Nähtage der Frauenschast
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Zorn
Verbessern von Soppen, Soßen, Gemüse, Fleischspeisen, Eintopfgerichten
m der Woche (Montag, Mittwoch und Donnerstag) wird genäht. Jede Frau verpflichtet sich, einen halben Tag zu kommen. Es könnten sich noch manche melden, denn viele sind sicher nur deshalb nicht gekommen, weil sie gar nicht wissen, wieviel und wie segensreich dort gearbeitet wird. Es kann sich jede jederzeit anmelden! (Aufn.: NS.-Frauenschaft.) Gfs.
In der Nähstube des Deutschen Frauenwerkes. Pantoffeln für unsere Verwundeten in den hiesigen Lazaretten machen diese Frauen Alte Portieren, selbst mit Stickerei, werden hierfür verwendet. Die Leiterin ist sehr geschickt. Sie richtet alles in den Abendstunden mit ein paar Hilfen vor, damit es an den „Nähtagen" wirklich ein Stück ' gibt. Wieviel Freude macht es, zu sehen, wie ein Stück nach dem andern fertig wird, und immer zu denken, jetzt kann wieder einem Verwundeten, der doch alles für uns eingesetzt hat, eine Freude gemacht werden.
Aber nicht nur Schuhe werden in der Nähstube gemacht, dort werden auch Flickbeutel für die arbeitsüberlastete Landfrau oder Arbeitskameradin fertiggestellt: die Wehrmacht sorgt reichlich für Arbeit. Eben sind es 700 Unterhosen, die geflickt werden müssen. Auch der Arbeitsdienst hat diese Hilfsquelle entdeckt und findet, daß es sich auf Strümpfen, die Frauenhände stopfen, doch besser geht. Drei Tage
in Verbindung zu setzen und ihr Mitteilung über Aller, Standort usw. d e s oder der in Frage kommenden Walnußbäume zu machen.
Gießener Echlachtviehmarkt.
Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 41,5 bis 45,5, Bullen 36 bis 47,5, Kühe 15 bis 49,5, Färsen 38 bis 49, Kälber 25 bis 57, Hämmel 25 bis 44 Rpf. je % Kilo Lebendgewicht, Ziegen 13 bis 32 RM. pro Stück. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,14; bl (135 bis 149,5 kg) 1,14; b2 (120 bis. 134,5 kg) 1.14; c (90 bis 119,5 kg) 1,12; d (80 bis 89,5 kg) 1,06; e—f (unter 80 kg) 1,02; gl (fette Specksauen) 1,14; i (Altschneider) 1,14; g2 (andere Sauen) 1,06; h (Eber) 1,06 RM. Marktverlauf: Gut, alles zugeteilt.
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von Licht und Schatten darauf. Immer wieder taucht dazwischen der Führer auf. Im Brennpunkt der Ereignisse steht der kühne Feldherr und Sieger gigantischer Schlachten.
Das vierte Bändchen zieht die Bilanz. Dort häuft sich polnische Schande über den Zeugnissen eines verbrecherischen und verblendeten Regimes, und hier erhebt sich der deutsche Sieg und wird zum Gewissen auch dieses Landes. Des Führers Arbeitsmänner marschieren mit griffbereitem Spaten und lassen unter den Trümmern des alten Polen ein neues Land auferstehen.
Aufbau und Befriedigung finden in den Bildern des letzten Bändchens ihre historische Verewigung. Nicht um zu zerstören hat der Führer den ihm aufgezwungenen Krieg geführt, sondern um aufzurichten und eine soziale und kulturelle Entwicklung anzubahnen, zu der polnische Führung und Herrschaft sich als unfähig erwiesen hatten.
