Ausgabe 
18.12.1940
 
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Schere, Nadel und Zwirn haben nun

So wird die HI. im Gau Hessen-Nassau am

Also

in

2l. Fortsetzung.

(Nachdruck verboten.)

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Vom Linderlled der Veihnachlszeit.

Neben dem ältesten geistlichen Liede und dem ihm verwandten firajuajen jtr ouenipiete b.ioct eine uer

, wuHuiu/uviu/c Abbildungen erhalten sind.

Auch gibt es begeisterte Beschreibungen Erwach­sener, die ihre Freude an solchen Dingen hatten; 1741 schreibt ein Kindersreund:

Ich bitte dich, St. Ruprecht, sehr in meinem Hause auch einkehr! Dring Bücher, Kleider und auch Schuh' und noch viel schöne Dinge dazu! Ich will auch immer lernen wohl

wichtigsten Wurzeln des Weihnachtsliedes derAuf- sageoers" der Kinder. Er ist, als echtes Erzeugnis der Volkspoesie, anonym, scheint aber in den sel-

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Conbfrne «Kiesten

* Laubach, 17.Dez. Dieser Tage verstarb der ölte st e Einwohner unserer Stadt, bei 93 Jahre alte Wagnermeister Heinrich M om ber­ge r. Der Verstorbene war der letzte Veteran des Krieges von 1870/71 in Laubach. Mitbegründer und ältestes Mitglied der hiesigen Kriegskameradschaft die ihm an seiner Ruhestätte die letzte soldatische Ehrung erwies.

Amtsgericht Gießen.

Die Frau A. H. aus Gießen hatte sich wegen schweren Diebstahls zu verantworten. Sie war be­schuldigt, von April bis Mitte Juni in Gießen fort- gesetzt aus einem verschlossenen Raum mittels Ein- steigens Margarine, Seife und Käse entwendet M haben. Die Angeklagte bestritt jegliche Schuld. Dm Karton Seife, der bei ihr gefunden wurde, will sie; von einem Bekannten erhalten haben. Der An­klagevertreter beantragte wegen schweren Dieb«° stahls eine Gefängnisstrafe von acht Monaten. Die; Angeklagte wurde wegen Sachhehlerei zu einer* Gefängnis st rafe von sieben Monate in verurteilt.

Strafkammer Gießen.

Der Gg. L. aus M., z. Z. in Untersuchungshaft, war des Diebstahls beschuldigt. Es wurde ihm zur Last gelegt, im Jahre 1940 in Gießen durch selb­ständige Handlungen beim Bahnhof Gießen zwöls Fahrräder und eine Dynamolampe entwendet und für eigene Rechnung verkauft zu haben. Der An­geklagte gab an, aus Not gehandelt zu haben; er habe fünf kleine Kinder und aus der Zeit feiner Arbeitslosigkeit noch Schulden zu zahlen. Der An­klagevertreter beantragte eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Der Llngeklagte wurde wegen fortge­setzten einfachen Diebstahls zu zwei Jabren Gefängnis, abzüglich zwei Monate Unter- fuchungshast, verurteilt. Der Umstand, daß der An­geklagte in einem öffentlichen Betrieb beschältigt war und daß er die Reichsbahn schwer gefdjäbigt hat, kam straferschwerend, das umfassende ©bftänb« nis strafmildernd in Betracht.

ZllWchllmglmf Korsika

Roman von Heinz Lorenz-Lambrecht

** Die Verschnürung von Wert­paketen. Die Deutsche Reichspost teilt mit. btf während der Dauer des Krieges in den Fällen, ii denen bei Wertpaketen als Verschnürung bisher Hanfbindfaden vorgeschrieben ist, sowohl "bei 3® |;m nie lands- wie bei Auslandswertpaketen eine VersckmL rung durch drei- bis achtfädige Pavierkordel angt? wendet werden kann Dagegen bfeibt die Verwen­dung von Papierbindfoden ausgeschlossen. Di< Stärke der Papierkordel soll dem Gewicht und beirr Umfang der Sendung und der Länge der Beför­derungsstrecke entsprechen.

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Ei du lieber, heil'ger Christ, komm' nur nicht, wenn's dunkel ist, komm' im Hellen Mondenschein, wirst mir Nüß' und Aepfel rein, will auch immer artig fein!"

