Ausgabe 
19.3.1940
 
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Dienstag, 19. März (940

9V. Jahrgang Ur. 67

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Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen rs««»*

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©er Stoß ins Wespennest.

Wenn man zurückblickend noch einmal die küm­merlichen Versuche Englands, die fürchterliche Schlappe von Scapa Flow zu vertuschen, an seinem inneren Auge Revue passieren läßt, so fällt vor allem eins auf: Die völlige Geistlosigkeit und Töl­pelhaftigkeit der britischen Lügenfabrikanten. Ge­schickt zu lügen, haben die Engländer vollkommen verlernt. Da hat C h u r ch i l l noch vor kurzem im Unterhaus öffentlich und ohne Einschränkung erklärt, die Bucht von Scapa Flow seifür die Flotte jetzt wieder sicher" und 14 Tage später muß er selber zugeben, daß deutsche Flieger sechs der kostbaren Schiffe seiner home fleet bomb ar*

nur durch die Indiskretion zweier Blätter, daß an der Abstimmung über die mühsam zurechtredigierte Kompromißformel nicht weniger als 5 5 Sena­toren nicht teilnahmen! So also sieht das einstimmige Vertrauen" aus, das dem Lande auf der Regierungsmaschinerie Daladiers vorgetäuscht wird. Fragt sich, ob die Kammer in ihrer heutigen Geheimsitzung sich für solche Manöver ebenfalls einfangen läßt.

Keine ungetrübte Freude.

Genf, 19. März. (Europapreß.)Le Nouvelliste de Lyon" schreibt über das wirtschaftliche Verhältnis zwischen Frankreich und England recht offen:Eine enge französisch­britische Vereinigung", so sagte das Blatt,ist zwar wünschenswert, aber sie kann für beide Nationen nur von Nutzen sein, wenn beide über die gleichen Mittel verfügen, und nicht die eine Nation auf Kosten der anderen Geschäfte macht. Im letzteren Falle würde das nämlich nur auf einen Schwindel hinauslaufen, wenn der eine Ver­bündete allen Nutzen hätte und der andere nur den kläglichen Trost, die Stellung des anderen zu verstärken. Bei uns sind alle am Export teilneh- menden Unternehmen von Arbeitskräften und Roh­material entblößt, in England dagegen hat die»

Oie Begegnung auf dem Brenner.

Aussprache zwischen Führer und Duce im Geiste herzlicher Freundschaft.

engen vertrauensvollen Zusammenarbeit diente auch die Zusammenkunft auf dem Brenner, die überall in der Welt jene Beachtung gefunden hat, die ihr zukommt.

Lebhaftes Meresse in aller Wett

Koordination"FrankreichsZaubersorme1

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Probleme zu schaffen und die Einzelausführung den Fachministern zu übertragen, die damit tatsächlich dem engeren Kriegskabinett nachgeordnet würden. Auch die Frage der größeren oder geringeren Mit­beteiligung des Parlamentes gehört in diesem Zu­sammenhang. Der deutsche Leser wird leicht be­merken, daß sich die französischen Bemühungen um technisch-mechanische Einzelheiten der Ministerial- verfassung drehen, die das Grundproblem nicht an­packen: Volk und Staat mit allen ihren Organen einheitlich auszurichten.

Einstimmiges Vertrauen."

Die Technik der Geheimsitzungen in Kammer und Senat ermöglicht es der Regierung Daladier, das französische Volk über die Haltung der Abgeord­neten und Senatoren weitgehend zu täuschen. Nach dem Bericht der halbamtlichen französischen Nach­richtenagentur hat der Senat in seiner Geheim- sitzung dem französischen Ministerpräsidentenein­stimmig" das Vertrauen ausgesprochen. Der französische Zeitungsleser wird dabei von Regie- rungs wegen doppelt belogen. Erstens weiß er nicht, daß im Senat eine klare, eindeutige Vertrauensfor­mel ohne alle Umschreibungen und Bedingungen gar nicht zuftandekam. Zweitens erfährt er dann

Bekümmerte Fragen der dritlfchen presse.

