Ausgabe 
20.3.1940
 
Einzelbild herunterladen

(Nachdruck verboten!)

13. Fortsetzung

sagte sie mit einer ein-

aber sparsam damit umgehen!

* Gilt auch für Knorr Bra'ensoße auch sie ist nicht etwa unbeschränkt zu haben.

Heuchelheim Turnhalle

Am 24. März 1940 (1. Osterfeiertag)

Großes Konzert

von

geben ihre Vermählung bekannt

20. März 1940

ausgeführt von einem Musikkorps der Luftwaffe

z.Z. Zwickau i.Sa., Heinrich-Äraun-Krankenhaus

Beginn 19 Uhr.

Anschließend: TANZ!

1399A

1403 D

Dresdner Bank

Gießen, den 19. Marz 1940

1404D

S c h i p p e 1

Besch

1388 V

Q

vorrätig

Mioapml Richard Mühlich, Gießen, Dammstraße 22

in größter Auswahl !

Schulartikel

Telefon 4314

1336A

Stadttheater

Der Würfel ist kochfertig, also kein Fett zusetzen I Zum Strecken, Binden und Verbessern anderer

o8ie Zeit idt atyoüd jeg&icber Verdcfywendung ffefgt beißt da« Motto: dpardavndte Verwendung!

Soßen genügt oft schon ein Teilchen des WürfelsI Nur 3 Minuten durchkochen, damit nichts verkocht!

Oie Geburt eines gesunden Zwillingspärchens zeigen in dankbarer Freude an

Zanet Holderer, geb. Mac £ean Kurt Holderer

Or. med. Dieter Poppert Siegrid Popperi, geb. Hallter

Das große moderne Fachgeschäft für feine Parfümerien und Seife, Kosmetik und Schönheitspflege, Toilettenartikel, sanitären Damen bedarf hat reizende

flatterte davon.

Bitte, treten Sie ein!"

Schreibwaren

1371 D

Er sah ihr Gesicht noch immer nicht deutlich; das Licht flutete ihm zu stark entgegen. Aber in der Neigung ihres Kopfes lag ihre stumme Frage, wel­chem Umstand sie seinen Besuch zu verdanken habe.

Ich mache eine kleine Reise durch Deutschland, Fräulein Naumann ... Ich bin Engländer, was Sie wahrscheinlich bereits am Namen und an mei­ner Aussprache festgestellt haben werden ..."

Renate Naumann gab die Tür frei.

Die überflimmerte Linie ihres schönen, zarten Profils verwirrte Parker für einen Augenblick und ließ ihn stocken. Eine merkwürdige Hoffnung, der Kelch dieses fragwürdigen Abenteuers möge durch die Reizlosigkeit der Frau an ihm vorübergehen.

z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01035 a.d.G.A.

AUS SAARBRÜCKEN jetzt Gießen, Marktstraße Nr. 28 Fernruf 3795

Siebenundsechzigste ord. Hauptversammlung

Hiermit werden die Aktionäre zur siebenundsechzigsten ordentlichen Hauptversammlung, die

Freitag, den 12. April 1940, mittags 12 Uhr

Im Bankgebäude Dresden, König-Johann-Straße 3

stattfinden wird, eingeladen.

T a gesordnungr

1. Vorlegung des Geschäftsberichts und des Jahresabschlusses für 1939 mit dem Bericht des Aufsichtsrates.

2. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinns.

3. Beschlußfassung über die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates.

4. Wahlen zum Aufsichtsrat

5. Wahl des Abschlußprüfers.

Jeder Aktionär ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Um in dieser stimmen oder Anträge stellen zu können, müssen die Aktionäre ihre Aktien gemäß § 19 der Satzung spä­testens bis zum 9. April ds. Js. einschließlich

bei der Dresdner Bank in Dresden oder Berlin bei der Länderbank Wien Aktiengesellschaft, Wien oder bei einer Niederlassung dieser Institute bis zum Ende der Schalterkassenstunden hinterlegen und bis zur Beendigung der Hauptversammlung dort belassen. Für den Fall einer Hinter­legung bei einem deutschen Notar oder einer Wertpapier­sammelbank ist der Hinterlegungsschein am zweiten Tag vor der Hauptversammlung der Dresdner Bank in Dresden einzureichen.

Berlin Dresden, den 20. März 1940.

Der Vorstand:

ämeiie

Wirklich selbständige

Kontoristin

mit allen Büroarbeiten voll­ständig vertraut- für bald oder später gesucht.

