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Oie japanische Blockade

Meilen

Das Wahlprogramm der Demokratischen Partei

ver- m it a n habe

Deutsche Kriegsgefangene als Kugelfang.

Gefesselt in der vordersten französischen JnfanteriesteUung.

Berlin, 18. Juli. (DNB) Aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrte deutsche Soldaten be-

Bayreuth dem Volke?

Oie Nichard-Wagner-Festspiele des Kriegssommers 1940.

Don unserem Sonderberichterstatter.

und 6es guten Gewissens, so fährt das Parteiprogramm

Das neue japanische Kabinett

Tokio, 18. Juli. (DNB.) Zur Neubildung des rapanischen Kabinetts unter der Führung des Für­st enKonoye wird bekannt, daß auf Grund einer Konferenz der Armeechefs Generalleutnant Ein To jo zum Kriegsminister bestimmt wurde. Nach

macht unerläßlich [ei. Er werde vor d°r -nbgultigen Kabinettsbildung eme eingehende Aussprache nut den Wehrmachtsministern und dem Außenminister über Außenpolitik und Wehrmachts fragen haben, um das Programm fest zulegen und alle Meinungsverschiedenheiten von vornherein zu beseitigen. Das Yonai-Kabinelt sei an den Gegen­sätzen zwischen Wehrmacht und Außenpolitik ge-

i scheitert.

Rückzug Churchills aus Ostafien.

Wenn sich derTemps" jetzt Gedanken über die nächste Zukunst Frankreichs macht, dann steht dem an sich um so weniger im Wege, als ja die poli­tischen Kreise in Frankreich wirklich Veranlassung genug haben, über das nachzudenken, was ihre Ver­blendung über ihr Land gebracht hat und wie dies nun die Folgen dieser Verblendung überstehen soll. Aber auf ein en, völlig falschen Weg gerät das Blatt, wenn es sich bei seiner.Betrachtung über die not­wendigen Dinge der nächsten Zeit über diechi­nesische Mauer" beklagen zu dürfen glaubt, die sich durch Frankreich hindurchziehe. Damit ist ersichtlich die durch den Waffenstillstand notwendig gewordene Demarkationslinie , gemeint. Nicht nur derlemps", sondern auch die Kreise, die zweifellos hinter ihm stehen und ihn vermutlich zu diesem ungehörigen Vorstoß ermuntert haben, sollten nicht vergessen, daß zwischen Deutschland und Frankreich kein Friede, sondern erst ein Waffenstillstand besteht! Wie. das Wort be­sagt, bedeutet das lediglich Waffenruhe, nicht aber Aushebung des Kriegszustandes, der ja seinerzeit nicht von Deutschland an Frankreich, sondern von Frankreich an Deutschland erklärt wurde. .

Die Schriftleitung desTemps" wird sich wohl noch sehr gut der Bestimmungen des Waffenstill­standsabkommens von 1918 entsinnen, nach denen die Blockade gegen die schon halbverhungerte Bevölkerung Deutschlands nicht aufgehoben wurde, Hunderttausende deutscher Frauen, Kinder und Greise mußtenanchungerundUnter- ernährung st erben noch Monate nach i dem Tage, als das deutsche Volk vertrauend auf ' die lügnerischen Versprechungen seiner Gegner die : Waffen niedergelegt hatte. Hat derTemps" - damals auch feine Besorgnisse geäußert über die Ernährungslage des deutschen Volkes. Im übrigen, w e r h a t den halbverhungerten französischen Flücht­lingen, die durch eine unfähige und verbrecherische Regierung auf die Landstraßen gejagt worden waren, Speise und Trank gegeben? Wer hat den Flüchtlingen die schnellste Heimkehr in die Heimat ermöglicht, damit sie so bald wie möglich ihrer Beschäftigung wieder nachgehen und die Ar­beit in der Landwirtschaft wieder aufnehmen kön­nen? Bestimmt nicht die stanzösischen Behörden, sondern diedeutsche Wehrmacht! Statt dank­bar für diese Hilfe zu sein, die feinen Landsleuten von den deutschen Siegern zuteil wurde, fühlt sich derTemps" bemüßigt, unberechtigte Anwürfe ge-

Angehörigkeiten.

