Ausgabe 
20.2.1940
 
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Der

Gießen (Hammstraße 14), den 20. Februar 1940.

0581

821D

Großen-Linden, Gießen. Hochelheim, den 18. Februar 1940.

Beerdigung: Mittwoch, den 21. Februar, 14% Uhr.

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Stadttheater

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 21. Februar, um 13% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Vater, Schwieger­vater, Großvater und Urgroßvater

Heute verschied nach langem schweren Leiden unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater

Die trauernden Hinterbliebenen : Familie Ph. Luh XIII. Wwe. Familie Heinrich Blaß Familie Fritz Eckhardt.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 21. Februar, nachm. 2 Uhr statt

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Bekanntmachungen.

Vorverlegung zur Reichskleiderkarte.

Sonderbeauftragte für die Spinnstoffwirt-

im Felde

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Mädchen im Gebäude der Liebigschule.

Die Direktoren:

verteidigte damit seinen deutschen Titel erfolgreich. Den zweiten Platz sicherte sich Josef G st re in (Obergurgl) mit nahezu 18 Punkten Rückstand vor dem vorjährigen Zweiten und Wehrmachtmeister Leutnant Günther Meergans (Hirschberg), der mit Weiten von 45 und 47 Meter zwar das Kom­binationsspringen gewann, in der Weite aber von dem jungen Soldaten Hans Beer mit 48 Meter übertroffen wurde.

Niederschlagung

von Handwerkskammer-Beiträgen.

Der Reichswirtfchaftsminifter hat die Handwerks­kammern allgemein ermächtigt, Handwerkskammer­beiträge niederzuschlagen, wenn d^is zur Abwendung von Härten gegenüber den Beitragspflichtigen er­forderlich erscheint. Der im Einzelfall niederzufchla- gende Beitrag darf jedoch 100 RM. nicht über­schreiten.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, Berlag und Druck: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., Verlagsleiter: Dr. Erich Hamann, alle in Gießen.

Dr. Wolkewitz Angelberger Wüstenhöfer Schelborn

Allgemeine Körperschule:

Donnerstag, 18 bis 19 Uhr, Goetheschule. Beginn: 22. Februar 1940.

WHW.-Leranstaltung der Leichtathleten.

Som Büchertisch des Sportlers.

Geschichte der Leibesübungen. Von Dr. B. Saurbier und E. Stahl. 240 Seiten, Ganz­leinen 6,50 RM. R. Vogtländers Verlag, Leipzig. (21) Die Geschichte der Leibesübungen be­ginnt mit der Darstellung der antiken Gymnastik und endet mit den Leibesübungen der heutigen Tage. Den Hauptgedanken bildet das Werden der deutschen Leibesübungen, deren Aufgabe und Or­ganisation ihre historische Begründung im national­sozialistischen Staat findet. Die Verfasser haben alle Wandlungen der Geschichte der Leibesübungen in flüssiger und angenehmer Sprache aufgezeichnet Das Werk ist ein unentbehrliches Handbuch für jeden, der sich mit diesem Gebiet der Kulturgeschichte beschäftigt. Besonders wichtig sind die Literatur­angaben in den Fußnoten, das ausführliche Schrif­ten- und Ramensoerzeichnis, die das Buch auch zu einem vorzüglichen Nachschlagewerk machen.

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zweite Runde begonnen. Sie bestätigt erneut ziemlich deutlich die überlegene Rolle der drei führenden Mannschaften VfB. Groß-Auheim, FC. Hanau 93 und Borussia Fulda. Eine abgerundete Leistung bot wieder der Tabellenführer VfB. Groß-Auheim, der zu Hause gegen Dunlop Hanau mit 3:1 (1:1) sieg­reich blieb. Der FC. Hanau 93 bleibt durch seinen überlegenen 6:1- (1:0) Sieg gegen den Lokalrivalen Hanau 1860 den Auheimern dicht auf den Fersen. Nur ein Punkt trennt die beiden führenden Mann­schaften, und dabei weisen die Hanauer das weitaus bessere Torverhältnis auf. Mit einer starken Mann­schaft traten die Borussen aus Fulda bei Kewa Wachenbuchen an und blieben trotz harter Gegen­wehr mit 4:2 (3:1) siegreich.

Seutscher Schimeister in den nordischen Wettbewerben.

