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Aus alter Welt

Gedenket der hungernden Vögel!

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Hotellerie auszuharren bis zu einer glücklichen Wen­dung der Dinge, d. h. bis zu dem Augenblick, wo die Grenzen sich wieder öffnen und d-er Strom der Fremden sich, so wie man allgemein hofft, wieder aufs Neue in die Schweiz, das Hotel Europas er­gießt.

städte im Schnee" kommt, sieht es als Ehre an, sich

einzutragen und achtet darauf, es in aller Genauig- Wie es heißt, ist die Strandung daraus zurück- keit zu tun. Sind es doch meist Schweizer und zuführen, daß die Leuchtfeuer an der Küste über- durch ihre Reise in den Schnee tun sie ein natio- eist waren und insolgevessen ein falscher Kurs ein- I nales Werk: Sie ermöglichen so der schweizerischen j geschlagen wurde.__

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Hamm, 18. Jan. (DNB.) Die Juuizpressestelle des Oberbandesgerichts Hamm teilt mit: Am 16. Ja­nuar ist der am 5. März 1907 in Dortmund gebo­rene Kurt Schroeder hingerichtet worden, der vom Sondergericht in Dortmund am 6. Dezember 1939 auf Grund der Verordnung gegen Volksschäd­linge vom 5. 9.1939 zum Tode und dauernden Ehr­verlust verurteilt worden war. Schroeder ein schwer vorbestrafter Verbrecher, gegen den bereits die Sicherungsverwahrung angeordnet war, hatte nach einem Ausbruch aus der Strafanstalt zahlreiche Ein­brüche unter Ausnutzung der Dunkelheit begangen.

Einsturz fordert drei Todesopfer.

Bei Erd arbeiten in Käfertal bei Mannheim er­eignete sich eine schweres Unglück, das drei Todes­opfer forderte. Einstürzende Erdmassen begruben fünf Arbeiter unter sich. Trotz sofortiger Bergungs­maßnahmen, die bis zum Einbruch der Dunkelheit dauerten, konnten drei Verschüttete nur als Tote geborgen werden, zwei weitere erlitten Verletzungen leichterer Natur.

Schiffsuntergänge an der norwegischen und dänischen Küste.

Kopenhagen, 19. Januar. (DNB.) Der däni­sche DampferOlga", der mit einer Zellulose­ladung von Schweden nach Spanien unterwegs war, ist am Donnerstagmorgen an der norwegi­schen Küste bei Halkardsholm südwestlich von Torungen nach der Ausfahrt von Arendal auf Fels­grund gelaufen und nach kurzer Zeit gekentert und gesunken. Die 17 Mann der Besatzung konn­ten sich in den beiden Booten des Dampfers an

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hingerichtet.

Berlin, 18. Januar. (DNB.) Am 18. Januar 1940 ist der am 4. April 1920 in Schweinfurt ge­borene Hans Nickel hingerichtet worden. Nickel ist vom Sondergericht Bamberg wegen dreier Ver­brechen gegen die Verordnung gegen Dolksschäd- linge zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden. Der Ver­urteilte, ein vielfach vorbestrafter unverbesserlicher Gewohnheitsverbrecher hat am 21. November 1939 in Schweinfurt unter Ausnutzung der Verdunkelung Diebstähle begangen.

die Stadt Nigde, etwa 150 Kilometer nordnordwest­lich von Adana, heimgesucht wurde, lieber 400 Häu­ser sollen zerstört, sowie 50 Personen getötet und 160 verletzt worden sein.

Dynamitexplosion beim Tunnelbau.

Durch die Explosion einer Dynamitkassette wur­den am Mittwochmorgen sechs Arbeiter, die bei einem Tunnelbau in der Nähe von Subiaco bei Rom beschäftigt waren, getötet.