B e r n, 18. Juli. (DNB.) Wie aus Clermont-Fer­rand gemeldet wird, beschäftigt sich derTemps" mit Fragen der französischen Flüchtlinge und der Land­wirtschaft. Frankreich, so erklärt derTemps , lebe gegenwärtig von seinen Reser v e n. Em Ten des Landes fei mehr als übervölkert. Wie ollten die nichtbesetzten Gebiete leben können, wenn nicht recht bald das Gleichgewicht hergeftellt wurde? Wie solle ganz Frankreich leben, wenn die Ernte aus Mangel an bäuerlichen Arbeitskräften auf dem Felde verdorre? Es fei im höchsten Grade wichtig, daß die Bauern, die die Uniformen auszogen, wieder zur Sichel griffen, daß die Ernte eingebracht und die Aussaat vorgenommen werde. Aus diesem Grunde sei es notwendig, daß W ähr un a s Ver­handlungen mit d em Sieger erfolgreich durchgeführt würden. Es könne nicht fein, daß der nationale Boden durch eine chinesische Mauer geteilt werde. Niemand könne ein Interesse an einer solchen Trennung haben. Niemand könne ein Interesse daran haben, das Land auszuhungern. Die Flüchtlinge, die nach Millionen zählten, müßten in ihre Städte, in ihre Landstriche zurückkehren können.

fort, könne die größte Demokratie der Welt es sich nicht leisten, von rücksichtslosen Aggressoren mut­willig angegriffene friedliebende, freiheitliebende Völker zu ignorieren.Wir verpflichten uns daher, diesen Völkern jede materielle Hilfe zu ge­währen, so weit sie mit den Gesetzen und den Interessen unserer eigenen Landesverteidigung ver­einbar ist, damit Friede und internationales Ver­trauen wieder triumphieren mögen."

Auf innenpolitischem Gebiet wird die Fortsetzung der bisherigen Agrarpolitik versprochen. Die Wirt­schaft der USA. stehe an der Schwelle einer großen neuen Aera auf allen Gebieten. Zur Erhöhung des Beschäftigungsgrades wird die Einberufung einer Konferenz zur Lösung des Arbeitslofenproblems unter Leitung Roosevelts vorgeschlagen. Ein beson­deres Kapitel widmet das Programm den Negern, deren gleichberechtigte Behandlung bei Einstellung in Regierungsdienste und bei den Waffengattungen nachdrücklich gefordert wird.

Agrarminister Henry Wallace wurde mit 665 von'1095 Stimmen zum demokratischen Vizeprä­sidentschaftskandidaten nominiert Roose­velt hatte diese Nominierung von Wallace zur Be­dingung für die Annahme der dritten Präsident schaftskandidatur gemacht

Stockholm, 18. Juli. (DNB ) Churchill kündete im Unterhaus das A b k o m men Japan über die Waffenlieferung China und erklärte, die britische Regierung bei ihrer Nachprüfung der von Japan uberrntttelten Vorstellungen die verschiedenen von ©rofjbritannien Übernommenen Derpslichtungen nicht außeracht^ aelafien. Es sei völlig ausgeschlossen, die ?o ?cyneu wachsende Spannung irgendwie ableugnen 3U nwl» kn Sie britische Regierung muß- d e r gelaß­en gegenwärtigen Weltlage R-ch- nunq^tragen und dürfe sich dabei nicht ver- hehlen daß Großbritannien vor einem Kampf um Leben undTod stehe. Churchill fugte hinzu: Wir sind zu einem vor läuftgen Abkvmmen gelangt in der 'Hoffnung, daß mit der Zeit, die hier durch gewonnen wird, auch eine direkte und erträg­liche Losung für beide interessierten Telle gefunden «werden wird.

