Ausgabe 
18.11.1940
 
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Meine politische Nachrichten

er-

Aus aller Welt

Der Kohlenbergbau allen Ausgaben gewachsen

Aus dem Reich

weisen.

Totes Rennen im Schachturnier.

der sozialen und technischen Fragen im Bergbau werde ohne Zweifel erreicht werden, daß der Berg­bau in jeder Beziehung an die Spitze der Schaffen­den gelange und mit der Mobilisierung aller Kräfte auch in der Lage sein werde, den entscheidenden Beitrag zum Siege zu liefern.

Reichsfachamtsleiter Stein gab an Hand von umfangreichem Zahlenmaterial zu erkennen, welche großen Ergebnisse aus dem Gebiet der Produk­tiv n s st e i g e r u n g im deutschen Bergbau bisher erzielt worden sind. Deutschland habe heute den ganzen europäischen Raum auf dem Gebiet der Kohle zu betreuen, es komme darauf gn, die För­derung noch intensiver als bisher zu gestalten. Die Mittel und Wege dazu lägen in der erhöhten Anwendung der Bergbautechnik, vor allem aber in der Gestaltung der s o z i a l e n L a g e für den Berg, mann, auf dem Gebiete der Gesundheitsführung, der Nachwuchsbildung, der kulturellen Betreuung, des Wohnungswesens und der Lohn- und Arbeitszeit­gestaltung.

Ostgebiete auf 58,9 Millionen Tonnen und mit den neuen Ostgauen Danzig-Westpreuß'en und Warthe- land auf rund 70,1 Millionen Tonnen errechnet wird. Ein Tell wird für Speisezwecke abgezogen werden, dach wird diese Menge nur gut ein Viertel der Gesamternte erreichen. Für die Kartoffelverarbei­tungsbetriebe wird außerdem eine bestimmte Menge beansprucht. Der größte Teil jedoch bleibt übrig für die Verwertung im Futtertrog.

Pflicht der Bauern ist es, die in reichlichem Um. ang vorhandenen Kartoffeln in verstärktem Maße ►er Schweinehaltung zuzuführen. Aus die- em Grunde soll bereits jetzt mit dem E i n d ä m p - en begonnen werden. Auf jeden Fall ist der Schweinebestand durch Aufstellen von Fer-

Universität Hamburg, Professor Gundert, der Rubens-Preis der Hanseschen Stiftung für 1939 dem flämischen Kunstmaler Henry Luytens überreicht. Der Präsident der Hanseschen Stiftung, Professor Rein, gab bekannt, daß für das Jahr 1940 der flämische Dichter R a f Der H u l st mit dem Rubenspreise ausgezeichnet worden sei.

Die Oberrheinischen Kulturtage in Straßburg.

Im Rahmen der Oberrheinischen Kulturtage nahm im Straßburger Stadttheater der Chef der Zivil« Verwaltung im Elsaß, Gauleiter Robert Wagner, die Verleihung des Gaukulturpreises vor. Zum ersten Male könne eine Kulturwoche auf dem heiligen Boden des Elsaß abgehalten werden. Zum ersten Male ständen wir wieder in der Stadt, die aus dem deutschen Geistesleben der Vergangenheit nicht wegzudenken sei. 22 Jahre französischer Herr- chaft hätten genügt, um diese Stadt und das Elsaß >u einem völligen kulturellen Absterben zu bringen. 22 Jahre würden aber dem Deutschland Adolf Hit« lers genügen, um Straßburg wieder zu einem her« vorragenden ersten Kulturzentrum des Reiches zu machen. Durch die Verleihung des Gaukulturpreises werde das Lebenswerk eines Mannes geehrt, der sich um Baden größte Verdienste erworben hat und der Stadt Straßburg und dem altehrwürdigen Kul­turboden zwischen Rhein und Wasgenwald sich im­mer verbunden gefühlt hat, O t t o W a ck e r, der ver­storbene badische Kultusminister. Im Festsaal des Rohan-Schlosses beim Straßburger Münster fand die Eröffnung der Buchaus st ellung statt. Der badische Dichter Hermann Burte zeichnete ein ein­drucksvolles Bild des alemannischen Raumes und ap­pellierte an die elsässischen Dichter, Werke zu schaf­fen, die sich des Landes zwischen Rhein und Was« gengau in Sprache, Kultur und Art würdig er*

