Ausgabe 
19.1.1940
 
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bereiten.

Das phmö

Berlin,

die höheren Schulen, die Berufsschulen 0 Hochschulen, an der Pfleg« des Luftfahrt

und die

Üftfahrtgedankens

durchgesetzt.

Der Be- Der von

Todesfahrt nach England.

Auf Minen gelaufen. - Torpediert und versenkt.

London Northern Castern Rcrttway in einer Ent­fernung von 6 Kilometer vom Unglücksort wurde beschädigt. Auch eine Kirche hat Beschädigungen er­litten. Das Gebiet um die Unglücksstelle wurde so­gleich von Polizei abgesperrt, die das Publikum zurückhielt.

kreis von 20 Meilen mit Spreng stücken besät war. Heber der Stelle, an der die Fabrik lag, war unmittelbar nach den Explosionen eine große Feuersäule zu sehen. Die Erschütterun­gen durch die Explosionen waren derart, daß zahl­reiche Gebäude der Gegend beträchtlich beschädigt wurden. Sogar eine Bahnstation der

gearbeitet und ihn in Zusammenarbeit mit dem NS.-Fliegerkorps und der Luftfahrtindustrie und unter steter Förderung der Luftwaffe in der Iuoend

technischen Aufgaben ausgeschöpft worden. Das NSFK. hat die so begeisterte Jugend in seinen Lagern im Segelflug geschult. In den Luftfahrt-

saüung ist gerettet.

In großer Aufmachung melden die Amsterdamer Blätter den Untergang des norwegischen DampfersFagerheirn" (1590 Brgt.) in der Bucht von Biskaya. Die Blätter berichten, daß der

Schule, in jedem Unterrichtsfach und in jedem Le | Unterrichtsfach gemacht worden, sondern der Luft- bcnsalter ist der Luftfahrtgedanke im Unterricht zu fahrtgedanke hat alle Fächer durchdrunaen. Im pflegen." Das ist der Kerngedanke eines von Reichs-1 Werkunterricht gab es Flugmodellbau als Pflicht­erziehungsminister R u st im Benehmen mit dem ' fach. Weit über eine halbe Million Jungen nahm Reichsminister der Luftfahrt soeben herausgegebenen . letzthin daran teil.

Erlasses über die Pflege der Luftfahrt an -------"..........

den Schulen und Hochschulen, der die in den letzten fünf Jahren gewonnenen reichen Ersah- rungen auf diesem Gebiete zusammenfaßt.

handel ermuntert. Waren in Ländern zu kau­fen. aus denen sie bisher nie bezogen wurden, weil die englischen Händler sie vermutlich in anderen Lrzeugungsgebieten günstiger und ihrer Geschmacksrichtung besser entsprechend erwerben konnten. Ls steht außer allem Zweifel, daß nach der Beendigung des Krieges mit dem Wegfall der staatlichen Subventionen sofort auch diese künstlichen Käufe des britischen Handels in dengewissen" neutralen Ländern Wegfällen würden. Die Leidtragenden der neuen britischen Wethoden würden also sicherlich die neutra­len Wirtschaftskreise sein, die sich seht zu einer Umstellung ihrer Handelsbeziehungen aus England verlocken ließen. Ls ist aber be­reits bekannt, daß die Auswirkungen der briti­schen Pläne heute auch in den neutralen Ländern klar erkannt werden und daß man dort keine große Neigung zum Abschluß anormaler Handelsgeschäfte mit England zeigt. Ueberdies dürfte angesichts der auch von zahl­reichen britischen Stellen eingestandenen schwie­rigen Finanzlage des englischen Staates das Schatzamt in feinen Mitteln für solche künstlichen Kauf- und Derkaufsfubventionen stark be­schränkt sein. Die neutralen Märkte aber wissen genau, daß sie an Deutschland einen natürlichen Handelspartner besitzen, dessen Erhaltung für eine gedeihliche und auf- wärtsslrebende Entwicklung ihres eigenen Wirt-

Der Krieg als Mittel zum Wirtfchastsdiktat

England will die Neutralen zu Nädern seiner Kriegsmaschrne machen.

neutralen Handels und der neutralen Schiffahrt ge­stalten."

