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(Nachdruck verboten.)
4. Fortsetzung.
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Unter der Führung des Hauptstellenleiters Hermann S t i e g l m e i e r begibt sich am Samstagmorgen zu früher Stunde eine Gruppe von 14 Kameraden der Hitler-Jugend des Bannes 116 auf die Reife nach Darmstadt, um dort in harten Vorkämpfen am Samstag und in den Entscheidungen am Sonntag an den Gebietsmeisterschaften in der Leichtathletik teilzunehmen. Die Kameraden, die an dieser Fahrt und an diesen Kämpfen beteiligt sind, haben sich nicht nur innerhalb ihrer Einheiten, sondern darüber hinaus auch in Ausscheidungskämpfen und beim Bannsportfest in Bad-Nauheim mit ihren Leistungen als die Besten erwiesen und sich damit ein Anrecht erworben, an den Kämpfen um die Gebietsmeisterschaften teilzunehmen.
Für die 10 0 m starten Franz D e p p n e r (38/116) und Helmuth B e cht (MHI. 1/116). Für den 400-m- Lauf ist Otto Jox, ebenfalls MHI. 1/116, gemeldet. Ueber 1500 m geht Karl Fischer (42/116) an den Start. Den W e i t s p r u n g bestreiten Kurt Engel (15/116) und Franz Deppner (38/116). Für den Dreisprung sind ebenfalls zwei Meldungen
15, Oberkohlrabi 5 bis 15, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bund 10 Rpf.
Tödlicher Unfalls
Heute morgen ereignete sich an der Ecke Moltke- strahe unD Großer Steinweg ein schwerer Unglücksfall. Der Photograph Paul H a g e m a n n , der mit seinem Fahrrad unterwegs war, wurde verunglückt aufgefunden. Die Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes, die sofort herbeigerufen wurde, brachte ihn in die Chirurgische Klinik, wo der Verunglückte allerdings nur noch sehr schwache Lebenszeichen erkennen ließ. Unmittelbar nach seiner Einlieferung trat der Tod ein. Der bedauernswerte Mann scheint vom Rade gestürzt zu sein und fiel dabei so unglücklich, daß der Tod die Folge war.
Vann 116 bei den Gebietsmeisterschasten
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Die schöne Melusine
Roman bon HanS Richter
„Ganz groß, die machen am Sonnabend Märkische Schweiz und bleiben in Buckow. Sehen Sie, in den Spreewald, da nehme ich immer zwei Wagen, einer nach Burg, der andere nach Lübbenau, und dann wird mit Kähnen ausgewechselt. Benzin sparen, verstehste, keine unnötigen Kilometer. Und dann kommt der Knall: Sonntag mittag ein Uhr halten alle drei Wagen in Freienwalde. Große Mittagstafel, Musik. Hellwigs Wagen kennt jedes Kind in Freienwalde. Später fahren wir weiter nach Buckow, einer so rum, einer so rum, und Markläufer' fährt nach Chorin. Sonntag abend neun Uhr sind wir am Zoo. Js Organisation, wie?" Er strahlt.
Es ist hübsch, ein Geheimnis zu haben und es vor andern bewahren zu können. Es gibt das erhebende Gefühl einer Besonderheit. Die Fahrer und Hellwig halten mit eisernen Gesichtern dem Fragesturm am Zoo stand, und Tilde und der große Chan machen sich einen Spaß daraus, die Gemüter zu verwirren.
„Rabenstein", sagt Tilde. „Waren Sie schon auf dem Rabenstein, großer Chan?"
„Nein, aber in Wiesenburg, da spukt die Ahnfrau."
„Huch!" kreischt ein Mädchen und drängt sich an ihren Begleiter. „Bloß nicht Wiesenburg, Ewald, nicht wahr, du läßt mich nicht allein?"
„Keine Bohne." Der ist ganz Mann. „Außerdem fahren wir nach Teupitz."
Der Pionier schwenkt um die Gedächtniskirche, und das erste Spannungsmoment ist da: Tauentzien oder Budapester?
„Weder — noch", sagt der Weise, als sie in die Budapester einbiegen. „Vielleicht Oranienburg."