überwinden muß, kommt er als Verkehrsweg nicht nehr in Frage. Die Bahn von Brazzaville nach 'forte Moire war also eine wirtschaftliche Notwen­digkeit. Eine ähnliche Aufgabe erfüllt die Bahn, Die von Libreville über Kandjana zum mittleren jongo strebt und hier an die Flußschiffahrt an-

Volk opfert freudig Monat für Monat; die Leistun­gen vergangener Jahre werden durch den Opfergeist der Gegenwart immer wieder übertroffen. So auch bei der dritten Reichsstraßensammlung im zweiten Kriegs-WHW. Die AbzeichenGeschosse und Muni­tion", die am 2. und 3. November von den Forma­tionen der Partei angeboten wurden, erbrachten als vorläufiges Ergebnis 15 553 739,95 RM.

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HaupnLriflletter: Dr firiebrtd) WUdelm Sange. Stellvertreter bei Pauptlchri-Heiler- Ernst Blumschem. Verantwortlich jflt Polittt und Bilder Dr. fit. W. Sange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; itti Stad' Gießen. Proorm, Witt,chau u. Sport: Ernst «tumfchem.

Druck und Vertag Brühliche Univefitat-bruckerei R. Lange fi. G, Vermqeletter: Dr.-Ing. Erich Hamann- Sn-etgenleiter- Harr» SÖcde »ernnt«nrt»a> »flr hen ffümmrt KLtttA

Nach der im September durchgeführten Schweine­zählung hält sich die Entwicklung der Schweinehal« tung im Rahmen der ernährunaswirtschaftlichen Er« ordernisse. Es gilt jetzt, den Schweinebestand zu ~ halten und f o r t z u e n t w i ck e l n. Die Möglichkeit dazu gibt das günstige Ergebnis der Kartoffel­ernte, die für Großdeutschland ohne die neuen

Schwere Stürme tobten über Spanien.

Stürme und heftige Regengüsse suchten das Gebiet | der spanischen Nordküste heim. Die Drahtverbin- düngen zwischen Vigo, Lissabon und Madrid waren tundenlang unterbrochen. Man befürchtet große Ueberschwemmungen. lieber L a Coruna tobte der Sturm zeitweise mit der Stärke eines Zyklons. Viele Dächer wurden abgedeckt, Bäume entwurzelt und die Drahtleitungen zerstört. Zahlreiche Personen wurden verletzt. Im Hafen staute sich das ^Lasser, so daß die tieferliegenden Stadtteile überschwemmt wurden. Auch über Madrid und Umgebung ging ein wolkenbruchartiger Regen nieder, begleitet von heftigem Sturm, der besonders unter den Lichtlei­tungen zahlreiche Schäden verursachte. Der Straßen­bahn- und der Untergrundbahnverkehr war während mehrerer Stunden unterbrochen.

Das Unwetter über Belgien.

Die furchtbaren Unwetter, die am Ende der ver­gangenen Woche über Belgien und Nord- frankreich tobten, haben einen unabsehbar gro­ßen Schaden anaerichtet. Neben den Zerstörungen von Licht- und Telephonleitungen sind auch viele Häuser und Stallungen eingestürzt. Dabei wurde in Bertem ein Mann von zusammenbrechenden

Die japanische Armee habe nicht einen ein­zigen Mann verloren. Zweifellos sei, daß der Verlust der Zufuhrstraße im Itschang-Bezirk, die Schließung der Französisch-Jndochina-Straße so- wie die japanische Bombardierung der Mekong- und der Salweendrücken unmittelbar nach der Wie­deröffnung der Burmastraße, der Tschungkingregie« rung materiell und moralisch einen schweren Schlag versetzten. Die Tschungkinger Auslegung der jüngsten japanischen Rückzüge aus Nanning und Pamshien, als ersten Schritt für den allgemei­nen Rückzug der Japaner aus Südchina, sei daher eine grundlose Propagandameldung, der keine Beachtung zukomme.