tatioe Gipfelpunkt in einer steil ansteigenden Reihe von 100 000 kulturellen Veranstaltungen ist die von KdF. seit Kriegsbeginn vor der Wehrmacht durch­geführt wurden und insgesamt rund 30 Millionen Teilnehmer aufweisen. Auf diese quantitativ einzig­artige Kulturtat folgt in Bayreuth nun der quali­tativ einsam hervorragende Höhepunkt. Daß sich an Niveau und Einsatzbereitschaft jedes einzelnen Künst­lers gegenüber den normalen Aufführungen nichts geändert hat wenn man vom Ausfall der tradi­tionellenParsifal"-Aufführungen absieht bewies chon der erste Abend. Er brachte eine original­getreue Wiederholung desFliegenden Hol- l ä n d e r", dessen Neuinszenierung im vergangenen Jahr eingehend gewürdigt worden ist. Die Oper traf auch jetzt auf keine unverständigen Zuschauer. Denn am Vormittag sind sie in Vorträgen durch den Leiter des Bayreuther Bundes, Otto D a u b e, und den Inhaber des Bremer Richard-Wagner-Lehr- tuhls, Dr. Curt Zimmermann, m das Werk, eine Ideen, seine musikalischen Elemente und in die Bayreuther Aufführungspraxis des pausenlosen Durchspielens eingeführt worden. Jeder Festspielgaft besitzt ein eigens von KdF. herausgegebenes Text­buch mit musikalischen Beispielen. Wie stark die Wirkung der Vorstellung selbst war, das deutete sich cm dem spontanen nach dem ersten Akt hervorbre­chenden Beifall an, der nur mühsam zuruckgehalten . und an den Schluß verwiesen werden konnte, wo er bann mit geballter Herzlichkeit hervorstieß.

Täglich verändern sich die Gesichter im Zuschauer - raum. Zwölf Vorstellungen sind vorgesehen, von denen auf denHolländer^ vier und auf denRing zwei Zyklen entfalten, und jedesmal sitzen 1800 neue Menschen vor den Wundern der Szenen, die Emil Preetorius geschaffen und Heinz Tiet- ien als Regisseur und künstlerischer Oberleiter mit bewegtem Leben erfüllt hat. Aber für keinen Teil­nehmer wird sich das Erlebnis Bayreuths m der Erinnerung trennen lassen von den Namen der be- beutenbften Wagnersänger Deutschlands, und die Gäste der ,F>olländer"-Aufführungen werden daheim erzählen von einem Rudolf Bockelm an n und einer Maria Müller, einem Franz Volker und einem Ludwig Hofmann, von Erich Z i m - mermann und Ria Focke, die, wie der Zettel berichtet, der Stab eines unsichtbaren Dirigenten Karl Elmendorfs geführt hat.

Johannes Jacobi.

gen Deutschland zu richten.

Diejenigen Kreise in Frankreich, die sich so zweck­bewußten Illusionen hinzugeben scheinen,, wie sie demTemps" in Auftrag gegeben wurden, sollten ich außerdem stets vor Augen halten, daß Artikel 24 der am 25. Juni unterzeichneten Waffenstill- tanbsbebingungen ausdrücklich besagt: der Waften- tillstandsvertragkann von der deutschen Regierung jederzeit mit sofortiger Wirkung gekündigt wer­den, wenn die stanzösische Regierung die von ihr durch den Vertrag übernommenen Verpflichtungen nicht erfüllt". Es 'gehört selbstverständlich zu diesen Verpflichtungen, daß Frankreich keinerlei Verstöße in seiner Oeffentlichkeit duldet, die mit der Tatsache des Kriegszustandes, ferner mit der Tatsache der absoluten Niederlage Frankreichs und den daraus sich ergebenden Folgen unvereinbar sind. Es ist aus- ichtslos und zudem bedenklich, wenn irgendwelche Funktionäre in Frankreich, sie mögen zur Presse ober zu den Kreisen um die Regierung gehören, ver­fugen wollen, den klaren Tatbestand durch irgend­welche Manöver zu trüben.

