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Kopenhagen, Januar 1940.
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Deutschen Reiches nicht zu uereiiibarcnbc Provokation seitens Polens mit dem s o s o r t i g e n deutschen Vormarsch und der Vernichtung der polnischen Armee l'eanlwortcl werden würde.
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stehen.
3u dieser Politik der französischen Negierung habe ich folgendes zu bemerken:
1. Deutschland mufz. ebenso wie es sich niemals in vitale französische Jnleressensphären eingemischt hat, eine Einmischung Frankreichs in seine vitalen Interessensphären mit aller Entschiedenheit ein für allemal ab lehn en. Die Gestaltung des Verhältnisses Deutschlands zu seinen östlichen Rachbarn berührt keinerlei französische Interessen, sondern ist ureigenste Angelegenheit der deutschen Politik.
Die Reichsregierung sieht sich daher nicht in der Lage, Fragen der deutsch-polnischen Beziehungen mit der französischen Regierung zu erörtern oder dieser gar das Recht zu einer Einflufznahme auf Fragen zuzugestehen, die mit der zukünftigen Gestaltung des Schicksals der deutschen Stadt Danzig Zusammenhängen.
2. Zu Ihrer persönlichen Orientierung über den deutschen Standpunkt in der polnischen Frage will ich aber solgendes sagen: Die polnische Regierung Hal das hi sl arische einmalige Angebot des Führers zur Regelung der Danziger Frage und zur endgültigen Konsolidierung der deutsch-polnischen Beziehungen mil Kriegsdrohungen beanlwortel, die man nur als seltsam bezeichnen kann. Es ist im Augenblick nicht zu erkennen, ob die polnische Regierung diese eigenartige Einstellung revidieren und zur Vernunft zurückkehren wird. Solange sie aber bei dieser unvernünstigen Haltung bleibt, kann dazu nur gesagt werden, dafz jede Verletzung Danziger Bodens durch Polen oder eine mit dem Ansehen des
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klärung und bei Gelegenheit ihrer Unterzeichnung ftattgefunden haben, bestand vielmehr volle Klarheit darüber, dah sich der Vorbehalt auf das besondere Freundsck-aftsverhältnis Frankreichs zu E n g l a n d und Deutschlands zu Italien bezöge.
Insbesondere haben wir bei unseren Besprechun° aen am «. Dezember 1938 in Paris überein hm- wend die Respektierung der beider sei- tigen vitalen Interessen als Voraus- etzung und als Grundsatz der künftigen Entwicklung guter deutsch-französischer Beziehungen fet- gestellt. Dabei habe ich ausdrücklich auf Osteuropa als deutsche Interessensphäre hin gewiesen, und Sie haben — gunz im Gegensatz zu der Behauptung in Ihrer Notiz — damals Ihrerseits betont, daß sich in der Einstellung Frankreichs zu den osteuropäischen Fragen seit der Kon- ferenz von München ein grundsätzlicher Wandel vollzogen habe. .
Mit diesem von uns Anfang Dezember festgeslell- ten Standpunkt steht es in direktem Gegensatz daß Frankreich den g r o ß z ü g i g e n B o r s ch l a g d e s Führers an Polen zur Regelung der Danziger Frage und die etwas .eigenartige polnische Reaktion zum Anlaß genommen hat, mit Polen neue, verstärkte Bindungen flehen Deutschland einzugehen. Am Schluß Ihrer Notiz werden diese Bindungen dahin charakterisiert, daß jedes militärische Eingreifen Polens bei einer Veränderung des Status quo in Danzig Frankreich veranlassen würde, Polen sofort militärisch beizu-
Neuische Aufklärer über (Schottland.
Der Heeresbericht vom Donnerstag.
Berlin, 18. Ian. (DRV.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Die Luftwaffe führte neben G r e n ) ü b e r - wachnngsflügen an der Westfront A u f - klärungsflüge über der schottischen K ü st e durch.