Japan baute neue Eisenbahnlinie in Nord-China.

Peking, 16. Nov. (DNB.) Am Freitag wurde die neue Eisenbahnlinie, die die Tientsin Pukou - Eisenbahn und die Peking Han- kau- Eisenbahn miteinander verbindet, eröffnet. Die neue Eisenbahnlinie, dieTchshih"-Dahn ge­nannt wird, ist 200 Kilometer lang und wurde in fünfmonatiger Arbeit gebaut. Sie erschließt eine reiche Baumwolle erzeugende Gegend, verbindet die Kohlen produzierende Provinz Schansi mit Tsingtau und ist nicht zuletzt von unermeßlichem militärischem Wert, da sie den Einsatz der Japaner auf die Pro­vinz Hopei wesentlich unterstützt.

Mauern getötet, aus der Provinz Brabant und^aus Herstal werden zahlreiche Schwerverletzte gemeldet, die von herabstürzenden Ziegelsteinen getroffen wurden. Große Verwüstungen werden aus dem flämischen Ort Wetteren und den Küstenstrichen ge­meldet. In Boulogne -sur-Mer beläuft sich der Schaden auf mehrere Millionen französische Fran- ken. Infolge des in diesem Ausmaß noch nicht er­lebten Sturmes gab es im TheaterAux Ambassa­deurs" zu Lille Kurzschluß. Es entstand ein Brand, der sich durch den starken Sturm rasch aus­dehnte und dasTheatervollkommen ein­äscherte. Auch die Zichorienfabrik in Lambrechies wurde durch eine Feuersbrunst vollkommen zerstört, wobei Werte im Betrage von über einer Million Franken vernichtet wurden. In dem Sportpalast zu Antwerpen wurden 183 große Fenster zer­trümmert.

Die Träger des schwäbischen Dichlerpreises.

Ministerpräsident und Kultusminister Mergen- thaler verlieh den schwäbischen Dichterpreis des Jahres 1940 in zwei gleichen Teilen (je 1500 RM.) dem Schriftsteller Ernst Krauß in Oppenshausen (Thüringen) für seine unter dem Schriftstellernamen Georg Stammler herausgebrachten Gedichte Streit und Stille" und sein WerkWas uns stark macht Gedanken zur deutschen Aufgabe", und dem Schriftsteller Dr. Max Reuschle in Stuttgart- Sillenbach für feine beiden GedichtbändeBruder- geftirne" undDeutsche Gesänge: Volk, Staat und Gott".

Das erste Meisterturnier des Großdeutschen Schachbundes in Krakau, Krynica und Warschau wurde beendet. In der vorletzten Runde gewann Bogoljubow als Nachziehender seine Hänge­partie gegen Blümich, während Kohler gegen Richter nur unentschieden spielen konnte. Bogol» jubow hatte dadurch mit dem süddeutschen Soldaten Gleichstand erzielt. In der letzten Runde trafen die beiden Spitzenreiter aufeinander. Nach mehr als vier Stunden wurde das interessante Treffen un­entschieden gegeben, sodaß beide den ersten Preis teilen. Richter wurde durch einen Sieg über Ahues Dritter. Des weiteren siegte als Schwarzer der Deutschlandmeister Kieninger über Mrosz und Müller gewann als Anziehender gegen Lokvenc, während sich Gilg und Blümich unentschieden trenn­ten. Das Endergebnis ist somit Bogoljubow (Kra, kau) und Kohler (München) je 7,5 Punkte., Richter (Berlin) 7, Lokvenc (Wien) 6, Ahues (Königsberg), Blümich (Leipzig), Mrosz (Krakau) und Müller (Men) je 5,5 Punkte, Gilg (Troppau) 4,5, Kienin» ger (Köln) und Rellstab (Berlin) je 4, Eisinger (Karlsruhe) 3,5 Punkte.

