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Zur vormilitärischen Ausbildung angetreten
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(Nachdruck verboten!)
18 Fortsetzung.
Handschuhe, die er sich angeeignet hatte, waren wie । gesagt noch recht feucht und wurden am Körper
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die Treue Hullen.
doch kein bis zum die Erde
zeichnet, ist mit der kinderreichen lese verbunden.
sich eingefunden,
der Verleihung des Ehrenbuches Familie eine erbbiologische Aus- 120 kinderreiche Familien hatten dazu viele geladene Gäste aus
Roman von Frank F. Braun Copyright by Deutscher Verlag, Berlin
Nachdem hatte und Lieder der schl-uß.
Sodann
Aus der Stadl Gießen
Oer kalte Winter vor 2ü0 Zähren
em 2ßeU aus diesem Revolver aller Wahrscheinlichkeit nach Ihrem Bruder Ludwig eine Kugel in den Kopf geschossen wurde", sagte Kybander. Dann ging er mit freundlichem, undurchdringlichen Gesicht. Em feiner Benzinduft zog hinter ihm her; denn die
nach dem gemeinsamen Gesang der Nation fand der Appell seinen Ab-
Stork teilte verschiedene Anweisungen mit und erinnerte an die Ehrung des Generalfeldmarschalls von Mackensen zum 90. Geburtstag durch den Führer und den NS.-Reichskriegerbund.
Anschließend zeichnete Kameradschaftsführer Hart- m a n n für mehr als 25jährige Zugehörigkeit zur Kameradschaft mit der silbernen Ehrennadel des NSRKB. folgende Kameraden aus: Hch. Bachmann, Battenfeld, Bauer, Hch. Becker, Hch. Bönsel, Ludwig Christ (Rodheim), Ioh. George, Ludw. Gerlach (Bieber), W. Döll, Groß, Hedderich, Hugo Herbert, Hans Keitzer, Jak. Kranz, H. Kreie, W. Mank (Wieseck), Karl Noll, Karl Parr, Hans Preiß, Hch. Rohrbach, Aug. Rück, Gg. Schäfer, W. Schaum (Klein-Linden), Gg. Strauß, Konrad Schomber, Gust. Schneider (Wieseck), Gg. Sommer (Watzenborn-Steinberg), Karl Stork, Gg. Waldschmidt (Leihgestern), Ad. Weißmann, Hch. Winn und Wlo- darek. Für die ausgezeichneten Kameraden sprach Ioh. George dem Kameradschaftsführer Dank aus.
Der stellvertretende Kameradschastssührer G e l- l e r verband damit den Ausdruck des Dankes uffb Vertrauens für den feit 10 Jahren die Kamerad-
Tauwetter, sondern der Frost hielt an 10. März, und hat man gefunden, daß 3 Schuh tief gefroren gewesen."
Xfornotuen.
Tageskalender für Montag.
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Gießen Klein-Linden.
Die hiesige Kriegerkameradschast unter ihrem neuen Kameradschaftsführer Kam. Diehl hielt am gestrigen Sonntag ihren Generalappell im Kameradschaftsheim „Zum Strümpfchen" ab. Der Kaine- radschaftsführer begrüßte die den Kriegsoerhält- nissen entsprechend zahlreich erschienenen Kameraden. Besonderen Gruß entbot er den Verrretern des Kreisverbandes, Kam. Kreisfchießwart Hanf und Derwaltungsführer ©lebe. Nach der Einführung übermittelte Kam. ©lebe den Gruß des Kreiskriegerführers, weiter sprach er über die Einheitlichkeit des Anzuges und die Neuaufnahme von Kameraden, ^eisschießwart Hanf referierte in längeren Ausführungen über den Stand des Schießens in der Kameradschaft, insbesondere über das Wettkampfschießen 1939 und das Ehrennadel- schießen. Dem Schießwart Kam. Benderotzh wurde Anerkennung zuteil für seine eifrige Arbeit. Die Kameradschaft hatte sich mit 25 v. H. beteiligt, was aber beim nächsten Wettkampf gesteigert werden soll. Sodann wurde beschlossen, das Ehrensalvenschießen bei Beerdigungen verstorbener Kameraden wieder aufleben zu lassen. Im weiteren Verlaufe
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allen Beoölkerungsschichten.