Am Alex ist man schon eine Familie, und die Beratung wird gemeinsam gepflogen. Wenn jetzt nicht Autobahn gefahren würde, gäbe es eine Revolte. Aber ehe sie einbiegen, gibt es noch einen Halt. Wilhelm Hellwig erhebt sich und setzt sich mit Besitzerstolz ans Steuer.
„Jetzt fahren wir. wie Karratsch und Rosemeyer zusammen, meine Herrschaften", erklärt er und zwinkert Tilde zu.
Die Reichsautobahn gibt ein unerschöpfliches Thema, zuerst einmal als Bahn an sich, dann über die Geschwindigkeiten und über alle nur möglichen Reichsautobahnen.
Das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschafi
Oer OSS. will Schalke entthronen.
streifen können. Er weiß allerlei von Zisterziensern und askanischen Markgrafen, vom falschen Waldemar, den Kaiserlichen und Schweden, die, wie so manches andere, auch'dieses Kloster zerstörten.
„Eigentlich sind wir komische Menschen", sagt er. „Manchmal finden wir Ruinen schöner als ganze Häuser."
„Weil wir sie mit unseren eigenen Wünschen aus» schmücken können" meint Tilde.
„Daran habe ich noch gar nicht gedacht."
Er läßt sie schwatzen, und wieder nach einer Weile: „Ich hätte Ihnen mein trocfenes, Zeug gar nicht erzählen sollen."
„Es hat mir aber gefallen."
„Das sagen Sie nur so."
• „Sie können doch keine Liebeserklärungen von mir verlangen, Holzmännchen."
„Nein, das wäre meine Sache."
Tilde muß lachen. „Holzmännchen, das paßt nicht zu Ihnen, wirklich nicht."
Und als sie später allein in ihrem Zimmer im Bett liegt, muß sie immer wieder an das betroffene Gesicht denken, das er nach diesen Worten aufgesetzt hat. Well sie aber ein vollblütiger, junger, energischer Mensch ist und keine Wachspuppe, dreht sie sich energisch herum, löscht das Licht und kuschelt den Kopf in die Kissen.
Keine Schwachheiten einbilden, Holzmännchen, denkt sie, und schon ist sie darüber weg.
Sie ahnt nichts davon, daß Hellwig immer noch mit dem großen Chan im Hinterzimmerchen der Wirtsstube sitzt und auf ihn einredet.
„Haben Sie denn mit ihr über mich gesprochen?" drängt er.
„Nein, noch nicht", gesteht der schuldbewußt.
„Aber morgen, morgen bestimmt, nicht wahr, sonst — sonst tu ich es selber."
„Nur nichts übereilen", bittet Holzmann. „Wissen Sie, wenn Frcirklein Tilde etwas davon merkt, daß Sie und ich — wissen Sie, was sie dann einfach tut? Dann setzt sie sich auf die Eisenbahn und fährt nach Berlin zurück. Und das wollen Sie doch auch nicht."
Wilhelm Hellwig kratzt sich am Schädel. „Ist schon eine schwere Sache, Herr Holzmann."
„Das ist so", schließt er lakonisch. Und dann gehen sie beide schlafen.
(Fortsetzung folgt.)
abgegeben. Hier starten Robert Hartmann (34/116) und Hans Dietrich (MHI. 1/116). Außerordentlich stark ist die Beteiligung des Bannes am Hochsprung. Fünf Kameraden haben die Höhe von 1,68 m erreicht, und alle fünf werden auch in Darmstadt dabei sein. Es sind dies Erwin Kreiling (19/116), Günter LandPrefe (33/116), Erich Schmittner (34/116), Strathmann (Fliegergefolgschaft 1/116) und Kurt Kohlhage (34/116). Kurt Engel (15/116) beteiligt sich am Speerwerfen, im Keulenwerfen und an einem Fünfkampf. Der
Bann 116 stellt außerdem sine Mannschaft zur 4 X100-M- Staffel, die in. der Aufstellung Deppner, Becht, Jox und Dietrich laufen wird.
