Aus der engeren He-mat.
Schwerer tlnqlücksfall bei Erdarbeiten
Am gestrigen Dienstagnachmittag ereignete sich bei Erdarbeiten in der Nähe von Bernsfeld (Kreis Alsfeld) ein schwerer Unglücksfall. Eine hohe Erdwand rutschte unvermutet hernieder und verschüttete fünf Arbeiter, die am Fuße der Erdwand beschäftigt waren. Leider fanden von den verschütteten Männern zweidenTod, und zwar ein 37 Jahre alter Mann aus Atzenhain und ein 17 Jahre alter Bursche aus Weitershain. Drei an- dere Männer, sämtlich aus Bernsfeld, mußten vom Deutschen Roten Kreuz nach Gießen in die Chirurgische Klinik übergeführt werden. Einer von diesen Männern trug innere Verletzungen davon, ein anderer hat Kopf- und Brustverletzungen erlitten, der dritte liegt mit einem Beinbruch darnieder.
Wegen Amtsverbrechens ins Zuchthaus.
Lpd. Frankfurt a. M., 18. Juni. Unter den weiblichen Kräften eines Frankfurter Postamts befand sich eine 25jährige Beamtin, die dadurch auffiel, daß sie eine große Neugier für den Inhalt von Päckchen aus der Schweiz zeigte. Es wurde mehrfach beobachtet, daß sie in defekte Päckchen hineinsah. Als sich die Beamtin einmal auf die Toilette begeben hatte, fand man dort später die Hülle eines aus der Schweiz stammenden, an einen Soldaten gerichteten Päckchens. Bei einer nun vorgenommenen Spindrevision entdeckte man in der Handtasche der Beamtin Schweizer Schokolade, die aus jenem Päckchen stammte, was sie auch nach anfänglichem Leugnen zugab. Wegen des von ihr begangenen Amtsverbrechens muhte die Beamtin jetzt vor der Strafkammer Frankfurt erscheinen, die die Angeklagte, die sich bisher gut geführt hatte, zu der geringst zulässigen Strafe von einem Jahr Zuchthaus verurteilte.
Preistreiberei wird empfindlich bestraft.
Lpd. Hünfeld, 18. Juni. Wie die Pressestelle des Landratsamtes mitteilt, haben die während des Krieges getätigten Pferdeverkäufe in vielen Fällen zu einer starken Erhöhung der Preise für Nutzpferde geführt. Verschiedentlich wurde von den Verkäufern Vie Notlage des Bauern, der durch Abgabe von einem oder mehreren Tieren an die Wehrmacht zum Kauf von entsprechendem Ersatz gezwungen war, in unverantwortlicher Weise ausgenutzt. Diese willkürliche Aushandlung des Kaufpreises ist durch die schon seit einiger Zeit beim Verkauf eines Pferdes vorgeschriebene Vorlage einer Pferdekarte unmöglich gemacht worden. In den Wintermonaten Dezember bis Februar sind z. T. Preise für Nutzpferd« gefordert worden, die in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Wert der Tiere standen. Bei der Verfolgung dieser Preistreibereien wurden vom Regierungspräsidenten in Kassel nunmehr empfindliche Ordnungsstrafen über die Schuldigen verhängt. So wurden zwei Männer wegen ihres volksschädlichen Verhaltens mit je 800 RM. bestraft, ferner wurde der Verkaufspreis auf den von der Schätzungskommission abgeschätzten Preis herabgesetzt. Beide haben, obwohl ihnen bekannt war, daß ihre Pferde der Wehrmacht zur Musterung vorgeführt werden mußten, diese kurz vorher verkauft, offenbar in der Absicht, einen höheren Preis erzielen zu können.
Sprechstunden der Redaktion.
11 30 bis 12 30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen.
Deutsche Lugend fliege!
Zeitgemäßes Schwimmbad Gießen-KIem-Lmden
liches Farbenspiel.
Acktungs- Pause kam jede Mannschaft zu einem Tor, dann besser als hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, doch hatten
einschießen.
Fußball der 2. Klaffe.
Steinbach I — Gröningen I 2:1 (1:1).
Jugend ist regelmäßig zu Gast. Bademeister V o l k kennt sie alle, seine Getreuen, die entweder mit einer Stammkarte versehen das Eingangshäuschen passieren oder aber ihre fünf Pfennige zücken, die die Benutzung des Schwimmbades für die Kinder kostet. Selbstverständlich sind die Kinder auch ständige Gäste von der Schule aus, und in Klein-Linden gibt es kaum mehr ein schulpflichtiges Kind, das nicht schon schwimmen könnte oder nicht im Begriff wäre, es zu lernen.
