ebenfalls gering. Einige lobe und Verfehle find }u beklagen.
Deutsche Jäger schossen im Laufe de» Inges Heben feindliche Flugzeuge Im Luft-
Der 500. Lustsieg des Richlhofen-Geschtvaders. bon §lriegsderichier Oskar Lachmann
kampf ab. Die Flakartillerie brachte in der letzten Rächt fünf, die Marineartillerie In der Rächt jum 15. Rooember ein britifches Flugzeug zum Absturz Sechs eigene Flugzeuge werden vermißt Düs Jagd- gefchwader Freiherr v. Richthofen errang unter Führung des Majors Wick feinen 500. Luftsieg.
Die AGA. suchen Stützpunkte am La Plata.
Lebhafter Widerspruch in Argentinien.
Buenos Aires, 16. Nov. (Europapreß.) In argentinischen Militärkreisen macht sich in letzter Zeit eine starke Opposition gegen den Plan der Vereinigten Staaten von Nordamerika bemerkbar, Flotten, und Luftstützpunkte in U ru • guay zu schassen. Mit Nachdruck wird betont, daß Argentinien ebenso stark an der La-Plata. Mündung interessiert sei wie Uruguay. Der an- geblich ibero-amerikanische Charakter solcher Stützpunkte in Uruguay ist nach argentinischer Ansicht nur ein Vorwand für Ihre tatsächliche spätere B e - Nutzung durch tl8A-Streitkräfte.
„Notlcias Grasicas", „Razon" und „dritten" wissen übereinstimmend zu berichten. dahDertreter bes USA.» Marineministeriums in derselben Angelegenheit früher schon bei der argentinischen Regie- rung vorgesprochen hätten. Diese habe nach dem auf der Lima-Konferenz proklamierten Grundsatz „Kontinentale Solidarität, aber eigene Politik" die 08A.-Anträge a b g e l e h n t mit der Begründung, daß die nationale Sicherheit allein von Heer und Marine des eigenen Landes abhängen solle. Die Einrichtung eines Marineflughafens in Punta del Este könne nicht nur für Argentinien, sondern auch für die angrenzenden Staa- ten Bolivien und Paraguay sowie einen Teil Brasiliens noch unübersehbare Folgen zeitigen, da 96 v. H. aller Waren der genannten Länder über den La-Plata-Flutz ausge- fuhrt würden „Ahorn" bezeichnet die Errichtung von Stützpunkten als „Dolchstoß gegen die nationale Souveränität" und sieht darin einen überaus kühnen Vorftotz des Pankee-Imperialismus gegen die Eigenrechte der ibero^imerikanischen Republiken. Die La-Plota'M'ind'ing nfs lebenswichtiaer Zugang zur argentinischen Republik werde künftighin nicht mehr durch die Marine des eigenen Landes beherrscht, sondern durch dieienige Nation, welche die stärksten militärischen Kräfte nach Uruguay entsende.
„Gott schütze uns vor unseren !?reund-n.^
Montevideo, 17. Nov. (DNB.) El Debate weist unter der Ueberschrift „Vankee-Gefräßigkeit" daraus hin, daß jeder moderne Flottenstützpunkt Hunderte Millionen Dollar koste, die Uruguay nicht ausbringen konnte. Die Frage, mit welchem Geld das Werk zu unternehmen sei, wird beantwortet mit den Worten: „M i t ausländischen, Gold, das wir früher oder später mit dem Preis unserer Souveränität und Frei- beit bezahlen werden." Auf den Versuch, die bittere Pille mit dem Motto „Panamerikanisch" zu vergolden, fragte El Debate, was das wohl für eine Art internationaler Mietskaserne werden sollte. Weder Brasilien, das seine Produkte über den Uruguay- und den Parana.Fluß ausführt, noch Argentinien, das für die Erzeugnisse der Provin- zen Entrerios, Corrientes und Parana die gleichen Wasserwege benutzt, würden das Trojanische Pfepd solchen Stützpunkte dulden. Der einzige Interessierte wäre USA. mit seinen 130 Millionen Einwohnern, feinen tausenden von Millionen Dollar, seiner Flotte, der gewaltigen Militärmacht, fast der ganzen Weltreserve an Gold und der symbolischen Za- sage, die englische Flotte im Augenblick ihrer even- tuellen Uebergabe zu übernehmen. El Debate ruft die Erinnerung an Nicaragua, Honduras, Panama, Costa-Rica, Haiti, Santo Domingo, Kalifornien und Neu-Mexiko wach und schließt mit dem Ruf „Gotl schütze uns vor unseren Freunden, unserer Feind« wehren wir uns selbst."