A m st e r d e m , 19. März. (DNB. Funkspruch.) Der große deutsche Luftangriff auf Scapa Flow hat in den Londoner Zeitungen große Erregung ausgelöst. Trotzdem Churchill nach bekannter Ma­nier die deutschen Erfolge zu verkleinern sucht, kommt in der Presse deutlich die schwere Sorge zum Ausdruck, die der überraschende und glänzende Vor­stoß in der gesamten britischen Oeffentlichkeit her- voraerufen hat. Vor allem ärgert man sich maßlos darüber, daß die britische Luftabwehr völlig versagt hat. So schreibt derDaily Telegraph", der Angriff habe ergeben, daß die Der- teidiauna von Scapa Flow mangelhaft sei. Daily Expreß" sagt, der deutsche Angriff sei eine Warnung für England, die deutsche Luft­waffe und die Tapferkeit ihrer Piloten nicht zu

Am Brenner, 18. März. (DBB.) Der F üh- e r und der Duce hatten Montag morgen am Brenner im Salonwagen des Duce eine lnterredung von zweieinhalb Sinn­en, die in herzlich st em Gei sie verlief, lei der Unterredung waren Reichsaußenminister ton Ribbentrop und der italienische Auhen- niniffer Graf Ciano zugegen.

Die Begleitung des Führers hielt sich während 'er Besprechungen mit dem Gefolge des Duce und em deutschen Botschafter in Rom, von Wacken- |<n, der den Duce auf seiner Fahrt zum Brenner egleltet hatte, in einem anderen Wagen des ita- I enischen Sonderzuges auf. Man sah in diesem fcreije von italienischer Seile u. a. den Chef der Brivatkanzlei des Duce, S e b a st i a n i, vom ita­lienischen Auswärtigen Amt Kabinettschef A n f u s o, en Protokollchef Baron Geißer Celesta tnd Marchese Lanza d'Ajeta, ferner den Bräfekten von Bozen und den Leiter der faschisti- Ichen Parteiorganisation in Bozen. Bon deutscher Seite bemerkte man u. a. Reichspressechef Dr. Dietrich, die Adjutanten des Führers, unter ihnen Obergruppenführer Brückner, Gruppen- uhrer Schaub und Oberst Schmundt, weiter Leichsleiter Bohrmann, Generalleutnant B o - I enfchah, vom Auswärtigen Amt u. a. den Chef !<s Protokolls Gesandten von Dürnberg und tinige Herren vom persönlichen Stabe des Reichs- Ministers des Auswärtigen. Der 1370 Meter hohe Arennerpaß zeigte noch ganz sein winterliches Ge- i cht. lief verschneit sind die Berge und hänge, und nietiefer Schnee liegt auf den Almen und Malten.

Rach Beendigung der zweieinhalbstündigen Be- prechung nahmen der Führer und der Duce broie die beiden Außenminister im Salonwagen des Duce einen kleinen Imbiß ein. Sodann ge­leitete der Duce den Führer wieder zu fei­nem Zuge. Unter den Klängen der deutschen und ter italienischen Nationalhymnen schritten der Füh- |i<r und der Duce wieder die Front der Ehren- lempanie ab. Mit einem festen und langen hände- l ruck und herzlichem Lächeln verabschiedeten sich der Führer und der Duce auf dem Bahnsteig vonein- nnder. Born offenen Fenster seines Salonwagens (Lus setzte der Führer noch einige Minuten die an­geregte Unterhaltung mit dem Duce fort, bis sich i ann um 13.11 Uhr der Zug des Führers wieder in Bewegung setzte. Ein letzter Gruß mit erhobener Zechten wurde zwischen dem Führer und dem Duce cusgetauscht, und wenige Sekunden später hatte ter Zug den Bahnhof und damit italienischen 3oben wieder verlassen.