An schönen Tagen sind in dem Schwimmbad schon bis zu 600 Personen gezählt worden, die aus Klein-Linden, aber auch aus Gießen und aus anderen Orten der nächsten Umgebung kamen, um einige Stunden der Erfrischung und Erholung zu
stellen, daß die Gäste keineswegs gewillt waren, die Punkte ohne weiteres zu verlieren. Es entspann sich ein harter Kampf, der stets offen war. Vor der
sie mit ihren Schüssen Pech. Der Gegner war glücklicher und konnte kurz vor Schluß zum Führungstor
suchen.
Selbstverständlich wird dafür gesorgt, daß das Wasser stets in hygienisch einwandfreiem Zustand bleibt. In regelmäßigen Abständen wird es vollständig abgelassen und wieder aus der Leitung nachgefüllt. Täglich läuft ein Teil des Wassers ab und wird über Nacht wieder ergänzt. Das Wasser erwärmt sich gerade jetzt sehr rasch. Mit etwa 14 Grad Celsius kommt es in die Becken, und nach nur zwei Tagen ist es von der Sonne bereits auf eine Temperatur von 18 bis 20 Grad erwärmt. Die Wasserflächen leuchten blau, denn der Grund und die Seitenwände der Becken sind lichtblau gekachelt.
Die rötlich gehaltenen Auskleideräume und Kabinen, das Grün der Wiesen ringsum, das Helle Grauweiß der Einfassungen und das Blau des Wassers in den Becken bieten ein hübsches sommer- ~ ' N.
Abitur Voraussetzung. Die Einstelluna als Offiziersanwärter erfolgt am 1. Oktober 1940. Die Bewerbung muß im allgemeinen bis zum 1. August 1940 für dieses Jahr durchgeführt sein. In Ausnahmefällen werden Gesuche auch nach diesem Zeitpunkt noch angenommen. Die Ableistung der Arbeitsdienstpflicht entfällt durch die Annahme bei der Luftwaffe. Auskunft über Einstellungsbedingungen und Cinftellungsverfahren erhältst du bei allen Wehr- erfatzdienstftellen.
Hast du aber Lust, deutscher Junge, als Freiwilliger zur Luftwaffe zu kommen, so hast du die Wahl: Als Kriegsfreiwilliger für das fliegende Personal (Flugzeugführer, Bordfunker, Bomben- und Bordschütze) und für die Fallschirmtruppe, oder als länger dienender Freiwilliger; aktive Unteroffizierslausbahn für alle Waffengattungen der Luftwaffe (Flieger, Flak, Luftnachrichten- und Fallschirmtruppe). Auch als Freiwilliger kannst du, wenn du ein tüchtiger Soldat bist, Offizier werden. Melde dich bei der Wehrersatzdienststelle, dort erfährst du alles weitere.
Zur Förderung des Nachwuchses der deutschen Luftwaffe wird folgender Appell an die deutsche Jugend gerichtet:
Fliege deutsche Jugend, fliege! Die großen Ereignisse in Polen, Norwegen und jetzt im Westen haben uns und der ganzen Welt gezeigt, von welch entscheidender Bedeutung eine ausgezeichnete und gut geführte Luftwaffe für die politischen und militärischen Geschehnisse unserer Gegenwart ist. Ausschlaggebend ist aber immer für die Erfolge der Geist, der in den jungen Soldaten der Luftwaffe steckt. Deshalb rufen wir alle Jungen mit Unternehmungsgeist, Frische und Tatfreudigkeit auf: Komm zu uns, deutscher Junge, und werde Flieger, Funker oderKanonier! Deutschland braucht in der Zukunft erst recht ganze Kerls.
Willst du Offizier werden bei der Flieger-, Flakoder Luftnachrichtentruppe, dann richte dein Gesuch an: „Annahmestelle 3 für Offiziersanwärter der Luftwaffe, München 13, Lerchenauerstraße 115/
Für die Einstellung als Offiziersanwärter ist das
Am Rande des Vorortes Klein-Linden, unweit dem hohen Bahndamm der Umgehungsbahn, der wie eine grüne Mauer den Blick nach Norden abschließt und außerdem den Vorzug für das Schwimmbad bietet, Winde aus Oft und Nord abzuhalten, liegt die Badeanlage, die vor zwei Jahren nach modernen Gesichtspunkten von der damals noch selbständigen Gemeinde Klein-Linden geschaffen wurde. Die von' Liegewiesen umsäumte Anlage bietet sich sehr hübsch und zweckmäßig dar und ist für die Jugend von Klein-Linden geradezu ein Dorado geworden.
