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Berlin, 18. Sept. (DNB.) Auf Grund des Er-
torat noch vom übrigen Reichsgebiet trennt, auch
Aushebung der Zollgrenze zwischen dem Protektorat und dem übrigen Reichsgebiet
Gesunde, blendend weiße Zähne durch starkwirksame Zahnpflege mit
formal wegfällt, so wird dadurch nicht ein neuer Zustand geschaffen, aus dem irgendwelche wirt« schaftlichen Schwierigkeiten entstehen könnten, sondern es wird nur formal das bestätigt, was tat-
ging mit seinen 16 Kradschützen in Stellung. Gleich darauf näherte sich ein entwickeltes feindliches Bataillon. Die Belgier wurden von den Kradschützen mit lebhaftem Gewehrfeuer empfangen. Hippler winkte ihnen mit dem Taschentuch. Der Erfolg war überraschend. Das belgische Bataillon ergab sich den 16 Kradschützen und einer allmählich herankommenden Infanteriekompanie. Oberleutnant Hippler sah ein weiteres belgisches Bataillon entwickelt vorgehen. In rasender Fahrt fuhr er, ununterbrochen feuernd, an der Front der Belgier vorbei. Dann machte er kehrt und entwickelte seine Kradschützen gegen Flanke und Rücken des Feindes. Auch dieses Bataillon ergab sich. Mit 16 Mann hat er ohne Verluste durch schneidiges Zupacken 2000 Gefangene gemacht.
mentskommandeure ein.
---Hauptscharführer Kepplinger ist beim Angriff eines Bataillons der Waffen-- bei Arnheim mit nur zwei Männern über die gesprengte Jjssel- Brücke geklettert in der Absicht, das mit Maschinengewehren gespickte Westervoort in Besitz zu nehmen. Hier entspann sich zwischen der Besatzung von 90 Mann und den eingedrungenen drei Deutschen ein heftiger Nahkampf. Es gelang Kepplinger, einen Teil des Westervoort nach dem anderen zur Ueber- gabe zu zwingen.
Berlin, 18. Sept (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, General- feldmarfchall von Brauchitfch, das Ritterkreuz zum Eisernen kreuz an folgende Angehörige des Heeres und der Waffen-^ verliehen: ^-Sturmbannführer Witt, Hauptmann Löwe, ^-Obersturmführer Vogt, Oberleutnant h i p p l e r, Oberleutnant Bethke, ^-hauptscharführer kepplinger.
Gesunderhaltung der deutschen Jugend.
Berlin, 18. Sept. (DNB.) Der Reichsjugendführer hat es bereits im Juni d. I. in die Verantwortung der luftgefährdeten Gebiete gestellt, den Dienst der HF. so zu gestalten, daß ausreichende Nachtruhe gesichert ist. Der Reichsjugendführer hat nunmehr für die in den Warnzonen liegenden Gebiete (Oberbanne) angeordnet, daß derDienstum20Uhrbeendet sein muß. Er hat weiterhin bestimmt, daß eine Dienstzus ammenfassung an den Sonntagvormittagen in der Zeit von 8 bis 11 Uhr erfolgt.
Das Ritterkreuz sürhervorragendeTruppensührer des Heeres und der Waffen---.
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die große Tube die kleine Tube
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sächlich schon vorhanden ist. In der verhältnismäßig kurzen Zeit seit dem 15. März 1939 hat sich Böhmen und Mähren mit voller Natürlichkeit und beinahe Selbstverständlichkeit zu einem Teil der größeren deutschen Wirtschaft entwickelt, der aus ihr nicht mehr wegzudenken ist. Die Zukunft wird zeigen, welcher Segen für die Entwicklung der Wirtschaft, besonders aber auch für die Entwicklung des Lebensstandards des Volkes in der Großräumigkeit liegt. In rationeller Arbeitsteilung erlaubt sie es jedem ungehindert durch Engen des Marktes feine Fähigkeiten auf die Erzeugnisse zu konzentrieren, die jedem Werk am meisten liegen. Man wird aber auch erkennen können, welche Stoßkraft nach außen im Export und Import eine so zusammengeballte und geeinte Wirtschaft hat. Böhmen und Mähren können im Rahmen der großdeutschen Wirtschaft der zukünftigen Entwicklung mit vollstem 'Vertrauen entgegenfehen. Dank ihrer begünstigten Lage im Osten und Südoften werden die alten Reichslande bungsverfahren. bestimmt sein, in der neuen wirtschaftlichen Entwick-
* luna Europas eine bedeutende und bevor -'gte Rolle
Wenn nun die innere Zoll-Linie, die das Prote-k- zu spielen.
