fest, daß
Bec Optiker am Bahnhof
immer mir allzu üMii
müssen. Da aber die
längerer Körpers
er unbedingt lebenswichtig ist und daß Schlafmangel schwere Schädigungen des hervorbringt.
besonders in Schlesien gemacht.
Die Meisen- und Spechtarten, überhaupt die regel- mäßigen Gäste der Futterstellen, würden zweifellos sehr viel zahlreicher sein, wenn nicht rm Winter so viele verhungerten: deshalb ist die Winterfütterung für diese so 'nützlichen Vögel unbedingt notwendig. Erfolgt die Fütterung aber nicht in sachgemäßer
Lieferant auch
Ihrer Krankenkasse
aufmerksames Auge haben, um die er im Nu hinzaubert. Ja, er ist ein derer, ein Bildhauer, der aus d:... .
rial schöne und entzückende Dinge macht: em
In der Wohlfahrtspflege hat die Gesundheitsfürsorge stets eine bevorzugte Stellung eingenommen. Nationalsozialistische Gesundheitsfürsorge ist die Förderung der Gesundung des Volkes zur Schaf- ung eines lebensstarken und leistungsfähigen Staates. Im Brennpunkt aller völkischen Wohlfahrtspflege muh daher die Sorge für „Mutter und Kind" stehen.
Fräillein Elisabeth Leiprecht, Frau Rose Stirl, Viktor von Gschmeidler und Watter E r l e r Haden sich um die Aufführung des Stuckes zu bemühen, tun es auch mit aller Lwbe zur Dache. Daß aber die vom Autor sicherlich echofften Heitev» keitsstürme ausbleiben, scheint uns mcht an den Darstellern, nicht an der Spielleitung (Karl V oI cf), auch nicht am Publikum zu liegen, sondern vielleicht am Verfasser dieses Stückes.
Heinrich Ludwig Neuner.
„Kinder auf Zeit.
Aus -er Stadt Gießen.
Oer rationierte Schlaf.
Der Schlaf, aus dem wir allnächtlich unsere Kräfte erneuern, gehört zu den größten Geheimnissen des Lebens. Die moderne Forschung hat sich mit diesem Geheimnis eingehend befaßt und ist besonders durch die Beobachtung der Schlafvorgänge bei niederen Tieren und Pflanzen zu der Annahme gekommen, daß der Schlaf einen natürlichen Rhythmus im Lebensvorgang darstellt, der mit Tag und Nacht korrespondiert und jedem lebendigen Stoff
eigen ist. Wie wir uns die Entstehung des Schlafes auch vorstellen mögen, so steht zweifellos f L
Trotzdem ist er der lustigst« und flatterhaftes^ Geselle, ein Himmelsvag ab und, der wie Rauch uno Spiel über den Waldhügeln unserer Zonen hinweg- treibt, über Wie sen und Felder, die sei ner re men und weißen Verzauberung bedürfen, um saMM zu können. Aus dem hängenden Gewölk, aus rzahl- hÄt und gelbem Dunkel kommt er zu uns Herme- bergeritten im eisigen Ostwindhauch und m der Plötzlichkeit von verwegenen Wirbeln. Ein Fest für Kinder beginn}. In ihren Händen wird er zu kecken und unternehmungslustigen Freude und Spielerei^ patsch! fliegt er als runder Ballen durch die Lust und setzt sich einem würdigen Manne auf den dicken Pelzkragen oder auf den steifen, ernsten Hut. Der Schnee kann auch lustig sein Wenn er me- berfällt, gibt es keine grauen und dürren 2ie]te mehr, rasch setzt er Flocke auf Flocke Zweige Wipfel und Sparren, bis aus jedem saftlosen Holz ein weißer, blühender Arm geworden ist. Er stülpt auf die Telegraphenstangen, die immerfort nebe der versunkenen Landstraße emhermmschieren, heitere, federleichte Hüte und Kappen. Manck-mÄ bekommen sie einen schwarzen, leuchtenden Kops, wenn ein Rabe oder eine Schwarzamsel sich spoHerüiund müde darauf niedergelassen hat. Die Drahte werden in dicke, lockere Watte gepackt. Die Schlote Ef den Dächern haben über Nacht einen hohen 2lu,putzI er halten, als wären unsichtbare Zuckerbäcker von Dach zu Dach geklettert und hätten aus jedem Haus em Knusper» und Hexenhaus gemacht.