Mit sofortiger Wirkung ist ein D err e ch - lungsverkehr zwischen Deutschland und dem besetzten sowie dem unbesetzten Gebiet Frankreichs einschließlich der französischen Ko- Knien, Protektorate und afrikanischen Mandatsge­biete sowie Syrien-Libanon eingesührt worden, für j?e Wareneinfuhr, Dienstleistungen, ideelle Leistun- h sowie bestimmte weitere Zahlungen aus dem Gebiete des Kapitalverkehrs. Die Einzahlungen sind h Deutschland an die deutsche Verrechnungskasse kerlin zu leisten. Als Kursrelation gilt eine Reichs­mark gleich 20 Franken.

Im Austrag des Reichsmarschalls wurde tn den Betrieben der Reichswerke .Hermann Go­li ng" einer Anzahl von Arbeitern und Angestell- tn das ihnen vom Führer verliehene Kriegs- lerdien st kreuz II. Klasse im Rahmen von Getriebsfeiern überreicht. Die Verleihung erfolgte Ti Mitarbeiter der Werke, die sich unter den schwie- tgften Arbeitsbedingungen besonders verdient ge­kracht haben.

Im Rahmen einer Kriegsarbeitstagung der e i ch s p r e s f e st e l l e der N S D A P., zu der be Gaupresseamtsletter, die Hauptschriftleiter der tzarteipresie und weitere führende Publizisten der Ätschen Presse in der Reichshauptstadt zusammen- terufen waren, wurden durch politische Vorträge ihvender Persönlichkeiten aus Partei und Staat len Journalisten Ausblicke auf die geistige und poli- tsche Situation unserer Zeit und Anregungen für sie Winterarbeit der Presse vermittelt.

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Der rumänische Regierungschef General Anto­tes cu hat zusammen mit Außenminister Sturdza lie italienische Hauptstoß verlassen. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahnhof der Duce, Außen­minister Graf Ciano, Parteisekretär Serana, Mini- fer Paoolini, der deutsche Geschäftsträger Fürst vismark sowie die rumänischen Gesandten beim Lulrinal und beim Helligen Stuhl eingefunden.

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Zur Durchführung des Arbeitsdienstes ter rumän ischen Jugend wurde die Orga- rifation .Legionäre Arbeit" unter Führung des legionärskommandanten Stoicanescu, des ftabinettchefs von Horia Sima, gegründet.

schließt. Mit diesen Hinweisen sind die vorhandenen Verkehrswege erschöpft. Im Urwald dienen allein menschliche Träger, im Grasland Träger und Saumtiere dem Verkehr. Aus diesen Gründen lie­fert Französisch-Aequatorialafrika nur wenige marktfähige Erzeugnisse für die Ausfuhr, und zwar in erster LinieK autschuk und Elfenbein, die raubwirtschafllich durch Sammeln gewonnen wer­den und im Ertrag zurückgehen. Dazu kommen Edelhölzer und Palmkerne aus den küsten- nahen Urwäldern. Das Tschadseebecken weist als ein­zigen Reichtum seinen nicht unerheblichen Vieh- b e ft a n b auf. Europäische Kaffee-, Kakao- und Kautschukpflanzungen find noch be» scheiden »entwickelt, ebenso der Bergbau auf Kup - f e r und Eisen. Der tiefere Grund dafür liegt wohl in dem Umstand, daß der langsame Bevölke­rungszuwachs in Frankreich bei dem Uedermaß des französischen Kolonialbesitzes nicht mehr eine aus- reichende Durchdringung der weniger begünstigten Gebiete mit Weißen gestattet. Was sich erreichen läßt, hat das von Französisch-Aequatorialafrika um­schlossene Kamerun in den Jahrzehnten gezeigt, als die Deutschen hier herrschten und kolonisierten.

gtorben allmMich in die Savanne mit ®alerte- akdftteifen längs der Flüsse und p art artigen Ge° jlzgruppen über. Arn mittleren Schari beginnt die leist mit Akazien bedeckte Dornbusch st epp e. ie findet chre Ausläufer in der Wüste. Die ierroelt entspricht dieser Gliederung. In den Urwäldern leben noch der Gorilla und der Schim­panse, die beiden Menschenaffen. Don der Bevöl­kerung haben die Bantuneger ganz Gabun und den größten Teil von Mittelkongo inne. Sie stehen auf niedriger Kulturstufe und huldigen noch der Men° slhenfresserei. Die nördlich von ihnen lebenden Su- hanneger sind schon zu größeren politischen Der- imnden zu ammengeschlossen. Sie wohnen in statt­

Der Führer der deutschen Volksgruppe in Rumä­nien, Andreas Schmidt, wurde von König Michael und Königinmutter Helene in Audienz empfangen.