Ganz anders als vor Jahresfrist gestaltete sich diesmal der Endkampf um die Deutsche Schimeister­schaft in der nordischen Kombination. Stand Oberhof 1939 im Zeichen eines scharfen Endkampfes einer gleich starken, gleich aussichtsreichen Gruppe deutscher Spitzen­könner, so überragte in Ruhpolding im ersten Kriegs­jahr das Können eines Mannens, des Riesengebirg­lers Gustl B e r a u e r, trotzdem kaum eine fehlte, der den Sudetendeutschen auch 1939 den Sieg streitig zu machen suchte. Somit fanden die Ergebnisse dieses Schiwinters noch einmal ihre Bestätigung beim Kampf um den Goldenen Schi, den sich mit Gustl Berauer der tatsächlich Beste des starken Feldes sicherte. Mit seinem großen Punktvorsprung aus seinem Langlaufsieg brauchte er auf der Adlerschanze nichts mehr zu riskieren. Der Weltmeister stand zwei Sprünge von 39 und 42,50 Meter bombensicher und

Laudsvaf-Ludwlss-Gvmnakrum

Oberschule für Jungen

Luftus-von-Liebig-Sihttle

Oberschule für Jungen

Sbevschttle füv Mädchen

Die Anmeldungen für das neue Schuljahr 1940 werden ent­gegengenommen am Donnerstag, dem 22. Februar, von 9 bis 12.30 Uhr. Vorzulegen sind Geburtsschein, Impfschein und Schulzeugnis. In Klasse 1 können Kinder auch schon nach 3 Grundschuljahren ausgenommen werden, wenn sie körperlich und geisüg gut entwickelt sind und gute Klassen­leistungen aufweisen.

Die Anmeldungen erfolgen:

1. für das Gymnasium und die Langemarckschule im Ge­bäude des Gymnasiums:

2. für die Justus-von-Liebig-Schule und die Oberschule für

Unser Stammhalter überraschte uns am Sonntag, dem 18. Februar 1940 In großer Freude

Lenka Hafner, geb. Hcmdn'ck

Reinhard Hafner, NSv.-Zahnarzt

Herrn Ludwig Vogel VIII.

nach kurzem schweren Leiden im hohen Alter von 82 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzuberufen,

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

Familie Heinrich Feyh.

Staufenberg, den 20. Februar 1940.

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für den Luftschutz und die Rettungsstation werden voraussichtlich in nächster Zeit noch einmal der Be­völkerung zur Besichtigung zugänglich gemacht, so daß alle diejenigen, die diesmal bei dem Besuch noch fehlten, Gelegenheit haben werden, sich auch einmal in dem mustergültigen Schutzraum und in der vorbildlichen Rettungsstation umzusehen.

Den Dank unserer Polizei an alle Spender und Helfer ergänzte Major Hellwege-Emden durch die Versicherung, daß auch für das Jahr bis zum nächsten Sammeltage der Polizei wiederum die bewährte Parole der Polizeibeamten gilt: Wir wollen nichts für uns, aber alles für Deutschland!

37 750 RM. Gesamtergebnis im Kreis Wetterau.

Wie wir von der Kreisamtsleituna der NSV. hören, sind als Ergebnis desTages oer deutschen Polizei" im Kreise Wetterau insgesamt rund 37 750 RM. zu verzeichnen. Es wurden bei der Sammlung alle Abzeichen und darüber hinaus noch viele ältere, von früheren Sammlungen, abgesetzt, ebenso gingen viele freiwillige Spenden ein.

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schaff hat im Hinblick auf die anhaltende Kälte und die Schwierigkeit in der Brennstoffverforgung die Fälligkeit der nach ihrem Aufdruck am 1. 3. und 1.4. d. I. gültia werdenden 20 Punkte der Reichs­kleiderkarte aus den 17. 2.1940 vorverlegt. 879D

Versorgung der Verbraucher mit Nähmitteln.

Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Ge­biete hat nunmehr den Sonderabschnitt der Reichs­kleiderkarte zum Bezug von Nähmitteln freigegeben. Die Einlösung des Abschnitts III für Frauen und Mädchen ist erst für den 26. Februar 1940 und des Sonderabschnittes III für Männer, Knaben und Kleinkinder für den 18. Vlärz 1940 vorgesehen. Es wird erwartet, daß zunächst bis zum Eintritt nor­maler Transportverhältnisse vom Verbraucher nur in dringenden Fällen Nähmittel auf den Sonder­abschnitt III bezogen werden. Bezogen werden kön­nen wiederum auf Abschnitt III für 20 Pf. Näh­mittel, wobei aber die Nähseide nur zur Hälfte des Wertes angerechnet wird, so daß an Nähseide gegen früher das Doppelte bezogen werden kann. 880D

!lS-GenielnsA!t kraft öimö Srenöe

Achtung! KdF.-Sport.