England will die Neutralen rmas um Deutschland vollständig u n t e r s e i n w i r t s ch a s b liches Diktat zwingen und sie zu ausfuh- renden Organen seines Wirtschaftsknegsmimste- riums machen, Forderungen, durch deren Annahme sie einfach zu Rädern der britischen Kriegsmaschine würden.

Die zolgen der deutschen Geoenblockade.

Amsterdam, 19. Januar. (DNB. Funkspruch.) Wie der parlamentarische Korrespondent derTi­mes" annimmt, würden die Anforderungen an fre englische Schiffahrt für Kriegszwecke steigen Es sei daher wahrscheinlich,daß man m naher ^ufunft öie unwichtigen Einfuhren prakt'sch s e n - f en müsse, um Frachtraum zu sparen. Außerdem müßte der Schiffsbau erheblich erweitert werden. Damit würden Fragen akut, wie die ob ber 25au von Kriegs- oder Handelsschiffen den Vorrang habe. Außerdem brauche man eine große Anzahl gelernter Arbeiter. Dieses A r b e i t e r p r o b l e m werde wahrscheinlich größere Schwierigkeiten

Englische Pulverfabrik flog in die Lust

Drei Explosionen. Großer Schaden.

21 m ft e r b a m, 18. Ian. (DNB.) Wie Reuter mit* teilt, wurden am Donnerstagvormittag, um 10.45 Uhr, fast gleichzeitig zweiExplosioneninder nördlichen Umgebung von London vernommen. Die Explosionen waren so heftig, daß in den meisten Häusern dieses Bezirkes die Fenster flirrten. Kurz danach bedeckte schwerer Rauch einige Minuten lang

1916 befinde, daß es eine Reihe von Waren bereits rationiert habe und daß vor allem die deutsche Aus­fuhr erheblich gelitten hätte. Die absolute Unwahr­scheinlichkeit derartiger Behauptungen mutzte Sir RonaldCroß eigentlich selbst aufgefallen sein, nachdem er die gewaltig erhöhte LeistungsfLhigkeltder deutschen Wirtschaftsorganisation gegenüber 1914 und bas Vorhandensein zahlreicher offener und von England ungefährdeter Zufuhrmöglichkeiten selbst betont hat. Der Hinweis auf die Rationierung einer Reche von Waren wirkt im Hinblick auf die absolut gleich verlaufende Entwicklung in En Aland geradezu komisch. Aehnlich nebelhaft ist die Be­hauptung von Croß, daß praktisch die gesamte deutsche Ausfuhr, soweit sie mit den Waffen des britischen Wirtschaftskriegsministeriums angegriffen werden könne, zum Stillstand gebracht worden et. Sir Ronald Croß hat dabei den Abgeordneten aber verschwiegen, daß diese Waffen seines Mim- steriums nur einen ganz geringen Bruchteil Der deutschen Ausfuhr zu treffen vermögen, wahrend umgekehrt aus einer Reihe neutraler Lander zahl­reiche anerkennende Pressestimmen über die unge­störte Fortführung der deutschen Aus­fuhr unD über teilweise sogar erfolgte ö t e t g e - r u ng vorliegen. Es hätte sicherlich viele Engländer mehr interessiert, wenn Croß in der Lage gewesen wäre, ähnlich gewundene Erklärungen über die Entwicklung des britischen Außenhandels abzuge-ben.

Sir Ronald C r o ß hat sich auch nicht gescheut, mit zynischer Offenheit das wahre Ziel Englands bei feinen jetzigen Wirtschaftsverhandlungen nut den Neutralen aufzuzeigen, denn er erklärte: ,JIn|er Ziel ist, um das von Deutschland kontrollierte Gebiet einen Ring zu legen. Je mehr es uns gelingt, diese Sperre von den Seezugängen her auszuuben, um so einfacher und leichter wird sich die Lage des

Schulen und Hochschulen im Dienste der Luftfahrt

Erlaß des NeichSerziehunqsministers Huff.