Aus aller Welt.
Lin bewährter Ingenleur-Offizler gestorben.
Im Alter von 96 Jahren verstarb in Wiesbaden Generalleutnant a. D. Johannes Krebs. Als ältestes Kind von 17 Geschwistern war er in Jüterbog geboren. Seine militärische Laufbahn begann er in Torgau. Als Inspekteur der Festungsinspektion Metz hat er die großen Neubefestigungen in Metz begonnen. Als Anerkennung für feine Leistungen wurde er 1901 zum Präsidenten des Ingenieur-Komitees in Berlin berufen.
Orkan in Kanada.
Seit 24 Stunden tobt an der kanadischen Südostküste ein Orkan. Häuser, sind einaestürzt, Fernsprechverbindungen vernichtet und viele Verkehrswege zerstört worden. Wo es noch möglich war, retteten sich die Schiffe in Häfen und ruhigere Buchten. Mehrere Städte, darunter St. John, bieten ein Bild schwerster Verwüstung.
Ohm Krüger und wir.
Ein Aufsatz von Emil Zannings über das Schicksal des Burenprösidenten
Oberleutnant Bethke hat bet Belliecourt und Vendhuille allein mit einigen Leuten in schwerem MG.- und Gewehrfeuer die Brückenübörgänge so lange verteidigt, bis Verstärkung herankam. Er selbst erledigte mehrere feindliche Panzerkampf- wagen und ermöglichte dadurch der Marschgruppe das rasche Vorwärtskommen. Beim Angriff auf Cassel verließ er, trotz schwerstem feindlichen Abwehrfeuer aller Kaliber, seinen Panzerkampfwagen und fetzte seine Kompanie erneut zum Angriff an, um in die stark ausgebaute Feindstellung einzubre- chen. Bei Houtergue vernichtete er mit seiner Kompanie fünf feindliche Panzer, vier Karden-Lloyd- Tankette, zwei Pak und brachte 700 Gefangene, darunter einen Brigadekommandeur und zwei Regi-
aber in den Kabinetten speiste man ihn mit unverbindlichen Redensarten ab, wenn er in seherischer Weise davon sprach, daß Dynastien und Staaten an England einstmals sterben würden. In Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien und selbst in Rußland ahnte der kleine Mann auf der Straße, daß mit diesem alten würdigen Bauernpräfidenten zum erstenmal ein starker Gegner Englands aufgetreten war. Zwar besaß er keine militärische oder wirtschaftliche Macht, aber er war der erste, der unbestechlich und unbeirrt das Lebensrecht seiner kleinen Nation vertrat. Eine Welle der Empörung überflutete ganz Europa, als man hörte, welche Mittel England anzuwenden wagte, um den Widerstand dieses kleinen Heldenvolkes zu brechen. Es waren dieselben Mittel, die heute gegen das deutsche Volk angewandt werden sollen.