Natürlich sind viele solcher Berschen, zumal ... ländlichen Gegenden, im Dialekt verfaßt oder doch überliefert, wie dieser Kinderspruch aus der Rhein­pfalz:

so daß die Standarte den Pferdebestand auf » Reitpferde erhöhte. Außer für die Reitausbilbu^ der Wehrmannschaften und den SA.-Dienst werdl, eine größere Anzahl Reitlehrgänge durchgeführt <! denen sich auch mehrere Frauen beteiligen. Au'ße! dem ermöglicht die NSG. «Kraft durch Freude" weils Dienstag und Freitag Reitunterricht bei Reiter-SA.

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HL im Einsatz für das Knegsivinierhilsswerk

Blockadekrieg der HZ."

und brav das tun, was ich tun soll!"

ist der ältere Weihnachtsreim auch oft ein Wünschevers, und das entspricht ja der Weihnach­ten als einem Gabenfeste durchaus. Für sehr kleine Kinder war wohl dieser alte Reim bestimmt:

Chriltkindche. komm' in unser Haus, leer' dein goldig Säckelche aus! Stell' frei Eselche uff de Mischt, daß es Hei un Hawer frißt! Hei un Hawer frißt es net, Zuckergeback'nes kriegt es net!"

Von allemDockeawerk".

Der Ausdruck ,Iocke" der hauptsächlich in Ober- deutschland für Puppen üblich war, ist heute nur noch in begrenzten Gebieten meist bajuwarischen Kulturlandes gebräuchlich; doch hat er sich wie die Frauen wissen in verändertem Sinne in weiten Gegenden als Bezeichnung für eine Aufbe- wahrungsform von Strickwolle, Sticlseide und derlei erhalten; man redet z. B. von einerDocke Seide"; die längliche Form mit der kopfartigen Verdickung gab Veranlassung zu der Bezeichnung des puppen­förmig zusammengedrehten Arbeitsmaterials. In alten Werken finden wir aber die Bezeichnung noch häufig, und es ist kein Wunder, wenn solche Be­richte gerade auf Nürnberg, die alte Hochburg der Sxielwarenerzeugung, hindeuten. Ein Gelehrter der friderizianischen Zeit erklärt uns bespielsweise die pädagogische Bedeutung dieses unsterblichen Spiel­zeuges, das schon die Europäer der Steinzeit und die frühgeschichtlichen Aegypter chren Kindern schenkten:

Puppenwerck, Dockenwerk, Spielsachen nennt man Spielwerck, so nicht nur den Kindern zu ihrer Lust und Zeitvertreib dienet, sondern auch vielmahlen seinen guten Nutzen hat, um einen theils die Gemücher der Kinder und ihre Nei­gung daraus zu erkennen, andern cheils aber auch

dadurch ihnen eine Aufmercksamkeit zuwege zu bringen und ihren Verstand auf die Probe zu setzen, ja selbigen unvermerckt zu schärfen und ihnen deutliche Begriffe von denen Sachen, da­mit sie tünjtig umzugehen Haden, beyzubringen." Schon vor mehreren Jahrhunderten begnügte man

Bunter Weihnachtsteller

Von Werner Lenz

m jedem Fall ohne Rücksicht daraus als Be­triebsausgaben abzugsfähig, ob das Gefolgfchaftsm.tglied einen Remtsanfpruch im Vor­fahr oder letzt hatte oder nicht (RdF.-Erlaß v. 11.11. 40 RStBl. S. 961).

Die Weihnachtszuwendungen unterliegen als son­stige, insbesondere einmalige Bezüge Der Lohn- [teuer bei Lohnsteuerpflichtigen der Steuergruppe I tn Höhe von 18 o. H., der Steuergruppe ii von 14 o. H., der Steuergruppe III von 10 v. H, der Ste-.^rgruppe IV bei Kinderermäßigung für 1 Kind von 8 v. H., für 2 Kinder von 6 v. H., für 3 Kinder von 3 v. H., für mehr als 3 Kinder von 1 v. H. Der Betrag der Weihnachtszuwendung kann auch dem laufenden Monatsgehalt dzw. Wochenlohn hinzu- gerechnet werden, wenn sich hierbei insgesamt ein niedrigerer Steuerbetrug ergibt. Die Steuerpflicht das gleiche gilt für die Lohnsummen- und Schen­kungssteuer scheidet für Sachzuwendungen als übliche Gelegenheitsgeschenke aus, die lediglich eine Aufmerksamkeit, keine Entlohnung bedeuten.

