Aus aller Welt.
Das Kaspische Meer von Austrocknung bedroht?
Das Kaspische Meer, der größte Binnensee der Erde, ist seit einiger Zeit zum Sorgenkind geworden. Sein Wasserspiegel liegt 26 Meter unter dem des Schwarzen Meeres, aber er senkt sich weiter und diese Senkung vollzieht sich nach neueren Beobachtungen in immer schnellerem Tempo. Das wird darauf zurückgeführt, daß der größte Zustrom, die Wolga, jetzt beträchtlich weniger Wasser als früher ins Kaspische Meer ergießt. Die nach dem Weltkriege durchgeführten Kulturarbeiten zur Bewässerung der Steppen, aber auch die großen Kanal- s l) st e m e haben dem Strom soviel Wasser abgezapft, daß sich der Mangel schon im Kaspischen Meer bemerkbar macht. Eine wirkliche Austrocknung ist natürlich nicht zu befürchten, denn in seinem südlichen Teil erreicht das Kaspische Meer ganz ansehnliche Tiefen. Das große nördliche Gebiet aber ist im Laufe der Zeit so seicht geworden, daß die
Schiffahrt vor immer wachsenden Schwierigkeiten steht.
Der dreimal reiche und wieder arme Mann.
In bitterster Armut starb in einem Krankenhause der japanischen Hafenstadt Kobe Mathias Rudel, der früher als einer der besten G/oßwild- j ä g e r berühmt war. Sein Abenteuerdrang trieb ihn dazu, durch alle fünf Erdteile zu streifen, bis es ihm schließlich der Ferne Osten mit seinen Geheimnissen antat, der ihn dann nicht mehr losließ. Dreimal gelang es Rudel, wie er selbst in seinen Lebenserinnerungen erzählt, ein erhebliches Vermögen zu erwerben, aber jedesmal flog er dann wie die Motte ins Licht des „T a m F u i", eines berüchtigten fernöstlichen Glückspiels. Es ist eigentlich ein Geschicklichkeitsspiel, dem die gelbe Nasse mit leidenschaftlicher Hingabe frönt. Auf dem Boden werden Kreidekreise gezogen mit Nummern darin, und die Spieler versuchen, aus einiger Entfernung durch Messerwurf die Nummern zu treffen. Dieses einfache und scheinbar harmlose Vergnügen hat dennoch die Volksmoral derartig sinken lassen,
daß die Behörden der verschiedenen ostasiatischen Länder es zum Glücksspiel erklärt und verboten haben. Selten hat sich das Tam-Fui bisher als eine Gefahr für den Europäer erwiesen; Rudel jedoch ist dreimal sein Opfer geworden. Zum ersten Male lernte er es in Jndachina kennen; dort hatte er a l s
Gedenket der hungernden Vögel!
Makler ein nettes Vermögen erworben, das er dann in dem Spiel bis zum letzten Pfennig wieder einbüßte. Darauf entschloß er sich, Raubtierjäger zu werden und lebte drei Jahre lang im Dschungel, wo er eine reiche Beute an Elfenbein und Tierfellen einsammelte. In Hanoi verwandelte er diesen Reichtum in klingende Münze. Aber von neuem vom Spielteufel gepackt, verlor er alles wiederum in wenigen Tagen. Noch einmal begann er von vorne; er kehrte in den Dschungel zurück und
erwarb von neuem ein Vermögen, mit dem er sich nach Japan einschiffte. Auf die Dauer konnte ex aber auch dort der Versuchung nicht widerstehen, doch noch ein letztes Mal beim Tam Fui sein Glück zu versuchen, wieder mit den verderblichen Folgen wie die beiden ersten Male. Darauf führte Rudel bis zu seinem Tode ein Bettlerleben.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bllder i. 23.: Ernst Blumschein; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G.. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Somstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig«
Erholung
Erbamurg
bedeuten den Inhalt unstteZ Feierabends. Auch in der Kriegs» zeit! Daher soll man ruhig weiter ins Theater — ins Kino, inS Konzert oder ins Dariets gehen. Und gerade zum „ernsten Leben" gehört die Kunst —. auch die »heitere" — als Ausgleich flle daS innere Gleichgewicht unseres Lebens und Strebens fSr die BoMgemejnschasLr
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-2X Parkett N. Reche ffct ätosmo von Larnhelm'!"