In feiner Eröffnungsansprache konnte der Leiter des Rassepolitischen Amtes der NSDAP., Gauamtsleiter Prof. Dr. Kranz, Gauleiter Sprenger und zahlreiche Vertreter aus Partei, Wehrmacht und Staat begrüßen.
Vor der Verleihung der Ehrenbücher durch Gauleiter Sprenger ging dieser noch einmal auf die Bedeutung der (Seburtenfteigerung ein, gegen die es bis zur Machtergreifung durch Adolf Hitler einen inneren und einen äußeren Feind gegeben habe: der innere Feind, der jüdische Arzt, der äußere
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3m Zeichen der grünen Uniform
Der „Tag der deutschen Polizei" in Gießen.
........ trafen sich die Kameraden in den Sturmlokalen zu einer Stund« kameradschaftlichen Beisammenseins, während dem die Derpflich - tungserklärungen zur vormilitärischen Ausbildung unterschrieben wurden.
Volksgenossen den einzelnen Stürmen.
der Kreisleiter des Führers gedacht
Populärwissenschaftlicher Vortrag: 20.15 Uhr im Kunsttvi s s enschaftlichen Institut Professor Dr. Ullrich über „Kulturgeschichte der Mathematik". — Gloria-Pal-ast (-Seltersweg): „Zwei Welten". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Brand im Ozean".
NS -Zrauenschast
Deutsches Frauenwerk.
Am Dienstag, 20.2., findet in der Aula der Universität ein Vortrag des Leiters des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP. Prof. Dr. Groß statt. Alle Mitglieder werden gebeten, sich den Vortrag anzuhören. Eintritt frei.
BOM -Untergau 116 Gießen.
Betr.: B D M.- S a n i k u r s. Der Kurs findet jeden Dienstag um 20 Uhr im Moeferheirn stakt. Der nächste Abend ist am 20. Februar.
VDAl.-Werk-Gruppe la/116, Sport und Gymnastik.
Der nächste Heimabend ist am Dienstag, 20. Februar, im Moeserheirn. Außer Liederbüchern sind noch die restlichen Fragebogen und Mitgliedsausweise mitzubringen.
rlS'GmeinWsl M Stall öntifiWe
Achtung! KdF.-Sport.
Für Frauen.
Gymnastik und Spiele:
Donnerstag, 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerschule.
Für INänner:
Allgemeine Körperschule:
Donnerstag, 18 bis 19 Uhr, Goethefchule.
Beginn: 22. Februar 1940. 859D
Zahresappett ehemaliger Kavalleristen
Die Kameradschaft ehemaliger Kavalleristen hielt am gestrigen Sonntag im „Bayerischen Hof" ihren Jahresappell ab. Kameradschaftsführer Ernst Hartmann konnte dazu eine große Anzahl Kameraden begrüßen und gedachte in erster Linie der Kameraden an der Front. Hierauf wurde der verstorbenen Kameraden Ehrenmitglied Kutschrad und Adolf Noll gedacht.
Schriftwart K. Stork erstattete den Jahresbericht, aus dem ein vielfältiger Einsatz der Kameraden zu entnehmen war. Im letzten Jahr wurde den Kameraden Hch. Rohrbach, I. Heydt und Waldschmidt (Leihgestern) das Mackensen-Ehrenzeichen I. Klasse verliehen.
Dank der Opferbereitschaft der Kameraden gab der von Kassenwart Hch. Rohrbach vorgebrachte Kassenbericht Aufschluß über gute Kassenverhalt- Nisse. Dem WHW. wurde wieder ein Sonderbei- trag überwiesen. Fechtwart Valentin hob hervor, daß die Kavalleristen im Kreisverband mit ihren Sammlungen an erster Stelle standen.
Für den einberufenen Schießwart Immel fuhrt Kamerad Kehler das Schießwesen fort. Sozial- wart Strauß führte aus, daß einige Kameraden unterstützt werden konnten. Propagandawart
Rund 1500 Volksgenossen der Jahrgänge 1896 bis 1922 waren gestern vormittag auf Oswaldsgar- ten angetreten, um sich zur vormilitärischen Ausbildung zur Verfügung zu stellen.
