wir der Erkenntnis, daß in der
Oer Bahnhofsdienst der NSV
27 Fortsetzung.
Der Berg Klarissa wird sich zwischen ihn und den Hof stellen, oh, Christian fühlt es schon jetzt. Aber
(Nachdruck verboten.)
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,Wie geht es nun mit uns weiter?"
Doch er gibt ihr den Mantel nicht zurück. „Ich
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der Pflug geht.
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
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ausüben, ist bekannt, aber für die Vorbeugung und Behandlung gleichgültig. Schuld an dem Vitaminmangel unserer Kinder ist die in unseren Breiten
Seit Monaten unterhält die NS.-Volkswvhlfahrt neben ihren anderen sozialen Aufgaben im Dienste der Volksgemeinschaft auch einen Bahnhofsdienst. Diese Dienststelle, die sich im Bahnhof unmittelbar am verkehrsreichsten Punkt der Bahnsteige befindet, hat seit ihrem Bestehen schon viele wertvolle Arbeit geleistet, die bei allen denen, die bisher die Hilfe des NSV.-Dahnhofsdienstes in Anspruch nahmen, lebhafte Gefühle des Dankes ausgelöst hat.
Wir berichteten bereits vor einiger Zeit darüber, wie aus Anlaß der Rückführung von Vvlksgenos- sen aus dem küegsgefährdeten Gebiet von den Helfern der NSV. ein Uebermaß an Arbeit geleistet wurde unb manches Opfer gebracht werden mußte, um allen denen Helsen zu können, die der Hilfe bedürftig waren. Mancher dankbare Brief hat inzwischen den NSV.-BahnhosMenst erreicht, und viele gedenken dankbar der Hilfe, die sie gerade im Bahnhof Gießen fanden.
er denkt, daß Anne nun schon nicht mehr neben ihm ist, denn alle ihre Gedanken gehören den Wäldern und Feldern ihrer Heimat, den Menschen und den Tieren.
Änne wird er kämpfen, um den Hof nicht. Er liebt die Frau, ein Glücksritter ist er nicht, und so, wie die umgelegten braunen Erdschollen seinen Blicken
Hause irgendwas geschehen? Umsonst bist du doch nicht hier, Luise!"
danken an den Berg Klarissa und den Birkenhof. — Nun sind sie wieder in Bremen. Sie stehen auf
ist in Ordnung und Willem Christian ein feiner Kerl ist. . Manda denkt es auch. Sie stsht groß und breit
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KomonDon$rl6aflWtf
CARL DUNCKER VERLAG • BERLIN W 85
Untersuchungen bereits Zeichen einer vorhandenen Rachitis festgestellt, die eine individuelle Behandlung durch den Hausarzt erforderlich machen, so wird das Kind dem Hausarzt bzw dem Kassenarzt überwiesen. Gegebenenfalls wird durch Hausbesuche der mit der Aufgabe betrauten Fürsorgeschwestern oder Gesundheitspflegerinnen festgestellt, ob die Verordnungen gewissenhaft durchgefuhrt werden. Die Maßnahmen werden vor allen Dingen in den dünner besiedelten Kreisen gemäß der örtlichen Verhältnisse abgeändert, aber grundsätzlich in gleicher Weise durchgeführt werden.
toi ist ein indifferentes Del, in dem ein durch Ve- strahlung gewonnenes Vitamin-v gelöst ist. Es handelt sich also hierbei garnicht im üblichen Sinne um eine Ärznei oder Aehnliches, sondern einfach nur um eine Ergänzung der unter den gewöhnlichen Verhältnissen Ditamin-O-armen Nahrung des Säuglings mit Bitamin-O. Eine Schädigung irgendwelcher Art durch das Vigantol, ebenso durch den Lebertran in den vorgeschriebenen Dosen ist
gekommen ist. Ueberall da, wo das Kind den Zug verlassen muß, ist eine Helferin des NSV.-Bahn hof- dienstes zur Stelle, denn in vielen Bahnhöfen des Reiches bestehen bereits solche Dienststellen, die sich als sehr zweckmäßig erwiesen haben und aus dem Organismus eines Bahnhofes kaum mehr fortzu- denken sind.
