Mißstimmung in England
Berbers ab- triegsmaterial
Tagen mit Volldampf von Ad gegangen, wo die Verladung
tische Regierung in Aegypten) bzw. „Les Atrocitds de la Justice anglaise en Egypte” (Die Gräßlichkeiten der britischen Justiz in Aegypten) die Den» Hwai-Affäre an, die im Juni 1906 so großes Aufsehen erregte. Mehrere englische Offiziere be- anden sich am 14. Juni in der Nahe des im Nil- relta gelegenen Ortes Denshwai auf der Taubenjagd, wobei eine Fellachin angeschossen und ein Bauernhäuschen in Brand gesetzt wurde. Die Eingeborenen, die schon über das ungenierte Benehmen der Offiziere auf privatem Boden empört waren, gerieten mit diesett in Streit, was zu Tätlichkeiten auf beiden Seiten führte. Ein Offizier, der Hauptmann Bull, suchte das Weite, fiel jedoch einem Hitzschlag zum Opfer. Britische Soldaten grif- en ein und zertrümmerten einem Fellachen den Schädel. Die Folge dieser Affäre war die Verhaftung von 50 Eingeborenen. Der Prozeß gegen diese fand bereits am 24. Juni statt, nur dis Offiziere traten als Zeugen auf. Vier Angeklagte wurden zum Tode
verurteilt, zwei zu lebenslänglicher Zuchthaushaus, drei zu einem Jahr Gefängnis und öffentlicher Auspeitschung und fünf „nur" zu öffentlicher Auspeitschung (50 Hiebe mit der fünfschwänzigen Katze). Die Hinrichtungen und die Vollstreckung der Prügelstrafen wurden am 26. Juni an derselben Stelle vorgenommen, auf der sich der Zwischenfall ereignet hatte. Das grausige Schauspiel dauerte genau eine Stunde. Die Delinquenten wurden einzeln gehängt und während der Pausen je zwei der anderen Verurteilten angesichts der am Galgen pendelnden Opfer ausgepeitscht...
Lord Kromer, der damals „British Comptrol- ler-General" in Aegypten war, hat der Vorgang das Amt gekostet, weil sich die allgemeine Erregung im Nillande zu einer gefährlichen Siedehitze steigerte. Selbst er mußte später in seinem Buche „Abbas II" zugestehen, daß die Urteile von einer ungewöhnlichen Strenge waren. Wie stark die Spannung zwischen den Aegyptern und dem britischen Militär in Kairo ist, geht aus der Warnung an einer verrufenen Straße hervor: „Notice: This Street out of bounds to all ranks of His Majestys forces!“, was besagt, daß das Betreten dieser Straße dem britischen Militär verboten ist, um Schlägereien vorzubeugen. Felix Baumann.
und Mannschaften auf Handelsdampfer bereits begonnen hat. Die Truppentransportschiffe auf der Reede von Berbera sind ununterbrochen italienischen Luftangriffen ausgesetzt. Die Verschiffung der Truppen ist deshalb besonders schwierig, well die meisten Fahrzeuge wegen des niedrigen Wasserstandes nicht an den Kais anlegen können. Die Niederlage der Engländer wurde in London gegenüber ausländischen. Journalisten mit der „Ausschaltung der französischen Streitkräfte in Französisch-Somaliland" begründet.
Die Dominions kein Truppenreservoir mehr für England.
Rom, 17. August. (Europapreß.) „Popolo di Roma" mißt der Ankündigung des australischen Ministerpräsidenten, daß Australien keine weiteren Truppenkontingente zur Verstärkung fremder Fronten bereitstellen werde, besondere Bedeutung bei, besonders für die afrikanischen Kriegsschauplätze. Die Ankündigung lasse klar das fehlende Vertrauen in einen Endsieg Englands erkennen und die Besorgnis, daß neue, schwere Ereignisse in einer zweiten Phase den Status quo im Stille n Ozean stören könnten. Australien wolle seine Truppen nunmehr auf dem australischen Kontinent verwenden. England habe geplant, außer den englischen, rhode- sischen, arabischen, indischen und jüdischen Regimentern allein an Truppen aus Australien und Neuseeland 200 000 Mann heranzuziehen und in Aegypten zu konzentrieren. Die von der englischen Propaganda in die Welt posaunten Erwartungen über die Unerschöpflichkeit der militärischen Hilfsquellen Englands erfüllten sich somit auch auf
Britische Niederlage in Gomaliland.