Prüfung für ?as Reiterabzeichen.

Die SA.-Reiterstandarte 147 führte eine erneute Prüfung für das Deutsche Reiterabzeichen und das Juna-Reiterabzeichen durch. Die Abnahme der Prüfung erfolgte durch den während des Krieges mit der Führung der Rsiterstandarte beauftragten Hauptsturmführer Vierhaus (Bad-Nauheim) und den Sturmführer Neuschäfer (Hirzenhain), fer­ner wohnten SA.-Brigadesührer Schwarz, als Vertreter der Wehrmacht Major FreiherrRoe- der von Diersburg, der früher Beauftragter für den Reitunterricht bei der SA.-Gruppe Hessen war, sowie der für die Reiterausbildung der Wehr- mannschasten beurlaubte Stabsfeldwebel, Haupt- fturmfübrer Bender der Prüfung bei.

25 SA -Reiter und HJ.-Jungreiter, darunter ein BDM.-Mädel, unterzogen sich der Prüfung. Nur bei acht Prüflingen reichten die praktischen Kenntnisse noch nicht aus. Die Prüfungen bestanden haben die SA.-Reiter: Sturmführer Müller, Trupp- fuhrer Herbert, Oberscharführer Becker, die Schar­führer Keßler. Faber und Euler, Rottenführer Lyncker (Schiffenberg), Obersturmmann Kuhn und die Sturmmänner Jäger und Knodt sowie Haupt­feldwebel Rötter, ferner das BDM.-Mädel Schmidt und die HJ.-Jungreiter Jost, Theiß, Gravert, Pausch und Wolkewitz.

Der SA.-Reitstall am Brandplatz hat in den letz- fen Wochen eine starke Inanspruchnahme gefunden.

Vie Verdunkelung -er Treppenhäuser.

NSG. Nach § 2 Der 8. Durchführungsverordnung zum Luftschutzgesetz vom 23. Mai 1939 trägt der Hauseigentümer, der Verwalter oder der Haus­wart die Verantwortung für die ordnungsgemäße Verdunkelung der Treppenhäuser. Der Eigentümer kann auch noch einen anderen Volksgenossen mit der Verdunkelung beauftragen, dennoch bleibt er nach wie vor verantwortlich für die Verdunkelung. Die von Hauseigentümern oder Hauswarten ge­legentlich vertretene Auffasiung, die Mieter hätten auch im Treppenhaus für die Verdunkelung zu sorgen, ist irrig. Wenn die Mieter die Verdunke- hing im Interesse der Hausgemeinschaft überneh­men, so ist dies für den Hauswart, sofern er im Auftrag des Hauseigentümers an sich verantwort­lich ist, keine Entlastung von seiner Verantwortung. Er muß sich selbst von der erfolgten Verdunkelung überzeugen, falls z. B. bei einem Hauswart im Nebenberuf, dessen Frau vielleicht ebenfalls beruf­lich tätig ist, die Mieter freiwillig diese Arbeit über­nehmen. Der Dollhauswart ist jedenfalls verpflichtet, selbst für die Verdunkelung zu sorgen und soll diese nicht auf die Mieter abwälzen. Eine Vergütung für diese CErtrcarbeit wird nicht gewährt, da sie, wie der Treuhänder der Arbeit ausdrücklich betont hat, durch den Krieg bedingt ist. und manch anderer Volksgenosse ja infolge des Krieges auch erheblich mehr an Arbeit zu leisten hat.

Ziger Gedanke und Wille ist: Nicht in die Quaran­täne kommen, sonst ist es aus!