Hundertfach ist der Ulk, den der Schnee Mit allen sichtbaren Erscheinungen treibt. Man muß nu .
Hilfsstellen „Mutter und Kind".
Zentralstellen der Gesundheitspflege. - Oie RGB. richtet Beratungsstellen in Gießen ein
fefcn Luft ist "in unü-herrlich, aus den Bäumen sind 1 aFf? Aau» riesige Schleppenträger geworden, deren Sitzen,
>r ist oiNgvoße Z Uranien Eisperlen und Kristallnadeln im matten dem leichtes en, schein Mntersonne oder im glühenden Bern
soll doch die Gewißheit haben, auch in Nöten und Sorgen Hilfe durch die Volksgemeinschaft zu finden.
Die Hilfsstellen sollen keine Konkurrenz zu den Beratungsstellen der staatlichen Gesundheitsämter auf dem Gebiete der Säuglingsfürsorge {ein; sie sollen vielmehr in enger Zusammenarbeit mit ihnen die Leistungen auf dem Gebiete der Gesundheits- fichrung des deutschen Volkes bis zur Grenze des Möglichen erhöhen. Letzteres beweist schon die Tatsache, daß die von der NS.-Volkswohlfahrt einge- richteten oder neu einzurichtenden Hilfsstellen den staatlichen -Gesundheitsämtern zur Abhaltung der Mütter- und Säuglingsberatungsstunden zur Verfügung gestellt werden.
Im Kreis Wette rau der NS.-Dolkswohl- fahrt sind bis jetzt 13 solcher Hilfsstellen errichtet worden. Die Einrichtung weiterer Hilfsstellen steht bevor.
In Erkenntnis der Tatsache, daß innerhalb der Stadt Gießen selbst bisher Hilfsstellen „Mutter und Kind" nicht vorhanden waren, wurden solche nunmehr den Ortsgruppen Gießen-Nord, 'Walltorstraße 38, und G i e ß e n - O st, Kaiser- allee 34, der NS.-Volkswohlfahrt angegliedert. Diese in zweckmäßigerweise eingerichtete Hilfsstellen bestehen aus dem Warteraum und dem Sprechzim- mer des Amtsarztes. Für Unterstellung der Kinderwagen ist Vorsorge getroffen.
Gchneezauber.
Von Anton Schnack.
Schnee hat eine besänftigende und wunderbare Macht auf den Menfchen. Schon im Flockentreiben sieht unser Auge zauberhaftes Leben: ein Abgesandter des Himmels ist der Schnee, jener seelischen Besinnlichkeit, in der noch Marchengut und Märchenliebe wirksam sinh. Schnee ist nicht gefrorenes Wasser, nein, er ist Dogelfl'aum von himmlischen Vögeln, die sich, auf den Bäumen des Weitendes sitzend, ihr Gefieder geschüttelt haben; die herausgefallenen Federn erfüllen nun die Lust der Erde. Fallender Schnee hat die Eigenschaft, das Gesicht der Natur zu verzaubern und schon zu machen; in die graue und erstarrte
feit bringt sein Glanz legendäre und festliche Stlnu mung. Er hat etwas wie Gnade in sich, einen Hauch vom Ewigen her, Trost und Milde sinkt mit ihm aufs Erdental.
