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Zum Geburtstag des Führers spricht Reichs- Minister Dr. Goebbels am Freitag, dem IS.April 1940, von 19 Uhr bis 19.30 Uhr über alle deutschen Sender.

Auf der gesamten mittleren und nördlichen Nordsee brachte die fortgesetzte Erkundung durch die deutsche Luftwaffe neue wichtige Aufklä­rungsergebnisse über Stand und Bewegun­gen feindlicher Seestreitkräfte. Die U-Boot- 3 a g d im Skagerrak und Kattegat wurde weiter durchgeführt. Die planmäßige Versorgung der nor­wegischen Häfen wurde trotz schwierigster Wetterlage in verstärktem Matze fortgesetzt.

3m TB e ff e n wiesen unsere Gefechtsvorposten üdwestlich Saarbrücken einen in Stärke einer Korn-

bezogen. Kampflos konnten die Truppen entwaff­net werden. Das Boot legt an der Pier an und lädt die Truppen mit ihren Geräten aus, die zum Teil gleich in den Bergen Stellung beziehen.

Als in den frühen Morgenstunden die a n d e re n Zerstörer in den Hafen einliefen, wurde ihnen von zwei norwegischen Küstenpanzern Wider- stand entgegengesetzt. Eines der beiden 1897 er­bauten, über 3000 Tonnen großen und mit schwe­rer Artillerie bestückten Fahrzeuge schoß sofort aus kurzer Entfernung auf einen Zerstörer. Die Schüsse gingen fehl. Der andere Panzer wurde von einem zweiten Zerstörer aufgefordert, keinen Widerstand zu leisten. Als der norwegische Kommandant das ablehnte, wurde das Fahrzeug gleichfalls ver­senkt.

Reibungslos vollzieht sich die Besetzung der h a f e n st a d t. Rings auf den Bergen haben die Jäger schon Stellung bezogen, um den Fjord nach allen Seiten zu sichern. Marine-Artilleristen brin­gen Geschütze und Flugabwehr-Maschinenwaffen in Stellung. Narvik ist bereit, feindliche See- und Luft­streitkräfte zu empfangen und abzuwehren.

Kurt Parbel.

Berlin, 18. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Unter den Kampf­handlungen, die im Zusammenhang mit der Be­setzung bzw. Eroberung der norwegischen Plätze und Stützpunkte stehen, nimmt für alle Zeilen einen besonders ehrenvoll^ Platz der Kampf des Zerstörerverba^ndes in Narvik ein. Nach­dem nunmehr der mündliche Bericht eines verwun­deten Seeoffiziers, der an den Kämpfen vor Narvik teilgenommen hat, vorliegt, ist das OKW. in der Lage, auch der deutschen Oeffentlichkeit von dem heldenmütigen Einsatz dieses Teiles unserer leichten Seestreitkräfte Kenntnis zu geben.

Als die Zerstörer unter Führung von Kapitän zur See und Commodore B o n t e unter schwersten Wetterbedingungen den Eingang des W e st- f j o r d e s erreicht hatten, liefen sie trotz dichtem Nebel und obwohl alle Feuer durch Norwegen ge­löscht waren, in den Fjord ein und standen am 9. April genau zu der befohlenen Zeit vor Nar­vik. Im Hafen tagen zwei norwegische Panzerschiffe. Sie befolgten die Aufforderung der deutschen Zerstörerflotte, keinen Widerstand zu leisten, nicht, sondern eröffneten das Feuer auf die deutschen Streitkräfte. Sie wurden versenkt. Anschließend fand unter dem Schutze der Zerstörer die Landung der Truppen planmäßig statt.

Am ftühen Morgen des 10. April stießen erst­malig englische Kreuzer und Zerstörer gegen Narvik vor. Nach einem erbitterten Gefecht gelang es, den englischen Angriff a b z u s ch l a g e n. Drei englische Zerstörer waren vernichtet und einer schwer beschädigt. Auf deutscher Seite wurden zwei Zerstörer so schwer getroffen, daß sie am nächsten Morgen aufgegeben werden Mußten. Auch die weiteren englischen Angriffe von See her und zur Lust wiesen unsere Zerstörer, die ihren Aufenthalt

Flaggen heraus zum Geburtstag des Führers'

Berlin, 18.April. (DNB.) Der Reichsrninisker für Volksaufklärung und Propaganda fordert die Bevölkerung auf, aus Anlatz des Geburts­tages des Führer und Obersten Befehlshabers der TVehrrnacht am 20. April ihre Häuser und Wohnungen zu beflaggen.