„Also Mutter, übermorgen sehen wir ins Theater zu .Minna von Barnhelm'!"
„Aber Karl, bei den ernsten Zeiten in ein Lustspiel gehen? Na und dann die Dunkelheit?"
^Deitzt Du, Karl, Du hast recht — man mutz auch 'mal ins Theater gehen, man fonuitt dann aus andere Gedanken —
Pnilti ||-
Heute ist meine liebe Schwiegermutter, Schwester und Tante
Luise Noll Wwe
im 89. Lebensjahr heim gegangen.
Gießen, Darmstadt, Gütersloh, den 19. Januar 1940.
Gießen, In Löbers Hof 8, den 19. Januar 1940.
Beerdigung: Dienstag, 23. Januar, 2^4 Uhr auf dem Neuen Friedhof.
0204
329D
Gießen (Stephanstraße 32), den 20. Januar 1940.
0218
303D
0206
Gießen-Wieseck (Obergarten 6), den 20. Januar 1940.
339D
330D
(Genaue Anschrift des SestellerÄ
(Feldpostonschrlst genau angeben)
Oie Äezugsrechnung zahlt:
Am 16. Januar entschlief nach kurzer mit großer Geduld ertragener Krankheit meine liebe gute Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Tante
Die Einäscherung hat in der Stille stattgefunden.
Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen.
Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 23. Januar, in Kirtorf (Oberhessen) statt
Elisabeth Noll
geb. Bechthold.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Gustav Schürmann
Reichsbahn-Oberinspektor a. D.
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Gestern nachmittag entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Marie Wahl, geb. Henkel
im 78. Lebensjahre.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Frau Marie Rodenhausen.
Ida Schürmann, geb. Fischer
im 81. Lebensjahre.
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Dan ksagung
Für die vielen Beweise liebevoller Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Weisel, den Frw. Feuerwehren, dem Gesangverein, dem Roten Kreuz, der Baugewerkeninnung, sagen wir hiermit allen unseren herzlichsten Dank.
Marie Jung, geb. Schaum und Angehörige.
Klein-Linden, den 18. Januar 1940.
In tiefer Trauer: Heinrich Wahl nebst allen Angehörigen.
Danksagung.
Für die liebevolle Teilnahme bei dem Hinscheiden meines lieben Mannes und unseres guten Vaters sagen wir allen unseren aufrichtigen Dank/Besonderen Dank Herrn Dekan Sattler, sowie dem Turnverein für die ehrenden Worte am Grabe.
An den
verleg Des Gießener Anzeigers, sieben Versenden Sieden GießenerAnzeiger zum Bezugspreis von RM. 2.05 für den Monat unter folgender Anschrift:
DerSeiönoiioerfanö öes MemAMlgers hält die ersehnte Derbinduna unserer Soldaten und unserer Arbettsmänner mit ihrer oderhessischen Heimat täglich aufrecht! — Senden Sie an uns die Anschrift Ihres Familienangehörigen oder Ihres Freundes ein; alles übrige wird von tyer aus pünktlich erledigt.
Nachruf.
Am 17. Januar 1940 verschied nach längerem, schwerem Leiden unser Berufskamerad
Herr Dr. med. Georg Scheerbartli
in Gießen.
Seit einer Reihe von Jahren war er in Gießen als prakt. Arzt tätig und hat es verstanden, sich in dieser Zeit in hohem Maße das Vertrauen seiner Patienten und die Achtung seiner Berufskameraden zu gewinnen.
Die Ärzteschaft Oberhessens wird sein Andenken in Ehren halten.
Im Namen der
Kassenärztlichen Vereinigung Deutschlands, Bezirksstelle Gießen
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Danksagung
Für die anläßlich des Heimganges meines unvergeßlichen Sohnes
Flieger Heinz Volk
bewiesene Teilnahme, sowie für die Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers sage ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank.
• Frau L. Obmann.
Gießen, den 18. Januar 1940.