Schriftliche Angebote unter 1415A an den Gieß. Anzeiger.

Neue

Tapeten

Ateliers ausgeschrieben und bin auf gut Glück los­gezogen ..."

Sie suchen Bilder?"

Nicht ausschließlich. Sagen wir mal: Kunst- gegenstände, soweit sie sich im Koffer mitnehmen lassen also Kunst bis zum Kilogramm ..." Er lachte.

Und Renate stimmte belustigt in seine Heiterkeit ein.Oh, ich kann Ihnen eine Menge von Adressen geben, wo Sie nicht nur vom Format, sondern auch vom Gehalt der Arbeiten befriedigt sein werden! Und außerdem glaube ich, Ihnen versichern zu kön­nen, daß Sie dort wie ein.Cherub empfangen wer­den. Leute, die freiwillig vier Treppen hoch steigen und außerdem ernsthafte Absichten haben, sind näm­lich etwas dünn gesät ... Aber ich fürchte, Sie haben sich bei mir die Mühe des Treppensteigens umsonst gemacht; ich arbeite nämlich Puppen Ein kleines bedauerndesLeider!" kam hinterher.

Puppen für Kinder?" fragte er, als habe er nicht recht gehört oder als müsse er sich vergewissern, einen ihm nicht ganz geläufigen Ausdruck richtig verstanden zu haben.

Ja ..." Ihre Antwort kam ein wenig zögernd.

Auf Parkers Zigarette hatte sich ein langer Aschen­streifen gebildet, der bald herabzufallen drohte; er hielt die linke Hand hohl auf und sah sich suchend um. Renate Naumann eilte zum Fenster, auf dessen Sims ein paar leere Untersätze zwischen üppigen Topfgewächsen standen. Parker war gleichfalls auf­gesprungen. Er kam ihr auf halbem Wege entgegen und nahm ihr die flache Keramikschale ab. Für einen Augenblick standen sie ganz nahe beieinander, unter dem schrägen Fenster, über dessen mächtigem Viereck die strahlende Bläue des Himmels leuchtete. Ihre Hände berührten sich.

Puppen ..." Parkers Stimme klang dunkel und erregt, aber er beherrschte sich bereits, ehe er noch Renates unmerkliches Zurückweichen wahrgenom­men hatte.Oh, Sie haben mich vielleicht falsch verstanden! Ich bin kein Sammler ich will mir und ein paar Freunden, denen ich verpflichtet bin, Geschenke mitnehmen. Jeder schenkt nach seinem Geschmack; meiner wird in London ein wenig ge­fürchtet. Es ist mir schon einige Male widerfahren, daß ich meine Geschenke in Wohltätigkeitslotterien wiedergefunden habe ... Puppen? Hm, ich sehe eine neue Möglichkeit, meine Freunde zu erfreuen: indem ich sie vor Peinlichkeiten bewahre und dafür

Für.3-Personen- haushalt zuverl. Mädchen oderFrau für halbe Tage gesucht. uuD Ludwigstr. 44 v. Mädchen oder

öausiahtmOöel für halbe Tage in kleinen Haus­halt (1 Erwachs, und 1 Kind) für 1. Avril o. spät, gesucht. [1416D

Beethoven- straße 1 I.

| Kaufgesuche | Gebrauchter

iBolöcnc Wolh über Ktnafe

Roman von horst Biotnath.

Beinen. Eine kleine Vitrine mit blanken Scheiben und hübschen Porzellantassen darin vervollständig­ten die Einrichtung.

Parker trat langsam tiefer in den Raum hinein. Es war eine neue Umwelt, in der er sich bewegte, und doch drängten sich alte Erinnerungen an ihn. Es war ihm, als hätte er schon einmal dieses alles gesehen, so oder so ähnlich, in fernen Tagen neben den Gestalten seiner Eltern, des ruhelosen, spru­delnd lebendigen Vaters, der sanften, leisen Mut­ter ... Immer schattenhafter waren ihre Bilder geworden, je weiter er sich von ihnen entfernte und weshalb, weshalb standen sie gerade jetzt, in diesem Augenblick, so farbig und deutlich vor seinem Gedächtnis?

Renate Naumann deutete auf einen der Stühle.