Für Frauen

Gymnastik und Spiele: Donnerstag, 20.30 bis 2130 Uhr, Schillerschute. Für TNänner:

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Nach Gottes Ratschluß wurde unsere geliebte unvergeß­liche Mutter

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im 70. Lebensjahre plötzlich durch einen Schlaganfall von uns genommen.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Am kommenden Samstag bringt das Kreisfach­amt für Leichtathletik in der Halle des VfB.-Reichs­bahn ein Hallenfportfeft zur Durchführung. Mit Rücksicht auf die räumlichen Verhältnisse wird ein verkürztes Programm abgewickelt, so daß folgende Kämpfe ausgetragen werden: für Männer und HI. 30-Meter-Lauf, Weitsprung, Dreisprung, Kugel­stoßen; für Frauen und BDM. 30-Meter-Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen. Besonders wird darauf hingewiefen, daß sämtlichen Jugendlichen Start­erlaubnis durch die Bannführung der HI. erteilt ist. Da es sich bei diesem Hallenfportfeft um eine Veranstaltung zu Gunsten des WHW. handelt, wird an alle Vereinsführer der dringende Appell gerich­tet, möglichst zahlreiche Meldungen abzugeben. Zu­gleich soll hiermit die Leichtathletik-Saison wieder eröffnet werden.

Kuhball der Gauliga-Mannschafien.

Nach langer Pause wurde am Sonntag in der Gruppe Süd der Hessischen Fußballmeisterschaft die

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Bekanntmachung.

Mit Beginn Hes Schuljahres 1940/41 (Schuljahrs­beginn: 4. 4.1940) werden in Gießen, Lich, Laubach, Hungen und Grünberg Mittelschulen eingerichtet.

Nachstehend wird einMerkblatt für die Auf­nahme in eine Mittelschule" bekanntgegeben.

Der Landrat Der Oberbürgermeister des Landkreises Gießen. der Stadt Gießen.

Kreisschulamt. Stadtschulamt.

J.V.: Walter, Schulrat.

Merkblatt

für die Aufnahme in die Mittelschule.

1. Die Mittelschule hat die Aufgabe, eine gehobene praktische, auf die Bedürfnisse der mittleren Führer­stellungen in Verwaltung und Wirtschaft zugeschnit­tene abgerundete Allgemeinbildung zu vermitteln.

2. Außer einer wesentlichen Erweiterung und Ver­tiefung der Volksschulfächer lehrt die Mittelschule 2 Fremdsprachen (Englisch als Pflichtfach in allen 6 Altersstufen, Französisch wahlfrei in den 4 oberen) sowie Kurzschrift und Maschinenschreiben; Mädchen erhalten Unterricht in Hauswirtschaft.

Von der höheren Schule unterscheidet sich die Mit­telschule grundsätzlich durch die Zielrichtung auf die Erfordernisse des praktischen Lebens.

3. Die Mittelschule ist sechsstufig. Sie schließt wie die höheren Schulen an das 4. Grundschuljahr an. In der Regel werden also der Mittelschule Kinder zugeführt, die die Grundschule 4 Jahre lang besucht haben. Für Hochbegabte ist indessen der Eintritt

schon nach 3 Grundschuljahren zulässig. Aufnahme ist aber auch noch nach dem 5. Volksschuljahr mög­lich. Ebenso kann aus den höheren Schulen in andere als Anfangsklassen übergetreten werden. Ein Ueber- tritt von besonders Begabten aus der Mittel- in eine höhere Schule kann erfolgen; die notwendigen Maßnahmen werden im Einzelfall getroffen.

4. Das Abschlußzeugnis der Mittelschule ermöglicht den Eintritt in die Ausbildung für eine ganze Reihe erstrebenswerter Berufe sowohl für Jungen als auch für Mädchen. Es öffnet u. a. den Weg in den ge­hobenen mittleren Dienst bei den Verwaltungs­behörden in Stadt, Staat und Reich, bei der Reichs­post, der Reichsbahn, den Steuer- und Zollämtern (ogl. Verordnung über die Vorbildung und die Lauf­bahnen der deutschen Beamten vom 28. Februar 1939). Ein Junge, der die Mittelschule erfolgreich durchlaufen hat und im Anschluß daran den vorge­schriebenen weitergehenden Ausbildungsweg zurück­legt, kann ferner werden: Volksschullehrer, Ge­werbelehrer, Revierförster, Polizeiinspektor, Dermes- sungsinspektor, Wein-, Obst- oder Gartenbauinspek­tor, Jugendführer, Landjahrführer, Architekt, Bau­ingenieur, Luftfahrtingenieur, Arbeirsdienstführer, Schiffskapitän usw.; ein Mädchen: Volksschullehre­rin, technische Lehrerin, Gewerbe- und Handelslehre­rin, Gartenbaulehrerin, Werklehrerin, technische Assi­stentin, Nahrungsmittelchemikerin, Auslandskorre­spondentin, Post- und Telegraphenbeamtin, Haus­haltspflegerin, Kindergärtnerin, Hortnerin, Jugend­leiterin usw.