Auch Hüll behält seinen posten.
Washington, 17. Nov. (Europapreß ! Das Staatsdepartement gab bekannt, Staatssekretär Hüll habe sich entschlossen, auch während der dritten Amtsperiode Rooesevelts seinen Posten beizubehalten. Hüll wird damit der erste Staatssekretär fein, der länger als acht Jahre im Amt g«wes«n ist Die internationale Lage und di« Erfahrungen Hulls, die gegenwärtig besonders erforderlich feien, sollen Hüll aus Anraten Roosevelts bewogen haben, auf seinem Posten zu verbleiben, trotz der wiederholt geäußerten Rücktrittsabsichten. Daladier, Gamelin und Blum verhaftet
Genf, 18. Nov. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Vichy berichtet wird, teilte das französische Justizministerium mit, daß gegen Daladier, Garne- (in und Blum unter dem 14. November Haftbefehle erlassen worden sind. Sie wurden unverzüglich vom Schloß Chazeron in das Gefängnis von Bourrossol gebracht, wo sich bereits der frühere Luftfahrtminister G u y la Chambre befindet.
Oie Fremdenlegion de Gaulles vor Port Gentil.
(PS...... 16. Nov. (DNB.) Als vor wenigen
Tagen der Reichsmarschall bei seinen Jagdfliegern an der Westfront weilte, sprach er: lcht -
Hofens Geist und sein Name blüht weiter m einem verdienstvollen und siegreichen Jagdgeschwader unserer Luftwaffe" Nun hat dieses <sagdge- chwader den Beweis geliefert, daß es die Wünsche und Hoffnungen der deutschen Heimat heldenhaft rechtfertigt. Drei Luftsiege braute der heutige Ein- atz bei „freier Jagd" an der Kanalküste von England, der 499., 500 und 501 Abschuß des Geschwaders ist erreicht. Der Kommodore Major W i ck allein hat 54 Abschüsse zu verzeichnen, unter den abgeschos- enen feindlichen Flugzeugtypen sind solche vom Muter Curtiß, Moräne, Mureaux, Bloch, Potez 63, Leo 45, Fairey-Battle. Hereford, Westland Lysander, Vickers Wellesly. Westland Wapiti, Bristol-Blenheim, Hurricane und Spitfire Selten entgehen die fecnblichen Jäger dem deutschen Angriff. Immer reißt der Kommodore seine kampferprobten Staffeln mit. Dann führt er sie zielsicher heran und bringt le in die günstige Position. Hierin liegt der Erfolg >er Jagd fliege rel und nicht allein im Kurbeln uno Schießen.
Zum Teil ist es dunstig, bann aber sind auch lange Wolken in größerer Höhe verstreut. Cs ist kein richtiges Iaadfliegerwetter. Bereits beim An- flug vor der Küste melden sich über unseren Sägern je ein Pulk Spitfire und Hurricane. Die Briten haben sich diesmal rechtzeitig erhoben und »arten bereits an griff »bereit. Da stoßen die Briten auch schon bi rett auf uns zu. Wir weichen mit einem Abschwung aus, und der Angrisf geht ins Leere. Inzwischen ist aber unsere lmks fliegende Gruppe 3um Angriff übergegangen Eine Dunstschicht liegt zwischen unserer Gruppe und den feindlichen Staffeln. Die Briten konnten nicht mehr entweichen, es begmnt in großer Höhe bei 7000 Meter eine tolle Kurbelei. Fast feber Jäger hat sich einen Gegner ausgesucht. Der Kampf ist kurz aber hart. Unerbittlich rasen die deutschen Feuerstöße hinter den kurvenden Briten her. Hier gibt es kein Nachlassen, gerade heut« nicht. Der 500. Abschuß ist fällig. Früher gibt es keine Heimkehr. Zwei Hurricane und eine Spitfire stürzen in die Tiefe. Stabsfeldwebel W i l i n g e r war der Glückliche, der den 500. Abschuß des Geschwaders melden konnte. So wird es weitergehen bis zum endgültigen Siege über England.