Im Rahmen des Besuches einer Hitler- Jugend-Abordnung in Ungarn fand in Budapest eine Parade der HI. und der Lewente- Kompagnie (ungarische Juaenborganisatton) statt, die von Honvedminister Bartha ab genommen wurde. Anschließend gab der Minister zu Ehren der deut­schen Gäste ein Festessen.

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Der Leiter des Deutschen Wissenschafllichen Jnsti- uts in Sofia, Professor Hans K o ch, ist zum Ehren­mitglied des Mazedonischen Wissenschaftlichen In­stituts gewählt worden.

Eine Ausstelluna deutscher graphischer Kunstwerke aus dem 16. Jahrhundert wurde im Nationalen Museum der Schönen Künste in Santiago er­öffnet. Die Stiche sind ein Geschenk der deutschen Regierung an Chile zur 400-Jahr-Feier der Grün­dung der Stadt Santiago.

Die dänische Postverwaltung teilt am Sonntag mit, daß es gelungen ist, die Po st Verbindung zwischen Dänemark und den Fär-Oer- Inseln wiederherzustellen. Zur Beförderung zu- gelaffen sind nur einfache Postsendungen, die zu normalen Tarifen über Deutschland, Sowjetrußland, Sibirien und die Vereinigten Staaten geleitet wer­den.

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In der Debatte um das Finanzgesetz im däni- s ch e n Folketing ist es von verschiedenen Par- teien zu Angriffen auf die dänische Regierung ge­kommen. Aussehen erregte der Antrag des Führers der dänischen Nationalsozialisten, Dr. Clausen, durch Ausschreibung von Wahlen zu klären, ob die Regierung Stauning sich noch auf das Ver­trauen des Volkes berufen kann.

In Bolivien beabsichtigt die Regreruna mit ausländischem Kredit große Eisenbahnbau- t e n zu beginnen. Das bolivianische Eifenbnhnwesen soll reorganisiert werden. Dabei soll die Mitarbell 1 der Lustfahrtgesellschast eine Förderung erfahren.

lieben Dors.

Wirtscha tlich ist das ungeheure Gebiet noch wenig erschlossen. Da der Kongo unterhalb von Brazza- lle noch eine große Zahl von Sttomschnellen

Hubens-Jeter In Antwerpen.

DieStadt Antwerpen stand im Zeichen der aus Anlaß des 300. Todestaaes des großen vlümischen Malers Peter Paul Rubens veranstalteten Feiern. Dank der Jnlliative der deutschen Militärstellen konnten die festlichen Veranstaltungen in einem sehr viel größeren Rahmen durchgeführt werden als ursprünglich geplant war. Nach einer Kranznieder­legung in der Krypta der S.-Jakobs-Kirche fand im Saale desKoninglyk Konstverbonds" eine Fest­sitzung statt, in der Museumsdirektor Dr. Hans Kruse (Siegen, der Geburtsstadt des Meisters) und der Antwerpener Professor Dr. van Roos« b r o e ck sprachen. Am Samstagnachmittag folgte eine Aufführung der Rubens-Kantate des flämischen Komponisten Peter Benoit, Am Sonntagvormtt-

kein, die reichlich vorhanden sind, zu ergänzen. Bereits für 1,5 Millionen Schweine sind Mast- vertrüge zur Verteilung gelanat, denen in Kürze weitere Verträge für rund 900 000 Schweine fol­gen werden. Neben den zur Vertellung gelangenden Futtermittelmengen wird ferner eine gewisse Menge Futtergetreide und Zuckerschnitzel frei verteilt. Das Verbot der Verfütterung von Brotgetreide bleibt uneingeschränkt bestehen.

Wie verteilen sich die Fachärzte?