Neuerdings sind in Amerika eingehende Versuche über den Schlaf vorgenommen worden, um das Verhältnis zwischen der Tiefe des Schlafes und seiner Dauer festzustellen. Bei zahlreichen Versuchspersonen wurde ein Apparat angewandt, der in seiner Konstruktion Ähnlichkeit mit dem Seismographen oder Erdbebenmesser hat und von Minute zu Minute während der ganzen Nacht jede Bewegung des Schläfers aufzeichnet. Aus diesen Bewegungen, mögen sie auch noch so gering sein, kann man auf die Tiefe des Schlafes schließen. Je häufiger sie sind, desto weniger tief ist der Schlaf, je seltener sie auftreten, desto tiefer. Nach den Ergebnissen dieser Persuche tritt bei einem gesunden Menschen währestd der ganzen Nacht eine Unterbrechung des Schlafes alle 12 Minuten ein, die in einer mehr oder weniger heftigen Bewegung besteht. Jede dieser Bewegungen stört zweifellos den Schläfer, auch wenn sie ihm selbst nicht bewußt wird, und verringert die Schlasttefe. Manche Personen schlafen nun aber tiefer als andere, und man hat beobachtet, daß sie nachher besonders gekräftigt und erguitft sind. Man hat daraus geschlossen, daß man die durchschnittliche Schlafdauer verkürzen kann, wenn man sie vertieft.
Viele Bedingungen müssen zusammenwirken, um die größtmögliche Tiefe des Schlafes zu gewähren. Geeignete Schlafzimmer, bequeme Betten, die beste Nachtkleidung, die größte Ruhe, richtige Ernährung und das Vermeiden von schwerer Beschäftigung und aufregender Lektüre kurz vor dem Schlafengehen gehören zu diesen Bedingungen.
In manchen Nachtstunden scheint der Schlaf tiefer als in anderen. Wenn es gelingen würde, jeden Menschen zu veranlassen, so tief wie möglich ohne jede Bewegung zu schlafen, dann könnte man die Dauer des Schlafes ruhig abkürzen und doch dem Körper genügend Ruhe verschaffen, um die Ermüdungsgifte zu beseitigen und das zu erreichen, was den Segen des Schlafes ausmacht. Wenn man auch niemals den Schlaf wird ganz beseitigen können, so erscheint es doch nicht ausgeschlossen, daß die Wissenschaft es einmal dahin bringen wird, uns einen Schlaf zu lehren, bei dem wir sofort seine größte Tiefe erlangen und beibehalten. Dann wird es vielleicht möglich sein, die gegenwärtig für den Durchschnittsmenschen notwendigen 7 bis 8 Stunden durch 5 bis 6 Stunden Schlaf zu ersetzen. Wenn man aber auf diese Weise jeden Tag zwei Stunden Schlaf spart, dann würde das bei einem Menschen im Alter von 60 Jahren 43 800 Stunden Schlaf ergeben, und damit würde die Spanne unseres Daseins um 5 Jahre verlängert werden.
Hitler-Jugend Bann 116.
hauplslelle II.
Beratungsstunde in der Kinderklinik Gebrauch machen konnten. , _
Für den Stadtbezirk Gießen stehen somit m Zukunft drei Beratungsstellen zur Verfügung, lieber die Ingebrauchnahme der vorgenannten beiden Beratungsstellen ergeht noch Bekanntmachung. Aber auch in den Staotteilen Gießen-Klein-Lin- d e n und Gieße n-Wieseck werden in den von der NSV. eingerichteten Hilfsstellen „Mutter und Kind" Mütter- und Säuglingsberatungsstunden demnächst abgehalten.
Wenn heute die Säuglingssterblichkeit um ein wesentliches zurückaegangen ist, so hat dies seine Ursache darin, daß viele Mütter gelernt haben, ihre Säuglinge regelmäßig untersuchen und sich beraten zu lassen. Daß aber die Säuglingssterblichkeit noch um ein weiteres gesenkt werden muh, ergibt sich auch aus der Tatsache der jetzt durchzuführenden R a ch i t i s a k t i o n , bei welcher alle Säuglinge ab dem dritten Lebensmonat erfaßt werden. Die staatlichen Gesundheitsämter werden alle Mütter mit Säugling zur ärztlichen Untersuchung auf englische Krankheit, dem Rachitistermin, vorladen. Mit der Durchführung dieser Aktion, die im Zusammenarbeit mit den NSV.-Dienststellen, dem Reichs- mütterdienst und der NS.-Frauenschaft durchgeführt wird, wird in Kürze begonnen.