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jeder britische Bomben auf Hamburger
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ohnvieriel, Krankenhäuser und Schulen.
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Hamburg, 16. Nov. (DNB.) Nach dem letzten »gescheuerten Luftangriff auf die Reichs- abt hatte die RAF. offenbar das dringende Bedürfnis, den peinlichen Eindruck dieser empfindlichen Schlappe etwas zu verwischen. Als Tätigkeitsfeld sucyten sich die britischen Flieger diesmal das von der englischen Lügenpropaganda schon so oft ^pulverisierte" Hamburg aus, das im Laufe der Nacht zum Samstag mit stärkeren Kräften angegriffen wurde. Das Ergebnis entsprach indessen in feiner Weise den Erwartungen, die man in militärischer Hinsicht bei einem derartigen Einsatz immerhin hegen könnte. Die britischen Flieger wurden auch diesmal wieder durch das konzentrische Feuer der Flak völlig zersprengt, so daß es ihnen nur vereinzelt gelang, zum Stadtkern oorzustoßen. Durch bas starke Abwehrfeuer somit am gezielten Bombenabwurf auf kriegswichtige Ziele gehindert, wandten sich Die britischen Flieger daher wieder der einfacheren und ungefährlicheren Aufgabe zu, ausgefprodjene Wohnviertel planlos mit Born- ben zu belogen. Dabei wurde eine Kirche durch Brandbomben beschädigt, und zwei Lazarette erlitten durch Sprengbomben Gebäudeschäden, di« glücklicherweise nur leicht waren. In einem benach
barten Hamburger Krankenhaus wurden fünf Pavillons durch Brandbomben getroffen, ferner wurden sechs Schulen durch Bombentreffer beschädigt. Spreng- und Brandbomben verheerten die Heimstätten friedlicher Einwohner und verursachten leider auch wieder einige Todesopfer und Verletzungen. Eine weitere Anzahl von Bolksg«- n off en mußte ihre Wohnungen vorübergehend räumen.
So sieht also der „Erfolg" eines britischen „Großangriffs" aus. Wieder fielen deutsche Zivilpersonen, Männer, Frauen und Kinder diesem sinnlosen unmilitärischen Vorgehen der Engländer zum Opfer, wurden friedliche Wohnviertel verwüstet, Krankenhäuser, Kirchen und Schulen zerstört. Die deutsche Lustwaff« hat bei ihrem großen Angriff auf bas britische Rüstungszentrum Coventry, ber als Vergeltung für ben ohnmächtigen britischen Angriffsversuch aus die Hauptstadt der Bewegung München erfolgte, gerade erneut gezeigt, mit welcher Wucht sie zuschlagen kann. Di« Engländer sollten wissen, daß jeder Angriff aus eine deutsche Stadt, bei dem friedliche deutsche Menschen zu Schaden kommen, unnachsichtlich eine tausendfache Vergeltung nach sich zieht.
Luftangriffe in Epirus.
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Die italienische Luftwaffe hat an den Kampfhandlungen in Griechenland einen hervorragenden Anteil. Unsere Luftaufnahme zeigt die Wirkung eines Bombenangriffs italienischer Kampfflugzeuge auf ein griechisches Elektrizitätswerk in Epirus. — (Scherl-M.)
Bornba und Bengali abgeworfen, die insgesamt zwei Berwundete aber feine Materialschäden zur Folge hallen. Ein feindliches Flugzeug vom Lyfau- derlyp ist von unseren Jägern brennend abgeschossen worden. 3n der Hitze der Berfolgung ist eines unserer Flugzeuge im Tiefflug am Boden zerschellt.
Bon Jtatienisch-Ostafrika aus hat eine unserer Flugformationen die Anlagen von Port Sudan bombardiert und einen der angreifenden feindlichen Jäger vom Gloucesterlyp abgeschosfen. Feindliche Angriffe auf Decamere, Asmara und THaffaua haben weder Opfer noch Schäden verursacht.