Deutschlands Vorherrschaft in ber Luft, bie in diesem Kriege täglich bewiesen wird, muß gehalten und weiter ausgebaut werden. Das erfordert nicht nur restlosen Einsatz der For­schung, der Industrie und der Luftwaffe selbst, sondern auch Sicherung eines hochwertigen Nachwuchses, und diese wiederum kann nur auf der Luftfahrtbegeisterung der gesamten Jugend auf- gebaut werden. In seinem Bemühen um die Er­ziehung der deutschen Jugend Aum Wehrgeist hat Reichserziehungsminister R u st deswegen schon vor fünf Jahren in einem der ersten Erlasse, die er nach seiner Ernennung zum Reichsminister überhaupt herausgab, Richtlinien und Einzelanweisungen für die Durchdringung der Schulen mit dem Luftfahrt­gedanken niebergelegt. Seit jenem Erlaß haben alle deutschen Schulen, die Volksschulen nicht minder als

die Gegend. . .

Amtlich wird in London bekanntgegeben, daß sich das Explosionsunglück im Norden Londons in der Pulverfabrik in Waltham Abbey er­eignete und daß dadei fünf Personen getö­tet wurden. Außerdem sind schätzungsweise 50 21 n g e [teilte verletzt worden

Wie jetzt bekannt wirb, erfolgte kurz nach den zwei ersten Explosionen noch eine dritte, bie so heftig war, daß die ganze Gegend in einem Um-

London, 18. Ian. (Europapreß.) Der italienische KohlendampferP r e m u b a" (4727 Brt.) ist im Aermelkanal während eines Sturmes bei Goodwin auf eine Sandbank aufgelaufen. Die Mannschaft konnte nur unter großen Schwierig­keiten gerettet werden. Es besteht Hoffnung, bah das Schiff gerettet werden kann.

Der italienische DampferE r n a n i (6600 Brt.) aus Genua ist an der englischen Küste mit dem LeuchtschiffBrak e", das im Aermelkanal statio­niert ist, zusammengestoßen. Das Leuchtschiff wurde so schwer beschädigt, daß man feinen Untergang befürchtet. Seine Mannschaft konnte gerettet werden.

An der englischen Nordwestküste ist der britische DampferGrazia" (5642 Brt.) infolge einer Ex­plosion kurz nach Verlassen des Hafens ge­sunken. Die Mannschaft ist m Sicherheit.

Der britische DampferC a i r n r o tz" (5500 Brt.) ist in der Nacht zum Donnerstag an der Westküste Englands auf eine Mine gelaufen und gesunken. Die 48 Mann starke Besatzung konnte sich in Sicherheit bringen. _

Der griechische DampferAsteria" (3313 Brt.) ist am Mittwochabend in ber Nordsee auf eine Mine gelaufen und gesunken. Elf Ueberlebenbe und die Leiche eines weiteren Mitgliedes ber 24 Mann starken Besatzung würben in einem Hasen an der Ostküste an Land gebracht. Man befürchtet, daß die übrigen zwölf Mann der Besatzung und ber eng­lische Lotse ums Leben gekommen sind.

Aus Trondheim wird gemeldet, baß ber nor­wegische DampferE n i d" (1800 Brt.) nach einem vom Kapitän erhaltenen Telegramm in ber Nähe der Shetland-Inseln torpediert und ver- senkt wurde. Die aus 17 Mann bestehende Be-

Englands Handelsschiffe sind Krieasfohrrenae.