Brandbomben

auf norwegische Fischerhäuser.

Kopenhagen, 18. April. (DNB.) Der lische Rundfunksender Daventry gab am 16. 4.

Zreltag, 19. April (940 Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis8'/?UhrdesBormittags Grundpreise für 1 mmHöhe bei Anzeigen von 22 mm Breite? Pf.,Tertanzeigen von 70 mm Breite 50 Pf. Wiederholung Malstaffel I AbschliisseMengenstaffelö Platzvorschrift (vorherige B ereinbarung) 25 °/o mehr Ermäßigte Grundpreise

Bäderanzeigen und behördliche Anzeigen von 22 mm Breite 6 Pf.

Berlin, 18. April. (DRB.) Der gesamte Raum südostwärts von Oslo bis zur schwedischen Grenze ist nunmehr von deutschen Truppen be­seht. Von den in diesem Gebiet kämpfenden nor­wegischen Trupppen wurden 50 Offiziere und 1 0 0 0 Wann gefangengenommen. Starke Abteilungen sowie zahlreiche Trupps und einzelne Soldaten wurden beim Uebertritt über die schwe­dische Grenze interniert. Alle in diesem Gebiet ge­legenen Festungswerke sind in deutscher Hand. Drei davon wurden im Kampf, drei andere durch lleberraschung genommen.

Deutsche Truppen haben die Festungen Oscars­berg und D r ö b a g im Oslofjord beseht und die Verteidigungsanlagen bedeutend ausgebaut. Am Donnerstag sind die Befestigungsarbeiten in den zwei Orten zu Ende geführt worden, und um 10 Uhr vormittag fand ein llebungsschietzen, von dem die Bevölkerung Oslos vorher unterrichtet roor-

bekannt, daß der in deutschen Händen befindliche Flugplatz von Stavanger sechsmal von britischen Luststreitkräften angegriffen und m i t Bomben belegt worden sei. hierzu berichtet ein litauischer Reeder, der sich zur Zeit der Angriffe in Stavanger befand, daß die Eng­länder mit einigen Bomben das Rollfeld des Flug-

den war, statt.

4000 Wann haben nach einer Allehanda" di e

panie angesehten feindlichen Vorsiotz unter lüsten für den Gegner ab.

Noch ein dritter Bomber bei Stavanger obgeschossen.

Der ganze Raum südostwärts Oslo in deutscher Hand.

Berlin, 18. April. (DNB.) Wie nachträglich estgestellt worden ist, sind am 17. April 1940 nicht zwei, sondern drei britische Flugzeuge bei einem erfolglosen britischen Luftangriff auf Sta­vanger abgeschossen worden. Don den über der Nordsee eingesetzten deutschen Fernaufklärungsflug­zeugen vom Muster Do X XVIII ist eines bisher nicht zurückgekehrt.

Oer Vorstoß auf Narvik.

Schnelle und reibungslose Besetzung des Narvikfjords. Hafen und Bucht nach wenigen Stunden gesichert. Ein Augenzeugenbericht über die Fahrt der deutschen Zerstörer.

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Grenze in Värmland überschritten und find auf schwedischem Gebiet interniert worden. Erneut wird in dieser Weldung betont, daß die Flucht der norwegischen Soldaten in voller Panik erfolgte. An einigen Stellen brächten die norwegischen Truppen nicht nur Gewehre und Mu­nition, sondern auch Geschütze mit. Reben vielen hohen norwegischen Offizieren traf auch der Ehef der ersten Division, General Eriksen, auf schwe­dischem Boden ein.

Der Wehrmachtsbericht.

Berlin, 18. April. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Raum von Rarvik versuchten am 17. April zum erstenmal schwache englische Kräfte im her- j a n g s f j o r d in der Gegend van Elvegardsmoen zu landen. Der Versuch wurde durch die dort stehen­den deutschen Truppen abgewiesen.