Der italienische Bericht vom Sonntaa.
Rom. 17.Koo. (DNB.) Der italienische wehr- machtberlchl vom Sonnlag hat folgenden Wortlaut:
An der griechischen Front kamen im Laufe des Samstags Angriffe und Gegenangriffe zur Durchführung, die im Abschnitt der 9. Armee sehr erbittert waren. Unsere Luftwaffe hat in enger Zusammenarbeit mit den Truppen Straßen, Eisenbahnen, feindliche Stellungen und Arttlleriestellun- gen bombardiert, wobei Brände und Explosionen
Rom, 17. Nov. (Europapreß.) Port Genttl bei Libreville ist von den Söldnertruppen de Gaulles bis jetzt noch nicht genommen worben. Die Truppen de Gaulles sollen zum großen Teil Spanier, Polen, Tschechen .Juden und L e - vantiner in ihren Reihen zählen, die nun mit Feuer und Schwert das Gebiet verwüsten, in dem sie lagern. Die Eingeborenen-Devölkerung verlasse Die Küste und die Ufer ber Flüsse vor diesen Söldnerbanden und ziehe sich in die Urwälder zurück. Große Bestürzung herrsche unter den alten afrikanischen Kolonisten und Missionaren wegen der vor- auszuseheyden schweren Folgen, die das Wüten dieser Söldner für die zukünftigen Beziehungen der Eingebvrenen-Bevölkerung zu den weißen Kolonisten haben wird
Neue Militärfliegerschulen in der Aowietun'ou.
Moskau, 16. Nov. (Europapreß.) In etwa zwanzig Städten der Sowjetunion werden dem- nächst auf Anordnung des Rates der Volkskommissare Militärfliegerschulen errichtet. Sie sind dem Volkskommissariat für Kultusangelegenheiten unter- stellt Der Nachwuchs für bas Offiziers- und das Unterführerkorps der roten Luftwaffe soll in diesen neuen Milttärfliegerschulen herangebllbet werden.
hervorgerufen, Berbindungsslraßen unterbrochen und Truppenzusammenziehungen getroffen wurden. Ein eigenes Flugzeug ist nicht zurückgekehrt. Unfere Luftformationen haben die Hafenanlagen von Suda (Kreta) sowie den Hafen von Alexandrien (Aegypten) bombardiert.
In Rordafrika Hal unsere Luftwaffe die feindlichen Flugzeugflühpunfte von El Baba und TH a a 1 e n Bagufh bombardierl, wo sich ein ausgedehnter Brand entwickelte, ferner die Anlagen von Marfa Malruk und die E i f e n b a hüll n i e zwischen ZTlarfa Malruk und Blr Amasin. Ein In Fahrt befindlicher Güterzng von etwa 30 wagen erhielt mehrere Bolltreffer durch Brandbomben und wurde außerdem mit Maschinengewehrfeuer bestrichen. Iruppenlager sowie etwa 30 feindliche motorisier!« wasfen wurden bei A l a m et Jslagniya (40 Kilometer südlich von Sidi el Barani) Im Tiefflug unter Mafchinengewehr- feuer genommen und mit Sprengbomben belegt, wobei schwere Schäden und Brände verursacht wurden. Feindliche Flugzeuge, die sofort von der Flak unter gut gezieltes Feuer genommen wurden, haben wahllos Bomben auf Sollum, Barbla, Bema,
Feindliche Flugzeuge haben Bomben au Bari abgeworfen und dabei zwei Berwundele uni fast unbebeufenben Schaben verursacht, ferner au Monopol!, wo einige Wohnhäuser zerstörl würben unb ein Toler zu beklagen ist.
Lebhafte Tätigkeit der italienischen Luftwaffe.
Der Bericht vom Tarnötag.