DasbritischeVerteidigungssystemnachhartnäckigemKampfinitalienischerHand
Angriff übergegangen und haben gleichzeitig den Schiffen zu Hilfe eilende feindliche Luftslreitkrqfte zum Kampf gestellt. Sieben feindliche Flugzeuge vorn Gloster-Gladialor-Typ wurden mit Sicherheit abgeschosfen. Der Abschuß von zwei weiteren ist wahrscheinlich. Drei unserer Flugzeuge fehlen.
Eines unserer U-Boote hat im Atlantik einen englischen Tanker von rd. 9000 Tonnen versenkt.
Verbera wird das Dünkirchen von Gomaliland.
Stockholm, 18. Aug. (Europapreß.) In London wird bestätigt, daß die Lage der Engländer in B ri tisch -So malt l and „nun nahezu als kritisch bezeichnet werden muß, und daß die Truppen vor den italienischen Divisionen auf einem fluchtartigen Rückzug sind". Berbera ist der Sammelplatz der zurückflutenden Engländer geworden, das Ziel ist Ade n. Einheiten der englischen Kriegsflotte sind in den letzten
Rom. 17. Aug. (DBB.) Ein Samstag abend ausgegebener Sonderbericht der italienischen Wehrmacht über die Schlacht in Britisch-Somaliland hat folgenden Wortlaut:
Die am 11. August in Britisch-Somaliland begonnene Schlacht gegen das Gros der feindlichen Streitkräfte vom Ierato-Paß in der Zone von Adadleh ist siegreich beendet worden. Rach fünf Tagen hartnäckiger Kämpfe ist das seit langem ausgebaute englische Berteidigungs- system mit seinen hauplstühpunkten und seinen zwei Linien Stacheldrahthindernissen sowie mit seinen in die Felsen eingesprengten Artillerie- und Waschinengewehr-Kasematten durch Umgehung von beiden Flügeln gefallen. Zahlreiche Waffen jeder Art, ungeheure Wengen Kriegsmaterial und Lebensmittel sowie zahlreiche Gefangene sind in unsere Hand gefallen. Hunderte von Toten, die rhode- sischen und indischen Gebirgsbataillonen angehören, wurden, vom Feind auf dem Schlachtfeld zurückgelassen, aufgefunden.
Unsere Luftwaffe hat wie immer in direkter Zusammenarbeit durch Bombardierungen und Wa- schinengewehrangriffe im Tiefflug auf feindliche Stellungen wirkungsvoll in die Schlacht eingegriffen sowie durch Fernflüge Kriegsschiffe und im Hafen von Berbera vor Anker liegende Transporter schwer getroffen. Währenddessen haben die Engländer ohne irgendein Ergebnis den Flugplatz von Assab und die Ortschaft Giggiga bombardiert.
Das Wanövcr, das uns nach Berbera führen wird, geht unwiderstehlich weiter zur Eroberung der zweiten befestigten Linie, auf die die von unseren Kolonnen verfolgten feindlichen Truppen zurückweichen.
Vulhar besetzt.
Rom, 18. Aug. (DBB.) Der italienische Wehr- machtsbericht vom Sonntag hat folgenden Wortlaut:
Eine unserer von Zella vorrückenden Kolonnen hak im Verfolg ihres Vormarsches in Britisch-Somaliland Bulharbeseht. Eine andere Kolonne ist in die unmittelbare Bähe von Lafaruk gelangt Eine starke Abteilung Inder hat sich bei Wand er a beim Auftauchen unserer Patrouillen in wilde Flucht gestürzt. Lines unserer Flugzeuge ist von einer Aktion gegen Berbera nicht zurückgekehrt.
3n Bordafrika haben feindliche Seeslreitkräfle nicht weniger als 300 Schuh großen und mittleren Kalibers gegen B arbia und das Innere des Landes abgefeuert, wodurch ein Soldat getötet und elf verwundet wurden. Unsere Bomber sind sofort zum
Wie die Briten in Aegypten hausten
Erinnerungen an Gespräche mit Lord Kitchener.