In 90 Bildern zieht ein Stück Weltgeschichte an unseren Augen vorüber — Weltgeschichte, die wir miterleben durften! Dokumente von größter Bedeutung und ein wertvoller Besitz also sind diese fünf Bändchen, die am 21. und 22. September an den Rockaufschlägen jedes deutschen Volksgenossen flattern werden. Daß jeder von uns alles daranfetzen wird, um alle fünf zu besitzen, dessen sind wir überzeugt. Jeden von uns blicken diese Bilder, in denen der Geist unsrer Zeit atmet, an als die Zeichen, unter denen sein eigenes Leben steht. Jeder von uns wird sie so verwahren als Erinnerung an das verflossene große deutsche Jahr. Und er wird es um so lieber tun, als er weiß, daß die kleine Spende, die mit ihrem Erwerb verbunden ist, dazu beiträgt, daß soziale Arbeit die Grundlagen schaffen kann, auf denen fest und gesichert ruht, was Deutschlands Söhne unter dem Einsatz ihres Lebens errangen.
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Die Buchreihe, die jeder kaust.
90 Bilder Weltgeschehen in fünf Buchabzeichen.-Bilddokumente des siegreichen Feldzuges im Osten. - Am kommenden Wochenende an jedem Nockaufschlag.
Wenige Tropfen genügen ja fchon.
Mso rech, sparsam damit seih Moggi’s Würze ist anerkannt gut und aus- giebig Wenn olle damit sparen, wird jeder etwas bekommen, und d,es entspricht zugleich einem Gebote der, Zeit _ __|s Uin.,-0
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gliedern mitteilen konnte, schloß er mit dem Gedenken an den Führer und die Wehrmacht die Versammlung.
2Reid)6fleiberfarte für beurlaubte und entlaffeneGoldaten.
Der Reichswirtschaftsminister hat die Aushändigung von Reichskleiderkarten bei der Beurlaubung und Entlassung aus der Wehrmacht neu geregelt. Wehrmachturlauber erhalten danach grundsätzlich keine Reichskleiderkarte. Diejenigen Wehrmachturlauber aber, die nachweislich für längere Zeit bzw. bis auf weiteres von der Truppe beurlaubt sind und versichern, daß eine Versorgung mit bezugsbeschränkten Spinnstoffwaren durch die Wehrmacht seit ihrer Beurlaubung nicht mehr erfolgt, erhalten ohne weiteres die volle Reichskleiderkarte. Bei endgültigen Entlassungen werden je nach der Dauer der Zugehörigkeit zur Wehrmacht den entlassenen Soldaten zusätzlich Kleiderkartenpunkte, die bis zu anderthalb Karte gehen können, ausgehändigt.
Wo stehen wertvolle Walnußbäume?
Der Winterfrost 1939/40 hat unter den Walnußbäumen stark aufgeräumt. Es sind viele der an= gekörten wertvollen Bäume erfroren, die vorgesehen waren als Lieferanten von Edelreisern zur Veredelung und von Früchten zur Aussaat zwecks Heranzucht wertvoller Zuchtware. Anderseits haben erfreulicherweise doch viele Walnußbäume den strengen Winter überstanden und tragen auch Früchte. Die Versuchs- und Forschungsanstalt für Wein- und Gartenbau in Geisenheim, Forschungsstelle für Walnußveredelung und Züchtung, ist bemüht, diese Bäume zu ermitteln und die Früchte auf ihren Markt- und Handelswert zu prüfen. Geeignete Bäume werden angekört, damit deren Früchte für die Zukunft zur Aussaat und deren Edelreiser für Veredelung Verwendung finden. Die Forschunas- stelle hat eine Anleitung drucken lassen, die allen Besitzern wertvoller Walnußbäume durch die zuständige Gartenbauberatungsstelle zugestellt wird. Letztere haben Auftrag, die besonders wertvollen Bäume zu ermitteln, mit dem Besitzer in Verbindung zu treten und die erforderliche Verbindung zur Forschungsstelle herzustellen. Es ergeht daher an alle Besitzer wertvoller Walnußbäume die Bitte, sich mit der zuständigen Gartenbauberatungsstelle
** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Sein 35jähriges Dienstjubiläum bei den Stadtwerken kann heute der Schichtführer Heinrich Schmidt feiern. Im Kreise der Arbeitskameraden wurde der Jubilar geehrt und erhielt für seine.langjährigen treuen Dienste ein Glückwunschschreiben des Oberbürgermeisters
** Eine Achtzigjährige. Am heutigen Mittwoch kann Fräulein Frida Habermann, Jhe° rinMraße 9 wohnhaft, in guter Gesundheit ihren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin unseren herzlichsten Glückwunsch.