Ein im Laufe des 17. April angesehter briti- tischer Luftangriff gegen Trondheim blieb infolge der rechtzeitig einsehenden deutschen Abwehr ohne jeden Erfolg. 3m Raume von Ber­gen verlief der Tag ruhig. Stavanger wurde in den Morgenstunden des 17. April durch britische Kreuzer aus weiter Entfernung beschossen. Vier eigene Flugzeuge wurden durch Splitterwirkung be­schädigt. Deutsche Kampfflugzeuge griffen darauf die brky Angriff beteiligten sowie weiter nördlich

Bis zum letzten Schuß.

Oer heldenmütige Einsatz des deutschen Zerstörerverbandes vor Narvik.

Narvik.

Der abschließende Bericht über die bisherigen Operationen um Narvik preßt in die schmucklose, knappe militärische Sprache die Summe von schweren Kämpfen zusammen, deren Inhalt mit alleh heroischen Einzelheiten einmal unvergäng­lich in der Geschichte deutschen Soldatentums seinen Ehrenplatz behalten wird. Seit Dienstag, dem 9. April 1940, dem Tage eines strategischen und taktischen Meisterstücks, dessen Gesamtkonzeption, und Einzelzüge den klassischen Leistungen des deut­schen Generalstabes sich würdig erweisen, standen dort oben in und um Narvik verhältnismäßig schwache deutsche Streitkräfte auf dem am weitesten vorgeschobenen Posten ganz auf sich gestellt, rund 1200 Kilometer von der Heimat, rund 700 Kilo- meter von dem nächsten größeren Stützpunkt ent­fernt. Zumal die dorthin entsandten leichten See­streitkräfte, Torpedobootszerstörer unter dem Befehl des Kapitäns zur See und Commodore B o n t e, hatten seit der Entsendung einer starken englischen Streitmacht einen Gegner zu bekämpfen, der ihnen an Zahl, an Artillerie aller Kaliber, an Panzer­schutz usw. unendlich überlegen war.

Die Frage, warum die dort oben im Westsjord zwischen Lofoten und norwegischer Küste operie­rende englische Flotte die Einfahrt in den inneren Fjord und in den Hafen von Narvik nicht zu for­cieren und die schwachen deutschen Seestreitkräfte nicht beim ersten Anlauf mit der gewaltigen lieber-- macht ihrer Stahlkolosse und ihrer schweren Artil­lerie zu überrennen vermochte, diese Frage mag vielleicht am besten die britische Admiralität beant­worten. Sie schweigt. Schweigt noch heute, andert­halb Wochen nach dem 9. April, nachdem sie Nar­vik noch immer nicht nehmen und nur eine Lan­dung in sicherer Entfernung zustandebringen konnte.

Genug, wenn je das Wort Heldenkampf berech­tigt war, so für die deutschen Streitkräfte dort oben im Raum von Narvik und vor allem für die deut­schen Zerstörer. Bis zur letzten Granate haben sie in tagelangen Kämpfen gegen einen übermächtigen Geg­ner gekämpft und doch glückte es der starken eng­lischen Flotte nicht einmal, auch nur ein einziges der deutschen Boote dabei in Grund zu bohren!

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Hafens getroffen hätten, in einem Falle auch eine Benzintonne, die explodiert sei. Flugzeuge seien dagegen nicht beschädigt worden. Das wäre den Engländern auch schwerlich gelungen, da die Deutschen frühzeitig durch ihre Dorpostenboote alar­miert, aufgestiegen und dem Feind entgegen- aefloaen seien. Der größte Teil der Bomben sei in den Ort gefallen, und besonders die Brandbomben hätten Feuersbrünste in den Wohnung en der Fischer angerichtet.

England rechnet mit langwierigen Operationen im Norden.

Brüssiel, 19. April. (Europapreß.) Die Blätter veröffentlichen einen längeren Bericht aus London, in dem hervorgehoben wird, in England rechne man mit einer sehr langen Dauer der Operationen in Norwegen. Die Westmächte müßten ihre Opera­tionsbasen in Norwegen gründlich vorbereiten, wenn sie nicht das gleiche Schicksal erleben wollten wie die Polen während des September-Feldzuges. Solange die Engländer keine Flugplätze in Norwegen errichtet hätten, müßten sie Wasser­flugzeuge als Bombenflugzeuge einsetzen, wo­durch sie gegenüber den deutschen Flugzeugen, die von Jagdflugzeugen begleitet seien, im Nachteil seien

Wider st and zu leisten, die Geschützbedienungen zurückzuziehen, den Verschluß des Geschützes und die Sende- und Empfangsröhren seiner Funkanlage an die Offiziere auszuhändigen. Er sieht nicht nur die Sinnlosigkeit eines Widerstandes ein, er scheint auch den deutschen Entschluß zu verstehen. Sein Fahr­zeug erhält Kursanweisung nach Narvik.