Alle mit der Durchführung betrauten Hilfsorgane. Schwestern usw. werden nochmals in eigens dazu abqehaltenen Schulungskursen vor dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Prof. Dr. W. Keller, über alle Einzelheiten, welche die neuesten For- schungsergebnisse, Entstehung und Behandlung der Rachitis betreffen, unterrichtet, so daß sie den Muttern in jeder Hinsicht mit Rat und Tat zur Seite stehen können.
Nachstehende Ausführungen aus der Feder des Herrn Prof. Dr. Keller, Direktor der Universitäts-Kinderklinik zu Gießen, lassen die Hilfsstellen „Mutter und Kind" auch vom ärztlichen Standpunkt aus gesehen in den Vordergrund der Gesundheitsfürsorge treten.
leisten, hat sich die Universitäts-Kinder« k 1 i n i k Gießen mit ihren Aerzttn und Ärztinnen in den Dienst dieser Aufgabe gestellt.
Die Schutzmaßnahme setzt, wie gesagt, bei jedem Säugling im 3. Lebensmonat ein. Hierzu sind drei Vorstellungen des Säuglings in einer der genannten Beratungsstellen notwendig. Bei der ersten Vorstellung des Kindes wird der Mutter nach Untersuchung durch den Arzt die erste Flasche Vigantol-Oel kostenlos mit der Anweisung gegeben, dem Säugling täglich 5 Tropfen in einem Teelöffel mit seiner Nahrung zu verabfolgen. Nach Verbrauch der 1. Flasche, also nach etwa 2 Monaten, erfolgt die zweite Vorstellung in der Säuglings-Beratungsstelle. Nach der Nachuntersuchung durch den Arzt wird die zweite Flasche Vigantol-Oel ausgegebei^
kicher Entdeckungsweg. _ _f . 1
Laßt uns 'deshalb ein bißchen durch die Aeste der Linden- und Kastanienbäume lugen! Ueberall sitzen Absonderlichkeiten und humorvolle Dinge. Wo im Frühling und Sommer Blattwülste und Blüten- kränze prangten, ducken sich jetzt Kücken, kleine und aroße, dicke und dünne, Schneekücken, FlcMmkucken, ganz weiß und durchscheinend rein, von einer bezaubernden Leichtigkeit, gestaltgeworbener Dust, der sich unter dem leichtesten Windhauch, ja, im Flügel- schlag eines vor über streifenden Vogels, verflüchtigen und auf und davon machen kann.
Aüf einen Lindenast mit weit auseinandergehen- der Gabel hat sich ein kühner nordischer Vogel niedergelassen, ein Vogel, den noch kein Jäger geschossen hat, ein Vogel aus dem Märchenreiche von Schneewittchen, das hinter den sieben Winterhügeln liegt Alles an dem Vogel ist lauterer Schnee, alles an ihm ist leuchtendes Weiß; er hat sich nach langem Nachtfluge zur Rast auf der Gabel niedergelassen, von der er nicht mehr weiterkommt, ehe njcht ein Hauch warmer Föhnluft in feine Schwingen streicht. Dann allerdings ist es mit seiner Herrlichkeit vorbei; Stück für Stück fällt er vom Baume, erst der lange Schwanz, dann der schöne hängende Flügel langsam bröckelt der Rücken auseinander, und der zierlich geneigte Kopf folgt ihm nach. Aber wir wünschen, daß der Märchenvogel recht lange im Geäst des Baumes bleiben möge.