Zu diesen Versuchen gehört es beispielsweise auch, wenn der stanzösische Außenminister Baudoin sich aus Mangel an Arbeitsmaterial in seinem eige­nen Ressort mit innerpolitischen Problemen befaßt und die erstaunliche Behauptung aufftellt, der au­toritäre Gedanke fei in Frankreich nicht so einfach über Nacht gekommen, sondern Frankreich steuere bereits seit zwei Jahrzehnten darauf hin. Da haben wir also einen offenen, wenn : auch sehr ungeschickten Versuch, der gegenwärtigen stanzösischen Regierung außer einem politischen Leumundszeugnis auch noch ein politisches Alibi zu verschaffen. Die Behauptung Bciudoins verdient : wegen ihrer allzu plumpen Unsachlichkeit kein Wort der Widerlegung, sie würde sich aus der Geschichte Frankreichs' von 1918 bis heute, gipfelnd in der Volksfrontperiode, ganz von selbst ergeben.

Don dieser Tribüne aus werdet Ihr bei Eurem Dor-1 beimarfd) auch von den Berliner st ungs-I a r b e i t e r n begrüßt, die Euch Tag und Nacht die I Waffen geschmiedet haben, mit denen Ihr das Reichl verteidigtet.

Auch im Dezember 1918 wurdet Ihr, Soldaten I der damaligen Weltkriegsarmeen, von dieser Stelle I aus von einer sogenannten Regierung empfangen. I Landesverräter und Juden haben Euch damals emp-1 fangen, in Ihren Begrüßungsreden erklärten sie ben I Krieg, den Ihr 4^2 Jahre mit einem Heroismus, wie ihn die Weltgeschichte bis dahin noch nicht I kannte, durchgefochten hattet, für eine sinnlose Massenschlächterei. Die Disziplin ber beutfchen Armee bezeichneten sie als Kabavergehorsam, und bas ein­zige, was sie Euch als Errungenschaft bes neuen Systems anfünbigen konnten, war, baß, wie sie er­klärten, auf den Amtsgebäuben bie roten Fahnen rvehten und Arbeiter- und Soldatenräte gebildet worden feien.

Ihr Soldaten unseres Krieges dagegen fin­det die Heimat fo wieder, wie Ihr fie verlassen habt. An ihrer Spitze steht derselbe Führer, auf ihren Gebäuden wehen dieselben Fahnen, ihr Volk ist von demselben Geist und von demselben willen erfüllt. Diesmal also braucht Ihr Euch der Heimat nicht zu schä­men, für die Ihr Euer Leben eingesetzt habt.

So seid uns denn willkommen, Soldaten! Ihr wißt, wofür Ihr gekämpft habt. Und die in Euren vorwärtsstürmenden Reihen fielen, sind nicht gestorben für ein leeres Phantom, sondern für das größere, schönere, freie Vaterland, dessen Söhne wir alle sind, wir verneigen uns in Ehrfurcht vor dem heroischen Opfer, das sie für das Reich und feine Zukunft gebracht haben, wir grüßen ihre Angehörigen und versprechen ihnen, daß diesmal der Dank I des Vaterlandes ihnen wirklich gewiß sein soll. Soldaten! Noch ist der Krieg nicht zu Ende. Seine letzte Etappe muß noch gewonnen werben. Dann sollen bie Friedensglocken über bem Dater-I land läuten, bann bauen wir ein größeres Reich und ein besseres Europa auf. Dafür, © o l b a => ten,habtihr gekämpft. Me erste große Vor­hut der Soldaten, bie das Reich beschützten, kehrt in die Heimat zurück. Mr werden ihnen im Namen unseres Volkes den Dank abstatten, der ihnen ge­bührt So wollen mir uns dann vereinigen im Glauben an das Reich, an seine Größe und seine Unsterblichkeit. So wollen wir unsere heißen Wünsche zusammenfassen im Gedenken an ben Mann, der das Reich aus feiner tiefsten Ohnmacht erhob unb es wieder in Krieg und Frieden empor­führte zur stolzesten Weltmacht, die die moderne Geschichte kennt. Soldaten! Berliner und Berlinerin-1 tum! Im Glauben an das Reich, an seine Große und an seine Zukunft vereinigen mir uns m bem Ruf: Es lebe der Führer! Es lebe unser Volk und unser Vaterland! .

