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Dienstag, 20. Zebruar 1940
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mark" als gefangen abzuführen. Sobald die britischen Gefangenen an Bord gebracht und die Enter- Mannschaft zurückgekehrt war, dampfte die „Cossak" gegen 12.30 Uhr nachts seewärts.
Oer britische Entlastungsversuch mißglückt.
Neutralitätsbruch steht einwandfrei fest.
Basel, 19. Febr. (Europapreß.) Die „Neue Zürcher Zeitung" stellt in einer längeren Darstellung der Ereignisse im Jössing-Fjord fest, daß der Ueberfall der „Cossack" ohne Zweifel eine rücksichtslose Verletzung der Neutralität Norwegens darstelle. Es handele sich um eine Kriegs Handlung innerhalb der neutralen Küsten- ge wässer, also um eine Verletzung der Artikel 1 und 2 der Haager Konvention von 1907. Der be- sondere Charakter der „Altmark" habe die norwegische Negierung in keiner Weise zwingen können, ihr die Durchfahrt zu verweigern. Nach Artikel 10 der Haager Konvention bedeute die bloße Durchfahrt eines solchen Schiffes durch die Küstengewässer keine Beeinträchtigung der Neutralität.
Die „Basler Nachrichten" befassen sich mit den englischen Persuchen, die von Norwegen erhobenen Vorwürfe abzuschwächen. Das Blatt erklärt, „die Gegenbeschwerde, die England an Nor- wegen gerichtet hat, hat in Oslo keinen Eindruck gemacht^. In Norwegen, das gegen seinen Willen zum Schauplatz des Ueberfalls geworden sei, hielten Regierung und öffentliche Meinung entschieden daran fest, daß das britische Vorgehen u n b e r e ch • tigt gewesen sei, weil nach dem geltenden Völkerrecht auch ein Kriegsfahrzeug, ja selbst ein Prisenschiff mit Prisenmannschaft an Bord das Recht zu einer kurzen Durchfahrt durch die Territorialgewässer ohne Anlaufen eines Hafens habe. Die in der englischen Note als Entlastungsversuch angeführten Umstände würden daher in Oslo, so heißt es in dem Bericht, als juristisch unerheblich bezeichnet. i
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Oslo, 19. Febr. (DNB.) Während die ganze Welt mit Abscheu und in einmütiger Empörung das brutale völkerrechtswidrige Vorgehen der britischen Meuchelmörder gegen die Matrosen des deutschen Handelsdampfers „Altmark" anprangert, wurden die Opfer dieses feigen Ueberfnlles am Montagnachmittag m norwegischer Erde zur letzten Ruhe bestattet. Der Beisetzung wohnten der deutsche Gesandte Dr. Bräuer, der Landeskreis- leiter Span aus, die überlebende Besatzung des Schiffes, sowie zahlreiche Vertreter norwegischer Behörden, darunter der Kommandeur des Küstenabschnittes der norwegischen Kriegsmarine bei. Auch die Anteilnahme der norwegischen Bevölker ung war sehr stark. Aus den kleinen Dörfern und von den Berghöfen waren Bauern und Arbeiter herbeigeströmt, um den deutschen See- leuten, die nach langer Fahrt so nahe der Heimat von feiger Mörderhand fielen, die letzte Ehre zu erweisen.