Strafkammer Gießen.
Der wegen Diebstahls und Diebstahlsversuchs bereits vorbestrafte K. I. aus Klein-Karben war an« geklagt, in Ausübung seines Dienstes bei der Reichsbahn in Altenstadt und Lindheim in sechs bis sieben Fällen Nachweise über Zeitfahrkarten gefälscht zu haben. Er hatte die Nachweise über kürzere Strecken, als für die tatsächlich eingelösten Karten bezahtt war, eingetragen und den sich daraus ergebenden Differenzbetrag stets in seine Tasche gesteckt. Auf diese Weise veruntreute er insgesamt etwa 60 bis 70 RM. Der Angeklagte war geständig. Dem Antrag des Angeklagevertreters entfpre-
Stadttheater Gießen.
Am heutigen Mittwoch wird dramatische Ballade in drei Akten von ChristiaN^iemens wiederholt. Spielleitung: Intendant Har^ Walter Klein Bühnenbild: Karl Löffler.
Ortszeit für den 19. September.
Sonnenaufgang 7.06 Uhr, Sonnenuntergang 19.30 Uhr. — Monduntergang 9.45 Uhr, Mondaufgang 20.38 Uhr.
Staatsrat i. N. Block 75 Lahre alt.
Am morgigen 19. September kann der Staatsrat i. R. R u d o l f B l o ck in Darmstadt in aller Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Durch seine langjährige Tätigkeit in der Schulabtsilung des hessischen Ministeriums und durch sein Wirken für den VDA. ist Staatsrat Block weithin in Hessen bekannt geworden.
Der Jubilar stammt aus Alsfeld, wo er am 19. September 1865 als Sohn eines Forstmeisters geboren wurde. Er studierte Mathematik und Naturwissenschaften an den Universitäten Leipzig, München und Gießen, im Mai 1888 bestand er in Gießen das Fakultätsexamen. Nach seinem Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt war er als Lehramtsassessor in Heppenheim an der dorttgen Höheren Bürgerschule (spätere Oberrealschule) tätig, dann genügte er seiner Militärpflicht. Anschließend kam er ab 1. April 1891 als Oberlehrer nach Gießen an das Realgymnasium und die Oberrealschule, die damals noch vereint waren. Hier wirkte er bis zum 1. Oktober 1904, dann wurde er zum Direktor der Realschule in Wimpfen ernannt. Am 1. Oktober 1907 wurde er als Oberschulrat in die Schulab- teilung des hessischen Ministeriums des Innern berufen, dort wurde er im Jahre 1910 zum Geheimen Oberschulrat, 1919 zum Ministerialrat und bald darauf zum Staatsrat ernannt. Bis zu seinem Uebertritt in den Ruhestand am 1. Mai 1931 war er im Ministerium an führender Stelle des hessischen Schulwesens tätig. Neben seinem Amt wirkte er als Leiter des Volksbundes für das Deutschtum tm Auslande (VDA.) in Hessen in hervorragender Weise; seine Verdienste auf diesem Gebiete wurden im Mai 1932 vom Deutschen Auslandsinstitut durch die Verleihung der Ehrenurkunde für Verdienste um das Auslandsdeutschtum anerkannt. In zahlreichen pädagogischen Fachzeitschriften und in Abhandlungen pädagogischen Inhalts hat Staatsrat Block auch als Schriftsteller auf dem Gebiete der Schulfragen eine weitteichende Tätigkeit entfaltet.
Lange Jahre war Staatsrat Block Vorsitzender des Hessischen Oberlehrervereins. Er war auch der Gründer des Deutschen Philologenverbandes, m dem . er die zahlreichen deutschen Oberlehrervereine zusammenführte. Sein Wirken auf diesem Gebiet wurde durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft im Hessischen und im Deutschen Philologenverband anerkannt.
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Sportamt.