Dänemark unter britischem Würgegriff
Don unserem Dr. O.-Korrespondenten.
gegenüber den kleineren Nationen gar nicht anders zu erwarten war: England weigerte sich zunächst ganz energisch. Gleichzeitig aber zeigten die britischen Rationierungsmaßnahmen für Butter und Speck, daß auch mengenmäßig in Zukunft mit geringerem Absatz nach England gerechnet werden muß. Nach langwierigen Verhandlungen in London ist es dann einer dänischen Handelsabordnung gelungen, vorläufig eine gewisse Erhöhung der wichtigsten Preise durchzusetzen. Trotzdem bleibt immer noch der unhaltbare Zustand bestehen, daß die dänische Landwirtschaft ihre Erzeugnisse an Eng- land z u u n t e r d e n G e st e h u n g s k o st e n liegenden Preisen liefern muß, fo daß die Regierung gezwungen ist, nach wie vor mit Subventionen einzuspringen. Bei ver Abwärtsentwicklung des englischen Pfundes wird diese Lage naturgemäß sich nicht bessern, sondern eher noch verschlechtern, darüber hinaus hat auch die weitere englische An- kündigung, wonach die Speckeinfuhr au 9 Kanada verdoppelt werden fall, in Dänemark die schwärzesten Befürchtungen ausgelöst. Ein weiterer Ausbau des Warenaustausches zwischen England und feinen Dominions, wie er schon vor dem Kriege zum Schaden der neutralen Geschäfts- Partner Englands angestrebt wurde und während des Krieges naturgemäß noch erheblich gefördert werden wird, muß die Lebensgrundlage der dänischen Landwirtschaft, jedenfalls bei ihrer gegenwärtigen Struktur, aufs schwerste gefährden.
Dao französische Gelbbuch hatte zur Unterstützung des französischen Blaubuches eine Auswahl von zurechtgestutzten Dokumenten gebracht, die ein völlig falsches und bewußt verlogenes Bild der Umstände gaben, unter denen Frankreich Deutschland den Krieg erklärte. 11. a. wurde versucht, den Nachweis zu führen, daß Frankreich nur unter ganz bestimmten Umständen die Münchener Politik mitgemacht habe, daß „unter Voraussetzung der Aufrechterhaltung des französischen Bündnissystems in Osteuropa Bonnet, der damals Außenminister war, die Politik betrieben hätte, die vom Ministerpräsidenten Da- lädier auf dem radikalsozialistischen Parteitag in Marseille im Oktober 1938 im Sinne der Münchener Aussprache dahin umrissen wurde: „Ich habe meinen Weg gewählt." Amtlich wird von deutfä>er Seite unter Veröffentlichung der entsprechenden Dokumente gezeigt, daß dieser Zweck des französis.chen Gelbbuches, Frankreich weiß zu waschen, völlig ver- fehlt, ja, daß Frankreichs W 0 r t b r u ch 0 f - f e n k u n d i g e Tatsache ist und um fo schwerer ins Gewicht fällt, als keine klare und vernünftige Begründung für diesen Umfall und die Rückkehr Frankreichs zur traditionellen antideutschen Haßpolitik gegeben waren. Dieser Nachweis ist so dokumentarisch belegt, daß danach das französische Gelbbuch als Ausfluß des schlechten G.ewis- ,ena D «lädier» und der einen gewertet werden muß. Einer rückschauenden Geschichtsbetrachtung wird es in späterer Zeit noch deutlicher sein, wie Frankreich durch Daladier von seinem klaren Weg der Vernunft in den Blutsumpf des jetzigen
Frankreich wollte den Krieg gegen Deutschland
Eindeutige Klarstellung in einem Briefe Ribbentrops an Bonnet.
Berlin, 18. Ian. (DNB.) Amtlich wird verlautbart: (Zweite amtliche deutsche Veröffentlichung zum französischen Gelbbuch): Wie vor kurzem durch die Veröffentlichung von Urkundenmaterial über den Besuch des Reichsauhenm'.ni- sters von Ribbentrop in Paris im Dezember 1938 nachgewiesen worden ist, schien im Winter 1938/39 feit langen Jahren zum ersten Male die Voraussetzung für eine wirkliche und dauernde deutsch-französische Entspannung gegeben zu sein. Trotz innerpolitischer Widerstände mannig- facher Art ist die französische Negierung bis in den März 1939 von ihrer neuen realistischen Politik nicht offen abgewichen. Erst die seit dem 17. Marz 1939 zum politischen Programm erhobene englische Einkreisungsp 0 litik hat die Hofs- nnngsoollen Ansätze zu einer beutsch-frän- zösischen Verständigung zerstört
Es zeigte sich sofort, daß die franzosrsche Außen- Politik jede Selbständigkeit verloren hatte. Frank, reich hatte bereits im Frühjahr 1939 durch seine aktive Teilnahme an der antideutschen Einkretsungs- politik der deutsch-französischenErklärung die Grund- läge entzogen. Trotzdem ist der französtsche Außenminister Mitte Juli 1939 nochmals von maßgebendster deutscher Seite auf seinen politischen Kurswechsel festgenagelt und auf die verhängnisvollen Folgen der Polen gegebenen Blankovoll, macht hingewiesen worden. r, C1
Am 1. Juli war dem deutschen Botschafter vom französischen Außenminister eine schriftliche Notiz zur Weiterleitung an Reichsaußenminister von Rlb- benttop übergeben worden. Hierin hatte Bonnet behauptet, daß im deutsch-französischen Abkommen ein Vorbehalt hinsichtlich der fortdauernden Geltung des französisch-polnischen Bündnisses ent- halten sei und gleichzeitig erklärt, daß Frankreich fest entschlossen sei, die Bolen gegebenen Der- sprechungen unter allen Umstanden einzulosen.