Kreisleiter Backhaus
hielt eine kurze, eindringliche Ansprache, in der er seiner Freude darüber Ausdruck verlieh, daß die Volksgenossen in so stattlicher Anzahl angetreten waren. Er betonte dann, daß heute jedermann in unserem Volke erkenne, wie notwendig es fei, daß Deutschland wehrhaft dastehe, und daß jeder sich gerne einfüge in die Verteidigungsfront für unser Vaterland.
In feinen weiteren Darlegungen sprach Kreisleiter Backhaus von der früheren Zerrissenheit des deutschen Volkes, das durch die unselige Kleinstaaterei jener Zeiten und oftmals auch durch konfessionelle Streitigkeiten ausyespalten gewesen sei. Er rief einige markante Zeitpunkte der deutschen Geschichte in die Erinnerung zurück und ließ daran eindeutig erkennen, daß die Einigung unseres Volkes unter Adolf Hitler ein unbedingtes Erfordernis gewesen ist und sich in dieser Einigung ein langgehegter Wunsch aller guten Deutschen erfüllt hat.
Nachdem der Kreisleiter noch kurz über die gegenwärtige politische Lage, die Absichten unserer Feinde und über die geschlossene Front des beut, ;en Widerstandswillens gesprochen hatte,
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Sie senkte den Kops, als werde er herabgedrückt von diesen schweren, unklaren Gedanken. Ihre grauen Schläfen waren in dieser letzten Nacht ganz weiß geworden und niemand hatte es ihr in all den Aufregungen bisher gesagt.
♦
Kriminalkommissar Kybander war zu Fuß gegangen, denn die Netteimannstraße lag nicht weit weg von der Kurfürstenstraße.
Er fand die Hausnummer und las unten am Schild den Namen Herder. Er klingelte, der Schnarrtor erscholl, Kybander trat ein.
Frau Herder stand fn der Tür zu ihrer Wohnung. Sie sah den Mann, den sie nicht kannte, heraufkommen. Er trug einen grauen Staubmantel und sah nett aus. Vielleicht ein Vertreter, der einen Staubsauger oder einen elektrischen Eisschrant verkaufen wollte.
Sie wurde schrecklich überrascht: Kybander zeigte seine Marke. „Es handelt sich nur um eine Auskunft, Frau Herder. Ich muß Ihren Herrn Otto- Erich Hegg einen Augenblick sprechen. Ist er im Hause?"
„Ja", sagte Frau Herder; sie gab den Eingang frei. Sie ging vorweg, den ziemlich dunklen Korridor entlang und klopfte an eine Tür. „Herr Hegg!", rief sie, „Besuch!" „Kriminalpolizei" zu rufen, widerstrebte ihr.
Die Tür öffnete sich. Licht fiel in den Korridor. Hegg sah seinen Besucher erstaunt an. Den Mann kannte er doch nicht?"
„Nein", Tagte Kybander und erriet Heggs Gedanken, „Sie kennen mich nicht. Aber ich muß Sie einen Augenblick sprechen."
„Tut mir leid, daß Frau Herder Sie herein- gelassen hat, aber ich habe gar keine Zeit." Er übersah Frau Herders verzweifeltes Winken, das ihn warnen sollte.
„Moment!" sagte Kybander, „Sie werden Zeit haben, Herr Hegg." Er ließ seine Messingmarke sehen. „Ich bin Kriminalkommissar Kybander und bearbeite die Mordsache Carlotti."
Erblaßte Hegg oder war das nur, roefl er sich umwandte und das Licht fein Gesicht besser traf? Er stand da. gut gewachsen und breitschultrig, aber er ließ diese Schultern hängen. „Kommen Sie herein", sagte er. (Fortsetzung folgt.)
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Frau Henriette sagte: „Wie roch denn der Mann?" Sie blähte die Nüstern, fand es aber nicht ^©erhärt Carlotti sagte grob: „Nach Schnaps roch er Sicherlich war er angetrunken, sonst hatte er nicht solchen Blödsinn geredet."