Parker entging ihre Geste. Er stand mit leicht ge­senktem Kopf in der Mitte des Ateliers. Es fiel ihm im Augenblick nichts anderes ein, als seine plötzlich aufsteigende Unsicherheit hinter der Vorgabe, daß er die deutsche Sprache nicht völlig geläufig be­herrsche, zu verstecken.Ich bin nun, wie sagt man doch gleich? ein hm ein Kunstlieb­haber, ja." Er lächelte erlöst, als sei ihm das ret­tende Wort eingefallen.

Bitte, setzen Sie sich doch!" Sie rückte einen der Stühle ein wenig vom Tisch fort und stellte sich ab­wartend neben den anderen hin.

Er folgte ihrer Aufforderung und ließ sich vor­sichtig, als traue er der Festigkeit des alten Möbels nicht ganz, in den kardinalroten Stoffbezug sinken.

Ich kann Ihnen leider nichts anbieten, Herr?" Sie schaute fragend auf.

Parker Allan Parker!"

--Herr Parker. Ich selbst rauche nicht. Aber

wenn Sie das Bedürfnis nach einer Zigarette haben? Mich stört es nicht."

Wirklich nicht? Darf man--"

Aber, bitte!"

Er holte eine englische Schachtel, die er mit viel List durch sämtliche Zollstationen geschmuggelt hatte, aus seiner Tasche, und brannte sich eine der süß und kräftig duftenden Zigaretten an.Ja", sagte er nach dem ersten, tiefen Zuge,ich bin noch nicht lange in München und habe leider nicht einen einzigen Bekannten hier, der mir als Cicerone hätte dienen können. So habe ich mir denn das Münche­ner Adreßbuch vorgenommen, habe mir ein paar

Schulbücher Lehranstalten

Mtiger Met (Oberkellner) zumsofortigen Eintritt gesucht. Hotel Hopseid

Gießen. [unD

fieinrich.

fiochftättet

Obstbäume

in allen Arten und Formen

Beerenobst,Rosen

Ziergehölze, Hecken- fDflanzen, Koniferen- _ , Stauden u. alle anderen

Baumschulpflanzen.

Markenware. 997d Katalog franko.

Lenhauser Baumschulen Möllers & Co., Lenhausen/Sauerl.

Tüchtige [01031 zuverlässige WM« f. zwei- bis drei­mal die Woche sofort gesucht. Tannenweg 5.

Mädchen oder unabhängige Frau für Haus- und Küchenarbeit ge­sucht 1409D ßahnholgaststätien Gießen.

die allen Freude machen.

Wenn sie dazu noch nütz­lich sind, werden sie bei jedem Gebrauch immer wieder an den Geber er­innern. Viele solcher schönen und praktischen Geschenke sehen Sie bei

J.B. Häuser

Gießen, a.Oswaldsgarten

(Parkplatz)

Fernruf Nr. 2145-2146

als guter Onkel ihre Kinder beglücke!" Er strahlte Renate an, als erwarte er ein Bravo für seinen gescheiten Einfall.

Und Kinderfeste mit Verlosung machen Sie wohl nicht allzu häufig mit?" fragte sie und lachte ihn an.

Nein ich bin ein Hagestolz ..."

Merkwürdig!" sagte sie mit einem neuen kleinen Lachen.Eine Zeitlang sprechen Sie, als wären Sie in Deutschland aufgewachsen, und dann wieder kommt so ein Wort, das unmittelbar aus dem Wörterbuch geklaubt ist: Hagestolz ..."

,Zst es nicht richtig?"

Gewiß; aber es ist ein wenig veraltet un­gefähr so, als ob ich mich im Englisch Shakespeares mit Ihnen unterhielte. Seit etwa dreihundert Jah­ren ist das gebräuchlichere Wort dafür .Jung­geselle'."

Parker wiederholte den Ausdruck; er sah lern­eifrig aus und machte ein Gesicht, als ob er das neue Wort in seinem Sprachschatz verankere. Er hatte die Empfindung, in den letzten Minuten sei der dünne Faden von Ufer zu Ufer geflogen, mit dessen Hilfe sich eine feste Brücke bauen ließe. Es war besser und schneller gegangen, als er es je ge­dacht hatte. Dennoch schwankten seine Gefühle zwi­schen Befriedigung über sein rasches Vorwärts- kornrnen und einer peinigenden Unsicherheit.