A m ft e r b a m, 19. Januar. (DNB. Funkspruch.) Ein Sonderkorrespondent desDaily Telegraph gibt eine eindrucksvolle Schilderung, wie Eng­land seine Handelsschiffe bewaffnet und sie damit praktisch zu Kriegsschiffen macht. Der Bcrtreter des Londoner Blattes hat einen Hafen an der Westküste Englands besucht und schreibt darüber, man habe ihm einen Teil ber großen Organisation ber Admiralität gezeigt, um Handelsschiffe zu bewaffnen. Jetzt sei bereits mehr als die Hälfte der H a n d e l s s ch i s f s a h rt ausgerüftet. In dem Hafen, den ber Korrespon­dent besucht hat, haben allein nahezu 400 Schisse ein ober zwei Geschütze auf ihrem Achterdeck gehabt. Viele Schiffe hätte man auch mit Minenschutz- und Vernebelungsappa­raten ausgerüstet. Die Mehrzahl der Schiffe erhielt zwei Geschütze, und zwar 12-cm-Geschütz und ein 7,6-cm-Flak-Geschütz. Die 2ldmiralität übernehme auch die Verstärkung ber Decks. Ebenso bilde sie die Schiffsbebienung aus. Viele erwerbslose Ste­wards seien als Geschützbedienung wieder untergebracht worden.

schaftslebens unerläßlich ist.

Es ist bemerkenswert, daß Sir Ronald Croß in seinen Ausführungen unfreiwillig auch einige Ge­ständnisse über die deutsche Wirtschafts­lage entschlüpft sind, bie von hier aus nur be­stätigt werden können. Er hat sicherlich nichts Fal­sches gesagt, wenn er erklärte, baß in Deutschland die Organisierung ber Wirtschaft schon lange vor dem Kriegsbeginn in Tätigkeit war und daß f ü r Deutschland nur die französische Grenze geschlossen sei, während alle übrigen Nachbarn neutral sind und deshalb bie Zufuhr- Canäle gegenüber 1914 aewaltig z u - genommen hätten. Nach biefen durchaus zu­treffenden Angaben werden es auch manche auf­merksame Hnterhaushörer unverständlich gefunden haben daß Sir Ronald Croß kurz danach mitteilte,------ .

daß sich Deutschland jetzt nach 4V, Monaten Krieg Dampfer durch eine furchtbare Explosion m zwei bereits in einer ähnlichen Wirtschaftsnotlage wie!Stücke zerrissen worden sei und daß man

wieder ouf ichjpfen Kberie.

Kopenhagen, 18.Jan. (DNB.) Der Kurs des englischen Pfundes, der sich m der ver­gangenen Woche etwas erholt hatte, ist wieder ins Rutschen gekommen. Nachdem er schon ge­stern um sechs Oere zurückging, wurde er Donners- taa um weitere fünf Oere niedriger mit 20,46 an­gesetzt.

würdennur die Kriegshetzer Oberhand erhalten, bie ihm Schlappheit und Protzerei mit dem deutsch- französischen Abkommen vorwürfen." Es ist also klar erwiesen, daß weder Bonnet, noch Da- lädier den Mut hatten, den ftanzösischen Jnterefsencl'iquen die nackt« Wahrheit zu sagen und zu ihrem Wort, das Deutschland ge­geben worden war, zu st ehern Das ist die Tragödie der Leute, die klar erkannten, was Frank­reich nottat, die bie Befriedung Europas in der Hand hielten und sie aus Furcht vor den anonymen Mächten Frankreichs verschleuderten. Es ist die Tragödie der Schwachen, durch die Frankreich wie­der einmal ein-m Blutzoll bis zum Versiegen seiner Kraft für bie Briten zahlen sott. Mit anderen Wor­ten: Dalabier brachte Frankreich auf d e np o l n i s ch e n" W e g ! E. S.

Frankreich vreßi neue (Söldner.

Brüssel, 19. Ian. (Europapreß.) Nach einer hn französischen Amtsblatt veröffentlichten Verord­nung sind künftig alle männlichen in Frankreich lebenden Staatenlosen, sowie die bas Asyl- recht genießenden Ausländer im Alter von 20 bis zu 48 Jahren zur militärischen Dienstleistung verpfllchtet. Die Dauer dieser Dienstleistung ist die gleiche wie für Militärpersonen.