In unseren eigenen erlebnisreichen Tagen, in denen die europäische Welt eine neue Ordnung be- kommt, ist jede Lebensäußerung der deutschen Nation auf das eine große Ziel der Abrechnung mit England gerichtet. Auch der Schauspieler steht hier
---Sturmbannführer Witt, im Polenfeldzug als einer der Ersten mit dem EK.1 ausgezeichnet, ist Kommandeur eines Bataillons der Waffen-77. Am Abend des 27. Mai wurde sein auf dem rechten Flügel eines Regiments der Waffen--- eingesetztes Bataillon aus der Richtung Estaires von 20 englischen schweren Panzern, denen die Infanterie folgte, angegriffen. Mindestens zehn feindlichen Panzern gelang es, in die Stellungen des Bataillons, das in diesem Augenblick noch keine Panzerabwehr zur Hand hatte, einzubrechen. Das Bataillon wehrte sich so energisch, daß es den Engländern nicht gelang, die Stellung zu durchstoßen. Neun feindliche Panzer blieben bewegungsunfähig vor der Front des Bataillons liegen. ---Sturmbannführer Witt hat feiner Truppe, die aus Wassergraben, Hecken, Erdlöchern und Kellern den Kampf gegen die felnd- lichen Panzer führte, ein hohes Beispiel der Furcht- losiFkeit und des Willens zum Durchhalten gegeben.
Hauptmann Löwe brachte mit seiner verstärkten Kompanie und einer Schützenkompanie am 17. Mm nach heftigem Straßenkampf in Ongny die für den weiteren Vormarsch der Simfion wichtigen Fluh- und Kanalbrücken über die Oise nach kürzester Zett unversehrt in deutsche Hund Am folgenden Tage war er an der Gefangennahme des Stabes der 9. kranzösischen Armee in L- Latelet beteiligt. Am 20 5 wurde durch das Eingreisen seiner Kompanie der Wen durch das stark verteidigte Doullenz erzwungen. Am 27. Mai bahnte er als Barhutiuhrer einer kampsgruppe den Weg durch chondeghem und Sylvestre, um am 28. an der Spitze I-m-r Kompanie nach Vernichtung mehrerer Bunker und E lischer Panzerkampfwagen m die Daladier-Linie ""AobAArmführer Sogt sollte mit -m-m Stoßtrupp von zwei Panzerspähwagen, drei Kradschutzen- gruppen und einem Pak die Maas-Waal-Kanal- brücke von Heerbosch nehmen. Unter dem Feuerschutz der Pak und einiger MG. stürmte Vogt die Drücke Durch Aufrollen der Bunker ermöglichte er feinem Stoßtrupp und einer MGK. das Huruber- kommen. Weber 200 Gefangene wurden gemacht und "Waffen erbeutet. Arn 23. Mm klar e Vog mit einem Spähtrupp in Richtung A" ""f. Bei Nanzimhem erkannte er em französisches Jnfan teriebataiüon tm Rückzug auf die Lys. Durch schnei- diaes Zupacken gelang es Vogt, das einzige noch kampffähige französische Bataillon im Dwiswns- abschnitt vor dem Erreichen der Lys zu vernichten.
Am 13 Mai setzte Oberleutnant Hippler bei Behringen mit zwei kleinen Schlauchbooten über den L'^anal, fuhr, ohne weiter-Tests abzuwarten
Gäste in dem „Kraft durch Freude"->Großvariet6 Plaza an einer Vorstellung für Arbeiter und Soldaten teil. Serrano Suner befichttgte als Gast des Reichsführers -- und Chef der deutschen Polizei im Kasernengelände der Leibstandarte -- Adolf Hitler Einheiten der -- und der Polizei. Dann fand ein Besuch im Reichskriminalpolizeiamt statt, bei dem der Chef der Sicherhetts- oolizei und des Sicherheitsdienstes ---Gruppenführer Heidrich die Gäste mit den verschiedenen Arbeitsgebieten dieses Amtes vertraut machte. Den Abschluß bildete ein Empfang des Reichsführers -- im Haus der Flieger, zu dem auch Reichsminister Dr. Frick, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, die Staatssekretäre von Weizsäcker und Bohle u. a. erschienen waren.
Europäische Meffebilanz.