Das Bad Klein-Linden weist verschiedene Becken auf. Ein länglich-schmales und seichtes Becken dient zunächst der Reinigung der Füße, denn es soll vermieden werden, daß das eigentliche Schwimmbecken oder das Becken der Nichtschwimmer mit sandigen oder schmutzigen Füßen betreten wird. Außerdem flankieren zwei Brausen das Reinigungsbecken. Das Becken für Nichtschwimmer ist verhältnismäßig groß und gibt vielen Badegästen die Möglichkeit, sich zu tummeln. Das Becken für die Schwimmer ist größer als das der Nichtschwimmer und ebenfalls für viele Schwimmer geräumig genug. Eine Erweiterung hat diese Anlage noch dadurch erfahren, daß im rechten Winkel dazu ein bis zu 3,80 Meter tiefes Sprungbecken geschaffen wurde, das nur für die Benutzung vom ©prungturm aus geschaffen ist. Dadurch wird vermieden, daß Schwimmer durch die Springer (ober umgekehrt) gefährdet werden. Für die Kleinsten ist, etwas abseits, ein hübsches kreisrundes Planschbecken da. Saubere Plattenwege säumen die Wasserflächen.
Das Bad wird stark in Anspruch genommen. - Die
Die Grimmaer warteten mit einem ergebnis auf. Die Gäste waren technisch der Gegner, haben aber viel Pech bei ihren Aktionen gehabt. Die Platzherren haben unverdient gewonnen. Schon bei Spielbeginn konnte man fest
Hungen I — Heuchelheim I 3:1 (1:1).
Nun mußte auch Heuchelheim erkennen, daß in Hungen schwer zu gewinnen ist. Die Platzherren hatten etwas mehr vom Spiel und haben auch verdient gewonnen. Schon zu Beginn des Spieles ließ sich eine leichte Überlegenheit der Gastgeber erkennen, doch gingen die Gäste zuerst in Führung Es dauerte aber nicht lange, dann hatte Hungen ausgeglichen. Beide Mannschaften versuchten um» sonst, die Führung an sich zu reißen. Erst nach der Pause gingen die Hungener zum Generalangriff über und schossen kurz darauf das Führungstor. Ein weiteres Tor, durch Elfmeter erzielt, stellt? den Sieg sicher.
Oie nächsten Spiele.
VfB.-Reichsbahn II. — Klein-Llndea I.
Dor dem Spiel gegen Steinberg treffen sich hn Rückspiel beide genannte Mannschaften auf dem Waldfportplatz. Das Vorspiel konnten die Gäste knapp für sich entscheiden. Auch jetzt muß man ihnen die größeren Aussichten auf einen Sieg ein« räumen. /
Grüningen I. — Hungen L
Hungen muß im Rückspiel in Grüningen antreieit. Das Vorspiel konnten sie hoch für sich entscheiden, jedoch hat sich das Kräfteverhältnis ziemlich ausgeglichen. Da die Grüninger zu Haufe eine scharfe Klinge schlagen, werden die Gäste gut tun, der. Gegner sehr ernst zu nehmen.
GroßenBuseck I. — Steinbach I.
Der Tabellenführer erwartet die Gäste aus Stein. bad) zum Rückspiel. Bereits im Vorspiel tonnten die Platzherren einen Sieg an sich reißen. Fist Steinbach heißt es, alles daranzusetzen, daß bas Ergebnis nicht zu hoch ausfällt.
Garbenteich I. — Heuchelheim I.
Garbenteich empfängt zum Rückspiel bie Gäste aus Heuchelheim. Die Gäste verloren im Vorspiel sehr knapp unb haben baraus gelernt. Die Platzherren sinb baheim kaum zu schlagen und für dieses Spiel als Favorit anzusehen.
Handball im Tv. Gießen-Klein-Lindev
Klein-Linden 3gb. — Gießen INtv. 3gb. 4:19 (1:10).
Klein-Linden wartete am Sonntag mit einer sehr schwachen Leistung auf. Die Mannschaft spielt« auf zu engem Raume und kam nur selten zum Schuß auf das Gästetor. Auch hatte der Torwart der Gastgeber einen schwarzen Tag und ließ haltbare Bälle passieren. Demgegenüber zeigten die Gäste ein seines Zusammenspiel, nahmen unb gaben die Pälle behend und sicher weiter, so daß der Sieg auch in biefa Höhe verbient war. Zudem befand sich der Torwächter der Gäste in bestechender Form.