Immer wieder finden sich auch — wenngleich dies nicht zu den „Zuständigkeiten" des NSV.-Bahnhof- dienstes gehört — Soldaten im NSV.-Dienstraum ein und haben irgendeinen Wunsch, der ihnen erfüllt werden kann. Hier fehlt ein Knopf, der angenäht werden muß. Da ist einmal eine kleine Reparatur an der Uniform zu machen, und gerne finden sich die Helferinnen auch dazu bereit Auch wird um manche Tasse Kaffee oder um einen Teller heißer Suppe gebeten, und da ist man dann auch nicht so, wie es die Dienstvorschrift vorschriebe, sondern gibt eben, solange etwas da ist. Selbstverständlich werden die Soldaten für längeren Aufenthalt immer an das Rote Kreuz verwiesen. Wenn der NSV.-Bahnhofs- dienst den Soldaten hilft, kann es sich immer nur um kleine Aufmerksamkeiten handeln.
Der NSV.-Bahnhofsdienst ist, das liegt in der Natur der Sache, Tag und Nacht zur Stelle. Unermüdlich sind die Mitglieder der NS.-Frauenschaft in ihrer Hingabe an diesen schlichten und doch von allen denen, die Hilfe erfahren, so wertvoll eingeschätzten Dienst. Dabei gebt es nicht um äußere Ehre, sondern um die stille Bewährung, die gerade in der. Gegenwart von der deutschen Frau verlangt wird. . N.
Wie eine Mauer steht der Birkenhof um diese letzte Wegner, und es wird dem Mann klar, daß er einen schweren Kampf kämpfen muß. Da ist auf der einen Seite das weiße Haus mit feinen Ställen und Gärten, der große Hof, Klarissa. Aber auf der an- deren Seite ist nur er, Christian, seine Liebe und eine kleine Stellung. Alles in allem vorläufig nur eine sehr kleine Stellung. Wenn er geradezu und ehrlich nachdenkt, ist es so und nicht anders. Und selbst Luise Pegel, diese nette, einfache Frau vom Lande scheint ihm ein Teil des Felfens Birkenhvf zu sein.
Es ist nickst schön, so dahinzugehen, wenn man die Emsamkeit spürt und fühlt, daß man sich schon jetzt immer weiter voneinander entfernt. Christian möchte
der weiß, wie eine Blüte. Ihre Finger sind kühl, er preßt seine Lippen aus diese schlanken, kühlen Finger. Als er zu ihr aufsieht, fragt er: „Wärst du bereit, Anne, für immer nach Berlin zu kommen, wenn es — nun, wenn es fein müßte?"
„Aber Junge, das ist doch Unsinn."
„Wärst du bereit, Anne, ja oder nein?"
Der Zug rückt an, der Zug rollt. Christian läßt ihre Hand nicht los, er geht neben dem Zug her, er geht mit gerunzelter Stirn, feine Augen sind ernst. „Ja oder nein, Anne?"
Da schluchzt sie auf, denn sie weiß, daß er ihre Entscheidung verlangt. Diese Entscheidung müßte also heißen: Christian — ober — der Birkenhof. Er fängt an zu laufen. „Ja oder nein!" Jetzt gibt er ihre Hand frei, jetzt bleibt er zurück.
Anne lehnt sich weit heraus. Sie streckt die Arme nach ihm aus. „Krischtian!" ruft sie, und wie ein Hauch kommt es aus der Ferne zu ihm: „Ja!"