Die Kameraden, die an den Wettkämpfen um die hohe Ehre der Gebietsmeisterschaft teilnehmen, sind sich dessen bewußt, daß sie den Bann würdig zu vertreten haben. Hoffentlich gelingt es ihnen, im Wettbewerb mit den Konkurrenten aus Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden und anderen Städten des Rhein- Main-Gebietes einige gute Ergebnisse zu erzielen.
Das Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft bildet am Sonntag den Höhepunkt der Kriegsspiel- zeit- 1939/40. Schauplatz des großen Kampfes ist das' Berliner Olympiastadion und die Endspielgegner find Schalke 04 und der Dresdner SC. Für die „Knappen" gilt es, die Meisterschaft erfolgreich zu verteidigen und die Siegestrophäe, die „Viktoria", zum fünften Male heimzuführen, während Sachsens Meifterelf den Ehrgeiz hat, endlich einmal das schon oft angestrebte, aber nie erlangte Ziel zu erreichen. Meisterschaftsfavorit ist auch diesmal Schalke 04. Die „Knappen" wissen um das Geheimnis, zur rechten Zeit in der besten Formzu sein, und wenn nicht alles trügt, wird man auch am Sonntag von ihnen wieder eine Vorstellung strahlender Fußballkunst vermittelt bekommen. Obwohl in der Meisterelf in den letzten Wochen und Monaten so bewährte Spieler wie Gellesch, Urban, Bornemann und Schweißfurch fehlten, hat das ihre Schlagkraft nicht vermindern
„Ob wohl Monier' noch da ist?" fragte Tilde.
„Natürlich ist er noch da."
„Pionier" steht blitzend in Grün und Chrom auf dem Autohof, und der Chauffeur putzt noch an ihm herum.
„Die andern hab' ich schon losgeschickt nach, 'm Zoo", erklärt Hellwig. „3s immer gut, wenn „Pionier" zuletzt kommt, sonst woll'n sie alle da rein."
Der große Chan macht ein geheimnioolles Gesicht, sagt „Einen Augenblick!" und verschwindet im Privatkontor. Fünf Minuten später erscheint er wieder, hat statt der langen Hosen Knickerbocker an, ein Sporthemd und eine blaue Leinenjacke.
„Man kann doch nicht so im Büro stehen", entschuldigt er sich. „Und wenn ich mich da umziehe, zerreißen sie sich nur die Mäuler."
Der große Chan hat mit den Sporthosen einen andern Menschen angezogen. Er tritt mit einem Besitzergesicht an den grünen „Pionier" heran, öffnet die Tür und läßt Tilde einsteigen. Der Anlasser rattert, und der Wagen fährt in schnittiger Kurve vom Hof.
Während sie durch die Straßen fahren, breitet Wilhelm Hellwig eine Karte aus, die eine gewisse Aehnlichkeit mit einem Schlachtplan hat. „Will alles gelernt sein", erklärt er stolz und spricht mehr für Tilde als für Holzmann. „Sehen Sie, grüne Linie, das ist Monier'. Zuerst Reichsautobahn, wollen die Leute sehen, kann man ja auch begreifen. Bis Ausfahrt Werbellinsee, und dann husch, husch nach Altenhof. Kaffeepause, Seeblick, weiter nach Joachimsthal und 'rüber nach Niederfinow. Wenn wir da ankommen, ist Straßenbummler gerade weg, braune Linie, nicht wahr? Fährt umgekehrt, und ist in Chorin, wenn wir am Schiffshebewerk aussteigen. Sonst sind zu viele Leute da. In Chorin sind wir am Abend und übernachten. Die Straßen-- bummler übernachten in Altenhof."
Und die Markläufer'?" will Tilde wissen.