Dem Mittelschüler stehen somit alle Berufe offen, die der höhere Schüler nach erfolgreichem Besuche der 6. Klasse ergreifen kann. Erfahrungsgemäß wer­

den die Schüler und Schülerinnen der Mittelschule bei Bewerbungen um Lehrstellen in allen Berufen bevorzugt. 872D

5. Der Unkostenbeitrag wird nach folgenden Sätzen erhoben:

3) voller Satz......6,50 RM. monatlich

b) bei gleichzeitiger Schul­

ausbildung (wobei Ge­

schwister in der Berufs­

schule nicht, in allen übri­

gen Schulen aber mit­gerechnet werden)

von 2 Geschwistern . . . 4,50

von 3 Geschwistern . . . 3,

von 4 Geschwistern . . .,

Die Bestimmungen für die Ermäßigung des Schulgeldsatzes an den höheren Schulen finden sinn­gemäße Anwendung für die Erhebung dieses Bei­trages.

6. Es kann eine Befreiung von der Zahlung des Unkostenbeitrages eintreten, wenn die Eltern der Schüler in bedürftiger Lage find. Unbedingte Vor­aussetzung ist jedoch, daß der Schüler (in) über den Durchschnitt begabt ist. Er (Sie) muß in den Klassen 13 eine eindeutige 2, in den Klassen 46 eine eindeutige 3 haben.

Gesuche um Befreiung sind auf besonderem Vor­druck mit dem Anmeldebogen einzureichen. Vordrucke sind bei den Leitern derjenigen Volksschulen erhält­lich, in denen die Mittelschulklassen vorerst einge­richtet werden.

Freistellengesuche sind zu Beginn eines jeden Schuljahres zu erneuern.

7. Grundsätzlich können alle Eltern, die sich zur

Zahlung des Schulgeldes verpflichten, ihre Kinder in die Mittelschule anmelden. Jedoch kann die Aufnahme von Schülern, die nach ihrem Zeugnis ein erfolg­reiches Mitarbeiten nicht erwarten lassen, abgelehni werden. Eine Aufnahmeprüfung findet nicht statt.

Bei ungenügenden Leistungen oder tadelhaftem Be­tragen im Laufe der Schulzeit erfolgt Ueberweisung in die entsprechende Klasse der Volksschule. Die Ent­scheidung verbleibt in allen Fällen dem Leiter der betreffenden Mittelschule.

8. Die Mittelschulen können selbstverständlich auch von Schülern und Schülerinnen aus der Umgebung der Schulorte besucht werden. Sie bezahlen den gleichen Unkostenbeitrag wie unter 5 angegeben.

9. In Gießen, Lich, Laubach, Hungen und Grün- berg findet, da vorerst besondere Mittelschulgebäude noch nicht vorhanden sind, die Anmeldung bei den Leitern der Volksschulen statt. Bei ihnen wie bei allen Leitern von Volksschulen im Kreis Gießen kann jede gewünschte weitere Auskunft eingeholt werden, ebenso beim Kreis- und Stadtschulamt.

10. Die Unterrichtszeit ist der der höheren Schulen angeglichen, um besonders auch den auswärtigen Schülern entgegenzukommen. Der Unterricht wird im wesentlichen an den Vormittagen erteilt.

11. Anmeldevordrucke sind bei den Schulleitungen sämtlicher Volksschulen und bei dem Kreis- und Stadtschulamt erhältlich. Sie sind bei der Anmeldung in den genannten Schulen unterschrieben abzugeben. Dabei ist das letzte Schulzeugnis vorzulegen.

12. Anmeldungen haben bei den Leitern der Volks­schulen in Gießen, Laubach, Lich, Hungen und Grun- berg bis zum 1. 2Här) 1940 zu erfolgen, werden aber auch bis zum 15.3.1940 entgegengenommen.