Vom Deck der „Altmark", die dicht an der am
ist das Eis im Fjord ungefähr zehn Zentimeter stark. Die „Altmark" hatte jedoch keine Schwierigkeiten, die Eisdecke zu durchbrechen und drehte bei der Kaianlage in der inneren Fjordbucht bei. Die breite Fahrrinne, welche die „Altmark" ins Eis gebrochen hatte, zeigte dem englischen Zerstörer den Weg, sodaß er ohne jede Lotsenhilfe direkt zur „Altmark" in den Fjord hineinsteuern tonnte. v
Die Bewohner von Jössinghavn wurden durch Schüsse, Lärm und Schreien alarmiert; sie konnten im Hellen Licht der Scheinwerfer das Entern der Engländer auf die „Altmark" und das weitere grauenvolle Drama bis in jede Einzelheit verfolgen. Ein Rettungsboot, das von der „Altmark
Oslo, 20. Februar. (DNB. Funkspruch.) lieber das Vorgehen der Engländer bei dem Ueberfall im Jössing-Fjord berichtet „Dagbladet" noch Einzelheiten:
Jössinghavn ist ein kleiner Verschiffungshafen einer Titanerzgrube. Da aber in den letzten 14 Tagen keine Verschiffungen stattgefunden haben,
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Feierliche Beisetzung der Toien der „Allmark" Starke Anteilnahme der norwegischen Bevölkerung an den Opfern britischen piratentums.
Wie die Einwohner von Mnghavn den feigen Rordübkrsall erlebten.
Ur. 43
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suchte an Steuerbord längsseits der „Altmark zu gehen. Auch diese Absicht konnte durch ein schnei- diges Manöver der „Altmark" vereitelt werden. Der Zerstörer wurde durch das Schraubenwasser zurückgeworfen, während die „Altmark" auf den Jössing-Fjord zudrehte.
Sobald die Gefahr beseitigt war, fuhr die .Altmark" durch die etwa 180 Meter breite Einfahrt in den Fjord hinein. Das Innere des Fjords war mit einer Eisdecke bedeckt, die jedoch nicht stark genug war, um das deutsche Schiff zu behindern. Die beiden kleinen norwegischen Torpedoboote „Skaro und Kjell" folgten der „Altmark" und bheben etwa in der Mitte des Fjordes liegen. Um 20.15 Uhr machte schließlich ein norwegisches Vorpostenboot an der Brücke des inneren Fjordes fest.
Unter dem Schutz der Dunkelheit drang sodann um 22.28 Uhr der englische Zerstörer „Cossak" in den Fjord ein. Was nun folgte, spielte stch m einer kleinen Bucht ab, die in einer typrsch norme- mschen Landschaft von hohen Bergen begrenzt ist Aus der Altmark" wurde das in der Dunkelheit erschienene Schiff, das nur in rohen Umrissen un- klar zu erkennen war, als ein n o r w eg l s ch e s a n g e s p r o ch e n , zumal sich aus dem Verhalten der flno'™e(Men Torpedoboot« »rcht- Ungewohn- liehe5 ergab, oo fragte die Altmark das er chienene Schiff an, ob es ein Norweger fei, worauf keine Antwort folgte.
Um 22.46 Uhr gab das unbekannte Schift mit AmnnHcheinmerfer unter Benutzung des Inter- national Wbud)«5 an bi« „Wtmarr folgen- hen Morsespruch: „Benötigen Sie einen Schlepper?
eine3ototÄr an »«ftort «w.’ MeMltmart" erneuerte 22.50 Uhr chre Anfrage: °^N^aing"d'7„AI-mar!" noch weiter " den Fjord hinech, der etwa IV« Seemeilen lang uni 250 bis
heruntergelassen war, wurde von den Engländern beschossen. Die deutschen Seeleute wollten schwimmend und teilweise über das Eis laufend das Land erreichen, während ihnen die Kugeln der Engländer um die Ohren pfiffen. Auf der kurzen Strecke vom Ufer bis zur Landstraße sind deutliche Blutspuren zu sehen. Zerschossen und blutend versuchte einer der Deutschen, kriechend den Weg zu erreichen. Er wurde später in ein Krankenhaus gebracht.