„Fandest du wirklich, es war Blödsinn, Gerhart, meinte Frau Henriette vorsichtig." „
Unbedingt. Der Kerl war betrunfem
Frau Henriette schwieg. Sie war kluger als ihr Sobn So klug war sie sogar, daß sie erkannt hatte, der Kommissar war ihnen allen über gewesen. Sie seufzte und gab das Thema auf. ,/Du warst unten be- Julia?", fragte sie und trat naher zu ihrem
G°rh°.rt Carlotti. Er hielt friefianb feiner Mutter fest. „Ich möchte bir etwas sauen Mutter", hob er an. „Der Augenblick ist schlecht gewählt, aber es drückt mir das Herz ab, menn ich denke, du könntest annehmen ich habe em falsches Spiel getrieben. Julia und ich lieben uns. Wir wollten Ludwig alles sagen Es ist eine doppelte Tragik, daß er in der Nacht sterben mußte.
Personen bequem Unterkunft. Er besteht aus einem Hauptgang und drei langen Seitenräumen. Er ist in allen seinen Teilen in gewachsenen Fels eingehauen und nach der Erdoberfläche zu stark von gewachsenem Fels überlagert: Der Luftschutzraum ist also absolut bombensicher. Von verschiedenen Teilen des Kellers aus führen Luftschächte nach oben, die so ausgebaut sind, daß im Falle eines feindlichen Angriffs aller Schutz gegeben ist. Der Keller ist mit Bänken ausgestattet. Der Boden, der ehemals morastig war, ist zementiert worden. In allen Räumen wurde für elektrisches Licht gesorgt. Der Luftschutzkeller macht in seiner Gesamtheit einen ausgezeichneten Eindruck und läßt in hohem Maße seine Zweckmäßigkeit erkennen.
Oie Neltuugsstativn.
Die Rettungsstation, die im Kellergeschoß der gewerblichen Berufsschule in der Kirchstraße geschaffen wurde, überraschte wohl alle Besucher durch die vollkommene und gut durchdachte Einrichtung. Die Rettungsstelle gibt im Falle eines feindlichen Luftangriffes für zahlreiche Verletzte Unterkunft, erste Hilfe, erste operative Behandlung, ferner die Möglichkeit zu gründlicher Reinigung für die von Kampfstoffen getroffenen Volksgenossen und die
I Möglichkeit zur Ruhe in Räumen mit über 50
Frau Henriette schwieg. Gerhart war ihr Lieb- lingssohn, an ihn hatte sie von jeher mehr gehan- gen. Man kann nicht für feine Gefühle. Sie hatte sich bemüht, ihre Liebe gerecht zu verteilen, aber Liebe läßt sich nicht kommandieren.
,Zch wußte es, Gerhart", sagte sie und streichelte seine Hand. „Schon lange wußte ich es. Aber ich mußte zusehen, ohne euch Helsen zu können, dir nicht, Julia nicht und auch Ludwig nicht."
„Er war glücklich; er war ahnungslos."
„Ach, ich weiß es nicht, Gerhart. Hätte er sich dann das kleine Mädchen angeschafft und Julia betrogen? Aber reden wir nicht davon. Jedenfalls könnt ihr auf mich rechnen."
„Du bist von einem wundervollen menschlichen Verstehen, Mutter." Er war ganz gerührt. Die alte Frau Carlotti schüttelte den Kopf. „Ach, das weiß ich gar nicht sicher, Gerhart", sagte sie. „Jedenfalls hat es weder Julia noch Ludwig Glück gebracht, daß ich tatenlos zusah. Bis zuletzt. Ich möchte nicht, daß das nun alles umsonst war und ihr beiden wieder in einer oerqueren Situation steckenbleibt." Sie klopfte ihres Sohnes Hand. „Es hat ein Gewitter gegeben, und der Blitz hat furchtbar einge- schlagen. Der Himmel weiß, was er tut."