Und nicht weit davon entfernt kommt auf einem schwarzen Holzbein, eine gezipfelte Haube über bem Kops, ein Gnom aus Schneewittchens Reich gestapft Wären wir Kinder, so würden mir ihn für den Zwerg Rapunzel halten, der im Sommer mit grauem Bart und blauem Wams unter riesigen Eichenwurzeln seine Gänge hat; jetzt aber hat er sich seine weiße Pelzkutte um die kleine Nußbrust geknöpft und durchpirscht das schlafende und fülle Waldrevier nach stierenden Hasen und kranken Rehen, um sie zur Pflege mit in sein gutes unterirdisches Reich zu nehmen. Aber mir haben den kindlichen Sinn verloren und erkennen mit urrfe» । rem kritischen Verstand, daß die hettere Laune der : Natur über einem Baumpflack einen wahren Zwer- i genmann aus Schnee wachsen ließ.
. y Schwer und dick, Taa und Nacht ist der vchnee I in den Bergwald gefallen. Alle Fichten und Tun- i nenbäume haben Hermelinmäntel auf ihren Zwei- gen hängen. Es ist ein ungestörtes Schweigen nn i Walde, ein heiliges Winterschweigen, das wie Gott i tes Atem ist. Der Fuß versinkt tief rm Schnee die
Nach zweijähriger Vorarbeit hat der Reichsmini- fter des Innern in einem Erlaß vom 9. November 1939 zum durchgreifenden Kampf gegen die Englische Krankheit (Rachitis) aufge^ rufen und die Grundsätze für die Vorbeugungsmaßnahmen auf gestellt, nach denen die staatlichen und kommunalen Gestmdheitsämter in Zusammenarbeit mit den obengenannten Dienststellen der NSV. zu verfahren hab en.--Nach diesen Grundsätzen wird nunmehr in Deutschland jeder Säugling mit dem 3. Lebensmonat, soweit dem nicht gesunoheitt liche Gründe entgegenstehen, einer Rachitisprophy- laxe, d. h. RachitisDorbeugung, unterzogen. Um diese in'der Gesundhe'itsführung eines Volkes bisher einzig dastehende Maßnahme durchfuhren, d. h. unter allen Umständen jeden Säugling erfassen zu können, mußte neben den bisherigen, von den staatlichen Gesundheitsämtern geleiteten Mütter- und Säug« lingsberatungsstellen vor allen Dingen die Hilfsstelle „Mutter und Kind" mit ihren Organisationen diese schon bestehenden Einrichtungen soweit erweitern, daß dH ne Schwierigkeit und ohne zu großen zeitlichen Verlust jede Mutter in die Lage versetzt ist, eine derartige Beratungsstelle aufzusuchen, wo
Der für die 14—15jährigen Jgg. im Stamm 1/116 angesetzte Sportdienst fällt am Sonntag, 21.1.1940, aus. Dafür treten alle Schiläufer mit Schiausru- stung um 7.35 Uhr am Biebertalbahnhof an. Fahrkarte nach Bieber hat jeder selbst zu lösen.
In Zusammenarbeit mit dem Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes und dem Direktor der Universitäts-Kinderklinik, Gießen, werden in diesen Hilfsstellen zukünftig ebenfalls Mütter- und Sä uglingsberatungs stunden ab glatten. Diese 'Beratungsstellen sollen den in diesen Stadtteilen wohnhaften Müttern mit Säuglingen zugute kommen, die infolge des großen Anmarschweges zur Kinderklinik nicht regelmäßig dort die Beratungsstunde aufsuchen konnten, zum anderen aber auch eine Entlastung für die Mütter bieten, die infolge beruflichen Einsatzes mit Rücksicht auf Zeit- j Verluste bisher wenig ober fast gar nicht von der
ihr naturgemäß neben der augenblicklich im Vordergrund stehenden -Rachitts-Prophylaxe auch die sonstiae in der Mütter- und Säuglingsberatung übliche Betreuung zuteil wird.