Schon gleich zu Beginn des Spieles war erficht-, lich, daß das Spiel für Gießen hoch gewonnen werden würde. In der ersten Minute nach dem Anspiel war für bie Gäste das erste Tor fällig, dem in der nächsten Minuten weitere Tore folgten. Klein-Linden konnte nur ein einziges Mal in der ersten Halb' zeit zum Erfolg kommen. Nach der Pause waren die Gastgeber ein wenig besser und konnten auf vier Tore erhöhen. Gießen aber konnte noch neun Tore werfen. Wenn auch Klein-Linden hoch verlor, \t verdient die Haltung der Mannschaft doch anerfaniti zu werden, sie kämpfte unentwegt weiter, und bas Spiel wurde bis zum Ende fair durchgeführt.
HauptjchrifUeiter: Dr. Friedrich WUhe»m Lange. Stellvertreter bd Hauptschristleiters: Ernst Blumschcin. Verantwortlich für Poltt^ Feuilleton und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumjchein: für Sport: Heinrich Ludwig Neun«.
Druck und Verlag: Brühlsche Untveyitätsdruckerei R. Lange K. 8. VerlagsleUer: Dr.-Ing. Erich Hamann; Anzetgenletter: Hans Bert. Verantwortlich für den Fnkiast der Anzeigen: Theodor Kümmel. Pl.Nr.5.
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Trudel Dietenbach, geb. Beyer
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Otto Diefenbach, z. Z. Leutnant d. Kraftf-Tr.
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Beerdigung fand am 18. Juni In der Stille statt
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Am Sonntag, dem 16. Juni, starb nach kurzem Leiden im Krankenhaus in Nieder-Weisel im 77. Lebensjahr mein geliebter, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Grobvater
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2. 6. Lina Magdalene Jung, geb. Dern, 25 Jahre, Gr.-Linden, Kr. Gieben; Johannes Ei ff 6., Invalide, 69 Jahre, Leihgestern, Kr. Gießen; Anny Römer, geb. Pfeiffer, 46Jahre, Gießen, Asterweg 88) Ludwig Schwalb, Landwirt, 59 Jahre, Alten-Buseck, Kr. Gießen; 4.6. Salomea Schöndorf, geb. Rum, 75 Jahre, Gießen, Steinstrabe 75; Johannes Hill, ohne Beruf, 74 Jahre, Gießen, Steinstr. 85; 5. 6. Constantin Albert Bill, Eisenhobler, 60 Jahre, Gießen, Klinikstr. 14; Luise Fink, geb. Pitz, 28 Jahre, Steinbach, Kr. Gießen; Andreas Karl Jensch, Lokomotivführer, 54 Jahre, Lich, Kr. Gießen; 6. 6. Konrad Heinrich Kehm, 8 Monate, Gießen, Wall- torstrahe 49; Christina Ried, geb. Ries, 72 Jahre, Gießen,Katharinengasse 8; Friedrich Simon,Reichs- bahn-Betr.-Werkmeister, 62 Jahre, Gietzen, Damm- stratze 28; Walter Ludwig Martin Schmidt, Schüler, 14 Jahre, Gießen, Weserstr. 12; 7.6. Lisel Kling- svor,geb. Berg,techn. Assistentin, 34 Jahre, Gießen, Mausburg 4; Carl Allendörfer, Justizinsv. a. D., 63 Jahre, Gießen, Kaiserallee 24; Robert Lutz, 9 Jahre, Nieder-Bessingen, Kr. Gießen;9. 6. Emilie Trinkaus, geb. Dtckharot, 76 Jahre, Gießen, Seltersweg 50; 10. 6. Karl Becker, Landwirt, 63 Jahre, Rabertshausen, Kr. Gietzen; 12. 6. Bruno Fritz Karl Grützmacker, Wehrmachtsangestcllter, 37 Jahre, Gießen, Wolfstrabe 26; Anna Caesar, geb. Jager, 84 Jahre, Gieben, Henselstr. 4; Paul Heidlinde- mann, Kaufmann, 55 Jabre, Gietzen, Goethestr. 31; 13.6. Heinrich Weimer, Bauunternehmer, 72Jahre, Gieben, Wetzlarer Weg 37; 14. 6. Johann Wilhelm Rillst, Erdarbeiter, 53 Jahre, Grüningen, Kr. Gießen ; 15. 6. Johannes Fölsing, Fuhrmann, 69 Jahre, Gieben, Mäusburg 12; Anna Markowiak, geb. Freitag, 68 Jahre, Gieben, Horst-Wessel-Wall 51.
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