Der Mann Christian Schwertfeger steht allein auf dem Bahnsteig, er steht mit gesenktem Kopf da. Anne ist fort, aber sie gehört ihm. Der Birkenhof ist kein Felsen mehr, fern Hindernis für ihn. Nun komm, Klarissa, nickst du*rvirst siegen, sondern ich!
Ist denn ein Kampf nötig, wer spricht von Kampf. Ach, Christian Schwertfeger, wenn du Klarissa sehen würdest, den vom Sturm zersausten ftar- fen Baum vom Birkenhof, du müßtest Mitleid haben und würdest dich deines Sieges nicht freuen.
Ms Anne die Tante sieht, erschrickt sie. Wie ist das möglich, diese Veränderung in den Zügen, diese gelbe, ungesunde Farbe. Kann das in so wenigen Tagen geschehen? Eine Ruine ist Klarissa. Sie muß sich fest auf chren Stock stützen und auf Maries Arm So steht sie auf der Treppe des weißen Hauses zwischen den beiden Lorbeerbäumen als Anne kommt. Und Anne ist fung, sie kann ihren schreck nicht verbergen. Ganz verstört sicht sie aus und ihre Augen sind voll Tränen. „Klarissa", sagt sie „liebe, liebste Klarissa, ich hätte nicht fahren dürfen, ich hätte bei dir bleiben müssen." Doch wie sie das sogt, fühlt Anne, daß sie mit diesen Worten schon in der ersten Stunde Christian und ihre Liebe verrät. Ist das Leben so schwer und so kompliziert? Welche Fragen, welche Gedanken!
Doch Klarissa zicht sie an sich, und da sie nicht für Tranen und für Rührseligkeit ist, wettert sie: „Dummes Madel, du weinst doch nicht gar? Mach es nur nicht so wie Jörs^Mudber. Komm, küß nüch und deine alte Klarissa wird wieder gesund. So, und nun gib mir deine Schulter, zeig mal, bist du dicker geworden? Bei dem vielen Futter auf dem schiss dachte ich schon, eine kleine und fette WacM käme zurück zum Birkenhos. (Fortsetzung folgt)
ibn, mcht gerade zudringlich, aber doch"genau, und wird gerufen,’« unb Anne stügen ein.'ChLn nun ni$f mehr ihnen ge- steht auf dem Bahnsteig. „Hast bu alles, soll ich bir bort. Frau Luise Pegel ist gekommen, um Anne zu schnell noch ein bißchen Obst holen, Anne?" cmn nnnPH mr» »a a y.. * konnte. Aber für „Nein, nein, geh nicht weg, bleibe bei mir stehen ..... fei Klanssa selbst hier, und । gib mir deine Hand, Christian." Ihr Gesicht ist wie«'
die wie die erste zu verbrauchen ist. Nach Ver-1 absoluter Erfolgsicherheit durchgeführt werden. Diese brauch der 2. Flasche, also nach weiteren zwei Mo- Tatsache verdanken i_L 1_. T.2_____L_" L.. L._
naten, muß bas Kind zum brittenmal, und zwar zur ! Entwicklung und Manifestation der Rachitis ein Abschlußuntersuchung in der Fürsorgestelle vor- Mangel an Vitamin D eine ausschlaggebende Rolle gestellt werben. Werben bei einer ber ärztlichen j spielt. Daß daneben noch andere Faktoren Einflüsse
völlig ausgeschlossen.
Die Sicherheit der Wirkung, die Einfachheit der Handhabung und die Erkenntnis der ungeheuren Tragweite eines grundsätzlich burchgeführten Rachi- ttsschutzes verpflichtet heute jeden an der Gefund- heitssührung unseres Volkes Beteiligten sich diesen neuen Aufgaben, trotz aller erheblichen Mehrbelastung, die sie bringen, in dem unerschütterlichen Glauben an die Zukunft unseres Volkes zu unter« ziehen. Diese Erwägungen waren es wohl auch, die den Reichsminister des Innern zur beschleunigten Durchführung tiefer Maßnahmen gerade in der Kriegszeit veranlaßt haben. Es darf dementsprechend auch erwartet werden, daß die Bevölkerung den sich größtenteils freiwillig und ehrenamtlich der Erfüllung dieser Aufgaben unterziehenden Organen mit Vertrauen und Verständnis begegnet.