Schnelles Wachstum der Stadt Rom.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Rom noch in diesem Jahre wieder den Höchststand der Be­völkerungsziffer erreichen, den die Stadt zur Zeit des Kaisers A u g u st u s aufzuweisen hatte, nämlich 1336 680 Einwohner. Am 1. Januar 1939 waren es noch 1 280 000; berücksichtigt man, daß die jährliche Bevölkerungszunahme bisher durchschnitt­lich 40 000 Seelen ausmachte, so erscheint die von den Behörden ausgesprochene Erwartung fast wie eine Gewißheit. Seit 1931, dem Jahre, in dem Rom die Millionengrenze überschritt, ist die ewige Stadt zugleich auch die volkreich st e Italiens. Das war nicht immer so. Zu Beginn des vorigen Jahrhun­derts war Rom nur die dritte unter den großen Städten Italiens mit etwa 200 000 Einwohnern, deren Zahl sich unter der französischen Fremdherr­schaft noch erheblich verminderte. An erster Stelle standen damals Neapel und Palermo. Nach Rom folgte damals Venedig mit 140 000 Seelen vor Mailand, Turin und Genua. 1871 war . immer noch Neapel die größte Stadt, Mailand die zweite und Rom die dritte; dazu kamen Genua und Turin als Städte mit mehr als einer halben Mil­lion Einwohner. Zusammengenommen stellen diese fünf Städte auch heute 11 v. H. aller Bewohner Italiens. Bei der letzten Zählung befanden sich 38 v. H. aller Italien besuchenden Fremden in die­sen fünf Städten, in denen auch mehr als die Hälfte aller italienischen Studenten eingeschrieben und 76 v. H. aller Aktienkapitalien angegeben waren.

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die sich aus Diplomlandwirten, aus Lehrerinnen der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde und tech­nischen Kräften zusammensetzen. Auf den einzelnen Berater kommen rund 800 Betriebe. Die allgemeine Wirtschaftsberatung wird auch im günstigsten Falle immer eine Vielzahl von Bauernbetrieben zu be­raten haben. Nicht die Zahl der Berat^ngskräfte ist entscheidend, sondern die Tatsache, daß die Förde­rung der landwirtschaftlichen Erzeugung vom Be­triebsleiter selbst abhängt. Aufgabe der Beratung ist es, Anregungen zu geben und den Bauern undl Landwirten unermüdlich bei ihrer schweren Arbeit zur Seite zu stehen. Um die Einzelberatung stärkers in den Vordergrund stellen zu können, wurden die ehrenamtlichen Hofberater geschaffen. Ein weiterer Mitarbeiter ist der landwirtschaftliche Berufsschullehrer. Durch den geplanten Ausbau des ländlichen Berufsschulwesens werden demnächst in jedem Kreise mehrere solcher Kräfte vorhanden sein, die der allgemeinen Wirtschaftsberatung zur Ver­fügung stehen. Daneben hat der Reichsnährstand eine große Zahl von Spezialberatungs­stellen geschaffen. So werden zur Durchführung der Milchleistungskontrolle über 10 000 Kräfte be­nötigt. Die tierzüchterischen Fragen werden durch 170 Tierzuchtämter wahrgenommen. Iw ähnlicher Weise stehen für alle Zweige der Land­wirtschaft Sonderberater zur Verfügung.

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Schnee im Engadin

Von unserem C A.-Korrespondenten

die Befürchtungen Europas nicht eintreffen werden. Diese Entwicklung des Weichandels mag manchen, vor allem dem jüdischen Weltbankier nicht liegen. Sie wird sich aber zwangsläufig aus dem wirt- fchaMchen Umdenken ergeben, das wie es sich heute in der Praxis schon bewährt hat nicht mehr mit Geld und Gold, sondern nur noch

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder i. 23.: Ernst Blumschein; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 vom 1. Dezember 1939 gültig.

Land retten.

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Don Fumminge an der Süd l üste von Laaland wurde am Donnerstag ein Schiffsunglück beobach­tet, über dessen Umfang noch nähere Angaben feh­len. Nach Augenzeugenberichten ist ein Dreimast- schoner, der mittwegs zwischen Laaland und Feh­marn fuhr, in den Eisstauungen des Fchmam- Beltes zerdrückt worden. Die Beobachter meinen, gesehen zu Haden, wie der Achtersteven des Schiffes plötzlich in die Höhe gehoben wurde und der Scho­ner in wenigen Sekunden unter der Meeresober­fläche verschwand. Die PoGzeistationen in Roedby und Nakskov alarmierten die dänische Marine- lstation in Nyborg, von der sofort Maßnahmen zur Hilfeleistung ergriffen wurden. Ueber das Ergebnis list bisher nichts bekannt geworden.