Kommandomorte klingen aus. Die auf dem Pari­ser Platz aufmarschierte Spitze ber Division nimmt die Marschrichtung wieder auf, um nun strammen Schrittes an den Ehrentribünen vorbei ihren Ein- zua in die Stadt zu nehmen. Durch den Mittel- boaen des Tores folgen in Sechserreihen Kompanie um Kompanie, Männer, Pferde und Fahrzeuge, Ein Jauchzen und Rufen, ein Winken Fahnchen- unb Tücherschwingen ohne Enbe begleitet fie.

Chikago, 18.Juli. (DNB.) Der Demokratische , Parteitag, ber, wie mir gestern schon gemeldet, j Roosevelt zum demokratischen Präsident- , schaftskandibaten nominierte, hat am Don- , nerstag bas offizielle Parteiprogr a m m . angenommen. Einleitend wird darin auf we heute , in ber Welt vor sich gehendengewaltsamen Aende- rungen hingewiesen. In ben letzten sieben Jahren fei es der Demokratischen Partei gelungen, die De einigten Staaten durch Rüstungen sowie durch Besserung ber wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit unb burch Hebung der sozialen Lage zu stärken. Auf diese Verdienste sei man stolz unb heiße daher das Fuhrertum Roosevelts" gut.

Das Parteiprogramm fährt bann fort: ,,Das USA.-Dolk ist entschlossen, ben in Europa, Asien und Afrika wütenden Krieg nicht nach Amerika übergreifen zu lassen. W i r wolle nnicht an überseeischen K r i e g - n teil n e h m e n und rvir werben unsere Land-, See- ober ^aftstreitkrafte n i cht in Kämpfe in fremden Ländern außerhalb des amerikanischen Kontinents schicken, ausgenommen im Falle bes Angriffs. Wir befür­worten bie Monroe-Doktrin, die wir rück­sichtslos durchführen unb verteidigen werden. Rich­tung unb Ziel unserer Außenpolitik wird wie in ber Vergangenheit, auch künftig in ber Sic^rheit unb Verteidigung unseres Landes unb der Erhal­tung bes Friedens bestehen."

Seit Jahren habe Roosevelt gewarnt, daß organisierte Angriffe gegen Religion Demo­kratie unb internationales Vertrauen Amerikas Trieben unb Sicherheit bedrohten. Von Partei- gängertum geblendete Menschen hätten diese Wrn- nungen als kriegshetzerisch unb als aufdringliche Einmischung in ben Wind geschlagen. Um ßcherzu- ftellen, daß Amerikas Rüstungen gnebensroarfen seien, werbe man bie traditionelle Politik guter Nachbarschaft fortfetzen, bie Rechte anderer und die vertraglichen Verpflichtungen achten, ben Außen­handel durch Handelsverträge tultivieren unb bie wirtschaftliche Zusammenarbeit mit ben Republiken

Schanghai. 18.Juli. (DNB.) Der - o n b er SS a n g t ,Z°u-Bucht aus gegen N n g P ° ge­richtete japanische Angriff schreitet schnell fort Wer­ste« chinesische Forts bei Sch'Ngpai wur

Fürst Konoye bildet bie neue i->pAsche Regierung, ben bbe^in®^ auf^ie Süfte

(Scherl-Bilberinenst-M.) von Fukicn aus. Die etwa 40 Weilen t>on 2tmoq

Dornet verbleibt Vizeabmiral Aoshiba Aomrt^lanbrtWt's vor.^Im SÄostabschmtt ber

« MftSj e«* äähäs mandschurischen Eisenbahn, Maisuoka, den P I tz sty ßhnnnrf»® ebenfalls Lanbungen ften des Außenministers übernahm^ Mett en -