werden, Scholle hinter Scholle, in schnurgerader Reihe. Der Birkenhof — ja. Ein Hof ist immer feine Sehnsucht gewesen. Schon der kleine Junge, der die Kühe des Onkels hütete, hat vom eigenen Besitz geträumt. Das war ein Knabentraum, auch ber Birkenhof wirb ein Traum bleiben, wie sollte es anders fein?
lieber diese große, hinter uns liegende Aufgabe hinaus hat der NSD.-Bahnhofsdienst aber auch weiterhin manche Pflichten, die immer wieder alle Bereitschaft notwendig werden lassen. Vor allem gilt es täglich, all den Müttern zu helfen, die aus irgendeinem Grunde zu reisen gezwungen sind und kleine Kinder bei sich haben müssen, die gerade auf einer Reise der befonberen Pflege unb sorgfältigen Obhut bedürfen. So hielt in ber Zeit des Bestehens des NSV.-Bahnhofsdienstes manche Mutter mit ihrem Kinde, vielleicht sogar mit einem Säugling, in dem Raume Einkehr, ber eigens dafür eingerichtet und der Ausgangspunkt für vielerlei Hilfeleistungen ist. Hier wurde mancher Teller leichtverdaulichen Breies gekocht, hier wurde und wird manches Kind trockengelegt, hier wurde manche Hafer- schleimfuppe gekocht für Kinder, denen die Eisenbahn fahrt Nicht sonderlich gut bekommt. Und dann wird auch mancher Mutter mit frischen Windeln ausgeholfen, wenn ihr Vorrat für das Kind auf- gebraucht ist. Dankbar finden sich die Mütter bann auch bereit, einige Groschen in eine Büchse zu werfen, deren Inhalt wieder für den gleichen Zweck angelegt wird.
Die ehrenamtlichen Helferinnen ber NSV., die ausschließlich aus bem Kreise der Gießener NS. - Frauenschaft stammen, haben außerdem immer auch ein Auge auf Kinder, die aus irgendeinem Grunbe allein reisen müssen, die in den Zügen von den Eisenbahnbeamten unb auf Bahnhöfen von ber NSV. betreut werden. Ost werden solche alleinreisende Kinder von ben Eltern gemeldet, unb wenn dann ber Zug einläuft, mit dem bas Kind zu erwarten ist, wirb es freundlich in Empfang genommen, zum Umsteigen an ben anderen Zug geführt, unb es wirb überhaupt nach bem Rechten ge- ehen. Einige Tage später hören bann die Helferinnen durch eine sreunbliche Postkarte ber Eltern oder Anverwandten bes Kinbes, baß es gut und heil cm-
NSG. Der nun schon seit mehreren Wochen herrschende strenge Frost hat zur Folge, daß die Küchenabfälle in den EHW.-Eimern gefrieren und deshalb vielfach nicht mehr aus dem Eimer heraus- 3ubringen sind. Da die Küchenabfälle unb Speisereste meist feucht sind, ist die Einwirkung des Fro»
Mancher wird nun fragen, ob diese umfassenden, mit einem großen organisatorischen und Kosten- Aufwand verbundenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Englischen Krankheit notwendig sind. Dazu ist zu sagen, daß diese Frage wahrscheinlich nur von einem Laien gestellt werden kann. Der mit diesen Fragen auf ärztlicher, fürsorgerischer ober volksgesundheitliche Tätigkeit einigermaßen damit Vertraute wird diese Frage höchstens stellen, um sofort die dringende Notwendigkeit ber Durchführung solcher Maßnahmen zu bejahen. Auf Grund jüngster Erhebungen wissen wir, daß etwa 70 v. H. aller