Französische Kaufleute gegen England.

Die englische Handelsvolitiksehr lästig".

Amsterdam, 19. Ian. (DNB. Funtspruch.) Be­kanntlich haben England und Frankreich ein Wirtschastsbündnis abgeschlossen, das in London mit großem Triumph begrüßt wurde, in Frankreich aber bald eine deutliche Katerstimmung hervorgerufen hatte. England hatte durch die voll­kommene Zusammenlegung beider Wirtschaften bie französischen Finanzen reibungslos eingesackt oberden Interessen der Zivilisation gebient", wie man solche Geschäfte im Londoner Rundfunk zu nennen pflegt. Es war aber mit seinem Erfolg noch nicht ganz zufrieden, sondern alsbald wandte es begehrliche Blicke nach den Neu- traten, denn es betonte, bah der Beitritt xu dem famosen Abkommen allen offenstehe und daß es wünschenswert wäre, wenn möglichst viele Staa­ten von der Einladung Gebrauch machten.

Nun muß aber selbst ein englisches Wirtschafts- blatt wie bieFinancial Times" zugeben, daß die französischen Kaufleute gegen England erheblich murren, wett sie mit ber englischen Handelspolitik ganz und gar nicht elnoer ft anbett find. Diese Unzufriedenheit fei

Fächern wurden die Flugphysik und bie Chemie der Luftfahrt gelehrt. Im mathematischen Unterricht ist jede Möglichkeit ber Verbindung zu den luftfahri-

Lehrgängen der Gewerbe-, Berufs- und Fachschulen ist eine einzigartige Verbindung von cheorettschem Unterricht, praktischer Werkstattarbeit und fliege­rischer Betätigung betrieben worden Die akademi­schen Fliegergruppen jetzt flugtechnische Fach- gruppen an den Technischen Hochschulen und die Luftfahrtabteilungen der Hochschulinstitute für Leibesübung haben diese Ausgabe und bamit die wissenschaftliche Ausbildung auf dem Gebiete der Hochschule fortgesetzt.

Ein großes lückenloses System zur Begeisterung und Ausbildung unserer Jugend für bie Luftfahrt und insbesondere natürlich für unsere Lustwafft ist also geschaffen worden. Es findet in dem neuen Er- laß seine endgülttge Einordnung in bas deutsche Erziehungs- und Bildunaswesen. In mehreren um­fangreichen Anlagen werden schließlich die allgemei­nen Anweisungen des Erlaßes durch eine Fülle von , Einzelanweisungen und konkreten Beispielen, zum i Beispiel für bie Unterrichtsgestaltung in den xxt*

Berlin, 18. Januar. (DNB.) Der britische Wirtschaftskriegsminister Sir Ronald Croß hat im Unterhaus wieder einmal einen neuen Ueberblirf über bie Tätigkeit und die Aufgaben seines Mini­steriums gegeben und dabei neben früher schon viel­fach behandelten Fragen auch einige neue Gesichts­punkt« gebracht. Zu den besonders interessanten An­gaben bes Ministers gehört die Feststellung, daß England bei den gegen Deutschland gerichteten Konkurrenzkäufen und -Verkäufen in ge­wissen neutralen Ländern zu ganz neuen Methoden hat greifen müssen, da Deutschland, be- onders in den Südoststaaten, seinen Außenhandel eit Jahren auf der Grundlage bes Verrechnung^ und Tauschsystemes betrieben und dadurch einen beträchtlichen Vorsprung gehabt habe. Das bri­tische Schatzamt habe deshalb dem englischen Handel die Preisdifferenz bezahlen müs­sen und sei in dieser Hinsicht immer großzügig gewesen. Dor allem habe England auch gewisse Waren in Ländern gekauft, von denen

5 s i e sonst nie bezogen habe.