Die übliche Schiffskontrolle verläuft ohne Zwi­schenfall. Der Hafenarzt bestätigt die Gesundheit der Mannschaft einschließlich der beiden Amerikaner, Die der Kapitän in Tunis aufgenommen hat. Mr. Miller und Mr. Walker müssen einige Formulare aussüllen und unter anderem Zweck und Dauer des Aufenthaltes angeben. Da sie über einiges Geld verfügen Solterbeck besitzt noch immer über zweihundert Golddollar so wird ihnen ein vor» läufiger Aufenthalt von acht Tagen bewilligt. Vor Ablauf dieser Frist muffen sie eine Bestätigung der Gebrüder Ansaldi vorlegen, daß sie in deren Wer­ken eine Anstellung ae fanden haben, andernfalls haben sie den italienischen Boden umgehend wie­der zu verlassen. Viktor und Solterbeck haben nänt» lich angegeben, daß sie bei der Firma Ansaldi an­gestellt werden sollen. Durchaus glaubhaft, da die Gebrüder Ansaldi Kanonen und Panzerplatten augenblicklich mit Hochdruck Herstellen, und gute italienische Arbeiter immer knapper werden. Nun, die beiden werden den italienischen Boden wieder umgehend verlassen vor Ablauf der Frist von acht Tagen.

Beide dürfen also an Land. Sie quartieren sich in einem geringen internationalen Seemannsheim un­mittelbar am Hafen ein. Sie sprechen, um nicht aufzufallen, nur noch englisch miteinander. Das erste, was Solterbeck tut, ist, daß er sich Geld wech­seln läßt, einen Stoß italienischer, französischer und englischer Zeitungen und einen Plan von Genua ersteht.

Mit Viktor zusammen macht er sich über Die Zei- hingen her. Die italienischen und französischen muß Viktor übersetzen. In beiden Sprachen hat er sich in der Gefangenschaft ziemlich vervollkommnet. Es ist nickt viel Ermunterndes, was sie da erfahren. Deutschland kämpft mit verzweifelter Ohnmacht. Der Friede von Brest-Litowsk mit Rußland wird für die Feinde zehnmal ausgewogen durch Amerikas Eingreifen. Sie legen die Zeitungen bald wieder fort und verdecken chre Niedergeschlagenheit mit der billigen Feststellung, daß man nichts glauben könne, was in den ausländischen Blättern stehe.

Solterbecknimmt den Plan vor und sucht die Privatwohnung Andreas Ansaldis. der mit Maria Solterbeck verheiratet ist. Er hat fein Haus im

Achtung! Lrfmder-Beratuug unb -Betreuung, DAF. Lreiswoltung Wetterau, Gießen

Schanzensttaße 18, Erdgeschoß, Fernsprecher 2141 Die Erfinder-Beratung und »Betreuung

14fägig Montags von 10 bis 12 Uhr vormittag statt. 57386

Sprechstunden im 1. Vierteljahr 1941 sind ® folgenden Tagen: 13. Jan., 27. Jan., 10. Fed» 24. Febr., 10. März, 24. März 1941.

(Siebener Gcklachtviehmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener SchlachtviehmarL (Schlachlvieh-Verteilungsrnarkt) in Der Viehv^ steigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 36 j bis 45,5, Bullen 33 bis 46, Kühe 15 bis 43,5, Ui sen 30 bis 49,5, Kälber 25 bis 57, Härnmel 45 Rp> je Vz kg Lebendgewicht, Ziegen 22,5 RM. je SM Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgend Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 114 bl (123 bis 149,5 kg) 1,14, b2 (120 bis 134,5 kg 1,12, c (100 bis 119,5 kg) 1 08, d (80 bis 99 5 kx 1,02, ef (unter 80 kg) 0,98, gl (fette SpecksaukU 1,14. i (Altschneider) 1,12. g2 (andere Sauen) 102 b (Eber) 1,02 RM. Marktverlauf: gut, alles zu^s

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Corso Magenta, einem Abschnitt Der herrlichen Dil- lenstraße, die stch in vielen Windungen über Der amphitheatralisch aufsteigenden Altstadt hinzieht. Am frühen Nachmittag macht er sich zu einem Be­such auf, und zwar allein. Da Viktor sich einmal gehörig ausruhen will. Am raschesten und bequem­sten würde er hinaufgelangen, wenn er Die Draht­seilbahn benutzen würde, die unmittelbar auf dem Corso Magenta mündet. Ader er fühlt sich noch zu unsicher in dem labyrinthischen Gewirr von Gassen und Gäßchen und möchte es vermeiden, irgendeinen Eingeborenen um Auskunft fragen zu müssen. Er nimmt also einen Wagen und fährt auf einem großen Umweg hinauf.