„Latz den Himmel hier aus dem Spiel. Ein gemeiner Mord kann nicht bas Werk des Himmels
Frau Henriette schwieg, als habe der Sohn ihr wirklich den Mund verboten. Aber das Streicheln der Hand wurde stärker. Du weißt nicht alles, mein Sohn, dachte sie. Gemeiner Mord, sagst du. Wüßtest du, was ich weiß, redetest du nicht so. Oder machst du mir etwas vor? Spielst du genau so Komödie wie ich? Wollen wir uns gegenseitig schonen und arbeiten damit dem Kommissar in die Hände? Aufklärung und Sühne, sagte er; und damit fing er Julia. Aber uns, Gerhart, uns beiden geht es hier nicht um eine Sühne und nicht um die Aufklärung, die der wahren Gerechtigkeit nachhinken müßte; und wenn einmal der Vorhang erklärungslos gefallen ist soll man ihn nicht wieder hochzuziehen ver- uchen. Deshalb ist der Kommissar mein Gegner und auch du stehst gegen mich. Ich bin mit dem Toten allein. Er hat mir sein Geheimnis anvertraut, daß ich es wahren soll. Er war mir im Leben nicht der liebste Sohn, ich will ihm im Tode
lieber den Winter 1739/40 berichtet der damalige $ Qhre*. D°Ic Douernheim bei Nidda im Kirchenbuch: „Es war em sehr harter Winter, da es
NoAchber 1739 anfing zu frieren und in ziem- hdjer Gleichheit fortbauerte, bis ben löten Januar, da bie Kalte sehr stieg bis auf ben 18. Jan und stand mein Thermometer auf 66 Grad (nach Fahrenheit = JL®raÄU5)' D°n Hamburg aber und ^n nördlichen Landern ward berichtet in der Zeituna daß die Kälte daselbst 30 Grad höher gestiegen als i I 1709. Hieraus fings an zu schneien und die Kälte fiel wieder, bis auf den 26. Grad des Therm Den 14. Febr. brach die Kälte wieder ein und stieg innerhalb 4 Tagen bis auf ben 48. Grab Den 18. Febr. stieg bas Therm. auf 55 Gr., fiel aber ben 28. Febr. roieber, ba es anfing zu schneien, unb blieb also bei gelinder schöner Witterung bis zum 23. Febr., da bie Kälte aufs neue roieber anbrach unb bas Therm. stieg am 24. Febr. bis auf 63 unb am 26. Febr. auf 69 Grad. Etliche Tage hernach fiel zwar bie Kälte roieber, es roar war aber ■
schäft führenben Kamerab Hartmann. Der Karne- „
rabschaftsführer gab ben Dank an feine treuen bes Appells 'würben bie Kasse unb Geschäftsführung Mitarbeiter weiter unb bestätigte diese in ihren in bester Ordnung befunden. Die Kameradschafts- Aemtern. | führung wurde in der seitherigen Besetzung bestätigt.
finbcmber, dieser sonderbare Kommissar, wartete, ob dl- kleine Debatte weitergehen werde, als das nicht der Fall war, li-b er das Thema allen, tos war, als habe er nur spielerisch mit der Florettlpitze -org-tippt, den Gegner zu beunruhigen und aus der Reserve herauszulocken. Der erwartete richt g Stoß blieb aus. . . _
„Ich wollte Sie vorhin fragen ,.wandte er sich wieder an Gerhart Carlottt, „ob Sie gestern abend im Hause waren."
„Nein", lautete die rasch gegebene Antwort.
war nicht im Hause. Ich ging um neun Uhr weg- vor neun Uhr sogar, und kam $cgen em Uhr nachts zurück. Ich kann das beweisen.' ~
„So", meinte Kybander nut jener freundlichen Gelassenheit, bie ben anberen entnerven muhte, „oas Ist natürlich äußerst günstig." sr wandte pch an 6 au Henriette, die mit gespanntester Ausmerksamkett dem Rededuell gefolgt war ,S-.°n «,e doch |o sreundlich", sagte er, „und M)ren S.e mich noch einmal ganz kurz durch alle Raume. Da Herr Car lötoanÄ ist, tann ich nun woh auch emen Blick in sein Zimmer werfen Es wirb stcherncy au geräumt sein." Sein Wunb zuckte. . ,
„Gewiß", knurrte Gerhart CarMttt, gereizte denn je. „Obgleich ich den Zweck nicht ein ehe.fisten Sie mich für den Mörder.^e-nes Bruders
Kybander sah ihn °n. Seme grauen kühlen Augen hatten einen verdeckten ®lana. «®»e fin» o erste, der das ausspricht, Herr Carlottt , sagte er. ,Äl hatte das nicht gesagt.