Kinder zuminbest an leichten Erscheinungen der Englischen Krankheit leiden. Ein nicht unbeträcht- licher Teil zeigt jedoch auch heute noch schwere unb schwerste Symptome dieser Krankheit, deren Folgeerscheinungen für bas spätere Leben von so großer Bedeutung sind. Ist doch die Rachitis noch heute in 23,7 v. H. des gesamten Krüppeltums als Ursache festgestellt. Daraus erhellt schon die ungeheure Bedeutung, welche diese Krankheit neben vielen anderen auch für die Wehrfähigkeit unseres Volkes besitzt. Ungleich wichtiger ist aber eine andere unb weniger bekannte Gefahr, die durch diese Erkrankung heraufbeschworen wird. Es sterben nach ben eingehenden Untersuchungen des bekannten Münchener Kinderklinikers v. Pfaundler Kinder mit Eng- lifcher Krankheit sechsmal häufiger an Lungenentzündung als solche ohne die Anzeichen Englischer Krankheit. Ganz verheerend wirkt sich bas Zusammentreffen von Keuchhusten unb Rachitis aus. Die Erkrankungshäufigkeit ber Rachitiker an Lungen- entzündung bei Keuchhusten ist beispielsweise doppelt so groß wie die der Nichtrachittker. Haben sie dann aber eine Lungenentzündung, bann verläuft diese nach ben obigen Feststellungen sechsmal häufiger löblich. Allein aus diesen wenigen Zahlen mag man ermessen, was eine in ganz Großdeutschland heute burchgeführte allgemeine Rachitis-Prophylaxe für die Gesundheit unseres Volkes bedeutet.
Ein kurzes Wort noch über die Erscheinungen ber Rachitis. Der Laie glaubt in ber Regel, baß bie Rachitis eine Erkrankung des Knochensystems fei und sich nur in einer Buckelbildung, verkrümmten ober dicken Gliedmaßen ober Verbiegungen am Brustkorb bei Klein- oder gar bei Schulkindern äußern würde. Das ist ein Irrtum! Die Rachitis ist eine Erkrankung des gesamten Organismus, bie sich nur in einer für den Laien sinnfälligen Weise am Knochensystem äußert. Das Blütestadium der Rachitts ist bas Säuglingsalter und hier vor allem das erste Lebenshalbjahr, zugleich ist dies aber auch bte Zeit ihrer besten Dehanblungsfähigkeit. Ein Kind mit krummen Glied maßen hat keine Rachitts, sondern hat Rachitis gehabt und zeigt bereits deren Folgeerscheinungen, die kein Lebertran der Welt mehr zu korrigieren vermag, sondern die dann nur noch auf orthovädischem oder chirurgischem Wege zu behandeln sind. Zu Verkrümmungen der Gliedmaßen darf es unter keinen Umständen mehr kom- ' men. Das früheste Merkmal in der Rachitts ist ber sog. Weichschädel, d. h. eine lokalisierte Erweichung । her Schädelknochen am Hinterhaupt, die am sicher- । ften unb besten durch den kundigen Arzt festgestellt : wirb. Ist dieser Weichschädel vorhanden, bann hat । bereits eine Behandlung, und nicht etwa nur eine i Schutzmaßnahme einzusetzen. Schutz und Behänd- । lung können heute, dank der enormen Fortschritte, i welche die Wissenschaft gerade auf dem Gebiet der 1 Rachitts-Forsckung in den letzten beiden Jahrzehnten gemacht hat unb an ber deutsche Forscher in ganz hervorragender Weise beteiligt sind, fast mit !
- Mete.
Treudienst-Ehrenzeichen
für Angehörige der Universität.