Sport und Spiele für Männer und Frauen Mittwochs von 20.30 bis 21.30 Uhr, Goetheschule.
67 700 NM. für das Kriegs-WHW.
Bei den Spenden am ersten Opfersonntag des Kriegs-Winterhilfswerks 1940/41 wurden im Kreise Wetterau rund 67 700 RM. gesammelt. Auf die Stadt Gießen und ihre beiden Vororte entfallen von dieser Summe 14 885 RM. Gegenüber der gleichen Sammlung beim 1. Kriegs-WHW. stellt dieses Ergebnis eine erhebliche Steigerung dar.
Dom Mütterdienst
des Deutschen Frauenwerks.
Am morgigen Donnerstag, 19. September, beginnt der Mütterdienst des Deutschen Frauenwerkes wieder mit einem Nähkursus. Zunächst sind Stopfen und Flicken vorgesehen. Der Kursus beginnt um 20 Uhr im Hause Schanzenstraße 18. Anmeldungen werden in der Dienststelle der Kreisfrauenschaft, Frankfurter Straße 1, entgegengenommen.
Gießen-Wieseck. /
Ein Jahr ift eine Winzigkeit im Leben der Nation. Es taucht unter im Jahrzehnt oder wird aufgesogen von der Bedeutung des Jahrhunderts. Und doch kennen wir Jahre, die dem Jahrzehnl, ja selbst dem Jahrhundert ihren Glanz und ihre Größe geben.
Das vergangene Jahr war ein solcher Abschnitt, der aus der Geschichte unseres deutschen Volkes nicht mehr fortzudenken ist. An der Härte dieses Jahres wurden wir selber hart, und an seiner Größe ricy- ten wir uns auf. Dieses vergangene Jahr des Kamp* fes und Sieges beherrscht uns und erfüllt uns bis zum äußersten. Wir fühlen seine Bilder für immer in uns lebendig.
Diese Bilder des vergangenen großen Jahres, die wie Monumente unseres Sieges in die Zukunft hineinragen, sind auf winzigem Raum in fünf kleinen Abzeichen-Büchlein zusammen- qedrängt, die uns die erste Reichsstraßensammlung für das Kriegs-WHW. 1940/41 am 21. und 22. September bringen wird. In den 90 Bildern dieser kleinen Bändchen zu 3V-- mal 5 Zentimeter Größe, die den Titel: „Des Führers Kampf im O st e n" führen, rinnt ein Stück Weltgefchichte ab.
Jede bedeutungsvolle Phase der Vorgeschichte des Krieges, der Vertragsabschluß mit Sowjetrußland, des Führers Rede, die Antwort Polens und die Drohung der Westmächte, Polens Herausforderungen rinnt Bild für Bild vor uns ab. Jedes bedeutsame Ereignis ist durch ein eindrucksvolles Photo vergegenwärtigt, das uns erneut die ganze Spannung jener Stunden fühlen läßt.
In zwei weiteren Bändchen erleben wir bann den glanzvollen Sieges'zug der achtzehn Tage. Jeder Tag ist in einem Bild festgehalten. Monumente und Meilensteile des Sieges sind diese Bilder, hart wie aus Eisen geschnitten die Konturen
Am Freitagabend führte Vereinsführer Dau- pert vom Tv. Wieseck als Ortssammelleiter für das WHW. einen Appell sämtlicher Vereinsführer der hiesigen Sportvereine durch und gab dabei die Richtlinien für die Sammlung des NS.-Reichsbundes für Leibesübungen zugunsten des WHW. bekannt/ Zugleich wurde der vorteilhafteste Einsatz der einzelnen Gemeinschaften festgelegt. Die Kegler werden auf ihren Bahnen Gelegenheit zu sportlicher Betätigung für das WHW. geben, der Kanuklub beteiligt sich an der allgemeinen Sammeltätigkeit, der Turnverein wird einen Ausschnitt aus seiner Arbeit in den Straßen und auf den Plätzen Wiesecks geben, auch die Jugendorganisationen werden sich beteiligen, die Radfahrer stellen sich in den Dienst der guten Sache. _
In einem Mitgliederappell des Turnvereins, in dem Vereinsführer Daupert die politische Bedeutung der Sammlungen für das WHW. her aus stellte, wurden die Vorarbeiten des Vereins erledigt. Nachdem die allgemeine Sammlung in der üblichen Welse durchgeführt ist, wird am Sonntag um 13 Uhr der Turnverein seine Turner und Turnerinnen einsetzen. Gemeinschaftlich mit der HI. und dem BDM. wird ein Umzug durch die Straßen durchgefuhrt, und dabei werden an verschiedenen Plätzen und Straßenkreuzungen turnerische Vorführungen gezeigt und den Zuschauern Gelegenheit zum Spenden gegeben.