I Byrds Südpolexpedition in der Watfischbucht.

I Wie aus einem Funkbericht an das USA.-Manne- Iministerium hervorgeht, sind die beiden Schiffe der «Südpolexpedition des Admirals Byrd in der Wal­fischbucht eingetroffen. Oeftlich von Klein-Amerika wurde bereits mit der Ausladung und der Errich­tung des Lagers begonnen.

Reue Erdstöße in Sud-Anatolien.

400 Häuser zerstört, 50 Tote, 160 Verletzte.

Rom , 18. Jan. (Europapreß.) In der Nacht zum iDonnerstag ereigneten sich in Süd-Anatolien zwei Ineue heftige Erdstöße, von denen besonders schwer

Waren und Arbeit rechnet.

Die Gauwutschastsberater der NSDAP, tagten.

Berlin, 18. San. (DNB.) Unter dem Vorsitz von Reichsleiter B o u h l e r fand gestern im großen Saal des Reichsluftfahrtministeriums eine Zusam­menkunft der Gauwirtschaftsberater der NSDAP, statt, bei der aktuelle Wirtschaftsfragen besprochen wurden.

Wirlschastsberatung für den Bauern.

Für die Erzeugungsschlacht ist die Wirtschaftsbe­ratung auf dem Lande von großer Bedeutung. Dank der Arbeit des Reichsnährstandes kann diese Be­ratung heute bis an das letzte Dorf herangetragen werden. Gegenwärtig stehen für die allgemeine Wirtschaftsberatung 5660 Kräfte zur Verfügung,

Genf, Januar 1940.

Wenn am blauen Leman sich die schwarzen Wasserhühner, die Akrobaten unter den Wasser­vögeln, eingestellt haben, auf dem nahen Jura die Schneedecke mehr und mehr dem Tale zuwächst und im Tessin noch eine frühlingslinde Sonne Unent­wegte zum Bade im See einladet, liegt das Engadin schon unter dicker, weicher Schneewatte. Einige Wochen lang haben sich die Schneemetro­polen des Engadins auf die Wintersonne vorberei­tet. Jetzt gelten die Wintersport-Eintrittskarten auf den Eisenbahnen und letzter und größter Schick in den großen Schweizer Städten ist, Sonntag um Sonntag in die strahlende Hochgebirgssonne zu ent­fliehen und gleichzeitig der notleidenden Berg- Hotellerie, die mehr denn je die Fremden vermißt, zu Hilfe zu kommen. Früher waren die Riesenhotel- kästen von St. Moritz, Pontresina, Arosa ufw. um die Jahreswende schon überfüllt. Dieses Jahr ist es stiller. Dieganz große" Kundschaft fehlt und damit auch der Glanz, welchen die internationalen Gäste dem bunten Getriebe der Wintersportplätze im Engadin gaben. Auf den mit weicher Watte über­zogenen Hängen ist das Bild allerdings noch wie ehedem. Auf dem klassischen Schifeld von St. Moritz und an vielen anderen Sportplätzen lassen sich der rundliche Herr Meyer und die stattliche Frau Mutzig per Seilbahn und Schilift auf 2500 Meter Höhe tragen, schnallen sich hier unter Aechzen und Stöh­nen die langen Bretter fest.

Dazwischen trifft man auch zahllose Schneehäs­chen, die in unerhörten Verdrehungen am Steilhang kleben und deren Herzklopfen die Murmeltiere aus dem Winterschlaf wecken könnte. Dies find die prä­destinierten Unfall-Teufel. Selbst für diese kläglichen Opfer ist gesorgt. Periodisch fegt die Schikontrolle über die Hänge; flotte, braune Gesellen, um den Arm die 808-Binde, die wie zum Trost überstickt ist von der fröhlich ein Auge zublinzelnden St. Mo- ritzer Sonne. Aber auch der hinkende Sportler ist ein Held, wenn er, von mitfühlenden Blicken ver­folgt, über die Schwelle der Chefa Deglia in St. Moritz stolpert.