Fürst Konoye erklärte der Presse, 770^ ) --

jammenarbeit zwischen dem Premier und der Wehr

2erFliegende Hollänber" und derRing des i Nibelungen" bilden in diesem Sommer das Pro- 1 gramm der Bühnenfestsprele m Bayreuth. Sie . stehen im Zeichen bes Krieges. Wie anders wirkt biefes Zeichen auf uns ein, wenn wir den Buck nach England schweifen lassen. Don dort erreicht uns die Nachricht, daß zu allem kutturellen Niedergang auch noch der Zusammenbruch des Londoner Sinfome- Orchesters kommt. In Bayreuch sitzt tmmystischen ,Abgrund" ein Festspielorchester, das auf die Initiative des Führers von allen Fron­ten wieder zusammengeholt worden ist. In Heer, Luftwaffe und Marine hatte der Krieg die Musiker unb technischen Spezialisten ber Buhne zunächst verstreut. Der kam der Befehl, auch m diesem entscheidungsschweren Sommer m Bayreuth zu spielen. Bis auf den letzten Mann sind bie Mitwirkenden ber vorjährigen Festspiele zusammen- gerufen worden. Und nun gehen nach intensiven Proben bie Ausführungen wieder in Szene, so glanzvoll in ihrer Kunsterscheinung, so präzis funk­tionierend in ihrem äußerst komplizierten technischen Funbament, als ob ein normales Festspiesiahr dem anberen gefolgt märe. ,

Doch verändert ist das Bild t m Zu f ch au er- raum. Erwartungsvoll wie stets sind die Gesich­ter die Spannung des Außerordentlichen liegt über bem Haus. Aber es sind nicht die Begüterten, aus aller Herren Ländern herbeigeeilten Freunde der Kunst Richard Wagners, die diesmal die Fanfa^n auf den grünen Hügel gerufen haben. Deutsche Soldaten, unter chnen viele Verwundete, A r - beiter unb Arbeiterinnen aus den Rüftungsbetrieben sitzen auf den einst so teuren Plätzen. Kostenlos werden sie in Sonder zu gen aus zwölf Gauen des Reiches auf Einladung des Füh­rers nach Bayreuth befördert, kostenlos ist ihre i Verpflegung, kostenlos der Eintritt ins Theater. Der treueste Hüter des Bayreucher Gedankens feit fun zehn Jahren, Adolf Hitler, hat nach zahlreichen eigenen Besuchen an der Weihestätte deutscher Musikdramattk nun auch den Wunsch Richard Wag­ners erfüllt, ber sich bisher niemals so vollständig verwirklichen ließ; dem schaffenden Bolk aller Schichten freien Besuch des Bayreuther Fest­spielhauses zu ermöglichen. .

Wie wenig es sich dabei um kulturelles Almosen handelt, erkannt man am deutlichsten dar- aus, baß bi- Oesfnung ber Myreuther Feftfpi-le für Soldaten und Rüstungsarbeiter nur der reprasen I

A war in V ill-r s . fnr - M ar «ui 1 Man fchrt-b ben 29. Mai 1940. Auf »eitern Ge and- würbe schwer gekämpft. Durch -men unglücklichen Zufall gerieten einige deutsche Colbaten m franzö­sische Gefangenschast. Don schwarzen Truppen wür­ben ihnen bie chänbe mit Stricken auf den Rücken gebunden unb sie darauf wieder nut in die vorderste Linie geschleppt. Von 9 bis 22 Uhr mußten sie als Kugelfang für bie französische Infanterie bienen. Die Schutzen ncch- men hinter ihnen Deckung und schossen über sie hin­weg. Einer der jetzt befreiten Soldaten berichtet, daß er in gefesseltem Zustande volle 10 Stun­de n den französischen Soldaten als Deckung zu dienen hatte. Die französischen Soldaten legten, im Gefecht bie Gewehre beim Schießen auf feinen Rücken auf und benutzten ihn als Schutzwehr. Die Fesseln wurden den deutschen Soldaten erst abgenom­men, als sie in der Nacht bereits sechs bis acht Kilometer hinter der ftanzösischen Front waren.

stabt zug-g-n. - L (Sch-rl-Bilb-rbi-nst-Schops-M.)