Der Reichsaußenminister beantwortete diese französische Drohung mit dem folgenden ; Schreiben an den französischen Außenminister.
In der Rundfunkansprache, die der dänische Btaatsminister S t a u n i n g am Vorabend des -neuen Jahres hielt, forderte er im Hinblick auf die müßen politische Lage alle Kreise der Bevölkerung lauf, Einigkeit zu halten und insbesondere da- für zu arbeiten, daß das Wirtschaftsleben Les Landes möglichst in vollem Umfange aufrecht- Eine solche Aufforderung hätte zwar jedes andere neutrale Land passen
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Persönlich. Fuscht, den 13. Juli 1939.
Sehr geehrter Herr Bonnet.
<öi< haben ®raf Wclczeck am 1. Juli eine für mich bestimmte persönliche Notiz übergeben, deren Inhalt es nunmehr auch nur zur chiacht,
Eurer Exzellenz klar und unmißverständlich die Einstellung der deutschen Regierung zu den deutfch- ranzösifchen Beziehungen im allgemeinen und zu der Danziger Frage im besonderen dekannt-
deutsche und die französische Regierung haben am 6. Dezember 1938 eine Erklärung unterzeichnet wonach sie feierlich die zwischen Deutschland und Frankreich bestehenden Grenzen als endgültig anerkennen und wonach sie alle ihre graste ein fetzen wollen, um friedliche und gutnachbarliche Beziehungen zwischen den beiden Ländern sicherzustellen. Diese Erklärung war auf feiten der Reichsregrerung die logische Folge der von ihr feit ber Machtuber, nähme konsequent verfolgten Politik der Verständigung mit Frankreich, einer' Politik, an der sie grundsätzlich auch heute noch festhalten ^Was Ihre Bemerkunug über den in dem Artikel 111 der deutsch-französkschen Erklärung ausge- nommenen Vorbehalt bezüglich der besonderen Be- Ziehungen Deutschlands und Frankreichs zu dritten Mächten anlangt, so trifft es keines- we g s z u , daß dieser Vorbehalt eine Anerkennung besonderer Beziehungen Frankreichs zu Polen in fid^ 1^0 Besprechungen, &ie in Berlin und
Paris bei den Vorverhandlungen über die Er-
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3. Die bereits erwähnte, im Schlußsatz Ihrer Rotiz enthaltene Festslellung würde nach ihrem Wortlaut bedeuten, daß Frankreich Polen das Recht zugesteht, sich jeder beliebigen Aendernng des status quo in Danzig militärisch zu widersetzen und daß, wenn Deutschland eine solche Vergewaltigung deutscher Interessen nicht duldet, Frankreich Deutschland angrei- f e n will.
Sollte dies tatsächlich der Sinn der französischen Politik sein, so müßte ich Sie bitten, zur Kenntnis zu nehmen, daß solche Drohungen den Führer in seinem Entschluß, die deutschen Interessen mit allen ihm zur verstigung stehenden Mitteln wahrzunehmen, nur noch bestärken würden. Der Führer hat immer die deutsch- sranzüsische Verständigung gewünscht und einen nochmaligen Krieg zwischen den beiden Ländern, die durch keinerlei vitale Interessengegensätze mehr getrennt werden, als Wahnsinn bezeichnet. Liegen die Dinge aber so, daß d i e französische Regierung den Krieg will, so wird sie Deutschland jederzeit bereit sinden. Die Verantwortung für einen solchen Krieg würde dann ausschließlich die französische Regierung vor ihrem Volk und vor der Welt zu tragen haben.
Angesichts der angenehmen persönlichen Beziehungen, die ich mit Eurer Exzellenz gelegentlich der Unterzeichnung der Erklärung vom 6. Dezember 1938 aufnehmen konnte, bedauere ich, baß Ihre Notiz mich zu dieser Erwiderung gezwungen hat. Ich möchte die Hoffnuna nicht aufgeben, baß letzten Endes doch noch die Vernunft obsiegen und das französische Volk erkennen wirb, wo feine wahren Interesten liegen. Nachbem ich mich seit über 20 Jahren für die deutschstranzösische Verständigung eingefetzt habe, würde bas auch für mich persönlich die Erfüllung eines aufrichtig empfundenen Wunsches sein.