Es gibt nur wenige Mannschaften, die den Schaltern mit Aussicht auf Erfolg gegenübertreten können. Zu ihnen zählt, wie zuletzt bewiesen Fortuna Dussel- darf. Ob auch der Dresdner SC., das muß sich am Sonntag zeigen. Erinnern wir uns, daß Der DSC. schon vor Jahresfrist den Schalter Thron ms Wan- ken brachte, als er in der Meisterschafts-Vorschluß. runde an gleicher Stelle aus einem 0:2-Ruckftand eine 3:2-Führung machte und der Meister nur unter dem Aufgebot aller Kräfte ein Unentschieden rettete. In der Wiederholung, ebenfalls im Olympiastadion, ging allerdings der DSC. dann ziemlich sang-und klanglos 0:2 ein, und Schalke schlug anschließend Admira Wien im Endspiel mit dem sensationellen Ergebnis von 9:0. Das war, nach den Siegen von 1934 1935 und 1937, Schalkes vierte Meisterschaft. Inzwischen ist aber der Dresdner SC. nicht schwächer, eher reifer und stärker geworden. In den Gruppenspielen verlor die Elf nicht ein Tor, erst dem Scharfschützen Binder war es am letzten Sonntag vorbehalten, Kreß zum erstenmal zu schlagen. Der DSC. spielt bestimmt nicht so schön wie Schalke und erreicht auch wahrscheinlich nicht die Klasse der „Knappen", aber technisch sind die Sachsen natürlich erstklassige Füßballer, und diese Technik paart sich mit Kraft und Geradlinigkeit im Spiel. Vor einer sehr starken Deckung steht ein e r st k l a s s i g e r S t u r m, der auch eine so gute Hintermannschaft, wie sie Schalke zweifellos hat, ernstlich in Verlegenheit bringen kann.
Aus der engeren Heimat.
Ein Neunzigjähriger.
+ Grünberg, 18.Juli. Am heutigen Donnerstag, 18. Juli, vollendet Spenglermeister Heinrich August Pfeffer sein 90. Lebensjahr. Er ist der älteste männliche Einwohner unserer Stadt. Er erfreut sich noch guter Gesundheit. Am 27. Dezember 1937 konnte er mit seiner Gattin, die jetzt im 87. Lebensjahre steht, das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern. Der Altersjubilar hat in seiner Jugend als Spenglergeselle weite Teile Deuffchlands und der Schweiz durchwandert. Noch heute kann er anschaulich von seinen Erlebnissen dieser Wander- fahre erzählen. (Unfern herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!)
Kreis Alsfeld.
—H o m b e r g, 17. Juli. In diesem Jahre her- gen die Wälder der näheren und weiteren Umgegend einen großen Reichtum vorwiegend an Heidel- aber auch an Himbeere n. Man sah bisher täglich die Leute scharenweise die Wälder zu Fuß und noch viel mehr mit dem Rade aufsuchen. Am Abend kehrten sie reichlich mit den kostbaren Früchten beladen wieder heim.
Ein Landdienstmädel schreibt...
NSG. Wir wissen, daß der Landdienst der HI. eingerichtet wurde, um den Bauern zu entlasten und junge Menschen wieder zur Landarbeit zu gewinnen. Diele aber wissen nicht, was unsere Mädel sonst noch tun, was sie lernen, wo sie wohnen.
Ein Landdienstmädel aus dem BDM.-Obergau Hessen-Nassau 13, die im April in ihr Lager eingerückt ist, gibt uns hierüber einen kleinen Bericht:
„Wir trafen in unserem Lag^ein. Unser Wunsch war in Erfüllung gegangen. 1000 Fragen schwirren in unseren Köpfen, wie wird das Lager sein, wie die Gegend aussehen, welche Arbeit haben wir? usw. Und dann waren wir mit unseren schweren Koffern da, wir standen vor einem großen, alten Bauernhaus, das nicht mehr bewohnt wurde. Wenn es auch innen noch nicht so gemütlich war, so freuten wir uns doch, daß alle Räume neu hergerichtet und tapeziert waren. Gleich ging’s mit dem Putzen los, wehe, wenn die Ecken nicht richtig ausgefegt wurden!