Der Führer hat den nachverzeichneten Angehörr- gen der Ludwigs-Universität Gießen das Treudienst- Ehrenzeichen verliehen. Der Rektor überreichte den Beliehenen bie Auszeichnung und sprach ihnen gleichzeitig Dank und Anerkennung ber Ludwigs- Universität aus:
Für 40jährige Dienstzeit: Oberbibliothekar Professor Dr. Hugo Hepding, Bürodire-k- tor Emil Kinkel.
Für 25jährige Dienstzeit: Professor Dr. Erich Bley, Professor Dr. Hans Falckenberg, Verwaltungsassistent Ludwig Hartmann, Professor Dr. Karl Hummel, Professor Dr. Dietrich Küst, Krankenpfleger Heinrich Morneweg, Oberkasseninspektor Karl Mütter, Professor Dr. Wilhelm Schauder, Arnisgehilfe Wilhelm Schöndorf, Professor Dr. Richard Stanb fuß. Oie Verordnung über den Ladenschluß.
NSG. Unter maßgeblicher Einschaltung der NSDAP, ist das Recht der Verkaufszeit im Einzelhandel völlig neu gestaltet worden. Damit ist eine Frage zum Abschluß gebracht, die feit Jahren in der Oeffentlichkeit, in den zuständigen Kreisen des Einzelhandels, der Wirtschaft^gruppen und innerhalb der Deutschen Arbeitsfront, insbesondere im Fachamt: „Der Deutsche Handel" erörtert wurde.
Trotz Würbigung aller von diesen Stellen vertretenen Auffassungen hat die NSDAP, unter den durch den Krieg veränderten Verhältnissen die Kauf- gelegenheit der Bevölkerung und damit bie Der- braucherversorgung als ausfölaggebenb in den Vordergrund rücken lassen.
Die Durchführung der Verordnung über den Ladenschluß, insbesondere die Befugnisse der Paragraphen 1, 2 und 4 der Verordnung (Zeit, in der offene Verkaufsstellen für den geschäftlichen Verkehr geschlossen sein müßen; Verpflichtung ber Lffenhaltung der Geschäfte während der Verkaufszeit; evtl, sinngemäße Ausdehnung auf den Groß- hcmbel) sind ben höheren Verwaltungsbehörden bzw. Reichsstatthaltern übertragen worden. In den Richtlinien des Reichsarbeitsministers ist u. a. ausgestellt, daß die höheren Verwaltungsbehörden bzw. Reichsstatthalter vor Erlaß irgendwelcher Anordnungen über bie Ladenzeit neben anderen genannten Stellen in erster Linie den Hoheitsträger der NSDAP, zu hören haben. Es erübrigt sich somit, einzelne Gliederungen bzw. Verbände der NSDAP, besonders zu nennen. Es entspricht jedoch ber llebung, daß die Hoheitsträger sich der Gliederungen der Verbände, im vorliegenden Falle besonders auch der zuständigen Dienststellen des Fachamtes „Der Deutsche Handel" in der Deutschen Arbeitsfront bei der Durchführung und Beratung bedienen.
Schützt die EHW.-Eimer vor Frost.
Leitung: Professor Stefan Temesväry. Es tDtrten u. a. mit Ingeborg Riehl (Rezitationen), Eva Eckett (Lieder). Dr. Hannes Razurn spricht zur Uraufführung von „Csongor und Tünde". Ärn Flügel: Professor Stefan Temesväry. — Abends Gastspiel „Die Fledermau s", Operette von Johann Strauß. Musikalische Leitung: Heinz Markwarbt. Spielleitung: Harry Grüneke. Als Gäste wirken mit: Emmy Küst vom Stadtcheater Aachen als Adele, Heinz Janßen vom Hessischen Landesthectter Darmstadt als Eisenstein. Bühnenbilder: Karl Löffler. Chöre: Richard Boeck. Tänze: Thea Maatz. Kostüm - Entwürfe: Ingeborg Strombeck. Außer
Sornofiüen.
Tageskalenber für Samstag.