Rom, 16.Roo. Der italienische wehrrnachlberlchl vorn Samstag Hal folgenben Wortlaut:
An bet griechischen Front ereigneten sich gestern Artillerieduelle sowie Aktionen ber belberfeUlgen Jnsanterieabtellungen. Unsere Luftwaffe hat in Zusammenarbeit mit ben Truppen Straßen sowie feinbliche Truppenzusammenziehungen bombardiert. Außerdem wurde ber Flughafen von Larissa bombarblerl — wo zwei Blenheim- Apparate am Boben zerstört unb weitere beschädigt wurden — sowie ber griechische Flottenstützpunkt R a o a r I n o. Bel Lnstkämpfen würben neun feinbliche Flugzeuge verfchiebenen Typs brennenb abgeschosfen.
Französisch-Aequatorialafrika.
Zu den heimtückischen Ueberfäilen englischer Flöt» telwinheiten auf Hafenstädte des ehemaligen Ber« dündeten gesellt sich nächst Dran und Dakar neuer, dings Libreville im Französischen Aequatorial- afrifa. Damit wird ein Gebiet berührt, an dem mir Deutschen ein besonderes Interesse besitzen, da es unsere Kolonie Kamerun auf lange Strecken ttn Süden und Osten begrenzt. Sein Ausgangspunkt ist die Käste der Landschaft Gabun nördlich des Flusses Ogowe, beinahe unmittelbar unter dem Aequator, die 1842 besetzt wurde. Hier entstand seit 1849 an einem der besten Naturhäfen von ganz Westafrika das heutige Städtchen Libreville (5000 Einwohner), das ursprünglich nach der Bucht und Landschaft auch Gabun hieß. Es ist sehr weitläufig angelegt und beherrscht von feinem erhöhten Nord. ufer den Eingang der 70 Kilometer langen unb 16 Kilometer breiten Bucht, die als bas Mündungsbecken einer Anzahl kurzer Küstenflüsse anzusehen ist. Hinter ihm wie hinter dem versumpften Süd- ufer breitet sich der Urwald aus.
Libreville ist seit 1910 Hauptstadt des Bezirks Gabun, der mit den östlich und nordöstlich anschließenden Bezirken Mittel-Kongo, Ubangi-Schari und Tschad die Kolonie Französisch-Aequato- rialafrifa bildet. Diese ist einschließlich des französischen Mandatsgebietes von Deutsch-Kamerun 2,9 Millionen Quadratkilometer groß unb hat etwa 5 bis 6 Millionen Einwohner, ist also sehr schwach befiebelt. Die Zahl ber Europäer beträgt etwa 5000, im Norden wohnen Sudan-, im Süden Bantuneger, die beide in zahlreiche Stämme zerfallen. Die fran- Ä Herrschaft hat sich feit ber Mitte bes vori.
hrhunderts allmählich von Gabun aus zum K o na o, an diesem aufwärts bis zur Mündung des U b a n g i, dann diesen begleitend unb an be(- en nördlichstem Punkt in bas Gebiet bes Schari überfpringenb, ausgebreitet. Am Tschabsee fand sie nördlich Anschluß an bie französische Sahara. Die endgültige Grenze gegen Italienisch-Libyen fand sie erst durch bas Abkommen vom 7.1. 1935, bas ber gegenwärtige französische Außenminister Laval mit Mussolini schloß und in bem er 115 000 Qua» braffilometer an Italien abtrat. Die Hauptstadt für bas ganze Gebiet würbe Brazzaville am unteren Kvnno gegenüber Leopoldville. ber Hauptstabt bes belgischen Kongostaates. Sie zählt etwa 40 000 Ein» wohner.
Geographisch unterscheidet man in Französisch- Aequatorialafrika das atlantische Küstengebiet, das Bergland von Gabun, bas Nieberungsland am Kongo und Ubangi, bas Hochland bes oberen Schari und Ubangi und schließlich bas Tschabdecken. Die Küste besitzt neben bem ausgezeichneten Hafen von Libreville nur wenig gute Naturhäfen. Langgestreckte Lagunen begleiten ben niedrigen Strand- iaum und führen zu Dettabilbungen. Das anstoßende Bergland besteht aus alten kristallenen Gesteinen unb birat bei Minbuli an der Bahn Brazzaville- Porte More am Ozean bergmännisch gewonnene Kupfererze. Das Niederungslanb an den Flüssen ist wegen ber reichlichen Niederschläge unb Was. serzusuhren oft monatelang oder bauernd überschwemmt und daher zu einem erheblichen Teil mit Urwald angefüllt. Das ausgedehnte Hochland des oberen Ubangi unb Schari ist ein Teil der mäßig hohen, plateauartigen Wasserscheide zwischen Kongo, Tschad und Nil, deren flache, meist mit Savannen bedeckte und von Jnselbergen durchsetzte Wellen 1200 Meter nicht erreichen. Der Schari leitet von hier in das landschaftlich und klimatisch ganz anders geartete Tschadbecken, d. h. in das durchschnittlich nur 460 Meter hohe abflußlose saharisch,sudanische Step» pcnland um den Tschadsee samt ben umgebenden Hochflächen.