Mit der Schließung der Kölner Herbstmesse am 17. September haben die diesjährigen großen Messeoeranstaltungen im deutschen Wirt- schaftsraum einen höchst befriedigenden Abschluß gefunden. Ueberall, in Königsberg, Leipzig, Wien, Prag und Köln hqt sich die Kraft der deutschen Wirtschaft dokumentiert, und in geschäftlicher Hinsicht sind bemerkenswerte Abschlüsse zustandegekommen. Während in England sofort bei Kriegsbeginn alle Messen abgesagt wurden und m Frankreich lediglich in diesem Frühjahr die Messe Lyon abgehalten wurde, hat Deutschland sämtliche Messeoeranstaltungen durchgeführt und eine sehr große Anzahl ausländischer Einkäufer ange- zogen. r
Aber nicht nur die Messen im Reich, sondern auch die Veranstaltungen in den neutralen Ländern, besonders im Südosten weisen eine erfreuliche Bilanz auf. Dies gilt sowohl für die Donaumesse in Prehburg, für die 21 gramer Herb st - m e f fe , für die jugoslawische Messe in Belgrad wie für die holländische Messe in Utrecht. Weitere Veranstaltungen dieser Art in Südosteuropa, die sich in den nächsten Wochen noch abwickeln werden, können eine ebenso günstige Beurteilung beanspruchen. Die Westmächte sind von dem Balkan vollständig verschwunden, während sich die deutschitalienische Beteiligung überall gesteigert hat; neu erschienen ist auf den verschiedensten Messen die Sowjetunion. Als eine Neuheit auf den verschiedensten Messen treten in den letzten Jahren die Lehrschauen immer mehr in den Vordergrund. Hierdurch erhöht sich der Besucherkreis, ohne daß die Geschäftsleute, die Einkäufe tätigen wollen, sich deshalb von dem Besuch der Messe abhalten lassen. Das Entscheidende ist aber, daß die Lehrschauen aufklärend und werbend sich vornehmlich an den wirtschaftlich Interessierten wenden. Denn es steht fest, daß es in erster Linie Aufgabe der Messe sein muß, geschäftliche Verbindung herzustellen und die Exportkraft der Jndusttien der großen nationalen und internationalen Handelswelt auf zu-
Wenn Köln neben seiner Anziehungskraft auf die Niederlande, Belgien und Nvrdstankreich in fachlicher Hinsicht besonderen Wert auf die Mö- belmefse legt, so verdient die Leistung dieser Industrie ganz besonders gewürdigt zu werden, die : auch auf der Gemeinschaftsschau in Preßburg zu sehen war. In der Tat war die deutsche Möhel- schau in der Donaustadt ein Blickpunkt für alle Be-
nicht beiseite, denn in solchen Zeiten gibt es keine Kunst im luftleeren Raum. Zudem ist jede echte, auf seelische Erhöhung gerichtete Kunst seit jeher zweckbedingt gewesen. Gerade der Film, als letzte und stärkste Ausdrucksform dramatischer Gestaltung, hat die Aufgabe, eine nationale Gemeinsamkeit des Erlebens und Urteilens durch feine St off wähl zu fördern. Historische Begebenheiten, die geeignet sind, beispielhaft, bildend, aufklärend und aufrüttelnd zu wirken, müssen deshalb mit Begeisterung in Angriff genommen sowie mit größter Sorgfalt und Verantwortungsbewußtsein bearbeitet werden. Es gibt geschichtliche Geschehnisse und Schicksale, die zu bestimmten Zeiten jedermann in die Erinnerung zurückgerufen werden müssen, aber nicht nur durch Aufsätze, Berichte und Erzählungen, sondern durch das sinngebende Spiel. Dieses ist eine der vornehmsten Ausgaben, die Schauspieler erfüllen tön-
Paul Krügers Vorfahren sind deutscher Abstammung — sein Denken, sein Handeln und auch seine Irrtümer sind uns wesensverwandt; sein Schicksal wird uns erst heute ganz verständlich, obgleich vierzig Jahre seit dem Burenkrieg verflossen sind. Aber für das Walten der historischen Gerechtigkeit ist das eine kleine Zeitspanne. Schon ist die Stunde des Gerichts angekündigt worden. Vor diesem Gericht erscheint als Ankläger auch Ohm Krüger, um Sühne zu fordern für die heuchlerische Vernichtung der Freiheit seines Volkes und für die sechsundzwanzigtausend Frauen und Kinder, die England in den Kon- zenttationslagern durch Seuchen und Hunger umkommen ließ.