Die Ausführungen des Reichsministers lassen in der Durchführung der Rachitis-Prophylare einen gewissen Spielraum. Wer also z. B. sein Kind von dem bisher behandelnden praktischen Arzt oder von dem Facharzt der Rachttis-Prophylaxe unterziehen lassen will, kann dies ohne weiteres tun. Die Inanspruchnahme eines Privatarztes und der Nachweis der richtig durchgeführten Rachitis-Provhy- laxe entbindet von der Teilnahme an dem öffent» ttchen Verfahren. Die Schutzmaßnahmen sind jedoch in beiden Fällen genau die gleichen, d. h. sie de- stehen in der Verarbeitung einer ausreichenden Dosis Digantol-Oels oder eines standardisierte n Lebertrans. Da das Vigantol-Oel besonders bei dem jungen Säugling gegenüber dem Lebertran gewisse Vorzüge bietet, wird wohl in den meisten Fällen davon Gebrauch gemacht werden. Um eine fachgemäße ärztliche Führung dieser Beratungsstellen und vor allen Dingen eine fachärztliche Leitung der Rachitis-Prophylaxe zu gewahr-
Unter diesem etwas hintergründigen Titel wurd^ gestern im Gießener Stadttheater ein Lustspiel aufgeführt, das von seinem Verfasser (Karl Bort» f c I b t) eigentlich als Schwank hätte bezeichnet mer- oen müssen. Das Stück ging mit verhältnismäßig geringen Mitteln in Szene und forderte nur vier Personen als Darsteller. In der Hauptsache geht es darum, daß eine junge Filmschauspielerin oorgibt, aus dem Atelier ausgebrochen zu sein, weil sie ......che Filmgestatten habe spielen ________ Filmgesellschaft nicht ohne sie auszukommen glaubt, bemühen sich ein Regisseur und auch ein Autor des nächsten Films höchst» selbst um die Diva, ohne daß ihr bewußt werden soll, w e r sie zurückgewinnen soll. Zu diesem Zwecke werden höchst komplizierte Familienverhaltmsse geschaffen, die die Filmschauspielerin zwingen, in einer Doppelrolle Bruder und Schwester zu gleicher Zett zu sein. Daraus ergeben sich mancherlei komische Situationen, die sich noch dadurch vermehren, daß jeder Beteiligte den anderen durchschaut. Schließ» lich wird, mitsamt einer Verlobung, der erwünschte Erfolg erreicht.
Winterfütterung als Vogelschutz.
Neben der Schaffung von Nistgelegenheiten und der Ueberwachung der Logelfeinde ist die Winterfütterung die wichtigste, aber auch die schwierigste Ausgabe des Dogeljchutzes. Wie sie durchzuführen ist, hat der bekannte Vorkämpfer des Vogelschutzes, Dr. Frecherr von Berlepsch, gezeigt. Für Vogelarten, die man nicht an bestimmte Oertlichkeiten gewöhnen will, ist die Fütterung nur dann unbedingt nötig, wenn der Boden plötzlich durch starken Schneefall oder durch Rauhreif und Glatteis verdeckt ist und alle Ritzen und Fugen der Baumrinde, die Hauptvorratskammem unserer Schützlinge, versperrt sind. Wie fiirchtbar bann der Tod unter den gefieberten Freunden haust, hat Berlepsch an einem Neujahrstag beobachtet. Das Wetter war milde gewesen, schlug aber in der Silvesternacht plötzlich um, sodaß am Neujahrs- morgen alles mit einer starken Glatteisschicht überzogen war. Berlepsch, der die Gefahr für die Dogelwelt sofort erkannte, beobachtete am Morgen, daß in der Gegend der Futterstelle alles gesund war im übrigen aber bemerkte er schon gegen 10 Uhr allenthalben aufgeplusterte Vogel, vor allem die vieschiedenen Meisenarten, Kleider, Goldhähnchen und Baumläufer, und bis Mittag hatte er acht von ihnen bereits tot aufgefunden. Die Mägen aller dieser Vogel erwiesen sich als völlig leer. Die reiche Vogelwelt Kassels war nach diesem Ereignis stark verringert, und erst nach der nächsten Brutperiode schien der Verlust einigermaßen wieder ausgeglichen. Gleiche Beobachtungen wurden in den verschiedensten Teilen Deutschlands,
Das H i l f s w e r k „M utter und Kind" will die erbgesunde Mutter als Trägerin der Familie zur Erfüllung der ihr gestellten Aufgaben und Pflichten. Es sieht deshalb eine zusätzliche Hilfe für bedürftige Mütter und ihre Kinder in gesundheitlicher, wirtschaftlicher und seelischer Not vor. Diese Hilfe soll aber nicht mit der Bewilligung von Sachanträgen beendet sein, sondern in erster Linie Anlaß zu einer gesunden, verantwortungsvollen Lebensführung gegenüber Familie und Volk geben. Daraus ergibt sich die entscheidende Bedeutung der ^Hilfsstellen „Mutter und Kind" als der am weitesten ins Volk hineingestellten Vorposten sämtlicher NSV.-Arbeit. Sie sind heute neben der NS.-Ge» meinbeschwesternslation sozialer Mittelpunkt der Gemeinden geworden. Es galt nicht nur das Gedankengut des Nationalsozialismus durch die 915.= Schwestern und die Leiterinnen der Hilfsstellen in die betreuten Familien hineinzutragen, sondern vor allem die neuen Erkenntnisse in der Gesundheitspflege, in der Ernährungswirtschaft und der körperlichen Ertüchtigung anzuwenden und weiterzugeben.