Das Klima ist im größten Teil des Gebietes tropisch, während im Tschabdecken schon bie Nachbarschaft ber Wüste bemerkbar wirb. Die Weber« schläge sind für ein Tropenlanb nicht allzu beträchtlich. Mittelkongo hat bas ganze Jahr hindurch Regen. In ben nördlichen davon gelegenen Gegenden wechseln Regen- unb Trockenzeiten miteinander ab, in ben Tschadländern hingegen wird bie Regenmenge schon gering unb bie Unsicherheit bes jährlichen Regenfalls bem Wüstenklima entsprechend groß. Gesunbheitlich ist bas Klima ben Weißen wenig zuträglich, bas feuchtheiße Tropenklima mit feinen geringen Gegensätzen ebenso wie bas aus» gesprochene Trockenklima bes Norbens. In ben Nie- berungen zeiqt sich neben ber Malaria immer noch bie furchtbare Geißel ber Schlafkrankheit.
Hinsichtlich ber Pflanzenwelt bergen Gabun unb Mittelkongo als äquatoriale Gebiete ausge- dehnte, dünn bewohnte ober weithin menschenleere tropische Urwälder, reich an Kautschuk, Del- palmen und Edelhölzern. Der RegenwaD geht nach
3n Rordysrlka hat eine unserer Lustsormatlonm bie militärischen Stellungen sowie die Anlagen des Flughasens von Marfa Matrnk mit Mafchinenge- wehren beschossen, weitere eigene Flugzeuge Haden den Flotlenstüßpunkt von Alexandrien, den Bahnhof von Marfa Matruk und Maaten Bagufch sowie die Eisenbahn neuerdings bombardiert. wobei Brände hervorgerufen wurden. Alle nufere Flugzeuge find zurückgekehrt. Vie feindNche Luftwaffe Hal Angriffe aus Bir Sofafi, Sldl Ba- ranl, Sollum und Barbia unternommen, ohne Schäden ober Opfer zu verursachen. Unsere durch die internationalen Kennzeichen deutlich erkennbaren Rote-Kreu, - Flugzeuge sind In Ausübung Ihrer Tätigkeit auf der höhe von Sldl Barani von feindlichen Jägern angegriffen worden. Lines von ihnen wurde versenkt, feine Besatzung gerettet
Lines unserer Im Atlantik operierenden U - Bootehat einen feindlichen Torpedosäger versenkt.
In Ostafrika hat unsere Luftwaffe die feindlichen Artilleriestellungen westlich von Gatto bat bombardiert Feindliche Flugzeuge warfen Bomben auf LassaIa und Allab, ohne Schaden anzurichten. ferner auf vlredaua und Glavetlo. wobei leichter Sachschaden und keine Opfer oerur» sacht wurden.
3n der Rächt vom 15. zum 16. unternahm der Feind mit zahlreichen Flugzeugen einen Angriff auf Brindisi. Das sofortige und wlrkfame Lin- areilen der Flak verhinderte, daß Bomben auf die Wohnviertel abgeworfen wurden. Zahlreiche Bomben find Ins Meer gefallen oder auf offenes Feld und verurfachten kleine Brände, die sofort gelöscht wurden. Ferner wurde ein Haus zerstört Lin feindliches Flugzeug ist wahrfcheinlich abgefchoffen worben, während zwei andere von der Luftabwehr getroffen wurden. Opfer find nicht zu beklagen.