Dr. Blome vom Hauvtamt für Volksgesundheit hat schon vor einigen Wochen mitgeteilt, daß ein verhältnismäßig hoher Hundertsatz der länd­lichen Bevölkerung nicht genügend, ärzttich betreut wird und daß z. B. in den ländlichen Be­zirken Oftbayerns mehr als ein Fünftel der Todes­fälle erfolgte, ohne daß ein Arzt zu Rate gezogen wurde. Auch die fachärztliche Betreuung der einzelnen Reichsgebiete ist nicht gleich- mäßig. In Berlin und Hamburg sind fast die Hälfte aller Aerzte Fachärzte; auch im Rhein- land und in Wien ist Der Anteil der Fachärzte überdurchschnittlich. Erheblich unter dem Durch­schnitt liegen die Mark Brandenburg, Bayern und Württemberg. Die Fachärste sind in insgesamt 15 Fachgruppen zusammengesaßt, unter denen Innere Medizin und C h i r u r - g i e mit je etwa 2500 Fachärzten zahlenmäßig an der Spitze stehen. Die vorsorgliche Ausbildung einer großen Zahl tüchtiger Chirurgen hat sich während des jetzigen Krieges für unzählige Soldaten als wahrhcrst großer Segen ausgewirkt.

München, 17.Nov. (DNB.) Gerade vor Be- rinn des Winters steht der Bergbau vor großen Aufgaben. Der Ausrichtung auf diese Aufgaben tiente die Reichsarbeitstagung des Fachamtes Berg­tau der DAF. in München. Reichskohlenkommissar kalter kennzeichnete die entscheidende Bedeutung, lie dem Grotzdeutschen Reich als der ersten .^ohlenmacht Europas politisch und mili- ttrisch nach der Ausschaltung Englands zugefallen it Es werde immer vom Bergmann, seiner Sei» sungskraft und Leistungsfreude abhängen, ob die ksutsche Kohle den Anforderungen, die nun von ganz ssurooa an sie gestellt würden, entsprechen könne. Me deutsche Kohlenversorgungslage würde allen Anforderungen trotz der nun_ einmal beson- lers auf dem Gebiet der Derkehrsmöglichkeiten vor­handenen Schwierigkeiten jetzt und in immer stär­kerem Maße gewachsen sein. Er untersttich die Not­wendigkeit einer gesunden Marktführung im Kohlenhandel, die durch eine planmäßige V e r - teilungswirtschaft herbeigeführt werden nüffe. Mit der von der DAF. angestrebten Losung

Weihnachis- und Abschluß- Gratifikationen 1940.

Bereits 1939 hatte der Reichsarbeitsminister die Weihnachtsgratifikationen den Vorschriften über den edgemeinen Lohnstop unterworfen, um damit etn Ansteigen dieser Beträge über das bei einer knap- en Derbrauchsgüterdecke der deutschen Kriegswirt- chaft oertretbare Maß zu verhindern. Aus den lleidjen Gründen hat auch in diesem Jahre eine Zindung der Weihnachis- und Abschlußgratisikatto- ren nach oben erfolgen müssen. Der Reichsarbeits- minifter hat sich jedoch aus sozialpolitischen Erwa- xungen heraus nicht entschließen können, eine viel­fach angeregte Senkung einzelner Gratifikationen i linzuordnen. Er hat auch kein Zwangssparen dieser Beträge in Erwägung gezogen, wie gleichfalls an- ceregt war. Er hat lediglich bestimmt, daß 1940 tn ien Bettieben feine höheren Gratifikationen ausge- schüttet werden dürfen, alsfür die gleiche Tätig­keit" 1939 betriebsüblid) mar. Wenn, z. B. jemand 1940 zum Vorarbeiter aufgerückt ist, er also nicht nehr diegleiche Tätiakett" ausübt, kann ihm die rielleicht im Betrieb übliche erhöhte Grattfikatton : Des Vorarbeiters gegeben werden. Bei Züscher

Tätigkeit wird jedoch, selbst wenn diese gleiche Tätig, leit erhöhte Entlohnung in der Zwischenzeit erfah­ren hat, nur die gleiche Grattfikatton rote 1939 statt­haft fein. ,