*

In den Vereinigten Staaten hat sich die Spannung gesteigert. Außenminister hüll hatte am Montagvormittag eine lange Unterredung mit Präsident Roosevelt. Die Presse erblickt in der Zusammenkunft am Brenner, die der amerikanischen Oeffentlichkeit völlig überraschend kam, ein Ereig­nis von weittragender Bedeutung. Viele glauben, daß die Achsenpolitik eine weitere Aktivierung brin­gen werde.

Mussolini wieder in Rom.

Rom, 19. März. (DNB.) Mussolini ist um 23.45 Uhr in Begleitung des Außenministers Graf C i a n o sowie des deutschen Botschafters in Rom, do. Mackensen, in Rom eingetroffen. Obwohl die genaue Zeit der Heimfahrt des Duce nicht be­kannt war, hatte sich in vielen Orten die Be­völkerung in den Bahnhöfen und an den Eisen­bahnlinien eingefunden, um Mussolini zu huldigen. In Trient machte der Zug des Duce einen kurzen Aufenthalt für den Maschinenwechsel. Der Duce erschien am Wagenfenster und antwortete auf die Sympathiekundgebungen mit erhobener Hand. In Verona und Florenz hatten sich der Präfekt und die städtischen Behörden auf dem Bahnhof eingefunden. In Rom waren verschiedene Mitglie­der der Regierung auf den Bahnhof gekommen, um den Duce zu begrüßen. Beim Verlassen des Bahn­hofes bereitete eine zahlreiche Menge dem Duce trotz der späten Abendstunde stürmische Kundge-

unterschätzen. Der Angriff habe anderthalb Stunden gedauert. Warum habe man in dieser Zeit die Angreifer nicht abgeschossen? Läge das an der mangelhaften Zusammenarbeit zwischen der englischen Flotte und der englischen Luftwaffe? Weiter beklagt sich das Blatt darüber, daß die Deutschen wiedc.- einmal zuerst den Luftangriff ge­meldet hätten, während man ihn der englischen Oeffentlichkeit zunächst vorenthalten habe. Auch Daily Sketch" krittsiert, daß die britischen Militär­behörden so lange mit der Herausgabe einer amt­lichen Erklärung gewartet hätten. Sie sei erst neun Stunden nach der deutschen Er­klärung über den Angriff abgegeben worden. Durch eine derartige Verzögerung verliere die eng­lische Verlautbarung der deutschen gegenüber an Glaubwürdigkeit. Die ganze Angelegenheit seiein unglückliches" Beispiel dafür, daß die Nazipropa­ganda die britische Propaganda schlage.

Außer dem Angriff auf die im Hafen von Scapa Flow liegenden Teile der britischen Flotte verzeichnet der deutsche Wehrmachts­bericht auch die Bombardierung der drei Flugplätze Stromnetz, Earth-House und Kirkwall im Sicherungsbereich von Scapa Flow auf den Orkney-Inseln (siehe rechts oben). (Scherl-Bilderdienst-M.)