London, 17. Aug. (Europapreß.) An der Antikriegsbewegung in England find, wie ein scharfer Angriff des „Dailp Mirror" zeigt, nicht lediglich „unbekannte Pazifisten und vereinzelte Fafchisten" beteiligt, wie dies stets vorn Jnformationsrniniste- rium behauptet wird. „Daily Mirror" greift den bekannten Labour-Abgeordneten Dr. Alfred Satter scharf an, der den Londoner Stadtteil West- bermondsey vertritt und in der Labour-Zeitschrift für Bermondsey geschrieben hatte: „Deutsche Bombenflieger in großer Zahl haben in der letzten Zeit dieses Land täglich angegriffen. Es scheint, obgleich einige von ihnen zerstört worden sind, als ob bei weitem die riesige Mehrheit von ihnen in der Lage gewesen wäre, die Küsten Englands fast u n g e - straft zu besuchen." Die Möglichkeit von Dergel- tungsbombarbements gegen Deutschland bezeichnet Satter nur als einen schwachen Trost. „Friedensangebot nach Friedensangebot", so heißt es weiter, „wurde abgetehnt, weit man bewußt oder unbewußt als selbstverständlich voraussetzte, daß die Heeres- und Flottenmacht Frankreichs und. Großbritanniens gemeinsam u n - besiegbar sei. ,Hst es", so fragt Satter schließlich, „jetzt schon zu spät, einen andern Weg zu versuchen, als den Kampf bis zum Ende, mit allem, was ein solcher Kampf bedeutet?" Der
„Daily Mirror" fordert, der Londoner Polizeikommissar solle sich endlich mit Salter befassen. Gewöhnliche Sterbliche würden die Gefahr hoher Geldoder sogar Gefängnisstrafen laufen, wenn sie sich auch nur einen Bruchteil derartiger Bemerkungen leisten wollten.
Das gleiche Blatt wendet sich aber auch gegen die Politik des englischen Nachrichtendienstes, englische Niederlagen dadurch zu vertuschen, daß man die Unternehmungen des Gegners entweder als Scheinmanöver (Bluff) oder als Fehler (blunder) abzutun suche. Churchill könne mit derartigen Wendungen den italienischen Feldzug gegen lebenswichtige strategische Positionen des Empire im Nahen Osten nicht beiseiteschieben. „Wir kennen", schreibt „Daily Mirror", „jene Fehler unserer rücksichtslosen, entschlossenen und wohlausgerüsteten Feinde. Hitlers »Fehles in Norwegen beispielsweise kennen wir so gut, daß wir schon lange zu wünschen begonnen haben, mir könnten wenig st ens einmal einen Fehler von der gleichen triumphierenden Qualität machen. Das englische Volk werde schneller und schneller des Geredes über die Verteidigung in der Festung England müde. Wir verlangen, daß man uns nicht noch einmal erzählt, Rückzüge feien Gewinne, Räumungen von Gelände feien Siege."
— Und heute?
Daß Kitchener sich mit niemand vertragen konnte, rwar allgemein bekannt. Während des Burenkrieges Ilog er sich mit Sir Alfred Mi 1 ner irr den Haa- iren — in Indien stand er mit Lord Curzon auf ,gespanntem Fuße. Kitcheners Ehrgeiz ließ ihn zu 8)en gewagtesten Mitteln greifen. Als sich beim Ausbruch des Burenkrieges eimge junge Offiziere in Kairo für Südafrika meldeten, erwiderte er: „Nur «Geduld, meine Herren, ich werde schon dafür sorgen, daß mir alle in kürzester Zeit dorthin kom- imen." Ein höherer Offizier aus Kitcheners Um« Hebung erklärte einmal: „Wenn man Kitchener am Schlüsselloch als Späher und Lauscher erwischen noürde, so dürfte er nicht im geringsten verlegen sfein, sondern erklären, daß er sich in jeder Weise tauf dem Laufenden erhalten müsse." Der betreff ssende Offizier kannte seinen Mann. Kitchener erklärte mir, er sehe eine Hauptaufgabe darin, Aegypten zu einem ertragreichen Baumwollande zu igeftalten und suche auf jede Weise die Geldmittel Dafür zu gewinnen. So habe er einem amerikani- fichen Multimillionär die — Insel Philä mit B>em berühmten Jsistempel angeboten, aber der ?Preis von drei Millionen Dollar sei dem Nabob yu hoch gewesen.