Der norwegische Zollbeamte, Odd Chuas, der sich beim Einlaufen der „Altmark" in den Fjord an Bord begab und sich im Gespräch mit einem der deutschen Sch-iftsoffiziere befand, wurde von den Engländern an die Wand g e st e l l t und mit erhobener Schußwaffe befragt, wo sich die gefangenen Engländer befänden. Er versuchte, sich als norwegischer Zollbeamter zu legitimieren, doch schenkten die Engländer ihm keinen Glauben. In einem unbewachten Augenblick ließ er sich an einem Tau an der Schiffsseite herab und flüchtete über das Eis. Die Engländer schossen hinter ihm her. Die Geschosse sausten um seinen Kopf. Nur seiner guten Ortskenntnis hatte er es zu verdanken gehabt, daß er mit dem Leben davonkam. Bei der Schießerei wurde ferner eine Reihe von Häusern von Jössinghavn von Kugeln getroffen. Ein norwegischer M a r i ne so l d a t, der Deckung hinter einem Hause suchte, wurde von dem Scheinwerferlicht erfaßt und erhielt einen Schuß in die Hand. Viele deutsche Matrosen fanden Unterkunft in den Häusern der umliegenden Ortschaften. Sie waren völlig durchnäßt. Die norwegische Bevölkerung nahm sich ihrer hilfreich an. Die „Altmark" liegt noch immer auf Grund. Den Eingang des Fjordes bewachen drei norwegische Kriegsschiffe.
3500 Meter breit ist. Als das unbekannte Schiff um 350 Meter breit ist. Als das unbekannte Schiff um kein Zweifel mehr bestehen, daß es sich um ein gegnerisches Schiff handelte. Die „Altmark" wurde in Längsrichtung gebracht, so daß sie dem Zerstörer das Heck zudredte, um dem Gegner ein Längsseits- fommen zu erschweren. Sobald sich der Zerstörer hinter dem Heck des deutschen Schiffes befand, ging die „Altmark" mit äußerster Kraft zurück, um den Zerstörer zu rammen und auf Strand zu drücken. Die „Cossak" wurde ziemlich hart getroffen, doch gelang es ihr, weil die „Altmark" nicht genügend Fahrt hatte, knapp hinter dem Heck vorbeizukommen.
Gelegentlich des Enllanggleilens an der „Altmark" kam von dem Zerstörer ein Enter- kommando an Bord des Schiffes. Was nun geschah, ist eine grausame Untat gegen wehrlose deutsche Seeleute mitten im norwegischen Land, rund eine Seemeile von der Küste entfernt. Das Lnterkommando begann f i n n - tos auf jeden zu schießen, der an Deck sichtbar wurde. Auch der britische Zerstörer beteiligte sich an diesem grausamen Spiel. Von ihm aus wurde u.a. auf den Ersten Offizier geschossen, der auf der Mittschifss Lausbrücke stand. Der Offizier lieh sich jedoch geschickt herabfallen und konnte dem Feuer auf diese Weise mit nur geringfügigen Verletzungen entgehen.
Die Lntermannschaft verteilte sich über das ganze Schiff und trieb die Besatzung zu einzelnen Gruppen zusammen. Sechs deutsche Seeleute wurden dabei wie Freiwild abgeschoffen. Ihre Schuhwunden zeigen, aus welcher Nähe dieser Massenmord an wehrlosen deutschen Seeleuten -geschah. Während die Einschüsse klein find, weisen die Ausschüsse Durchmesser bis zu sechs Zentimeler auf. Ihre Wunden, meist sind es Bauchschüsse, klagen die barbarischen Methoden Englands an.
Die „Altmark" hatte keine Waffen an D e ck. Der Kapitän hatte bewußt aus jegliche Gegenwehr mit Feuerwaffen verzichtet. Er benutzte ausschließlich das Mittel des Rammstoßes. So ist auch von der „Altmark" kein einziger Schuß gefallen, dagegen hat sowohl der Zer- stärer „Cossak" als auch das Enterkommando das Feuer auf alle sichtbar werdenden Deutschen eröffnet, ganz gleich, ob sie sich im Wasser schwimmend oder über das Eis kriechend retten wollten. Auch ein zu Wasser gebrachtes Rettungsboot der „Altmark" wurde von Backbord des britischen Zerstörers aus mit Gewehrfeuer beschossen. Es wurden auch die Seeleute, die sich bereits an Land gerettet hatten, vom englischen Feuer verfolgt. Diese unmenschliche Roheit setzt der englischen Brutalität die Krone auf.