In dieser Zeit sind schon die er st en Ein­heiten der Gebirgsjäger an Land ge­setzt. Ein Spähtrupp geht vor. Don drei Seiten wird das Fort unter Ausnutzung alle Deckung an­gegangen. Nach einer Stunde steht fest, daß hier keine Batterie mehr steht. Nur einige Blockhäuser ragen aus dem hohen Schnee heraus. Mit dem Verkehrsboot fährt ein Kommando in einen Nebenarm des Fjords und hebt einen un­bewaffneten Landstützpunkt der norwegischen Marine aus. Die an Land gesetzten Gebirgsjäger werden wieder an Bord genommen. Der Zerstörer steuert Narvik an, in dem andere Zerstörer be­reits in den frühen Morgenstunden Truppen ge­landet haben. Die Stadt ist s ch o n v o l l st ä n d i g in deutschem Besitz. Von einer Kaserne weht die Kriegsflagge des Deutschen Reiches. Divisions­stab und Hafenkommandant haben ihre Unterkünfte

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(90. Jahrgang Nr. 92

Erschein! täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter HeimatimBild DieScholle Msnats-Bezugsvreis: Mit4Beilagen.RM.1.95 OhneSllustrierte 1.80 Zustellgebühr... -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Narvik, 14. April. (DNB.) (PK.) Einen Tag sind wir schon mit nördlichem Kurs in See. Kraft­voll stößt unser Boot in einem größeren Verband deutscher Zerstörer vorwärts, schwere Einheiten der Flotte sichern ihn gegen stär­kere Feindkräfte. An Bord der Zerstörer kennt man sich nicht mehr aus. In den Decks, den Kammern der Offiziere und Feldwebel, in den Gängen und am Oberdeck stehen und liegen Gebirgsjäger einer in den deutschen Bergen beheimateten Divi­sion. An Oberdeck sind Motorräder, Feldhaubitzen, Geschütze und Kisten mit Munition, Gerät und Proviant seefest gezurrt. Marineartilleri- st e n sind ebenfalls eingeschifft.

Im Augenblick der Bekanntaabe der englischen Minensperren an der norwegischen Küste wurden die Vorbereitungen zum Gegenschlage getrosten. Dem unerhörten englischen Neutralitätsbruch konnte nur der Entschluß entgegengesetzt werden, der Be­setzung Norwegens durch englische. Truppen zu- vorzukommen. Es gilt, in einem schnellen schneidi­gen Vorstoß der deutschen Zerstörer Besitz vom N a r v i k f j o r d zu nehmen. Unser Zerstörer hat die Sonderausgabe, ein norwegisches Fort zur Uebergabe aufzufordern und bei Widerstand niederzukämpfen.

Starke englische Luftstreitkräfte machen einen Bombenangriff, der aber durch das konzen­trierte Abwehrfeuer sofort abgeschlagen wird. In dem Hagel der Geschosse drehen die sehr hoch fliegenden Maschinen ab. Ihre Bomben haben alle das Ziel verfehlt. Der Verband stt aber erkannt. Es besteht die Gefahr einer Be­gegnung mit englischen Seestreitkräften. Das Wet­ter ist günstig. Es sind die Tage des Neumonds mit geringer Sicht. In der Nacht gelingt der Durchbruch zwischen der engsten Stelle, den Shetlands und Norwegen. Die See ist unruhig. Ein starker Sturm von achtern treibt die Dunung fast in Marschgeschwindigkeit der Boote. Schwere Brecher zischen über das Oberdeck, das bei Wach­ablösung nur mit größter Vorsicht betreten werden kann In den Morgenstunden flaut der Sturm m dem geschützten Westfjord ab. Die Sonne steht hinter den Bergen und hüllt alles in ein leuchtendes Rot. Scharf heben sich die Silhouetten der hohen Gipfel ab Dauernd wechselt das landschaftlich wundervolle Bild Gletscher dringen von hohen Bergrücken bis zum tiefblauen Wasser des Fjords hinab, über den sich eine unendliche Stille ausbreitet.