Schon vor Kitchener haben die Briten im tiefsten ^Frieden in Aegypten zu drakonischen Maßregeln gegriffen. Patrick Steel Hardy und Wilfred Scowen •Blunt führen beide in ihren Werken „Thirtyfive Tears of British Rule in Egypt” (35 Jahre bri-
Unter'den Passagieren des Norddeutschen-Lloyd- Mers „Schleswig", der kurz vor dem Weltkrieg erkehr zwischen Venedig und Alexandrien vermittelte, befand sich der damalige Viscount Kitchener, der die Würde eines britischen Generalkonsuls in Kairo, eines Sirdars der englischägyptischen Armee und Gouverneurs im Sudan sowie eines Generalkommandanten des britischen Be- atzungsheeres in seiner Person vereinigte, worauf ein rücksichtsloses Vorgehen in Aegypten zurückzu- ühren war. In Kitcheners Begleitung befand sich ein Adjutant, Hauptmann FitzGerald, der mit ihm am 5. Juni 1916 beim Untergang des britischen Kreuzers „Hampshire" den Tod gefunden hat.
Da es auch damals in Aegypten gärte und angeblich ein Attentat auf Kitchener geplant war, so hatte man umfangreiche Sicherheitsmaßregeln auf dem Dampfer getroffen, sogar der Polizeichef von Alexandrien befand sich an Bord. Während der Reise und auch später in Kairo hatte ich mehrmals Gelegenheit, mit Kitchener Gespräche zu führen. Die schlanke Gestalt mit dem verwitterten Soldatengesicht und dem eigentümlichen starren Auge,' das auf eine Verletzung — die Fama von dem Glasauge gehört in das Reich der Fabel — zurückzuführen ist, habe ich noch heute vor Augen. Tatsächlich wußte man nie recht, wohin Kitcheners Blick eigentlich streifte. Er sprach leise und kurz, aber verbindlich. Zuerst etwas kühler Haltung, trat er nach und nach aus seiner Reserve heraus und gab bereitwillig Auskunft.
Als ich das angebliche Attentat und die Gärung in Aegypten erwähnte, gab Kitchener das summarische Urteil ab: „Aufstand in Kairo? Schön, in drei Stunden haben die Kanonen der Zitadelle die Stadt in Grund und Boden geschossen!" — Er trat als Diktator auf, was die offensichtliche Brüskierung des Khediven und •feine Provokationen bewiesen. Beim Beiram eröffnete er nicht mehr den Zug der Gratulanten, sondern er stellte sich neben den Khediven. Er benutzte den Hoszug des Khediven und die Fürstenzimmer auf den Bahnhöfen. Die Verkörperung des britischen „Ich will es!" Eines Tages läßt er den Direktor des Zuchthauses in Tura kommen. „Wieviel Sträflinge haben Sie im Zuchthause?" — „Zweitausend!" — „Sckön, nehmen Sie 1500 Mann und lassen Sie innerhalb zweier Monate eine Sttaße für Automobile von Kairo nach Heluan bauen. In zwei Monaten will ich im Auto von Kairo nach Heluan fahren können." Und Kitche- iter fuhr ...
Wie ich aus einer guten Quelle in Kairo in Erfahrung brachte, soll das rücksichtslofe Vorgehen Kitcheners mit der Rede des älteren Roosevelt Zusammenhängen, die dieser 1910 in der Guildhall in London gehalten hat. Der Expräsident der USA. kam damals von seiner Afrikareise zurück und erklärte den Engländern in seiner drastischen Art: „In Aegypten habt ihr nicht nur eure eigenen Interessen, sondern auch die der Zivilisation zu wahren. Der jetzige Zustand ist unhaltbar. Entweder seid ihr berechtigt, in Aegypten zu bleiben ober nicht. Seid ihr nicht imstande, Ordnung zu schaffen, so verlaßt Aegypten. Glaubt ihr aber ein gutes Recht für eure Anwesenheit in Aegypten zu Haben, so handelt danach." Roosevelt bezweckte natürlich mit seiner Rede nicht, daß die Aegypter -drangsaliert werden sollten, aber England fühlte sich beunruhigt und zog die Zügel straffer an.
An Bord der „Schleswig wurde Kitchener gesprächsweise zu verstehen gegeben, daß für die Stelle eines Generalkonsuls in Kairo doch mehr eine diplomatische Persönlichkeit am Platze sei, woran er lächelnd erwiderte: „Ein Soldat muß jederzeit auch einen guten Diplomaten abgeben können." Unzweifelhaft hat Kitchener versucht, in dieser Weise sich zu betätigen. Ich erinnere an seine Reise nach Sapan, wo die großen Manöver bis zu seiner Ankunft verschoben wurden. Ehe Kitchener nach Schi- monoseki fuhr, besuchte er Port Arthur und die Mandschurei. Auf die Worte des Admirals To- mioka in Port Arthur: „England und Japan gehören unzertrennlich zusammen, und das gegenseitige Zusammenhalten und Verständnis bedeuten ioie Aufrechterhaltung des Friedens im Fernen ! Osten", erwiderte Kitchener: „Das englisch-japanische !Bündnis wird so lange dauern, wie die Welt be» Steht. Die gegenseitigen Beziehungen müssen noch kyerzlicher werden, um den Weltfrieden zu wahren."