Der einzige englische Verlust bezieht sich auf ein Mitglied des Enterkommandos, das ins Wässer fiel. Ein Offizier des Enterkommandos wurde von einem britischen Geschoß versehentlich schwer getroffen. Ein an Bord befindlicher deutscher Arzt leistete ihm erste Hilfe Der Zufall wollte es, daß der Vierte Offizier der „Altmark" in dem Augenblick, als er in ritterlicher Weife für den verwundeten Engländer Der- bandszeug herbeischaffte, von einer englischen Kugel angeschossen wurde.
Die freigelassenen englischen Gefangenen bedankten sich in großer Zahl beim Kapitän, beim Gefangenenoffizier und besonders bei dem Arzt für die gute Behandlung. Dos hinderte aber einige Gefangene nicht, gemeinsam mit Leuten des Enterkommandos die Offiziers- und Mannschaftsräume in übelfter Weise aue^u- plündern, während die Besatzung durch Gewehr- und Pistolenfeuer in Schach gehalten wurde. Gestohlen wurden Kleidungsstücke in großer Zahl, Wäsche, Uhren und silberne wert- gegenstände. Die in den Messen und Kammern hängenden Bilder des Führers wurden entweder zerstochen ober zerrissen.
Die (Seeräuber machten einen äußerst nervösen Eindruck. Sie halten es sehr eilig, das deutsche Schiff wieder zu verlassen. Deshalb haben sie auch darauf verzichtet, Besatzungsmitglieder der „Alt-
So hausten die englischen Seeräuber.
Oer Kapitän ver .Altmark" über den britischen Schurkenstreich im ^öffingfjord
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: Vrühlsche Universitatsdruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7
A n B o r d d e r „A l t m a r k" irn Jössmg-Fiord, 19. Febr (DNB.) Der Kapitän der „Altmark" erklärte dem DNB.-Vertreter, die „Altmark habe sich während ihrer ganzen Fahrt längs der norwegischen Küste innerhalb des norwegisch en H o h e i t s g e b i e te s bewegt. Der Abstand der Schiffes von der Küste habe nach den Kursauf- Zeichnungen nie mehr als 1,5 Seemeilen betragen. Als von einem britischen Zerstörer die erste Spreng- gtanate abgegeben wurde, habe sich die „Altrn sogar nur 0,7 Meilen von der nächsten Küste entfernt befunden. •
Der englische Uebergriff begann mit dem Erscheinen von drei Fernaufklärern. Um 15.25W am vergangenen Freitag wurden von der „Altmar fünf englische Zerstörer und ein Kreu 3er der ,Aurora"-Klasse gesichtet Um 15.45 Uhr gab der Kreuzer mit Scheinwerfer das. Signal „Steuert West", das zehn Minuten spater mm einem Zerstörer wiederholt wurde. Selbstverstano- lich folgte das deutsche Schiff dieser Aufforderung nicht, weil sie unrechtmäßig unter Verletzung der norwegischen Hoheitsgewassers ersolate. Als um 16.25 Uhr der erste Schuß eines Zerstörers er folgte, befand sich der britische Flottenverband em wandfrei in der norwegischen Aohe'ts- 3 o n e. Das norwegische Torpedoboot „Skaro ging daraufhin an den englischen Zerstörer heran bis er schließlich seewärts abdrehte Em anderer Ze störer versuchte alsdann sich zwischen ^A
Küste zu schieben, um das deutsche Schiff aus dem Territorialgewässer abzudrangen. Du ch schicktes Manöver der „Altmark wurde dieser Plan verhindert. Der englische 3^torermu6t V Versuch aufgeben, und die „Altmark ieber