Er trifft seine Tante allein. Sie kennt ihn natürlich schon von früher, doch hat sie ihn seit zehn Jahren nrcht mehr gesehen, und inzwischen hat er sich von einem stimmbrüchigen Gymnasiasten zu einem im­merhin beachtlichen und nicht zu übersehenden Mann entwickelt. Sein weißblonder Schopf und seine Zwinkeraugen verraten ihn ihr sehr rasch.

Jürk, mein Junge!" Sie schließt ihn in die Arme, küßt ihn und ist bewegt. Maria Ansaldi ist eine außerordentlich hübsche Frau mit dunklem Haar unb den Hellen Augen ihren nordischen Hei­mat. Zwei Stämme scheinen sich in ihr vermählt ZU haben, man kann sie so gut für eine Deutsche wie für eine Italienerin halten, was ihr in der augenblicklichen Kriegslage zustatten kommt. Sie war noch sehr jung, als sie bei einem Festbankett der Hamburger Handelsreeder im Jahre 1908 An- Dreas Ansaldi rennenlernte und ihn bald darauf heiratete.

Sie bestellt gleich Tee, Kuchen und Sandwichs für chren Neffen. Sotterbeck wird es bei Der herz­lichen Begrüßung ganz warm ums Herz.

Die erste Frau seit Jahren! Und Die erste Frau, Die deutsch mit ihm spricht. Sein havariertes Selbst, vertrauen bekommt wieder einen starken Auftrieb. !TOaria Ansaldi sagt, daß sie um die Flucht natür­lich schon wisse und ihn und seinen Freund tag. täglich erwartet habe. Wo er Denn seinen Freund habe, fragt sie.

--Er ist unten geblieben. Wir haben uns da in einem ziemlich verbotenen Seemannsheim einquar- tiert."

Aber ihr hättet doch bei uns ..."

Er fällt ihr gleich ins Wort:Herzlichen Dank,

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Die Weihnachtszuwendungen 1940 sind bei Zahlung in Der Zett vom 25.11. bis 24.12. 1940 nach einem Erlaß Des Reichsfinanzministers vom 24.11.1940 (RStBl. S. 969) vom Kriegs­zuschlag befreit, soweit sie im Einzelfall Den vor dem 1.11.1940 zuletzt gezahlten Monatslohn bzw. vierfachen Wochenlohn nicht übersteigen. Bei Weihnachtsgeschenken an die zur Wehrmacht ober zu ähnlichen Dienstleistungen einberufenen Arbeit­nehmer ist Der vor Der Einberufung zuletzt gezahlte Monatslohn dzw. vierfache Wochenlohn für Die Be. freiung maßgebend. Soweit die Weihnachtsgeschenke Darüber hinausgehen, unterliegen sie Dem Kriegs- Zuschlag nach den allgemeinen Bestimmungen. Die vorjährigen besonderen Erleichterungen für Die Be­rechnung des Kriegszuschlages bei Weihnachtszu­wendungen sind aufgehoben.

Die Deihnachlszmvendungen 1940 In fozlalversicheruagsrechllicher Hinsicht.

Die Weihnachtszuwendungen werden wie bisher einheitlich bei der Kranken-, Arbeitslosen-, Ange­stellten und Invalidenversicherung behandelt. Die Zuwendungen sind Dem beitragspflichtigen Entgelt (Monatsgehalt, Wochenlohn) in Dem Zeitabschnitt zuzurechnen, in Dem sie gewährt werden, sofern sie in einem schriftlichen Arbeitsvertrage oder in Der Tarif-, Betriebs- ober Dienstordnung festgelegt sind. Befreit sind sie. wenn es sich um freiwillig ober gewohnheitsmäßig oder auf Grund bloß mündlicher Zusage gewährte Weihnachtszuwendunaen handelt, die in der Zeit vom 25.11. bis 24.12. erfolgen, soweit sie das Gehalt ober den Lohn für einen Mo­nat nicht übersteigen; über dielen Freibetrag hinaus sind auch sie beitragspflichtig. Für die Frage, ob die versickerungsfreie Grenze von 7200 RM. bei Der Angestellten unb Arbeitslosenversicherung, von 3600 RM. bei ber Krankenversicherung überfliegen ist 'ft maßgebend, ob ber jährliche Arbeitsverdienst zuzüglich ber Weihnachtszuwendung die Freigrenze übersteigt (Ges. v. 23.12.36 RGBl, k 6.1128).