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diesem Gebiete nicht. Als erster habe die Südafrikanische Union dem Ausruf Englands keine Folge geleistet. Nun falle auch Australien ab. Eine weitere Karte falle aus dem Spiele Englands.
Deutsch-italienische Wirtschastsvereinbarungen.
Berlin, 17. Aug. (DNB.) Der deutsche und der italienische Regierungsausschuß für die Re- gelung der deutsch-italienischen Wirtschaftsbeziehungen haben in Berlin eine Tagung abgehalten. Dabet wurden auch die wirtschaftlichen Probleme behandelt, die sich aus der gemeinsamen Kriegführung der beiden Staaten ergeben. Hierbei wurden auch Regelungen für die bevorstehende Eingliederung des Protektorats Böhmen und
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Mähren in das deutsche Zollgebiet und für die Wiederaufnahme des Warenverkehrs zwischen Italien und den von Deutschland besetzten Gebieten getroffen. Die Prüfung des Warenverkehrs ergab, daß die befriedigende Entwicklung der letzten Jahre sich in der letzten Zeit weiter fortgesetzt hat, und daß Deutschland und Italien in immer steigendem Maße in der Lage sind, sich gegenseitig mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen.
Die auf den verschiedenen Gebieten getroffenen Vereinbarungen wurden am Samstag durch die Vorsitzenden der beiden Regierungsausschüsse, Botschafter Giannini und Gesandter Clodius, unterzeichnet. Die Anwesenheit des Botschafters G i a n n i n i in Berlin hat ferner Gelegenheit gegeben zu Aussprachen über die Auffassung der deutschen und der italienischen Regierung hinsichtlich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit Deutschlands und Italiens auch nach dem Kriege. Insbesondere hat Botschafter Giannini Unterhaltungen mit Reichsaußenminister vonRib - bentrop und Reichswirtschaftsminister Funk gehabt, in denen festgestellt wurde, daß die Anschauungen der beiden Regierungen auch in diesen Fragen völlig überein stimmen.
Jede Nacht englische Flieger Über der Schweiz.
Genf, 18. Aug. (Europapreß.) Die britische Luftwaffe nimmt jetzt bei ihren Flügen nach Italien jede Nacht ihren Weg durch den neutralen schweizerischen Luftraum. Nach den schweren Neutralitätsverletzungen durch große britische Geschwader in den Nächten zum Donnerstag und zum Freitag haben in der Nacht zum Samstag wieder englische Flieger schweizerisches Gebiet und, woran kein Zweifel ist, w i e d e r u m a b s i ch 11 i ch, überflogen. In Zürich wurde am Freitag um 23.25 Uhr Fliegeralarm gegeben, der bis 1.20 Uhr am Samstag dauerte. Im größten Teil der Mittelschweiz war Alarm gegeben worden. Auch im Tessin war ganz deutlich das Motorengeräusch der brittschen Flugzeuggeschwader zu hören.
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Die „Basler Nachrichten" schreiben: „Der schweizerische Protest in London gegen die wiederholten Verletzungen des schweizerischen Luftraumes durch englische Flieger entspricht durchaus den bitteren Gefühlen, welche diese Rücksichtslosigkeit 'und Mißachtung der schweizerischen Neutralität in unserem Lande ausgelöst hat. So wie die Dinge liegen, ist jedes Mißverständ- n i s ausgeschlossen, die militärische Handlung stellt sich dar als eine Aktion, bei der es derem Urheber nicht verborgen sein konnte, daß sie ein neutrales und befreundetes Land in eine schiefe Lage und in Schwierigkeiten stürzen müßte. Es kann nicht im englischen Interesse liegen, daß durch weitere Neutralitätsverletzungen sich in der Schweiz der Eindruck fesffetzt, wie wenig ernst die englischen Versicherungen von der Achtung und dem Schutz der kleinen Nationen gemeint waren. Darum ist zu hoffen, daß der schweizerische Schritt in London eine autoritative Absage an derartige Rücksichtslosigkeiten und das Ende dieser Fliegerei über unser Land zur Folge haben wird."
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