Gießen-Klein-Linden.
Der Turnverein Klein-Linden 1889 hatte für Samstagabend seine Mitglieder in die Wirtschaft von Fritz Weller zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eingeladen. Man befaßte sich in der Hauptsache mit dem Einsatz des Vereins bei der ersten Straßensammlung für das Kriegs-Winterhilfswerk 1940/41. Die freiwilligen Meldungen der Turner und Turnerinnen gingen so zahlreich ein, daß kaum alle freiwilligen Helfer eingesetzt werden können. Versammlungsleiter Karl Weiß gab dann an die Sieger im diesjährigen Gemeindesporttag die Siegerurkunden und sonstigen Auszeichnungen aus. Nachdem er noch die Anmeldung von 20 neuen Mit-
binden.
* Lollar, 16. Sept. Dieser Tage fand hier eine Tagung der Unte r g ru p p e n f üh r e r der Gemeindegruppe Lollar des Reichs- lustschutzbundes statt. Im Mittelpunkt der Besprechung standen dringende Angelegenheiten des Luftschutzes. Gemeindegruppenführer, Luftschutzführer Eberle, gab zunächst einige Anordnungen der Ortsgruppe, Gruppe und des Reichsluftfahrt- Ministers bekannt. In nächster Zeit zu erstattende Meldungen wurden eingehend besprochen. Dann wies der Gemeindegruppenführer die Untergruppen» sichrer an, dafür zu sorgen, daß in allen Untergruppen unbedingt die notwendigen Selbstschutzkräfte vorhanden sind. Er gab Anweisung, stets auch für den etwa notwendig gewordenen Ersatz zu sorgen und überhaupt den Kreis der erfaßten und herangezogenen Personen zu erweitern. Die Anordnung des Landrates über die Tierluftschutzkästen muß unbedingt sofort durchgeführt werden. Das gleiche gilt hinsichtlich der Anschaffung der Luft- schutzgeräte, insoesondere der Einstellspritzen, die m allen einschlägigen Geschäften zu erhalten sind. In jedem Haus muß eine solche vorhanden fein. Größte Aufmerksamkeit ist der Verdunkelung der Wohnungen und Höfe zu widmen. Es gibt immer noch Volksgenossen, die es damit nicht genau genug nehmen. Dort, wo Belehrung erfolglos ist, müssen schärfste Strafen verhängt werden. Auch nach der Entwarnung darf kein Lichtschein aus den Wohnungen zu bemerken sein. Die Luftschutzräume sind bei Fliegeralarm unbedingt aufzusuchen. Die Amtsträger wurden angewiesen, dies immer wieder zu überprüfen. In jedem Hause soll ein Luftschutzraum vorhanden sein. Die Erfahrung zeigt immer wieder, daß nur ein ordnungsmäßig hergerichteter Luftschutzraum sicheren Schutz gewährt. Getötet und verletzt wurden immer nur Personen, die den Luftschutzraum nicht aufgesucht hatten. Untergruppen» sichrer Zecher (Ruttershausen) berichtete hierzu - über einen Luftangriff, den er in einer südwestdeutschen Stadt miterlebte, und bestätigte in vollem Umfang das Gesagte.? Das Einsammeln und Mit- nehmen von Sprengstücken usw. durch die Bevölkerung und besonders durch Kinder ist verboten. Es wurde auf die Gefahren durch die in letzter Zeit von britischen Fliegern abgeworfenen Brandplätt- chen hingewiesen und Anweisung zu ihrer Einsammlung und Unschädlichmachung gegeben. Die Luftschutzunterweisung in den Häusern ist gemäß der ergangenen Richtlinien fortzusetzen, ebenso die Ausbildung. Hierzu gab Ausbildungsleiter Zecher einige Erläuterungen. Nach Besprechung einiger interner Angelegenheiten schloß Gemeindegruppenführer Eberle in der üblichen Weise die Tagung.