Tante. Aber wir Dürfen auf keinen Fall Aufsehen erregen. Vor allen Dingen wollen wir dir uni deinem Mann unnutze Schwierigketten ersparen. Wir wollen möglichst umgehend hier verschwinden Schon Gienants wegen. Der ist nämlich ziemlich herunter, und ich fürchte, baß er nahe am Zusam- rnenklappen ist. Der Gedanke, bald daheim zu sein, ist das einzige, was ihn noch aufrecht erhäll."

Maria Ansaldi fällt etwas ein:Sag mal. Junge, weißt du, daß deine andern Kameraden, die mit dir in Bastia waren, meine ich, schon seit zwei Mona­ten in ber Schweiz sind?"

Was ist das?" Solterbeck fällt aus Den Wolken Helge schrieb es mir als Kuriosum aus Ham­burg. Einen Tag nach Deiner Flucht hat man sie, glaub' ich, abtransportiert. Einer deiner Kamera­den hat es deinem alten Herrn geschrieben."

,T>h du verfluchte Schweinerel ... Entschuldige nur, Tante, aber ... na also, ich gönne es ihnen ja aus ganzem Herzen, aber dann hätte sich das spanische Schiff wirklich um einen Tag versoäten können. Na,^ Dann gibt es also eine Begrüßung mit Den Brüdern in Der Schweiz. Sag mal, dein Mann wird uns Doch weiterhelfen?" Er sieht sie besorgt an.

Natürlich. Ober zweifelst bu?"

»Am, er ist Italiener. Er baut Kanonen gegen uns. Er muß sich ich Acht nehmen. Wer Kriegs­gefangenen zur Flucht verhilft ... na ja, du weißt es ja wohl selbst."

Lieder Jürk, ich bin der Ansicht, daß es sogar in einem solch mörderischen Krieg doch noch einige wenige Dinge gibt, bei denen sich das menschlich Moralische von selbst versteht. Uebrigens bist du nicht ttalienischer, sondern französischer Kriegsge­fangener."

»Immerhin ... Nun, jedenfalls danke ick dir und deinem Mann. Wann kann ich ihn sprechen?"

Er hat natürli^ ständig zu tun. Ich werde ihm telephonieren, daß er sich zum Abendessen für eine Stunde sreimacht. Du bleibst doch bei uns zum Abendessen?"

Sotterbeck macht ein unentschlossenes Gesicht. ,Zch muß auf Gienant Rücksicht nehmen, Tante. Jeden- falls muß ich noch einmal hinunterfahren und nach ihm sehen. Zum Abendessen könnte ich wieder hier sein."

(Fortsetzung folgt.)

3a, man findet oft gantze Puppen-Häuser, bas ist, wo alles, was bey einer Haushaltung theils zu Pracht und Zierbe, theils zur Nochwendigkett dienlich, aantz zart und sauber im Modell nach­gemacht. Woeinnen insonderheit Die Städte Augs- purg und Nürnberg vor andern etwas voraus haben, so daß sie fast die gantze Welt mit der­gleichen netten und fleißig gemachten Maaren versehen."

Bemerkenswert für Die Gegenwart, Die infolge Der ungeheuren technischen Ansprüche auf wert­vollere Rohstoffe ständig bewußter zu neuartigen Werkstoffen greift, ist Die Bemerkung unseres Ge­währsmannes aus der Zeit vor 200 Jahren, daß man auch allerhand Pupvenwerk von Pappen­zeuge, so von außen bemahlet und mit einem Fir­nis bestrichen werden machet. Dergleichen Spiel- fachen pffegen die Kinder insgemein zur heiligen Christbe^cherung zu bekommen". Tatsächlich fand man Lager von altertümlichen Puppen und Sol­daten in Nürnberg, die nicht aus Metall ober Holz, sondern aus Ton geformt waren und den Kleinen natürlich ebensoviel Freude machten wie Spielgerät aus dem damals sehr teuren Zinn und dem eben erst als Luxusstoff auffommenben Porzellan.