Mit den besten Empfehlungen Ihr sehr ergebener Joachim von Ribbentrop.
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Frankreich ist also im Juli, noch ehe die polnisästm Provokationen ihren Höhepunkt erreicht hatten, ein« dringlich vor den Folgen der von England gewoll- ten aggressiven Haltung Polens gewarnt morden. Es wurde nicht ber geringste Zweifel darüber ge- lassen daß der dringende Wunsch Deutschlands nach 'Verständigung mit dem westlichen Nachbarn seine natürliche Grenze in der Notwendigkeit ber Wahrung der deutschen Lebensintere sen und des Schutzes des deutschen Volkstums finden mußte. Sollte Frankreich die Einmischung in ureigenste An- gelegenheiten ber deutschen Politik bis ariffskriege treiben, so wurde es Deutschland berent finden, diesen ihm aufgezwungenen Krieg mifzuneh-
Alle biete Warnungen sind in den Wind geschlagen worden. Di« sranzo- jische Regierung i st E n g l a n d b i s zu- lAt «ef olflt. Somit rotrö fit vor ihrem Volk mb vor der Melchichle di- Neranlwormvp dolur ,,I tragen hoben, das, am Ende aller Be
mühungen um den Frieden am Vhem wiederum der Krieg fteht.
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhesfen
vruck und Verlag: vrvhlsche UniverftlSlrdruckerei «.lange in Sietzen. Schriftiettung und «cichüstrftelle: Schulftrafte -
Es ist verständlich, daß man angesichts solcher polnischer" Weq
Entwicklungen auch den schleppenden Verlauf ber //f i f
allgemeinen W i rtsch a ft sverhand l unge n zu denen
eine andere bänische Abordnung, fogar unter Führung des Prinzen Axel von Dänemark, nach London gereift ist, mit erheblichen Bedenken ver- folgt. Zu abschließenden Ergebnissen scheint man dort immer noch nicht gekommen zu sein, was die wirtschaftlichen Besorgnisse noch weiter erhöht. Um so mehr hat die gerade zu Weihnachten bekannt- gewordene Unterzeichnung des deutsch- dänischen Warenabkommens befriedigt, die bewiesen hat, wie eine Abstimmung gerechter beiderseitiger Interessen auch in Krisenzeiten erfol- gen kann, wenn nur ber gute Wille ba.yn vorhanden ist. Daß dieser aber aus britischer Seite offenbar fehlt, beginnt jetzt auch langsam manchem unentwegten Englandfreund zu bdinmern.
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für je s »rhalten bleibe. < d)fen37'J ebenso gut auf jedes andere neutrale . ..
16 bin Können, sie hat aber in Dänemark jetzt ganz beson- haniU rbere Bedeutung. Wohl fein Land des Nordens wird bis55^ :in solchem Ausmaß von den Folgen des englischen ' u! ^Krieges betroffen wie gerade Dänemark. In keinem iLande des Nordens sind gleichzeitig die inner- irfibiis -politischen Spannungen trotz des außen-- J 10,1 politischen Drucks fo gestiegen wie hier. Während -Schweden durch Hereinnahme ber großen bür- ed)tlid)(llg zgerlichen Parteien in bas Kabinett wenigstens Haus»n -äußerlich eine Sammlungsregierung zustandege- ie uinzustl Sdracht hat, während in Norweaen die Arbeiter. )er am 1 Partei unter mehr ober minber stillschweigender Dul- erhaUnW üdung durch den Bauernbund weiter regiert und fferoerbrext oauch dort schon Koalitionsgespräche anheben, ist hhiech» nman in Dänemark von einer solchen Derstam gteniriij üdigung noch weit entfernt. Jedenfalls haben die feroertroä bbäuerlichen Kreise ihre alte Abneigung gegen die bers «Dia ^Politik der Regierung Stauning nicht aufgegeben, • entfat sondern ihre Opposition womöglich noch verschorft. Mn Nun ist Dänemark allerdings auch etn Land, in ■mm ödem die Lage der Landwirtschaft von aus- — j schlag geb end er Bedeutung für die Gefamtlage und »in weitem Maße auch für die politische Stimmung iift. Der Reisende, der ohne jede Kenntnis der wah- Wu* iren 2;erhöltnifse durchs Land fuhr und bie sauberen, .modern und wohlhabend aussehenden Bauernhöfe öbewunderte, befam schon immer den Eindruck, daß -zumindest auf diesem Gebiet in Dänemark alles in i Ordnung fein müsse. Er wurde in diesem Glauben .noch bestärkt, wenn er immer wieder von den Fort- j schritten reden hörte, die in bezug auf die Moder- inifierung und Rationalifierung der Landwirtschaft .erzielt worden seien, und die Ausstellungen sah, die idjes bemeifen sollten. In Wirklichkeit aber wak es schon während ber ganzen letzten Jahre um Den en Schm ■ Bestand des dänischen Bauerntums sehr schlecht ■’ bestellt. Schon bamal5 gab es Höfe, bie b i s z u
90 v H. verschuldet waren, schon damals mußten viele Bauern ihren Besitz verlassen, wenn - sie die Zinsen ihrer hohen Schulden nicht mehr be- .