Unser Zerstörer liegt vor dem Fort Noch haben sich die Schleier der Dämmerung nicht ge­löst da taucht ein norwegisches Küstenwachfahrzeug auf' Das Geschütz auf seiner Back richtet sich auf unser Boot. Der Norweger ruft in deutscher Sprache herüber:Was wollen Sie hier ... ? Der deutsche Kommandant antwortet, daß em Boot mit Offizieren längsseits .kommen werde. Das Boot wird klargemacht, zwei Offiziere begeben sich an Bord derSen ja" und unterrichten den no^ weqischen Kommandanten, daß das Deustche Reich zur Sicherung Norwegens gegen englische Ueber- ariffe Truppen landen wird.

Ein in norwegischer Sprache geschriebener Tert unterrichtet ihn davon, daß die deutschen Truppen nicht als Feinde der Norweger kommen, sondern im Engländer den gemeinsamen Femd haben der wiederholt Norwegens Neutralität brach Der Kom­mandant derSenja" wird aufgefordert, kernen

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im Hafen zur Uebernahme von Del und zur Aus­besserung erlittener Schäden über die geplante Frist hinaus ausdehnen mußten, ahne Schwierig­keiten ab.

Am Samstag, 13 April, setzten die Engländer, nachdem sie unterdes schwerste Verstärkungen her­angezogen hatten, zu dem schon gemeldeten Groß­angriff an. In heroischem Einsatz nahmen unsere Zerstörer den ungleichen Kampf auf und verwehr­ten den britischen Streitkräften das Eindringen in den Hafen. Erst als die letzte Granate und der letzte Torpedo verschossen waren, zogen sie sich in das Innere des Fjords zurück in dem Bestreben, nunmehr möglichst viel Material zu retten und Sol­daten abzugeben für die weitere Verteidigung Nar­viks. Um das An-Land-Bringen der Besatzungen dieser Schiffe zu decken, legte sich einer der Zer­störer quer in den engen Fjord und hielt unter dem zusammengefaßten Feuer einer ungeheuren Uebermacht mit den letzten Resten seiner Munition die Engländer ab. Dadurch sind alle deutschen Schiffe dem Zugriff des Feindes entzogen worden. Es war daher der feindlichen Uebermacht nicht ge­lungen, auch nur ein deutsches Schiff zu versenken, so lange es noch über Munition verfügte.

Die Besatzungen, Offiziere und Männer, des Zer­störerverbandes von Narvik haben im Angriff und in der Verteidigung bis zum letzten Schuß gekämpft und dem überlegenen Gegner schwerste Verluste beigebracht. Sie haben als deutsche Sol­daten die Ehre der deutschen Kriegsmarine und die ruhmvolle lieb erlief erung der Torpedobootswaffe im höchsten Maße gewahrt. Die deutsche Wehrmacht blickt mit Befriedigung auf sie, das deutsche Volk aber kann stolz auf diese seine Söhne sein. Narvik und seine Umgebung sind in deutscher Hand.

General-Anzeiger für Oberhessen wk:"":

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In dieser Lagekarte sind verzeichnet die in den OKW.-Berichten bis einschließlich 18. April genannten Orte in Südnorwegen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

stehende Schiffseinheifen an. Lin Kreuzer er­hielt, rote bereits bekannfgegeben, einen Volltreffer jchroerffen Kalibers und sank sofort. Ferner rourden insgefamf vier Volltreffer schweren und schroersten Kalibers auf leichte und schwere Kreuzer erzielt, auch ein Zer­störer erhiest einen Volltreffer schroeren Kalibers. Bei den Kreuzern handelt es sich u. a. um Schiffe der Suffolk- und London-Klasse. Stoppen eines Schiffes, Schlagseite bei einem anderen, Zerstörun­gen an Bord und Oelflecke im Wasser wurden beob­achtet. Zwei britische Flugzeuge wurden über Stavanger abgeschossen.

3m Raum von Oslo machten die deutschen Truppen an allen Stellen erhebliche Fortschritte und erreichten überall ihre Tagesziele. Der Vormarsch der Tankgruppe bei Kongsvinger tn nörd­licher Richtung hält an. Deutsche Flugzeuge griffen zwei norwegische Torpedoboote m der Gegend nordostwärts A r e n d a I an. Eines der­selben wurde schwer getroffen, auf Strand ge­setzt und von der Besatzung fluchtartig verlassen, die Verfolgung des zweiten aufgenommen.

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