alten Kurs parallel zur norwegischen Küste nneoe. auf. Um 16.56 Uhr unternahm der Zerswrer „F n irepiit" einen © n t e r u n g 5 n erf u M n allerlei Seeräuberwerkzeug ausgerüstetes Enterkom Wando stund an Bord des Zerstörers bereit. Er ver-
Fjord entlangführenden Derkehrsstraße auf Strand lag, wurden die mit der Reichsflagge bedeckten sechs Särge getragen, während eine Abteilung der norwegischen Kriegsmarine vom Kreuzer „Olav Tryg- vason" die Ehrenbezeugung erwies. Auf drei Lastfrachtwagen, denen ein Zug von 70 bis 80 Kraftwagen mit dem Trauergefolge folgte, wurden die Särge dann nach Sogndal übergeführt. Gedämpft erklang ein Choral. Dann wurden die Särge in ein gemeinsames Grab gesenkt. Nach der Einsegnung durch den Pfarrer der deutschen Gemeinde in Oslo, Schieck, grüßte der deutsche Gesandte Dr. Bräuer und der Kapitän der „Altmark" zum letzten Male die toten deutschen Matrosen, die für Führer und Vaterland unter den Kugeln feiger britischer Piraten gefallen sind. Dann legte der Gesandte den Kranz des Führers am Grabe nieder. Die Anteilnahme der norwegischen Marine brachte Kommandeur W i e g e r s mit einem Kranz mit den norwegischen Nationalfarben zum Ausdruck.
„Veste brilische Srabition."
Der britische Verteidigungsminister Lord Chats f i e l d hat in einer Rede in Cardiff erklärt, daß das Morden auf hoher See eine typisch deutsche Erfindung sei, von dem man vor dem Erscheinen der deutschen Flotte nur bei Piraten und Freibeutern gehört habe. Es falle England schwer, den Kampf in dem ihm angeborenen Geiste der Ritterlichkeit gegen Deutschland weiterzuführen. Kaum 24 Stunden nach dieser Rede des edlen Lords haben britische Seestreitkräfte auf ausdrückliche Anordnung des Ersten Lords der Admiralität und mit voller Billigung des britischen Kabinetts der Welt ein leuchtendes Beispiel von der ritterlichen Kampfesweise gegeben, die Lord Chatfield als höchste Tugend britischer Seeleute zu preisen die Stirn hatte. Feiger Meuchelmord an wehrlosen deutschen Matrosen und brutale Verletzung der Souveränität eines neutralen Landes, das sind die ritterlichen Methoden britischer Seekriegführung. Mit dem deutschen Volk vereinigt sich die ganze neutrale Welt in Abscheu und Entrüstung über die zynische Handlungsweise der Britem In allen neutralen Ländern empfindet man den Handstreich im Jössing-Fjord als einen tödlichen Schlag gegen das Völkerrecht und als Gipfel britischer Brutalität.
Trotzdem haben englische Blätter die Stirn, den Ueberfall britischer Freibeuter als schneidige See» mannstat zu verherrlichen und davon zu sprechen, daß-die Entermannschaft des britischen Zerstörers sich der „besten Traditionen der britischen Flotte würdig erwiesen" habe. Damit haben die Londoner Skribifaxe vollauf recht, freilich in einem etwas anderen Sinne als sie es meinen. Die britische Seekriegsgeschichte ist tatsächlich eine Serie unerhörtester Neutralitätsbrüche. Wir brauchen nur an verschiedene eklatante Vorfälle im Weltkrieg zu erinnern. So wurde am 26. August 1914 der deutsche Hilfskreuzer „Kaiser Wilhelm der Große" in spanischen Hoheitsgewässern vor der Douro-Mün- dung von dem englischen Kreuzer „High Fligher" überfallen. Ein Jahr später wurde der deutsche
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