zahlen konnten und die Bank im Wege der Zwangsversteigerung einen neuen „Eigentümer' suchte, der sein gutes Geld in dieses nicht mehr lohnende Geschäft zu stecken wagte. Ein „Geschäft" — wenn .auch ein schlechtes! — drohte dieser lebenswichtige Volksstand zu werden, je weiter bie fogenannte Industrialisierung ber L a n bwirisch a s t und ihre weitgehende Spezialisierung auf bestimmte Absatzerfordernisse fortschritt und je großer damit auch ihre A b h ä n g i 0 t e 11 v o n ben .Konjunkturschwankungen bes Weltmarktes wurde. Diese Lage führte auch in Dänemark zu Abwehrorganisationen ber Bauernschaft, zur Verhinderung von Zwangsversteigerungen und zu all den Erfcyeinungen, wie wir sie im Deutschlano der dunklen Jahre vor 1933 erlebten.
So war bie Lage bei Ausbruch bes Krieges. Nun aber wurde sie für die bänische Landwirtschaft geradezu verzweifelt. Ais bereits vor Beginn des Krieges das englische Pfund immer mehr absank, sah sich die Regierung Staumng am 1. September 1939 gezwungen, bie dänische Krone v o m Pfund zu töfen, um nicht durch die sonst befürchteten Preissteigerungen das ganze Wirtschaftsleben des Landes in Verwirrung geraten zu lasten Damit traten aber für die dänische Landwirtschaft ungeheure Verluste ein. Ihre nach England ver- kauften Produkte brachten naturgemäß jetzt einen entsprechend geringeren Betrag in dänstcheii Kronen ein. Obwohl auf ber anderen Sette zunächst oud; 6ie englifdjen A u ss u h r w ar cn etwas billiger wurden — was im übrigen nach Ausbruch des Krieges durch die großen F r a ch t e r Höhungen für die gefährlich geworbenen Englandfahrten im wesentlichen wieder aufgehoben wurde —, so kam diese Verbilligung nicht ihr, sondern in erster ßinie Ü«r <51 ab t b e d ö 11 c r u n fl un6 ber Industrie zugute. Wenn man bedenkt, dast über 25 v. H. ber dänischen Ausfuhr allein auf Sperf unb Schweinefleisch entfiel, ganz abgesehen von den übrigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen, wie Butter, Eier ufw., und baß vor bem Kriege England den größten Teil dieser Agrarprobukte abnahm, so wird ber große Verlust der bam chen Landwirtschaft verständlich, der ln den ersten Kriegsmonaten allein auf Grund des Pfundverfalls täglich 200 000 Kronen ausmachte! „ .
Wegen dieser Entwicklung wurden der Regierung vom Bauernstand die heftigsten Vorwurfe gemacht. Durch einen grundlegenden Vergleich zwischen den bänischen Koalitionsparteien der Sozlaldemokratle und ber Venftrepartei, war der Landwirtschaft vor acht Jahren ein fester Pfundkurs zugestche" worden. Das nunmehrige Abgehen vom Pfunde wurde daher von den durch die ungünstige Cn - Wicklung der Landwirtschaft ohnehin aufsautz^ste erregten Bauern als Bruch feierlicher De^prechum gen, im Reichstag fogar als „Schwmb^rstreick Nr. 1" bezeichnet. Die von der Regierung schließlich bewilligten Subventionen halfen nur unzureichend, so daß alles von einem günstigen Ausgang ber mit England eingeleiteten Verhandlungen über Erhöhung ber Preise für Butter, EierundSveck abhing. Hier aber bef dieOache fo, wie es bei der Rückstchtslosigleit des Bntentums