„Was soll das heißen, Herr! . . üfs
Vielleicht nur, daß Sie vorsichtiger sein mu, fen", antwortete Kybander. „Gehen wir, bitte . E schob Carlottt einfach vor sich her.
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Arn Samstag und am gestrigen Sonntag bestimmten bie Uniformen der Polizei vornehmlich bas äußere Bild unserer Straße. Schon am Samstag.norgen schwärmten bie Beamten der Schutzpolizei mit ben roten Sammelbüchsen bes Winterhilfswerks aus unb begannen eine eifrige Sammeltätigkeit. Balb ging niemand mehr ohne bie Spenbe- Abzeichen, bie in ihrer Form lebhaft an Nürnberger Zinnsoldaten erinnerten. Ein Teil ber Figuren roar bunt bemalt unb ließ bie verfchiebenen Uniformierungen ber deutschen Polizei besonders gut erkennen.
Am Sonntagmorgen roar auch ber Lautsprecherwagen ber Polizei schon unterwegs, der sonst der Verkehrserziehung bient. Nun aber erklangen aus ihm weithin hörbar ©olbatenlieber ber Gegenwart unb auch einige Schlagerlieber. Am gestrigen Sonntag würbe bie Sammlung von ben Polizeibeamten eifrig fortgesetzt, auch bann, als die Abzeichen längst alle verkauft waren.
Im „Felsenkeller^.
Der „Tag ber deutschen Polizei" brachte über bie Sammeltätigkeit hinaus auch einige Besichtigungsmöglichkeiten befonberer Art. Da roar es zunächst ber „Felsenkeller" in ber Bahnhofstraße, ber berechtigtem Interesse begegnete. Der Keller, ber als öffentlicher Schutzraum eingerichtet ist, bietet rund 500
Im Wohnzimmer wußte er es so einzurichten, baß er einen Augenblick allein war. Ein gar nicht vorhandener Windstoß warf auch noch bie Tür zu. Kybander war mit zwei Sprüngen bei ben Röhren der Zentralheizung unb riß ein Paar weiße Wilb- Icberhanbschuhe, die ba zum Trocken auflagen, an sich Er steckte sie ein. Sie waren feucht unb rochen nach Benzin, benn bie Heizung war um diese Iah- reszeit nicht mehr in Betrieb. Man hatte bie Handschuhe dorthin nur aus ber Hanb gelegt. Dann öffnete er schleunigst wieder die Tür.
Frau Henriette sah ihn mißtrauisch an, sagte aber nichts. „Noch etwas?", fragte sie nach einer Pause.
„Nein, erledigt", antwortete Kybander, „ich danke Ihnen. Den Revolver nehme ich mit."
„Warum?" fragte Gerhart Carlottt noch immer
schloß er feine Ansprache mit der Aufforderung zu aller Pflichterfüllung in ber nun bevorstehenden vormilitärischen Ausbilbung.
Obersturmführer Erb
als ftelloertretenber Führer ber SA.-Stanbarte 116 sprach anschließenb zu ben angetretenen Kameraden über bie praktische Form ber Durchführung ber vormilitärischen Ausbilbung. Er wies barauf hin, baß es gelte, bie Kameraben im Kleinkaliber, schießen auszubilben, sie in bas Gelänbe zu führen um sie „gelänbegängig" zu machen, sie aber auch weltanschaulich auszurichten. Er forberte zu pünktlichem unb regelmäßigem Antreten zum Dienst auf unb betonte, baß von niemanben Unbilliges verlangt werbe, unb baß jebe mögliche Rücksicht bar- auf genommen werbe, paß bie angetretenen Kameraden auch beruflich stark in Anspruch genommen seien. Er überwies fobann bie angetretenen
Liegestätten, deren Strohsäcke mit blenbenb weißem Leinen bezogen sinb. Die Rettungsstation muß möglichst von all ben Volksgenossen passiert werben, bie burd) einen feinblichen Angriff zu Schaben gekommen sinb. Erst nach ber Behanblung in bieser Rettungsstelle können bie Geschäbigten einer Klinik zur weiteren Behanblung überwiesen werben. Bei ber Besichtigung bieser mobern ausge- statteten Rettungsstation würben ben Besuchern von fachmännischer Seite eingehenbeOErläuterungen zuteil.