als. In einer großen Auseinandersetzung mit Cecil Rhodes, dem ebenso fanattschen wie gescheiten englischen Imperialisten, sagt Krüger in meinem kommenden Film: „Für jedes Volk hat die Weltge- chichte eine Aufgabe — vielleicht ist uns Byren )ie Aufgabe zugeoacht, nur ein Beispiel zu geben." In der schwersten Stunde seines Lebens hat sich Paul Krüger emporgerissen zu der Idee; daß sich kein einzelner und kein Volk der Bestimmung, sich ür die Zukunft opfern zu müssen, entziehen kann.
Friedfertig regierte Paul Krüger feine kleines, aus nicht mehr als hundertsiebzigtausend Menschen bestehendes Volk. Er war. in jeder Hinsicht em bäuerlicher Patriarch, der — von vierzehn Kindern und etwa siebzig Enkeln umgeben — nicht anders lebte als der Vorsteher einer größeren Dorfgemeinde. Im Wandel arbeitsfroher Jahre, im Wechsel der Jahreszeiten und Lebensstufen, im Auf und Ab der menschlichen Schicksale feiner kleinen Welt fühlte er sich wohl und galt bei seinem Volk nicht als der hochgesteltte Staatschef, sondern als der gute Ohm Krüger, auf dessen Veranda bei Kaffee und Tabak die Staatsgeschäfte besprochen wurden, bis dann der schon bald Sechzigjährige hineingerissen wurde in die große Politik, weil im Lande der Buren Gold gesunden worden war. Sofort machte England Herrschaftsansprüche geltend und zwang das kleine Land in sein politisches Ränkespiel.
Auf dem spiegelblanken Parkett der europäischen Ministerien und Paläste hat der schwerblütige Bauer in Gehrock und Zylinder eine gute Figur gemacht. Denn dieser Viehzüchter aus Südafrika war auch den Winkelzügen eines Chamberlain gemachen. Nur in einer Beziehung irrte er sich —: Er überschätzte die Einsicht der europäischen Regierungen. Zu spät sah er ein, daß sie nicht gewillt waren, ihn zu unterstützen. Zwar die Völker jubelten ihm zu, wenn er europäischen Boden betrat,
Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" bringt aus der Feder des Staatsschauspielers Emil I a n n i n g s eine Betrachtung zu der Tragödie des Burenführers Paul Krüger. In diesem Aufsatz schreibt Emil Jannings, der die Persönlichkeit Ohm Krügers in einem neuen Film verkörpern wird, u. a.:
Ich verfilme „Ohm Krüger", den legendären Führer der Buren, nicht etwa deshalb, weil er für die Alten unter uns eine bekannte Persönlichkeit war, deren Leben bunt, abwechslungsreich und spannend dargestellt werden kann — ich verfilme ihn, weil er dazu ausersehen war, einen Kampf zu beginnen, der in unseren Tagen vollendet wird! Durch Paul Krüger, den einfachen bäuerischen Menschen aus der Einsamkeit Südafrikas, entstand in der Welt das Bewußtsein dafür, daß nationale Freiheit, Wohlstand und Glück bedroht werden, von einem tückischen Leiden im Kulturorganismus: von der Methodik englischer Machtentfaltung. Dieses Bewußtsein konnte nur entstehen und wachsen durch Leben und Taten einer Persönlichkeit, für welche die Politik nicht ein Beruf, sondern eine Berufung war. Für Paul Krüger war der Entschluß, sein kleines Volk gegen das mächtige England in den Kampf zu führen, nicht das errechnete Ergebnis aller Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, sondern die Erkenntnis eines unabwendbaren Schick