Gloria-Palast (Seltersweg): „Befreite Hönde". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Der Opernball". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Foyer bes Stadttheaters.
Tageskalenber für Sonntag.
Stadttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr „Ungarische Dichtung und Musik"; 19 bis 22 Uhr ,;Die Fledermaus". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Befreite Hände". — Lichtspielhaus (Bahnhofttraße): „Der Opernball". — Deutscher Alpenverein, Zweig Gießen-Oberhessen: 16 Uhr Hotel-Restaurant „Hindenburg" Notar Dr. Svohr, Vortrag mit Lichtbildern „Wanderungen in ben Tiroler Alpen". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr Ausstellung im Foyer bes Stadttheaters. — Bienenzüchter, Ofgr. Imker, Gießen: 14 Uhr Hotel „Hopseld" Versammlung.
Stabttfjeafer Gießen.
Am morgigen Sonntagvornüttag 6. Morgenveranstaltung „Ungarische Dichtung unb Musi k". Leitung Dr. Hannes Razum. Musikalische
und unter unseren Kultur- und Zivilisattonsbedin- gungen zu geringe Ultraviolettstrahlung. Dieser kurzwellige Strahlenanteil des Sonnenspektrums bildet aus bestimmten, in ber Natur unb auch im menschlichen Körper vorhandenen fettartigen Körpern bas Vitamin D. Es ist für den Behandlungs- effekt derselbe Vorgang, ob man durch Bestrahlung mit der natürlichen Sonne ober künstlichen Höhensonne" die Haut eines Kindes zur Ditamin-O-Bib düng anregt ober dem Kind bestrahlte Nahrung verabreicht. '
Die einzige natürliche Vitamin-l)-Zufuhr ist nur der genügende Sonnengenuß. Die Bestrahlung mit künstlicher Höhensonne ist nicht etwa, wie vielleicht geglaubt wird, ein natürlicheres Verfahren als etwa die Verabreichung von Vigantol oder Lebertran; zumal die beiden letzteren das ungleich einfachere und wirksamere Verfahren darstellen. Das Digan-
ü i ri ... , „Gewiß", sagt er, „natürlich", sagt er. Er trägt
.'ft "oturlich zuviel gesagt, aber Annes Handkoffer unb ihren Pelz, er trägt auch
eigentlich wollte Klansfa bie Nichte überraschen und Luises Mantel. Luise wirb rot bis unter bie Stirw
Jie abholen Das ging nicht, well sie seit einigen haare, als er ihn sich über ben Arm legt, sie sagt:
r.Sen c.mit ZU tun fyat. Nichts Gefahr- „Ach das — nein danke — bas lassen Sie nur ich
Itd)«5' bewahre, aber eine Reise wollte sie nun doch bin gar nicht so verwöhnt."
mcht wagen. Und Luise ist gern hierhergefahren, Dach er gibt ihr den Mantel nicht zurück. „Ich Sh. t; mr^aufL n>.0d) keine große Stadt kennt, bitte Sie, gnädige Frau, das bedarf borf) keines ttun muß Anne sich bas so richtig vorstellen — sic Wortes." Er lächelt, als er bas sagt aber feine ist namllckl frhnn fo t fi.. I 'n n . . 1
rAAi f. er. . , j , freuen, Oy, ^ynpian suyil es schon jetzt. >21 ber
vo^^vn^ 7>n nochmals zwischen Anne unb ihm soll sie nicht stehen. Um
üon Herzen. Da hebt Christian die Schullern unb of— *" ' * - - • - - -
fleht erstaunt aus: „Wofür, bester Schönemann?" Na also — roo%ir? Dann ist es ja gut und alles
f zr , uiuu |uhi mir Demen :
usinanßi h?; be/ und Christian klammert sich «ärmlich an Luise, sie ist blaß und zit.
