zur Verständigung ge­boten. Die Antwort, die ich darauf erhielt, ist noch in Ihrer Erinnerung. Allgemeine Argumente über den Unsinn einer WeiterführunH dieses Kamp­fes, über die Sicherheit, selbst im günstigsten Fall keinen Gewinn, sondern nur Opfer zu bekommen, wurden etweder mit Spott und Hohn bedacht oder

fchen Großdeutschen Reiches. !

Ich kann die Betrachtung über diesen Kampf \ nicht schließen, ohne gleich hier unseres Bundes- ! genossen zu gedenken. . . \

Seit es ein nationalsozialistisches Regime gibt, standen in seinem außenpolitischen Programm zwei Ziele: 1. Die Herbeiführung einer wahren Ver­ständigung und Freundschaft mit Ita­lien und 2. die Herbeiführung des gleichen Ver­hältnisses z u E n g l a n d. Sie wissen, meine Partei­genossen, daß mich diese Auffassungen schon vor 20 Jahren genau so bewegten wie später. Ich habe diese Gedanken publizistisch und in Reden unzählige Male behandelt und verteidigt, solange ich in der demokratischen Republik selbst nur Oppositioneller war. Ich habe sowie mich das deutsche Volk mit seiner Führung beauftragte sofort versucht, diese älteste Zielsetzung der nationalsozialistischen Außen­politik nun praktisch zu verwirklichen. Ich bin auch heute noch traurig, daß es mir trotz allen meinen Bemühungen mit England nicht gelungen ist, zu jener Freundschaft zu fonimen, die wie ich glaube für beide Völker ein Segen gewesen märe, unö mar, daß mir dies trotz unentwegter aufrichtiger Bemühungen nicht gelungen ist.

Ich bin aber um so glücklicher, daß wenigstens der erste Programmpunkt meiner außen­politischen Zielsetzung verwirklicht werden konnte. Ich danke dies vor allem dem Genius, der heute an der Spitze des italienischen Volkes steht. Denn nur dank seinem säkularen Wirken wurde es möglich, die beiden geistig einander so verwandten Revolutionen zusammenzuführen, um nun am Ende durch das gemeinsam vergossene Blut einen -öuno zu besiegeln, der bestimmt ist, Europa em neues Leben zu erschließen. Daß ich persönlich die. Ehre habe, der Freund dieses Mannes fern zu können, beglückt mich angesichts der Eigenart eines Lebens- schicksales, das ebensoviel Gemeinsames mit dem meinen aufzuweisen hat wie unsere beiden Revolu­tionen, ja, darüber hinaus sogar die Geschichte der Einigung und des Emporstiegs unserer beiden Nationen.

Seit der Wiedererhebung des deutschen Volkes haben wir allein aus Italien menschliche Stimmen des Verständnisses vernehmen können. Aus diesem erwiderten gegenseitigen Verstehen erwuchs benbige Interessengemeinschaft. Sie wurde endlich in Verträgen festgelegt.

Als dem Deutschen Reich entgegen meinem Wunsch und Willen im vergangenen Jahr die­ser Krieg aufgezwungen wurde, fand eine Ab­stimmung des weiteren Vorgehens unserer beiden Staaten zwischen Mussolini und mir statt. Der Nutzen, der dem Reich aus der hat-

tunft als Interessengebiet ansehen zu müssen, und was umgekehrt Rußland für seine Existenz als wich­tig hält. Auf dieser klaren Abgrenzung der beider­seitigen Interessengebiete erfolgte die Neuregelung des deutsch-russischen Verhältnisses. Jede Hoff­nung, daß im Vollzug dessen nun eine neue deutsch-russische Spannung eintreten konnte, ist kindisch. Weder tat Deutschland einen Schritt, der es außerhalb seiner Interessengebiete geführt hätte, noch hat Rußland einen solchen ge­tan. Die Hoffnung Englands aber, durch die Herbei­führung irgendeiner neuen europäischen Krise eine Entlastung seiner eigenen Situation erreichen zu können, ist, soweit es sich um das Verhältnis Deutschlands zu Rußland handelt, ein Trug­schluß. Die britischen Staatsmänner sehen alles etwas langsamer ein, sie werden also auch dies schon noch im Lause der Zett begreifen lernen.

Ich habe in meiner Rede am 6. Oktober die m ei­tere Entwicklung dieses Krieges wohl richtig vorhergesagt. Ich versichere Ihnen, meine Abgeordneten, daß ich keinen Moment am Sieg zweifeln könne. Wenn man nun nicht ausgerechnet in den Niederlagen die Merkmale uni) Garantien des Endsieges erblickt, dann glaube ich,

5. Die Haltung des deutschen Volkes. Das deutsche Volk ist dank der nationalsoziallstifchen Erziehung in diesen Krieg nicht gegangen mit der Oberflächlichkeit eines Hurra-Patriotismus, son­dern mit dem fanatischen Ernst einer Rasse, die das Schicksal kennt, das ihr bevorsteht, falls sie be­siegt werden sollte. Die Versuche der Propaganda unserer Gegner, diese Geschlossenheit aufzulosen, waren ebenso dumm wie wirkungslos. Zehn Mo­nate Krieg haben diesen Fanatismus vertieft. Ueberhaupt ist ein Unglück, daß die Meinung der Welt nicht von Menschen geformt wird, die die Dinge sehen wollen, wie sie sind, sondern nur von solchen, die sie so sehen, wie sie es wollen. Ich habe in den letzten Tagen zahllos- Dokumente ans der Bundeslade des alliierten Hauptquartiers durch- studiert die u. a. auch Stimmungsbenchte aus Deutschland enthalten bzw. Denkschriften über die Verfassung und innere Haltung des deutschen Vol­kes. Es sind dies Berichte, die auch von Diplomaten stammen. Es ergibt sich bei der ^kture die er Berichte wirklich nur die Frage, c.o ihre Verfasser blinb? blöde oder niederträchtige Schürten sind. gebe nun ohne weiteres zu, daß es auch in Deutsch land selbstverständlich einzelne Subjekte gegeben hat und auch wohl heute noch gibt, die fast mit