' Allmählich werden unsere Räume immer schöner, das ganze Haus durchsuchten wir und schleppten alles Brauchbare zusammen. Eine alte Matratze bekommt nach gründlichem Säubern vier Beine aus Holz und fertig ist die Kautsch, aus einem alten Waschgestell wird ein nettes Tischchen, unsere Betten und Spinde werden hell gestrichen. Was wir nicht selber haben, wird bei den Bauern gehamstert. Der eine hat ein altes Schränkchen, der andere eine Blumenkrippe, der nächste einen wackeligen Tisch. Es glaubt ja keiner, daß aus den alten Dingen überhaupt noch etwas wird, aber dann staunen sie bei ihrem nächsten Besuch doch und kennen die Sachen kaum wieder.
Unterdessen werden an den Fenstern neue Vorhänge sichtbar; wir haben endlich einen Bezugschein dafür, erstanden. Wir sitzen und sticheln fest drauflos. Die alten Flurgardinen müssen nochmals mit Resten erneuert werden. Aber auch vor den Fenstern soll es nett aussehen, denn wir sind alle große Blumenfreunde und Blumen sind unser ganzer Stolz. f f .
Einen Schulungsnachmittag haben mir in der Woche. Da wird zuerst Hausputz gehalten, dann haben wir Heimnachmittag und oft schreiben wir dann einen Aufsatz zur Stärkung unseres Gedächtnisses. Dann geht s ans Kochen und das ist das Schönste. Wir müssen Heimabende gestalten, Berichte ausarbeiten, Sport treiben wir eifrig und üben für das Leistungsabzeichen, das wir alle erringen wollen.
Wenn wir dann alles recht schön haben, laden wir unsere Eltern und die Dorfbewohner zur Besichtigung ein."
Llrlaubstage in der Heimat.
** Mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Der Bannführer des Bannes 116, Unteroffizier Siaurd Taesler, wurde für tapferen Einsatz bei den schweren Kämpfen um die Maginot- linie mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
** Punktbewertung für Klammer« schürzen. Die Reichsstelle für Kleidung und verwandte Gebiete hat, wie die Fachgruppe Bekleidung, Textil und Leder der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel mitteilt, festgelegt, daß Klammerschürzen hinsichtlich der Punktbewertung wie trägerlose Schürzen zu behandeln sind. Sie sind demnach sowohl bei der Abgabe an Die Verbraucherschaft als auch bei der Wiederbeschaffung mit 6 Punkten zu bewerten. Klammerschürzen werden in manchen Gegenden beim Aufhängen und Trocknen von Wäsche benutzt. Sie stellen einen Beutel Dar, der nach Art einer Schürze umgebunden wirD und zur Aufbewahrung Der Wäscheklammern Dient.
Wirtschaft.
Hessische Heimstätte GmbH. Kastel.
Kassel, 17. Juli. (Fwd.) Diese provinzielle Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen wandte zur Durchführung des Neubaupro- gramms 1939 mit 1837 Wohneinheiten 14,66 Millionen RM. auf, Die aufgebracht wurden durch Ia= Hypotheken (5,90 Millionen RM. oder 40 v. H.), Ib= Hypotheken (0,988 Millionen RM. — 6,8 v. H.), Darlehen des Reiches (2,17 Millionen RM. — 14,9 v. H.), Der Landesrentenbank (0,47 Millionen RM. = 3,2 v. H.), Zuschüsse des Reiches (0,41 Millionen RM. oder 2,9 v. H.), Darlehen Der Industrie (3,17 Millionen oder 21,7 v. H.), Darlehen von Partei unD Behörden (0,016 Millionen RM.), von öffentlichen Betrieben (0,011 Millionen RM), von Korn- tmmen (0,042 Millionen RM.) und von Unternehmern (0,06 Millionen RM.). An Eigenkapitalien wurden in bar 0,99, in Grundstücken 0,11, in Form von Selbsthilfe 0,38 Millionen RM. aufgebracht. Die Hauptversamnllung unter Vorsitz Des Landeshauptmannes Traupel beschloß, das Wirtschaftskapital Der G. m. b. H. um 3 auf 7 Millionen RM. zu erhöhen. Es fft ein Ausbau des Zweigstellennetzes borgesehen, und zwar soll in jeder Kreisstadt des Regierungsbezirks Kassel ein Stützpunkt aus- gebaut werden. Der Gesamtumsatz betrug hn Berichtsjahr 1930 rund 28,5 (23,2) Millionen RM.