diert und getroffen haben. Da hat Chur­chill etwas früher ebenso offenherzig im Unterhaus das Geheimnis seiner Lügentaktik enthüllt, indem er sagte, daß nur die Verluste mit geteilt würden, die sich beim besten Willen nicht ver­heimlichen ließen, und heute erwartet der Lügenlord, die Welt solle der kindlichen Dar­stellung der Londoner Presse über das Bombarde­ment von Scapa Flow glauben! Wahrlich, das ist etwas viel verlangt. Nicht umsonst sind ja außer den nordschottischen Gebieten auch die anschließenden Inselgruppen zum Operationsgebiet unter einem be­sonderen Kriegsrecht erklärt und damit von der übrigen Welt isoliert worden, nicht umsonst hat man also vorgesorgt, daß über die dortigen Vor­gänge nichts auf privatem Wege in die englische Oeffentlichkeit dringe. Trotzdem glauben wir, daß die Wahrnehmungen, welche die zivilen Bewohner der Orkneys in den Abendstunden des 16. März mit ihren eigenen Sinnen machten, sehr bald ihren Weg über die Sperrzone hinaus machen werden. Und dann ist wieder einmal der Augenblick gekommen, wo Zauberkünstler Churchill aus einemtoten Hund" einen beschädigten Kreuzer und aus einem beschädigten Kaninchen ein totes Schlachtschiff ent­stehen lassen muß. Die verwundeten zivilen Augen­zeugen des deutschen Angriffs (die vom Londoner Rundfunk rührselig als unschuldige Opfer der deut­schen Kriegführung beweint werden) aber werden berichten, daß es nicht die deutschen Bomben, son­dern die Splitter britischer Flakge- schosse gewesen find, die in ihre Häuser und in ihre Leiber schlugen. Hätten wirklich deutsche Bom­ben eine Wohnsiedlung getroffen, so wären d,e Fol­gen wohl andere gewesen, als wie sie in einer Lon­doner Meldung nachstehend geschildert werden:In einem Kurzwarengeschäft entstand ein Brand, die Flammen wurden jedoch schnell wieder gelöscht. An­dere Bomben entzündeten Möbelstücke und Stroh, und eine derselben traf eine Scheune, ohne jedoch großen Schaden anzurichten." Es fragt sich, wie lange sich selbst das stoische englische Publikum diese schreienden Widersprüche zwischen Tatsachen und frechen amtlichen Lügen noch gefallen läßt. Wieder ist Englands Stolz, seine Flotte, von den Schlägen der deutschen Luftwaffe getroffen. Wieder hat die englische Gegenwehr völlig versagt.

Die fünfte Begegnung Hitler Mussolini erfolgte mf dem Brenner, der nach einem Wort des Füh­lers bei feiner Anwesenheit in Rom die ewige Grenze zwischen dem deutschen und dem italieni- Ichen Volke sein soll. Zum ersten Male trafen die beiben Männer, die das Schicksal zur Führung der t eiben großen Nationen Mitteleuropas ausersehen hat, im Juni 1934 in Venebig zusammen. Drei lahre später, im September 1937, weilte bann ber Duce in Deutschlcmb unb sprach hier bie Einlabung ju einem Besuch bes Führers aus. Dieser erfolgte im Mai 1938. Ein halbes Jahr später, in ben letz- 1en Septembertagen 1938, leisteten bann bie bei­ten Männern jene große Friebenstat von Mün­zen, bie zum Ausgangspunkt eines neuen Europa hätte werben können, wenn nicht bas perfibe Eng- anb gerabe biesen Tag bes Paktes zum Anlaß einer verbrecherischen Kriegshetze genommen hätte.

Nun waren bie Regierungschefs ber durch ben Bünbnisvertrag Berlin-Rom miteinanber verbun­denen beiben europäischen Großmächte erneut zu- ammengefommen, um bie Fragen zu besprechen, die heute beibe ßänber berühren, Fragen, bie sich cus ber Tatsache ergeben, baß bas nationalsozia­listische Deutschlanb heute in bem von ben pluto- Iratischen Westmächten aufgezwungenen Entschei- dungskampf steht, währenb bas faschistische Italien elsnicht neutrale, sonbern als nichtkriegsührenbe Nation" ebenfalls für sich bas Lebensrecht ber zün­den Völker geltenb macht. Die Begegnung bes Füh­lers mit bem Duce ist von beiben Seiten mit jener schnellen Entschlossenheit unb zugleich absoluten Diskretion vorbereitet worben, bie seit jeher ein » wesentlicher Bestanbteil ber engen faschistischen unb liationalsozialistischen Zusammenarbeit finb.