Weihnachtsgrattfikattvnen von weniger als einem Wochenlohn oder % Monatsgehalt können bis zu liefen Grenzen heraufgesetzt werden. Bis zu diesen Grenzen können Weihnachtsgratifikattonen auch bert gegeben werden, wo bisher noch keine gezayit vurdey. Grundsätzlich soll auch keine Senkung der

Grattftkationen erfolgen, soweit ein Rechtsanspruch besteht. Die Kürzung ist nur möglich mit Zustim­mung des Reichstreuhänders. Gratifikationen ohne Rechtsanspruch sollen tn demselben Ausmaß ausge- ^hlt werden wie im vergangenen Jahre. Dabei ist es selbstverständlich, daß ein Gesolgschafts-mitglied, das etwa im vergangenen Jcchre pftichtroidrig oder disziplinlos handelte, nicht noch mit Geschenken be­dacht werden kann. Weiter ist eine Senkung oder Abschaffung der Weihnachtsgrattfikatton möglich, wenn der Betrieb in eine schwierige Lage gekommen ist. Die Treuhänder der Arbeit können auch son Ausnahmen zulassen. Für den öffentlichen Dienst ist eine besondere Anordnung zu erwarten. Alle Wcihnachtsgrattfikattonen, auch die ohne Rechtsan­spruch, sind steuerlich abzugsfähige Betriebsaus­gaben. Eine Besteuerung der Gratifikationen erfolgt daher nur noch bei der Einkommen- bzw. Lohn­steuer.

Lieber 15,5 Millionen bei -er dritten IteichSstraßensammlung.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Das deutsche Winter- hilfswerk hat bei Franzosen, Belgiern, Holländern, Schweizern und anderen Völkern Nachahmer ge­funden, die sich ausschließlich an das deutsche Vor­bild halten. Der ursprüngliche Zweck des Winter- httfsroerkes ist schon seit Jahren erfüllt worden. Die gewaltigen Ueberscküsse aus den Winterhilfswerken werden heute für Die Gesunderhaltung der Nation, vor allem der Mütter und Kinder, aufgeroenbet. Kindergärten, Mütter- und Kindererholungsheime, Land- und Heimverschickung, Schwesternstattonen, Beratungsstellen und andere soziale Einrichtungen Werden heute mehr denn je benötigt Das deutsche

| tag wurde nach einer Rede des deutschen Kommis­sars für die StcM Antwerpen, Dr. Delius, der im Aufttage des Chefs der Militärverroaltung, Dr. Reeder, Faksimiledrücke von Briefen der Mutter Rubens der Stadt überreichte, biyrd) den Rektor der

Gegen die Tschunking-propaganda.

Der Rückzug japanischer Truppen aus Nanning.

Tokio, 15. Nov. (DNB.) Das kaiserliche Haupt­quartier verlautbart, daß seit November des letz­ten Jahres die japanischen Truppen P a m s h i e n , nordwesllich Pakhoi, und die N a n n l n g g e b i e t e in der Kwantung-Provinz besetzten und |omit die Zusuhrstraße für Tschungking von Französisch- Jndochina abschnitten. Da jedoch nach dem Ein­marsch bei japanischen Truppen in Französisch- Jnbochina bie Blockabe von S ü b ch i n a nahezu vollenbet unb damit die strategische Wichttgkeit Nannings und Pamshiens aufgehoben fei, hätten die japanischen Truppen bie Räu­mung Nannings begonnen. Der Rückzug sei militärischem Brauch entsprechenb erfolgt, unb bie Streitkräfte feien auf anbere Gebiete verteilt wor­den.

Trotzbem habe bie Tschungking-Regie- r u n g , in Verbreitung übler grundloser Berichte behauptet, baß bie chinesischen Truppen nach er­bitterten Kämpfen bie japanischem Truppen b e - siegt unb Nanning zurückerob ert hätten. Die feinblichen Truppen hätten aber trotz verschie- bener Vorstöße gegen das Nanninggebiet fein Hin- bernis für bie japanischen Operationen bedeutet.