lasses des Führers über das Protektorat Böhmen und Mähren vom 16. März 1939 und der Verordnung über das Zollwesen im Protektorat vom 21. März 1939 wird im Einvernehmen mit dem Reichsprotektor nunmehr die Aufhebung der Zollgrenze zwischen dem Protektorat und dem übrigen- Reichsgebiet verordnet. Die deutschen Zollvorschriften treten im Protektorat in Kraft. Die Zölle und Verbrauchssteuern im Protektorat werden in reichseigene Verwaltung übernommen. Der Aufbau dieser Verwaltung wird durch eine besondere Verord- nun geregelt, der zufolge ein Oberfinanzbezirk Böhmen und Mähren gebildet wird. Der Oberfinanzpräsident hat seinen Sitz in Prag. Die im Protektorat bisher geltenden Vorschriften über die Erhebung der Zölle, über die Erhebung der Verbrauchssteuern usw. treten außer Kraft. Lediglich die bisher geltenden Vorschriften über die Besteuerung der Zündmittel mit Ausnahme der Feuerzeuge bleiben bis auf weiteres in Geltung. Schließlich befaßt sich die Verordnung, die im Reichsgesetzblatt 1 vom 18. 9.1940 veröffentlicht wird, mit dem Steuerstrafverfahren und dem Steuerbeitrei-
sucher aus dem Innern des slowakischen Landes. Die Geschäftswelt hat besonders die Preiswürdigkeit der deutschen Serienmöbel anerkannt. Es wurden durchaus keine besonders brillanten Ausstellungsstücke gezeigt, sondern Möbel aus der laufenden Produktion von rund. 50 Betrieben, darunter ausgesprochene Exportmöbel, wie sie von jeher von zahlreichen ausländischen Kunden verlangt werden. Einmütig wurde von der Fachwelt festgestellt, daß die neuen deutschen Modelle sich durch die Schönheit des Materials besonders auszeichnen. Wie an anderen Industriezweigen, sollen auch im Möbelfach die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und der Slowakei organisch aufeinander abgestimmt werden, damit der zusätzliche Bedarf befriedigt werden kann. . \
Man könnte noch zahlreiche andere Beispiele von den diesjährigen Herbstmessen anführen, die die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie aufzeigen. Wir wollen aber diese Bilanz ab schließen mit einer Betrachtung über die deutsche Stahlschau in Belgrad, durch die die Leistungen der eisenschaffenden Jndusttie Deutschlands besonders repräsentativ her aus gestellt wird. Die Besucher erhalten in der jugoslawischen Hauptstadt in sieben Hauptabteilungen einen Ueberblick über alle Zweige der deutschen Stahlerzeugung und Stahlverarbeitung. Es handelt sich hierbei um die Arbeitsergebnisse des Bergbaues und der Aufbereitung von Kohlen und Erzen in der 1. Abteilung, dann folgt die Abteilung Tiefbau, anschließend die Abteilung Industriebau, Hoch- und Brückenbau, dann folgt die Abteilung Fahrzeug-, Maschinen- und Apparatebau, und schließlich werden in der Abteilung für Landwirtschaft neuzeitliche Maschinen vorgeführt, die im Südosten besonders begehrt sind. Fertigwaren aus dem Bereich der Eisen-, Stahl- und Blechwaren* industtie bilden neben der Sonderschau „Edelstahl" einen . besonderen Anziehungspunkt des deutschen Pavillons.
In Zürich fand die erste Tagung der Amtswalter der Arbeitsfrontorgamsation der reichsdeutschen Kolonie in der Schweiz statt. Eine Ausstellung über das Schaffen der Deutschen Arbeitsfront befindet sich in dem Kleinen Tonhallensaal der schweizerischen Landesausstellung.
(xruptidirifüeitet: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Eiertreter btf hauptschriftleikers: Ernst Blumschem. verantwortlich für Politt!, Feuilleton und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein.
Druck und Verlag: Brühlsche UntversitStSdruckeret R. Lange R. S. BerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann: Anze-igenletter: HanS Beck. Verantwortlich für den Inhalt der 'Anzeigen: Theodor Kümmel. DI.Nr.S.
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