Schweinemarkt in Homberg.
—Homberg, 17. Juli. Zum heutigen Schweinemarkt waren nur 61 Stück Ferkel auf- getrieben. Es wurden für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 25 bis 30 RM., für acht bis zehn Wochen alte 28 bis 35 RM. und für zehn bis zwölf Wochen alte Ferkel 30 bis 37 RM. gezahlt. Bei lebhaftem Handel herrschte eine starke Nachfrage.
höher als bei anderem Kleinvieh. Der Fleischertrag aus Der Kaninchenhaltung ist ganz beachtlich. Man rechnet von einer Kaninchenhäsin und Deren Nachzucht 50 Pfund Fleisch im Jahre. Das ist eine we- entliche Ergänzung Der Menge, Die ein Volksgenosse innerhalb eines Jahres an Fleisch und Fleischerzeugnissen zu beanspruchen hat. Die Schmackhaftigkeit des Kaninchenfleisches ist wohl hinlänglich bekannt.
Das Kaninchen ist ein Allesfresser. Dom Frühjahr bis in den späten Herbst hinein kann man es in Der Hauptsache mit Grünzeug füttern. Dann muß man allerdings festes Futter haben, das man Durch Zukauf erhält. Dieser BeDarf ist aber nicht groß, Da in Der ersten Winterhälfte Die Tiere schlachtreif sind und Der Bestand Dann ständig kleiner wird. Neben den Fleischertraa tritt Der Ertrag an Fellen, Die heute von Der Volkswirtschaft gebraucht und auch gut bezahlt werden. Wer einen Kleingarten besitzt oder sonst ein Stück Land sein eigen nennen kann, muß heute solche Möglichkeiten ausnutzen.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 18. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, 24 kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 6 bis 10, Kartoffeln, alte, % kg 5 Rpf., 5 kg 48 Rpf., 50 kg 4,15 RM., neue, kg 6 bis 8 Rpf., 5 kg 86 Rpf., 50 kg 8 RM., Wirsing, % kg 15 Rpf., Rotkraut 35, gelbe Rüben 15 bis 20, rote Rüben 15, Spinat 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 30 bis 35, Erbsen 15 bis 30, Mischgemüse 15, Tomaten 40 bis 50, Rhabarber 10, Pilze 45 bis 50, Falläpfel 10, Himbeeren 40 bis 50, Heidelbeeren 42, Stachelbeeren 20 bis 30, Johannisbeeren 20 bis 25, Erdbeeren 50, Blumenkohl, das Stück 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 30 bis 50, Einmachgurken 5 bis 6, Endivien 10 bis
können. Schalke hat, wie kaum ein anderer deutscher Verein, Dem Nachwuchs stetseine besondere Pflege angedeihen lassen und Da fiel es nicht schwer, entftanDene Lücken sofort,vollwertig auszufÜllen. Die sangen Spieler, es seien nur Füller, BurDenski und Schuh genannt, wirken genau so erfolgreich wie ihre berühmten Vorgänger, und Die Schalter Kombinationsmaschine läuft ebenso reibungslos wie vordem. Wenn wir Die Stärken Der Meisterelf aufzählen, wollen wir nicht vergessen, zu erwähnen, Daß ihr Das oft übertriebene Zusammenspiel, Das die Zuschauer zur Begeisterung hinreißt, vielfach als eine Schwäche ausgelegt wird. Nicht ganz zu Unrecht, ajjer man vergesse nicht, daß diese vermeintlich übertriebene Zusammenarbeit für Den Gegner nicht nur verwirrend, sondern in starkem Maße auch ermüdend ist, und daß somit dieses „K r e i s e l s p i e l" eine der Grundlagen Der stolzen Schalker Erfolge biß) et.
„Bestimmt fahren wir nach Stettin und dann mit dem Dampfer", meint eine Dame. „Wenn ich nur nicht seekrank werde."
„Mondscheinfahrt auf See — Pillau —" die Entfernungen schrumpfen. Und trotzdem ist man befriedigt, als man in Altenhof am See steht.