zu-mandersuhrt sch-urt ihr brest und ganz gerade tert und sie fragt ganz tonlos: „Was ist passiert, um Lt?» » da zu überlegen und zu gru- Gottes willen, geht t *...... “
beln? Die Sache ist dach einfach. Wenn sie jetzt nach - - - - Hause kommt, spricht sie mit Klarissa, und die Tante wird sagen: „Den will ich kennenlernen — em tüchtiger Bauer? Her mit ihm." Hoho, Anne kennt chre Klarissa. Sie lacht über Christians Sorgen und Fragen, sie fährt ihm mit dem Zeigefinger über die Stirn unb streicht ihm bie Falten fort „Nicht grübeln, es wirb ja alles sooo schön. Sieh, wie herrlich die Welt ist!"
Der Sonderzug bes Norbbeutsck)en Lloyd bringt sie wieder nach Bremen. Er trägt sie über bas son-
h- llMs. r^,"i4Är- s 7 <; cv« , •,lu“ |ie roiever in Bremen, öie sicyen au1
ru.eHtmde- „Macht es bem Bahnsteig zwischen vielen Menschen unb roer-
& rofnn ibr"^^^^ langfam oorroärts gedrängt, die Treppe hin- immer weiter voneinander entfernt. Christian möchte
auf ein f^nes W Sperre. In ber Halle ist bas Gc- die Arme ausstrecken unb Anne an sich ziehen, und
allemal nick es Ma^ Wenzien i dränge.fast noch großer, denn ber eine oder andere er möchte zu Luise Pegel sagen: „Ich gebe fi '
aemüHirfi imh ;Lm ' Mmrda, breit unb wird hier erwartet. Auch Anne wird erwartet, wer her, fahr allein, sie gehört mir Nicht Klarifs
aufgelegt. batte bas gedacht? Luise Pegel steht da, groß unb ^ern mir." Er tut es Nichten ÄnTfcer zu aber ihre Gedanken ünd tonn Ynb e,rn unbeholfen Sie kommt vom ! geht neben ben Frauen und hört ihrem Geplauder
; X ? von Lande, kommt VOM Blrkenho und ist ängstlich in zu, hört Annes Helles, glückliches Lache"
d^^Märcbknftott^^es^Gedränge Ihre Augen sehen wie Kinderaugen Luise sagt, daß sie 'schon midem nächsten Zug sind Diprmphr n^n? t^ z^ohimbus sie aus, und als sie Anne endlich sieht, ruft sie mit abfahren müssen, denn der alte Pfitzner und die !,Wie geht es nun3mit uns weiter?"^ verankert: einer schrillen und hohen Stimme nach ihr. beiden Jungen erwarten sie in Balke an der Bahn. qlim prffon Pr -c v Or I Avne wendet erschrocken den Kopf. Sie reißt sich Pfitzner will sogar, um Anne eine Freude tu
schobt alles mll einem Jäckeln zur^ Seite1 uto W ©dränge ' machen, Koni mit ins Geschirr nehmen, obwohl sie
2 beiden Händen nach ßinfes Arm Sie ihm eigentlich zu toll ist. Das ist schade, aber es ist
1 an Luise, ^»e ist blaß und zit- nichts dabei zu machen. „Siehst du ein, Christian, - ■■ ..... - -t daß wir gleich abfahren müssen? Tante Klarissa ist
es Klanssa nicht gut, ift zu Nicht auf dem Posten, sie würde sich bestimmt ängsti- meben? Umsonst bist hu hoch gen, wenn wir nicht kämen."
diesen Augen. „So ist es auf dem Dirkenhof auch, Krischtian, gerade so. Und wie wird es erst sein, wenn wir zusammen über bie Felder traben, so
et uiUL* *“‘1* iji geiummen, um Zinne zu
(Fr y burm,I?as Fenster. emp£angen. wett es Klarissa nicht konnte. Aber für I
Gr sieht, wie bie Stoppeln vom Pflug umgelegt Christtan ist es so, als sei Klarissa selbst hier und!