Croß haoe damit zugegeben, daß die briti­schen Bemühungen um eine Erweiterung des Handels mit den Südostländern völlig künstlich sind, während Deutschland seit langer Zeit einen auf den natürlichen Lrgän- zungsvoraussehungen sich günstig entwickelnden handel mit diesen Ländern betreibt. Die neuen englischen Methoden bestehen also offenbar darin, daß der britische Staat durch Subven­tionen des Schatzamtes den britischen

auf einer Sitzung der britischen Handelskammer in Paris geäußert worden, der auch französische Mit­glieder der Handelskammer in London beigewohnt hätten. Dabei habe man betont, daß der Großteil der französischen Ausfuhr unter dem NamenLuxusartikel" zusammengefaßt von der Einfuhr nach England gänzlich aus­geschlossen sei. Diese Beschränkungen seien von den französischen Kaufleuten (die Franzosen find ihren Freunden gegenüber höfliche Leute) alssehr lästig" bezeichnet worben. Ueberhaupt, so berichtet bas Blatt weiter, könnten es die Franzosen ein- ach nicht verstehen, warum und wieso 3 m i « ch e n zwei Alliierten, nachdem sie doch ihre Wirtschaftsquetten vorbehaltlos in einen einzigen Topf zusammengeworf«n hätten, Derart tiefgrei­fende Beschränkungen errichtet würden.

Die französischen Kaufleute mögen wohl worüber das Blatt natürlich nicht berichtet an bie guten Zeiten zurückgedacht haben, als noch kein Wirtschaftsbündnis" bestand und die Engländer nicht in ber Lage waren, Die französische Ausfuhr abzudrosseln.

17. Jan. (DNB.)In jeder deutschen! Die Luftfahrt ist dabei nicht zu einem eigenen ►em Unterrichtsfach und in jedem Le> | Unterrichtsfach gemacht worden, sondern der Luft- Unterricht zu fahrtgedanke hat alle Fächer durchdrungen. Im s von Reichs- > Werkunterricht gab es Flugmodellbau als Pflicht- **"»* fr» ' fr«* ith»v öirto halbe Million Jungen nahm In den naturwissenschaftlichen

Krieges geführt worben rft Es ist einfach nicht wahr, daß das französische Bündnis- systme im Osten Euoropas aufrechterhalten werden konnte, nachdem der Weg einer Verständi­gung mit Deutschland von Dalabier in den Oktober­tagen 1938 gewählt worden war. Dieser Weg Der Verständigung wäre der Weg der Ver­nunft gewesen, denn Daladier, Der so besorgt auf Frankreichs leere Wiegen schaut, mußte sich sagen, . daß Deutschland mit seinen 65 Millionen Menschen, : Die heute auf über 80 Millionen angewachsen sind, ein zentraler geopolitischer Block im Herzen Euro­pas ist, Dem als größten Machtfaktor Europas auch ein Frankreich, wenn es frieDliebenb wäre, nicht mehr hemmend in den Weg treten konnte. Die frühere französische Politik gegen Deutschland grün­dete sich auf Die Tatsache, daß das Damals uneinige Deutschland nur unwejentlich volksstärker war als Frankreich. So ermöglichte diese längst überholte Tatsache Die Politik Der Bourbonen unD der Napo­leoniben, aber seit der Begründung der Dritten ftanzösischen Republik im Jahr« 1870 ist Frankreich ins Hintertreffen gelangt; Die Bevölkerungszahl Deutschlands hat sich verdoppelt, seine Energien haben sich ungemein entwickelt. Die Dnnamit dieser Wirklichkeit war offentunDig und ebenso das Schei­tern der Politik eines Clemenceau und PoincarL, die bas Versailler Friedensdiktat auf ewig zu stobt- lifieren versuchte. Diese Erkenntnis von ber Histon- schen Umkehrung aller Dinge, auf denen die fron« zosische Politik der Deutschfeindlichkeit beruhte, war auch im Kreise der D a 1 a d i e r und Genossen weit- verbreitet, und Francois Poncet, der fran­zösische Botschafter in Berlin, trat bei seinem Ab- schied aus Berlin im November 19-38 für eine deutsch-französische Zusammenarbeit ein und nannte bas Netz Der ftanzösischen Mttttar- allianzen, besonders der mit Polen und ber Tsche- cho-Slowakei,Atavismen", also Heber- dleibsek bes Versailler Diktats.