Seit dem Wiederaufbau der deutschen Wehr- macht wurde er zum Schöpfer der deut­schen Luftwaffe. Es ist nur wenig Sterb­lichen gegeben, im Zuge eines Lebens ein mili­tärisches Instrument aus dem Nichts zu schaf- fen und zur stärksten Waffe ihrer Art in der Welt zu entwickeln.

Generalfeldmarschall Göring hat schon als Schöpfer der deutschen Luftwaffe, als einzelner Mann den höchsten Beitrag für den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht geleistet. Er hat als Führer der deutschen Luftwaffe im bisherigen Verlauf des Krieges mit die Voraussetzung zum Sieg geschaffen. Seine Verdienste sind einmalige! Ich ernenne ihn daher zum Reichsmarschall des Grohdeutschen Reiches und verleihe ihm das Grohkreuz des Eisernen Kreuzes.

Für die Verdienste um den Sieg der deutschen Waffen im Kampf für die Freiheit und Zukunft unseres Großdeutschen Reiches befördere ich nun zum Generalfeldmarschall den Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von B r a u ch i t s ch , die Generalobersten von Rund- st e d t, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe A, Ritter von ßeeb, Oberbefehlshaber der Hee­resgruppe C, von Bock, Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B, List, Oberbefehlshaber der '12. Armee, von Kluge, Oberbefehlshaber der 4. Ar­mee, von Witzleben, Oberbefehlshaber der 1. Armee, von Reichenau, Oberbefehlshaber der 6. Armee.

Ich beförder zu G e n er a l o b e r ft e n die Gene­rale Halder, Chef des Generalstabes des Hee­res, Sollmann, Oberbefehlshaber der 7.Armee, Frhr. von Weichs, Oberbefehlshaber der 2. Ar- mee, von Küchler, Oberbefehlshaber der 18. Ar­mee, Busch, Oberbefehlshaber der 16. Armee, Strauß, Oberbefehlshaber der 9.Armee, von F a l k e n h o r st, Militärbefehlshäber in Norwegen, von Kleist, Kommandierender General des 22. AK., Ritter von Schobert, Kommandieren­der General des 7. AK., Guderian, Kommandie­render General des 19. AK., Hoth, Kommandie­render General des 15. AK., Haase, Kommandie­render General des 3. AK., Hoeppner, Kom­mandierender General des 16. AK., Fromm, Chef der Heeresrüftung und Befehlshaber des Cr- fatzheeres.

Unter Berücksichtigung der einmaligen Ber­

gen sind. !

Ich habe Ihnen schon am 1. September des ver­gangenen Jahres erklärt, daß, ganz gleich, was auch kommen mag, weder Waffengewalt noch die Zeit, Deutschland niederzwingen werden. Das Reich ist nun heute militärisch stärker als jemals zuvor. Sie haben die im einzelnen sicherlich schweren, im ge­samten aber doch so geringen Verluste gesehen, die die deutsche Wehrmacht im Kampf der letzten drei Monate erlitten hat. Wenn Sie bedenken, daß wir in dieser Zeit eine Front aufrichteten, die nunmehr vom Nordkap bis zur spanischen Grenze reicht, dann sind diese V e r l u st e, besonders gemessen an den Verlusten des Weltkrieges, außerordentlich geringe. Die Ursache dafür liegt abgesehen von der durchschnittlich hervorragenden Führung in der ausgezeichneten taktischen Ausbildung des ein­zelnen Soldaten, der Verbände sowie Les Zusam­menwirkens der Waffen. Die weitere Ursache liegt in der Güte und Zweckmäßigkeit der neuen Waffen und die dritte in dem. bewußten Verzicht auf jeden sogenannten Prestige-Er­folg. Ich selbst habe mich bemüht, grundsätzlich je- »en Angriff und jede Operation zu vermeiden, die nicht im Sinne einer wirklichen Vernichtung des Gegners notwendig sind, sondern nur einem ver­meintlichen Prestige zuliebe getan werden sollten. Trotzdem haben wir natürlich für vielfach höhere Verluste Vorsorge getroffen. Die dadurch eingespar­ten Männer unseres Volkes werden der Weiter- führung des uns aufgezwungenen Freiheitskampfes zugute kommen. Augen­blicklich werden viele unserer Divisionen aus Frank­reich wieder zurückgezogen und in ihre Heimat­standorte verlegt. Viele Männer können beurlaubt werden. Waffen und Gerät werden wieder instand- aesetzt oder durch neueres Material ergänzt. Im ganzen ist die Wehrmacht heute stärker als je zuvor! rr

2 Di e W affen. Der Verlust an Waffen im norwegischen und besonders auch im Feldzug gegen Holland, Belgien und Frankreich ist em vollständig belangloser. Er steht in keinem Verhältnis zur Pro-