tenften Fallen von Kindern selbst erdacht zu fein, nicht Damit, Puppen für Mädchen und für sondern ist fast immer von Erwachsenen verfaßt! Knaben Soldatenmännliche Puppen" her- und den Kleinen beigebracht worden; das geht aus Znstellen, sondern gab ihnen auch Wohnungen, von feiner erzieherischen Tendenz hervor; das Sprüch-! denen wunderhübsche Abblldungen erhalten sind, lein wurde einstudiert, um am Bescherungstage dem Niklas, Runrea;t oder Ehrfftrind als Zeichen von Fleiß und Gehorsam vorgesprochen zu werden und schließt deshalb häufig mit einem Versprechen wei­teren Wohlverhallens, wie es beispielsweise diese Strophe tut:

Doch davon ahnen Viktor und Solterbeck noch nichts, ebenso wenig wie von Der gesalbten Welt- friebensbufelei Herrn Wilsons, ber ohne Zweifel imter Den sonst dock so tüchtigen und ehrenwerten Juäfern aufgewachsen sein muß. Sie fahren mit röhlichen Gebanken durch das blaue Meer und chwelgen in Heimatseligkeit. Viktor träumt von einem Regiment, von Achselstücken, von Ruhm und Thren er gibt sich bescheidenerweise mit dem Eisernen Kreuz zwetter Klaffe zufrieden. Und er träumt von Thea.

Außerdem wird er seekrank. Gleich nachdem sie Tunis verlassen haben, empört sich das sonst so ge- duckte und gefügige Mittelmeer zu einem kleinen soliden Sturm, der Viktor so übel mitspielt, daß er nicht mehr er selbst zu sein scheint. Auch als der Sturm vorüber ist, will er nicht so recht auf die Beine kommen, und seine Stimmung geht jetzt in weit meni'-r2 hohen Wogen als die des Meeres, das sich inzwischen doch wieder vollständig beruhigt hat.

Solterbeck lacht ihn Derb aus:Hoh, alte Land- kalte! Kannst bu nicht einmal das bißchen Binnen, meer vertragen!?"

3n Wirklichkeit gefällt ihm Viktor gar nicht. Dessen Augen haben einen sonderbar matten Glanz angenommen unb liegen in tiefen Hohlen. Dabei hat Viktor keinen Appetit mehr, immer nur Durst. Den ganzen Tag könnte er trinken bei dieser hölli- schen Hitze.

Weder Solterbeck noch Viktor sprechen es aus, aber beide denken dasselbe: Das kann nicht allein die Folge ber Seekrankheit fein. Da muß irgend­eine böse Krankheit im Anzug sein Ein Glück nur, daß sie auf ihrer letzten Etappe nach Genua be­griffen sind. An Land wird es mit Viktor wieder besser werden.

Ein^s Morgens, 2htfang September, läuft die Guardian" im wetten Hafen der citti superba ein. Für die Flüchtlinge beginnen wieder Die Ge- fahrmomente. Viktor recht sich zusammen. Sein ein-

NSG. Nach wochenlanger Arbeit in den Bastel-1 der Svielscharen werden den Beginn DerBlockade" stunden beim Deutschen Jungvolk und bei den antünoigen. Ausgelegte Sperren Dienen dazu, jeden BDM.- und Iungmädeln sind nun Die Tage Des : an seine Pflichten zu erinnern. Keine Frage, daß Einsatzes in der Oeffentlichkeit gekommen Messer, Die originellen Abzeichen auf schnellstem Wege an Schere, Nadel und Zwirn haben nun ihre Schul- Den Mann gebracht werden! Daneben aber' wird digkeit getan. Das Ergebnis der Mühe ist jetzt noch mancherlei aus dem kläglichen Tun und Trei- ellenchalben in den Ausstellungen zu sehen, und all ben Englandsgroßer Politiker" zu sehen fein

die schönen Gaben werden in den nächsten Wollten natürlich nicht ohne die notwendigen Groschen!

Eingang in die betreuten Familien finden und Dort So wird Die HI. im Gau Hessen-Nassau am Freiche spenden. kommenden Samstag unb Sonntag mit Witz und

Die Krönung des vorweihnachtlichen Einsatzes guter Laune den notwendigen Einsatz unserer

ist die Reichsstraßensammlung ber HI. am kommen- Volksgenossen zum Kriegswinterhllfswerk 1940/41

den Samstag unb Sonntag unter der Parole, sicherstellen.

Blockadekrieg ber HI.". Fansarenruf und Gesang« --