Enbe 1938 Haven bie Franzosen unter Dalabier und Bonnet unzweifelhaft ben Versuch gemacht, sich von diesenAtavismen" zu befreien. Das Abkom­men vom Dezember 1938 zwischen Deutschland und Frankreich war aufgebaut am ber Tatsache, baß friebliche und gutnachbarliche Beziehungen zwischen Deutschland als eines ber wesentlichen Elemente ber Äonfolibierung ber Verhältnisse in Europa" not« roenbig seien. Das war der Sinn ber in Paris unterzeichneten Vereinbarung, und in einer Unter- rebung zwischen Reichsaußenminister von Rib­bentrop am 6. Dezember 1938 und Bonnet tn Paris hatte Ribbentrop befonbers barauf ver- miesen daß Die Versailler Ueberblei-bsel im Osten von Frankreich abgebaut werben müßten, bie Art Der Einkreisungspolitik gegen Deutschland sei doch ein unerträglicher Zustand. Bonnet erwiderte Darauf,baß sich die Verhältnisie seit München ja in biefer Hinsicht grundlegend geändert hatten . Das heißt, baß Frankreich auf feine Ver­sailler Interessen im Osten verzich- t e t e. So war auch bie einbeutige Marseiller Er­klärung bes französischen Ministerprä'sibenten Da­labier vom 27. Oktober aittgesaßt worben: Frankreich verzichtet auf alle Versailles-Illusionen und wendet sich ber neuen Wirklichkeitspolitik zu.

Woher kam Der Umfall, Der Wortbruch Frankreichs; dieser Rückfall in eine Politik, Die Frankreich bereits während bes Weltkrieges mit Dem Verlust Der Blüte seiner Jugend, von andert­halb Millionen Toten, bezahlt hat? Dafür sind Drei Gründe maßgebend: Der Einfluß bes perfiben Albion, die sture Widersetzlichkeit ber Beamten­schaft bes ftanzösischen Auswärtigen Amtes unb Der destruktive Einfluß Der freimaurerisch-Milchen ftanzösischen Presse. Immer stärker traten diese drei Faktoren in Erscheinung; verzweifelt versuchte Bonnet, sich Demgegenüber burchzufetzen. In feiner Rede in Der Kammer vom 26. Januar 1939 machte er ber innerpolitischen französischen Opposition er­hebliche Zugeständnisse, aber er betonte Dem deut­schen Botschafter in Paris gegenüber, biese Zu- geftänbniffe seiennur für ben inneren Gebrauch" bestimmt gewesen. Noch am 18. Februar 1939 be­richtete ber deutsche Botschafter Graf Welczeck, Bonnet habe bestritten, daß ein Umfall vorliege, aber mehr könne man von ihm nicht verlangen, denn wenn er in Der Kammer affen spräche, Dann

keine Zeit gehabt habe, Notsignale auszusenden, griechische DampferIris" habe einen Teil Der satzung gerettet und in Vigo an Land gesetzt, norwegische Dampfer habe sich auf ber Fahrt Afrika nach Englanb befunben.

DieDucheß of Y o r k", die der Camrdian Pacific Line gehört und 20 021 Brgt. groß ist, lief beschädigt in einen englischen Hafen ein. Das Schiff war angeblich auf eine Sandbank gelaufen. Es mußte in ein Dock gebracht werden.

Der italienische DampferFidel itas hot un­weit von Kap Hatteras Notsignale gegeben. Das Schiff hat Steuerhavarie erlitten.

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