Während Die anDern Kaffee trinken, hat Holzmann, ^em heute trotz des schönen Wetters nicht ganz wohl in feiner Haut ist, Tilde untergefaßt und macht einen Seebummel mit ihr. Er hat stolz jeden Blick bemerkt, mit dem feine hübsche Begleiterin gemustert wird.
„Hier draußen wird man ein ganz anderer Mensch, Fräulein Tilde", sagt er. „Wie leicht hätte ich Förster werden können, aber davon ist nur der Dackel übrig» geblieben. Meinen Sie, daß ich zum Förster getaugt hättM'
Tilde mustert ihn. „Ehrlich gesagt— nein, Holz- männchen^
„Das ist nur, weil man von Dem Stadtleben keine Farbe hat."
„Warum wollen Sie Denn etwa anderes sein als Sie sind, großer Chan?"
„Wollen Sie das nie?" fragt er dagegen.
„Doch", gesteht sie. „Als Mädel hab ich immer Jndianerschmöker gelesen, viel lieber als das Zeug, was ich eigentlich lesen sollte. Lederstrumpf und Karl May."
„Hadschi den Nemsi", sagt Matthias Holzmann leise. „Und vielleicht war er auch nie da."
„Das macht doch nichts. Haben Sie denn keine Phantasie?"
„Hab ich, aber die Welt wird davon nicht kleiner."
Tilde stellt sich breit vor ihn hin. „Wissen Sie, was man mit Ihnen tun muß, großer Chan? Um» krempeln muß man Sie, durchkneten. Trübetimplich Dürfen Sie nicht bleiben, Damit verDerben Sie sich und mir den Spaß."
Er nimmt sich das zu Herzen, und als. sie später oben auf dem Schiffshebewerk stehen, tut er es mit NelfonL Haltung bei Trafalgar.
„Sehr gut", lobt Tilde. „Weiter so."
„Man kann nun einmal nicht aus feiner Haut heraus."
Ja,» aber in dieser Haut steckt ein kleiner, netter Romantiker und ein kluger Mensch dazu. In Chorin richtet er es so ein, daß sie allein durch Die Ruinen
NSG. Auch in Kriegszeiten gibt es einen Urlaub. Diese freien Tage finD Dazu Da, Erholung unD Stärkung zu finDen, unD geraDe Dann, wenn Das Reich im Abwehrkrieg steht, muß jeDe Arbeitskraft auf Der höchsten Leistungsstufe gehalten werDen. Mancher meint, Die Voraussetzung für wirkliche Erholung bestehe Darin, erst einmal Zweitage-Reisen bis zum Urlaubsziel zurückzulegen. Diese Auffassung ist falsch unD vor allem durchaus nicht zeitgemäß! Gerade wir im Rhein-Main-Gebiet sind in der beneidenswerten Lage, von Bädern, Kurorten und sehenswerten Städten umgeben zu sein — es kann also nicht schwer fallen, einen genußreichen Urlaub in den Grenzen der weiteren Heimat zu verbringen. Wir wollen in diesem Kriegssommer die Mahnung beherzigen, die Reichsbahn nicht für weite Strecken zu beanspruchen; nehmen wir uns also eine Karte des Rhein-Main- Gebietes zur Hand und sehen wir zu, daß wir in einer der heimatlichen Landschaften Einkehr zu kurzem oder längerem Urlaub halten. Niemand wird solche Ferientage bereuen, denn unser Gau ist abwechslungsreich und schön!
Förderung der Kaninchenzucht erwünscht.
LPD. Don den zuständigen Reichsstellen zur Förderung Der Kleintierzucht wird vor allem der Vermehrung Der Kaninchenhaltung größtes Interesse entgegengebracht. Das hat feinen Grund ganz besonders darin, daß für Kaninchen die gewünschte Futtergrundlage zumeist gegeben bzw. leicht zu schaffen ist. Die Kaninchenhaltung ist von vornherein erfolgversprechend und dient unserer Volkswirtschaft in mehrfacher Hinsicht. Zuerst ist Der Anschaffungspreis von Jungkaninchen ziemlich niedrig, dann ist die Aufzucht billig und zuletzt der Etrag