steinlicht des Wintermondes glitzern und funkeln. Aber er hat mit dieser Pracht nicht genug, er zeigt -bann und wann seine phantastischen und entzückenden Einfälle mitten im tiefen Wald.
Inzwischen hat uns die Winterkälte tüchtig durch- gebeizt, und wir stapfen den Weg zum eingeschneb ten warmen Hause zurück, aber siehe da, der Frost ist in die Fenster eingebrochen und hat sie mit einer hauch feinen Eisschicht überzogen. Auch er hat wie der Schnee seine Einfälle und Launen. Die ganzen Fensterflächen sind hinaus und hinunter mit krausen und seltsamen Dingen bemalt; wenn wir etwas näher hinschauen, können wir alles mögliche entdecken: Blumenköpfe, Quallen, Sterne und Fratzem
Weise, so ist sie schlimmer, als wenn gar nichts geschieht, denn die falsche Fütterung bringt geradezu die Vernichtung zahlreicher Vögel mit sich; schlechte Futterapparate sind Mordwerkzeuge, vor denen nicht genug gewarnt werden kann. Das wichtigste Erfordernis ist Wettersicherheit, das heißt, die Futterstelle muß auch bei schroffem Witterungswechsel in bester Beschaffenheit zugänglich bleiben, und dies wird einzig und allein dadurch erreicht, daß der oberste. Rand der Futterstelle auf gleicher Hohe liegt mit dem untersten Rand der diese Futterstelle schützenden Bedachung. Es gibt zahlreiche Futterapparate, die allen Anforderungen genügen. jDie Vogel verweilen bec gutem Wetter bet dem künstlichen Futter nicht länger als bei dem natürlichen in Bäumen und Zweigen, durch diesen kurzen Besuch, der täglich nur zweimal, früh und nachmittags, ftattfmbet, darf man sich aber nicht abhalten lassen, denn in kritischen Zeiten ist die künstliche Fütterung bte einzige Rettung. >
Oer Kampf gegen die Englische Krankheit
Von Prof. Dr. W Keller, Direktor der UniversMs-Kinderklinik, Gießen.
Der werdenden bedürftigen Mutter wird durch die Hilfsstelle neben der materiellen die seelische Betreuung ganz besonders zutell, bei gleichzeitiger Beratung über die ihr zustehenden wirtschaftlichen Hilfsmöglichkeiten und gesetzlichen Versorgungsansprüche. Die Tätigkeit der Hilfsstellenleiterin beschränkt sich aber nicht nur auf die Abhaltung von Beratungsstunden, sondern vor allem regelmäßige Hausbesuche bringen die Hilfsstellenleiterinnen und . „ Mütter näher zueinander, beim die Rat such ende 1 Verluste
terspaziergang durch Alleen und Wälder, über Fel- s der und Hügelhänge hinweg ist für den, der ein ■ kluges und empfängliches Auge hat, ein unerschöpf- i