§ Lich, 17. Sept. In den Räumen des N S V.- Kindergartens fand ein Mütterabend statt. Nach Erörterung verschiedener Fragen, die sich im Laufe der letzten Wochen ergeben haben, gab die Leiterin des NSV.-Kindergartens, Fräulein Hildegard Konrad, bekannt, daß die Kinder in Zukunft auch ärztlich betreut und monatlich an einem bestimmten Wochentage untersucht würden. Ferner werde'zur Förderung des allgemeinen Gesundheitszustandes täglich Lebertran zum Frühstück verab- reicht. — Die erste Haussammlung für das Kriegs- WHW. 1940/41 ergab hier einen Betrag von 1380,56 RM.
chend wurde er wegen Untreue in Tateinh^t mh schwerer Amtsunterschlagung zu einem Jahr Gefängnis und 50 RM. Geldstrafe verurteilt. Die Geldstrafe und ein Monat der Gefängnisstrafe gelten durch die Untersuchungshaft als verbüßt. Straferschwerend wurden die einschlägigen Vor- ftrafen, strafmildernd das umfassende Geständnis des Angeklagten berücksichtigt.
Aus der engeren Heimat.
Besichtigung desNSKK.-Sturmheims in Hungen.
* S)u»gen, 16.September. Der Stabsführer her Motorgruppe Helfendes N S K K. besichtigte in Begleitung von Standartenführer Metzler verschiedene Dienststellen im Bereich der Standarte 147. Dabei stattete er auch dem neuen Sturmheim des Motorsturms 5/M147 in Hungen einen Besuch ab. Er ließ sich eingehend das Geschäftszimmer des Sturmes, den Verkehrsraum, den technischen Raum, die Kammer sowie den geräumigen Lehrsaal zeigen und .gab seiner Befriedigung über die vom Motorsturm 5/M 147 geleistete Arbeit Ausdruck. Besondere Anerkennung wurde dem Sturmführer Rinker zuteil, weil er es verstanden hat, trotz des Krieges den Dienst in den drei Trupps Lich, Villingen und Hungen in geordneter Weise durchzuführen. Anschließend besichtigte der Gruppenführer noch den neuen Dienst- raum des Trupps Lich.
Schwerer Sturz in der Scheune.
* Gambach (Kreis Friedberg), 18. Sept. Am gestrigen Dienstag stürzte der Landwirt Heinrich Bönfel von hier in seiner Scheune von dem hohen Gerüst in die Scheunentenne ab. Bei dem Sturz erlitt der bedauernswerte Mann einen fchweren Schädelbruch und einen Rippenbruch. In ernstem Zustand mußte er von der Bereitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes nach Gießen in die Chirurgische Klinik überführt werden.
Großes Saugtück im Walde.
LPD. Alsfeld, 17. Sept. In einem Saufang in den großen Waldungen in der Gegend von Schellnhausen (Kreis Alsfeld), der wegen der starken Wildschweinplage dort von der Forstverwaltung angelegt worden war, fand der Revierförster auf seinem Kontrollgang am frühen Morgen sieben Wildschweine gemeinsam in sicherer Gefangenschaft vor. Diese große Jagdbeute war auch für den erfahrenen Grünrock eine bis dahin noch nicht erlebte Ueberraschung.
Landkreis Gießen.
△ Großen-Linden, 17. Sept. Unsere Gemeinde hatte im Frühjahr etwa 254 Morgen Flachs ausaesät. Jetzt sind die Schüler der oberen Klasse unter Leitung ihrer Lehrer damit beschäftigt, die Pflanzen auszurupfen und in kleine Garben zu