Technische Tiothilfe zeigt Modelle.
Mit großem Interesse verbiente auch bie Ausstellung ber Technischen Nothilfe betrachtet zu werben, bie auf Tischen im Alten Rathaus am Marktplatz aufgebaut roar. Aus minutiöser Kleinarbeit waren bort Mobelle von verfchiebenen Brückenkonstruktionen gezeigt, bie maßstäblich gerecht geschaffen waren unb erkennen ließen, mit welcher Hingabe unb Liebe man sich bei ber Technischen Notyilfe ben Aufgaben für ben Ernstfall roibmet.
Wohl kaum ein Volksgenosse, ber alle diese genannten Einrichtungen besichtigte, dürfte sich ber Bitte um eine Spenbe für bas Kriegswinterhilfswerk verschlossen haben. Jebermann wirb aber auch mit Anerkennung ber Männer unb Frauen gebucht haben, beren Arbeitsergebnis hier zu sehen war.
Das Sammelergebnis aus ber Stabt Gießen liegt bis jetzt noch nicht vor; es roirb erst im Laufe bes heutigen Tages endgültig festgestellt. Nach allen Beobachtungen beim Verlauf ber Sammlung kann man aber jetzt schon bie erfreuliche Feststellung machen, baß auch unsere Gießener Polizei zweifel- los ein gutes Ergebnis ihrer Bemühungen melben kann unb in bem Erfolg bes Sammelwerks bi^ enge unb vertrauensvolle Derbunbenheit ber Gießener Bevölkerung mit ber Polizei erneut eine ein« brucksvolle Bekunbung erfahren wirb.
3m Landkreis Gießen 11668,20»
Die Sammlung der Gendarmeriebeamten des Landkreises Gießen, der ff, des NSKK. und der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Gießen anläßlich des „Tages der Deutschen Polizei" erbrachte nach ben bisherigen Feststellungen bas stattliche Oefamtergebnisoon 11668,20RM. Dieser Betrag setzt sich im einzelnen wie folgt zusammen: Sonberspenben ber (Senbarmeriebeamten unb Bürgermeister bes Lanbkreises Gießen 703,50 RM., Sonberspenbe ber Angehörigen ber Freiwilligen Feuerwehren bes Lanbkreises Gießen 1842,65 RM., Erlös aus bem Verkauf ber Spenbenabzeichen 3200 RM., sonstige Spenben 5922,05 RM. Ebenso wie in ber Stabt Gießen gebührt auch allen Spendern und Sammlern im Landkreis Gießen volle Anerkennung für ihre Opferfreudigkeit und ihren tat- frohen Einsatz.
Der Gauleiter ehtt die kinderreichen Familien.
Frankfurt a. M., 18. Febr. Der Landesverband Hessen-Nassau des Reichsbundes der Kinderreichen hat einen Aufstieg genommen, ber ihn in bie Reihe ber lebendigsten Träger der bevölkerungspolitischen Arbeit gebracht hat. Die Krönung dieser zielbewußten Arbeit am Lebenswillen unseres Volkes ist bie Ehrenbuch-Erstausgabe des (Sippen- werttgkeitsbokuments für Vater, Mutter unb Kind.
„Ehrenbuch für bie deutsche kinderreiche Familie", bas Gauleiter Sprenger im Saalbau an bie erbtüchtigen kinberreichen Familien, bie hier versammelt werden konnten, symbolisch für das gesamte Gaugebiet erstmalig verliehen hat.
Während das Ehrenkreuz nur die Mutter aus-