Die Chesa Deglia ist ein altes Bauernhaus, aus- geschmückt mit herrlichen Raritäten echt romanischer Bauemkunst, das erfinderischer Hotelier-Geist zu neuer Pracht erstehen ließ; heute schlürft man hier Tees und Aperitifs zu einer Tanzkapelle. Endlos sind die Räume, Durchblicke und heimlichen Winkel. Die Bar ist überdeckt von altem Kreuzgewölbe; in der geschwärzten Küche mit dem alten Rauch fang ißt man die herrlichsten romanischen Bauernspeziali­täten.

St. Moritz, Weltstadt im Schnee. Es war die

letzten Jahre vielleicht s ch o n z u viel an Rummel, 1 Hochbetrieb, Mammuthotels, Seilbahnen, Bars, Dancings; selbst mit den weltbekannten Amüsier­straßen der großen europäischen Hauptstädte nah­men es einigeDorfitrasten" an Reklame und Man­nigfaltigkeit der Lokale auf. Dieses Jahr ist es ein wenig ruhiger geworden, wenn man auch den großen Rahmen nach Möglichkeit aufrecht erhält. Aber das laute ausgelassene Treiben fehlt. Es ist alles stiller und auch irgendwie besinnlicher gewor­den. Größte Ueberraschung: die Atmosphäre von St. Moritz hat darunter keineswegs gelitten, im Gegenteil. Dem lauten, fast parven-ühaften Treiben der letzten Jahre ist eine stille und sichere Eleganz gefolgt. Deshalb fehlt es oder keineswegs an all der Kurzweil, die in den Wintersportplätzen auf so nette Art und Weise den Tag in Sonne und Schnee abschließt.

Nach wie vor sind natürlich in St. Moritz und in den anderenschweizerischen Weltstädten im Schnee" einige rauchgeschwängerte Beizen der Einheimischen in Mode. In die setzt sich meist der Kenner und schlürft andächtig und in Ruhe seinenVeltliner". Veltliner im Engadin ist Göttertrank, herbe Alpen- luft mit roter Traube von Italiens Sonne befruch­tet. Und wie unglaublich nahe ist dies schöne Son- nenland für die Italiener! Zwei Stunden Autofahrt tragen den Mailänder übers Wachende zum Winter­sport, und so bevölkert eine ansehnliche Zahl ita­lienischer Sportler dieWeiße Metropole". Was ganz neu ist, ist das Militär. Und das schweizerische schilaufende Militär ist außerordentlich gut. Es stellt die Spitzenklasse der Schiläufer dar und ist in allen Orten gesucht, nicht nur zum Schiläufen, sondern auch zum Tanz.

Derletzte Schrei" der schweizerischen Winter­sportplätze sind diegoldenen Bücher". Ehe­mals hießen sie Fremdenbücher, und manch einem mar es eine Plage ober zu langweilig, und nicht wenigen auch in den internationalen Luxuspalästen unangenehm, sich mit Namen, Anschrift, Geburts­datum usw. dort einzuttagen. Ja, manch ein Schwin­del ist da passiert, wenn sich auch die Polizei durch solche Dinge nicht täuschen ließ. Offiziell druckte sie zwar manchmal ein Auge zu und strich mit Ver­gnügen einer großen Schauspielerin zehn Jahre ab und gab dafür einem hoffnungsvollen Jüngling zehn Jahre dazu:ausgleichende Gerechtigkeit?" Heute ist das alles anders. Jeder, der in eins derWelt-

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Gießen, den 19. Januar 1940.

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SÄX Am Mittwoch, dem 17. Januar 1940, verschied plötzlich unser langjähriges Mitglied, Kamerad Dr.med.GeorgScheerbarth Die Trauerfeier findet am Samstag, dem 20. Januar, 10Vs Uhr vormittags, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. Um zahlreiche Beteiligung bittet

die Führerschaft.

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Eingemummt bis über die Ohren hilft nicht allein. Die kalte Luft trifft trotzdem die Schleimhäute der oberen Atmungsorgane. Aber wenn man dann immer wieder so ein malzbraunes Hustenbonbon, die echten

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