Das also war nun dieses Fräulein Renate Nau­mann, über dessen familiengeschichtliche Daten er durch ein Schreiben in seiner Brusttasche so gut unterrichtet war wie sie selbst. Ach, weshalb war sie nicht ein wenig unsympathisch? Weshalb ent­sprach sie so sehr dem Bilde oder weshalb hatte ihn bei ihrer ersten Begegnung fast eine Art von Bestürzung ergriffen, weil er in ihr jene Vorstel­lung verkörpert fand, so und gerade so wie sie hätte er sich eine Schwester gewünscht oder die Ge­fährtin? Er spürte wie einen leisen Schmerz das Bedauern, sich ihr nicht vorbehaltlos und frei nähern zu können. Sein Wissen stand dazwischen; und es brannte wie eine gezeichnete Karte unter dem Aermel eines Falschspielers an seiner Haut .., Aber, zum Teufel, war es nicht ein verdammter! Unsinn, so empfindlich zu sein und sich solch mimo­senhafte Bedenken zu machen? Wäre er etwa ent­zückt gewesen, wenn die Erbin von Mister Robert Naumann eine schiefe Hüfte oder einen Kropf ge­habt hätte? Na also! (Fortsetzung folgt.)

ladenden Handbewegung.

Er dankte und überschritt die Schwelle des Ateliers.

Der Raum war nicht allzu groß und durch seine Lichtverhältnisse das schräge Riesenfenster ging nämlich nach Westen für einen Maler ungeeignet. An den zartgelb getönten Wänden hingen ein paar ungerahmte Oelstudien, etwas wirr und aus Brause­jahren stammend, Meister unbekannt, einige Blätter mit begabten Federzeichnungen und zwei gebrannten Tonmasken, in denen man bei gutem Willen Renate Naumann wiedererkennen konnte. Unterhalb des vielfach gestabten Fensters stand, von zwei Zimmer- linden gesäumt, die in geradezu tropischer Mächtig­keit aufgeschossen waren, ein festgearbeiteter Mo­delliertisch. Auf seiner Mitte war eine im Entstehen begriffene Plastik durch ein übergeschlagenes Lei­chentuch dem Anblick entzogen; daneben lagen ein paar faustgroße Plastilinkugeln und ein Dutzend Spachtel und Modelliermesser verschiedener Größe. An der rechten Türecke war ein Raum durch einen bunten Cretonnevorhang abgeteilt und an der linken Wand, etwa in der Mitte, standen vor einem schma­len Büchergestell mit Mappenwerken und bunten Einbänden zwei alte Polsterstühle und ein halb­hoher Mahagonitisch mit geschweiften dünnen

Mittwoch

19.3022.30 Uhr

24. Mittwoch-Miete

Der Graf von Luxemburg

Operette von Franz Lehär.

Preise: RM. 0.90 bis 3.60. i389d

Weiler

mit 1412D Führerschein IV gesucht

Walltorstr. 5.

ww zirka 10 Wochen alt, zu kaufen gesucht. 1410D

Haussauer

Bruchstratze 26.

Kaufe ständig

PIANOS FLÜGEL

gegen bar 76oD R. SCHÖNAU Bahnhofstr. 76, Fernspr. 3269. Vervieilältigungs-

Apparat gebraucht, aber intadellosernZin stände, zu kaufen gesucht. Schrift!. Angebote unter 1400Da.d. Gieß. Anzeiger erbet.

Schreibe maschine gebraucht, zu kaufen gesucht. Angebote unter 1406D a.d.G.A.

KleineAnzeigen 'M Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen.

45-Zim.-Woling. mit Bad von älterem, ruhigen Ehepaar per so­fort oder später i. Südviertel ges. Schr. Ang. unt. 01034 a.d.G.A.

Kleines Eoötoiofal z.mietengesucht. Schrift!. Angeb. mit Preisangabe unt.Postschließ- fach 6, Westlar. (Stellenangebote] Tücht., zuverläss. MsMeiker

oder limD Melkerinnen und ein jüngerer

Wnssenr für Lieferwagen sofort gesucht. GörJnöertljol Seltersweg 55.

| Vermietungen |

Sonnige

Stimmer Wohnung Nähe Universität mit Küche,Bade­zimmer, Balkon u. Zubehör zum 1. Mai d. I. zu vermieten.

Schr. Anfr. unt. 01037 a.d.G.A.

Schöne

MmmÄ

Neubau, mit Zu­behör, Nähe Gie­ßen, zu vermiet. Schr. Ang. unt. 1357Da.d.G.A.

Garage zu vermieten, sowie 1407V

Wiese

zu pachten ges.

Huhn, ^RitteMasse. | Mietgesuche

0944