Schlag auf Schlag trifft es die feindlichen Zen­tralen in biesen Tagen: bie Reise bes Reichsauhen- rinifters nach Rom, der finnisch-russische Friebens- »ertrag, der fürchterliche Schlag ber deutschen Luft5 raffe gegen Scapa Flow und in bie so aufs iußerste gesteigerte Nervosität von Lonbvn und Paris fuhr bann wie ein Blitzschlag bie völlig un­erwartete Meldung von der Zusammenkunft des Führers und des Duce. Man spürt dort, daß bie Entscheidung über europäische Ange egenhelten längst ben Hänben ber Kriegsführer entglitten ist. Daher auch die sorgenerfüllte Unruhe in Pans unb London. Wir Haden keine Veranlassung, sie zu be- chwichtigen. Alles aufgeregte Gegacker in der fram höfischen und englischen Presse vermag nichts an der Tatsache zu ändern, daß der @1 etd)^1^ Jer nationalsozialistischen und der saMlschen ^ee And die auf der persönlichen Freundschaft Mischen Führer und Duce wie auf festen vertraglichen Ad- 1 nad)ungen beruhenden Zusammenarbeit der beiden iimaen, revolutionären Nationen Europas durch leine noch so perfibe Intrige der Plutokratien ge­hört werden könnte. Der freien Entwicklung dieser

Parlament, Presse unb Publikum in Frankreich beschäftigen sich auf das eingehendste mit der fata­len Frage, wie die Wirksamkeit der französischen Kriegführung verstärkt werden kann. Das große Stichwort istKoordination", was nichts an­deres bedeutet alsGleichschaltung Schon vor Kriegsausbruch hat Daladier eine gewisse Gleichschaltung auf militärisch-politischem Gebiet zu erreichen gesucht. Ursprünglich Kriegsnilnlster über­nahm er unter der Ministerprasidentschaft des So­zialdemokraten Blum biepolitische Federführung für das Kriegsmarine- unb Luftfahrtmlnisterlum. Als Daladier im Frühjahr 1938 selbst Minister­präsident wurde, behielt er die drei Mili- tärminifterien bei. Bei der Bildung des französischen Kriegskabinetts am 3. September 1939 nahm Daladier zu der Mlnlsterprasidentschafr und den drei Wehrministerien noch das Autzen- m i n i st e r i u m dazu. Die jetzigen Erörterungen in Frankreich gehen davon aus, daß diese Zusam­menfassung von fünf Ministerien in einer Hand nicht die richtige Gleichschaltung ist. Es werden mehrere neue Vorschläge vorgebracht auf deren Einzelheiten unb Unterschiede einzugehen im Augen­blick wenig Zweck hat. Man kann nur zwei Grund­tendenzen feftstellen: einmal ein dirigierendes Kriegskabinett zur Entscheidun-g der wesentlichen

Am Sonntagabend sprachen, wie schon ausführlich gemeldet, im Reichspropagandaminifterium der Staffel­führer der siegreichen Scapa-Flow-Flieger, Major Fritz Do euch, und zwei feiner^Offiziere vor der in- und ausländischen Presse über ihren Angriff auf Scapa Flow und die dort liegenden Teile der eng­lischen Flotte. Von links sieht man: Oberleutnant Philipps, Oberleutnant Mag n u s s e n und Major D o e n ch vor der Karte der Orkney-Inseln. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Berlin, 18. März. (DNB.) Die überraschende Begegnung zwischen dem Führer und dem Duce am Brenner hat überall in der Welt stärksten Ein­druck gemacht. Die Zeitungen des neutralen Aus­landes bringen die Nachricht in großer Aufmachung und an hervorragender Stelle. Man glaubt, daß dieser Aussprache größte Bedeutung zukommt. In der Kopenhagener Presse wird vermerkt, daß Deutschland niemals so gute Chancen gehabt habe wie gegenwärtig. Die norwegische ZeitungAsten- posten" spricht von einerWoche der deutschen Diplomatie". In Brüssel steht die Nachricht vom Brenner im Mittelpunkt des Interesses. Obwohl die Zeitungen keinerlei Anhaltspunkte über den Inhalt der Besprechungen besitzen, ergehen sie sich, wie übrigens auch die holländischen Blätter, in den verschiedensten Vermutungen. Auch die Schweizer Presse kann sich die üblichen Kombinationen nicht verkneifen. Einigen Blättern merkt man an, wie i t,ulraen wenig ihnen die Begegnung Führer Duce ins

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Der Schlag gegen Englands Flotte

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